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Gerold Edlibach s
Chronik
mit Sorgfalt nach dem Original copirt und mit einer gleichzeitig verfertigten Abschrift
genau verglichen und aus derselben vermehrt und ergänzt
von
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Job ittartin JÄjprrj.
tfebst einem Anbangt.
Auf Veranstaltung der Antiquarischen und unter Mitwirkung der Vaterländisch-
historischen Gesellschaft in Zürich dem Drucke übergeben.
Zürich,
Verlag von Meyer and Zelter.
1847.
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Vorwort der Herausgeber.
Seit Bodmer und Breilinger in ihrer «helvetischen Bibliothek" (Zürich 17?J6.
Stück 5. S. Uli — 109) die auf hiesiger Stadtbibliothek aufbewahrte handschriftliche
Chronik von Gerold Ed Ubach zum ersten Mal ausführlich beschrieben und dir
Aufmerksamkeit des gelehrten Publikums auf sie gelenkt hatten, erhielt dieselbe ein
bedeutendes Ansehn. Es zeigte sich jedoch, dass wenn schon im Allgemeinen mit
Ruhm von ihr gesprochen wurde, ausser Johannes v. Müller, J. H. Scliinz und Joh.
Marlin Csleri nur wenige Geschichtsforscher sich mit ihr näher bekannt gemacht und
sie wirklich benutzt hatten. Erst in neuester Zeit, als das Geschichtsstudium , voraus
das vaterländische, unter uns wieder auflebte, sah man sich aufs Neue nach unsern
alten handschriftlichen Chroniken , namentlich nach der Edlibach'schen , um , und der
Wunsch ward immer häufiger und lebhafter, dass auch sie durch den Druck den
Geschichtsfreunden zugänglicher gemacht werden möchte. Diesem Verlangen zu ent-
sprechen, beschloss die hiesige Antiquarische Gesellschart, unter Mitwirkung der Va-
terländisch-historischen Gesellschaft, den Druck dieser Chronik zu veranstalten.
Es hatte der eben genannte Johann Martin l'steri, dieser grosse Freund und
Kenner vaterländischer Chroniken, sich einst die Aufgabe gestellt, unsern Edlibach
unter sorgfältiger Vergleichung einer ebenfalls auf der Stadtbibliothek vorhandenen,
ungefähr gleichzeitigen anonymen Abschrift und der Chronik von Ludwig Edlibach
(dem Sohne) mit diplomatischer Genauigkeit abzuschreiben, ihn dadurch zu ergänzen
und zu vermehren, und alle andern, sowohl historischen als besonders Familien-
Notizen von Edlibachs eigener Hand, die sich Wer und da in seinen Büchern und
Handschriften zerstreut fanden, theils hinten anzufügen, theils in die Einleitung auf-
zunehmen. Eine Arbeit, welche Usteri von Anfang bis Ende mit einer solchen Sorgfalt
und Zierlichkeit durchführte, dass sie ein kalligraphisches Kunstwerk genannt zu
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werden verdient. Diese äusserst getreue UsterFsche Copie nun, mit ihrer sehr
heiehrenden Einleitung und den schon erwähnten Zusätzen haben wir, gewiss zum
Danke des geschichtsforschenden Publikums, wörtlich abgedruckt, und diesem Werke
auch noch einige der vielen Vorstellungen beigefügt, welche Edlibach zur Veran-
schaulichung der wichtigsten Begebenheiten in seine Chronik mit eigener, freilich
ungeübter Hand hineinzeichnete. Zugleich sind wir noch im Falle, der Copie von
l'sleri einen Aufsatz aus Edlibachs Feder als Anhang beifügen zu können, der jenem
noch unbekannt war. Man musste es auffallend flnden, dass Edlibach, der in seiner
bis zu seinem Todesjahr (1530) fortgeführten Chronik Alles, was während seiner
langen Lebens- und Amtszeit Bedeutendes sich zutrug, sorgfällig und in seinen
Einzelheiten aufzeichnete, gerade die so wichtige Reformationsperiode, deren Haupt-
veränderungen er noch selbst erlebt hatte, nur kurz, nur mit einigen abgerissenen
Zügen berührte. Man suchte freilich diese aurfallende Kürze sich , zum Theil gestützt
auf seine eigenen Winke, durch die Annahme zu erklären, dass Edlibach schon
überhaupt als Greis und nach so heftigen Lebensslürmen jeder bedeutenden, wie viel
mehr einer solchen Alles erschütternden und umgestaltenden »ränderung abhold war,
von deren Folgen sein etwas ängstliches Gemüt Ii wohl nur das Schlimmste atmete,
dass ferner die schonungslose gänzliche Abschaffung des römischen Cultiis , an welchem
er sehr hing, ihn schmerzlich verwundete, und er sich daher nicht eben aufgelegt
linden mochte, die einzelnen Thatsachen, in welchen dieses Werk fortschritt, aus-
führlich zu beschreiben. Es hob sich aber dieses Befremden vollständig dadurch, dass
unlängst in einem auf hiesiger Bibliothek befindlichen Manuscriptenband ein sehr altes,
unzweifelhaft von Edlibachs Hand geschriebenes, zwanzig Seiten starkes Manuscript
aufgefunden wurde, welches wirklich von der erfolgten Glaubensänderung ausführlich
handelt, und wie man darin Schritt für Schritt weiter ging, genau berichtet. Schade
nur, dass dieser werthvolle Beitrag zur zürcherischen Keformationsgeschichte (er
erstreckt sich nur von 1520—1527) Fragment blieb, oder wenigstens als solches
auf uns gekommen ist!
ZBrlcti, Im October 1846.
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E i u 1 e i t o u g .
Voo Gerold Edlebach's Chronik finde! sich in dem fünften Stück der helvetischen Bibliothek eine
Nachricht, die in Haller s Bibliothek der Schweizergeschichte {Toto. IV. Nr. 532} abgekürzt eingerückt
worden ist: es wird von ihr gesagt, dass sie die einzige Zürcher Chronik aas dem 15. Jahrhundert
sei. deren Urschrift bis auf unsere Zeiten erhalten worden, und gerühmt, dass die Schreibart des
Verfassers natürlich und kernhaft sei. Diesem Lobe soll man billigermassen das ungleich bedeuten-
dere beifügen, dass sie nämlich mit grosser Mässigung und Wahrheilsliebe verfasst wurde, wovon
sieb überall Spuren und hio und wieder auch bestimmte Aeusserungen vorfinden.
Die in oben angeführten Nachrichten enthaltene Bemerkung, dass der Autor von VValdmann's
Handel sehr kurz und furchtsam rede, ist nicht ganz gegründet, und kann ihm, wenn es sich auch
wirklich so verhielte, wohl schwerlich zum Vorwurf gereichen. Edlcbacb war VValdmann's Schwieger-
sohn; in Zeiten, wo gewalltbätige Handlungen die Ruhe und Sicherheit des Bürgers beeinträchtigen
oder bedrohen, da scheut sich der Vater einer zahlreichen Familie, seine Empfindungen zu stark an
den Tag zu legen, besonders wenn er bei jenen Ereignissen selbst litt ') und vielleicht durch Beispiele
von Bestrafungen solcher freimüthigen Aeusserungen geschreckt wurde"). Auch scheint überhaupt
Kdltbach's Charakter etwas furchtsam, wenigstens bedachtlich, gewesen zu sein; denn schon bei der
Erzählung der Vcrurlbeilung der zürcherischen Besatzung zu Greifensce, bei welcher llcl Reding eine
harte Rolle spielt, fand er es rälhlich, seinen öfter vorkommenden Namen durchzustreichen und die
Worte »der von Schweiz" oder „der Mann von Schweiz* dafür hinzusetzen. Nur bei der Inhalts-
anzeige eines Capilels und spater einmal im Contexl, ist dessen Name, ohne allen Zweifel aus Ver-
sehen . stehen geblieben. So äussert er sich auch bei den Nachrichten , die er von der Glaubens-
änderung (der er nicht günstig war) und ihren Folgen gibt, entweder gar nicht über seine An-
sichten und Empfindungen, oder drückt dieselben durch den Wunsch aus: „Gott wende Alles zum
Besten I" und bei politischen Ereignissen, wo Vaterlandsliebe dem Eigennutz wich, oder die Gerech-
tigkeit Nolh litt, bemerkt er meistens: »hie von wäre viel zu sagen, das ich aber des besten wegen
unterlasse."
Der verständige Geschichtsforscher wird aber diese Winke, die indessen bin und wieder auch
stärker, aber nie mit Härte ausgedrückt sind, verstehen und zu benutzen wissen. Weniger zu ent-
schuldigen dürfte er wohl hierin sein, dass er bei weitläufigem Geschäften und Verbandlungen tu-
•> Er wir einer der ■bfeieuten Rüthe.
") Job. »oo Annbi Chronik wurde 148V verbrennt, weil »kc viel An.to..l«ei . W»ldm»cm. Aufl.af betreffend, eat
bilteD beben «oll.
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weilen müde wird, das Ganze umständlich zu erzählen, sondern gerne mit den Worten abbricht: Hievoo
wäre viel zu sagen, das ich aber uro der kürze willen underwegeo lasse u. s. w.
Die Erzählung des Zürichkriegs ist das ausführlichste Stück seiner Arbeit, wahrscheinlich hat
ihn der Wunsch, eine wahrhafte Beschreibung dieses wichtigen Ereignisses der Nachkommenschaft
aufzubewahren, veranlasst, die Feder zu ergreifen, die er, nach Beendigung dieser Arbeil, auch der
Gcftcbichtscrzählung späterer Zeiten widmete und dieselbe bis auf das Jahr 1530 (freilich mit vermin-
derter Umständlichkeit) fortsetzte, in welchem Jahre er starb. Obno Zweifel hat er sein Werk anno
1485 zu schreiben angefangen, denn diese Jahrzahl ist auf zwei zu dem Zürichkrieg gehörigen Ma-
lereien (Pag. 28 u. 42) angebracht, und anno 1486 halte er dasselbe bis zur 419. Seite vollendet
und scheint Willens gewesen zu sein, hier stehen zu bleiben, da er sagt: »Anno domin i uff sant
larentzen abind ward diss ussgeschriben ,« und dann noch zum Schluss die Wappen der Herrschaf-
ten des Canions Zürich und derjenigen, die derselbe mit andern Cantoucn in Gemeinschaft besitzt,
mit kurzer Anzeige, wann und wie dieselben erworben wurden, beifügte. Kr setzte aber nachher
seine Arbeit wieder fort bis auf anno 1517 (Pag. 481J. wo er neuerdings dieselbe zu bescfaliessen
gesiunet war, und als Schluss ein »Amen 0 und darunter ein „ Deo gratiasu ijm Orig. l)eo gracius
hinschrieb und diesem noch beifügte: »ich mag nütz mer schriben, M spater aber kratzte er diese
Worte wieder aus und schrieb darob: „noch muss ich mer schriben" — worauf er auf den wenigen
übrigen Blättern noch einige Notizen millhcilt, von denen die letzte vom Jahre 1530 ist, in welchem
der Autor starb.
Auf dem erslen und letzten Blättern, so wie an einigen andern Stellen, sind verschiedene Fami-
liennachrichlcn aufgezeichnet; ich habe dieselben zu Anfang meiner Abschrift zusammengestellt und
sie mit einigen andern vermehrt, die der fleissige Leu in zwei ehemals dem Cbronikschrcibcr gehö-
rigen Werken fand, und nebst andern Nachrichten, sein Geschlecht betreffend, in ein W erklein
sammelte, dem er den Titel gab: Memorialia vom Kdlihachcu Geschlecht und von Herrn Bürger-
meister Waldmann. Die historischen Nachrichten, die dort zu linden waren, habe ich als einen An-
hang seiner Chronik beigefügt, die Familicnnachrichlen aber mit einem Verzeichnis* seiner Zeit-
genossen und Freunde vermehrt, so ich auf dem ersten Blatt einer Bibel verzeichnet fand, die sich
auf der Bürgerbibliothek befindet (Rcp. Bibl. Nr. 46) und die Edlibacb eigenbändig mit Inhallsan
zeigen der Capitel versah.
Die Orthographie, die in der Chronik zum Vorschein kommt, ist sich nicht immer gleich; ich
habe dieselbe in meiner Copie genau beibehalten, sowie auch die Unrichtigkeiten und Auslassungen,
und diese meistens nur in einer Parenthese ergänzt oder verbessert ; Unterscheidungszeichen kommen
keine andern als Commata vor, und auch diese, besonders gegen das Ende, sehr seilen nnd gar oft
am unrechten Ort; ich habe sie indessen auch beibehalten, hingegen eine andre Art von Interpunktion
weggelassen, die aus kleinen Zinnoberslricben besteht, die durch die Anfangsbuchstaben der Wörter
gehen, wahrscheinlich den Anfang eines neuen Satzes bezeichnen sollen, aber auch oft unrichtig an-
gebracht sind und gegen das Ende des Buchs ganz aufhören. In Parenthese sind die Seitenzahlen
des Originals angemerkt, die von einer spätem Hand dem Werke beigefügt wurden, und was im
Original mit Zinnober geschrieben ist, ist hier mit grösserer Schrift gedruckt. Was das Aeussere dieser
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MI
Chronik anbetrifft, so ist selbige in klein Folio geschrieben , (circa ll'/t" hoch und 8" breit) und
mit vielen historischen Zeichnungen geziert; freilich haben diese keinen Kunstwerlb, aber rücksichtlich
auf das Studium des Coslumes. der Bewaffnung, Kriegsmaschinen u. s. w. sehr viel Interesse, sowie
auch Darstellungen von Lokalitäten merkwürdig sind, da der Zeichner bei den Städten und Schlössern,
die er kannto, zwar keine eigentlichen Prospekte lieferte, aber doch viele Ähnlichkeit mit dem vor-
gestellten Gegenstand anzubringen bemüht war. Der Band des Buches ist von gestempeltem Leder
und mit einem Scbloss verseben; es wäre aber nölhig, denselben zu erneuern, da derselbe etwas
schadhaft ist und das Werk, dem man ohnehin sein hohes Alter und einen starken Gebrauch ansieht,
nicht gehörig mehr schützt, wobei aber dann zu sorgen wäre, dass die auf beiden Deckeln aufge-
klebten beschriebenen Blätter sorgfältig weggenommen und dem neuen Band wieder einverleibt würden.
Es befindet sich auf der Bürgerbibliothek (B. 65) eine gleichzeitige Abschrift dieser Chronik;
die Tradition schreibt dieselbe einem Sladtknecht des Bürgermeisters Weidmann zu. worauf sich
dieses grüude, weiss ich nicht, allerdings scheint diese Sage etwas unwahrscheinlich, denn es lässt
sieb kanm vermulheu, dass in jenen Zeiten ein Mann aus dieser Klasse so viele Kenntnisse besass,
und so viel Mühe und Kosten auf ein Werk verwenden konnte: denn die Copie ist in gleichem
Format (circa 11 1/2" hoch u. 8*' breit), aber mit etwas mehr Eleganz, als das Original, geschrieben,
auch sind derselben, in freien Copien, etwas flüchtiger aber geschickter gezeichnet, nicht nur alle die
Malereien einverleibt, die sich im Original belinden, sondern sie sind auch durch die Zeichnungen
zum Schwabenkrieg , zu dem Fassnachlbesuch in Basel und dem grossen Schlössen in Zürich beträcht-
lich vermehrt, so dass ihre Zahl 177, die im Original aber nur 126 beträgt, wozu noch überdies eine
interessante Suite von 64 Kanonen kommt, die im Schwabenkriege erobert wurden, und die hier, mit
Angabe ibrer Länge, Kugelschwcre und dem Ort, wo sie genommen wurden, abgebildet sind. Diese
Copie, die mit grosser Sorgfalt gemacht ist, das Original, auch mit seinen Fehlern, Missschreibungen
and Auslassungen etc., aber in einer etwas abweichenden Orthographie, wiedergibt, wurde anno 150G
vollendet. Da tdlibach von Zeit zu Zeit, und später als diese Abschrift genommen wurde, seinem
Werk noch einige Notizen beifügte (besonders auch, wenn er etwas zu Waldmann's Verdienst sagen
konnte, dass er einen Feldzug mitgemacht etc.), so ergeben sich bin und wieder kleine Verschieden-
heilen, die alle, so wie auch wesentlichere Abweichungen, und das Neue, das in dieser Chronik
gegen das Ende vorkommt (der Schwabenkrieg, Basler Fassnacbt, Scbiesson etc.), in dieser meiner
Copie bemerkt, ergänzt und aufgenommen worden sind.
Notizen, die Person Gerold Edlebachs und seine Familie betreffend.
(Au» »einer Chronik.)
P«j.489 oder «Jen» lrtiten. »of dem Deekel des Dachet aufgeklebten, Blute Andel sieb voo leiner Gebart Folgende*
■nfgexeichnet:
Ano domi 1454 jar acht tag uor oder nach sant michelslag viT die nündeo stund nach mittag zu
nacht ward ich gerold edlebacb geboren jn einsidlerhoff zürich ab min valler uorieb edlibach derselben
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IUI
iill da «pl gerolds von sax amen was. roo gohnei Hand ui beigefügt : vnd starb min vatler gerold edli-
bacb anoo 1530 jar vff den xxviij lag oagslen got Iröst ju.
Darnach als man zalt 1472 jar ward mir min bussfrow ursscl rouslio mil derreo bat icb min
bochzil jn cinsidelboff vff aaol angnesen tag jm obgomelten jar vnd vff die zit wz ber bans waldman
amen jm boff dess gotzhuss cinsidlen*].
Vnd zu jar »rora als ber bans waldman zu selber zit dos» ratz zurieb ward , da ward
ich an sioncr statt ammen vnd schworrc dz ampt her cunrat uon der boeben reebberg, der
wz tu* die zit pfläger dess wird igen golhuss einsidlen dz hesebaeb jn by wessen her bansen
waldmans vnd ammen diclrich des allen vnn vogl Stadlers von schwitz uff sanl hillarys lag
anno domi 1473 jar vnd uff den lag ward icb uon minen herren zum hiden crwcll jn die burger
vnd gienge minss allers jn dz t9 jar doch bleibe ich bin dem ampt vnd kam uff dieselben zil nül
jn die rätl, als lag (lang; zil icb ammenn bleib dz nerl vij jar.
Auf dem allerersten Bl.tl, das auf dem Decket de» Buchs aufgeklebt ist. lieft man Folgende»:
Zu wüscd ist dz ich gerold cdlebach kam vnd ward erwclt jn grösen ratl die man nempt die
zweigbunder als man zalt mcccc.Lxxiij jar, vnd als man zalt darnach iu.c< cc.nxxvij jar vff vnsser
lieben frowen tag der cnpfengnis ward ich dess cleinnen ratz zurich vnd darzu seckelmeisler.
Anno domi alss man zalt uon der geburt cristi m.v c xxiiij jar vff sunlag nach sanl andres tag
erhalte ich min herren zum rüden der coslaffel dz sy mich des cleinnen ralz erliessend dan wu dz
nül beschäch so wurde icb min burgräch uffgeben dan ich dess willen werre dz icb weder an griebt
noch jn räll nül m er gan wolle, also erliessend mich min herren von der conslanffel vnd nament
jörg göldly an min stall vnd namend mich von stunden an wider jn den grossen rall der ij c genanl,
daruon wollen mich weder rält noch burger null lassen besunder derren Lüben vnd gabend mir die
wall man bulle bim gell oder bim eid so es mir nül fücklichen wer darin zu gan dz es mir vnschad-
licb sin soll am gell vnd erren ich gienge oder null vnd darus vnd darin gan wie ich wöll vnd da
icb von ratl kam wz ich Lxx jar all. (von Sohne* Hand bemerke) vnd da er starb was er alt Lxxvj jar.
Burgermstr. ber jacob scbwarlmurer l
her heinrich roüsl 2
her heinrich göldly riller 3
her bans waldman riller 4
her cunrat schwend riller 5
felix bränwald 6
rudulff aseber 7
malliss wis» 8 wz Leiser beinrieb tag der starb vff den xiij tag böw-
manett 1528.
felix schmid 9 starb uff litte (»tm») vnd modesti jm 1524.
man roüsl 10 starb 1524 jar am driten lag nach ber felix smideo.
heinrich walder 11
dielhelm roüsl 12
♦ ) Vi de Pag »7».
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Item vndcr dise obgcrocllcn xij burgermcisler bin ich gcrold cdlibacb alle io die rält vnd barger
gangen, den ussgelasen min her schwartzmurer dan ich uff die zilt amen ja einsidler hoff wass. Ilem
es ist ouch zu wüssen da mich mine herren zum leiten dess ratz erliessend durch miner bilt willen,
dass ich der aller elttest vnder dein vnd der grossen rälten was, vnd keiuner mer die uor mir darjnn
komen warrend jelz lapt goll helffe vdss allen Amen.
Im jar als man zalt 1514 jar ward ich pfleger jtn spital erweit vnd bleib biss uff dz 27 jar da
ball jeh min herren dz sy mich der vnrow erliessend jeh werre all vnd dem spital fer gesessen, da
warde man mir zu willen.
P*S Mi und i*i ist folgende Nachricht von der Nachkommenschaft Gerold Edlebach s eolbiltco. Der Viter bat
am Rande, bei den Söhnen da* Edlebach'sehe. bei den Töchtern das Rousliscbe Wappen »ciaiirl. Ein etwa« umstand-
lieberes Verzcirhnii» »ide pag X sqq.;
v l»ag. 48i.) Gerold edlibach vnd frow ursel roüstin sind zusamen vermechlet jm anno
domi 1472 vnd hat vnss dise tiachuerschribnen kint gott bratl.
Hans*. VIT donslag uor dem attuend anno domi 1473 jar ward hanss edlibach min erster sun
lill begraben zum frowen Münster bin sinnen grosuatter uorich edlibach.
Anna. Vff vusser frowen tag der licchlmU ward vnser loch t)cr anna geboren bansen eßiners
hussfrow anno domi 1474 jar lill zu sunt peller.
Katarina. Vff vnsser frowonlag der licchtmis jn der achten stund nach mittag anno domi 1475
jar ward vnser lorbter kallrinncn closterfrow jm saralung (dabei atebt noch, mir unverständlich:) vnd also
alt ist bass ann zo widmer die asebern.
MaritZ. Vff mentag nach sant barblen lag ano domi 1476 jar ward maritz starb an der am
Iii zu höngt begraben.
Angness. VIT mitlwuchen uor sant malliss anno domi 1478 jar ward vnsser lochter angness
die erst vnd starb ouch jung.
Walburg. Vff sunlag uor keisser karolus anno domi 1479 jar da ward vuser lochter walburg
jn der viij stund nach raitag.
Meiliratt. VIT donslag uor sant märten tag anno domi 1481 jar ward vnser suo meinrat vnd
starb an der amen vnd litt zolliken begraben.
Jacob. Vff den xiüj lag abereilen ward vnsser sun meisler jacob corber zum munster jn der
lierden stund uormitlag vff ein sunlag 1482 jar.
Mentta. Vff donslag nach sant vrslen lag jn der sachslen stund uormittag anno domi 1483 jar
ward vnsser lochter mentta closterfrow jn samlung.
Gerold der erst. Vff den fünften lag merlzen anno domi 1485 jar ward geboren vnser sun
gerold der erste sins namenss.
Angness die ander. VIT den zacbenden tag aberellen anno domi 1486 ward vnsser lochter
angness die ander starb jung vnd Iii zum munster.
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Hans der ander. Vff den xij lag ougsten ward vnser sun banss der ander anno doiny 148"
jar sin götte hanss herower sin gölte frov. bopffin vnd ward jn der iij stund nach mittag jro obge-
melten jar.
(Pag 483.! Heinrich der erste. Vff zinstag nacb saut andrestag jro Lxxxviij jar ward vn-
ser sun beinrich geborren vnd ward xij jar alt vnd starb vfT den dritten tag berpslinant lit zum
inünsler vor dem nüwcn heinbuslv begraben.
Heinrich der ander. Vff den xxgBlen lag abereilen ano domi ni.cccc.Lxxxviiij jar ward vn-
ser sun beinrieb der ander vnd starb jm ersten bädly vnd lit ouch zum grosen inünstcr begraben
bim beinhuss.
Ludwig. Vff saut michels abind ano domi m.cccc.Lxxxxij jar jn der sibenden sluud ward
geboren vnser sun ludwig der wz uff ein frilag.
Gerold der ander. Vff den dritten tag erst hcrpstmanl ano domi m.cccc.Lxxxxvj jar da ward
geborren vnser sun gerold der ander zu grünnigen vnd läpl xvj wuchen vnd starb an der amen vnd
lit zu gossow vor dem beinbuss.
Angnes die dritt. Vff saut cirriacus lag auno domi ni.cccc.Lxxxxviij jar jn der dritten stund
nach milnachl ward geborreu die dritt angness zu grüningen jm sloss.
Michel. Vff den drillen tag ougsten ano domy ro.v jar vff sant oschwald lag da ward vnser
sun micbel geborren dz leslc kind vnd läpl xviij jar vnd starb vff den fünften tag abercllcn als er
uon rom kam vnd Iii zum grossen münster vor dem beinhus gol helffe allen gloübigen seilen cel.
Suro xj süu vnd vij locbtrcn.
(Pag. 486.) Ano domi 1534 jar nach sant Ibomus tag jn der nacht erblindet min bussfrow
vrsel rouslin vnd (war, blind fünft" jar dz sy gar nütz gesach dan ein kleinner sebin von der sunnen
vnd tag oder einnem liechl dz sy gar nütz mocht erkannen noch erstehen, vnn isl gewesen alt als
man sy schne id 72 jar. Ileru demnach da der allmäti^e gotl der her ein benügen an der guiten
frowen jrcr blinlbeit baben woll da käme ein mcisler gan zürieb der schneide jrren jr bede ougen
aune schmerlzcn vnd ann bluttvcrgiessc also uerliche jr goll die gnad dz sy wider zu jrren gesiebt
widerum kam dz sy ein jellich ting uff dem lisch vnd andersch nach jr uotlurfl wol erkennen mocht
dass besebnidenn beschach vff den cinlistcn lag jennwary nacb wiennach ano domi m.529 jar jtem
dess meistens namen beist bans bitter von slrassburg jetzen sässhaftig zu inilbussen cet. doch erleid
sy grossen schmerlzcn an dem einen oug vnn jm böpt bis* uff aller beigen lag dz sy wennig ruw
ball da ward ess clwz an kleinen besser cet.
(Pag. 489.; Ano domi 1488 jar uff michahelc uereinlend sich disse nacfagemclten psonen dz sy
zu allen mallen all tag ann am samslag dz nacblmal bin einandren ässen wöllind vnd wellichcr nül kam
dem schreib man ein erülzer jn hoff vnd sebusend all je einer ij gülden dz wir eignen win ballend
vnd wz die ürllen xviij haller zu allen mallen vnd sjpd dise der psonen namen hernach her han$ belffcnberg
lipriester zu saol pelter, her jobanss waldman ritler burgenneister, bans meiss, uorich grebel, meister
hanss bieger. dominicus froweofeld. geruld edlebacb, meisler heinrieb schurller genantz göU, ludwig
amen stalschriber , ludwig hösch, nicklaus länger, vorich uon ougspurg vnd jurg grebel vogt zu
griOensee so der zärieb wz der wi der xiij. Item disse geselscbafl werll biss uff her waldnians
vnfal alss man zall 1489 jar uor vassoach als man die bund doli, golt belff vnss allen amen cel.
Ilem ouch so warrend ander gult herren vnd gesellen vnd wer gern bin vnss war ouch da vnd ballend
sj gern, (und »oeter boig«>«tit:) llem die habe ich gcrold cdleb irh alle uberläpl cel. vide Pag. xm.
Auf dem erelen BUlt der Chronik linde» »ich wabrtrbeiolich von der Hand «Ine» Sohnes nnteri Autor» Folgende«
anfgeielchnel:
Anno dominy 1423 jar vfT jobaunis jm sumer ward hanss edlibach lanlvogt zu baden.
Anno domj I »51 jar ward vorich edlibach lanlvogl zu baden.
Anno dominv 1532 jar ward banss edlibach der ander lanlvogt jm durgow vnd kofft dz schloss
domals sinen herren den eignossen um sechshundert vnd xxv fl. vorich von breillenlandenberg ab als
ein vogl ballissers von landenbergs kinden.
Diesen Nachrichten . die sämmtljch aus Kdleharh's Chronik gezogen sind , füge ich noch einige
andre bei. die ich in einem Wcrklcin »Mcmorialia vom L'dlibachcn Geschlecht vnd von Herrn Rurger-
meisler Waldmanu.« das der fleissige J. Leu zusammenschrieb, fand, und die derselbe. Ihcils aus eben
dieser Chronik, und der seines Sohnes, Ludwig Edlibach. Ihcils aus einem l'assionsbucb in Folio
und einem andern in-16 , das dem Gerold Miebach zugehortc, so wie aus ein paar andern Schriften
sammelte: ich setze dasjenige hieher. wa* die Edlchachtschc Familie, d. h. die Person unsers Autors,
seine Voreltern und Kinder [mit Weglassung spälerer Personen) betrifft und füge die historischen
Nachrichten am Ende der Chronik bei.
Anno 1238 ward in diese well gebühren heiurich edlibach. der hal sich vcreblichel mit clara
Irinkleriu ab dem zugerherg.
Anno 1308 ward geboren hans edlibach, beinrich odlibachs ehlicbor sun, dieser hal sich vereh-
lichet mil frau barbara von ullingen. ward der erst lanlvogt zu baden deren von zug 1423.
Anno 1368 ward ulrich edlibach bansen söhn, halle 3 chfrauen I. ein brandenbergerin von zug,
die gebar ihm ein tochler die starb, i. eine kietiastin von zollikon, die gebabr ihm eine lochler und
ward vereblicbl bansen widiner. 3. anna landollin von marpach, welche er gcbeuratcl zu baden als er
lanlvogt und sein andre frau da gcslorbeu. bej dero zeugte er gerold edlebacb.
Johannes edlibach gut schüchzer von hiuderburg. amman hugen von rosenegg ablen zu den ein-
sidlen, sigell einen donationbrief anno 1414.
Hans edlibach von binderburg ist gestorben 1434 auf marliui , also stehts aufm grabslein zu
nühen im zugcrbielb, daher die hiesigen edlibachen sind, vide U Kdlibach Chronik paj. «81 b
i
i
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1451 ward ulrich edlibacb landvogl gen baden. «
Anno 1462 auf deo 11 tag meyco starb ulrich edlibacb min lieber vatter im eioridlerbof und lit
begraben zum fraumüoster am kor. bey s. niclauten.
Ado domi 1496 uf deo Gerden lag roerlzen da starb myn multer fr. anna landoltin, der wai vf
ein fr vlag, bin mir nf dorf zum erggel. and Iii begraben zum fraumünsler in der kilcben bin berr
hans waldmann ritter, vor sanl jobanns capell.
Aqdo 1487 ward gerold edlibacb des kleinen raths Zürich und darzu seckelmeisler. Anno 1473
amimann im einsidlerhof. Aono 1495 vogl zu grüningen. Anno 1504 vogl gen gryfensee. 1515
widerum des raths. 1514 bis 1527 pfleger im spiul starb 1530 den 28 augstm. ael. 76.
Aus dem Patsiotubüehlein in 16.
Anno dmmi 1472 jar vff sant angnesen lag, was vff ein zinslag, da hat ich gerold cdh'bach boch-
zyt mit frow vrslen roüstin im einsidlerhof. und als man zall 1522 vf sant angnesen, was auch vf ein
zinslag, da begieng ich die ander bochzeil mit meinem gemahel fr. vrslen roüsten, vnd warend by
einandren gewesen fünfzig jar und da wir zusammen kämmend da was ich xvij jar und xvj wuchen
alt, und gienge min husfrow in das xv jar. vnd bracht mir xij sün und vij löchteren, vnd dise lezle
hocbzyl besebach vf dorf zum erggel.
Anno domi 1530 vf den 25 lag hornung, der was vf ein farttag ;»jmbsu# L. Edilb»rb und frjug m
ciDcui »ndern Ort vide p*g. XIII) am morgen vmb die fünft stund als man das erst zeichen zum münslcr
das ave maria zu bellen lüt, do starb mir mjn lieb gemahel fr. vrsel roüstin, golt tröst ihre liebe
seel, und Ijl bim beinbus by der lütpriestcrey begraben.
Gerold edlibacb slarb auch anno 1530 vf den xxviij tag ougslen. Gott tröst jn.
Mach dieser Aachriebt sind, wie es scheint wörtlich aus seiner Chronik, folgende Familien-Nach-
richten von ihm aufgezeichnet worden . nämlich : Die Erblindung und Heilung seiner Hausfrau (vide
pag. vin; . welche Operation hier richtiger auf ihr Ii. Lebensjahr gesetzt wird. Seine Erwäblung in
den grossen und in den kleinen Rath, sowie seine ehrenvolle Entlassung aus letzterem (vide pag. vi).
Das Verzeichnis* der Bürgermeister , unter denen er seine politische Laufbahn vollendete , (vide
pag. vi) zuweilen in der Chronik etwas umständlicher, dann folgt das Verzeichnis* ihrer Kinder, das in
der Chronik auch enthalten ist [vide pag. vn). hier aber noch mehrere Parlikulariläteo enthält, wes-
wegen ich es ganz anführe (ein Thcil wenigstens von diesen Notizen muss ersl nach Edlibach's Tod
hinzugefügt worden sein).
I. Hanss anno 1473 vf donstag nach dem attvent ward hans unser erster sun, lit zum frau mun-
sler begraben t ward im huss tauft im einsidlerhof t by syneni grossvalter verech edlibach.
II. Anna anno 1474 vf vnscr froweolag der üechlmess war geboren vnser tochtcr ann. jr götli
hartman rordorf, jr gotlcn fr. anna von hewen üblissin zu zürich, ward vermählet banssen effinger,
ligt zu s. pcler. Diser bans eflinger war scbullheiss zu zurieb, bey ibr zeugte er ballen und jakoben
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und Magdalena. Jacob war verehlichel mit barbara wallherin von Mvdeck , by denen gab ihm golt
ein lochler, die war vermählet jakob cacher. Madale nahm zur eb jaiob berger. die gebahr ihm ein
tochterlein bicss elsbeth, die war Termählel jakob haben , demnach nahm madale noch ein mann,
beinrieb zoller, die gebabr ihm ballhaaar und annelj zoller.
I beat eflinger
I jakob effinger nx. barbara wal- J anna nal. 1532 den. 1564
Schultheis» bans 1 iberin von bljdeck j I . lochter vermählt jak. escher n. 1525. ob. 1564.
effingw u. anna j "^J*™ m,r 1 j akob j elsbeth berger mar. jakob haab
f 2. beinrich zoller j b * ,UlM «'
V ) anneli zoller
III. Calbarina anno 1475 vf frylag nach vnser frowen lag der liecbtmess, was nf s. blas tag, ward
geboren unser lochter Catherinen jr gotli br bans von egi-y provinzial zun augustinern, jr gölten
kattrina foldinneriu, meister verech widmers husfrouw. ward klosterfrauw in Sammlung zu s. ferenen
in Zürich.
IV. Moritz anno 1476 vf montag nach s. barbleotag ward moriiz geboren, er starb an der amen
und ligl zu bongg begraben, sin götlj beinrich sin gölten fr. slüllingcrin.
V. Agnes die erst anno 1478 vf milwnch vor saol maliss war geboren vnsre lochter i
erst, starb vnd Iii begraben zum grossen munster vor dem Oelberg. Jr götlj war jakol
jr gölten frau piisterio.
VI. Waltburg anno 1479 vf sontag vor kaiser karolus war geboren vnser lochler
der achten stund jr götlj der all stallschriber ennrad von cham, jr gölten fr. örj meister niklaus
rounch mutier, walpurg ward vermehlet 1. mit ball schärpsen von locern , die gebar ihm ein söhn,
heisst beal, hatte zur ehe br. seckelmeisler dolhngers toebter daselbst, 2. roelchior zum thor von
Irauenfeld, dem gebabr sie einen söhn caspar zum ihor, so sich verehlichel mit elsbeth scbullheissin
von schöpf von Zürich.
VII. Meinralh anno 1481 vf donstag vor s. marlen lag ward meinratb , sl«rb an der amen, Iii
zu zolliken begraben, sin göltj her beinrich meyer, eborherr zum frau mUostcr, sin gölten bans bei-
VIII. Jakob anno 1482 vf den \iiij lag abrel in der iierleu stund vormittag ward unser sun
jakob , sin götlj br. diclhclm stürm , sin gölten frau hagnauwerin . er ward eborherr zum grossen
munster zürieb, demnach probst zu zurzacb, der verliess einen sobn hiess ludwig bilgerj, ward auch
IX. Menta anno 1483 vf dooslag nach s. urslen lag in der sechsten stund vormittag ward unser
lochler menta closlerfrau zu töss. lr götlj her abl marx zu rülj und jr gölten fr. menta von hexen
graf bansen von masox busfrau und fr. rickenbachin. Sie nahm hernach zur ehe 1. hans buchmaon
so ein prediger müok gsyn, 2. jakoben banllj voo waldsee.
X. Gerold der erst anno 1484 vf den fünften tag merlzen ward geboren unser söhn gerold der erst
5h» namens, starb an der amm und Iii zu kilchberg begraben, sin götlj bans bieger. sin gölten fr. reygtn
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XI. Angnes die ander anno 1486 vf den zächenden tag abereilen ward geboren vnser lochler
agnes die ander, ward ein jar alt vnd slirbl by vns, ligl begraben znm grosaen munster. Ihr göllj
joh. gross vnderschriber. jr gölten fr. von kuesen.
XII. Hans der ander anno 1487 vf den xij lag ougsten ward geboren vnser san bans in der
dritten stund nachmittag, vnd was sin göllj bans horwer, sin gölten fr. bopfin. Er bans ward xviii'
anno 1513, des raths 1525. sekclmeistcr 1529, vogl gen andeliingen 1530, gesandter über das gebirg
1531, landvogl gen frauenleid 1532, amtmann gen winterlbur 1541. des raths und reiebsvogt 1549.
wider seckelmeisler 1551. starb 1559.
By seiner ersten frauen regel hunenbergerin von baden empf. 1508 gab ihm golt 12 kinder «i«
«erden namentlich mit ihrem (ieboiHj.ihr und Ür.ceiideni angvfubrl) von seiner zweiten frauen Veronika Stu-
ikin, mcislcr hans ulrich slukis chlichcr lochter, so er anno 1528 gebeurathet, bekam er 9 kind.
nomina l anno 1512 ward hans edlihach der ander landvogt im ihurgow vnd kauft damals das schloss
seinen lierren den eidtgnossen vm l>25 gl. vlrich von breiten landenberg ab, als ein vogl balihasar
Von landeohcrg kinden. Oacbricht vom Siblwild vidc am Endo pag. 202.)
XIII. Heinrich anno 1188 vf zinslog nach s. andresen tag ward geboren vnser sun heinrich um
mitlnachl. sin göllj ro. heinrich büller. sin gotlen schmidin vf dorf, starb den 3. berpstm. und lit zum
grossen inünstcr vor dein neuen heinhuslj begraben. .
XIV. Heinrich der ander anno 1490 vf den xx abrollen war vnser sun heinrich der ander ge-
boren, ward im hau« pol auf l und starb im ersten bädlj, vnd lit vor dem beinbus by der lütprieslerey
auch begraben.
XV. Ludwig anno 1492 vf s. micbcls abend in der »ibenden stund uachmillag war vnser sun
ludwig geboren, sein göllj jakob köpf, sein gölten meister haben husfrau uf dorf, er ludwig ward
xvi!i' 1527. amimann am Stampfenbach 1532, widrum xviii' 1555, obiil 1557, uxor. 1. walpurga
kunzin von s. galten, 2. anna billin von tusnang. halle by kcinlwcdorer kinder.
XVI. Gerold der ander anno 1196 vf den drillen tag des ersten herpstmonals ward geboren
gcrold edlibach der ander, zu grüningen, starb und Iii zu gossau begraben vor dem beinbus über.
Sin göllj berr heinrich hürlimann sin gölten claus murers wib von grüningen.
XVII. Angness die drill anno 1498 vf s. ciriacuslag in der dritten stund nach mitnachl ist vnser
lochter angnes die drill diss namens worden. Ihr göttj vlj halbbar. ihr gotlen folix murers wib von
grüningen. Sic ward hernach verbeuratet I . an wolfgang cröllen, 2. bans rudoif locbmanu. halle nie
kein kind.
XVIII. •»liehe! anno 1500 vf den fünften tag ougslon vf s. oswald tag, in der fünften stund
nachmittag ward vnsser söhn michel geboren. Sein göllj berr conrad hoffmann leutpriester, sein
golt hans von arms husfrow und fuhr gon rom mit sinem vetler caspar rouslcn vf s. mallis abend
in anno dorn: 1518 und war krank vnd kam wider.
Au» Ludwig Edlibach» Chronik.
In dem jar als man zalt 1454 vf 7 ins tag vor michaelis in der 8. stund ward geboren gorold
edlibach, u. starb im 1530 jar auf den 28. augstm. in der nacht starb er, u. ist sin alter Lxxvj jar.
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Gerold edlibach vnd vrsula rouslio sio eheliche busfrau und wirüu.
Anno dmi ro.v c und xxx jar, da slarb mjn mutter vrsula edlibacbiu die eine rouslio war auf
den -25. lag horuung was vf ein sambtlag vor tag von dir fierle stund, und darnach im obgemellen
jar starb min votier gerold edlibach vf den 20. lag ougsten. was vf ein suntag früh vor lag vm die
zwey. Di»e zwej menschen band by umänderen im ehelichen stand gelebt 58 jar, und by einandern
xx kiud «belieb ghan. und ob 70 kindskinder bv ihrem leben auch ghau.
A. I). 1525 ward mir. ludwig edlibach, zum ehelichen gmachel gen walpurg cunlzin. colliban
cunlzen von ». galten tochtcr und gesebach die vermecblung uud zsamengebung zu gricsenberg im
thurgow, darhy was von zürich diethclm röst burgermeisler, bans effinger schullheiss, und myn b rüder
bans edlibach. Von schaffbusen der burgermeisler ziegler und francisc ziegler, von s. gailen der
undcrburgermeisler claus clnntz und miuer schwiger bruder, mit nanien jeronimua rugg, dise alle
waren by diser entädung, u. blib ich by miner schwiger. d e eine ruggin von (annegg was, zwey jar.
Darnach fleug ich, ludwig edlibach. an hus han zu Zürich im 1527 jar zum schwybogen, und
darnach im 1528 jar bin ich von mynen herren zu s. Johanns im sommer zwölfer worden. Yod
darnach im 1533 vf den 19. tag augusl, vf s. ludwigs lag ward mir zu clingnauw von mynen gnädigen
herren von s. bläsj die pQegerev zu Stampfenbach zugeseil. Vnd vf s. felix und reglcn kauft ich die
zunfl zur safran und gabs wider vf im lv jar, und ward widerum zwölfer 1555 jar uf lucie.
Anno domi 1541 starb mir ludwig edlibach myn eheliche husfrow walpurga cuntzin uf den 10
lag meyen zwischen! 8 und 9 uhr ze nacht goll der allmächtig tröste ihre seel.
Anno dnni läit ward mir, ludwig edlibacb. zum ehelichen gmabel gen anua billin von tus-
liugen, was vf den 30. tag brächet, als wir zemen gen wurdenl.
t
In einem Exemplar der L. Edlebachischen Chronik , das sieb in der Bibliothek Ikr Ratbsberr
Zollers befand, (indet sich die obige Nachricht von dem Tode seiner Eltern, der Zeil ihres Zusammen-
lebens und der Zahl ihrer Kinder und Nachkommen, fast mit den gleichen Worten wie oben, doch
etwas kQrzer. aufgezeichnet. Der Sterbetag der Müller wird hier richtig auf eiuen Freitag gesetzt,
auf welchen Wochentag der 25. Februar anno 1530 fallt.
Die Nachricht von der Erbauung der Kapelle von Cireifensee vide am Ende pag. 262.
In der Passion in- Folio, mit Figuren, findet sieb Folgendes von Gerold Edlcbach's Hand auf-
gezeichnet j vide pag. vm) :
Anno dommi m.cccc.Lxxxviij jar, in berr bans waldmans riller. derzit burgermeisler zürich, da
hallend mit jm zu allen nachlmalen geselschafl dise obgemellen personen. die hernach geschriben
stand zum ueuen sebneggen. da» werl bis uf die zil als er von goll gescheiden war cel. und schussend
geld zusammen ein peraon 2 gl. darum kaufte man win, und wann der us was, so schösse man dacu
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aber geld zusammen am andern wyn, und was das nachtmal xriij haller and was an der ürlen
binder was das schrib man in spies*. den bczalt her bans waldmann den mertheil mit dem ungericht
so er ron disen sinen mitgesellen gestraft ward, das liese er güeliglicben gern geschehen.
Her Johannes waldmann ritler der zit Bürgermeister zürieb.
Her bans helfendem lulpriester zu s. peler.
Johannes meiss der jung, vlricb grebel, meister bans bieger, domintcus frauenfeld, gerold edli-
bach, ludwig amman stattsebriber , meister heinrich gölz, niklaus tünger, ludwig heisch, vlrich von
ogspurg, jörg grebel vogt zu gryfensee. Summa xiij personen.
Item dise hab ich gerold edlibach all übcrlept.
Kxplicil hir Uber per me Geroldus Kdlibach de Turrego linilum est anno dni 1498 u. Jacobi
in Griiningen.
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Vorred e. 1 )
Hie nach jn dissem buch stand geschritten durcb wz Ursachen sieb zum laill der all zurieh krieg
erhob /wuschend min heim von Zürich und di-n von swilz und glariss und wie gemein eignossen
demnach oueb zu den von schwitz und glaris kamenl und uns absehend und uff wz tagen jetlicbe
schlach beschacb am hiralel an der sil zu oriihacb und andren orlten oueb als regisperg grünigen
und ander sloss von eignossen wurden jngeuouimcn oueb uff wen die zu griffen»« enlboptei wurden!
und wie es demnach gericht ward elc. und wie man Tür winlertur zog ouch wie frowenfeid und
diesenhoffen jugenommen wurden! und darnach warumm man jn dz suocke und für wallzbul zoch und
demnach gericht ward , oueb von dem brugunschea krieg*j und warumm man gen bellontz /och und
änderst ouch bis« uff dz XV* jar ab du es hören wirst etc.
Yortlelhtng : Ihe Gräfin nm Tockenburg m Kreivc etner Männer rertammhmg.
;Pag. 1.) lin den zilten grauff fridrieb» von togenburg da er gewaltenklich beaass , und jn ouch an
geuallen wz von rechten) erb dz turlhal dz neekerlal und dz sant johanerlal und dz schloss ulznacb mit
saropl dem ulznacherberg mit siner zugehörd oueb die herschafft windegg mit sampl dem schloss
grinow ouch mit siner zugebörd dessglich mit andren »inen schloss und steten gwaltenklieh regier!
Tüg sich dz dem vorgenanten granf fridrichen gemäcblet ward ein ellicher gemachel genant elsbel
von metz 3 ) und dieselb granltin von maschtz in soinlichen gutten willen und dessglich der vorgenant
graff jr husswirl gen einandren stundend dz sy einandren zu grechten gmeindren und erben namend
und jr der man macht alles» dz er bat ess wer siel Und schloss und lüt nüt ussguomen wz obt-
»Ut . nun fügt sich dz nun grauff fridrirh von logenburg starb vor der frowen damit und nun dye
frow den mau erpt damit sy ein gut zit die schloss in gwall und gwer hat. da nun uff ellliche zit
ward, da ward die optgemelt frow von togenburg burgerin zürieb mit allen jrren land und lullen
wie optstat und hesunder gab und schanckl sy dz schloss und stellte uUnach den von zürieb wen
ay abgieng , dz ist nun die erst meinung.
I Di« Capto tut di«»e Vorrede nicht . »ie i»t loch er»l »piler von dem Aolor beigi«etit worden
i) Burpindischen Kr««« 3) Von Metich.
I
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(Pag. 2.) Als die von switz und glariss dz stettly liechtesteig u Iznang und andre sloss
und land der graffln von matz jnnnament und ouch dieselben lüt zu ewigen land-
lütten etc.
Item dz vernamcnd die von schwill aod scbicklend zu deo von glaris dz si bin nulle liessend
sy kernend zu jo gan schwill mil jrer macht dem gwall etc. die von giaris warend die nun wander nam
wz die von swiU mitt jn zu ralt werden welltend und namend zwen ralzbolten um von stunden an
und sanltend die hinjn gan achwilz. Da sy nun gan schwitz kamend da seilt jn der ammen wie
die von togenburg wer burgrin worden mit denn von zürich und seillend jnn ourb wie grauff frid-
rieb der wer gwessen der jn und den sinnen von rechten gnaden wegen und beaundren liebe gunnen
het dz sy mit den sinen ein ewig lantreebl machen inöchlend und sy zu lantlütten uffnemen etc.
und ob sy weitend in hülfllich sy wider die von togenburg so wer in lieb dz sy leil und gemein
iu disser sacb mit jn hellend. Die von glaris warend dc$s fro and rillend beim und zeugteod jrren
berren jr sach die nun och fro warend und namend uss und zugeod mil den von switz und namend
dz stettly liechtesteig jn mit jrem eignen gwall dessglich andri schloss und namend der oplemelt
frowen von togenburg lütt zu lantlutlen und maebtend ein ewig lanlrechl mit den von ulznacb, und
dz ist nun die erst ursach damit graf fridrieb den von zürich und den von schwitz die schwentz
zusammen knüpff.
Als min deren von zürich jn dz oberland zugend für nidburg und fröudenburg und dz
salganser land jnnament und jnnen die von schwitz und glaris die schiff nider-
legtend etc.
J'ag. .'i, Item demnach und die von schwitz und glaris ulznacb und anders mit jrren eignen gwall jn-
gnommen hellend uff wienaebl jm 36 jar . da wz ein stat von zürich nütt in früntzschafft mil der her-
schafft von Ostrich ettlicber ursach halb dz nüt not ist zu melden, nun fügte ess sich dz zwen miner
berren von zürich knaebt an der etz wurdcnl angnomen mil gefengnis eben herl . damit der un-
wil aber gemerl ward . und schlugend min heren den zug an in dz oberland und furend binuff mit
iij tussig mannen, und namend also jn dz oberland und auch dz salgansserland den graff hein-
rieb von salgans etwz barttigig wz und der herschafft zustund. Da nun min heren also jm oberland
tagend, bedürft man spiss die fürt man binuff jn einem schiff dz schiff bubend uff die lül im gastet
und wurffend dz nider dz nun ein mercklieben unwil gen den von zürich und den von schwitz und
glaris gen einandren bracht won die von schwitz und glariss den von Zürich zugeseit ballend sy un-
bekümbret zu lassen etc. Da nun min berren von zürich heim wollend züchen da warend die von
glariss mit ij c mannen am stein ander windegg da grosl«) sy der stüsse») früntlich, aber jm ward
nüt gedanckel. Da ret der stüsse jr berren von glaris ich bin ouch ein glarner und welle üch
gern hui besacben alss from erber lüt und zagend damit gan zürich and liessend die grossen*) buch»
zu wallistat.
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Item indem und aber der iiig im uberlaod lag und den von' ziirich nul gehalten ward von den
von schwitz and glaris mit dem und man aber die schiff uflgehept wurden, namend min herren noeb
me lüten uss wol iiij lussend man und leittead dennen jm Oberland die gao präflikon zu Irost
damit und die von schwitz nüt lörfftend vom land scheiden den die von Zürich sieb ganlz nütz
gulz versachend zu den von schwitz jndem da zugend die von Zürich beim den nächsten und tagend
die von pfäflikon still wan die nüt wusslen anders den dz der zug der im oberland lag ouch zu
jii kommen soll und da nun die von glariss sachend dz der zug uss dem oberland der denn der
von Zürich wz fürzogen da zugeod sy zu den von schwitz ulF den hochen etzel und lagend da
etlliche lag und rillend die von bern oueb von andren ortton (Pag. 4.) dessglich von appenzel die drunder
ritten zu tagen und da der viiij lag kam ward css gesteil ettlich zit in row etc. und wurden lag
gesetz in früntzschafft zu leisten.
Hie leislel man ein Iriintlichen lag mit denn eignossen. t Vonultumj der TagUUtung.)
Der von ziirich clag.
Strengen e na Dien fürsiebtigen und wissen besundren gutlen frund und trüwen eignossen unss
wil uüt zwifflen jr sigend berieb der stöss und spin die den unsser herren von Zürich an
einem dessglich schwitz und glariss am andren teilt lang zit gehept und noch band , anberrürend
etlicher land und lüt die den gewessen sind granf fridrich von logenburg , und dieselben land
nämlich utznaeh mit dem schloss von unsser gnädigen frowen geschenckt und geben worden ist uff
den zwenlzigoslen tag nächst vergangen , alles« nach lut und sag der versigiolen brieff unss darüber
versiglet gebeu daran die von schwitz und von glaris die vorgemelten unssre gnädigen frowen von
logenburg und ouch uns mit jrem eignen gwalt. an recht ouch ann unsser wüssen und willen ge-
sumpt ungejrt als vor gret ist. die dickbenenpten von schwitz und von glarris habend ouch zu lant
[Pag. 5.) lülten genomen die lüt jm gaslel in dz pfand windegg darzu wir hoffend und gelruwend recht
ze haben, jnnlossung wisse, nach lut und sag der pfand brieff unss daruram versiglet geben etc.. und
ab» unsser lieben eignossen holten , von Stetten und iändren nämlich von bern von sollelur lutzern
urre underwalden ob und nid dem wald und von zug zwen friden zwüssend uns beden parlyen . um
die vorgeschr ihnen Sachen gar eigenlichen gemacht und berel band , so sind sömlich friden an uns»
nül geballen als wir hoffend und gelruwend für zu bringen . von den von schwitz und von glarris
und von denn die zu jn gsebworren band jn sömlicher wiss form und mass alss aber die berel sinl.
von sömlicher vorgesebribner sacb wegen, wir von zürich zu grüssem sweren treffenlichen kosten und
schaden, müg kumber und arbeil komen sind, darum wir hoffend und gelruwend, die von schwitz
und von glaris süllend der obgeseitten unsser gnädigen frowen von toggenburg und ouch uns umm
sömh'cb redlich billich sacb uud ansprach bekerrung tun nach dem rechten , und nach söliebem als
sy und wir von jrro und unser wegen unsser klag setzend und fürbringend nach aller unsser noturffl.
■als sich dz dem nach getegeobeil der «ach wirt bürren.
Der von switz und Rlariss antwortt.
Dar wider die von .schwitz und glaris also redend und sprechend, wz wir in der »ach getan
band ess sy gegen unserer frowen von togenburg oder den von ziirich bouffend und gelruwend wir
mit erren mit glitnpfT und mit recht fürgcnomcn und gethon und meinend auch dz mit glimpff und
enren zu verantworlten im rechten und an allen den enden da sieb dz geburren und nulturflig wirt,
besunder wz friden von unsser eignossen botlen beret oder gemacbtl sind . dz wir dieselben (Video
gclriilich und angferd redlich und gäntzlicb gehalten band , darumni wir der egenanten unsser frowen
von togenburg noch den von ziirich gar nützet schuldig pflichtig noch verbunden houlTend ze sind
jm rechlen weder vi) noch wennig. Es habend aber die von (Pag. 6.; Zürich und die jrren sölieb friden an
uns und den unssren überfarren mit worllen und mit wercken. und mit gar mengerlcig stucken und
sachen als wir im rechten wol gelruwend für zu bringen nach aller nolurfft . darumm wir hoffend dz
unss ein wandel mit recht von jnnen beschechen solle nach unsser erren noturfl als wir dz in uns-
ser clag und anlwurt ouch wol meinen und gelruwend redlich für zu bringen nach aller nollurft etc.
Sornlicher obgesebribner spennen Blossen und roissleilgigen wie die denn an inselben sind zu einnem
unnerdingten rechten wir optgemelten parttyen kommen sind uff die frommen strengen wissen und
fürsichtigen unsser lieben eignossen holten von bern nämlich her rudolff honffmeister ritter schollhe*
daselbs franlzcn von schamnatal rudolff von ringcltingen und banssen von mülren von sololer
hemman von spicgelberg schnlthcss heintzroan gruber , 0 von lulzem pauluss von bürren schulthe»
ourich von herttenstein altschulthess antooi rossen und petler gotlscbmid . von urry beinrieb ber-
rendinger heinrieb arnolt alt amman hanss krupff sebriber. von underwalden ob dem wald niclaus
von einwil all amman und bans muller. von underwalden nid dem wald amoll am stein und urieb
am bül . von zug hanss hüssler amman und josl spiller alt amman were aber dz der vorgeschrib-
oen holten deheinner von krankbcilt wegen sinnes Üps zu der sacb nül kommen möcht und er dz
uff sinnen eid namen möcht, so sol die stat oder dz land dennen derselb bot ist, einnen andren an
dessselben slat namen und geben der sy beduncke der nützest nnd best und gemeinesl jn der sach
sin , und sol dz angefärd und ann fürwort beschechen . umm dz die sacb nül verzogen werd. Ks ist
ouch herjnne gar eigenlich beret dz die vorgeschribnen botlen zu slund und an verzieeben uns obge-
sebribnen parlven tag zu dem rechten setzen sullend an gelägen siel, und nach dem und als der lag
geselz ist. so sölend dieselben holten sweren liplich eid zu got und den beigen, ein recht umm
die opgeschribnen sacb zu sprechen [Pag. 7.) nachdem und sy bcdunckl und sy ir eid wisset niemen zu
lieb noch leid und als den die opgeschribnen sachen vir die hotten bracht werdent klag anlwort
red und widerred hrieff und kunlzschanffl . wess den jederman jm rechten gelruwel ze geniessen.
und wen den die sachen also ganlz beschlossen sind uff ein end . so sollend den die holten sömlicb
sacben usssprechen . hiezwüschend und uniz der miticnvaslen schiercsl komend und die umm kein
ding lenger nül verzieeben und wz also im rechlen von den holten gemeinlicb oder von dem merleil
under jnen gesprochen wirt. dz sollend wir opgeschribnen pariigen alle dannenhin ewenklieb war
släl und »est und unverhrochenlicben halten, dar wider niemer tun schanffen noch verbengen, durch
uoss selbs noch ander heimlich noch ouffenlich mit worllen und wercken in kein weg. und des*
I Dlewr N.me ist im Orlflnil.
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5 —
habend sich die von zurich gelopl und versprochen vir sy und jr narhkomen war und >let iu hallen
wie optslat. So habind wir die von swilz und glaris bin den eiden »o wir unssren lenderen geschwo-
ren band für uns« und alle unnwr oachkomen war vest und stat zu hallen elc. und desj zu waren
steuern orkund so habend die von zürieb jr »tat jnsigel und wir die von switz und glaris» unsser
beder lender insigel lassen bencken an dissen brieff und den abo besiglet den obgenanllen holten
jn jrren gewalt geantwortt uff frilag nächst vor der pffanffenvasoarht nach cristsgeburl da man zalt
tbnsenl vierhundert drüsig und siben jar etc.
Hie ward aber ein rächt lag geleit gan lutzern in die stat uff samstag nächst vor
remissere jm 1437 jar. VomtUung de* Rtehutagtt.)
(Pag. 8.) Nach dem vnd vnsser herren vnd obren von stellen vnd lendren vns obgenanllen holten
gewiss! habend uass mit den slössen za beladen vnd bed parligen nach irem furbringen als vorslat jm
rechten zu entscheiden , so habend wir beden barligen lag gesetz gan lulzern in die stat am samst.iu
nächst vor dem suntag remissere. Vff den selben tag sind bed bartigen «uch kamen durch jr uol-
mechtigen traffeolichen hotten vnd hand den gesucht . vnd habend wir ohgenanten bullen alle ge-
sworen lipliefa eid zu got vod den beigen, ein recht vmm die opgeschribnen sacben zu sprechen narb
dem vnd vnss bedunckt vnd vnss vnsserr eide wisset niemen zu lieb noch ze leid, ab den die selben
sachen fir vnss bracht werdenl , klag, antwort, red vnd wider red, brieff und kuntzschanffl wess
den jeder man jm rechten Irüwl ze genüssen, als wir dess zu thun pflichtig warend nach inhall
dess optgemellen anlass brieff» der das gar (Pag. 9. cigenlich begriffet, und als wir vns zu den sachen
in ob(?e»rliribner masse verbunden haben! , so band vnsser gutlen fründe vnd eignossen der von Zürich
volmechligen botten . als st uff den tag gewessen sind . vns gezougl vod erlassen lassen , d"s ersten
einnen bappirinen gewallzbrieff von der edlen wol gebornnen frowen frow elsbel von malisch gräffin
ze logenbnrg, mit irem vnd ouch mit des wolgebornnen vogt vorichm von melsch granffe zu kilebberg
vnd bouptmans an der etsch trs lieben vellren vnd wüssenhaflen vogtz als sy in dem selben brieff
ver iacb vnd in vogtz wisse sin eigen insigel ze end der gesrbriffl uff Irutki vnd besiglet bat, der
selbe gcwaltz brieffe von worl ze worl nül gemindrel noch gcnierl hie nach in dissem brieff ge-
sebriben stat vnd luttet also etc.
Wir elsbel von roälach gräffin zu togenburg tund kunt aller menckiiehen mit dissem brieff als
die ersammen wissen amman vnd lantlül gemeinlich der länder schwitz vnd glaris vnss etliche ge-
waltzsami an utznach dem stelle an smärikon am ulznacbcr berg. mit sampt ir zugefaörenden ouch
an liechlrsteig der stat desglich am turlal vnd am näckertal vnd da selbs vmm vnd ouch dz schloss
grinow an unssren wüssen vnd willen vnd an aller erlouben entwert, vnd die lüt da selbs zu ewigen
lanllütten ingenomen hand , vnd won um jetzend lag zwüschend den fürsichtigen wissen burger-
mettler rat vnd gemeiner sUI Zürich . unssren besundren gütlen fründeo vnd vns an einnem teil ,
vnd an dem andren teil der ohgenanten lanllütten vnd lendren gemeinlich von schwitz vnd glaris als
dz in einnem anlas brieff darüber gegeben gar luller isl begriffen, gao lutzern uiT ssinsiag nächst
künftig gesetzet ist etc. dar zu wir vns ouch gem parsoolieben gefügt heilend , den dt wir von
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vnmugenheit vnssere lips vnd (Pag. 10.) ouch von andernolsacb wegen vns anligende. vns dahin nülfügeanoch
schicken kundenl noch mochtenl, vnd darumm dz sömlich entwerung widerbrachl werd. und wir zu unsser
gewer vnd gewaltsami der optgenanlen stet schloss land vnd lüt kommen mugent . vnd derron nüt
also eotwerl blibent . so habend wir den optgedachlen burgermeister vnd ratt der stat Zürich . oder
als mengen , vnd welchen si von irem rall «ducken vnd ordnen wellend , unsren ganlzen vollen ge-
wall geben . vnd gebend in den ouch also wüssenklich jn kraft diss briefs , «ölich gewer vnd in
selzung, an die upgcnnntlen von schwitz vnd von glaris, vff den benempten tag, mil recht oder mit
tädig ze erfordren, vnd ze unsren banden bringen, ab wir ouch bouffcnd vnd getruwend. dz ein
jecklicher bescheidener mau wol vcr stand, dz göllich recht, vnd bilich sig, dz wir sömlicher
entwerung stet scbloss land vnd lüt, dera wir also ann recht cnlwerl sigenl, wider in gewalt vnd jn
gewer geselz süllend werden , vnd dz die optgenanlen von zurieb ir einner oder mer von irem rat .
vff den obgemelte tag vmro sblich entwerung, als hie vor ist begriffen her inne thun vnd lassen mil
recht oder mil täding , dess habend sy vollen gewalt als als vnsser gewüssmacht botten . vnd sol dz
gut kraft vnd macht baben, in aller der wiss form vnd masse, als ob wirs es selber lallend persön-
lich mit unssrem lib gegenwertig , zu gewin vnd ze verlurst . vnd ze allem rechten an alle wider red
vnd gewerd. vnd dess zu warem urkund, haben! wir vnsser eigen insigel geheissen drucken in disseu
briefT, des oueb ich der granff Uolryich also vcr gichtig bin dz ich zu bessruog disses briefls von bet
wegen der wolgebornen frow eisbelt gräßin zu maisch miner lieben hassen min eigen insigel ban lassen
drucken jn dissen brieff in vogt wisse zu dem jrren geben an dem nächsten samstag vor dem sunlag
so man in der beigen kileben singet jnvoeavit in der vasten nach der geburl crisli liertzecfaen C dris-
sig vnd sihen jar etc.
Vnd nach dem als der selben gewallz brieff erlassen ward . darulT habend wir nun eigenlicben
verbort , beder barlyen anklag antworl red vnd wider red. nach red vnd besliesung (Pag. II.) brieff vnd
anders und nach dem vod wir dz erbörlt haben nach in hall vnd vsswissung dess obgemellcn anlass briefls.
se habend wir bed tbeil nach der form desselben anlanssbrieffs bin vossren eiden so wir herumb ge-
lberen habend vmro opgenant ir stössz als die in dem selben anlassbrieff begriffend sind , in rechte
geotzlich ensebeiden. vnd dar um gesprochen nach der form vnd in der meinung als hie nach eigen-
lich gclultrel stat etc.
Hie klagend die von Zürich zu den von schwyz und glaris merck hienach.
Vortlellunrj.l
llem des» ersten als sich die von zurich erklagtend von der obgeoannleo vnsser gnädigen
frowen von lugen bürg jr mitbürgerinn wegen, vnd in irrem namen zu den von schwitz wie dz vnsser
gnädiger berr granff fridrich selig von logenburg frow eisbelle von togenburg geboren von melsch
sin ehieben gemacbel habe gemacht zu einnem erben alles sinne* verlassnen gutz. bin sionem gesun-
den läbeodigen übe, zu den zilten, da er dz wol thun mocht etc. als im dz gunnen was von vnsrcni
alier gnidigesten herren dem römischen keisscr da zu mal künnig . vnd habe ouch sy sömlich gut jnn
gehepl in gewalt und gewer. sider sinnem lod. vnd bab dz besessen (Pag. IS.) vnd gnossen etc. und habend
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oucfa die von scbwiu dt wol gewisse!, vnd ober sömlich», so habend jr die von swilz die irren ze
liechtcsteig jro turlal jm nackerthal jn aanl jobansserlai vnd da selbst vmmb aon jr«n wüssen
willen gnemen vnd erloubeo vnwüsscnder vngewarnneter vnd vngeseiller sacb tu ewigen lantllütten ge-
nommen . vnd sv dero entwerl dz sy ira vngeborsam sygind , zu dem habend sv jra dz schlogs ulz-
nang vnd den ulznanger berg tnil «inner zu gebörd , da sy den von Zürich die eigenscbanfi geben
vnd jra dz anlein zu lipting vor behalten bab entwerl vnd die lüt darinne zu ewigen lantlotlcn ge-
nommen , etc. und habend dz alles getan mit jrrem eignen gewall ann jren wüssen vnd willen vnd
Iraffenlich ann alles recht etc. vnd begerend in jrem namen wandet vnd bekerung etc. als ir klag dz mit
mrr wortlen so hie zu lang zeschriben wem» inhalt vnd begriffet.
Der von schwitz antworl uff der von zürich anklag etc. (Vorstellung.)
Dar wider aber die von switz also antwortend , vnder andren Worten wie dz der obgeoanl vnsser
her von logenburg selig bin sinnem lebenden übe zu den zilten da er es wol thun möchl mit güttem
rät »y vnd ouch die sinnen von sundren gnaden wegen, so er zu jnnen vnd ouch den sinnen belle
begnadet vnd begäbet, vnd junen die gnad gethan hett, vnd sunder den von schwitz, das die sinnen
nach sinnem tod mit den von schwitz ein ewig lanlrecbt an sich nemeo söltend, vnd belle ouch die
obgenanten frow elsbetlen geboren von melsch sömlich gnad so jo jr berr von logenburg selig getan
het als vorslal mit eltlicher (Pag. 13) jr fründen vnd ritten rat vergunst vnd verwilget. vnd getrawlend
darum gut kunizschafi zu haben, zu zitten vnd tagen vnd Zilien, nach vnsser erkantnus etc. und wen
die viel benempten vnsser frow von logenburg verendert vnd vergeben bell vber dz die erben, so
oueb zu den selbeu gut getrawlend recht zu haben . vnd sv in einnem rechten stünden! mit ein ander
das noch vnussgelrageo was, vnd aber alle ding vnverruckt sollend beliben, vntz zu usslrag der
sacb somliches rechten etc. fürchtend si vnd ouch die erben dess von togenburgs sclgen lüt , dz innen
jobroch beschäcben möchtend in sömlich gnad die in der von logenburg jr her selig gelhan vnd
geben bette vnd gedäcbtind denn genadeo nach , vnd von anruffens der erbrenn lüt vnd von der
benempten gnaden vnd beganbung wegen als vorstat, so habend sy die lüt also ze lanllütten genomen.
doch jedennan an sinnem rechten unschedlich vnd getruwend dz ay da by beliben sollend , vnd der
von logenburg noch den von zürich darvmmb keiner bekerung noch wandet pflichtig sigend vnd ouch
darano rech vnd nüt vorecht gethan babenl etc. als den jr antworl ouch mil mer worlton die hie
zu lang zeschriben werend eigenlicher begriffet etc.
Merk bie die erkantnuss als die eignossen vm diss klag antwor red vnd widerred etc.
Vnd uff sömlichs diss stuck so habend wir vnss erkent vnd ussgesprochen vff vnsser eid jm
rechten , vnd sunderlich ist vnder vnss dz mer worden , sider die von switz jn jr anlwort red vnd
wider red fürwendent wie dz vnsser berr von logenburg »ellig bin sinnem lebenden üb jnnen vod
denn sinnen die gnad vnd die beganbung gegeben vnd gethan hau , dz die sinnen nach sinnem tod ,
jro der von switz ewig lantlül werden sütleot vnd habe ouch vnsser frow von logenburg sömlichs
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nach sinnet» lod , mit etlichen jren (runden rillen vnd räl verwilgel , vnd verganst , vnd ouch
sider die von logenborg semlicb endrongen nach sömlichem verwilgen gelban hai , vor usslrag dwz
rechten in *y dem stund out endren des tod togpnburgs erben, dar durch die von swilz, vnd oueb
die erbren lüt düchl dz sj jr gnaden beroupt nvöchlend werden, die jnnen der von togeoburg selig
gelban hat , dz vnss niit beduDckl . dz die von switz der von togenburg von den selben lantiutten
wogen die beinner bekerung pflichlig sigent zu tbun . den mögenl die von switz kuullicb macben, dz
jnnen sölieb gnad vnd begabung besebechen syg. als sy in jr wider red für geweod band jnn der
mase dz vnss opgenanlten holten oder der merteii vnder vnss [Pag. 14.) beduuckl, dz ty ex wol kunlüch ge
macht habint. so sy den bin sem liebem lantreebt belibinl. doch vnsser frowen von logenborg den
erben oder wer recht zu den landen vnd schlössen gewinuel on allen ander jro rechtungen vnd her-
likeitten voschedlich , vnd sollend die von switz vnsser frowen von togenburg die stal vnd uesly
ulznaog mit der herlikeit vnd mit allen dingen, vnlz an die lült, die seilend jr lanllul beliben als
vorstal etc. gentzlich bekeren und wider in anlwortten , doch also dz die selb vnsser frow von
togenburg das selb schloss vtznang wz jra also bekerel ist vnuerrackt bebalt vnd vnuerendret beliben
lasse . vntz dz sieb mit recht linde . wer zu vnssers herren von t<^euburg seligen gut von erb»
wegen recht gewinne, vnd ze erben bekanl werde etc. und wen wir nach dem rechten den von
switz ze dryen vierzecheu tagen jr kuntzscbanfl zu teilten billich gesetzt hellend . vnd aber wir botlen
der Zilien mit eben mögend erwartteo. herumb ist dz iner vnder vns worden, dz wir beden bartigen
den ton swilz ir kuntzscbanfl zu leiten . vnd den von Zürich zu hören ofleotag gesetz habend gan
lutzern jn die stal . vnd setzend den mit d isser vusser erkaotoisse uOritag uaebst vor «ant jörgcnlag
nächst körnend zu rechter tagzit da zu sind vnd solent die botlen vorbin am donstag ze nacht da
selbs an der herbrig sin etc.
Hie klagend die von Zürich zu den von glaris jn der form als sy zu den von schwitz
klagt hand etc. Vonteltung.
Item so klagend wir die von Zürich zu den von glaris, als wir der von {Pag. I5.J togenburg wegeu
vnsser initburgerin wogen vnd in jrem namen wie dz die selben von glarus mit sampt den von
swilz der egenanien vnsser frowen von togenburg die jrren zu liecblesleig im turtal im uäckerlai im
sant jobansserlal vnd da selbs vnd ouch die lül zu vtznang dz scbloss dz darzu gehört ze ewigen lant-
iutten genomen vnd vtznang dz scbloss fesli vnd stal ingenomen vnd sy desa enlwert babinl an alles
recht, vnd darum in von jnnen jn namen der benemplen von togenburg bekerung begcrenl. etc.
Der >on glarus anlwort «IT der von Zürich anklag elc.
Ilarvff. die von glarus atso antwortend jr gullen fründ vnd eignossen von schwitz . haben! sy
von gutler früntzsebaoft wegen so sy zu berder sil lang zit zusamen gebept habend . von jr bei wegen
zu semlichen gnaden vnd beganbungen so der von togenburg selig den von swilz gelban bat zu jnnen
in gemeinschafl gelassen vnd gnomen. darzu so habend jnnen ellich heren. so des» von togeoburg
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erben getruwend ze sind scmlichs zethun verwilgel, Tnd getruwet wz sy da gelban habint dz sy dz
mit wen vnd daran recht vnd nüt vnrechl gelban , vnd der von togenburg noch niemen nütz schuldig
sigent zu antwortten etc.
Die erkanntnus der eignossen botten vmm diss opgeschriben stock etc.
Her vff habend wir vns erkenl vnd ist dz merr vnder vns worden , erkennend vnd sprechend jm
rechten sider die von glaris in jr anlwort vnd wider red niennerl für wanllint dz vnsser her von
togenburg jnncn oder sjnen lütten jcoderl gegönnel bab dz sy dehein lantrecht samend haben oder
machen sollend etc. das ouch am des von togenburg selgcn lütt keinnen gewalt haben sollend noch
die bcin lanlrecbt mit den von glarus ze nemen noch ze machen, vnd dz die von glarus die vor
genant lüt von liechleslcig jm lurul jm näckerlal jm sant johanssertal vnd ze ulznang mit syner zu
gehörd jr gelüplen vnd eiden ledig lassen! . vnd die von togenburg , dero vnd oueb vtznang die veati
vnd stat bewarend, es sje den sacb, dz si es mit der von togenburg oder der erben weiche
den zu erben erkenl werdent willen behaben mugent etc.
Hie klagend die von Zürich zu den von switz vnd glarus in gemein von der von
togenburg jr milburgerin wegen.
Item so klagend wir die von Zürich von vnsser stat wegen als von der von togenburg vnsser
milburgerin wegen zu den von schwitz rud glariss jn gemeind jn massen vnd nach der meinung vnd
form als hie vor allem von der von togenburg wegen jr klegt gegen (Pag. 16.) jetweder partie besunder so
gelhau habint und jn denselben worllen , daruff die von switz vnd glaris antwortend , ab sy ouch
ze gelicher wisse . vff die fordrow dag getban hand , etc. habend wir vnss erkenl vnd ist dz mer vnder
vns worden, bekennend vnd sprechend vs in dem rechten , jnn wellicher nasse wir vor von jetwederer
pari je wegen gegen vnsser frowen von togenburg darummb gesprochen vnd erkennet hand , da by lassend
wir es noch beliben, als dz die wedar partve, weder die von switz noch die von glariss. den von
Zürich von der klag wegen nütz ze anlwort haben sollend elc
Item so klagend wir von zürich aber zu den von switz anlein wie das der von togenburg selig
frow eisbellen sin ellichcn gemachel jnncn ze einnem erben geben hab, nach dem vnd er sich des
nerbrieffet habe, die habe nun sin gut in gewalt vnd jn gewer gebepl, vnd habe jnnen dz schloss
vtznang slal vnd vesti mit sampt dem vtznanger berg und sebmerikon vir jr eigen gut geben, etc.
das habend die von »witz jnn mit jr eignem gewalt entwert anu alles recht etc., begerend darummb
bekerung und wandel von jnnen elc. — Dar wider die von switz also antwortend , sy babent sy des
jren nüt enlwert vnd habend nüt anders gelban den den gnaden nach nach gelanget so jn der von
togenburg gelban und geben hab , vnd getruwend nüt dz sy jnneo dekeinner bekerung pflichlig
sigint etc. Habend wir vns erkenl , vnd ist ouch dz mer vnder vns worden erkennend vnd sprechend
vs im rechten, sider die von Zürich vtznang so innen die von togenburg gegeben bat, nie jn gewer
jngtihept hand, dz in den die von switz keinner bekerung fürcr gebunden sin sollend, den wie wir
vor darummb zwuschend vnsser frowen von togenburg vnd den von switz gesprochen vnd erkenl hand,
dz es da by beslan vnd beliben söl etc.
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Item so klagend wir von rürich ru den von glaris gelicber wisse vnd nach der form als wir
zu den von swilz nächst bie vor klagt band etc. Dar v IT die von glarus also antwortend, wie sy die
von swilz von frünlmhaft wegen, so sy zebeder sil lang zit zu samen gebept band, mit jnnen zu den
gnaden vnd bcganbuugen so jnnen der von togenburg sälig gethan bat, balwnt kommen lassen vnd
haltend sömlicben gnaden (l'ag. 17.) nach gegriffen etc. habend wir vns erkent vnd ist dz mer vnder
vns wordeo . bekennend vnd sprechend vss im rechten, sider die von Zürich ulznang so jnnen die
von togenburg geben bat etc. nie in gewer jnn gebept band , dz jnnen den die von glaris an keinner
bekerung fürer gebunden sin sollen!, den wie wir vor darummh zwüsebend vnsser frowen von togen-
burg vnd den von glaris gesprochen band darby bekennend wir es noch lassen ze beliben etc.
Item so klagend wir die von Zürich aber zu den von swilz wie dz jnnen wol sye zu wüssen
gesin . dz jnnen die pfantzsebanft windegg vnd dz gastel vnd wz zu windegg gehört, von vnssrem
aller gnädigoslcn beren dem römschen keisser da zu mal kiining ze lössen verwilgel worden sig.
nach der brieff sag jnnen darüber geben, vnd habend die von swilz über söinlichs die lül jn dem
gaslel , vff ammand vnd ander die jnn die selben pfandsebaft windegg gehörend ze ewigen lanllüUcn
genomen vnd gclruwcnd sy sölend vnss bekerung thun vud die lüt jr gelüpten vnd eiden ledig
lanssen etc.
Dar wider die von switz anlwortent, die lüt im gaslel windegg vnd was darzu gehört, sye
vnssers herren von österrich gesin , habe dz versetz dem von togenburg vnd habe ouch daselb
pfand wider gelösl, vnd habe im gegönnet de selben lütten, dz sy jr der von switz lanllul werden
»öllcnd. vnd gelruwenl den von Zürich iiülzil darummb ze anlwortlen haben. Hervff so habend wir
vns erkent einhelenklich vnd sprechend vss jinm rechten, sider die lüt jm gastel, windegg vnd wz
dar zu gehört, vnssers herren von öslricb eigen vnd dess von togenburg pfand gewesscu ist, vnd
die herschaft von österrich sömliche lossung bin dess von togenburg Iahen vnd sider erfordret, vnd
dz im gelöst bat , vnd der optgenanten vnsser frowen von logeuburg, der von Zürich burgerin. vnd
dz den von zürich wol wüssend wasz vnd out verbept, sundet diss lossunge zu gas lassen hand,
vnd die herschafl von österrich , den von swilz und den selben lütten sömlichs zu thun vergunsl
hat. dz ouch imm die von swilz bin denselben lantlüttcn im gaslel vnd die zu wiudegg gehörend,
gantz der von zürich halb, von jnnen vnbekümbret beliben, vnd den von zürich darumm {Pag. 18.)
nülzit zu anlwortlen haben söllenl vnlz vff die slund dz die von Zürich der hcrschanfl von öster-
rich die lossung derselben pfautscbanfl mit recht anbehebenl, vnd wenn dz beschichl, dz die von
zürich die lossung also behebend, dz den die von swilz die selben lül jren gelüpten vnd eiden ledig
vnd die von zürieb darann gantz unbckumbrcl lassen seilen l etc.
Item also klagend wir von Zürich fürer zu den von switz wie sy die jren es sige im gastet
oder ze ulznang ze lantlüttcn genommen habend, über sömlicb bünd die sy zu sammen gebept vnd
gesworen habenl. vnd da meinem wie die von switz inlicbler jren bünden nüt naebgangen sigent etc.
Darwider die von swilz anlwurtcnt sy habinl jr bind allzil froincklicb gehalten . aber sy habint den
von zürich alle zil vellcnklichcn recht gebotlcn, nach jr geswornnen bünden sag, dess möchteod sy
von jnnen nie bekommen, vnd meinnend dz die von zürieb villicbter damit den bünden nüt naeb-
gangen sigind. habend wir einhelig uss gesprochen imm rechte dz uns nüt bedünckl, dz die wederteil
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damit die band überfarrcn, sunder zu beden teilen jr bünde woi gehalten babcnl, werc aber sach
dz deweder teil die bünd thücbte widerfaren han vnd den nüt nachgangen wer der sol deo and-
ren fürnämen vor dem recht der eignossen, nach inhalt der selben bänden tag zu einssidlen etc.
Item so Llaggend wir von zur ich zu den von glarus von derren wegen jm gaste! zu gel icher wisse
vnd in der form, als sy vram das »luck zu den vm »witz geklagt band, vod die von giarüs dz oueb
zu glieber wiss wie die von switz also vcraiilwort band, vnd so vil rac dass sy gclruweod der bünd
den sy anlein mit den von zürich habent, halte jnn dz sieb iel weder teil wol fürer verbinden müge,
daruntm sy gelruwend dz sy den von Zürich darumm nülzil zu antwortlen babint etc. DarufT so habend wir
erkent, vnd sprechend uss im rechten vnd ist dz tner vnder vnss worden, syder dz gastel vnd wz
zu windegg gehört, der hirschanfl von «strich eigen, vnd dess von logeuburg pfund gewessen ist,
und die hersebaft dz bin des vod togenburg leben, vnd sidhar erfordrel vnd dz nun vou der von logen-
burg der von zürich burgerin gelost hat, und die von zürirh um dz (Pag. 151.) wüstend, vnd dz uül
vnderslündent. vnd oueb vou der opgnant bünt briefl zwüsebend den von zürich vnd den von glaris allein
in ball dz sich yet weder teil wol fürcr verbinden möge, doch dem bund unschedlich, dz ouch am die
von glarus bin dem lantrecht so die lüt im gastel vnd die zu windegg gehörend zu jnnen gelban band
ganlz der von zürich halb von jnneu vnbkümbret ze beliben, vnd den von zürich nutzil zeantworllen
haben sullent, doch den von ury vnd vou undorwalden an jren bünden die sy mit den von glaris band
vnnergriflenlich vnd luttcr vnsebedlich elc. untz viT die stund dz die von zürich die lossung der herschafl
von österrich mit recht anbebabcnl vnd wen den dz beschieb , dz den die von glarus die selben lüt jm
gastel jr eid ledig sprachen . vnd die von zürich an jnneu gantz ledig vnd vnbekümbret lassen sullent. elc
Als den die von zürich fürer klagent von granff heinrirb von sangans wegen wie die von gla-
ris den zelanlman genomen habent etc. sprechend vnd erkennend wir jm rechten vnd ist dz mer v nder
vnss worden, dz wir darumm nütz zu sprechen habend, won das stuck in dem anlass nüt begriffen ist elc.
Item als die von Zürich die von glarus schuldgenl von der buudeu wegen wie sy die überfaren
vnd nüt gehalten habinl, so habend wir erkent in rechten, dz wir nach dess anlass sag darummb
nullit zu urteillen haben , den mögend die von zürich die von glarus darummb ansprach nüt erlassen,
dz si den dz recht darumm suchend vor dennen die mit jnu vnd mit den von glarus jn ciui bund sind
vnd nach derselben bünden sag etc.
Item von grinnow wegen habend wir vnss erkent jm rechten dz wir nach dess anlass sag da-
rum ouch nützit zesprechen habent den möge vnssre frow von togenburg oder wer den erb werde
die von switz ansprach nüt erlassen, dz die den dz recht von jn ersuchend an den enden da den
dz billich ist.
Item so klagend wir von zürich fürcr zu den von switz vnd glarus vud etlich den jren von frid-
brechens wegen vnd meinnend dz sy die friden so zwuschend jnnen beret sind worden nüt gehalten
sunder übor faren babent etc. Darwider die von schwitz uud glarus (Pag. 20; vir sich vnd die jren ant-
wortend sy habend die friden redlich gebalt vnd aber bin wider vff die von zürich klagend , wie
das sy die friden überfaren vnd nüt gehalten habent elc. das aber die von zürich ouch ver antwortend
•y habent die friden redlichen gehalten, als jr beder teilten klegten, antwurten. reden vnd wider
reden, ouch nachreden vnd besliessungen , die wir darum gar eigenlich von einnem stuck biss an
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da« ander rerhörtt habent, mit mer wortten, die bie zelaog zeschriben werrend eigenlicher begrif-
feod etc. Vnd woo ans bedunkt dz jetweder teil des andren klag jn dem stuck wol veranlwort hab
vnd ooch von den gnaden gotz jn den friden weder lodscblag noch brand roub oder ander kriegs
sachen nüt beschechen sind etc. her umm sprechend wir vss im rechten . »ff voscre eid vnd ist dz mer
vnder vns» worden , dz kein teil den friden über Taren , besonder die friden ze allen zitten wol ge-
ballt' n babcnl, vnd deweder teil noch die sinnen dem andren teil noch den sinnen darummb nützit ze
antworlten haben soi , vnd mit namen dz der schiffman den die jm gastel von vergangner sach wegen
jn eid genommen hallend, dess eids ledig vnd vmm all vergangen sachen von jnn vntz vffdie Zuspruchs
darummb luUer eoprossl sin sol etc.
Von des costen wegen.
Vnd von dess costen wegen so sprechend wir vss jm rechten vnd ist ds mer vnder vns worden
dz wir darummb wir nützit zu sprechen habint , votz ze end vnd vsslrag der sach , dz wir erkennen
mögend weder tbeil recht ald vnrecht gewinne etc.
Item für ward bekent als hienach.
Vnd also sollen! bedleil mit dissem vnssrem spruch verricht vnd verschliefet sin, vnd alle jr stöss
nach der anlans sag vnd gebiellend ouch beden teillen bin den gelüpte so sy vnss gethan band, nach
des anlanss sag, dissen vnssren spruch, war vesl vnd stäl ze ballen, vnd dar wider niemer zu thun noch
verhengen, noch vergunsten ze tun, weder heimlich noch oußenlich, jn kein weg, alle arglisl, böss
füod, vnd gefarlicb inirag hcrjnn gaoU verminen, vnd bin dan gesebeiden elc.
(Pag. 21.) Dos alles ze einnem waren vesten slätten ewigen urkund so habend wir nplgenanllen
roudolf boffmeislcr franz von scbarnnatbal rudollT von ringcltingen banss von müllren, palus
von bürren, vorich von bertlenstein, anthonni russ, peller gollsmid, hemmen von spiegelberg, beintz-
man grüber. bans kenpff, banss müier, banss husser, vnd jost spilier, vnssre eigne jnsignl offenlicb
gebenckt an dissen brieff, vnd ich obgenantter heinnrich arnnold won ich min jnsigel nüt bin mir
hab, so hab ich erbellen heinnrieben berrendinger min mit gesellen vnd ich arnnolt am stein, won
ich ouch min jnsigel nüt bin mir hab, vnd ich ürich am bül, won ich kein jnsigel hab, so habend
wir er betten clanssen von einwil . vnssren milgesellen , dz die jr insigel vor uns band gebenckt an
dissen brieff dess wir jelzgeoante heinrich berrendinger. vnd niclans von einwil vergichtig sind, vnd
habcnl vnsser jnsigel vor uns vnd unsser milgesellen , doch vns vnd vnssren erben onschaden , oflenluh
gebenckt an dissen brieff, dero zwen glich, der von logenburg vnd den von Zürich einner, vnd
den von swilz vnd glarus ouch einner geben sind zu lutzern. an dem nächsten samstag vor milter-
vaslen nach der gehurt cristi da man zalt vierzeeben hundert vnd darnach in dem siben vnd dris
tigoslen jare elc
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Also war der krieg den man nempt den alten Zürich krieg von den landen wegen
erhept war gericht als obstat.
Item nun ist zu wüssen da diss richtang gemach l und beschlossen was nüt dester minder wa-
rcnd bcd bartigen die, die grossen nid und hass zusammen haltend und rettend villicht an andren
nüt vil gnlz und dz gestund nun so lang biss dz unsser allergnadigster her der römsch künig da-
zumal den nüwen bnnd zwüsschend dem buss under herscbafl öslerrich und den von Zürich macht,
da ward es sieb aber uff ein nüws zu einem tötlicben krieg schicken als hie nach gar luter wirst
finden.
Wie die von switz und glaris rittend zu dem römschen küng und sy verklagtend von
des koulT wegen und ander sachen ouch.
Item under dem und nun die cignossen fürer lag suchten die sach gantz zu richten zwüschend
den von zu rieh und den von swilz und glarus wie den sy jm spracht ussgesprochen haltend, under
dem rittend die von swilz und glarus zu dem römschen küng vnd verklagtend min heren von Zürich als
von des kouffs wegen und ouch (Pag. 22.) wie man granff heinrich von salgans unerbarlich ze raerck-
lichem schaden bracht helle etc. und sust gar vil arltigel es werre von der kouff wegen die man
jnn nüt gan woll lassen nach der von zürich bekanlnus und ander artigel die hie von der kürtzc
willen und nüt not anlit ze schriben erspart werden ze melden.
Hie rillend die von swit und glaris und verklagend die von zürich gar hertencklich
vor allen gemeinden der eignoschafft.
(Vorttelluny, wie die zwei Gesandten einem Versammlungsort zugehen, j nur im Original.
Also rillend die von schwitz und glarus us in alle ort und warend da min heren von Zürich
gar hertlenkiich verklagen vor allen gemeinden, über dz sy den mit dennen von Zürich noch jn
anhangenden rechten lagend, und die eignossen tag suchlend der sach ein usslrag ze geben, und
rettend wie die von Zürich nüt der berich nach gan wollend die den der eignossen holten nlT tag
zo lutzer mit recht gesprochen ballend oueb mit mer worlleo die bie zu lang zu schriben werend
und ward da niemens gescbonnel weder vil noch wenig etc.
Wie die von zürich vernamend dz die von switz und glaris sy so treffenlich vor dem
römschen küng ouch vor allen gemeinden der gantzen eignoschafft verklagt hattent.
(Pag. 23. Item da nun diss sachen vernamend die von Zürich dz die von schwitz mit sampt
den von glaris so treffenlich und bert verklagt ballend vor unssrem allergnädigislcn herren dem
römschen küng elc. da wurden holten von den von Zürich uss jrem ral usszogen , die den /um
küng sohlend rillen und die von Zürich veranlworllen , um die sachen so die von switz und glaris
sy vor sinnen künglirhen gnaden vorklagt betend und vergiend die holten also zu dem römschen küng etc.
— 14
Wie der von zürich ratzbotten kamraent zu dem römschen küng.
(VoriUeilung, zwei Zürcher Gesandte, von drei Stadtbedienten begleitet . kniren cor dem König.)
Im Original und der Copie.
Und das ich laog sacben kurlzre so ritten die holten von Zürich tag und oach so lang biss dz
sy kainend zu dem römschen küng, der küng wz nun der der eltwz Unwillen zu den hotten bat
und sy gar schlecht liehen enpfbeng. vnd meint dz nül unbillichen getan haben, der orsach halb so
den jm die von switz ouch glams geseilt ballend , also begertlend der von Zürich holten an römschen
kung, dz er sy liess kommen für sin künglich gtiad sy bellend etlwz mit sinnen gnaden ze reden, etc.
der küng woll es jnn nüt versagen, und liess sy von stund kommen also eopfieng er sy gar
schläch und alberlich. Da hub an einuer undren hotten von Zürich dem den die sach befolchen
was vor dem küng zu reden gar mit einuer lustigen sermon und [Pag. 24) enschulget da die von zurieb
mit allen dem fürhebcu dz jnn den der röinscb küng fiirhub so jn den die von switz und glarus ge-
sagt haltend so wol dz es der küng zu einer grüssen froüd uflnam und ganlz jn ein gütleo willen
milt der slal von Zürich kam etc.
Also ist zu wüssen dz die von zürich zwen ratzbotten uss schicktend jn alle ort der
cignoschaft da denn die von switz und glarus sy verklagt halten.
Also namend die von zürich zwen uss uss jrem rat und schicktend die an alle die end der eigno-
sebaflt so die von switz und glarus sy verklagt ballend dz zu verantwortten als es ouch besebach,
nun ist ze wüssen dz under dem und diss als gehandlet ward gar ril zit sich verton" und jelwedere
parly der andren von lag ze tag gehesser ward gar vil unnütze wort geret und bruchl ward die hie
nül nutz werend zu sebriben
Hier iat eine halbe Seile Im Original mit Hinte oder schwarzer Farbe iiberalrirben, ao data aie »chwer zu leeen iat.
Sie eolhill dio N'acbrleht rou dein Buud £ brich» mit Ocalreich, die apüler uod «war an Ihrem Ort, (denn hier erschelol
aie tu früh und ial wahrscheinlich darum wieder durchgetrieben) auch wieder p, 53 im Original), aber mit etwa»
veränderten Worten zum Vorschein kommt. Hier heiaat ea:
Darnach oll xinalag vor aant larentzen da man aalt vier hundert tlertzig uod iweig jar und nun die von ibrich gar
viel trurk und drauga von den von awiu moateud liden and »y viüich nüt andera bedanke» mocht den da die audreo
ciRnoaaeo den von awiu und glania alweg rae zoaacbend denn jnn da verbanden! »y lieh mit der heraebafft von
öalrich mit der dann ay vor gar in groaaetn Unwillen geaunden waren und machtent da mit bertzog abrech von Ostrich
ein nüwe vereinnng nnd bnntnna und diase richtung macht küng trldrich jelz aumal römacher keiaer wan jm gar leid
ws der unwil der gewosien w« zwüachcnd «ioera lirudor hertzog albrecht und den von türich.
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15
(Pag. 25.) Hie suchtend die eignossen aber frid zu machen zwüsschend den von Zürich
und den von schwitz und glaris als in dissem noteil begriffen ist.
Von sömlicber «lös» und speo wegen so da sind zwüschend dem bürgermeisler den rallcn und
gantzer gemeind der slal Zürich an einem und den von schwill am andren teil, die ettwen vil zittes
gewert band, und sich mengerlaig dazwüschend verlouffen hat, es sye mil frünliichen lagen zu lei-
sten und mit andrem, dz nüt nntlurfft ist zu schriben , den dz man letzsten von gemeiner eignoschaft
und holten an der sach ein frünllicber bestand berel und gemacht ist bis» uff des helgen crülztag ze
meyen so nächst kumpt also dz das zil uss , alle sacben in gütlem anstan , und jelweder teil und die
sinnen, vor dem andren sicher sin sol lips und gutz und dz man in der zit des bestandz frünllich
tag beden leilleu setzen und besuche» sul ob die spen gütlich mögend betragen werden.
Item also band die wissen fursichtigen schulthes und rätt ze bern einnen frünllichen lag geselz
jn jre slal bern uns von Zürich und den von schwitz , und darzu allen eignossen geschriben , jr
erber botschanft ze demselben tag ze senden zu dem ouch alle parlyen komeo siud, und also band
die von switz jro klag zu uus den von Zürich also gethan, und die gesetz uff füer stuck, dawider wa-
bend die von Zürich jr klag zu den von schwitz geselz uff elwen mengen artige! als dz alles hienadi
geschriben ist.
Und nach dem als bed teil unsser klag red und widerred wider einander gelban band, so bal
der rat ze bern und der eignossen Lotten an bed bärtigen besucht, wz gewaltz jcllwedry parly hei
tind, umm das ob sy die sacben jn früulzschaiin, oder mildem rechten geeimbren {') oder mit dem
rechtco versprechen möcbtend . also habend bed partien die von Zürich und die von schwitz jnnen be-
der sit geantwortet wz gewallz wir bellend . und wz der gewalt nüt jn sömlicher mass dz sy die sach
UMgesprocben köndend und schiedenl also von Jaunen . an end der sach dz die nüt zu usslrag kam
Wie die von bern mil sampt andren eignossen botlen gan Zürich gritten sind und jn
den nottel gen über die kleglen so den die von Zürich und schwitz über ein
andren gethan band.
Darnach sind aber gemeiner eignossen holten kommen gan Zürich für den gesessnen rat Zürich
und band mit jm gerel wie dz ein (Pag. 26; rat ze bern um sy über die kleglen und artige! so die
von zürieb und die von schwitz zessmmen gethan band gesessen sigend , babint sich darum änderet
einbclnklich , und dz in gesebrifft genomen . dasselb sy die von Zürich und schwitz wellend lassen
böreu . und gaben jn darummb einnen nottel darin jro meinung begriffen wz der hienacb geschriben
slat und als die von zürieb den nottel cigenlich verhört band, so habcot sieb die von zürieb ge-
nomen und die sach ze verdencken, und sind darnach über die sacben gesessen, band die eigenlicben
so sy vermocblend betrachtet und nachdem als wir die sach gar eigenlicb verslandend , sunder da-
rinne gemercket band sollend wir die von Zürich dem nottel oachgan. wie vil und fier uns dz in
unser stat recht frigbeil und allen gulten gewonheit , als den wir und unsser vordren berkomen
1) vereinbart,. 2j i.l der Einging der Nolel, und »o wie dien« auch bei T.ctaudi T. 2 p 267
etc. (*.)
16
sind, und j eckliches besunder . eigcnlich under rel uff somlich form wys und masse als hie Dach ge-
schriben »tat.
Item und ist dis der anfang des nottels den der eignossen holten den von zürich
gen band.
In gottes oammen amen kundent wir diss nachbeoemplc nämlich von bern vorich von erlach rnd
rudolfT von ringellingen von lulzern anloni ru*s wernber kcller, von sollelern bans bagen. von vre
wallher zum brunnen amman vnd bans kenpff lanlschriber , von vndcrwalden ob dem wald beinrich ze
den hoffen, von kerns nit dem wald vorich ab bül von stans, von zug bans husier amman vnd heinrieb
müllischwand , alle bolle als wir von vnssren hcren vnd obren vnd gantzem gewalt von stellen vnd
leodren von disser naebgeschribneo sacheo wegen, vu" dissen bulligen lag gen lulzern uff den lag
geschehen und gewissen sind etc. Als lange zilt bar elwanil slöss vnd spen gewessen sind zwüsebend
den fürsichtigen vissen vnssren sundren giillen fründen vnd gelrüwen lieben eignossen nämlich dem burger-
meister dem ral vnd gemeiner stal Zürich an etnnem, vnd an ammen vnd ral vnd gemeinem land sebwilz
am andren teil, darum die fürsicbligen wissen vnsser gütten fründ , vnd gelrüwen lieben eignossen der
scbullhes vnd der rat ze bern peden bartyen einnen frünllichcn lag jn jr stal bern geselz haltend
vff saot kattrinnen lag nächst vergangen zenacht daselbs an der herberg ze sind, daseibs hin ouch
aller eignossen , nämlich von lutzern von sollutern von vre von vnder walden ob vnd nid dem kern
wald , vnd der von zug erber träffenlicben ratz holten ouch kommen sind , won jnnen der tag |Pag. 27. )
ouch verkunl was, vff den tag beder ob gesebribnen parlyen erber träffenlicben holten kamend,
nämlich von Zürich her rudolff stüss ritter burgenmeister beinrich üssikon kunral weyer vnd michel
granff slaltecbriber, von schwitz bans abiberg alt ammen vnd hans wagner, von gjaris vorich elmer
vnd jacob wanner, als sy den von jrren herren und obren geschiben warend worden, vnd als die jetz
genantlen beder bartyen botlen, mornendess nächst nach sant kaltriimenlag vir einnen ratt zebera,
vnd ouch der eignossen botten von stellen vnd lendrcn , als sy hie ouben vnderscheiden sind kom-
mend, da wurdenl sy gefragt wz gewaltes sy bettend, vnd sy darvff antwortend, vnd dewederteil
so'uil gewaltz bat, als aber zu frünllicben tagen, da man sacben in güttikeit schlichten sol not-
lurflig ist, vnd aber bede der eignossen botten vnd ein rat von bern darummb nüt abliessend , vnd
dz ergers in die sach nüt möcbl rissen, sunder bed bartyen fürieb genommen, eyne vor die ander
nach vnd jr anklag red vnd widerred verhörrlcnd , vnd sich da uff ictlicben arlligel . die wederteil jr klag
für sy brach bat nach allem jrren besten vermügen verstau . nach dem göllicbcslen rechten so sy
kondent oder vermochtend einhelenklichen cinberlend, vnd sich daruff vnder retend, jn meinnung vnd
nach der form , als hie nach eigenlich geschriben stal, vnd sich aber die Hollen allenklicb gewaltz an-
nämmen wollend, sunder dz meinlend , an jr herren vnd obren zebringen , vnd oueb jetlichen bollcn
der beredmisse vnd beschliessung , ein gelicher rodel geben ward , die alle von wort ze worl glich
slündent geschriben vnd darumm uff hül einnen tag her gan lulzern jn die slal geselz ward , daselbs
bin jecklich ortt nämlich dio von bern, von lulzern, von sollentur, von ure, von vnderwaldcn ob
vnd nid dem kern wald, vnd ouch von zug, sin erber bolscbanfl schicken soll mit vollem gewalt
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17 —
der berednüsse vnd besliessung als sy hie nacb geschriben slal . so zebern bescbachen ist , nach ze
gand etc. dz ouch wir opgcnanllen holten uff bull gen lutzern off den tag kommet! sind, vnd band
dz gethan, von geholzs vnd geheiss wegen vnsser berren und oberen, von sielten und von lendren,
vnd von ganlzem gewall. vnd habend ein andren erkennet wz gewallz jederraan von sinnen herreo
vnd obren bevolcben syg , vnd habend da erfunden, dz alle vnsser berren vnd obren, ein gantzer
gwall von sielten and lendren. de« luiter ein hellig sind, band vns allen vnd jetlichem jnsunders dz
geholten vnd geheissen dz wir beden opgnanlen bartyen dz sagen (Pag. 28.) sollend dz jro ganlze
meinung sve, dz die berednüsse zebern bescbachen. als sy hie nach von worl ze wort geschriben
slal . von beden parlyen gehalten solle werden . gelrülich vnd vngefarlich , vnd wedry partig des mit
willen jn gat . dz die benempten vnsser herren vnd obren . dero des ze gütlen niemer vergessen wel-
lend , wedre parlyg aber des nüi jn gan wöll da düebte vnsser berren vnd obren ds sy mit der an-
dren parlye , gantzen vnd lutren miitwillen triben wölt. sömlicbes mütwillen aber die opgenant vn-
sser berren vnd obren der andren parlye. so gehorsam gewessen were mil lib vnd mit gilt, vnd mit
jrem ganlzem gewall wollend vorsin als dick dz nolurfl fordrote an allen hinderzug an alle geverd.
Der von ziirich red ulF den anfang des nottels elc.
Vorsleiiuny der Taysatzung und der klayewkn Ihtitien) in beidtu Exemplaren.
VIT sömlicben anlang des nollels sprechend wir die von Zürich also das vns der frömd vnd vn-
billichcn nimpt, darumb dz wir jn güllen (rüwen. von gemeiner eignossen vnd besunder der von
bern bet willen, zu einnem vnner bundnen frünllichen gültlichen tag kommen sind, vff sömlich mei-
nung, ob die sacben vnd stöss mit beder pariigen willen vnd wüssen. möchte betragen sin vnd nül
■Iz sich jemen über vns vnder reden oder emberren als zu die heinnen Sachen nöllen oder trengeti
soll es were den vnsser güller wille, dar zu band vnsser holten ouffenlicb gesagt, dz jnnen debein
gewalt gegeben sige. den mit Pag. 29.1 vsbedingten Worten, dz man vns beliben liessc bin vnsser
slal recht, frigheiltcn vnd alten güllen gewonbeilten . als sy dz eigenlich erzeilend, wen dz vnsser
vnd einner gantzen gmeind meinung were . sunder dz wir der stucken zu keinner minnc noch recht
kommen weitend . anders denn wir den von schwitz darumb vormalen geschriben vnd gcbotlen het-
tind etc.
Item won der eignossen holten in dem notlel selber meldcnl das es ein früntlit-her tag gwessen
ist. vnd die holten keinnen gewalt gehept hand, da mit sy die sach gelruwlend zerichten, vnd sy
«Mich die holten von dem lag habenl lassen rillen, vnd jnnen nülzit gescit, wie vnd jn welcher masse.
sy die sachen vor jnnen hellend, so nimpt von ziirich vnbiliich, das sy sölichs geeimbert hand als der
notlel wisset . . hoffend ouch nül dz sy des debeinnen gewalt, oder macht zclhun gehept habint , als
dz mit deheinnen rechten thun sAlend oder mögent . won doch dz ein ungehörtte sach ist, das jemtnen
dem andren, vm debein sach spricht, darummb er doch nülzit vff in kommen ist. weder ze minen.
noch zu dem rechten, als vnss aber in der sacb beschächen ist.
Söll ouch söllich berednus bestan. des wir doch nül gclruweod so beschäch vns zu mal vugutlich
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als vns bedunck. wou wir dardurch an vnsser slal frigbeil , vnd gcwonbcit getrengt wurdint, an-
ders den billich werre , vnd vnsser geschwornnen brtefT wissend . vnd wir gelrnwend wen man die
sach verstand wie fier vns die langt, vns kuone noch rouge niemen vir übel haben, dz wir uns
darwider setzend etc.
Darzu hellend wir gewüsset, dz sich jemtnen vro die sach ützil geeimbert oder vnderret soll
haben, ze keinnem end oder vfltrag, denn mit vnsser holten willen vnd wüssen, wir bellen den-
selben nnssren botlen wol befolchcn, die sach änderst für zenemen vnd anders dar in zu bandlen,
den wir aber gclban baod, das vns sunder notturflig wer gewessen, »mm das vnd anders so
getruwend wir nüt, dz jemens meinung gewessen oder noch syge, dz man vns vff einen somlicben
gütlichen frünllichen tag vcrkürUen solle, oder dz wir schuldig oder pflichtig sigind sollich be-
rednüs zc ballen, won die wider vnsser stal rocht (Pag. 30} frigbeitt vnd herkommen Ml. Und
wir ouch die uüt gehalten kunent noch mugend, wir welllend vns denn vnsser stal frigbeit
begeben dz wir je meinnenl nüt zclhun, vnd getruwend nüt dz das jement vnbilich neme,
nach dem vnd man die sacb vff jellichen arligcl hören wirt als hie nach geschriben slat , sunder hof-
fend wir wen jecklich ort der eignosebaft vnsser anligcnd not dar jnne merckt vnd verstand.' wz
vunss dar ann vnd darvff gelegen syge , so werre jnnen selber trüllich leid . dz wir also so schwer-
lich gctrengt wurdint, ganlz vnuerschull denn vns vnsser gemeinnen slat. vnd einner arromen gemeind
nüt darzu zwingcnl vnd kein mülwille , dz wir vnss dar wider setzend , vnd dz ist vnsser red vnd
antwort vff den anffang des notlels etc.
Item so ist diss nachgeschriben der erst arligel in dem notel begriffen als die von
schwitz zu den von Zürich klagt band etc.
Item uff den optgenanlen frünllichen tag hand die von swilz jr anklag wider die von zürich
uff fier stuck gesetz , dz erst von des edlen wolgebornnen herren granff heinrich von sangans wegen
denn die selben von zürieb sin lüt zu burger gnommen betend vnd da mit grosser gelrang an ge
Ihan. vber dz so er »y ernschlich hat gebellen . sieb dess ze überheben, begerend dieselben von
schwitz mit jnnen ze reden die burger von banden zelasscnd vnd jro eideu ledig ze sagen, ouch den
coslen ab zelcgcn, so er von des zugs wegen enpfangen bat. dz stuck aber die von zürieb also
hand ver antwort, dz war syg, das sy zu den zitten da sy granff heinrieb von sangans zu den von
schwitz inn lantmanss wisse, nüt verbunden, nüt verbunden was, sölich lüt zu jren burgren en-
pfangen babint. die ouch daselbs burgrecht hand gesworen , getruwend ouch dz mit got und
erren gclban haben, daruff band sich ouch der eignossen holten vnd ein rat von bern vnder
ret sider die von zürieb die lül ein mallen den granff heinmach ze swilz lanlmao worden
sig, zeburgern enpfangen hat , dz sy oueb denn dennen von swilz darummb nach der büntbrieff
sag nülzit ze antworllen habinl den mag granff heinrich ansprach gegen den von Zürich nül
enberen , da dz gelinpflich oder billich ist sollend jro die von Zürich zum rechten stan doch nül nach
der pünden sag es wer denn (Pag. 31.) dz die von Zürich das gern tältind etc.
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Der von Zürich antwort vff den opgeschribncn ersten arligel etc.
VIT den arligel sprechend wir die von zürieb also wie wol uns bedünkt, dz ein rat zu bern,
vnd uoch der eignossen bellen . die sach als von granfT beinrichs wegen von sangans , billich von
jnnen gewist vnd sich darumm gar nülz gecinberl heltind won sich die sach verloulTen bat e die
von swilz mit granff beinrich je iilzit zeschaffen heltind wennig oder uil, dennoch sillen mallen s*
sich geetnbret band dz wir der sach zu billichen glichen rechten kommen sönd so sigend wir die,
die niemanl glicher billicber rechten vor gewessen sind wen man die an vnss gefordret ha Ii, als den
billich ist. vnd das wenn sollicbs zu schulden kumpl, erfordret oder sebripl vns den granlT heimacb
vnd die sach so wellend wir jm denn antworlie. so frünllich vnd bescheidenlich , dz wir hoffend
des» gelimpff vnd er zchaben je doch so werend wir ansprach von granlT beinrich wol über hept
der sach halb , hetlind die von swil/ die sach lassen uallen , das sy doch billich gelhan heltind etc.
Der ander artigel in dem notlcl begriffen so die von switz zu den von Zürich klagen!.
So klagend wir die von switz dz ander sluck zu den von Zürich als von dos obcrholzer*
wegen, vnd sprechend also wie dz der selb obcrholzer jr lanlma sye in jr pfanlschafft gan utznang
gehorrc da innen kleine vnd hochc geriebt zugehört, über dz so habint die von Zürich den selben
obcrholzer gefangen gclürnl vnd darnach um y c pfund geschclzl vnd habe kein jro gebet noch ver-
mugen an jun gchulffen , dz sy darum nach der bänden sag zum rechten komen wol lind oder
eins vudcrgaiigs jngan noch gehorsam sin, darum sy ouch begerind dem oberholzer bekerung zelhuu
vnd einnen sömlichen vndergang fürzenemend, dar wider sprechend die von Zürich wie dz der ober
holzer jn einnem hoff, der in jren klcinnen vnd hoclien gerichlen sige gelegen, gesessen sige. namlirh ju
jren herschaft grünningen habe jr gebot als dick verschmecht vnd überstehen . dz sy nüt kündent ge-
lassen sy müslend jn vmb sömlich sarben mit urtcl stranffen. vud also sige er mit urtel geslranft
vnd gebttst. vnd gelruwend ouch vm die sach nach Pag. 32.) dess bundes sag nütz gebunden sin nach
dess brieffs jnn hall dar vmm nütz zu tagen zekommen, vnd getruwend ouch dz si als gul recht ald
bessere den die von switz zu der herlikeit zeutznang habind vnd dz sy kein« vndergang» bedörffinl
noch verbunden sigint mit jnnen zetbund vff dz sluck hant sich aber der eignossen bollen erkennt
vnd ein rat von bern vnder reit . also dz uach gclegcnbeit der sach die von Zürich bin jr straff vnd
jr gewerde sölend bliben vnd dz die von swilz si darumm, nach jr bündeu sag nit zeinannen ha-
bint aber vm den vndergang der zweiger herschaften nämlich grünningen vnd vlznang. als die von
swilz gerend , sollend die von Zürich nach der geschworonen bünd brieffen sag zc tagen komen,
wen sy darvmm vermanl wcrdcnl, errindet sieb den vor den lieren vnd dem fünften, dz der hoff
daran" der oberholzer ist gesässen gan grünningen gehört, den so seilend die von Zürich bin jr straff
vnd gewer bliben. er Gnt sich aber vor den vieren vnd vor dem fünften, dz der selb hoff gan utz
nang jnn die lanlmarch gebort den so sollend die von Zürich darumb einnen wandel (ün, nach der
lieren vnd des fünften bekantnuae.
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Der von Zürich antwort uff den obgemeldeten andren arttige! des nottels etc.
Vff dz isl vnsser der von zürich anlworl , dz uns die von swilz jn keinner geschrift vm kcinnon
vndergang nie gemant band, vnd wir ziigend vns dess vff ir manbricff. denn bettend sy vns je gemant
vm keinnen vndergang, so bettend wir jnnen oueb daruff geanlworl als ouch ie(z , vnd »tat vnsser
anlwort also, von des vndergangs wegen vnd die herschaft vlznang, dz wir nüt boffeud noch getrü-
wend schuldig oder pfliehtig ze sind im rechten mit den von switz, deheil» vndergang zc haben von
vlznang wegen vnd isl dz darum won sich noch nüt erfunden hat mit recht dz es jro sig. sunder
so meinnent wir mer vnd besser recht darzu zc haben den sy , vnd dz mencklich verstand , wie es
mit vlznang ergangen ist, so müssend wir die sach schriben wie sich die sach ergangen hat. doch
vff dz kürtzesl. Es hat sich gefügt, dz frow elsbcl von togenburg ein erb gewessen isl granff
friederichs seligen von togenburg vnss dz selb sloss vlznang übergeben hat mit aller ;Pag. 33." sinner
zügebörd mil jrem vogt da sy die von switz ouch für ein erben ballend , des vorgenannten granff
fridrichs von togenburg , sy ouch dafür uff allen tagen versprachend. sunder wider die herren die
sich jetz erben nemend daruff so hat dieselb von togenburg nach jrs gemacbels lod des dickbenemp-
len granff friedrichs . ulznaog der herschall von östrich pfantzscbafl zelössen gehen vnd zwenzig
tussend guldin vor dem zill e si vns vlznang gebe vnd verschrib, da by wol zu mercken, ob si
ein erb isl oder man si dar uir gehalten vnd noch hat, oder nüt. Ouch so habend wir eigenlich
vernommen, dz die beren die sich yetx erben nemend des von logenburgs . söllirh des von logen-
hurgs giil koufft hand von der uorgenanten frow eisbetten sinner gcmachel, hat sy im formallen
pfanlscbaft, enweg geben vnd sider har ander des von togenburg gut verendrol als ein rechter erb.
warummb soll si den nüt gewalt haben vns ulznach ze gebend, vnd wir hoffend vnd gctrüwend, das
ein gab jm rechten, als billicb kraft vnd macht haben mug, als die ander, vnd dz meinnent wir wie
wol vns die herlikeit vlznacb entwert ist , das dwir noebten besser vnd uil mer rechlz darzü habend
den die von swilz darum wir nüt schuldig sind , mit denn von swilz dehein vudergang ze Ihünd
vnlz dz sieb mil recht erfint wem die herschaft zu gebort es syg den den berren jnnen oder vns etc.
Item vnd were joch sach dz die von swilz zu der pfanlscbaft recht heltind, als wir gen Lilie h
nut geloubent noch getrüweod. wen si vns denn manlind vnd ein vndergang zeibünd zwuscheod ulz-
nach vnd grUningcn, so verstand wir wol, dz billicb were wen anders mit recht an si kerne, dz
wir den ein vndergang mit jnnen lellind vnd bedörftend vnss uueb darumm nut vil /einatmen . den
wenn söllichs früntlich an vns kerne, weitend wir jnnen früntlicben anlwortten, dz wir hoflind vnd
getrüwlend dess gelinpff zu habend funde sich ouch den. dz der hoff daruff der oberholzer sitz gen
ulznach gehörlte des wir doch nüt gclrüwend , dz sich das mil warbeil jemer crlindct. noch den ge-
trüwlend wir nül, dz wir schuldig weriud den vou swilz, oder dem obcrbolzcr kein bekerung oder
wandel zo lünd, von der slranff wegen, als wir jnn gestranfft band (Pag. 34.) mit recht, vnd das von
zweig sach wegen, ab man hie nach lultcr hören wirt.
Die ersl sach.
Die erst sach isl dz die herschafl ulznach zu der zit da der von oberhottzer den fräffel begieng
il
düI den too swiu zugehört jo kein weg vnd ist die «ach angestanden vntz uff die stund biss dz
wir jn gestranfl band dz uns die von swilz darum ra nie ersticht noch gcscbriben hand in kein weg.
wie wol das was dz si vor cigeulicb wistond die ansprach die wir zu jm haltend, den dz sie uns gern
trangtind von der bekanlnüsse. die wir uff vnsser eid gethan hand dz vns frömd vnd vnbillich nimpt etc.
Die ander sach.
So ist ouch die ander »ach sittenmal vnd wir den hoff daruff der oberholtzer gesessen ist , vntz
her vnd noch jn gcwalt vnd gewer gebcpl hand , soll vns doch der hoff abgesprochen werden von
jemend dz wir doch uüt hoffend noch gclrüwcnd so raeiiinent wir noch denn dz wir nüt schuldig
oder pflicbtig weriud , neiuen kein wandel oder bekerung darummb zetünd von vergangner sacb oder
büss wegen, won dz in der eignosebaft vntz bar nie sitt noch gewonbeit gwessen ist, wo vnder
geng besebecheo sind, dz da jemen dem andren, dehein wandet oder bekerung tat von deheinner
ingenomnur oder vergangner straff oder büss wegen, won dz wurde vns rüren vnsser bekanntnüsse,
ab wir uff vnsser erre vnd eid gericht band gross vnd klein rätte etc.
Item das drit stuck in dem notlel begriffen so die von switz zu den von Zürich
, klagend etc.
Item dz drit stuck so klagend die von switz zu den von zürieb als von des verwunten knecht
wegen, so den von swilz zu gehört, vnd in einner trostung sol verwundet sin, vnd dieselben von
swilz sprechend, vnd meinen! dz man ze rapperschwil die sach für solle nemen , vnd berechtigen, vnd
dess ersten kunzscbafl da sclbs. da die Irostung uff gnomen ward, solle verhören etc.
Der von Zürich antwort etc.
Ilarwider die von Zürich also sprechend . dz der selb knächl in jren hochen vnd nidren geriebten
sige verwundet worden darummb solle man oueb die selben sach in jren grichlen da das beschechen
ist fürnemen vud berechtigen won dass (Pag. 35.) allenthalben sitt vnd gewonbeit ist. Vff das stuck
band sich der eignossen holten erkent . vnd ein ral von bern mit jnn vnderrelt dz der fräffcl billich
an den enden , da er beschäcben ist , fürgenomen vnd berechtiget werd , ist den sach das jemen da
sclbs kunlzschaft bekent wird zelcgend der mag die Jüchen vnd Sölden jm ouch denn beid die von
zürich vnd die von swilz , mit hit vnd in ander weg behulffcn vnd herallen sin, dz im die kunlzschaft
nüt hinder zegeo werd, vnd wz ouch umm die sach am grichl den mit urtel erkent wirll. das sol auch
hillicb gehalten werden etc.
Der von zürich antwort uff dz drit stuck begriffen in dem nottel etc.
Item dar uff redenl wir von zürieb, dz vns vnbillich yclz vnd formals genomen hat, dz die von
swilz ützit darumb vir bracht hand. won die selb sach uff dem gütlichen tag, der ze rappers wi!
von gemeinner eignossen holten gemacht was , also verlassen vnd in vnsser gericht gewisse) ward ,
vnd wie wol jetz, darinn begriffen ist, dz wir dem widerleil vm knntzschaft sollend bclffen werben,
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ob dz nottorflig ist, ds wir den doch jm rechten nül schuldig noch pflichtig sind . noch denn vm dz
menklich säch rnd hörer, di wir vngcrn jeraen an sinnem rechten hindren sander uil lieber fürdren
wöllind als den dz stock jn dem notlcl begriffen ist, dem wellend wir erberlich nachgann wen wir
darvmm ersucht werdent, dz wir dess hoftind glinpf vnd er ze haben etc.
Ilem dz fierd stuck in dem nottel begriffen so die von switz ze den von zürich
klagt liandat etc.
Item dz fierd stuck , so die von schwitz zu den von zürich klagt band wisset als um den vnuer-
dingten koulT, da die benempten von switz fürgebend vnd sprechend dz die von zürich jnn noch den
jren vnuerdingten kouff nüt gebend , noch ztt gan wellend lassen nach der bünden sag vnd oueb nacb
der geswornnen bünden sag darum ze keinnem rechten komen wellend, dar wider redend die yelz
benemplcn von Zürich dz sy nach jr frigheitten sag jnnen von kt-ys&ren vnd küngeo geben vnd also
barkomen sigend. dz sy wol möchtind in jr stat Ordnungen und .Satzungen machen nach jr stat
noturflt, vnd dz sy oueb darumm nüt gebunden sigind . nach der geswornen bünlbrieff sag jemenl
ze antwortten haben oder darumm ze mannen sigend , darummb band sich aber der eignossen holten
vnd ein rat von bern einbellenklich vnderret, also dz die opgnantcn von switz die berürten von
zürich vm die sach nutz zemannen habint , nach jr geschwornnen (Pag. 36.) büntbrieffen sag ze dem
rechten zekomen, den besunder dz dieselben von zürich bin jr barkomen billich sollend nacb
jr frigheit sag beliben Ordnungen und Satzung machen . won sy oueb ds in jren bünden lutter uor
band behept, doch dz dieselben von zürich bede den von switz vnd andren jren cignossen vnd den jren
sölich köuff nüt gantz sölend abschlachcn , den erberlich lassen zu gan zu allen zitlen nach gelcgen-
heil je der löufTcn, wer aber dz in künftigen zitlen, die von zürich den von switz oder deheinnem orl
in der cignossschaft köuff gantz abschlügend oder vor gehept werind wol mögend mannen nach
der geswornnen büntbrieffen sag, vnd sollend ouch die von zürieb den zetageu komen. vnd dem rech-
ten nacb der bünden sag nacb gan , vnd ws ouch den vor den vieren vnd ouch dem fünften crketit
wirt, sol ouch bestan vnd beliben elc.
Item der von zürich antwort uff den fierden arligel so die von switz ze jn klagt hand elc.
Vorstellung de* Rechtslage* an beiden Orten.)
Item uff dz ist unsser der von Zürich antwort , nach dem vnd s> den arligel verstand dz si be-
dünckt dz jnnen jn dem stuck zcmal vngütlich vnd ouch vnflrüntlich bescherten syg , vnd dz ouch
sällicher arligel nüt bestan muge in kein weg, won der in jm selber widerwerlig vnd ganlz wider
ein ander ist, vnd dz uff den sinne, wen der am (Pag. 37.) ersten an, so wisset der arligel, dz üns
die von swilz nüt ze manen band von der köuff wegen nach der geswornen bünden sag, vnd an dem
end so stat aber jnn dem selben arligel , das vns die von swilz vnd ander örlter jn der eignoschaft
wol mannen mugend , nach der geschwornen bünden sag , vnd dz wir ouch dem rechten nacb gan
sollend , wz vns da selbs bekent werde , sol nun der anfang bestan jm rechten , so mag dz end
nüt bestan. sölt aber das end bestan, so mag der anflang aber nüt bestan. das doch ein vngebörtie
23
vnbiliche sacb isl, dz jemeo zwo widerwertig sachcn in cinnen artickel die docb genlzücb wider cinand-
rcn sind ze sammen setzt , aber wie dem allem isl , so meinnent wir sollichem arlickel je nüt nach ze
gand, denn soll dz sin, so werend wir ganlz von ünsser slat frigheit, und wardint von unssenn altem har-
komen Ordnungen vnd Satzungen getrengt, nach dem vnd ünsser stat barkomen ist wider der ge-
swornen bünlbrieffen sag, das aber mencklieb verstand, dz söllicbs dess artigeis meinang vnbillich sig,
so müssend wir etwen menig sach setzen , wie wir von aller bar Lomen siod.
Dz erste stuck.
Item des ersten so isl ünsser stat je vnd je also barkomen dz wir ünsser köuff vnd ünsser
märckt, besetz Ordnungen Satzungen minder» vnd roerers, nach ünsser slat vnd gantzer gemeind nutz
vnd notlnrft gemacht band, wie üns das üben wz , vnd darinne vn verbunden gewessen sind, gegen
mencklichem, sollend wir nun davon getrengt werden, nach des artickels sag , so bedunck üns dz wir
der geschwornen bünlbrieffen wennig genussind elc.
Das ander stuck.
So ist oueb die ander sacb dz ünsser fordren dz mit grossem fliss vnd ernst, versechen vnd
vergönnet band , dz wir vnuerbunden sind von der köuflen wegen , dz darumrob ganlz nützit , in die
geswornen büntbrieff geselz isl, wennig noch tri), den man lesse die geschwornen brieff von artickel zu
arlickel vff dz aller gruntlicbesl so mag niemen darin finden, dz der kouff jemen darin begriffen sig.
mit deheinnen wortlen , vnd dz wir niemen darumb verbunden sind, ze geben wennig noch nil, dar
vm vns vnbillichen nimpl vnd oueb ein frömde sacb ist , dz man den kouff in die geschwornen büntl
brieff vff diss zitt züchen will, vnd des doch vor nie gedacht ist.
Das drit stuck.
(Pag. 38.) Item die drit sacb ist die dz zwen artickel in dem buntbrieff darine gar lutler vnd
eigenlich begriffen ist , in dem ersten wie ünsser stat zürich beliben soll die darin sunderlich benenipt
ist , jn dem andreo ist begriOen jn der gmeind wie ein iecklieb stat , jecklieb land jecklich dorff
jecklich hoff beliben so] , nach dem vnd dz von alter barkomen ist Der zweiger artigel wir
billich genassind, dz man üns mit den köuflen vnbekümbret Hesse, denn wir meinend dz es dero
meinung gewessen sig, die denn den bund des ersten erdacht band, dz man vm die stuck, dz ist
vm jeckücher slat jeckliches lands oueb jecklicbes dorffs frigheil briefls priviügia recht vnd alt
gut gewonheitten nüt rechten solle, won dz mit vssbedinglen wortte jn die bünt brieff gesetz ist,
dz jedermau da byg bliben sol ann für wort vnd das dz war syg, so stand die opgeschribnen bunt-
brieff nach dem arückel ob jemen stüss mit dem andren gewunt , wie man die berichten soll zü be-
klarend, dz man vom die sluck nüt rechten sol. noch oueb niemen den andren darum zü mannen
batl noch haben sol , anders wir nie begert haud den da bj ze beliben , nach der gesworneu brieff
sag, dz üns aber nüt gedihen noch gefolgen mag elc.
Ilem die fierd sach isl die also dz mit warheil niemen sprechen noch reden mag, dz wir
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— u
oder vnsser fordren. sitt dem anffang der büuden voo den von switz noch keinnero der in der
eignoschaflt so in büntnüsse mit uns sind, je um sölich »ach ab vm kouff erfordrnl oder gctnanl
sind, in keinnen weg vntz jetz uff diss zil dz die von swilz nüw lantlüt zü jno genomen band, durch
der selben nüwen lantlüll willen, habend sj an uns erfordrel vnd an uns begert, den selben kouff ze
lassen nach jren willen, wie wol sie gewüsl band dz die selben jr lanllül ein teil ünssero löllicbe
ligirtt warent, vnd jn offnen kriegen mil üns sCündenl die andren ein teil jr lantlut sirh in sömlicber
mause gen üns gehalten band, dz wir nüt schuldig warend vnd noch sind jnnen kein kouff zclassend
wenig noch uil in diebein weg , wo sy ein rechter urhah vnd ein anfang gwessen sind . aller der
vnfrüntzschanfl, so wir die von Zürich vnd die von swilz mit einanderen gehept band, vnd noch
teglicb brückend , vnd sillcn mal vnd um (Pag. 39.) uiisser fordren von jro vordren solichs versu-
chen* ganz überhcpl gewessen sind , so heilind wir wol gelrüwl , si hellind sich daran wol lassen he-
utigen, dz wir üns gen jnnen mit köuffen allezil bescheidenlicb gehalten hand, vnd were jnnen die
gut Iriinlzschanfft so wir vnd ünssren altffordren mit ein andren gehept band lieber gwessen den die
nüweo lanllül. won dz wir ünssern vinden so nül wol an uns gelhan band, schuldig oder pflicblig
sigend kouff ze geben, meinend wir ie, dz jemen dz bedunken solle der inn der well lepl , darzü
so habend die von switz von üns ganlzcn kouff noch nie vermitten, den da es jn offnem vnffriden
stünd, zwuschend jnnen vnd üns, untz vff diss zil gar kurtzlicb. darzü uns sunderlichc not matigel und
gebrest gelrungen vnd bracht bat, dz land kündig ist vnsser ganlzen gemeind, vnd habend daran
kein mütwillen gelriben vnd wie die von switz nüt uil frunlzschafl vm üns verdiene) hand , zu disser
zil, hellend wir den kern gehept vff vnssren merckten. als andre jar, wir wellind vns noch denn jn der
sach gehalten ban. dz wir getruwet hellind, des gelimpf vnd ere ze haben, darzu ist üns kouff ab-
geschlagen von dennen die verbunden sind üns vnuerdinglen kouff lassen zü ze gand, so sigend wir
doch den von schwitz, noeb andren eignossen, vs genomen den von bern nül schuldig noch ver-
bunden, deheinnen kouff zegebend, vnd als wir jnnen kouff ab geschlagen hand jn unsser stal . von
nolurft vnd deheinnes andren mul willens wegen, als uor staut, so habend wir jonen doch günneti
wz sy kouflend vsscrlhalb unsser slal vnd gericblen, dureb ze füren, als den dz an jm selber isl,
daran si billicb ein benügen hellind gebept jn dissen hertten louffen . vnd üns für er nüt ersücbl elc.
Item die fünft sacb so begriffet der »rligel gar wil, als wir den vor üns band, vnd jnn ver-
stand, dz wir den von schwitz den eignossen vnd allenden jren. kouff sültind lanssen zü gan zu allen
zitten, won in den wortlen kouff lassen zü gan wüssend wir nul. wz sy wellind begriffen, oder wz
ir meinung ist, denn sy möchlcnd darin züchen allerleig. so man koufl oder verkouft, als körn win
vnd ander ding, so ist doch lant kündig offen vnd kuntlicb wie wir Ordnungen vnd Satzungen gehal-
ten band vnd uor uil jaren (Pag. 40.) e wir in die bünd komen sind . als von üns wegen Satzungen
vnd Ordnungen gemacht hand , vnd alle zitt gehalten, gegen üns vnd den ünsren, und menck liebem
frömdem vnd heimschen , vnd darinn nie nienian us gnoinen sind etc. ouch da by beliben nnuer-
suocht, von mencklichem von söllicben salzungen und Ordnungen wir ganlz werind. soll der arlickel
in krcflcn bestan, dz doch ein ganlz zurstorung wer ünsser statt, ünsers zürichsews vnd einnes ge-
meinnen nulzes, daruor wir ob got wil sin wellend mit der hilff gotz, so fier üns üb vnd gut
gelangen mag , were joeb aber der arlickel nüt wilter ze verstand , den um assig diug noch deonoebl
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meinnend wir darinn vnuer dinget vnd vnuerbunden ze sind, als wir oucb von alter sind barkomen,
denn soll es sich machen da uor got sig dz wir mit deheinnem ort der eignosscbanft oder den jren
Iii debeinoer vnfrüntzscbafl bic nach jemer kämend oder komen söltind, als wir jeU mit den von
»will komcn sind , so werend wir noch denn vrbunden den selben so also in änsscr vnfrünlzschaffl
sind kouff lassen zu gand dz doch ein vngehörte sach ist, vnd nät billich wer, dz niemen sinnen
Kgind «pissen soll als sinen fründ des aber wir schuldig werind nach desz artickels sag vnbilich als
uns bedanckt etc.
Item die sechst sach so berürt artickel vnsaer stat frigheit, Ordnung vnd Satzung in alle weg dz
die also da durch geschwechret vnd gantz nider gel ruckt wcrdini, soll er bestan, als wir ein richstat
nie gewessen werrind, noch debein frigbeit nie gehepl hettind vnd won um lanlkündig offen vnd
kuntlich ist. dz kein richstat in der weit jr frigbeit vnd pryuilcga so si bät von dem römseben rieh
an deheinnen enden berechtigen sol noch mag, nach keisserlichera rechten den uor einem romseben
keisser oder küng , oder da sy dz hin wissend darumm so gelrüwend wir niit , dz wir um vusscr
frigkeit vor jemem in der weit rechten sollend oder verbunden sigend zerechten denn vor dem
dannen die frigbeit langent vnd barrürel des wir oucb nie niemet vor gwessen sind, besunder
das allwcgen das föllenklich gebctlen band, nach aller noturft, won wir getrüwend dz vns in der sacb
recht solle sin. dz allen richslelten vntz bar recht gessen vnd noch ist., vnd sölend fürer von niemen
getrengt werden, vnd uil minder von den die uosser eignossen sind vnd verbunden sind vns zesebirmen
vnd zehantbaben wider alle die so vns an süllicben vnsren frigbcitlcn hekrencken oder bekümbren
Pag. 41.) wellend, den von andren lütten etc.
Item die sibent sacb söltind wir dann bi dem artickel beliben als er an im selber ist, so werend
wir von der manuiig. die wir vnsren eignossen gethao band, nämlich von lulzcrn vre von vnderwalden
ob vnd nid dem kern wald. vnd von zug, dnrinnc gar eigenlich begriffen ist dz wir si gemant babinl
jr enden, dz sy vns schirmend vnd hanthabint vor den von swilz dz wir bin vnsser stat recht frigbeitt
chafti vnd aller gültcr gewonheit beliben mugint, als den die selb manung gar ordenlicben vnd gruntlich
uff den geswornen huiilbrieff gesetz ist, nun habend wir djn manung getan vor der berednüsse. sind
oucb dauon noeb nie gestanden in kein weg, vnd band ouch nüt willen dauon zestan, besunder daruff
kreftlich vnd vcstenklich zebeliben wonn um die berednüsse gantz wider die manung, vnd aber die
mannung vff den geschwornen bunlhrieff gesetz vnd euch die manung vorgangen ist , vor der
berednüsse darumm getrüwend wir vnssren lieben eignossen . sy hangind der manung nach , vnd oül
der berednüsse, vnd beschirmend vns nach der manung sag, dz vns kein getrang von jnnen beschäche,
nit dz si die sigind, die vns vnsser stat recht vnd frigheit abbreebint vnd sebwechint. wen sy anders
verstand wz vns daran gelegen ist etc.
Vnd vmm die opgeschribnen Sachen vnd oucb ander die wir wol darin ziceben mochtind so hoffend
vnd gelrüwend wir gentzlicb dz niemen beduncken soll , dz wir schuldig sigind somlicher berednissc
so also von der eignossen holten beschechen ist nach ze gand, nach dem vnd mencklich wol vcrslan
mag, wz vns daruff vnd darzu gelegen ist, aber darummb dz niemen gedencke dz wir darinn
deheinoen argen uff salz sucbinH, oder jemen wcllind trengen von dem sinnen, jn keinnen weg, sunder
gern wir bin dem vnssren belibend . als wir von alter bar komcn sind, so begerend wir nüt anders
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den dz man vns beliben lasse bin vnsser statt rech lang gewooheilt vnd altem bar komen, oucb nn
ersucht als wir je vno ic vom anfang der buoden komeo vnd beliben siod vntz bis bar, so gelrüwend
wir dz wir vns mit köuffen geo allen vnssren eignossen je nach gelcgeoheil der löuffen, so frünUicb
halten wellind, dz es vns voncrwissenlichen sige, nach dem als si sich dann ouch gen vns früntlicb
vod gütlich erzöugent, denn wer vns vnder der cignoschanft früntzschanfl vnd liebe erzöugt. dem
weilend wir des glichen hin (Pag. 41.} wider vmm ouch liin für vud nüt hinder, doch mit für vod
vssgenommen wortten dz wir darinne gantz vnuerdingl vnd vnuerbunden sigend gegen mencklichem,
denn wir habend nie niemen in der eiguoschafl deheiunen kouff abgesetz, won von rechter redlicher
sach wegen, als sieb dz denn ie hiesch nach gelegenbeil der sacb. wie wol wir vnser stat frigheil
bruebeo mugend, vnsser gemeind zenutz, vnd niemen auders, wir weitend ouch hüt bj tag mit
mütwilleu vnd gefärd, jeinen vngern dehein koulT abscblachcu an redlich vrsach vnd sunderbar dennen
die zu vns verbunden sind, vnd vns frünlzschaffl vnd gülz erzöugcnd, es wer den dz es vm vns gar
gröblich verdiennet wurd. als ietz zü disscr zitt, besebächen ist von den von swilz vnd den jren, vnd
damit sig vnsser der von Zürich antwort beslossen uff die fier artickel nach dem allerkürzesten etc.
Der erst artickel in dem notcl begriffen ab die von Zürich zu denn von switz
klagt band.
(Vorstellung. Berathung in einem Zimmer, im Vorgemach Stadtkneckte von Zürich oder Luzern,
bei einem Feuer, in beiden Exemplaren.)
So dem nach der von switz anspreebung band wir die von Zürich etlwen mengen arligel vnd
stuck wider die von swilz ouch fürbracht , dero ein teil hie nach geschriben stand, dz erst wie dz die
selben von swilz cinnen nüwcn zol babinl vff gcselz dar durch sv vnd die jren , über alt herkomen
getrengl werdint, den selben zol die von switz gen etlichen andren lütten babind abgelassen begerend
wir von Zürich vns ouch da mit vnbekümbret zelassen, dz stuck (Pag. 43.) babent die von switz also
veranlwortt, dz war sig dz in jren landen an etlichen enden, gar vnbbig weg sigiod gwessen die
näcb fröiudon vnd lanllütleu gelegenheit, noturflig werend zebesren, babinl ouch darumm, an sölieben
eoden einnen zoll von gnaden wegen vnssers aller gnädigoslcn herren des römschen keissers da zeroal
küngs vffgcsctzl, gelrüwcnd dz ouch mit recht wol lün mögen, darztt habent die von Zürich oucb
zoll des gelich uff gesetzt nämlich den si zc etlichen jn ir statt uffnemend, den habent si vm beswert,
vnd neraenl den selben zoll vff dem land uff. dar durch si vnd die jren ouch getrengt werdint vff
diss stuck so bat sich ein rat von bern vnd der eignossen hotten cintrechlig vnderret, also hat
dewedcrleil einnen nüwen zoll vff gesetzt, oder besebwerung getban . anders den si bedersil jn die
bünt band bracht dz sollend si gegen ein andren abtun etc.
Item der von zürich red uff den ersten artickel jro klag etc.
Item dz stuck sprechend wir die von Zürich also dz wir gefrigt von römschen keisren vnd
küngen dz niemen die heinnen nüwenzol uff si noch die jren setzen solle , da wider aber die von
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swilz getan babint, als si selber bekennent ja jr red, dz si den zol uüwlich uff gesetzt, vnd andren
lütten onn tos abgelassen, darummb getrüwcnt wir von Zürich, der selb jr zoll solle gantz ab sin
von er wider vnsser frigheit ist, die wir doch for der von switz fryheill vmm den zoll gebept band,
dar zü getrüwend wir nüt, dz si deheinnen nüwen zoll oder anders, dz vor in vnsser statt nie
gewessen sig off si gesetzt babint. vindet es sich aber mit warheil, wz denn dar vmm billich ist den
weilen wir ooeb getrülich nachgan etc.
Das ander stuck in der von Zürich klag wider die von switz etc.
Item dz ander stock klagend wir die von Zürich wie dz die von swilz die herschafl vtznang
habint verpfeot über dz wir gut recht zü der berlichkeit meinneot zehaben, sprechend die von switz
dz die heren den die eignoschafl zü gehört jnnen die herschafl habint versetzt, also getrüwend onch
si da by zebelibend, darnff hat man sich aber vnderret, silleninal vnd vortnalieo durch from wisselüti.
darnmm ist gesprochen da bi lasset man oueb das beslan, were aber dz. das die von Zürich, die
opgenantten von swilz, nüt wöliind klegl überbeben, mögeod si die selben von switz furnemen an
den enden da das billich ist etc.
Pag. 44.). Item der von Zürich antwort uff dz ander stuck in dem nottel begriffen so
si wider die von switz hant getan etc.
Item daruff ist der von Zürich anlworll. dz jnnen nüt wüssend sig dz jeman vi» die berschanCl
vtznacb je gesprochen hab, dz si beriir. won si sind vm die herlikcitl vff niemen körnen werder zü
der mine, noch jm rechten, wol ist ein spruch beschechen von der eignossen botlen vm dz lantreebt.
dz si zeswilz an sieb genomen band, vnd ist darin die herlikeit mit bedingten worlten vss gesetzt,
nun ist der von swilz bolzschanft da zemal zemeigenfeld gesin, dz vns vtznacb vergäbet ward von
frow eisbetten vou togenburg die dz eigenlich vernamend darnach habend wir jnnen dz durch vnsser
botlen kunt getan jn jren rat gen switz, vnd über dz sy si zelantlüten darnach erst genomen band
so haben! si sich daran nüt lassen benügen, sunder die herschaft verpfent , von dennen die sich erben
nement dess von togenburg, vnd sich doch mit recht noch nie erfunden hat, dz si erben sigind oder
sin süllind, denn so uil als si die bersebaft köfft band, vor der vorgcnanltcn frow eisbellen von
toggenbnrg die vns aber vtznacb vor geben hat als wir dz in dem andren arlickel vff der von switz
klag dauor geselz band, darzu ist den von switz noch hül bin tag wol zewüssen, dz die sach im
rechte hanget vor vnsrem allergnadigosten herrn dem römschen küng als vm dess von togenburg
erb, der jnnen ouch nie den ein mal gebotten bat. sömlich erb vnd gut nüt nächer ze innen ze
ziechen wie wol si dz verachtet band, vnd vm söllichs so getrüwend wir noch hüt bin tag si söllint
zu der pfandschaft kein recht han, sünder da von gantz slan sidmallen vns die bersebaft vormallen
verganbet wz vnlz zu «der zitt, dz sich 6nde, wer recht darzu habe, wem denn die berlikeit von
rechtt wegen zü gehört oder mit recht zugesprochen wirt, der geniesse dess so mer dz zimlicb vnd
billich sige. dar wider wir nie gewessen sind, vnd noch vngern sin weltinl.
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Wie die von Zürich aber zu den von switz klagend etc.
Item so denn fridrichs von bunwil lallen wegen , der von zärich burger klagend sich die von
züricb dz die von switz sin lüt die in sinnen kleinen vnd obren gerieb len der von zürich sind gesessen,
habint ze lanllüllen genomen, getrüwend dz sy die von banden sollend lassen, darwider die von switz
sprechend dz jnnen vmm die sach cigenlich nüt zewüssen sig . sie wellend (Pag. 45.) sich gern darumm
erfaren vnd wie si dz erGndint wellint sj gern antwortlen, vff ds sluckl ist ouch geratlen. wz lullen
in dess von bünwill nidren vnd aber in der von züricb obren vnd hoeben gerichlen sind gesässen
die dem von togenbnrg in eigensebanrt nüt zügehörend vnd doch der von switz lanllüt worden sind,
die sölend si ledig lassen, welche aber des von toggenburg eigen werend vnd oueb ze swilz lanllüt
sind worden, die mögend ouch den von schwitz also beliben.
Der von zürich antwort uff dz drit stuck.
Item daran" reden! die von zürich wie darumb gesprochen isl daby lassend si es beliben, vm
so uil mer, dz si getrüwend wer in fridrichs von hinwil kleinnen vnd in irren bochen geriebten sitze
der dess von logenburg eigen gwessen vnd der von switz lanlman sig worden, der söle noch den
sweren den bochen vnd kleinnen geriebten gehorsam ze sind nach dem vnd die gcricht sind barkomen.
die wille vnd er da jnne silz. also dz es in der von swilz lantrechl nil schirmen solle.
Item dz letz stuck in dem nolel begriffen in der von zürich klag etc.
Item zülctzl band dio von züricb erouffuel, wie dz einnem knecht der jnnen zugehört etwes
Loras in der mareb sige abgeschoben vnd hin gefürl vneruolget des rechten sunder darummb dz nüt
da selbs gesessen sig, daruff sprechend die von swilz dz si der sach oneb nüt mcrcklich sigen vnderwist
vnd habint oueb uormallcn da uon nütz vernomen, wellend das ouch an die jren bringen, da hant sich
aber die holten vnd ein ratt von bern vnder ret, erfint es sich das dem knecht sin körn ist geschnitten
vnd bingefürl dz man denn dem selben knecht sin korn wider keren stille, vnd bin dem sinnen es
sige erbgüt oder handlechen lassen beliben etc.
Item uff dz stock antwurlent die von zürich ist dz den jren bekerung beschickt jn dermasse als
si dz in jr klag gesclz band, so wel si wol benügen, vnd wend dz lassen uallcn durch der eignossen
vnd durch des besten willen, wie wol der freffel bilücb gestraft wurd der an den jren gangen isl,
besebäche dem knecht nüt bekerung so wellend si jr recht darummb vor jnnen haben vnd dem
weschel nach gan den der von switz lüt.
(Pag. 46.) Die besliessung des nottels.
Ilcm vnd sollend bett teil vm ire vor gemcllen stöss gericht vnd ver schlicht vnd ein ander gut
fründ heissen vnd sin an alle böss geuerd, wir die optgenanllen holten alle gemeinlich band ouch in
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namen als da uor die bcnemplen von lulzern vnsser gälten fründ vnd lieben eignossen er bellen ob
die weder leil oder bed teil disser ricblong eins bermiltin brieffs begertte von wort ze wort als disser
nottel geschriben stal , dz si im den ouch von vnsser beren vnd obren jr selbs vnd vnsser wegen
besiglet geben sollend, disser nottel zwen glich geben sint zu lulzern am friltag vor sant lucyen lag
nacb crisli geburl da man zali vierizechen hundert vnd in dem aebl vnd drissigosten jare etc.
Der von Zürich red uff dz end des nottels.
Item daruff redend die von Zürich, dz si der von switz gut fründ allwegen gern werend gwessen
vnd noch hüll bi lag möchlind wir ie von jnnen vnfrüntzsebaft überhept worden sin den si habint
nie begert won bin dem jren zebeliben, dz mocht jnnen von den von switz nie verlangen, sunder
habend si sieb geflissen si da von zclreogen wider allen glinpf als si bedunckl, vnd noch hült bj lag
gern tallind , aber ufT dz als sich der eignossen holten bekent habend die von latzern zc bitten den
notlel zebesiglen, ob jemen des noleb oder der berednüsse brieff begertle, daruff so habend wir von
vnssrem grossen rall, mit der eignossen holten gemeinlich geretl, vnd si gebellen, dz si sömlicher
berednüsse kein brieff gebinl. weder den von switz noch vnss ouch besunder mil vnsser eignossen
botten von lutzern geretl, dz si mil dem schullhessen vnd rätt daselbs redint, vnd si bitlind von
vnsser wegen, dz si söllicher berednüsse kein brieff besigliod noch gebend weder den von switz noch
unss. vntz dz wir vns fdrer darummb vnder redint. vnd sprechend noch hüt bin tag also dz vns der
anlang, das mittel, vnd dz end.'dess notlels vnzimlich vnd vnbillieb bedunckl, vnd getrüwend nnt dz
jemen in der well , debein brieff über vns zebesiglen bab , vnd kein sacb , der wir jm nüt gelrüwel
band, weder mine noch rechts, vnd ob jemmen solliche brieff siglote wider vnsser willen, dz die
kein kraft im rechten haben noch bestan. vnd vnss kein schaden noch gebresten bringen söllint noch
mugiut jn dehein weg etc.
(Pag. 47.) Hera als wir nun uff alle arlickel in dem nottel begriffen geretl band wir babint uff
die von switz gcklegt oder si uff vns nacb dem als vns bedunckl, dz es gar ein gross notturffl sige
vnsser gemeinen stal, so mocht jemen reden vnd sprechen wz vnss in dem nottel eben werre, dz
giengint wir jn vnd wz unsscr füg nüt were, dem wellind wir nüt nach gan . sunder das mit wortlcn
c;los<eren vnd ver aol worden, als es vnss äben kerne etc.
Item so sprechend wir von Zürich also wir babint änderst nie begerll vnd noch hült bi tag denn
bin vnsser statt frigheil vnd chafli zebliben als wir von alter bar redlich komeu sind vnsser stal
Sachen «besetzen vnd ze entsetzet nach vnsser gemeind notturffl, daran werden! wir gesumpt, vnd
geirt vnbilich als vnss bedunckl, die von switz band jr lanlrechl gehalten jr lant besetzt als jnnen
dz fügt, dar jnn wir jnnen nülzit redend weder vil poch wenig etc. Aber dz mag vnss von jnn nüt
gelangen, sy besatzend gern vnsser stat ouch vnd süchtend darinne jren fortel vnd vnssren grossen
schaden , dz vnss ye vnbillich isl , wz sieb aber zü frünlzschanfl vnd liebe züchl . dar durch alle
finlschanft, ab komen mocht, bettend wir vns alle zit gütlich vinden lassen, doch vnsser slat frigbeit
vud barkommen dar inn ganlz vorbehalten, vnd nüt dz wir jemen gebunden werind zü Sachen die
vnss zü zillen übel komen möchtend, aber darumm dz niemen sprach wir sücbtind in dem nolel
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vorteil so bestund die gesebrift vnd geniess jr eiowederteil vnd engeile jr ooch oül , so bal>«nt wir
ouch tos zweig die träffenlichostcn stuck, recht gebetten deo top switz, da von tretteod wir nüt,
wie wir jnnen dz zu geschriben band, dem gangend wir völlenklich nach, also dz ess irbalb ouch da
by bestand vnd fiirer von jnnen vnd andren lütten nüt gelrcngl werdint etc.
Item so sind diss die arlickel so die too Zürich zü den von switz geklagt band, die da jm Dottel
nüt begriffen sind etc.
(Pag. 48.) Item wie wol wir von Zürich ze bern vff dem früntlichen tag von den von switz
klagt haud, als von dess gaslels wegen so ist doch sölich jr klag in dem notel nüt begriffen, als aber
si die gesetz band, warumm dz beschachen sig, mugend wir nüt wüssen, doch so bedunckl tuss
oottnrff sin, dz wir dieselben vnsscr klag rürind jn der mass als die an jr selber ist vnd sprechend
also, nachdem vod wir die erbren lütt jn sangansscr land zeburgor namend, dar vmm wir mit der
hersebanft von österrich jn cinnen lötlichen krieg komen sind als die an vnss vnd den vnssren frid
brechend , vernamend wir darnach , die willc wir nocblcn jn söllichen kriegen slündent wie dz die
von switz vor jnnen haltend die herlikeit dess gastclss ze verpfenden, von der herschanft österich.
rillend ouch darurainb, vss vnd ju elwen dickt dz nam vnss frömd vnd vnbillich vnd besebribend
darumm gemeim oignossen ein tag gan Inlzcrn in die stal die ouch dahin kamend also bcfalchend wir
vnssren holten jnen sollichcs zü klagen gelrülieb vnd ernschlich. dess ersten dz si sümlich heiinlikeitt
mit der hersebanft von oslrich haltend die wil wir jn sömlichen töllicben kriegen mit jnn slündent.
dz doch vor zitten ein vngehörll sach were gesin in der eignosscbaufl . darzü so ver nemcnl wir wie dz
si das gaslel verpfenden welllind zü dem dz si die lül zü lanllülleu genomen heilind, das vns vnbillich
hell, ob dz also jn jm selber werrc, begerend also an die holten, mit den von switz zereden vnd
zeschaffen dz ?i der berscbafl land uüt näcber zu jnn ziechen wetliud juu kein weg , die wille wir in
sömlichen töllicben kriegen mit jro standint. darzü bettend wir elwz rechlz zü dem gaslel, als wir
getrüwtind von lossung wegen, dasei bs vns ouch vor, vnd uss behept were. in dem sprueb. den
gemeinaer eignossen holten gelban bellind, also vnderreltend sieb die selben holten, so vff dem tag
warend mit uollem gewalt. wie das man mit vnss reden sölt vnd oueb mit den von switz vff sömlich
meinung dz wir ein friden Pag. 49.) vff namind mit der hersebanft von österich, als wir den finden
mochlind. oder aber der reihten eins so vnss geholten werind oder dz wir recht bullind die man
von vnss uff neme dz were der eignossen ganlze meinung etc.
Item so soll man mit den von switz ouch reden uff sollicb meinung dz si der herschaft von
Ostrich lanl, nüt näcber zü junen zücben sölliut denn vnlz bar, die wille wir in sömlichen lötlichen
kriegen mit jro slüodint. were aber dz si ülzil erworben helind oder fürbass er wurbint von söllicber
land wegen, die wille der krieg werly, dz soll nülzil ouch genizlich lod hin vnd ab sin vnd uff
sölich meinung der holten ward uff der von lulzern vnsscr lieben eignossen rätzbücb eigenlich
geschriben, vnd nam ouch yocklichcr boll derselben geschrift cinnen geliehen zedel vff die selben
wir dz zicchend wie die denn an jr selber ist, minder oder mer, rillend dar nach gan switz für ein ganlze
genjeind rettend sollich meinung mit jnnen, vnd kamend bar in vnsser stat, vnd reitend mit vns als
dz verlanssen was. wir warend die, die da der eipossen holten meinung gnüg tätend, vnd namend
ein frid uff. we wol vnss ein anderen frid zü banden gaogen wer. der vns ähner gewessen wer. aber
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die von switz werend der meinung in keio weg gehorsam , sonder verpfautent si die herlikeil dess
gaslels, nach der bekanlnüsse vnd liessend sieb daran nüt benügeo sunderlicb zü mereretn uffreitzen
vnd vnfrüntzscbanfl, zwuschend jnnen vnd vns da liessend sy jnnen wallislat dz stetly jn den pfanlbrieff
Selzen, wiewoi jnnen eigenlich zewüssen wz, dz si uor zu vnss geschworen haltend vnd zü vnss
gehorlend , als vnsser burger , die si oach noch sind , da wir nun dz vernamend da berüflend wir
aber gemeiner eignossen holten gan lutzern zesamen vnd klaglend jnnen das getrulieb vnd ernschlicb,
begerlend also an sv, dz si die von switz darzü hallen wellend, dz si jro bekanlnüsse nach giengind,
nach dem vnd die uff der slat buch zu iutzern gesebriben slünd dz möcbl jnnen nüt gelangen dz
vnss da zü mal vnbillich nam vnd noch büt bin tag nimpl, wie wol wir dz ietz uff dem tag zü bern
uff sömlicb meinung (Pag. 50.) ernschlicb vnd getrulieb geklagt hand, so ist doch dess slucks vergessen,
dz vnss darumm kein anlworl worden ist. dz vns elwz frömd vnd vnbillich hat etc. den in künftigen
zitten gross spen vnd jrungen dauon uff slan vnd komen möchtind also begerend wir noch hüt bitag
ernschlicb vnd gelrülich dz die eignossen mit deu von swilz sebanffen wellin d das si der bekantnüss
als die uff der slat blieb zu lulzern gesebriben stall nach gangind vnd gnüg tügind vmb dass stuck,
so benügt vnss wol, vod getrüwend ouch dz sömlicbs billich vnd recht sige etc.
Item die andren artickel so die von zürieh zü den von switz klagt hand.
Item so sind diss die artickel so die von Zürich zü den von switz klagt band zü bern vff dem
gütlich lag, da von nüuil gesebriben ist in dem nollel worumm dz besebechen sige dz wüssend si
gaolz nütz.
Der erst artickel etc.
Item dz erst stuck, als die in der march der von switz lanllüt versetz hand dz man vnss weder
slrouw noch höw noch buw vss der march zü füren nach gan lasset, dz vnss vnd dem gantzeo
zürichsee uibel kuropt, vnd wie wol wir nüt uil dar uss gemacht hand, so sebribend wir es darumb.
wonn die von switz allweg sprechend, si habint nie kein uff salz wider vnss noch die vnsren gelban,
dz sich aber nül findet, won der v ff salz, wie wol er nül gross ist. doch so lang gewertl ball dz wir
darin verstand jren glitten willen, doch den arlikel zü bescbliessen, so redenl wir nüt änderst den wer
sieb früntlich gegen vnss halt, gen dem wellend wir dz hin wider oueb Ihün für vnd nüt hinder etc.
Der ander artickel.
Item als der eignossen holten vnder den sachen grillen sind gütlikeil darin zesüchen ein frünllicben
bestand zc machen des wir jnnen zü güttem niemer ver gessen wellend, darüber hand vns die von
switz, vor den ganlzen gemeinden der eignoschafl ver klagt vnd dar jnnc weder der eignossen hotten
noch vnsser gesebonnet besunder so ist alle zit jr meinung vnss ze ucr vngclinpfend wo si mugeot
den si band über vnss gemanl, vnss ze wissend (Pag. 61.) den geschwornen brieffen gnüg zetbünd,
das nüt not wz noch ist, wonn den wir zü allen zitten gnüg getban band, vnd hin für gnüg Ibün
wellend nach aller nolurft. so fer vnd uil vnss die mit recht bindent etc.
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Der dritl artickel.
Item als wir von Zürich vor geschriben band die wille der eignossen bollcn vnder der sacb
geritten sind, dz si vns verklcgl band in Stetten vnd lendreo, also habenl si vns verklagt, gen unsrem
gnädigen herren dem römschen künig ab von des kouffs wegen, vnd elwz brieff darummb von sinnen
küncklichen gnaden erlangt, als si selber gichtig vnd vnlougbar zu bern gwessen sind vnd habend
wir vmm dz selb stuck recht gebotten, Tür sin kuncklich gnad, dz die von switz gar swer uff genomen.
vnd vns darummb verklegt hand gen vnsren eignossen. dz wir somliche recht gebotten band, aber
wir erschreckend ab jrem verklagen nütz, vnd sundor vor dem der jr vnd vnsser her ist. den wan
sin künglich gnad veroümpl vnsser recht hielten für jnn, so uer stal er vrol, wer sin gnad flucht oder
sücht. vnd wir begerend vnsser sacb Tür dz rieh ze zicchen, dannen si vnd wir gefrit sind etc.
Der Herd artickel der ouch niit in dem noltel begriffen ist.
Furer so habend wir geklcgl, das ollich von switz offenlicb vnucrhollen redent wir sigind meineid
vnd erloss, vnd hailind weder cid noch er brieff noch sigel, dz doch ein herltescbwcry red ist. über
from biderb lüt, als wir denn noch von gotz gnaden sind, die jr errc redlich vnd wol gehalten habind
vnd dz von haltcr her bracht hand, ds wirt vnss nüt benomen, wie wol billich were. dz suliche bosse
wort, wo die biderben lütten, als wir noch sind, vnd obgotvnl ewenklich sin wellend, zü gerel
gestranft wiirdint. dz zuge sich den langen weg zü früntzschanft, won dz aber nüt beschichl so
meinend wir doch dem fürcr nach zedencken. wie wir sömlichcr herllcr vnd schwerer red , die vnss
lip sei er vnd güt berürett abkommt, den wir vmm kein sach fürer dulden noch liden wellind, vnd
wer die sacb ganlz gerichl. vntzil an die worl. so raoehl doch die richtig nüt beslan kein wille e»
were denn söliebe wort ver mitten wurdint, darvmb hallend wir dz stuck gar gruntlich geklagt, vnd
dz ergers da von nüt vff erstund, so ist vnss vmm dz stuck ouch nüt uil geanlworti
Der fünfte artickel so die von Zürich zü den von switz klagt hand.
(Pag- 5*2.) So ist der fünfte artickel dz wir klagend ze den von switz wie vnss vnsser niarcb
verruckt ist zwusebend der herschaft pfäflikon vnd jrem land jn der mareb wol üerhnnder schrit vnd
wie wol wir das nie den einnest geklegt band der eignossen holten , so ist vnss doch darumm nut
uil geanlworlt der ouch sönilichs gethan hat geralten vnd geheissen ist darumm nüt gestranfl weder
vor noch ietz da bv vns beduncken müss dz man mülwillen mit vnss tripl vnd vnss gern dar zü brecht
dz wir etlwz anlicogcnd, dar durch der eignoschanft kumber möcbl utT er stan vnd je Iriiger vnd mer
wir vns lident je minder die sach sich besrel.
Der vj artickel der von Zürich ouch nüt jnn dem notel begriffen etc.
Also so klagend wir von Zürich vmm den kosten dar in die von switz vnss brachlend, mit dem
dz die jren im gastet, vns vnsser schiff nider leitend da vnsser slat panner jn sanggansser land lag.
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ubur dz vi» von Jonen versprochen ward, wir «öl lind nüt gesumpl werden, vnd wie sy vnsser am
stein voder windegg wartentend darumm wir ooch mit vnsser stat panner, gan pfäfnkoo Engend vnd
nun tag da lagen d mit einnem grossen folek vnd mit grossem costeo dz nüt nolurft wer gesio. bei
man vnss gehalten dz vom versprochen wz, vnd dz vns ooch kein antwort worden ist, wie wol dz
ein sömlkber grosser kost mü vnd arbeit vnss vnd vossren armen lütten gewessen der vns übel kumpt etc.
Item die beschliesuog des nottel und der von zürich letzste nachred.
Vnd so unser klag niemen zu hertzen gan wil noch gangen ist, so müssend wir doch sömlichs
sebriben vnd sagen vmm dz menckJich versUnd , die vnfrünlzschanfl die vnss die von switz vor und
nach lüod vnd gelhan hand, dar durch wir von tag ze lag gereitz werdenl me unfrüntzschanfl mit
jnnen zu haben, vnd si wellend nüt erwinden , si tribend ds je lenger je tner, vnd wie wol wir
gern vil glinpfs varentind dz ver fancht vnss gar nütz den dz doch zelelzst ein notorft ist . denn das
wir vns seibs darione zü slalen komend ob acht vnss niemen anders ab der sach helffrn wil. den
meinlint onch die von schwitz dz wir jnnen deheinnen Irang lallint (Pag. 53.) der nüt billicb were
so bettend wir innen recht geholten an dz end da sy die sach selber da bin gezogen vnd vnss an
demselben end verklagt hand , dem rechten wellend wir gern nach gan wie wir jnnen dz zugeschri-
ben habend ordenlich , vnd wir meinnent onch dz sy dar an ein gantz benügen sollind haben , vnd
vnss anders vnersücht lassen etc.
Actum sabbato post festum circumeisionis anno domini Miüixxxvüij coram comunilale.
Item da nun die holten disse opgeschribnen wort von den von zürich gar eigeolieb bortten,
wnrdent sy darvon etwz bclrüpt, und gewunend viJ Unwillens zu den von zürich, und dz
stnck dz die von zürich der sach nül zun eignossen komen wolt , weder io der minne noch zu recht,
davon vü wer ze schriben und ritten d also heim iellicher bot jn sin heiment gantz ungeschaffeu.
Item also wurden! tag geJeit für er nüt dester minder von eignossen den gan bern den gan
lulzern und verzoch sich die sach wol untz in dz xxxxij jar darumm ich nun nit fürer sebriben wil
von keinem lag so ist es onch nül me not ze schriben den jr beder partigen die ye einni zu der
andren klag hat all jr stöss lutler gehört , jm anlass brieff dessglicben yetz jm nottel davor ooch wie
die sind and wil nun fürer schriben wz gehandlet ist jm xxxxij jar.
Darnach demnach allem da macht unsser her der römsch küng ein nüwe büntnis mit
sin bruder albrech und den von zürich jm ougsten am xiij tag jm 42.
Item demnach und nun der nid und bass von tag ze tag gemert ward und die von zurieb be-
dach dz jr sach den eignossen nüt zu berlzen gan wolt nach dem als es si aber nüt unbilich be-
ducht bet , und dz alwegen si beducht dz die von schwitz me billF und rat hellend zu den eignossen
den sy . da verbundent si sieb mit der herschanft von Ostrich , mit der den si oueb vor jnn grossem
Unwillen gwessin wareod und machtend da also eyn nüwy vereinung und buntniss. und disse rieb-
lung macht nun küng fridrka , wan im gar leid wz der unwil zwuschend sim brüder (Pag. 54.)
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herlzog albrecht und einer sUt von zürich da nun dz die von switz vernameud dz die von Zürich
ein nüwe bünlnus mit der berschanft gemacht haltend die den so kurtzlich in so grossem merck-
lichcn Unwillen stundent und durch sy verriebt wurden! , da rillend die von switz aber oss in alle
ort io stet und lender und klagtend aber über die von zürich vor allen gemeinden wie si den for-
males oueb gethan hatten, und seitlend jnn wie die von zürich jetz nächst betlind ein nüwe verei-
nung und bünlnus gemacht mit der herschanfl von österieb wider das uod über dz , so den die ge-
schwornen buntbrieff die si gegen einandren bettend nüt wissint weder vil noch wenig dz sy sinnlich
nüw bünlnus und vereinung hinder jnn bettend zu machen darum die von zürich die werend die
in dissem stuck eid er brieff und sigel übersäcben habint und begerend also an die eignossen ratt
uod hilff.
Hie verklagent die von switz die von zürich vor allen gemeind stet und lendren etc.
( Vorstellung einer Versammlung zu Solothurn , zu ttelcker die Hotten von Switz kommen,
die ein Weibel in das Zimmer führt; in beiden Exemplaren.)
Item da nun disse sach die eignossen vernamend da gewunnent sy gar ein grossen Unwillen drab
und versachend sich nun wol dz diss die von Zürich nüt ummsust getan hellend und leitend vil tagen
den gan einssidlen den gan lutzern den gan begenrietl und rattscblagend mit ein andren wie (P. 55.}
sy sich in den Sachen weitend ballen und diss wert nun so lang biss zu herpst dz die von zürich
nutz umm disse lag wusstend und jn ooch nüt verkünt ward.
Wie der römsch küng gan zürich kam und wz da war gehandlet.
(Vorstellung des Einritts, in beiden Exemplaren.)
Ann« domini 14*2 uff meniach nach des beigen crülztag da kam der römsch küng fridrich von
«strich jetz zumal keisser in die stat gan Zürich und wolt gan rom um krönung willen und kamend
aller eignossen holten oneb dabin und sust gar vil folek die den jrc lochen empfangend nun be-
gerttend der eignossen hotten auch an küng dz er jnn jr lechen und frigheit ouch liehen und be-
stellen sölt und ballen den küng gar flisslicb darum der küng wz nun der der jr ganlz kein acht nüt
hat und gieng gar lang zu mit vil arbot eb sy ütz am küng möchlind erlangen etliche holten die
müstend also beim rillen ungescha&Vt jrcr sach. und besunder veraebl man die von swilz berlich vast
und wen unsser her der küng umm reit spatzieren jnn der slat so rillend die erbren burger mit jm. dz
er eltwen mit secblbundert pferden umm reid , wo den die von switz slündend . da schonnel niement
jr . dz sy dick in die gaden oder in die näbentgasse fluchen müstend (Pag. 56.) dz si nun gar übel
verdros« und ofl'enlicben rettend bolz wunden wen hand wir disser junkerlin gnug. es muss ein an-
deres bie werden denn es ist . und vil unnützer worl wurdent geret davon vil zu schriben wer und
doch nüt not ist zu melden. Da nun der küng voo zürich zog wider heim und die romfart nüt
verfurt ward den er elllicher sinner gesehenen halb gewentl ward da manllend die eignossen die von
Zürich zum rechten gan einssidlen von anrüffens wegen der von swilz und glariss umm die «pro-
nanten sluckt die denn im anlass brieff dessglicb jm ooltel begriffen sind etc.
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Wie die eignossen den von Zürich brieff schicktend und sy zu dem rechten gen
eissidlen mantend nach der bünden sag.
(Der Botte von Luxen überbringt den lärchern den Mahnungsbrief. An beiden Orten.)
Ilem nun isi zu wässen dz gemein eignossen min berren von Zürich am aller ineisten leill zum
rechten mantend um dz stuckt dz sy die vercinigum haltend gemacht, mit bertzog albrecht von Ostrich
und aber dz nüt ze tbun bettend nach der bünlbrieflen sag. Darwider die von Zürich meinnent nüt
schuldig sin gan einsiddlen zum rechten ze kommen umm die slöss die denn die von swilz und gia-
riss mit jnn ballend und meintlend dz es die buntbrieff nüt wissind gantz in keinem weg weder vil
noch wennig die wil aber die von switz und glariss die werind die si so treffenlich verklagt bellend
vor unssrem aller (Pag. 57.) gnädigosten heren dem römschen küng, so bettend sy jnn vor dick recht
geholten vor sin küncklich gnad , da den die sach billich hin gehört . so werend die von swilz und
glariss die gewesen die demselben nie nach kommen wellind besunder dzselb recht veraebt hettind
und dicwil die dickt benemplen von swilz und glaris, die werind die veraebter werend des beigen
römschen richs und jnn dz jren entwert hettind mit jrera eignen gwalt nüt nun jn eim stuck sunder
jn mengem wenn nach jnball jm anlassbricfls dessglich jm noltel oueb begriffen und fürer dz si jnn
noch al lag lägllichen zufügtend unverdient , dz wir doch nüt fürer liden noch dulden mögend darumm
wir ücb manenl wider die von switz und glaris nach jnhalt der gesebworneo buntbrieff zu züchen
biss dz sy unss zum rechten gnug tbünd , dabin und da es den billich ist und von recht dar geschi-
ben wirt.
Ilem um dz stuck so jr uns jn üwerer manung gemant band als von der vereinung und büntnus
so wir mit dem boebgebornen berren hertzog albrecht von Ostrich gemacht band lassend wir üch
also wüssen dz wir nit meinent schuldig sin somlicher manung nachzegand , nach usswisung der ge-
schwornen buntbrieffen den die wissend , dz wir uns wol mit berren and stellen verbinden mügind ,
von mencklicbcm ungesumpt und ungejrrt, und hoffend wol so jr die brieff der bünd. und sonder-
lich dissco arlickel . cigcnlichcn list , uwer wisbeit merck und verstand wol. dz wir billicben der
manung von ücb fürbass hin gar billichen erlassen sollend sin. und von üch fürer nüt ersucht noch
bekümbret jn keinnen weg.
Uf wen man dz rot krütz an sich nara Zürich.
Item desselben jars dar der römscb küng zu herpst Zürich gewessen wz, da nam man Zürich
den adlcr und dz roll krütz an sich zwischend wiennach und fasnach im xxxxiij jar.
In dem jar ward gar ein guttcr win, nampt man dess küngs win ']
(Pag. 58.) Ilem und als man nun Zürich dz roll krütz an sich genomen hell, da ward gar ein
gross murmlen uoder allen eignossen und bondenl all ein gross umfallen han an den von zürieb und
I) Dlau NMbricat itl »ob dem Verftuter fplter beigeMltt und ffefc.lt in d«r Copie.
de sy nüt io.ro rechten gaa einssidlen wollend kommen , und »achtend doch ja mengen weg ob sy
die spen and slöss mit vil früntlicben tagen die sach za früntschanfl möchtind bringen, es ward aber
als ummsust gearbet , und tagend die von Zürich and die too swilz alltag wider einanderen jm Feld.
Item und also mannend die von Zürich die eignossen Uber die von switz dessglichen teilend die
von switz aueb die eignossen über die von zürich die wil sy die werind die dem rechten gern nacb-
gan wellend nach der bQnden sag gan eiossidlen.
'•
i
Wie die von zürich usszugend gan bar jn boden und branttent denn von zug
bligestorff etc.
(Verbrennung und Plünderung de$ Dorfe*, in beiden Werken.)
Item djses gestand nun antz off sant nrben abint da zagend die von zürich gan bar jn boden
mit sechs tussig mannen und zngend darnach durch bligistorft* dz branttend sy and zagend demnach
off das albiss zur buchen und scbicklend zu den uff die letzte iijc man zu halft* etc. Nun ist zu wis-
sen dz die von Zürich dz dorff bligistorff nüt breot betlind , da namend der von zug etlich muotwil-
lig gesellen der von zürich lütlcn ij oschen (2 Ochsen) jm frigenampt glich am abint naschst darvor
dz macht die ursacb.
(Pag. 59.) Item und als nun die sach niemen kond noch mocht richten und dz kurtz die von
Zürich zum rechten wollend kommen werder durch bit noch durch tröwen willen and je meintend
als vor an mengem end wol verstanden hast , dz si dess nüt schuldig werind zu ihun nach der bunl-
brieff sag, da leiltend die von Zürich iij" man die warend all ab dem zürichsee uff die lelze an dz
hirssel wider die von switz and andere jre figint und also zagend sy uss am xiiij lag meigen wie
vorslat mit vj tussind mannen uff die voo zug da nun die von zürich zu bar lagendet da zugend die
von zug ouch uss also ein tcill der wolt zu den von zürich der ander teil zu den von swilz der tril
teil wolt zu der sach noch gütlichen lassen reden und darzwüseben retten und jn der mass zagend
■t uss wo sieb die von zürich begeben bellend zum rechten gan eiossidlen ze kommen so wellend
sy mit üb und gut zu den von Zürich züchen and setzen.
Item die von ury zugend ouch uss in der form und mass wie die von zug als oplstalt und lal-
lend aber die von Zürich flislichen bellen dz sy der manung und dem rechten nach gan wellind den
lattend sy dz so sollend sy wüssen dz sy zu jn jr lib und gut trülich wellend setzen, and von stund
an so weitend sy brennen im land switz brennen und wüsten den sy liessend sy wüssen dz die voo
switi wie wol sy die werend die den jnn recht bullend ouch nül nach giengint und minder den sy,
also halff es aber alles nütz wie trülich man jn die sach man sich legt
Item da nun der von zürich zug lag jm boden zu bar wie den vorslat da zugend die von zog ouch uss
under die Sachen gütlichen zu reden , da wichend die von zürich und zugen durch bligistorff und
branttend dz den von zag dz nun die von zug gar frömd nam und ein grosser unwil ander jnnen
ward . und Gelend zu den von swilz und wurden zum teil ouch secher.
(Pag. 60.) Item da nun dz die von switz vernamend da scbicklend sy jr eignen botlen zu den
voo ury und zu andren eignossen, da non der von ary fenrich haupimau jm feld vemam wie es
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ein gestalt belt und der antass wz bescbechen da s lackt er na panner io de ertlich and sprach sid
je die von Zürich null den rechten nach gan wend so lass mich got den lag nie mer glebcn dz ich dz
panner jemer wider die trag die den rechts begerend and den ungehorsamen zn hilft*, und vroll
damit nutt witter ziehen.
Wie die von ury zu ratl giengent und ein mer gemacht haltend etc.
(Berathung det Kriegtvolkt von Vty und Äbtendung ihrt$ Abtagbriefs.)
Item der hauptmann und fenrich warcod jn dissen Sachen gantz betrupt und bcsamlcntend alles
volck von urj und ieiltcnd jn die sacben für da ward gralteu dz man noch hüt bin tag «ölt nät
witter absagung tbun den (von zortcb) sy aber früntlichen bellen dz sy der manung nach der
bänden sag nachgan sölliod und all ansprach und tittend sy dz nül, so sollend sy wussen dz sy jr
er also bewart haben welünd und dz ward also dz mer under den von ury.
(P«g. 61.) Die absagung merk hienach.
Ilera und dz man käm uff die sach da tatlend gemein eignossen ein einhellig absagung va$t uff
die form als denn die von ury jr absagung gethan band und stat der mertteil tattem (Oalam) uff
urbanne oder sim abint und also Ii eilend all eignossen zu den von switz wider die von zürkb wie
wol jnnen gar vil zugeseil wz von etlichen orlten.
Item wie man die letze am hirsel besatz etc.
Item und abo zugend die von Zürich uff dz albiss zur buchen und sebiektend nje man an die
letze wie den vorgeschoben stat damit nun vjc man an der letze tagend da underrettend sich die
eignossen wie sy die sach wellend angriffen ob sy die uff dem albiss oder die an der letze weitend
angriffen ein teil woll die uff dem albiss der ander die uff der letze doch nach langem so wurden!
sy zu rat dz sy an die letze wollend züchen den sy der schad der den von bligeslorff wz besehächen
gar übel verdross und fürer kein orlt nünlz gulz zu der von zürich sacben wollend reden jn kein
weg den anlein die von ury und also ward dz mer ander jnn dz sy zu denn uff der letze züchen
welünd und die uff dem albiss in ruw lassen hüben , also zugend sy mit gantzer macht zu den uff
die letzy an sant urbanes tag jra 43 jar.
Item wie die fronten löt schicktend zu den uff dz albiss umm hilff und jnn zu
wüssen tattend dz die eignosse sy wollend angriffen.
Item da nun die fromen biderben hat die den uff der letze lagen verneinend dz die eignossen
mit macht kamend , da schicktend sy zu den für buchen uff dz albiss dz s> jnn zu bülff kernend aber
es kam niemand wie wol sy ein holten über den andren zn jnn schicktend abo achickteod sy doch
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ja kein hilff und sagend gan lürich und liessend die fronten lült zu grund gan und wo sy nül so
lästerlich geflocben werind und den uff der lelze zu hilft" komen so bettend sy den eignossen ein
somlicben schaden getan dz sy jn langer zit niemer überkomen bettend.
Pag. 62.) Wie die von Zürich dz hirssel die letze verlurend uff sant urbanstag 43.
und iijc mann verlurend und die eignossen ob viiijc mannen.
(Schlacht am Hirztl.
Alsso zugcnd die eignossen als vor gesagt ist zu den fronten lütten an dz hirssel und fachtend
vast lang dz si die letzt nie mocbtend überkomen und gewunocn und verlurend ouch gar vil gutter
lullen die den von ury und ntidcrwaldeo von lulzern (Pag. 63.) und von allen orllen warend . nnd
eben dick meinltend sy mostend vom stürm ganlz lassen und schruwend mord yenter mc inord , dz
wir nül die lütt mit denn wissen anllitten hand angriffen uff dem albiss . wz wollend wir ye an disse
fromme lütt, also schicklend die von Zürich ein holten über den androu zu den die denn uff dem
albiss zur buchen lagend um hilff dz sy kamend so wellend sy mit der hilff gotz dein krieg ein
end machen vnd deo eignossen ein sötulichcn schaden tbun den sy zu ewigen zillen niemerl mcr
möcbtiod überkomen, wie den da vorstat aber s\ wurden! gar verlassen . die will sy nun also streng
und hertt strittend da brachenl die von entlibuch besitz an der letze über jnn . denn die letze nül
nach nollurft besetz wz . und vil lullen brasl , denn si fast wilt was . vnd griffend die von Zürich
hinnen vnd fönten vnd an allen sitlen *n . und lallend jn gar ein grossen schaden , da nun die von
zürieb vnd am züriebsew sacbend dz sy von menckliebem verlassen warend, vnd kein trosl von niemen
me hallend . vnd der zulouff gencklich der eignossen wz , da nament die von Zürich die flucht vnd
verlurend an der letze und an der flucht, ob iijc mannen eb sy in die slal gan Zürich kamend uff
jren sitlen item so verlurend der eignossen ob viiijc manen eb sy die letze möcbleud gewünnen ,
also lagend die eignossen bin drig lagen vnd warend gar übel erschrocken den sy gar betrübt vnd
bekümret warend vmm die jrren . also floeb yeder man gan Zürich mit Hb vnd gut! vnd wz man ge-
flöchnen mocht demselben nach brantend die eignossen am dritten lag nach der verlurst der lelze .
borgen, lalwil, und kilebberg vnd wz an derselben silten wz etc. vnd zugeod da wider heim.
Wie die von Zürich ein mcr machtend uff dem feld bin kilchberg ob sy den an der
letze ze hilff komen weitend oder nüt etc.
,Pag. 64.) Als den vorgesagt ist wie die zur buechen uff dem albis gelegen warend, da die
vernamend dz die eignossen die frommen lütt an der lelze haltend angriffen . da zugend sy mit der
slall panner von Zürich unlz gan kilebberg uff dz feld da besamlet der bauptman alles volck vnd
radschlaget mit jnn ob sy noch den an der lelze ze hilff kommen wellend oder nüt da riet ein teil
ja man soll jnn ze hilff kommen , der ander teil riet man soll heim in die «tat zücben . da riet der
raargraoff von niederbadeu man soll nun heim züchen denn es nun lallent me zu spat vnd versumpt
wer , vnd aiao macht man dz mer vnd sündret man die rätl . da ward es dz mer man sölt an die
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lelze züchen vnd den fronten lütten ze faiiCT komen . dz ward über umm zweig lussend bend dz mer.
da rel aber der roargrauff lieben fründ es sol ganlz nüt vnd besorg dz wir nütz gntz geschauffcn
könnend so ist es Ter hinuff, vnd ist linsler vnd nacht vnd mond io keiner Ordnung nüt zueben be-
snnder znrströwel vnd ist ze besorgen wo ein geschreig ander vns kern vnd vnss die eignossen an-
grifTend dz wir einandren selbs tollend , vnd ist noch min rat dz wir wellend heim zachen in vnssere
»tat an vnssere gewarsamme den es ze besorgen ist es sye ergangen wz beschneben solle, vnd
kamen! vil zu Spalt, so sol menckiieh verneinen dz ich mit der bilfT golles noch in eim kurUen
zilt, ein sömlich gross folek gan Zürich bringen wil dz vns zu grossem trost komen sol, mit den wir
allen eignossen strittz gnng thun wend vnd also zagend sy gan Zürich uff sant orban tag jm 1443
jar nff die nacht ab die uff der letze verlurend. <)
Hie seit diss buch wie die eignossen zu baden durchzugend gan regensperg vnd dz
stellt vnd schloss vnd dz gant ampt jnnamend vnd den vogt erstachend.
(Pag. 65.1 Btrathung auf dem Feld bei Kilchberg, zu dem vorhergehenden Capitel gehörig.)
Item ungevarlich in acht tagen oder mer zugend gemein eignossen gan bremgarten vnd me Hingen
vnd namend die jn, vnd zugend demnach gan baden da kamend alle örtter mit jren paoren zu-
kamen vnd zagend durch über die brugen vnd schätz man sy vr xvj lussind man vnd zugend den
nächsten gan rägisperg dz namenl si jn sletli vnd dz schloss vnd oueb dz ganlz ampt vnd erstachend
da den vogt der jn derselben zit da hoplman soll sin über frig sicher geteilt . der hiess hans boshart
vnd besalzlend dem nach dz stetlin vnd schloss nach jrem willen.
Wie die eignossen für gri Dense ulT zugend gan grüningen vnd dz gewunnend.
(Pag. 66.i (Belagerung des Städtlein Grüningen.)
Item sy zogen furer für griffensee uff vnd liessend dz ligen ungenöl und furend für dz Stettin
vnd schloss grüninen dz den die von Zürich von pässleren verplant ballend . vnd umleiltend dz, vnd
also warend die jm ampt grüningen not all im stetly vnd warend andersebwo. doch so warend bin
Ix manen im stetlin vnd nüt mer vnd bin drissigen jm schloss, da nun die eignossen bin eim tag
oder zweigen darvor tagend , da gabend sy dz stetlin uff doch mit willen der jm schloss und mit
dem geding dz die eignossen die im slosch nüt zum stetlin jn nötlen sollend weder vil noch wenig
die jm schloss sollend ouch nieinen jm stetlin sebicssen weder werften mit keinen dingen dz giengend
bed teil jn, also vielend die von grüningen von minen heren von Zürich gar liederlich dz sy noch wol
über worden werend gewessen da nun die jm stetly (Pag. 67 J also gevallcn warend vnd dz gantz
ampt demnach ouch hinwegfiel, vnd die im schloss suchend wz bandcl es hat, und ouch kein trost
noch ensebüttung von jren heren nüt haltend da schicktend sy uro enschültzung vnd bilff den wo jn
1} Im (Iriiinal mtt kltiaor Sotirift. ungefähr gleiehieiUg b«it«*cbrM»u : ctleMlor«.. urtoro*
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out bilfT kam so möchlend sv dz schloss kein wil nül rae enthalten den die ton bern ann uDilerlass
durch die muren schussend mit jrem zttg also liess man den houptman ') wussen dz man sv nüt mäch
noch könd enschätlen den dz er tat wz jn bedöcbt dz beste sin also demnach gab er dz scbloss ouch
uff mit dem geding dz man sy mit der hab sölt lassen hinweg ziechen, dz aber jnn leider nQt nach
dem und jm zogeseit ward besach , den er von «im von underwalden morllich ermürtt vnd erstochen
ward mit einer ballenbar len an alle warnuog da von gar vill wer zu schriben dz vi Dichter weger ist
vermitten , also liessend sy dem nach jederroan mit sinner bab gan ziirich ziechen die de« von Zürich
warend und alle die jm ampt die Seilend ab von jrren beren vnd schwörend den eignossen da be-
satzlend die eignossen dz slettly vnd schloss und zagend da hinweg wider heim.
Hie seilt diss buch wie viel hillT die von ziirich wider die eignossen haltend vnd was
herren den eignossen mit samt dem hertzog von Ostrich abseittend vnd dem nach
wie der gross roub ward gnommen.
Item nun wer lang vnd vil ze schriben von dissem krieg wo an allen ortten belleil mit einandren
strillend. vnd einandren schalgotend an jrem lib und gult, es wer mit dolschlegen fründ an fründ der
vatler an sun der sun an vatter vnd je ein bruder an andren , oueb es were mit rouben oder bren-
nen vnd alles dz zu kriegseben Sachen gehört , gantz keins nit vermitten , besunder dem zu beden
teilten fdlcklicben nachgangen , dz gar streng drüy ganlze jar oder mer der tag sellze kam es wurd
an etlichen ortten von beden teilten blut vergossen , darumm gar lang ze scriben wer doch (Pag. 68.)
so (w) vil ich alle umstende red lassen vallen vnd wil fürer schriben voo den uambaftigoslen sacken
vnd verlurslcn so denn sind beschächen , so vil vnd mir der sind zu wüssen vnd mir das von gloub-
haftigen lütten die mir es mit mund vnd sust jn geschritten vnd eltlicher fundner messiffen die ich
erlassen hab gooffnet vnd kunt than ist.
(Einfährung eine* Raubt von Vieh in Zürich.)
Item demnach vnd sieb vil zit hat erluffen , disser obgeschribnen büßen , da kam gar vil frem-
des volck gan Zürich von der elscbtz und uss andren landen die den des hcrUogen von Ostrich
warend wan er als wol im krieg mit den eignossen wass als die von zürich besunder seit den eig-
nossen ab mit sampt bertzog albrecht von östrich der margrauQ* von nider baden vnd der kam in
eigner barsan ( persou ) mit vil lülz ( taien ) gan zürich. Item ouch so seit den eignossen ab grauff
ludwig vnd grauff urich von wirttenberg gebrüder die dz tattend durch bitt vnd ermannnng dess
römschen küngs die ouch gar vil gutler edler lütten (Pag. 69.) es werrend ritter oder knäefa gan
Zürich schick tend an die söldner die susst uss andren sielten vnd ländren kantend da mit vnd vss
der massen vil volck gan zürich kam reissiger vnd ouch fussvolck, nun fügte es sich ungevarlicb
uff mitte vnd modreslv jm brochot dz ein zug aogesächen ward von etlichen gulgewnnren dz man
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solle zachen ass in dz wenlal und jo die herscbafl baden and lagen ob da utzit were zu gewännen
also zugend etliche von Zürich nss ann ;ohn) zeichen und samlentt »ich dz jr zu ross und fuss wol
▼ij ' man wurden! and zugend in dz aropt Tegisperg and namcnd den vil fiecb si zagend furcr
durch dz wenlal dz da der granffsebanft baden zugehört and schlugend gegen zurzach and von zur-
zach gan kilcbberg off dz ander baden Iii oft" and naniend alles dz fech dz sy funden and erstehend
wz mannen sy fundend, man meint dz die von Zürich derselben nacht und tag jn dem zirtzel («rkel>
umm wie den optstat ob fünfzechen hundert houpl gehürntes ficch namend dz tribend sy gan Zürich
an all engeltnus and ward der roub gestelt gan stampften bach da ward er geteilt jederman nach dem
und jm zugehürt.
Hie seitt dz buch wie die mer gan Zürich kamend wie man jnn den galten zu rieden
nider brechen wölt und wie die von Zürich dz albiss verhüttend.
Pag. 70.) i'ZüreAfricA* Berathtchlagung, ein kriegsmann bringt derselben Machricht.}
LIT sant roaria magdalenen anno domini lassend fierhundert and drü and fierUig jar da zugend
die eigoossen durch dz frigampt dz der von Zürich wz. and doch dazumal von den eignossen den
von Zürich cnlwcrt. und zugend also durch dz dorff affbollreo und durch bedingen und durch bon-
stetten und ouch durch dz dorff wettischwil (Wetischwcü) mit grosser macht, also kam ein gross gc-
schreig gan Zürich wie die eignossen den von zürich den galgen zu rieden wöllind abrissen und den
zarrissen und schlissen, also wurdend die von zürich zu ratt dz sy zu merer Sicherheit ij * man uff
dz albiss weltind legen zu wachen ab es ouch beschach. und verhütlent nun dz albiss von ölliburg
unlz an den weg der gan birmistorff galt da sy nun die ganlzen nacht uff der waebl warend glegen
biss an morgen fru. so sechend die. die den uff der nidren strass hüllend wie iij starck rüden da
bar lüftend und joucktend der fPag. 71. von zürich hund wider binder sich mit gewaltz. von stund
an so sachend die von zürich drig sömmer die der eignossen warend da bar züchen von stunden
stund an.- in der Copie: Blich; aber wol sachs und je lenger je mer also schicktend sy zu dem
bouptman der lag uff dem ötliburg an der obresten wacht umm rat und liessend jn wüsseu wie die
eignossen da bar kemmend, also berüfl der hoplman jederman zu einer getneind and haltend umm
die sacben rat wie man sich halten wölt. ein leill woll jr an einem bachtobel wartten und mit jnn
stritten der ander teilt woll heim züchen und jr nüt wartten. da dz elllich hortlend da lüftend
jr wol bin suchen (»echsen) oder sibnen und wollend heiramlkh hinfluchen da luff jn einer nach der
man! sy bin jr eidou ze beliben aber es haiff nütz also luff einer dem andreu nach ab der wacht,
dz jr nüt me den einliff man da blibend die hallend drig Strassen jn. biss uff sy wol vj tusseod man
kamend, der verlurend fier (das Leben), die andren siben kamend mit flacht antz zu den beacken uff
dem silveld.
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Wie ein geschreig kam von den ab dem albiss wie es so übel gieng.
Ei ist zu wüssen dz gar ein gross geschreig kam gan Zürich jnn die statt off dz ralhuss den
der gantz rat denselben morgen stütz bin ein andren sass and der meren losstend, da kamend die
flüchtigen von dem albiss und seiltend von grosser not und angst die sy gesächen haltend und wie
die bindren nüt wol an hilff dio stat möcbtend erlangen, sy wurdind erschlagen und rottend umm
hilfl* jnoen hinuss zu schicken.
Wie dir von Zürich usszugend mit jrem fendlin untz zu den bencken und darnach
wie sy verlurend an der sillen bin sant jacob.
(Pag. 72.) (Gefecht an der Sihl bey S. Jacob.)
Da wurdend die von zürich zn ratt und zagend uss mit der statt fenlin mit vil volckes und
zugend den nächsten zun bencken da funden sy die hindristen siben man und warend fast fro den
sv meintlend sy werend von cignossen ummkomen. dieselben seiltend jn den rechten bandet da sy nun
zu rall wurdenl wz jnnen zu thun wer, da sechend sy die cignossen über dz albiss hinabziiehen mit
allen zeichen und zagend ob riedon dem dorff am albiss binuff, und wz jr furnemen und meinung
dz si den Zürcher jr statt verban wollend, dz sachend und verslundend die von Zürich wol, da rieltend
ellich man sollte sieb nüt sumen sunder bald hin jn züchen über die ein sillbrugcn und zwüsebend
den beden wasren jrer also wartlen, so rettend etlicb nein es wer scbanllicb man solle nüt über dz
wasser fluchen man solle jr wartten jn den wissen (Wicscu) bin sant jacob, als den dz oueb dz mer
under jnnen ward, und lagend abo da ann alle (Pag. 73) Ordnung und trunckend win und asseod
brot und käss glich als ob sy an einer kilbe werend, und ballend gantz kein nffsäebcn noch vorhut
gegen den eignossen, und meintend sy wellend obnen ob wiedikon usszüchen, und da nun die von
Zürich gantz uoordenlichen da lagend, so zuebend etlicher der eignossen knäebl der grädistoo vorbar
und ersuchend den von Zürich den hegnower und damit jaucklend sy der von zürich knächt jn sant
jakob wissen, zu jrren herren da überliclend die eignossen die von zürich da .erschreck roeneklich
und namend also die flucht, da ward gar vi! folekes erschlagen, der burgermeister slüsse kam umm
uff der sübrugen , der von bussnacht kam umm jn sant jacob kilchen hindrem fronaltar der bott
wunder gross gut, der von lomys kam umm, der meister elend kam umm, und sust gar vil erberer
lültcn die von ritten und von der gemeind verlurend , man sein bette der obgcmelt slüsse wenig
lülten bin jm gebepl so hette er den eignossen die brug mit gewall vorbehept, also luffend fründ
und figind mit ein andren hinjn untz zu der sagen näbeod sant Steffen, da verlurend die von zürich
jr fenlyn, an demselben ort kam onch der slalschriber umm der den des kriegs ein merck lieber
anfang was, man seit für war dz er nüt von finden ummkam besunder von fründen der war von
küsnacht ab dem züriebsew da derseib biderbt man sach dz es so recht hertzklicben übel sinen herren
von Zürich und einer gantzen gemeind gieng da zuckt er sinen spiess und sticss den durch den
slalschriber und sprach das dich bolz wunden sehend . dz band wir alles von dir du must hie ouch
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sterben , also fluchend die von zurieb ab vil den fluchen mochl jn jr tlat , die übrigen fluchend jnn
die büsser die an der süle iu ring umra stunden!, da zünlent die eignossen die hüsser an und ver-
brämend lütt und gut also kam jr umra onn dio jn hüsren verbrunnend bin hundert und aüchtzig
man die uff der waltzslaü blibend ligeo , ann die den oueb vast übel wund warend edel und unedel.
Pag. 74.) Wie man die grossen büebsen ufT den hof zog and damit uff die eignossen
schussend, und dem nacb wie der böss frid gemach worden.
(Die Eidynotuen vor Zürich.;
Als disses nun alles ergangen wz ist nüt züffcl dz sich mencklieb jn der gantzeu stat Zürich
übel umtn die jren gehubint. Da ward man zu ratl wz jm fürer zu thuo wer mit den eignossen die
wil sich nun die eignossen umm sant jacob und da uram gclagrel hellend da kamend sy überein dz
man die grüssen büchsen uff den hoff züchen solle, und damit under die eignossen Schüssen, und
dem ward narbgangen und den ersten schusstz der darus geschaeb, der gieng durch ein schür grad
vor sant jacob über darjn stund ein ross dem schoss er dz hinderloill ganlz hinweg dz es kein
mensch nie finden kond es sassend onch hinder derselbe» schür jn einnem boumgartten ob einer
langen taffel vil lullen zu tisch die warend von glariss da gieng der stein den tisch uff und uff und
kart jn alle spiss umm und geschaeb sust keim menschen nie kein leid den einem der sass zu obersl
an der taffel dem schoss er den kopff hinweg dz man weder »taub noch floug me gesach als fin als
wer er (Pag. 75.) mit dem schwort gcricht. Und als es nun an der sil zu Zürich so recht hertzklichen
ubel gangen wz da zugend die eignossen hinuff gan wollishoffen und da ward darunder gerett und
ward ein friden gemacht den nampt man den biissen frid von dissen frid wer wol vil zu schriben
wie der gemacht »ölt sin, und ob man jn hielt oder nüt doch so wz niemen weder sins Ups noch
gutz zu beden leiden sicher, man seit ouch wol wie die herren von Zürich den eignossen sollend ein
lären brieff geschickt haben mit jr slal sigel bcsiglol und vil anders dz mag nun sin oder nül darjnn
die Übergebung der hoff pfäflikon und wolrow slan solle der ward bcsiglol zu den beigen drigen
kuogen, und also gieng die riebtung an. uff lallcra dess selben lags, und wert biss uff sant Jorgen
tag so die sunne vir gelt zu gnaden gieng jm xxxxüij jar.
Wie der tag zu baden geleistet ward, und wer botten warend von Zürich.
(Die Stadt Baden und einreitende Gesandte?!
iPag. 76.) Als nun der böss verflucht frid angangen wz den es vast wol der boss frid ge-
nennt mag werden , da leiUend sich berren und siel darjn jn die sach zu reden ob man jemen ein
riebtung finden möcht dz wert nun biss uff mittevasten jm xxxxüij jare da ward ein lag angosachen
zu baden, und wurden zu holten ussgenomeo von Zürich der meisa und zörnlin meister effiner und
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meister blantzly and meisler brunner alle des ratz zurieb and er wert nun biss off den balmabini
und so man ielz meint ess »ölt frid werden so wz es nutz und ward also kein richting nüt gemacht
und zur rcid jeder man von andren.
Von dem ufflötT der am balmabint beschach und wie der meiss und zörnli gefangen
wurdent desglich ander ouch mit jnnen.
(Weiss und Zörnli werden gefangen ab dem Rathhaus geführt.!
Item uff den balmabini was» meiss und zornlich ouch meister effiner meister blunlzly und meister
brunner die die jr antwort dem rat sagen wollend woran man zu baden mit den eignossen zurscblagen
wer, da wz dz ralthuss versalz und überfallen da sj in rat! gan wollend da fieng man etlichen vor
dem ratbuss etlichen jm ralbuss und gieng vast übel da zu mal Zürich den sy sclbs jn grossem nid
und hass stundent mit einandren und (Pag. 77.) wz niemen sicher den ellicb von der gemeind
übcrfiellcnd die ralt mit jr gewer und mit gewanflbeter band wider dz sy glopl und geschworen haltend.
Hienach sagt diss buoch umm wz ursacb der meiss und zörnly gerichl und gefangen
wurden.
(Hinrichtung dieser 2 Rüthen vor dem Rathhaus.)
Als den vorgemeil ist worden wie der meiss. zörnly. meisler effing, meister blunlzly und meister
brunner gesebiben und geschickt wurden uff den tag gen baden, begab es sich dz der meiss und
zörnly gar vil gesprechs mit den eignossen ballend am aubint e und der tag mornendess anlieug und
susl ander lag und aubint ouch und giengend gar vil mit den eignossen uff dem graben der zun
bedren gat am nidren weg spalzicren und »tat wol daruff dz sy rettend als sich zu guttem und nül
zc argem zogen hell, den dz sy dardurch versagt und ouch inercklieben vcrlündel wurden dz wz
nun ein sach, so wz dz die ander sacb dz sy uff ettlicb zitt und tag jm oberhoff vil gesprächs mit
den eignossen gehept sollend ban und (Pag, 78.) jn zugeseit die bünd bin uss zu geben ccL und ist
nüt mider nid und bass wz gross da und wurden! als wol ze glouben ist vil grösser und willer
verklagt den sy villich schuld bellend, dz stand an sim ortt. Es ward ouch vil kunt gethan den
eignossen dz sy jn jrem heimelichen rat bantlolend, dz viel ouch uff sy und meint man sy werend
die, die villicb söliches den eignossen ouch kunl Ihan hellend, und sömlicber red wz nun fil da uff
donstag vor sällnower kilby richl der vogt über sy und wurdend drig urllell der ersl teil wollt sy
ann alles entgelten bin jrem lib er und gutt gantz lassen bliben der ander leill wollte sy an jrem
gut uud nül am lib strauffen der dril teil der wolt sy mit dem Schwert richten und da man die
urtlen meret da ward die urltel mit dem schwerl die merer und wu nun die bed urttlen die
obgesebriben sind zusammen gefallen warend so werend sy mit gut und nüt dem läben darvon
kommen, und also wurdend sy am fisebmarck gefürt und da geriebt mit dem schwerl.
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Hie seit diss capitell wie die eignossen zu baden nach sant jörgen tag durchzugen
und den turn uff dem zürichberg umgrabend genant der erat.
(Vorstellung der Untergrabung dieses Thurms.)
(Pag. 79.) Da nun der frid den man oampl den bössen frid uss wz gangen zugend gemein
eignossen gan baden und besanlenlend sich zu baden und rügend nss uff den lestzen tag brachot von
baden über die beugen mit grossem her baruff gan Wiltingen und vir häng and zugend zu einem
(urn der wz sinwal genant der krall und wz gar ein gut warthuss den grubend sy umro und
schleimend den untz uff den grund und branttend wening hussren, und zugend demnach |nn dz
L'mm dz man der sach dester grunclicber nach komen mög so wil ich etwz ein wenig
die ursach schriben warum sich die eignossen leitten für griflense.
Ir bapt vor gehört wie dz slelly und oueb dz schloss grüningen und besunder die jm stetün
sich gar liederlich sich uff gabend und dz ganlz ampt als man wol gehört hat von jrren rechten
natürlichen berren von Zürich ann alle not Gellend, und die eignossen dz stellin und schloss besetzet
haltend nach jrero willen, begab sich vil und dick dz die von grüninen den von griflense branttend
und roubtend und binwider die us dem ampt von griflense den von grüninnen ouch und lagend ein
andren stütz jm bar und hauend grüssen nid zu beden sitten zusammen, also den gewonlich nachburen
und friind erzürntter über ein andren werden! wan fremd lüt es syc mit wortten oder mit wercken
nun begab es sich dick und vil dz die von griflense der von grünigen spottetend und spracbent sy
bettend schantlich und lästerlichen von jnnco gefallen mit mer wort die nüt alle sind zu schriben.
dz und andre worl der von griflense verdross die von grünigen vast übel und diss wert die
wil man jm bössen friden stund da schichtend die von grüningen zwen man zu den eignossen die
verklagten! die uss dem ampt griflense gar schwerlich, besunder die wil der friden gewert hei so
wer doch niemen vor dennen jm Stettin und schloss sieber besunder so bettend sy den frid mit jnn
nie gehalten und wurffend jederman nider und die will {Pag. 80.) sy nun sömlicbes mit in begangen
hellend wz sy jnn den grosses Übels und Schadens thun wurdenl so der friden uss wurd gan und
mit vill me worllen die sy der eignossen botlen zu baden vürleitlend.
Wie die eignossen griflense ummleitten und wie die von griflense wib und kind harin
gan Zürich schicktend und sy demnach selbs dz stetlin verbrämend.
(Belagerung von Greifensee.)
Und uff sömlicbes verklagen so die von grüningen über die von griflense getban und volfün
hauend da einbertent sich die eignossen dz sy vir zürieb hinuff gan griflense wellend zücfaen als dz ouch
beschach den alsbald sy den turn ummgrubent da zugend sy mit macht gan griflense und lagen! darvor biss
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uff donslag vor pfingsten m.ccccYixxüij jar. (Pag. 81.) Item da nun die jm slctlin und schloss
griffcnse sachend dz die eignossen da har zagend und sich wol versachend sy wurden! sich dar vir
legren und dz jn nnderstan jnnen abzugewinnen da tallenss als from biderb lül und namend wib
und kind und schicklend die alle gan Zürich, nun wz jr gar wenig jm slcüin und oueb im scbloss
nüt über drig und »achtzig mannen und besorgtend nun dz sy dz stellin und scbloss nüt besetzen
mochleud nach notlurffl und wurden zu ralt dz sy dz Stettin weitend anzünden und verbrennen und
wellend ay dz scbloss jn bau als beschach, da leiltend sich die eignossen jn dz stetlin und jn der
»tat graben und liengend an zu sebieasen mit dem grossen züg aber es bracht dem «cbloss ganlz kein
schaden und tribend dz als lang dz sy grüss gut an dem scbloss verscbussenl und selbs meinlend sy
mostend ungese bauffcti abzüchen den alles schiessen wz nüt anders den hei man mit cinner tchncballen
daran geworfen , da es nun nüt veräeng da haltend die eignossen rat wz in jnn der sach zu bandlcn
wer und wie sy die sach furer wellind angriffen, und die wil sy also bin ein andren sind so kumpt
einer uss dem ampt griffense der biess der maller und seit jn dz sy von allem schiessen ganlz lan
solllend den es hulffe nütz die mur wer so dick dz si all ir züg verschussend ummsust, und wer in
kein weg nüt zu gewünnen dan anlein mit graben den er vormalleo gar dick darin gewessen wer und
helle dess gut acht gehcpl wo es am aller besten ze graben wer dz wellte er jnn zeigen und jn
underwissung gen dz sy dz wol verbringen möcbtend.
Wie ein böswich uss dem ampt griffense den eignossen riet dz schloss zu undergraben
und wie die im stetlin oder im schloss den alterstein uff dz gerüst wurffend dz es
als brach und vil lütten zu tod wurffent cct. und sy ein andren schirm machtend
und aber grubent.
Pag. 82. Vorstellung.
Do dz die eignossen bortten gewunnend sy ein mcrckliche froüd und fiengeod an und liessend
ein schirm zu rüsten oder ein kalzen und zugend den an dz schloss nach des verrälters beissen by
der nacht mit gewalt vnd fiengend an bauwen in einen gantzen fclssen, da nun die im schloss das sachend
da namend sy den allerslcin in der kapel vnd wurffend den vff dz grüst hinab, vff die, die den da
gruben vnd zurwurffend dz gerüst vnd alle die d arund er grubend zu tbud iiod). vnd lallend den
eignossen gar ein merklichen grossen schaden, da dz die eignossen ersacbend wurdend si ganlz belrupl
vnd zornig vnd meintend je dz huss zu gewünnen mil gcwall, vnd rüstend ein andren schirm zu
vnd zugend den ouch an des fordren stat vnd dz horllend die jm scbloss vnd schussend vnd wurffend
vff sy gar fast vnd erschussend jnnen gar nil well zu (od ono die die sy verwunlend doch so balff es
alles nüt den sy ballend [Pag. 83) kein schulzloch nüt uff dem berd doch so kam der tag nieinert
sy erschussent jnnen elwen vil lütten vnn tbaltend jnn grossen schaden von sloss bin uss, vnd also
da der schirm hinzugefürt ward da grubent die eignossen als uast als uor vnd dz moebtend die im
schloss warent nüt gewenden noch erweren. Item es ist zu wüssen dz die eignossen wol rächen
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schmid hatten die nun die bämer spiutend so fast grubend sy vnd wz sy grub«nd dz vnderbuwlend sy
mit bollz vod leittend strow vnd schitler darvnder vnd da sy dz lang tribend mit dem graben da lieog
sich die mur gar fintlieben von dem trem schellen vnd rissen nou wii ich die vor griffense ietz lassen
ruwen vnd fürer sagen wie die von meillen küssnacb von borgen vnd talwil dess glich andre von
dem se griffense gern enscbüllet bellend.
Hie seit diss boucb wie die fromen biderben lüt von zürse die zu griffen (see) gern
enschütz bettend.
Vod als inan nun vor griffense lag vnd gemein eignossco der vor lag dz nül vil lütten dabeim-
men wz da wurdent die ab dem zürichse zu ratl vnd vermeinlend ein schweiflzug zu thun gan schwitz
vnd zog vnd glariss dess in doch niernen vor sin macht vnd jcklicbes ort mit macht vor griffense
lag wz slab vnd Stangen (ragen möcbl vnd von maus» namen niemen anbeimsch wer weder zu schwitz
noch zu glaris noch jnn andren ortlen, so welle sy bedunken dz sy dess zitt vnd wil gnug bettend
den die eignossen nüt über dz wasscr komen möchtend den zu baden oder zu wessen vnn eb sy den
die sach vernämen möchtend so weitend sy wol mit grussem sig vnd lob wider an alle entgellnus
beim kommen die wil sy doch nül durch rapperswil durch möchtend komen vnd oueb gantz kein
schiffung nüt bettend, wen den dz geschrcig vor griffense kämme so wellte jn nüt zwifflcn den dz sy
mit mach (t) von griffense schnei vnd bald wurden beim jllen vnd griffense verlassen, vod begerttend
sömlichen an min berren von zürieb zu verwilgen aber gross vngefal wz dazumal uff der von Zürich
teil man woll sy nit lassen vnd bod (boii. eebot) man jnen bin eid vnd er daheim zu bliben vnd
slat wol daruff wo disscr zug fürgeng genomen betl dz dem gantzen krieg (Pag. 84.) der hals ab
gewessen wer zu dem dz die gantzen örtter glariss schwitz dz gastel zug vnd wz jnn der Däche
gewessen wer gantz vnd gar beroupt verbrent vnd verwüst worden were dess sy in langen zilten
nüt bald überkommen möcblenl zu dem dz die frommen lüt uff griffense entscbütlel werint worden.
Hie seit dz buch wie die von griffense dz schloss vffgabend dz beschach an einem
zinstag vor dem helgen pflngsttag jm ano domi tn.ccccxxixüij jar.
(Einnahme ton Greiffentte. j
(Pag. 85.) In dem verluffe sich so uil zitt dz die eignossen das schloss* griffensee ann vnderlass
vndergrubend als den vor oueb gcmell ist dz sich die estrieb vor denn mureo dess se bau alle
schalten! vnd die jm huss wol sachend wie es ein gestalt jm huss was, vnd notbalb dz buss den
eignossen müslen vffgeben oder sust ärmklichen vervallen vnd sterben, da dz nun der höptman der
wz einner von landenberg sach da riet er das man den eignossen dz schloss uff sölt genn vff gnad
dem ward also gefolgel. dz bracht man an die eignossen ob sy es also vff gnad wollend Dämmen,
die eignossen wollend dz nül thun vnd meintend nein sy bettend sömlichen merklieben schaden von
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jnnen enpfaogen dz sy kein gnad mit jnnen nüt leilleu mocblend dz tribend »j nun gar lang mit
ein andren . da nun die jm schloss sachend dz es je nüt anderes gcsin mocht da gabcnd sy dz schloss
vfT vnd wollend lieber Lichtet vnd gruwet sterben den so ermklichen verfallen an allen gotz recht,
nun ballend sy dz tor so wol vermacht dz die eignossen nüt dadurch jnkommen mocblend, noch sy
jm schloss heruss, vnd müslend die eignossen lül vssnemmen die an einer (eitlren hinan* zu einner
beigen binjn zu instigend, die den sy fiengend vnd bundent dz beschach nun uff den tag da man
zalt von der geburl xpi m.ccccxxxxiiij jar vff zinstag vor dem beigen pfingsltag dz wert nun bis«
am nächsten donstach darnach.
Diss kapitel sagt wie die eignossen zu ratt wurdent wie man sich mit den gefangnen
halten weite vnd wie de armen lüt uss dem schloss gefiirt wurden uff die matten vnd
da vervrteilt zu dem schwert.
(Pag. 86.) (Berathung über die Bestrafung der Gefangenen, nur im Original. I
Item uff den nächsten Ions tag wurdend die eignossen zu ratt wie man sich mit deu gefangnen
ballen sölt ob man sy bin jrren laben hüben soll lassen oder nüt also ward vnder jnnen dz mer dz
man sy vff die matten fürren soll vnd soll man zu ral werden wie man sich mit jnnen ballen sölt als
beschach, nun ist zu wüssen dz uss dem ampl griffense lagend im schloss wol bin drissigen die uff
die malten gefürt wurdent so warend ellich vss der stat Zürich, so warend den etliche dess von
(andenbergs knaebt vnd also ward ein mer gemacht wie man sich jn den sacben halten wölt vnd
ward angefragt an einem man ') von schwitz, der riet bin sinncin cid dz jn bedüch dz man sy all mit
dem schwer! sölt richten vssglasscn den kupferschmid sölt man ledig lassen die (Pag. 87.) wil er ein
geborner schwitzer wer dz wz nun der erste rat.
Der ander rat merck hienach.
Da riet ein anderer nein dz es jn bin sinem eid nüt bedunken könd dz man sy all soll richten
vnd besonder die so den vss dem ampl griffense bürtig werend die den von gebolz wegen jrren
herren vnd obren da glegen werend, den sy nütz anders gethan hellend als from erlich biderb IUI.
aber vmm die die den Söldner werind vnd von soldes wegen dahin komen werend vnd wol daheim
bin den jrren bliben werend es wer der boplman oder ander so tücht jn wol bin sinem eid dz man
si wol mit recht mit dem sebwert richten möcht mit allem rächt.
Die dritt vrttel wz also merck hienach.
Ein ander from bidorb man riet also dz in bedüebt hin sinnem eid dz man jrren enkein mit
keinnen götlicben rechten nüt möcht richten zu dem tud vrsacb halb zu dem allerersten so ist der von
1) Bier und in der Folge, wo es heisst „der von schwitz" oder „der mann von schwill" stand ursprünglich der
Name: Ilelhanss reding; der Verfasser übermalte ihu aber aller Orlen, und schrieb, ich denke ans Aengstlichkeil,
obige Worte an die Stelle.
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landnnberg der huptman der der den von Zürich gewant ist vnd ouch jr hindersäss vnd barger. vnd
ist schuldig dem bot sinner herren nach zu gand, vnd stund wol druff, wo er söm liebem j rem gebot
vnd sin cid vnd erre an dissem bot nül nachkommen wer vnn übersächen hette, dz den jm vnd allen
synnen nachkommen ein grosse vner vnd scliand gewessen wer, vnd villicb nütz dessler minder vmm
alles dz kommen wer von dennen von Zürich dz er helt darum so dunckt mich bin minem eid den
ich geschworen bab, dz er nutz bie gebaodlet bab ab ein from biderb man vnd lass jn abzüchen mit
sinner bab. jlero sincr knechten halb red ich also darzo, sy sind die die den sioucn geünglen knächt
lang zil gewessen sind , vnd nüt sich band wellen scheiden von jrrem herren so der krieg sy bin jm
begriffen hat, so weiss ich kein arges von jnnen allen, den dz sy sich fromeklich uff dem buss griffense
gehalten habind. darum ich sy ouch ledig sag wie jrren herren jtem der söldneren halb ratl ich also
darzu. vnd ist gantz min rat diewil sy sind arm hantwerker lüt sy sigeod von dem züriebse oder
uss der statt oder uss anderen der von Zürich gebiet (Pag. 88) so sint si ie die. die arm verdorben
lüt sind, vnd besunder etliche darvnder überladen mit vil kioden, vnn sich jelz zemal in disseo bössen
berilen löuffen jrren arbeit nül könnend oder mögend began, vnd sy an allen zwiffel nütz den armut
vnd grosser gebrest, den sy an wib vnn jrren kinden gesacheo band darzu bezwangen, dz sy in disse
not kommen sind cel. vnd die will vnd sy den die sind die ye vnd ye from biderb lüt gewessen vnd
noch sind so bedank mich bin minem eid dz sy nütz änderst vff dem buss griffensee gebandlet habim
ab jnnen nach eren zugestanden sy vnd kenne sy ledig mit minem rat wie die fordren, der im ampi
die den uss dem ampt griffense sind vnd vm dz jrren vnd vff dem jren vff dem schloss gelegen sind
dunck mich dz dieselben ouch nüt anders gebandlol babint als from lüt vnd sage sy mit minen rat
ouch frig ledig wie die fordren alle vnd dankt mich wol vnd nül übel gelhan
Hie seit diss capitcl wie man die drig obgeschribnen vrtlcn fall vnd wie etlich von
eignossen den armen lülten gern darvon gehulffen hellend vnd ettlicher mil ilelhanssen
redig jn friden genommen ward vnd wie sy demnach ent(h)öplel wurdend uff der
wissen vnn ouch von etlichen grossen zeichen die da geschachend als den du jm
andren capilel hören wirsl.
Als nuu uil von sachen geret ward ab jelz nüt not fürer zc schriben da gewunnend elllich
eignossen vnwillen zusammen vnd volgend ctlicb dem der ander em es reitend ouch etlich gulz und etlich
bös als den allerlcig lülten ist da stand der von switz dar vnd ret mil scharpfen wortlen zu dem der
den sy alle ledig bekent halt der wz
(Pag. 89.) (Enthauptung der Gefangenen im Original, in der Copie der Rathichtag über ihre
Bestrafung, wo beim vorigen Capitel im Original.)
vs dem zuger ampt sanier bolz wunden vnss det nie kein eignoss gulz der den der von Zürich burger
Zürich ist als du, da ret disser wider vmm tu dem man von schwilz jeh weiss dz ich allen eignossen
als gern gulz vnd nüt args tun weit ab dn vnd bab hie also geratleo bin minem eid nutz anders
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den dz mich bedunkt jr nutt vnd er sy darvm ich zu gol vnd mencklicbem hoff wol vnd Düt ubel
geralteu haben, vnd wuss dz ich ooch als fromb vnd biderb bin als du vnd alle die dinnen sind,
vnd ist sacb dz man disse fromen lui töl ab du den gralten hast, so muss mencklich sächen, dz
gut das niemer an vns vnd den vnsren vngerochen lat hüben besunder dz scb(w)er vnd berlencklicli
rechen da ret der von switz o ich hör wol an dinner red dz dir noeb der fedreo einne vom pfawen-
schwantz jra arss stecket, vnd mit vil worlten die sy tribend wider ein andreo da wurden! sy bed
jnü frid genomen.
(Pag. 90). Vnd also warend uil deren die denn den kupferschmid der den vs der von schwitz
biett wz vnd doch dazumall zu Zürich slalknechft; was gern mit dem laben darvon gehulflen jtem so
wz ooch deren vil die denn den amptlütten von griffense ouch mit dem leben darron gehnlffen hettend
so hat ouch der ab dem zugerberg gar ein grosse folg dz man sy alle bin einandren bim leben sott
Lüben lassen, da warend vil die den kupfferschmid vmm kein sacb bim leben wollend lassen hüben
es wer den sach dz man sy alle mit einandreo Hesse Üben vnd meintend dieselbe, e, vnd etlich von
schwitz den kupfferschmid die den syn nacbeo anerbornen fründ werend siebend entböplen sy wurdint
zu gnaden der andren allen bewegt vnd Hesse man sy ledig da aber der jlelbanss redig <j sach und
marckt wie es ein gestalt bat da gab er sinnen willen die jm ampt zu griffense geboren vnd gesässen
werend bio leben lassen zu bliben, vnd sölt man den boplman vnd die soldner alle richten mit dem
schwert, da nun die hortent die der vTttel gefolgt hatten sy alle mit einandren lassen bin leben ze
beliben, da wollen! sy kein gnad mit jrem keim fürer teilten besunder sy alle töden oder lassen leben
einoen mit dem andren, da sprach aber der von switz vnd schwor übet darzu ob ich den boplman vnd
die söldner leben lass mit miner slim so wil ich buiz vnd benlz löden alle mil einandren vnd also
ward von dem von swilz das mer gemach! dz man sy alle soll entböplen der warend säcblzig vnd
ij man die man richl uff donstag vor dem beigen pHngslag jm anno dorn m.ccccxxxxüij jar man
meint oueb wu der dick benempt mann nül gewessen wer vflf demselben lag jm feld so werend sy
alle mil jrem (Pag. 9t.) laben sicherlich darvon kommen an alle not.
Also fürt man die fromen biderben lül uff die matten . da ward gross weinen vnn klagen von
den jren vmm sy, die den dazumal gägenwirtlig warend man seilt flirwar das uff die matten kamend
der die uff dem schloss griffense all vatter vnd matter, die durch den tod jr sün sich allen halb
nüt wol began moebtend, vnd ballend vmm gnad die eignossen mil grossem waionen vnd sebrigen,
da kamend ouch jrrc wib vnd kind vnd ballend ouch vmm gnad, man sagt flirwar dz etliche frowen
schwanger kamend die gross mit deno kinden giengend vnd etlich zweig oder drüy an der band furteod,
vnd etliche vil mer, vnd ballend alle mil grossem weionen vmm gnad vnd barmherlzikeill , aber der
vnsälig man von dem vor dick gesagt ist, halt der tuffel so turslig gemacht über der armen lütten
blut dz weder bitt noch anders an jm gantz nüt verfieng vnd santle vmmendum sin bössen sammen
darjnn, also hiesse man sy alle bichllen vnd schlug man eim nach dem andren sin houpl ab das wertl
so lang dz man die bindersten bin brünenden sebouben roüst ricbllen , man seit oueb dz uil der
eignossen warend die wcinlend ab die kind, vnd rettend offenlicb wir tbund bttt ein sacb die got an
I) Hier und io der leber»cbrift da* UpiteU überMh et der Verfeuer. den Minen Hedinr» d«rcbta»treichen
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tm mercklichen wirl recbeo, dz muss mencklich verneinen vnd jonen werden , man seit onch fürrer
die wil man die ersten rieht, dz ettlicbc schwangery frow jrreo man in der schoss bei, vud meint jm
damit sin leben fristen aber es balf alles nütz, wan es an jn kam so nam jn der nachrichter der
frowen vas der schoss , vnd schlag jm sin bopt ab, man seit onch dz derselh naebrichter sömliche
grosse erbärmd bei, mit den armen frommen lütten, dz e* über alle mass wz, da er nun an den
ziehenden kam, den stall er vff ein ortt. vnn meint den nach keisserlichem rechten zu senden
nemmen, da reit aber der man ron schwitz wir ban lantrecb(t) darum riebt für dich vnd schwig kiafTen
also kam es an den zwentzigosten vnd ann den drisigosten vnd fttrer fordret er allwegen sin recht
vnd stall also wol bin »Mchseo die den jm gefiellend vnd jung wareod vff ein orlt, vnd meint je
jm die zu behalten nach keisserlichem (Pag. 92) rechte, da reit aber der schwitzer rieht vnn mache
dz kurlz vnd schwor fast übel oder ich will richten vnn mit mer wortten die nül not sind zu schriben,
also riebt er die funff ouch nun hat meisler petter der naebrichter den allerjungsteo uff ein ort gestell
vnd bat durch got vud vusser frowen willen dz man ansäch allerleig, vnd jm doch den hindere ten
verfolgen liease die wil man jm doch die sächs die den jm nach keisserlichen rechten billicfa bliben
werend (nicht gelassen hätte) aber alle bilt wass vmmsust vnd vergeben, nun mag ich nüt witter
schriben wie wol hie noch wol zu schriben wer wz aber der von schwitz ret dz wil ich nun ersparen
den man uil sins willens wol nerstanden hat. also ward der hindresl ouch gericht vnd enlhöplet.
Hie sagt dz buch wie die wissen luben ob jnnen schweblend Tnn wie sy gan ustre
geflirt vnd da bestatnet wurden!.
(Abführung der todten Körper nach Uiter, im Original; in dtr Copie die Bntkauptungtscene.)
Item vnd also wurden! uff den tag gericht 62 man wie forgesagt ist. Kun möcbt man reden wie
die jrren bin jnnen vff der matten gewessen möcbtend, das begab sich also <) (Pag. 97.) junker kasper ■>
i) Im Original sind hier iwel BMitter, vielleicht von den V«rfaH«r seibat, «piler, mi eh' die Copie gemacht wurde,
eingeschaltet worden, welche hier folfen ; »ie sind mit dem vorhergehenden *o In Verbinden« gesetzt worden, dass er
aa« dem ilio ein all machte, und dann so fortführt: aU (Pag. Vi) ich am dritten blatl hernach sagen will, vnd jetz
aller Jre nammen tchrlben, wie »j geheilten habend vnd von wannen »y alle sind, »o ah* der malten enthöptend wurdeod
(da jeti die Kappel statt) 3 um ersten hans von der brettleu landeoborg mit iwen siner knechte.
So sind disie tut der stau »Brie* gtwStttn. Vorieh knpfersebmid , beinrieb goügel, bed staitkuecht, heiorich hoppenbo.
meisler Ott, meiner tidenfadeo, meister hans uoa alm, meister libenstein. vorieb langeaörtv, beinrich jssinger, gallas
jngent. banas von lengniss, beioi kneller. ctäwj kttog. o. gepfer. n. wsber, banllj jn der wiss, ennrat schirb. birtschi
lelobacher «u«m 3) uou kttsnacbl, beinrich forbas* ooo bongt, beinrich barnischer, vorich von der aa, beinrich ram,
h»ni kochenalbly, vorich von almikon, bans dentaler, enonrat custer, bsas Ascher, beini blind, bärUscbi gross, beinrich
boümler vnd oorieb boiimler sin son, bans käss, bans baeboffber in fröudwill, häosly her uon begnow, aUy scbwarli,
h«n»« hermenicbwiller.
So »hui diete nacht ic Jinlmen ptnonnrn ms dem ampt griffmM. Petter »ehärer vnderoogl iq grilTensee, bans lowenberg,
hsn» icbannelt. benil; «chinncü b«M« oonttsikes, bans schannell von mnr, beossly jlnower. belnta mogenfass.
i) Aafangllcb hieas es Albrecht, sowie noch in der Cople, wnrde aber später, vom Verf. wahrscheinlich, corrigirt.
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von bonsleteo wz der, der zu deoselbeu litten sieb des krigs nutz aimam den dz er allwegen zu beden
siltcn gutz darzu rell die wil die eignossen vor griffensc tagend, nun begab es sich dz er ein friden <
macht zwusebend den von griffensee vnd anderer sinner hindersassen die den jr fründ warend vnd
da der frid der von griflense vsgieng nul desler minder warend vil svnner hindersässeo vff dem buss
griffensc die den gotzhuss lüt warend an vusser lieben frowen gan einsidlen. derselben fründ der krieg
wenig angieng die den wol uff die zit mochlend sin biu jrren enloptung zu griffense, vnd ballend
vmm gnad als den vil vorgesagt ist, aber alle die den gan Zürich von griffense zugend die warend
nül da, nun muss ich üch sagen von eim oder zweigen mercklichen wunderzeichen die gol der
allmecbtig mit jnnen wttreket. vnd dz was nun also, da man den hoplman enköpfl von stunden an wz
da ein wundersamer schniewisser fogel glich einner Schönnen luben , da man nun den kupfersebmid
oueb enthöptet der den von schwitz vss dem land wz vnd sin liplieber bruder jm her ouch wz, da
kam der ander fogel glich dem fordren , vnn flugend also ob der waltzstal vmm, wie den daruor
gemallet stat vnd dz ich lange vmmred kürlzre so menger entbouptet ward, so mengen wisser fogel
den fordren glich kamend vnd flugend vmm jre lichnam ob allem folk, also stall man die böpler an
einen ring eins an dz ander vnd wu man ein bopl stall da wachst noch büt bin tag kein grass vnn
dz man sieht zu ring vmm dz käpelin wu jeckliebes böpl junsunders gesunden ist vnd wachst doch
enoortt tchärb, jackly cnillj, hant crollj. walte willig, jacklv willig, »In »un, vlv tladman, uan* bugenberrg , heinneb
grot» uou wariken, hant günnlharll, bans küolily uoa »chwerlzenbach , baus von taia. (Pas. 04.) Noch find Jrren »acht
psonnen lind frömd dementen warend mit den böplman darkommen ja töldncrt wi»a. Summ jr aller Liij man
Vff H'tn wut htrren nacA der frotutnen Hilten entHaplutuj ein kappet an die ttattsiat jren uogt geroltt etUtboch h\e$t*nd
bumtn. Anno dornt m.v.c X i j*r off mitwueben nach »anlt etilen lag fleng man wider Tmni an tu bnwen di alt tcbloat
griffentee di vnter eignoten zcrttorl balten jm zürichkrieg al» da fortial vnd ouch die »ehür vnd coalel an gell jn
einer ium »"*, vjc, taviij pfd. xfj. a». vj haller. (jw l'f l ri u 6 Mr >
(Pag. 03.) (Abbildung der Capelle auf dem Ricblplatz.j Zu wütteo iit dz jn dem jar darnach alt man aalt tutend
(uuffhundert vnd fiioff jar uogl edlibacb an ainne gnadigen berren bracht wie di datt all bölliio kipeli erfüll vnd
vnnöu worden wer, vnd nollurftig wer ein anderta uff die hoffttat tu machen, «lao wnrdend mine berren zu ratt, dz
er ein gemurte kapeilen darjn mao mäaa haben möcbt »o man mit krütz dargienge oder tutt erber lüt dabin jn bilgrit»
witt farlt dahin fPa*. Otj Udiod matt hören möchtend , »Ito off aioer berren befiUeb da liete gemeller uogt gerold
edlibach tleio zum fundeument uou ttonden an groaa Ouy ao an dem tchlott griffenae gelagun waren, binuf Tora vnd
lurutlen vnd ward der erat« tiein geteilt an ditte kapeilen anno domi 1606 jar vff den achlzacbeuden laa; meyen, vnd
darnach alt mit zall 1507 jar uff taut küuratz tag gewicht jn der er der jnnfrow maria tanl kattrioen taut angneteo
taut regia vnd felix tant marilzen vnd aaot vrta die da buttherren vnd pa Uro tuten »ind, betchacb allet vnder de»
obgemellen uogt jareu ( al aier b*ig«t«<at. vnd demnach atts man zalt nvcccceulitj jar ao zvilj Ug brachmanat da
erkantent tich klein vnd grott räU, data man in jr tut vnd gebetlen nüt me meaa bähen toll, vnd ouch vom aackriment
nütz hallen) vnd gefall oueb diter kapellen kilebwichea all« jar uff den tunlag zu mitttruaaien vnd dem nach erhalt
«onanier vogt tin harren dazumal jm 1600 Jar dz ay durch der opgemelten lütt teleo willen ao durch jr »tat er jr laben
verloren bauend j wnebenmätt weitend latieu Uten dz ward jm nachgelegten. E» ist ouch zu wntaen dz diäte itij
man alle an der »tatt da der aller »tat jm körly eutboplend tind vnd jre böpler vnd IIb geleit wnrdead an die »teil da
jetz die »lein oor der kapel »land . bia ty all geriebt worden vnd demnach gen uttrj gefurll doch ward der 000
landenberg mit tinen knackten gan lurbenull gefärtt da ty ouch begrapoi» band.
(Spater MtMtat; ••»<> domi 1520 jar vmm tanl micbeltttag da wurden! min berren von Zürich zu ratt dz »cbloaa
griffenae« wider zu erbuwen vnn Oeage man die hofftlalt zu rumen uon »lundeo an jm jar wie obttat.
vnd damit leb wider an die rechten maller] komme, to hau e» ditte meinang vnd zettelt dait (p. 07.)
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«ul vmm die Mett da die böpler gesunden sind schön miuencklich grau, also dem nach allem namend
die von uslry vnd jrc fründ die den Tnder dem von bonslelen «aasend vnd ludend die tollen Heinum
uff küren vnd fürtend die böpler jnn zweig bannen gan vslry vnd begrabend sy, vnd lallend innen
als man den cristnen lütten ihun sol, vnd also demnach (Pag. 98.} als den vor geschriben statt wie
denn die eignossen dz buss oder schloss haltend vndergraben vnd dz oneb vnderbuwen mit boltz vnd
darvndcr getan stän straw vnd holtz dz züntzend sy an vnder dem huss vnd obnen ouch vnd
verfallend dass ouch uff donstag vor dem beigen pGngsttag anno domi m.cccc.xxxxiiij jar, von zugend
Ha demnach beim ein zilt gan höwen.
Wie die >on Zürich kuntlüt uss schicktend die sach zu erkennen wie sich die eignossen
hallend wollend vnd wie etliche kuntlüt fundend der von bern büchsenstein uff dem
albis ob rieden.
(Im Original Vorstellung dieses Funds, in der Copie die zu dem vorhergehenden Capitel
gehörige Vorstellung.)
Häg. 99.) Ab nun die eignossen dz huss griffense gar unn ganli zurschleili hallend wie den
danor geschriben «tat da zngend sy ein zitl heim, etliche lender den uff die zit mostend höwen das
stand nun Stil vnlz uff aebt lag vor sant jobans baplist, da kam ein gemeine red wie gemein eignossen
mu( bettend sieb für zurieb zu legen vnd dz vnderstan sc gewunneo, dl wollend nun uil mir herren
vnder jnnen ye nüt gloubeo, vnd wurden von semtieber red wegen überein etliche kuntlüt vnd spächer
hinoss zu schicken die mär zu erkennen wie es ein geslalt hell vmm disse mär cet. vnd dz ich aber uil
wort erspar die nüt not sind zu scheinen da zagend ellich an dz ort etlich an diaa ort vnd etliche
spächer kämmend an als gefärd gan rieden uff dz albiss, da fundenl sy ob anderhalben hundert grosser
bücbsenalein . die den die von beru dahin gefnrt haltend , also kamend di&se wider von rieden vnd
seinem! wz sy funden vnd gesacben hallend die andren die den ouch ussgefaren warend brachtend
die mar wie ein gantz warbaftig sag wer dz sieb die eignossen vor zürich wollend legen, vff diss
reden die den sy von den kuntlüllen vernamend ward man zu Zürich ze rat diewil vod man warlichen
bort vnd dz wol wussl dz die eignossen für sy züchen wölteod, so wer not dz man alle die boüm
die den in der näche bin der stal stand soll abhouwea vff den bodeo und daruss bolwerk machen
also buwe man alle ab die boom die zu ring vmm vmm die stall stündent als ein bandbüebs jn der
slat vff dem graben die buwe man ouch alle ab vff den boden, dz doch ein grosse dorheit was, den
sy zu gutten bolwercken wol gediennel bettend daran zu buwen.
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Wie die eignossen für Zürich zugend vnd dz meintend zu gewännen vnd an wellichem
end jetliches ort sin läger u Osch lug.
VIT sant jofaans baptislen lag anno domin. m.ccccxxxxiiij jar da kamend gemein eignossen mit
aller jr macht, vnd leidend sich vir zürich dz doch die gröst torheit was die sj kam je begieng'end
vnd meintend dz mit jrem eignen gewalt zu gewännen
Pag. 100.) (Im Original die Stadt Zürich mit den davorliegendm Eidgenossen : sonderbar ist es,
dass der Prospekt der Stadt verkehrt gezeichnet ist, so dass man glauben könnte, er wäre be-
stimmt gewesen, so in Holz geschnitten zu »erden, was durch einen beabsichtigten Druck dieser
Chronik in spätem Zeiten wohl erklärt werden könnte, von dem aber wohl kein Gedanke sein
konnte, als diese Chronik zusammen geschrieben wurde. In der Copie ist hier die Auffindung der
Büchsensteine angebracht, die zu dem torhergehenden Abschnitt gehört. Diese Vorstellung ist in
der Copie nicht befindlich.)
und lagend also davor \ Wochen vnd üj tag vnd schlugend die von bern vnd von zug mit sampi
der berscbanfl baden vnn dem ampt wagcotal vir die hleinnen stat an die tili vno vmm salnow da
vmm. die von lutzern lagend anlein bin krallen am ruricbberg, so lagend die von schwitz vnd glariss
zu holtingen (Pag. 101.) jm boden. oucb haltend die von vry vnd vnderwalden jr her vnd leger
geschlagen vmm spillclersrhür vnd da vmm stadelboflen, da nun die eignossen also vor zürich lagend
da kam der lag niemert man scbarmützlet an ettlicbem ortt mit den eignossen, den dazemal gar fil
freidiger gesellen warend von fremden vnn oucb von heimseben, die täglichen vss der stat lüftend
vnd jr heil an eignossen versüchtend dz ich nun nül kan noch mag schriben, doch so wil ich
die grosten Sachen schriben, die sich verluffend die wil die eignossen vor zürich lagend so es sich
hienach begeben wirt , vnd wil nun bienach zu dem nächsten schriben wie man sich in der stat zürich
hielt vnd von jrer Ordnung vnd wie sy jr stat besatzlend vnd oucb wie hans von rechberg erwell
ward zu houptmmi
Von der Ordnung die zürich in der stat gemacht ward.
Ich uernim warlichen aber von frommen erbren allen gloubhaftigen lütten die selbs mit jrrem
üb vil bin dissen Sachen gewessen sind, dz die Ordnung von den fromden gemachet wurd, vnn nül von
den heimschen, vnd wz dz ursaefa also da es an der sill als übel wz gangen «iaruor dem bössen friden
vnd jederman in die stat Doch, da fordret der margraft alle Schlüssel zu allen torren die wurden jm
vnd bebub also dieselben Schlüssel jn sinnem gewalt den krieg uss die wil die eignossen vor der stat
lagend , dz nun uil der erberen lullen zürieb verdross vod sy vast bekümbret , vnd also macht man
die erst Ordnung vnd macht mit etlichen der ralten nüw räll von edlen vnd vnedlen von fromden
vnd von heimseben vnd deren warend nül mer den zwölfF, mit dennen er all sachen ussricht, die den
zu dissem krieg fürttend, vnn sust nüt wilter, vnd also erwartend erw.li.ndi die zwölff räl hanssen
von rechberg zu einem obersten hoptman der gantzen stat zürich, demnach macht man zu jm fier
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55 — -
houplman die nach jm die grasten »in sollend ouch von den frömbden vnd von den edlen, vnd teilte
nun dieselben mit jtrero folk. zu den fier (orten nämlich tu rengweger tor ein boptman der mit
siooem zn bescherten voll dz vergompl von (Pag. 102.) behüt. dz ander wz jm niderdorff dz batt
nun oach sin boptman mit sinem volk. dz dritt tor wz zn niinmerck, dz oach mit einem hoaptman
vnd sinnem folk verhül ward, jtem vnd dz tor linden an der kilchgassen, bat kein boptman, vrsacb
halb dz das selb tor am allerminsten gebracht vnd geübt ward. Doch so warend noebtend lüt, die
sin vergomptend!. denn man die kleinnen türlin oach täglich offen hat vnd man die bracht, das fierd
tor wz nun uff dorff dz hat oach sin boptman mit sinnem eignen zug, der dz ouch gelopt batt dz
zu vergomiuen. als den die andren oach tan haltend, jtem so warend zu den kleinnen torren, als kätziss
türlin, vnd woilissboffers türlin ouch lüt (ungeordnet, die zu verhütten vod ze gommeo doch haltend
sy nüt houptlüt, jtem me so wardent da alle zünft mit sampt etlicher ab dem zürichse vnd von bongt,
vnd wennen sy den warend jn die turn vnd jn dio bolwerk, die den zu beden sitlen uff der stat
graben gemacht warend, die zu vergoumen vnd zc bebütten, nun werr wol hie me zu sebriben. wu
jetlich zonft jr botwerck oder jnn welchem tarn sy lagen, so litt nüt not daran dz zu schrihen, vnd
ist oach wol durch der kürlzy willen voderwegen ze lassen, vnd sag nun fürer dz man wusst, wen
man off die wacht gan sölt vnd trab ( darmb ) dz wz gewonlicb zu mittem tag. so lüt man die burger
flogen, den so kamend ander uff die wacht vnd wurdend die andren frig vnd ledig biss aber zu
millentag, jtem man verbot! ouch alle glogeo zu lütten die Zürich jn der stat warend, vssgenomen
die vorgcnempl barger glogen. die ward ouch abgelassen zu lütten, vnd dz ich wiltcr sag, da gieug
kein glog nüt me den anlein die zitglock, die ward oach gesielt dz nun der zeiger gieng vnn dz
beschach nun vmm desswillen dz die cignossen jr sacb dester minder wüsstend za bandlen vnn
schicken nach der stund jm tag oder zn oaebt, vod sömlicher Ordnung bat man vil jn der stat cet. jtem
vnd uil der eignossen meintend. man bette büchsen daruss gössen vnd schruwend vil spotlworl der
glogen halb in die stat aber sy vernamend demnach wol. ob sy vergossen warend oder nüt, da man
frönd lütt, als du wol hören wirst, so es sich begilt zu schriben von den von farspurg. (Pag. 103.)
Jr sind nun wol beriebt der läger so die eignossen uff geschlagen nach lut vnd sag dess drillen capitels
nächst hieuor wo jellicbes ort gelegen sye vor der stat zürieb darum jelz nüt not ist fürer za
»chriben, je doch so muss ich dz schriben dz alle tor an der stat tag vnn nacht stälz offen stünden
die wil die eignossen darfor lagend doch versächen mit jrren fier houpllüllen als den du ouch darfor
nächst gelassen haust vnd ist dz uasl wol ze glouben dz sy offen vnn nüt beschlossen werind wie-
wol doch die fier boptman die torschlüssel hinder jnn gehapl habenl nach befelch des margrauffen
von rollen so linst du uil der allen historien von uil sellzsamen geschichlen zu sagen von der
erwirdigen stat Zürich vnd besunder jn etlichen geschriben wie uff ein zil ein römisch küng genant
der kleyn karoly mit sampt vil sinoer fürslen vnd berren griffen frigen ritlren vnn knäebten Zürich
die stat mit grossem folk belagen hab, aber nül dester minder, so wurd altag täglich dz fecb von
zürieb vss der stat für den hirtten uff die almend gelrihen zu weiden, als den dieselben alten
cronecken gar lutter sagend dz nüt not ist hie zu melden, darum in man wol glouben mag dz die tor
wie den optstat offen vnd nül beschlossen sigind denn alweg uff beden stelgräben der kleinnen
vnn grossen ob >jc gewepneler mao jn bolwercken tagend, jeh hab oueb wilter vernomen wie dz
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— • 56
man uff der statt graben vor renwegertor mengen »chünnen tautz gehapl hab die wii die eignossen
vor züricb gelegen syginl.
Wie bin sächszechen gesellen von Zürich den eignossen drü fuder win namend vnn
siben Hengend vnn die in die slat brachtend.
Ich vernim oucb fürer aber von den alten die selbs bin Iii dingen gewessen sind dz uff eyu zil
bin xvj gulter gesellen vngeforlich eins» roer oder minder sieb erhübind vnd luffend vss der Mal
züricb über die allmeod jm bard vnd zu alisteitcn uff vnd fundend da iij fuder win die man tomui
niderland den eignossen jn jr läger wolt Türen denselben win namend die xvj mau von Zürich vnd
fiengend bin dem win siben man die denn den win fürtend. vnd brachten«! also den win vnd dieselben
gefangen durch der eignossen her mit listen jn die stat Zürich , also liessend die xvj man den win jn
der stat nasrüffen vnd verschanktend iPag. 104.) den uff der nidren brugen bim ralhuss, aber darnach
begab es sieb oit lang, dz die eignossen dryg erber barger von Zürich fiengend da ward ein tadig
gemacht dz die von züricb jre siben gefangen ledig lassen söltind. so welle man jre dryg man jnneu
mit gesundem lila oucb wider antworten, also wurdent die gefangnen zu beden sillen ledig gelassen
vnd den jren geantworltel.
Wie die gemeind ein anschlag gemacht hallend die brug jm hard ze brechen.
In der zil als den die eignossen Zürich belegrei haltend zu beden orllen . da schlugend sy eyn
brugen über die lingmat zu wiplingen dz sy wandel vnd weg von eitn läger zu dem andren haben
raöchlend, da ward von cinncr gemeind von züricb angesächen vnd dz an deu gewalt bracht dz man
etwz schmacb den eignossen gelhun möchl, die wil vnd so uil gultcs folek züricb in der Stadt lag so
wer dz jr meinang vnd will, die wil die eignossen ann alle hut vnd Ordnung nach jr guller
kunlzschaiTl sag lügend vnge warnet, an einem morgen ein schiff mil gutlen engüchen wolucrrichler
knächten hinab an die opgemelteo brugen zu schicken, vnd die abwerben, vnd den die jn der stat
des« selben morgens mit als uil lütten als sy bedacht hin ussen die eignossen zu züchen vnd die in
jrem lagcr frü vor lag uff zu heben vnd überfallen vngewarnoler sach, die den vor der kleinen slat
lägend, aber da dz die gewalligen hörltend, da woltend sj gantz nüt mil der sach zu schaffen haben,
also beleih dz vnderwegen vnd ward nütz uss der sach cct. vnd wer wol daruff gestanden, wu man
dissem anschlag nachkommen wer , dz die eignossen ein mcrckliche verlurst verluren bettend an lib
und gut, wan sy ye mcinlend und jren vi! dz sy kein gelück nül me bettend zv den von zürich
vmm das übel, dz sy die fronten lül zu griffense getöl hellend als den ouch dauor geschriben stal.
Wie etliche gesellen den eignossen ein grossen roub namend \nn den durch der
eignossen her bin helgen dry klingen in die stat fiirlent.
(Pag. 105.) Item demnach begäbe es sich dz etliche jung malwillig gesellen sich eins abind uff
bubeod vnn luffend von Zürich uss der slat vnn zugend über dz albiss vnd namend den eignossen
wol bin xxxi houpt gehürntes liechs vnd zugend da bin beigen drig küngen durch der eignossen
läger dz man jnnen nie nütz nachfraget wer oder von wenuen sy werend vnd brachend dz also hinjn
gan Zürich on alles engelten mit gutler ruw '). Und also begab es sich aber demnach dz die jungen
burger Zürich hallend lassen machen slächlin ruch gehowen statt vnn wollend vnderslan den eignossen
vor der kleinen slat die houpt büchsen abzulouffen mit dennen den sy vil vss dem lalacher jn die
«tat geschossen haltend (l'ag. 106.! vnd die mit den optgmelleu »lüften jnu die Zündlöcher verscblacheo
damit vnd sy vunülz wurden! vnd man sy wider nuw güssen inust. also luffend sy hiuuff zu den
busseo ibüchsen) aber die eignossen wurdent des gewar vnd vuderslundeul dz zu weren, dz die burger
uüt jreui auscblag nachkommen mocblend vod müsleud also die büsebsen viiuerschlachen beliben doch
so scbarmützletilend man zu beden teillen iner den zwo ganlzer stunden vnd sagend etliche erber
lüi dz ob sächs lassend schützen mit armbrusten vod büchseu zu beden sitlen zusameii wurdent
geschossen vnd kam doch nieuien vmm uff der von zurich teil den ein lediger von gerreseck der
wolt ze Iii also kam er vmm vor wollischoffer lürliu zu nächst vogefarlich jn der gassen bin des
eflingers gut, aber wz der cigoossen vmtukäm ist mir nut zu wussen gclban. vnd kan dz ouch nieiuen
erfaren. den ob sy da uil lullen verloreu heUcnd, so vermuchlotend sy glich dz das niemuu veruiiiueo
moehl, aber wunder niuss ich sagen die eignossen wie sy «'innerliches grüsses gut verschussend jnn
die slat Zürich so heschacb doch davon wenig Schadens dou man fynl dz nie keim menschen uil leid
ann dem lib besebäch den anlcin ein» nriesier der ward erschossen jn einem huss jm münsterbot
vnd ein Wächter jn einnem turn vnd ein hennen mit uil junger hünren vnd dz wz fast der grost
schad der mit den houptbüchssen beschach in Zürich cet. nun wer hienach noch gar uil aufenlür zu
schriben von uil scharmulzlen die den vor Zürich beschachend so wil es nuu zu uil lang werden zu
schriben aber wie dauor stat mag ich aber sagen die wil vnd die eignossen vor zürich lageud kam
gar selten der lag man scharmützlet mit eyu andren vnd ellichs tags iner darumm ich nun von dissem
weebteu nül witter schriben wil, vnd also die eignossen vor Zürich jn gulter ruw lassen ligen vnd
wil sagen wie der houptman mit samt dem margraffen von rollen vnd ander der ratten weg suchlend
zurich zu enlschütten vnd die (Pag. 107.) eignossen vss dem feld vnd leger zu schlacken
Vvrttellung der Beralhung , und wie der Margraf an den römischen Köniij schreibt.!
Also ward man zu rat dz der roargranll' gantz nüt besser jelz ze konde thuon den disse sach
dem rüinscken küng ouch zu schriben die wil je der krieg sin feliren ouch ungieng herlzogeo
1/ Im Origio«! itl bler der Au*f«ll der Zureiter abgebildet, von dem drese» Oepilel spricht : in der Copic die
Auicbt der beUcerteir Stadt ZrJricb, vod der Seeteile genommen.
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albrecbl von Ostrich vnd den flislichen anrQOen vom hilft" vnd ralt die wil vnd er ein erhebcr wer
dess kricgs vnd mit mcr wortten die man hie nül bruchcn larft" also ward hanss von rechberg
ussgonomen zum hotten vnd mit jm burckhart müncb der wz ein ritter die sachcn zu werben also
rillend sy zu dem küng vnd sagtcnd jm den bandet warumm sy zn sinnen küocklicheo gnaden gesänt
worden wertend, vff sömlichc rod der botten schreib der küng fridrich dem kiing von frankrich
frünllichen allen handel vnd mant jn da by bin sinner huld zu hilft" ze kommen dem beigen röroschen
rieh den die eignossen die werrend die verlilger werrind alles ad eis vnd erberkeit mit uil mer wortten cet.
vnd ferget also hanssen (Pag. 108.) von rechberg vnd her burkbart müncb zu dem küng ze franckrich
die sacben zu werben vnn nach uil wortten ward der alt küng von frankrich bewegt von bitt des«
römschen küngs vnd ouch sins vellren berlzog albrecbl von Ostrich vnd sust anderen fürsleu vnd
borren die jm gar ernschlich geschriben haltend Zürich lassen zu enschutlen dz er jnn dz nul verziehen
woll. also liess der küng von frankrich bcsamlcn ein gross vnmerlicb folek vnd schickt dz mit sinem
cltren sun ludwig dem tellin hinuss jn tuschtzc land. nun ist ze wu&sen dz hanss von rechberg gar
vnmüssig wz jn dissen gcschäflcn vnd reit schnäl vor allem züg ouch jn tuschtze land zu allen furslen
vnd liess her burkbart müncb mit dem tellin hernacb züchen, vnd besamlel er von den tüsebtzen
furslen ein grossen mcrcklichen zug zu ross dem leltin zu trosl da uil von ze schriben wer wz er
vninuss bat dz wend wir nun ouch lassen slan vnd den zug vmmendum algemach lauen herzu
zurhen vnd wend sagen von juncker tomen vnd synem bruder bed von falckenstein wie es mit
denselben sich machet darvmm sich die eignossen uir farspurg vereinglend zu ligen.
Item hie seit diss bücli wie sich tlie bed brüdren von falckenstein liessend überreden
von den edlen dz sy den eignossen ouch abseittend vnd sy demnach den von bern
brug jnn namend dadurch sy gantz vmm dz jren von den eignossen kantend.
Item es begab sich dz zwen gut frig herren sassend jm ergow vnd jn der von beru hielten
genant tomen von valckenstein vnd sy brüder die uil guller schlössen ballend an der ar vnd vmm
bern als lorburg vfT dem sy den säsbaln warend ouch bechburg kienburg vnd dess glich andre
scbloss ouch die den slil sassend vnd sich des kriegs nütz beludcn jn (Pag. 109.] < Vorstellon* der
Inicrneluuun« aof Brugg; keynen weg dieselben heren warend nun jung vnd rillend uil vnd dick gan
rinfelden vnd gan walubul vnd jn audry scbloss vnd stet die den der berschaft von öslricb zuge-
bürtlend vnd jn den selben stellen uil junger edlen ouch lagen, dieselben gar dick tomen von
falckenstein vnd sin brüder anzugend dz sy den eignossen oueb jr absagung tun sollend, darwider
alweg ihoraan von falckenstein vnn siu bruder antworl gabend dz jn dz in keinoen weg nul wer zu
tbun den sobald vnd dz beschach so werend sy kommen vmm falckenstein vmm torburg vmm bechburg
vnd vmm kienburg die sy nül beheben mochlcnd vnd werend den also verlriben arm edel lüt vnd
dz wz nun stätz jr anlworll, vnd am alerleslzen ward jn also gcantwort sy bedörftend sich dess nul
besorgen dz sy nun die absagung lullend vnd vmm als menges scbloss sy von den eignossen kämmint
als menches wöll jnnen jr berlzog abrecht an der etzsch wider gen die als gut werind als die jrren
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die sy veriureud vnd deu wollend sy janen wer sin, vnd vff sömlicben der edlen irosl {Pag. MD) da
Mittend bed die von valckenstein den eidgoosseu ab gan bero jn die statt vnd not uir Zürich jn dt
ber der kam dar zu äugender nacht , da der schullbess den brieff gelass da schlug er sieb selbs an
kopfl" botz blütz willen dz gilt vnss von bern ein scbloss es »je weiles dz welle an der arren, als
hesebach den thommen von valckenstein wz uast wol au den von brug der kam mornnendess als am
aubiod (Abeodi der brieff gan bern geantwort ward gan bern, gan brug vnd klopffel an dz tor da
fragt man wer da wer antwort er ich bin tomen vou falckenstein von stunden an lies* man jnn jn
mit guttem friden vnn demnach nam er bragek jn vnd verbrantt cas ganlz vnn gar.
Hie seitt diss buch wie die eignossen varspurg belagend vnd wie hanss von rechberg
an eine morgen sich von farspurg liess vnd durch dz her der eignossen reitt vn-
geletzet vnd wie die eignossen gewarnett wurdent von den von bassel.
(Die Belagerung von Farnspurg und Rechberg'» Entweichen.,
(Pag. III.) Da dz nun die eignossen vernamend da berüftend sy die rät vnd ralschlagtend
uengerleig vnder ein andren wz sv in der sacb bandJen wollend doch so ineinttend ellich dz man für
das scbloss farspurg an xv c man schicken solle dz den ouch jr wer vnd wen man dz selb scbloss het
erobret dz wer je der von valckensteiu herU so möcbtend sieb die obren schloss an der arren nüt
enzagen als den war wz, damit so helle man innen uast wol gelonet jrs Übels also ward gefölgel
dissem ratt vnd ward den von bassel geschriben von den eignossen dz sy hilft* vnd rall gebend den
jrren es wer mil geschütz oder »ust damit und farspurg gewunnen wurd also ist nüt minder da dz die
von bassel vernamend da tatend sy allen jren fliss den eignossen. den sy uül wol an den von
valckenslein warend vnd also ward farspurg mit den eignossen belegen , vnd lagend da etliche zil mit
grosser müg vnd arbot dz sy dem schloss weder mit gesebülz noch anderen krieckseben sachen nutz
lallend aber die "m schloss alwegen den eignossen etwz schmacb den man seil fürwar dz hanss von
rechberg ann als geschieh jm schloss farspurg lag dz man es vmmleit, da sagt er jnnen sy sollend
nun frölich sin den er wolle sich uss dem schloss bin der nacht lassen vnd durch dz her ritten vnd
sy mil der hilft" gotz redlichen enUchütleo, also rayt er über die brugen zu dem tor farspurg vss uff
filtzbütten dz man jnn nüt hören mochl vnd kam demnach durch dz her vngeletz vnd gab jn da uff
einnero berg dz Wortzeichen dz er in geseit bat zu gen uff einem berg ob jm got gebo I ff durch dz
her daruon die von farspurg gar fro vnd manlichen wurdend wonn sy wol von dem zug wüsMend
dz er kam.
Pag. 112.) Item vnd diss sachen vernamend nun die von bassel wie da kam ein grüss vnzalicb
uolck von franckrieb genant die armenjäcken vnd werre der lelfio von franckrich barsonlicben »ueb
bin jn jm feld vnd werre also jr bouptman dess glich vernament sy wol dz sich aller adel der den
der berschaft von Ostrich ouch zustund menklichen besamlentend sich sy vernamend oueb wol dz sy
mot ballend gan farspurg vnd mit dennen zu stritten vnd sömlicber sachen vernamend sy nun uil,
vnd schicklend ein schnellen hotten zu den eignossen vir farspurg vnd sebribeod den alle jr kuntschaft
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die sy vnrnomen ballend vnd bauend die früntlichcn abzuzuchcn von farspurg jn jr statt gan bassel
von stunden an den es vasl zit wer . da nun aber der bot zu den eignossen kamcnd da hallend sy
diss schriben für ein gespül vnd jn einem zorn erslacbend sy denselben botten zu lod, die von bassel
warend aber nütz dosier minder die. die ein holten über den andren gan farspurg scbicklend dz
uerlieng alles nütz an jnnen zum letzslen scbicklend sy jrren ralzfründ genant sefogel binuss zu jn
der rcl allerleig mit jnnen dz sich die sach lang verzog aber es half ouch nütz, vnd gabend jn» ouch
spotwort an sy red, da reit der sefogel nun hin ich wil bttl bin üch beliben vnd ouch en keinnes zagen
nül sin. vnd büt sefogel vnd sust niemert mer dz muss mencklich säcben vnd hören, den fürwar ich
weiss dz min heren von bassel söraliche gulle kunlzscbafl hand dz ob hundert tussig mannen %nd
drob jm land sind die »ich vnss fast nacben sind vnd bald kommend.
Diss buch seit hienach wie die eignossen bin \v l mannen \erlnrend zu farspurg vnd
wie der slril sich erhub vnn dardurch farspurg vnd ouch ziirich enschiilt ward.
Pag. 113.) (Gefecht der Eidgenossen mit der französischen Reiterei.:
In dem vnd diss vorgcmcllcn sacken sich also ucrluffend , da bondc der lellin mit sinnem zug
gar uasl varspurg nacben, da macht er in ein Ordnung ob hunderrt pferd doch nüt uil mer vnd
»chirki die vor allem züg an die eignossen mit jnnen zu scbarniützlen als ab dargegeo luflend hin
buoderlen der eignossen den zug an der teilin schick ■ aber uff ijc pferden an sy, die eignossen
liessend ouch so uil dargegen louflen den fordren zu hilff, der lellin schickt aber mal uff ?j c ptVrd
den sinnen zu trost, da dz die eignossen sachend da liessend sy sich uss allem vorteil ab uil jren
wz jn den slril, da wz bans von reebberg mit sampl der lüschlzen rüllren den drigen fordren huflen
ouch zu bülf vnd slrittend uast streng mit ein andren , man meint vnd wu die lüschlzen nüt uff den
tag bin walchen gewessen werind dz der armen jäcken wenig darvon kommen werend so redlichen
hieltend sich die eignossen, da sy dz nun lang triben. da hat der lellin ein gross hinderbul gemacht
vnd zog an dz orlt da die eignossen [Pag. 114.) vor plagen warend von dem berg an sy dz nun der
Kerl huff vnd aller grösl wz an sy vnd darunder warend ouch uil der lüschtien rüllren die den von
der berschaft willen da lagenl da wollend die eignossen wider an berg an dem sy uor ouch gelagen
warend dz wz er ouch mil ein andren züg dess lelßns jngenomen also zugend sy mit gewerller hand
vnlz nach gan bassel zu dz sy gross vnzallich volck die dess lelßns warend erschlagend , vnd meint
uil lütten wu nüt so gross vnzallicbes volck da gwessen wer sy bettend sich der walchen mil gewalt
erwcrl, den alweg wol zechen welchen vmmkamend eb der eignossen nun einer.
Also irattend die eignossen mit jrem forllel zu der birss vnd meintend über die zu fluchen also
mochtend sy nüt entwichen vnd ertranckl jren gar uil in der birss den der raisaig züg jnnen alweg
Wie die basler den eignossen gern ze hilff komen werind,
(Die Eidgnossen ziehen sich in das Sieekenhaus von S. Jakob.,
äff dem fuoss nachjagt vnd sy besinnend an anderlas«. (Pag. IIS. Item »od diss sachend nun die
von bassel vnd mcinlcnd deo eigoossen zu hilflc kommen vnd zagend mit der stat zeichen den eignossen
engegen da Hess der lelfin den hinderslen huffen der warcnd ob Lx lussend gegen der slal bassel
zücben »od vermeint den eignossen vnd ouch den basieren jr slal abzulouffen dz sj nül mer darin
kommen möchtind dz ersacbend nun die von bassel vnd luffend löufflingen jn jr slal vnd entrnnend
vasl kuni vnd beschlassend alle lor zu vnd liessend die eignossen zu scbanlz gan den sy jnnen nttl
gohelffen moebtend.
Wie die fluch(i) ward jn eignossen.
Also sacbend die eignossen wol dz es jn den hosten weg vmm sy gan wolt da namend die
übrigen die den nach laplend die flucht jn sanl jakob kilebboff vor bassel vnd warttend sich lang gar
ritterlichen daruss vnd oueb uss dem turn doch am letzstben Hess der teilin die huschsen an die
kilchmur gan vnd dardnreb ein gross loch schassen vnd demselben nach den kilchbofT stürmen daran
er nil lütten verlor doch so gewan er den stürm vnd mästend die übrigen flächen jn kilchturn vnd
wurffend die siegen ah, da verbrämte er den turn vnd erslackle vil darjnncn, vnd also kam jr wennig
mr heim den anlcin die grosses gluck hatten , vnd also verlurend die eignossen als man seit ob xr*
mannen, nun ist zu wüssen diewil vnd die eignossen vor bassel oder varspurg verlurend noch den
wusl niemen Zürich nütz dauon den erst an dem andren lag als du den hören wirst.
Item hie seit diss buoch wie die eipnossen die müllinnen brantent vnd Zürich vnder-
stundent zu stürmen vnd da vil lütten an dem stürm verlurend.
(Pag. 116.) (Vorstellung des Sturms auf die Stadt Zürich.)
Inn dem zit vnd nun die eignossen wol bin x ganlzer wachen aor der stet Zürich giägen wareod,
vnd ouch da uil koslen vnd schaden empliengend, ratscblaglend sy aber vnder ein ander was sy mit
der stat Zürich furer bandlen wellint, ist nül zwiflol den dz da ro enger anffentürger anschlag vnd ralt
vnder den eignossen gcrallen ward, doch so kamen sy überein vnd ward ouch dz mer vnder jnnen
dz man lüt uss nämmen soll vnder den eignossen uff lussend mannen die die müllinen vor der mindren
«tat an öltenbacber nurbrennen soll, vnd wen man darzu kommen möcbt, so wer jnnen nüt zwiffel.
den dz die Züricher von allen bollwercken die den vor der kleinnen slal stand za dem für wurdint
louffen vnd vnderstan die müllinen zu enschütten vnd retten, damit dieselben bolwerck lütten
(Pag. 117.) unn wer halb gantz ledig stan wurdint, demnach so sollend uff m (iooo) der aller röschsten
knechten die den von den eignossen vsszogen wurden! zu den optgcmellen lüllossco bolwerkenn louffen
vnd die den Züricher abjllen vnd den demnach der ganlz züg ouch zu der stat zücben vnd die zu
stürmen dess glichen söltend die andren eignossen die den for der grossen stat tagend ouch an jrem
ort stürmen wu es sy am besten bedacht vnd die stat ouch uff denselben lag nötten vnd versuchen
ob sy die »tat moebtend gewünnen, also wie den obstat da zugend die eignossen am morgen frtt vor
tag so den die sach befolchen wz vnd zünlleud die müllinen an zu brennen, isl oül ann, uasl uil der
incrllcl Züricher die den der bulwerck warlten sollend luffend den müllioen zu vnn (wollten) die
retten, doch bald man jnnen bin cid vnd errc wider vmm zu loufTeii jelllicbem an sin stat do er uor
wz glägen zu uerhüden, den man wol sach dz der eignossen uil nun zu den bolwercken luffend vnd
diss mit den mullincn uff ein bescbiss von eignossen bescbäcben wz vnd abo wurdeut aber alle
bollwerck mit denen von Zürich gar wol uersächen mit lütten vnd geschütz, dz marcktend nun die
ciguossen ab wol vnn sachend nun oucb dz sy den bolwercken nutz abbrechen mocbteod vnd luffend
ouch löufflingeii zu dem für vnd slürmptend streng au die stall, vnd wz last ein gross gelon da mit
uss vnd jnn zu schiessen vnd wurffend die in der slat binuss uff die eiguosscu mit grossen steinnen
vnd als ich verein) da haltend sy lilt hoffen vnd krug gemacht von berd vnd die gelull mit kalch vnd
wurffend die ouch vnder die eigucssen, dz es ein souiliches gestoub ward dz die eignossen schier erstickt
werrend vnd pfuchssenlend ab pfifiikv bünner, zu dem vnd einnen den andrenn von grossem stoub
nül wol sächen mocht vnd also tribend die Züricher die eignossen mit geschütz vud anderer gewer
die eignossen von der stat vnd bebubenl also den stritt vnd stürm din eignossen an, uun hallend
elüicbe jung gesellen von zürieb ein offen wusch zu sant Steffen vor der stat am l'ag. Ii».) aubinl
daruor uD den kiiebturn zu einner beigen hinuss geslossen, vnd wanden! wahnicm die eignossen nut
änderst den dz es ein fenly wer vnd hallend die grüslcn not vm den offenwüsch dz es ciu wunder wz
vnd wz ouch dz fanuisl schiessen zu den die den die leilter uff stigend jn turn dz die uss der slai
turn vnd bolwerck sebussend dz es einner jemmer gern sächen mocht doch aber am testen da gewunnend
die eignossen den offeowüscb vss dem lütllossen turn den niemen jm tum wz der dess offenwusch
warllet vnd diss besebach nun ouch an dem morgen frü nach dem vnd man den stürm gelhan hat, abo
verlurend der eignossen wol ob lkx mannen, vnd wurden! wol uff ij* man wund dero demnach uil
slurbend, abo (urlte man die uerwunten ein teil gan baden vnd die andren gan brengarlen zu artznen
dz uerzog sich nun wol vnlz uff den dritten tag dz sy mit den toltcn vnd verwunllen vmmgiengend.
vnd meint mencklichen jn der slat zürich dz die eignossen sich zu eitn andren stürm zu rüstend,
abo still schwigend sj, dz niemen in der slat nül wusi wz sy lallend oder wu mit si vmmgiengend
denn sy nüt me sich erougtend weder mit sebiessen uoch mit scbarmülzlen noch mit keinnen andren
sachen die sy den uormallen bruchl vnd geübt haltend dz das« doch iederman wunder jn der statt
nam durch wz ursach sy dz millind vnd vnderwegen liessend
Hie seit diss buch wie hanss von rechberg gan ziiricb ein bolten schickt mit brieiren
wie es zu farspurg ergangen wer vnd demnach wie man zürich mit allen glogen froüd
Iii! dz nun die eignossen gross wunder nam vnd etliche fragtend uss der eignossen her
wz es betütte vnd wie dem allem nach die eignossen abzugend von zürich.
(Pag. 119J Lager vor Zürich; die Belagerten trompeten ab den Mauern.!
Ab nun die eignossen vor zürieb deo stürm verloren haltend noch denn wusi niemen zürieb
nüt darvon weder die jn der slat noch daruor, aber bans vou reebberg schreib »chnäl vnd bald ein
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brieff gan zürich darin allen bandel stund der »ich den mit denoen vor farspurg hat rerlouffen vnd
schickt den bin einnero holten gan zürieb nun mocht der bott nüt den nächsten weg baffen vnd must
elwz vmmwegs gan dz er nüt glich gan zürich kam vnd kam also uff den dritten lag demnach vnd
die eignossen den Murin vor zürieb ballend verlorren vnd bracht den gan zürieb dem margraffen
von baden vnd allen rälten da man nun den brieff gelass da led man ess menckliebem kunll vnd
ward dz ganlz statt folek mit grosser froüd vmmgeben vnd erfüllet vnd bott man jndergantzen statt
froud zu lütten mit allen glogen vnd zu pfiffen vnd trumellen vnd mit anderen spülen mit sumbren
vnd schweglen dz es jn der ganlzcti stat erhall (Pag. 120.1 vnd also wz gross froüd vnd jublieren jn
der statt zurieb mit juchsen sebrigen vnd andren (Volkfien sacben.
Wie die eignossen dz lütlen vnd pfiffen hortten dz jn der slat beschach des» si »ich
verwundretent.
Do nun die eignossen dissess gross gelül in der slat zürich hortend vnd wie man irumellel vnd
(iliflet mit allen spülen dz dz konde sy nüt verwundren wz dz betütt vnd luffend zusamen vnd fragt
einer den andren wz dz lütten belütte, ist nüt minderr etlich rettend sj lullend froüd, vnd ret einner
diss der ander rett dass vnd ward wol der von farspurg wegen ouch geretl dz es denselben etwen
nüt wol gangen were den ouch die sag vnd er den eignossen vor zürieb wz wie ein frömdes folek
kam die mit jnnen vor zürich weitend stritten vnd Zürich zn enschülteo dzselbe folek vülich an die
von uarsporg gesetzt bette vnd dz es den jren am selbenn ort übel wer gangen doch so mochlend sy
kein lutter wüssen nüt ban also begäbe es sich dz etliche wunderigen knäebl sich zu der slat von
eignossen luffend vnd schruwend uil spotwort zu den Züricher ob sy jungen fögellin funden bettend
dz sy also froüd lullend, sy bettend sich nüt versäcben dz kein glog jn zürich me soll sy den sy
hellend gemeint sy werrend alle zu büschsen vergossen, dz sy so lange zit nütl gebort bettend lütten,
vnd ballend sy die ursacb zu sagen wz dz lütlen belülte, also gab man jnnen uss der stat zur antwort
sy söllend gantz kein wundren ban wz die ursacb wer doch so möchten! sy wol erkonnen wie es vmm
die jrren vor uarsparg stund den ab jr kuntschafl sagt so werend sy alle erschlagen, vnd darumm
ob sy weitend so möcbtend sy die sach ouch wol me erkonnen, da dz nun die eignossen vernamend
erschrackend sy aast übel ein teil! wolt kein glouben nüt an der Züricher sag han s» fand man lüt
die diss sag uast wol gelouplend vnd meintend ye dz doeb ettwz an der sach were vnd jn dem da
kam den eignossen ouch ein bott von den von bassel der jnnen brieff bracht wie es vor farspurg ergangen
wz vnd wie dz gantz land vol frömdess folek wer vnd wer ein sömlicber vnzimiieher zug jm Und
dz es vnsaglichen wer die mul bettend bio uff gan zürich dz ouch (Pag. 121.) zu ensebütten ab disser
mer wurdend die eignossen so erschrocken dz sy zu rat wurdenl vnd von stunden an dz feld vor
Zürich rumptend vnd etlichen so not wz die den mit einaudren karttendenl vnd spülend dz gelt
kartten vnd spilbrclt uff den tischen jn hüllen liessend ligeu vnd zugend Ton zürich man meint dz
lutzern ury schwitz zug vnd glariss die fünff panner nüt mit xxx mannen über dz albiss hinweg
zagend also not wz jnnen hinweg zu fluchen vnd also ward dz feld vor zürich gerumpt von eignossen
vnd ouch enscbültel vnd zugend gestracktes beim.
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Hie sagt diss buch wie die von zu rieh uach dem vnd die eignosseu von der stat
Zürich zugend ein streiflreiss aufschliigend gau uiderwill vnd da vmm vnder dess
von brandiss panner vnd namend da den eignossen ein grossen roub vnd flirtend den
gan Zürich.
(Eintreibung des erbeuteten Viehs in die Stadt, im Original ; in der topie itt diese Vttntellung
bei dem folgenden (apitel.
Hag Iii.) Vnd nach diesen opgemellen verlurslcn so die eignossen eapliengeod es wer vor
/ürieb am stürm vnd auch zu uarspurg vnd dess glich an andren enden oueb, ist out minder den so
das sy ganlz slill wurden), »nd inachlcnd wenig uffroren ine. wen sv hallend gar uil lullen verzetl vnd
verloren, man taud ouch vuder den eignossen uil die selhss mit einandren seillend. vnss Urft" out
wuudrcn warum «ir kein gluck ine zu kriegen band wider die von zurieb, es ist offenbar vnd weist
inenuklich dz gross übel dz wir an den fronten lullen zu griflense mit jrrcin vnscbuldigen lod
begangen band darvmm vnss got jetz jnn meucheln weg gesiraflel hat vnd als uil nun die eignosseu
erschrocken warend so nianlicb vnd uil herlzens gewunnend die Züricher wider die eignossen vnd
zugend streng al lag ufl jrre grichl vod bielt sv zu sebatgon yclz ulT i i.'.u den hundert vnd einist
nüt als anders! wie den junen dz am aller besten diss Iribend sv nun unlz uff nächst kommende
wienäebl als man zsll von der gehurt Ihus xps ni.cccc.xi.v jar da kam der zwölfte tag vnd ward ein
streiQzug angeschlagen von denneu von zurich dz man jn dz wental zuchen soll vnd da vmm , also
ward ein hoptman vnder jniieu erwell dz wz nun ein marggraff von brandenburg vnd vnder demselben
panner zugend gar uil der edlen die den reissig warend vnd schätzte man dz fussfolck uff xij r man
die oueb mit derselben von brandenburg panner zugend, vnd also zog man gan niderwil vod da vmm
vnd verwüstend da ij oder iij dorHlia vnd namend ein grossen roub , vnd furllend den gan züri«
mit gutter rnw in jr slal vngcsumpl von tuencklicbeiii.
Von dem zujj vnd roub so die von Zürich den eignossen zu steinhussen namend.
(In der (npie die Vorstellung, die im Original bei dem vorhergehenden t'ap. ww. t
Pag. 1-23.' Item demnach begab ess sieb zwüschend wiennach vnn fasnacb jm xi.v jar dz aber
ein streiffreiss angetragen ward von burgren zurich Uber die russ gan mertschwanden den inn dem-
selben dürft" dazumal gar uil richer puren sassend vnd w/ der anschlag von denen von Zürich also
dieselben puren zu fachen vnn also zugend die von zurich uss mit jrem hoptman hanssen von rechberg
wol mit xij' mannen vnd lürlend mit jnnen vss der lingmal zwen niederwässcrer weidling vnd trügend
die vnlz vff dz albiss vnd meinlend darin über die rüss zu schiffen, also do man in dz feld uff dz
albis kam, ist nül minder dz dem hoplinan nüwer mar kamment dainil vnder nut gern ietz zu dissen
zitten über die niss schiffen woh . wz aber die werrend isl ttiir nul kunl gethan noch wilssend also
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besamtet er uil der edlen vnd ouch der erbrenn burger uon Zürich vnd leitt jnoen die »ach für wz
jm begegoel wer, vnd hat also jr aller rait wie man sich nun füror balteu well, also ward man zu rall
dz man zu disser zitl, mensch wanden iu ruw lassen soll, vnd solle mau bede schiff in dz albiss in die
studen verbergen, vnd den nächsten gan steinhosen zu zücheu als denn ouch beschach, vnd also zog
man gan sleinhussen vnd jn demselben rißicr vmm vnd fundend da gar ein grossen roub vnd brandend
da dz dorff sleinhussen vnd zugend sy da mit dem roub in jr stal gan zürieb mit gullem friden.
Von dem zug gan brengartten wie es die von Zürich wollend jngenomen han an
einnem morgen frü vnd wie man überschiffel vnd die letze gewan vnd aber da ein
grossen roub den eignossen namend.
Vnd als den geschriben stal nach hie ob wie der zug gan sleinhussen beschach dz bestund nun
aber jn ruw biss uff den zwölften lag zu meyen jm xLiiiij jar da warend etliche bösswicht jn hrero-
garllen die die stal den Züricher gern übergeben bettend vnd sebribend den von Zürich ein anschlag
also dz sy uff die nacht vnd stund lul vnd sag dess briefs by mitte lassen sollend (Pag. 124.)
i Vonteilung die»er Eipedition) sy sollend bin sanl anthony kappel ennetler rüss mit einnem grossen folk
da sin so wellend sy dz rüsslor offen hebeben dz sy vngeleUet mit gutler ruw wol jn die stall kommen
möcbteod vnd die innemmen vnd also noch dem anschlag da zugend die von Zürich uss mit einem
grossen züg vnd namend da aber schiff uss der lingmat vnd oücb die schiff uss dem albiss vnd zugend
an die rüss zwischend metlingen vnd bremgarlen vnd schiffentend also da über vnd zugend dem
nächsten an die letzy nid bremgarllen die gewunnend sy vnd ftengen daran dryg man die demnach
vmm v« guldin geschehet wurdent vnd die ouch gabend eb mao sy tedig liess vnd nach dem anschlag
u ff den lag vnd die stund als jn geschriben wz da kernend die von Zürich vnd luffend denen von
bremgarllen die müllinen enerller rüss bin sant aolhonj ab vnd natnenl die jn, vnd ward dz geschreig
uil zu gross dz die, die den die stal hingeben woltend nüt raer dazu mochtend kommen vor den von
bremgarllen vnd slürmpl man in der stal vnd zünl (Pag. 125.) man so uil hartzliechter vnd fürer an
dz die ganlz stal erlüchtet ward vnd jederman uff wüschl vnd an die werrinen luffend, vnd also
sebussend die von Zürich hin jn so schussend die von bremgarlen zu jnnen hinuss vnd dz tri he ml
sy nun lang, doch aber zu hinderst zugend die von Zürich ab den sy wol sachend dz die sacb wer
versumpt vnd nütz mochtend an bremgarten geschaffen da zugend sy zu ring umm bremganten vnd
namen so ein grossen roub dz man den nüt allen über die rüss mocht füren vnd meint man fürwnr
dz ob xvj* guldin wen fech liess louffen die man genommen hat die nun niemen trihen wolt also mit
dem andren roub der on massen gross wz den treib man an die rüss vnd schiffet man wider über vnd
zugend mit gullem friden aber heim in jr stal Zürich.
Wie die von zürich zugend über die rüss vnder mellingen vnd gan brug vnd zu
küngsfelden zu zugend vnd dem nach gan windisch an dz far vnd aber da den finden
ein grosser roub namend vnd wie hanss von rechberg geschossen ward uff brug.
Item jr band wol gehörtt wie den nächst opstat wie der zug gan bremgarten volbracht ward da
von jetz zu mal ouch nüt nol ist fürer zu schriben das bestund dazumal biss uff den viiij tag zu
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ougsleun in der er» da liess der oplgemelt hoptman meocklichen vüd manss natnen berüffeu vff
den hoff Zürich mit jr haruniscb vnd gewerren dz wz zwüscbcnd Heren vod fünften vnd zog da vs
vj« man die besten die jn bedttchlcnd vnd acbonoet da ganlz nicmens vnd seit ouch niemea nutz wz
er mit dcnncn thun wölt vnd zog den ersten zug gen dieltikoo vnd von dicttikon über den beiltersperg
vnder mellingen zu an die rüss vnd liess jm nachfüren aber zwen uiderwasserer weidling vnd nam
andry schiff ouch die er jn der russ fand in dennen allen schiffet er hinüber aber e vnd er ganlz
übergeschiffel hat da ward man jrren gewar vff stouffeuberg zu der bochen kilchen bin IcnUburg die
slürmplcnd an die glogen vnd also da gieng dersclbig slurrn gar will über die von Zürich, also
verzöge es» »ich so lang mit dem uberfaren [Pag. 120. dz es ganlze finslry nacht ward vnd dz man
nul aail kond schaffen zu beden sillen, da aber mornendess am morgen frü i Vorttelluog «irr Heb«r«cbiffuna
bei Brujfu) vor lag ward da zugend die von Zürich für brug vnd ouch Tür küngsfelden vnd da vmm
also ward der hoptman bauss von rechberg von brug vss einem turn geschossen dz jm vast anmeebtig
ward vnd also dem nach zog man l'ürer gan windisch an das far vnd wartlendcnd die von zürich
mit banssen von rechberg jrem hoptman bilgeris von howdorff der ouch jnn von der hcrscbafl zuge-
seil wz mit innn zu schicken iiijii man der houpttuan deun er sin soll , aber es kam gantz niemen
vnd verzog sich die sach gar laug jn den lag über die zit vnd stund so ju zugesagt wz , vnd hat
mencklieben ein vnwillen da zu heilten also begab ess sieb dz etliche ein uffror vnder den Züricher
macht dauon nut not ist zu sagen vnd wandcnl nüt änderst deu dz die tigint jm land werend die wurden!
Pag. 127.; nun flüchtig von den von Zürich vnd luffend beim von allem folek vnd scittend Zürich von
grosser notl wie jr keinncr nienier mer gan Zürich mit laben kam vnd da die sach am far zu windisch
geslillel ward da laff fil der Züricher vnd ouch mit jnnen der blutbarscher uff x\x man gan bruneg
zu vnd da vmm vnd namend aber da den linden ein grossen roub, da nun aber die vou Zürich ge-
warltel haltend vnlz uff die zwölften stuud zu mitlag vnd ye niemmeu zu jnnen kommen woll da liess
der bouplman den Iruineler uff blassen dem folek zusammen vnd wurdend über ein wider beim ze
zücheo mit dem roub vnd als also in der Ordnung zuebend für birmistorff gan mellingen zu, da
warend zwo froweu da die sy uberschlugend wie vil jr wer vud seitlend dz gan mellingen da
tagend von eignossen xviij hundert man jm zusatz dz nun dz die eignossen hortteud da sebicktood
sy hintiss jn dz forhollz iiij* mau die nun die vou zürich sollend überscheUen wie vil jr wer vnd
die sacbend nun die Züricher wol mit der stal zeichen die slrass Tür sy hinuss zücbeu da warend
etliche in mellingen die ye die vou Zürich gern angriffen hellend vnd etlliche nüt den dieselben
meiutend ye s> hetleud ein heimliche hilff vnd binderhut, da rel der von ringellingen von bero der
den dazumal bouplman zu mellingen wz, er sol niemen die von zürieb dafür haben dz sy so einfallig vnd
lorachtig sigind dz sy sich von jrren slal mit jrrem zeichen vnd so wenig folek zücbind es ist ann zwiffel nütz
anders den ein uffsatz vnd isl noch der grosle bulat dahioden darum so lass ich hie ietz zu mal kein angriff
thun vnd als den die >on zürich gar lurstlirhen mit jrem gcrouplen Tech die slrass usszugend da wurden!
sy der iiij c mannen die den von mellingen geschiben wurden! sy zu beschclzen oueb sichlig dz wz uil
der Züricher die \o nun an die eignossen wollend da zuck! hanss von rechberg (Pag. 128.} sio schwer!
vnd schlug uff die die deu die eignossen nun wollend angriffen vnd ouch mit jm sinne knäebt, vud
also wanl es hanss von rechberg dz da kein angriff nul beschach vnd zugend die von zürich au die
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rüss vnd scbiflcntcnd wider mit jrren schiffen vod mit dem roub über die rüss vnd dz dz die
eignossen sacben da zagend sy zu mellingen durch über die brug aber sy forchtend gar fast die
hinderhut vnd torstend den von zürich nül wol genachen besundcr hie disshalben der rüss vnd
lolglcnd jnnen doch nach biss gan schönen werd da kamend bet (eil an einandren zu scbarmützlen
also moch kein barlig der andren nütz abgewännen vnd da sy gan brciltenbach vntz gan scbönnenwerd
dz Lribend da verlicssend Jie eignossen die von Zürich vnd zugend also ab, vnd wurdend ij mann
den von zürich wund vnd ward den eignossen j man erschlagen, vnn als den uor gesagl ist wie zwen
fluchtig man die von den von zürich zu windisch ab dem far geflochen warend die warend nun heim
kumen vnd hallend von grosser not gesagl jrren heren von zürich da dz geschreig uss kam da lud
gar uil folek für dz tor an die sillen etlich luffend vntz zu den benken etliche wilter vnd gebubend
sich fast übel vnd wollend da wartten der mer wie es vnini die jrren stund also da vmm die drü
nach mittemlag ward so kommen! sy mit grossem lob vnd »ig vnd bracblend den roub allen mit jnnen
der ward gewerdet für xvj< guldin wert , vnd also ward meocklieben erfröwl vnd da gefragt wie es
jnnen ergangen wer vnd wo die von jnnen kommen werrend, also seitleod sy alle sach wie die
flüchtigen den ufflouff gemacht bellend vnd von jnnen so schaiitlicb geflochen werind . vnd da man die
rechten mer vernain da fienge man sy , doch so wurdent sy erbellen dz man sy am hindersten ledig
liess. also zugend die von zürich jn drig stunden vou windisch ab dem far gan zürich in jr slaL
Pag. 129.) Von der verlurst so die eignossen von den von zürich zu erlibach
emptiengend.
{Vorstellung des Treffens bei Erfenbach. In der Copie fehlt dieses Blatt.)
Item nach dem zug der denn oueb nächst hieuor stät da ze herpst ward maebtend die lender
ein anscblag nämlich sebwilz vnderwaldcn zug vnd glariss wie dz sy am zürichse die reben
wunden wollend also zugend sy mit macht gan p(f]äflikon zum spicher da sassend sy zu schiff vnd
fürtend standen lanssen vnd gelten mit jnnen vnd fürend gan erlibach vnd Gengend da also an ze
wümen, dz vernamend nun die von Zürich vnd schicklend iiij* man am anbint darfor in erlibacher
wald vnd die sollend da ligen vod wartten (Pag. 130./ biss mornnendess frö so wollend sy uss der
stat ouch hin uff zücben vnd die hgint angriffen, also zog der slüsse mit iiij r man an dz hollz zu
erlibach nach dem anschlag, vnd warend da also wartten dess andre hülfen . da mornnendess ward
da kam der ander huff von zürich vnd zog dz fussfolck an die eignossen vnd griffend sy an, da dz
die andren Züricher jm wald erborttend , da zugend sy für dz bollz vnd lugtend zu, die cignossen
erschrackend fast übel ab inn vnd namend die flucht, da anbuttind die Züricher die den den angriff
than hallend dem boptraan slüsse dz er tat nach dem anschlag vnd jnnen xuzug, aber es wass nütz
vnd bleib also still vnd lugt mit sinnen iüj* mannen zu, da nun die eignossen dz erwachend da würfle nd
sy sich wider vmm gegen den Züricher die den angriff getban hallend vnd erstechend jnnen gar bald
xxviij man, vnd da kam bans von rechberg mil dem reissigen zug von zürich, der macht aber die
flucht vnder die eignossen vnd verlurend an der flucht j 1 vnd ixx mann (170) vnd also man seit da
luffend sy zu schiff dz die schiff so foll lütten wrdent dz sy an die schiff börlter hiengend, vnd die
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eiguossen selber ein andren die bend an schiffen abhuwend vnd der se gar wül vom laod gantz rol
farw ward von illigem blnl , also gieng es uff den selben tag den vo Zürich gar wol , den wo bans«
von recbberg nüt komen wer so weis nicmcn nüt wie es ergangen wer, wonn sy gaolz verlassen
gewessen werend von dennen jm wald vnd also beschach dz äff den andern berpstmanol am sächsle»
lag jm iivivv jar. (1445.)
(Pag. 13t.) Ir hanl nun gehört von mcngerleig slreiffrcissen die denn die von züriefa getban
hand. von der zil hin als die eignossen von Zürich zogen sind, es sige in dz wental gan niderwill vnd
da vnim dess glichen von dem zug gan sleinhussen vnd ouch von dem zug gan bremgarlten, wie es
denn da ergieng, so stat oueb gesebriben wie man gan windiscb an dz far gezogen ist vnd wass
desselben mal da gehandlotl ward, vnd jetz am alier hindersten wie die vo Zürich die eignossen zu
erlibacb erschlagend vnd jnnen ouch uit lullen jm zürichsew erlrancktend . die den nul zu schiff
kommen mochlcnd den dz sy selbs cio andren an schiffen die hend abhuwend, vnd also gar uil
ertrunckend, als den du hienäcbsl vor dissetn capilel ouch gelessen banst darumm nüt not ist jetz
zcmal witlcr ze melden , vnd will nun zu dem aller ersten sebriben wie die von Zürich drü mal noch
dem vnd die eignossen von zürich zugend vod dz uerliessend sind zogen gan baden, vnd wz sy da
gehandlel band als uil vnd ich den des bericht bin von allen erbreo lüden, wie wol disser zügen mer
beschechen ist, den ich geschribeu hab, so lasse ich sy der mertteyl uallen von der kürlze willen den
ich vernim dz man gar dickt über die rüss geschiffel hab ouch uff etliche zit die von zürich brem-
garten habend wellen ersligcn milt jren leittren die man den von Zürich fürt, dessglichen uil reissen
gelban über dz albiss vnd an andre ortt ouch die oül hie jnnen begriffen sind, vud ouch niemen
sebriben kan noch mag, vnd ouch der tag lallum der well durch länge der zit vergessen ist, doch so
sind die gröslen schlachten daran nieman zwiffcl haben sol ganlz gerecht als da man verlor am hirssel
an der letze ob borgen vnd demnach an der sillen uor Zürich vnd uff wclliche zit der boss frid
gemacht ward vnd uff wz zit er uss gieng ouch uff welliche zit dz buss (Pag. 132.) griffense
gewunnen ward vnd wie es da ergieng vnd demnach uff welliche rit Zürich belegrcl ward vnd die
eignossen vor uarspurg an der birss uerlurend vnd dessglichen am aller lesten zu erlibacb das da
besebach uff den vj tag dess andren herpslmannol jm xxxxv jar, aber nül desler minder ob yemmen
wer der diss geschieht läss oder horte lessen, der die sach lullerer wüssl oder susl vernäm, uff
wellichen tag diss oplgemelten slreiffzüg beschienen werend, vnd diss buch kurygieren weitend wo
ich gefall bei vnd uillichl ellics stuck Vr dz ander gesatz vnd dz ouch zu roeren vnd besseren, ist mir
fast lieb vnd bitle sy mit allem Diss vnd ernst durch lob vnd er der wirdigen stat Zürich zu bessren
wie den obslat, wie wol di«s geschieht nüt nutz ist zu lessen dem gemeinen man so ist es doch
wissen verstandnen lütlcn vnd gemeinen eigoossen nüt schad besunder gut, den so man lissl von
dissen herlten kriegen so den die bed bartligen wider ein andren gefurl hand vnd die zusammen ver-
sanden! werdent vuim wz ursach sich die spen vnd stöss erhept babind nutz vnd gut dardureb wir
bed obgemell bartigen desler minder wider ein andren selzen sigint vnd hinfür vor somlichen grossen
löllichen krieg zu ewigen zilten hütlcnd ').
1) Hier bat der Copiri, dnreh die Ermahnung de* VcrlaiMiri veranlag»!, folgende Nachricht - aber doch wahrlich
nicht »«am Lob vnd Er der wirdigen Statt Zürich- - clogetcbaltet vnd nit einer Zeichnung begleitet:
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Von dem ersten zug so die von Zürich gan baden zugend vnd wz da ward gehandlot.
Ilem der erste zug so die von zurieb getban habend gao baden besebach ouch demnach vnd die
eignossen zürieb abzogen warend vnd zc farspurg verloren haltend wie den dauor stat uff wz lag sy
aber uss zugend kan ich ouch null erfragen den dz es beschach vor einer fronfasten vor wienachl
da zog man von Zürich wol mit vj c gerüstcr vsserlcsner
,Pag. 133.) Vorstellung de* minluugenen Versuchs yeyen das Thür zu Baden.)
man. vnd zog man den nächsten gan wettingen fast frü an cinnen morgen vnd lag fast ein dirkler
grosser näbel, vnd zug man dem nach den batberg durch für die stat baden jn dz gcslüdcl gar mit
wenig geschrcig vIT dz aller bcimlicbesl so sv moebtend, da machtend von Zürich etliche listigen meistcr
gar ein schweren slösscl von bollz den fierlzig man kum wol ertragen moebtend vnd leittend den
uff einoen starken karen ouch darzu georduel vnd luffend mit demselben stösscl den von baden an jr
statt vnd vermeidend jnnen dz lor dz zu den grossen bedren hinab stat uff zu louffen uff ein hülfen,
aber von früge wegen des morgen vnd ouch der tickty des» finstrenn näbcls verfallend die, die den
slösscl da fornnen sollend wissen vnd Iraffend ein ortlstein an dem tor uss der muren da erzucktend
sj wider hinder sich mit dem slösscl vnd lullend ze dem andren mal gegen dem lor vnd Iraffend dz
das? es an allen orllen uff giffet vnd zurspiell, doch so mochlend sy (Pag. 134.} nüt binin kommen
den die von baden wurden! dess gesebreig jnnen vnd ward der louff von den von baden als gross
zu dem lor dz sy mit gescfaülz die den slösscl flirtend von der slal iribend vnd dorst der ander züg
der den jm geslödel lag sich ouch der stat nil wol genächeren, man meint fürwar wu man dz lor
mil dem stössel den ersten stoss troffen het als die mur so wer dz tor zu kleinen stuckenn uff den
huffen gefallen vnd baden an alle not vnd wer gewunnen. vnd also da namend die von zürieb den
von baden vnd den figinden ein roub wz si den fundenl vnd zugend da wider heim in jr stat Zürich
mil friden.
Htm «tm die tun züricA tampt Jan von rapetchuHl gm frigtnbach furtnd vnd kxu da ward geharullot.
Urm demnach fereud die von zürieb mit »ampl d«a »on raperacbwil gan frigeabach vnd vndenlundent di« hoff
wider Innenten vnd ballen mit dennen von raperacbwil ein anschlag gemacht dz ay von bed»n siten darforent alao
kernend ay zu beden »Uten ao einander gar hart vnd trlbent die von ins pfaffenhua vnd da »ebuaaend ay zu jn hinusa so
irellenlicb gegen der k Heben und über hundert achülz in die bindere kilcbtar vnd alund also her! vmni die von aebwitz
vnd ooeb die boBült dz »y zieh aetbz verwegen haltend zu »lernen vnd vaam die holt zu komen daa eraacbend die
fr o wen am berg vnd aacbend wie e» den jrcu als berl alnnd vnd namend seil man vürwar von allen erbren lullen
ein rolleu rock an ein alangen vnd zugend den berg ab mil einem groaaen geachreyg dz die von zurieb tolteud meinen
ea werind die von »chwilz ala ouch geachacb da dz die von zürieb eraacbend da melnlend »y die von «cbwilz kauend
mit irrem panner vnd zugend die von Zürich wider beim, vnd »eil man darby dz »y noebl denochi wol iu mau ver-
Inread Zürich vnd raperacbwil aber waa vff «im teil vmmkam ial mir nüt zu wttaaen den dz man »eil ay verlurend oueb
vil vnd alao furend »y hinweg vnd aeit man dz ay einandren an schiffen aeblugend vnd buwend In achiffen vnd demnach
wie die von raperachwil begertend frid dz ay die jren moebtend beim fnreu vnn dz In ooeb geben ward vnd da
reicblend die froweu fon raperacbwil jre mannen zeit man vürwar der wer bin » mannen vnd fürten die beim.
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Der ander zug gan baden wie man rs bclag mit fier herrrn.
( Vorstellung der Belagerung.)
Item der ander zug besebach dissem nach ouch zu winllerzit aber uff wz tag ist mir ouch nül
zu weissen doch so raeiuuent etliche es beschach dissem nach uff »an! gallen doch so Iii nüt vil an
dem tattern (Daum) wan er beschach. so ist er ie beschechen vnd also zugend die von Zürich hinab
mit *der stat zeichen ;Pag. 135. mit jrem houptman wol mit tn.m.m.m. (toooj mannen vnd machtend
da zu wcltingcn ein brugen Uber die lingmat, vnd demnach vmm leittend sy baden mit fier legem
vor den fier loreun vnd schlugend jro zelten vnd hüllen uff jn der mass als ob sy vnderstan weitend
zu gewannen, vnd beschach dz doch nül in disser meinung den si (»lein zu einer uffreitzung der
andren eignossen dz mau sy gern uffgcmunJrul hett dardurch sy aber zu grossem kosten kommen
werend vnd da nun die von Zürich sachend dz die eignossen nül kommen wollend da schlissend sy
dz leger wider vnd zugend jren ein teil zu den grossen bedren vnd meinlend die zu verbrennen,
doch durch bitt vnd frünlschafft der fründ so dieselben der den die beder zu baden warend vnder
den von zürieb ballend, die den nach fründ warend, ward css vnder wegen gelassen dz man sy vnge-
brenl liess doch wz sy fundent ess wer von fech oder bussrat der ward gcroubet vnd gan Zürich
gefürl dess selben tags.
[Pag. I36.| Von dem dritten zug vernim ich also, dz der beschacb den beden opgeschrihnen
zügen nach zu usstagen jtn merlzen, aber uf wz dag ntan ouch usszogen sig von der stal Zürich, ist
mir ganlz vnwüssend, vnd kan dz ouch nüt vernemmen, doch so ist er besebeeben nach Im vnd sag,
als den bienach geschriben slal mit sömlicbcr Ordnung vnd anschlag. Item nach dem vnd alle stel
schloss land vnd lül , vnd besunder was gemeiner cignoscbaffl zugehört, von den eignossen jngenomen
vnd von in besetzt ward , als bremgarten , Cronenfeld mellingeun badenn vnd andry schloss dessglicben,
da kam dennen von Zürich für wie dz der boptraan von bern, der dazemal houptman jn der slal baden
wz, sin zit vnd zil uss wz, mit sinnen soldnercn. vnd ander an sin stat von bern kommen sollend, die
denn den optgemeltcn houptman lössen sollend . vnd wurdend also ze ratl mit einem grossen züg
hiüab zu zücbco jn deu batberg vnd sin da warlten wen er von baden rillen woll beim, so wellend
sy jn mit sinnen söldneren fachen, vnd v (Theben, vnd also zugend die von Zürich fast frü jn dar nach
gegen lag vmm die drüy vss mil einem grossen lolck nach dem anschlag jn batberg. vnd veraalzenl
da alle Strassen uff den hoplman von bern vnd ouch die sinnen, aber weder er noch die Söldner
kamend, da macht der houptman von Zürich vnd etliche mil jro wie sy sieb fürbass wellend hallen in
dissen sachen, vnd also wurdend si ze ralt, dz sy uff d rissig man ussnamen weitend, die sollend sich
zu der slal baden machen , vnd sich gebaren als ob sy soldner von bern werrend , vnd den vorge-
mellen hoplman vnd sinne soldner lössen. also dieselben drissig man kamend gan baden, vnd sungend
Der dritt zug gan baden wie man es jnnämen woll.
i Vorstellung dieses Versuchs.}
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lieder die den wider die zurcber wereol gar fast laotlich vnd grob, vnd rufieod zu baden dz man uff
tat vnd sy inlies*, die Wächter die an dem grcndlen hüllend wuslend nütz vmm den lisl vnd vffsalz,
deu sv fast grob rettend vnd haltend wiss bindeu vmm (Pag. 137.) die arm vnd issenbut gewunden
nach jr der eignossen sitl. vnd rel man wol sy bettend ouch wisse crütii, da fornnen vnd dabinden
rotte dz man nun sin oder nüt. doch so ist es nüt gantz vnglouplicheu. also die wecbler Ullcnd die
grendel vff vnd liess man sy jn. sy wurden! gefragt von wennen sy so früy kämrnd, sy rettend, wir
sind hernner, vnd wend den houplman lössen, da fragt man sy wu die andren werrind , vnd wie ess
kam dz jrren so wennig wer, rettend die Züricher fast lanllicb sy uerseebend sich ess gieng jrren
gesellen als ess jnnvn ouch gangen wer, den sy werrend disse nach(t) jm battberg vmmgangen vnd
werrend jm nabcl verjrlt, dz sy gantz loub worden werrind, den sy fast wol wüstend dz jr die zal
kern , so oil vnd der bernncren heim wollend , vnd namptend den boptman der kommen soll vnd
seittend al Sachen nach der kantschaft die sy den uast gull ballend, nun ist zu wussen dz sich der
zug gar berlichcn snmpt nach dem anschlag, denn der als wz dz man den drissig mannen nach soll
züchen jnn dem dicken näbel vnnlz zu den schiirren uor melliocr lor, dz Ihed man nun nüt vnd
sumpt man sich zu lang, so warend ouch die drissig man zu rösch zu ruflen dz man sy jnnliess.
vnd dz ich wider uff die rualtery kam . da sy also ein gut wil warend gesessen vnder den grendlen
vnn bim tor so ritt uss der slal onn als gesebick ein melzcrknächt, der hat nun Zürich ouch bin
einem meisler gediennet vnd dcrselb verbeut die sacb erst recht, won er ersach sin allen meister bin
dem er Zürich gediennet hat, vnd reit zu demselben vnd biess jn gotwilchem sin, numer dumen
amen meister wz ibund jr jetz bie. vnd macht til krützen für sich, der meister der den ouch vnder
den drissig mannen einer wz, thel nüt demglichen als ob er jnn kanlle vnd rel wennig mit jm, aber
der knacht wol nun lul machen vnd reit gencklichen mit jm dz ersach ein anderer vnder den drissig
Züricher der erzuckt sin balbarllen, vnd schlug den melzcrknächt zu tod dz er über die brogen jn
graben ab fiel, da dz die (Pag. 138.) waebter zu baden ersachend, reitend sy liebe eignossen wz ist
diss. also rüflend die von Zürich die drissig man heigen beigen fröwly beigen, wo dz jr Wortzeichen
sin soll, vnd schlugend in die von baden vnd undersparttend die tor mit Stangen darzu geordnet,
aber der ander zug von Zürich wz nienen da und bat sich versumpt als uor ouch stat den die drissig
man sich gar ritterlichen hieliend, vnd ballend dz lor ein gut zil gantz jnn vnd offen, vnd wu der
zug nach dem anschlag jnnen uff dem fuss nachzogen wer, so hellend sy baden onn alle not gewannen
vnd jongeuommen, da nun diss die drissig man lang tribend da kam gar ein röscher knacht jn die
stat vnlz zum brunneo, der sebreig überlut beigen fröwly beigen der wz banss von rechbergs knäebt,
der erseboss ein nambaftiger man von baden jnn der stat, also wust jederman uff ze baden vnd ward
der zulonff als gross zu dem lor, dz die xxviiij knäebt vor gesebütz nüt me vnder dem lor bliben
mochtend, vnd namend die flucht zu dem grendel uss, vnd schlugend den^elbs nach jn, vmm des-
willen dass sy desler sicherer vor dem geschülz werrind , also glich vor der stat nit gantz einer
han(d)bücb(t)en scbulz fer, so kumpl der zug von Zürich jnnen engegen, vnd wz die sach also gantz
versumpt wz aber der von baden vmmkam die wil sy mit einandren vnder dem lor scbarmulzlentend,
dz ist mir nut witler wüssend den von dem metzerknacht vnd ouch der der den vom bans schaben
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erschossen ward bim brunoen so kam niemen vmm der d rissig knächlen den schwab haoss der war
jn der stat erstochen , vnd demnach ze baden begraben jn kilchoff, vnd also zagend die von züriefa
wider heim vngeschaffel uff den lag als sy ungezogen warend rnd hallend ein gut sach versumpl.
Wie man zweig nüwe jagschiff verding zu machen am bodense zu bregentz vnd wie
dz die eignossen vernamen vnd ein floss liegend machen der Irug vjc mann jm
wasser mit aller jr gewer.
[Pag. 139.) (Vorstellung dieter steei Schiffe.:
Vnd vnder dissen obgeschribnen zügen begab es sich uil. dz man uff dem zürichsee ouch schar-
mülzlet die zil har vnd der krieg zwüschend beden bardigen gewert hat üben lang darvmm vnd ich
ouch nun zu mal ein wenig daruon schriben wil won die eignossen ein zill den sc uast in haltend
vnd niemmen daruff von Zürich offenlich torsl wandlen , vnd ouch dennen von rapprswil fiJ getrangs
anlhatleod dz jnnen kein spiss nüt zu gan moefat weder uff land noch vff dem wasser, da ward man
zürich ze rau dz man zweig grosse jagsebiff soll lassen machen bin einem gutlcn metster der sass an
dem bodense jn der statt bregentz also nach langer lädig wurdend lütl von rall zürich darzu geschiben
die schiff dem mcisler ze verdingen vnd anzegen nach dem aller besten als beschacb, der meisler der
Hess sich kein müg noch arbeit nüt bethurea vnd machet zweig sömliche schüne schiff derglicheo
jm züriefase vor nie mer gesächen wurden! vnd ferget die also gan zürich , die schiff warend ouch
so meisterlichen zugerüst mit scbulzlöcher vnd (Pag. 140.) brustwerinen schirmen vnd andere dz sy
zu allem slrit fast gut wider andre schiff vff dem zürichse gut warend, vnd wz jetliches schiff jn der
grosse dz darjn giengend iiij c man die ess wol mit jren geweren gewapnol tragen mocht vnd als
den nutz versebwigen belipt in sömlicben löuffen, dz vernamend nun die eignossen vnd huwend gar
uil grosser tannen vnd ander hollz jm wedischwillcr wald vnd schicklend nach eim meisler der wz
vss dem ampt grüningen der macht jnnen ein grossen starken floss ouch mit alloun bruslwerrinen vodeo
vnd obnen er wz ouch also gross dz er trug vj c gewapnoter man vnd jn denselben floss leillend sy
der von zürich büchssen die jnnen zu wallislat worden wz wie den am anfang dat'or stat vud maebtemi
den dz er über die zweig schiff von Zürich will wz zu dem stritt, dz wüstend nun die von zürich
nüt ganlz , dz sy den floss bellend gemacht doch so wz es wol ein sag jn zürich wie dz die schwilzer
bollz jm wedischwillcr wald hellend gefeit zu einem floss doch so wüssl es niemen eigenlich für wor
vnd seilt einner diss der ander cnss als man den jn sömlicben loüflen Ibut, vnd als den da obnen stal
wie niemen sicher wz uff dem zürichse vor dennen von schwitz glariss vnd jn der marefa jm gaste!
vnd da vmm. vnd den von rapprschwil jr spiss jn abseblügend vnd nun gar lür jn rapprschwil wz
worden da begertlend sy an die von zürich dz man sy spisset den sy gar grossen mangel an korn
vnd mel hellend vnd dz sy dz vnuerzogenlich lallend oder sy verdurbint hungere.
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Wie die von zürich rapperswil vnderstündent zu spissen vnn wie es die eignossen jn
werltent mit jrem floss vnd uff dz mal vngespuwet beleih.
[Vag. 141.) (Beide Flotten vor Rapperschweit.)
Vnd off sömlicbc bilt vnd begeren ward man züricb zu rat rapprswil mit gewall zu spissen den
man nul vir war wüst von dem floss von dem den nächst bievor geschritten slal, vnd trug man jn
die bede schiff vnd ouch andry schiff gar uil korn vnd mall vnd wz man bedorn vnd furend also
von zürich wol mit vj e mannen vntz nach dem latlerberg nid släffeno so komend die eigoossen mit
dem floss jnnen engegen vnd ouch mit andren schiffen da nun die von Zürich den floss ersacbend mit
sinnem schirm oueb mit den schulzlöcheren vnd andren brustwerinen vnd der so wol zugerüst wz
mit der grossen houplbüchsscn dessglicben mit andren büchssen, da dorstend sy mit den schiffen nül
fürer binuff gefaren den sy wol sackend dz die zweig jagschiff nütz gegen dem floss boschussend zu
dem slril [Pag. 142.) vnd besorgtend die grossen büchsen gar fast übel, doch so forchlend sy den
floss nül uast won der floss gieng gar gemach vnd mochtend dem floss genannt dem beren wol
«nlrüniien mit den schiffen wie dick sy wollend vnd da sy also diss gar wol ersacbend wie der floss
wz da furend sy wider mit dem gut gan zürich vnd beleih rapperswil uff dissmal vngespissel.
Wie rapprsch ( w il zum ersten mal gespist ward von dennen von zürich vnn ouch wie
die jn rapperschwil den eignossen den floss flengenl.
Vorstellung des letztern Vorfalls.)
Nu ist ouch ze wüssen dz die swilzer vnd glarner vnd wz jm gastet vnd jn der march da
vrom sass den von rapprschwil gar uil zu leid lallend mit dem floss genant der ber den ein grosser
her vff dem schirm vor der von zürich houplbücbsen gemallet stund, vnd lagend lag vnd nacht wen
sy not wüstend wz [Pag. 143.) si Ihun sollend so furend sy für rapprswil vnd schussend hinjn vnd
vermeinlend dz also abzuschiessen mit der grossen büchsen damit vud sy sich am hinderslon jr stat
uffgeben müstend, vnd da sy diss nun Iii tribcod gar ein lange zit da wz ein supliller listiger
werchmeisler in rapprschwil der erdacht ein list vnd Hess jm zurichten ein issinen scharpffen angel
mit ßer spitzen vnd daran ein lange tssin ketten vnd demnach an die kelly ein lang gut atarck henflin
seil, vnd mit siner kunst stall er den angel an dz ort jn den se vnder dz wasser da denn die
eignossen stütz mit dem floss furend, vnd da er also den angel jn der nacht gesteh hal nach sinem
willen vnd mornendess der tag barjn bricht so kumpt der floss mit dem beren dabar gefaren vnd
lattend nach jren allen ge wonheil, vnd da sy uff dem floss kämmend uff den angel da zugend die
jn der slal rapprswil den angel an vnd der begreiff nun den floss dz er haftet gar meisterlich vnd
anfieng gan zu der stat, da das die eignossen die den jm floss warend ersacbend dz sy der slal
begnndend nachen vnd also gefangen warend da hetend sy dz seil gern abgeschnitten aber sy mochtend
vor der kellinnen nül darzu kommen vnd da sy sachend dz sy also behau vnd gefangen warend da
fieogend sy an mortl zu sebrigon uff dem floss, vnd da die jn rapprswil den fluss jetz gar nach zu
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der »latt zogen badend vnd jn sy schussend als jn cinnen lad da ward jnnen so nolt zu züchen jn
der statt dz sich dz seil uff der ringmur abbraot vnd brach vnd wu »y dz seil uff wellen hellend
zogen so wer der floss gewunnen also demnach da dz seil brach da furend die eignossen wider hinweg
mit froüden vnd lorstend dem nach rappcrschwil niemert mer geoacbeo weder mit geschütz nach mil
dem floss noch mil andren schiffen wan sy aber den angel besorglend.
(Pag. 144.) Vnd die wil sich die Sachen also verluffend, da huweud die von Zürich ouch gar fill
boltzes, jn der von zollikon wald, vnd machtend darus zwen kostlich floss, doch einen gar uil grosser
den der ander, vnd besunder der gross floss wz fast gross der trug wol uff viije gewapnotter man,
vnd der minder wol v c gewapnotter man, zu allen büebssen vnd züg. vnd warend die über alle massen
strilbarlichen zu genial , ouch mil schirmen vnd mit jr scbulzlocber vnd brustwerinen vnden vnd
obnen, vnd die versäcben . mit uil guller slrilbücbsen klein vnd ouch gross, die flüss warend ouch
zugerüst. mit uil zugruder, wen man an denen zog, dz sy gar bald flussend. denn der eignossen floss
vnd namplend den grossen floss die ganss, vod den kleinen die entten.
Von dem ersten spissen rapprschwil merck hienach.
(Die beidseitigen Schiffsarmaden vor Rapper schweil.)
■Pag. 145.) Da nun der von zürich floss gantz vssgerüstet vnd gemacht warend wie den oplslall,
da ward man zürich aber zu rat dz man vnderslan wölt rapperswil zu spissen mit beden flössen vud
jagschiffen, vnd also trug man gross gul von kernen haber rogeo vnd zumiss (lumüM, inderCopi«:
Zo<emii>«) jn die flüss vnd schiff, vnd für man gar mitt guller Ordnung hinuff vntz aber schier zu
der kilchen Staffen , und da sy also kämmend zu der kilchen Staffen , so kommend die eignossen
aber mil jrem floss dem beren vnd oueb mit sibeniechnen andren schifTen vod vermeinttend
den von rapprswil aber jr spiss zu enlwercn als sy den vor ouch gethan hallend, da sy aber
die zwen so wol gcriislcu floss sacbend , da gctorslend sy junen nül genachen vnd furend
wider hinder sich, zu dem spicher dennen sy den ouch gefaren warend, vnd demnach furend
die von zürich mit der spis vnd dem gut gan rapprswil vnd spislend dz mit gewalt , des
die jn rapprswil gar fast erfröwel wurdend, won gar grossen mangel in der slat wz an korn
haber rogen vnd an vassnüss, also demnach da trug man dz gut hinuss, vss den flössen vnd schiflVn,
dz nun wert biss zu angender nacht, vnd die wil man die flöss vnd schiff lart, da asseod die von
zürich vnd furend da demnach jn der nachi, wider heim jn jr stat gan Zürich, vnbekümbret von allen
eignossen vnd also ward rapprswil uff dis&mal zu dem ersten gespisset, aber uff wz tag es besteh ^ach,
dz kan ich eigenlich out vernämmen, doch so redend ellliche ess beschach uff vsslagen im sumer, es
redend etlliche dz die von Zürich vss jren schiffen eim ein slritlbüchssen vnder die eignossen liessend
anzünden vnd erschussend jnnen jn eim schiff fier man da von die eignossen gar ühel die büchaeu
entsbassend vnd furend also jn eiuem huffen mil einandren wie optstal hinweg zum spieber. {Pag. 146.)
Item demnach begäbe ess sieb dz aber uil zitt sich verluff dz man an mengem end scbarmülzlet
uff dem sc vnd ouch uff dem land die ich ielz alle jn ruw lass bliben begab sich dz die jn rapper-
schwil nssgeessen haltend vnd bcgerllcnd nun aber zu gespisset werden von den von Zürich.
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»
Von der andren spissung der von rapprswil merch hienach.
[Vorstellung dieser Speisung. 1
Vnd also uff der von rapperswil begcrong rüstend sieb die von Zürich ze dem andren mal zu sy zu
spissen vnd trügend zu schiff vnd uff die flöss gar uil grosses guttz vnd rüst man wol viij c man zu
roas vnd fuss ouch zu die sy also über land mit fil geladner wegen vnd karren spistend vnd furend
also zu schiff vnd über land gen rapperswil vngesumpt von eignossen vnd spistend also rapperswil zu
dem andren mall, vnd die den zu fuss gangen {Pag. 14-7.) vnd geritten warend über land die zagend
hinuff wol vnlz gan vtznang vnd da vmm aber wz sy rouptend oder branllend dz ist mir nüt wüssend
vnd da sy jr sach ussgericht haltend da zagend sy wider herab gan rapperswil vnd jn dem zitt
wurdend ouch die flöss vnd schiff gelösst vnd rillend die so den über land geritten warend der
margraf von rollen vnd ander wider heim gan Zürich vnd die zu fuss gangen warend die furend jnn
den flössen vnd schiffen mit dennen die den ouch forgefaren warend ouch wider beim von rapprswil
gan Zürich vnd wunder muss ich sebriben den als ich von eltlichen alllen lütlen vernim die selbss
hin disser spissung gewesen sind, so sagend sy dz mao uff dys mal fil rillrcn uff den flössen vnd jn
den schiffen geschlagen hab vnder den edlen vnd sache man doch kein ligind uff dz selb mal nie dz
mag nun sin oder nüt doch so lit nüt vil daran zu gloaben oder nül vnd also ward rapperswil uff dz
ander mall gespissel dz ich aber den lag dess tattums eigenlichen wüsse dz kan ich nüt wol geschriben
vfT wellicben tag diss nach dem nächsten spissen beschrieben sy, doch so sagend ellliche css beschach
der fordren spissung nach uff den achlendenn tag höwmannelz also sind uil reden vnder den alttcn
den ein teil rett nüt von lallem als der ander.
Von der dritten spissung als jn die von Zürich bulfler vnd stein gan rapperschwil
brachtend vnd wie jr zwen von zürich ertrunckend jm se.
Vnd als jr gehörll habend wie rapperschwil zu zilen gespisl wurd von dennen von Zürich uff
dem land vnd ouch über see, begäbe sich uff ein zil dz rapperswil man gel gewan an büchssen bulfTer
vnd andrem züg darumm sy aber begerllcnd an die von zürich jnnen züg zu schicken also mit uil reden
erspart ordnetend die von zürich zweig gerüste schiff vnd sebickteod den von rapperswil züg von
bulfTer vnd steinnen vnd als sy jn (Pag. 148.) schiffen gefurend vntz gan ürikon oder gan sebirmense
i vor*i«Uot>( de* nachher eniblteo Vorfallt/ so erhorllend sy die eignossen die lagend binder der uffnow mit
etzwen mengem gerüsten schiff vnd salzend an die von Zürich die von Zürich sachend nun wol dz jr
fechten nüt wol verfachen mochl vnd tröstend sich nun jrs schnellen farrens vnd furend also vor den
eignossen hinweg, vnd wie es sich begab da brach dem einnen slürman der am rüder dabinnd slünd
dz stürruder vnd fiel hinnss mit allem sim barnisch dz erstehe nun einner von meillen der am
anstreieb sass vnd erwüst den slürman bim bar vnd vermeint jn zu beheben aber von schnällcm louff
dess sebiffes da erwuste jn der slürman ouch vnd zog den von meillen mit jm in den se vnd Seilend
also bed zu grund den sy bed zu ganlzem harnniscb gewäpnol warend vnd (Pag. 149.) auch nothalb
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der eignossen fluchen roustend die jnnen slälz uff dem Cum nachjagtend mit jren schiffen die den
oueb niemmen ersachen mochl vor grossem näbel der uff denselben morgen nff dem sc lag also zuck
der ander am strich sin rüder vnd stiess dz jn den granssenring vnd hub die strichen biss sy ent-
runnend gan rapperswil da lanlend sy an dem burglor vnd torstend die eignossen ouch nüt mc näcber
zu der stal uO die ron Zürich Taren den sy besorgend die büebsen vnd furend widr hinder sieb
jren slrass.
Anno domi di.ccccxlv jar geschach die uerJurst zu wolrow.
(Vor Heilung des Treffens.]
(l'ag. 150.; Item uff milwuchen in der frouasfen vor wienneebl jm fünfl vnd iierlzgosten jar
zog hanss von reebberg etliche burger vnd usslül vss vnd für am abinl um der stal Zürich mit zweig
jagschiflen die vom bodense kommen warend redend wol etliche alten es werre dz ein jagsebiff vnd
dz ander werc der floss doch so sige weder ess welle vnd furend mit oil folckcs den se uff mit der
slat Zürich panner vnd da sy nun kämmend gan meiden da frurend die jnn dem einnen schiff so übel
dz sy müslen usslendcn vnd sich wermmeo bin füren also für dz ander schiff gegen borgen vnd für
die ouw zwüschend wedyscbwil vnd der cuw lanlend sy uss da wz ei du er jm schiff der ziint ein
slritbüchssen an vnd schoss daruss . dz erhörllend nun die schwilzer die lagend zunächst jm wedi-
schwiller wald vnd wurdenl also der von zürich gewar vnd verlrucktend sich zusammen die von
zurich zugend den nachslen an die scbindellege zu der brugen anu alle Ordnung jelz uff drissig den
mer den minder dz sachend nun die figind alss, nun warend der von Zürich wol uff fünfzig vor danuen
zogen vor allem züg vun bauend wol gespürt dz die eignossen nüt wit, von jnnen warend die stalieud
sich nun an einnen rein dz der mon nüt zu jnn mochl sebinnen vnd als nun die eignossen die von
zürich also lorlieben sachend zücben vnd sy bescbalzend da griffend sy die von Zürich an bin der
brug, also ward da ein herller stritt vnd da sy nun den angriff gelban ballend da zugend die
eignossen heimlichen von den von zürich nach jrem anschlag bin der nacht ab. aber nütz dester
minder schlüget»! die von Zürich selber ein ander vnd griffend die fünfzig man die am berg stunden!
oueb an vnd ineinllcud ess wcrinl als tigint vnd tribend dz vnlz gan wolrow (Pag. 161.) vnd meint
mencklicb dz diss ein rechte blag wer vnd also verlurcnd die von zürich gar uil erfrerer burgren von
rät te« vnd von burgren wol uff c vnn lx (i«o; man vnd verlor uff der schwitzren teil v man, man
rel lürwar dz ein rcchler hoplman erschlug wunder Iii der von zürich jn der meinuug dz es schwitzer
»in sollend.
Hie sagt diss capitlel wie die von zürich den floss zu päftikon darjn den die gross
biiehty von zürich lag den eignossen mit gewall namend vnd jn die schiff uerhranttend.
(Vorstellung der Wegnahme des Ftosses.}
(Pag. 15-2.) Item in dem allem warend die andren von zürich die sich den zu meillen gewermpl
hallend oach den se uff gefaren gan piiflikon zum spichcr da fundend sy der eignossen floss mit der
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von Zürich grossen büchssen an alle wer slan vnd tost fil anderer schiffen oueb, denselben namend
die von lürich und scbicklend den heim gan Zürich und wz andren schiffen sj sust fundend die ver-
sancklend sy von verbranllend ein teil den sy nienien jrl vnd stall von wil gnog haltend demselben
nach furend sy bin land bin ab vnd suchtend die jren vnd da sy gefurend gen frigenbach so kuinpt
einer von lürich genant der güntharl der ruft dz man sy jn aoit lassen, also lannlcnd die jm schiff
um vnd hiffeod etliche gegen jm hin uss also zog er dz panner vnder eim langen maolel herfür vnd
seilt jn we es ergangen wer vnd also von sinnen wunden wegen die er bat geschwand jm vnd fiel
nider da tragend jn die von Zürich jn jr schiff also furend sy am land hinab, da nun am morgen
fasl Iru ward da besamtet der hoptraan von Zürich hanss von reebberg alles« folek vnd zugend an se
da fundenl sy das» schiff dz den floss genommen haltend, vnd jndem haltend die eignossen aber vnder-
slanden vnn meinllend die Züricher anzugriffen aber von forcht wegen deren uff dem se jn schiffen
bedorftend sy dz nül vnderslen also zugend die verloren hatten uff dem land am se hinab vnd furend
die jm sebiff näbeul jnnen ouch zunächst bin land vn**J dz sy zu jrem schiff kämmen also namend sy
die wunden vnd die lotten vud fürltend sy gan meillen da sy der tnerteil begraben ligend vnd furend
da die andren beim mit grossem leid.
; Pag. 153.1 Als die von Zürich die eignossen zu will jm turggöw schlugent.
(Vorstellung dieses Treffens.)
Diss bestünde nun biss uff sanl küngs karolo abint dess jars man zalt von der geburt crisle
m.ccccxLvj jar da modit hanss von reebberg aber nül raw han vnd besamtet ein mercklich züg vnd
zog von Zürich uff den lag wie oplstat gan wintlerrtur dz mit dennen von zürieb wass
vnd ordnet wz züg vor jn der stal winlterlur gewessen wer die sollend noch dess selben
anbinl vnd nacht uss züchen gan will jn dz lurgöw dz nun oueb mit den eignossen wz und
von jnnen besetzet, vnd sollend da rouben vnd brennen wz sy fundent so welle er uff mornnendess
sobald sin fussfolck dz er von Zürich gefürl het ein wenig geruwentind fasl frU mit jn vnd dem
reissigen züg ouch hin nach züchen vnd jnnen zu bilffe kommen, also nach dem anschlag dess boupl-
mans banssen von reebberg zngend die von winlterlur jm namen goltes hinuss jn dz lurgöw gan will
zn vnd da vmm vnd fundent da fast nü fech vnn (Pag. 154.} anders das namend sy alles vnd
erslachend gar viX buren den niemen der sach gewarnnol wz vnn wass ouch am morgen ein licker
na bei also zugend die von winlterlur wider mit dem grossen roub hioder sich gegen winlterlur, da
begegnet jnnen hanss von rechberg der hoplman mit sinnem zug von Zürich vnd ordnet dz fussvolck
alles zusamraeu jn ein hauen, vnd reid er von jnnen vnd beschowet ob jemen jm feld wer vnd also er
vmmritl mit wennigem folek so horll er an allen ortten stürm lütten vnd wareod die mer gan will
kommen wie ess gangen wer vnd sach nun die von will mit jr lanlzschaft vnd ouch mit den eignossen
die denn da jm zusatz lagend mit ganlzer macht da bar zücben also reilt er schnei zu dem folek vnd
seil jnnen mit Irosllicheo worllen wie die figinl von will da har zugend, vnd riet jnnen über ein
bacbtobel ze zücben uff dz ander feld vnd da stund gar ein ticker grünbag vnd machet also sin
Ordnung vnd reite ist sach dz wir sy nttt mügenl zertrennen so schaffend wir uff dissen tag nülz
gutz darum so neuieud war wz ich »ag, jeh ralte also wen sy gegen vnss züchend so erschreckend
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nül dz jrrcu uil syn den es ist uil vnnützcr bürlinen die nül fechlbar sind »ndcr jnnen so lind die
eignossen nül sy ihund vnss angriffet», vnd wan den dz beschichl, so züchend jr in einer glitten
Ordnung als ob jr fluchen wellend binder sieb durch dz loch dz jm bag ist vnd wen jr den hindurch
sind kommen so sigind die büebsen vnd armbrustschützen da vnd habend jnnen dz loch im hag Tor.
vnd eb sv den durch den hag kommen mögend so louft cinner hie der ander dort vnn kommend
vss aller Ordnung den so wil ich mit minem reissigen züg jo dem nächsten räckboller büchel halten
vnd so bald ich den jn die trummeten stechen lass so werffend (Pag. 155.) üch allsamend rann gegen
finden vnd wcllichcr dz null dätl so steche der nächst ein spiess jn jnn bin sinnen) cid den sy komenl
usst bald. Der ralt gelielle mencklichen wol also reitt der boptman uff den reckbolter büchel mit dem
reissigen züg dz die ligind binder jm für zugen die strass vnd also sy für jnn kommen wareod vnd
dess zügs noch sin uül gewar nnmmen haltend ward er fast fro vnd jelz hinder jnnen mit sim zog
wz nach sinein willen vnn so ersächend die cignossen die von Zürich vnd griffend sy an, vnd also
nach dess huplinans anscblag da namcnll die von Zürich die flucht durch den grfinhag vnd wurden
die schützen mit den armbruston vnd büchssen geordnell jn die lucken oder gössen dess grünhags von
stund an brachend die cignossen alle jr Ordnung vnd luff einner dort! der ander hie all wider ein
andrenn. das» mocht nun banss von reebberg wol sechen der hicss uffblassen den Irummeter als bald
er uffbless da wantend sieb die von Zürich all gemeinlich mitl guller Ordnung vnd joucklend die
figint die den gar grad wareud für die andren wider zu dem rechten züg der eignossen da kam hanss
von reebberg mit dem reissigen züg mit sinen trumeter vnd rant besitz vnd binden an sy vnd
stachend jren Iii darnider da irucklend die von zürich wider durch den hag mitl grosser macht! vnd
griffend sy vnder ougen ouch manlichen an, vnd also natnend die cignossen die flucht gan will zu
vnd jaglend jn die von Zürich nach vnlz an die stall will vnd erstacbend der eignossen wol lxxv
(75) man an ander die wund wurden! vnd knroend sy vmm keinnen man nie den einer ward wund vnd
brachtend den roub gan Zürich mit grossen froüden darum man noch begatl den lag mit singen vnn
lessen Zürich loblich (Pag. 156.) zu einer gedeebtniss vnd erre küng karoluss vnssers hussfatlers dz
er die synen so trülichen behüt hat uff denselben tag vnd der kumpt nnn uff den xxviij tag genners.
Wie der comtur von wcdyschwjl ein lag satz beden ptigen zu kommen vff den se
gan wedyschwil vff zinstag vor sant agten tag jm xLvj jar.
(Vorstellung dieser Zusammenkunft.
lud vnder dissen strengen hcrtlen kriegslöuffen die den elwen menniges jar zwisebend beden
barligen gewerl haltend, warend nun uil fürslcn vnd herren frigen graffen ritt er vnd kneebt geistlich
vnd welllich vnd etliche oberlenscben ricblel als koslenlz iindow bassel vnd ander den der krieg gar
hertzklichen leid wz, vnd rillend täglich zu beden pariigen frid vnd sün zu machen, nämlich der
durcblüchlig fürsl vnd her ludwig pfaltzgraff bin rin, vnd berlzog jn peigren der bischoff von menlz,
ouch her jakob der beigen kileben zu trier ertzbischoff dielrich von jssenburg granffe zu büdingen
vnd wiplbrech von helinslat ritler der bischoff von bassel der bischoff von ougspurg der bischoff von
(Pag. 157.) costenlz vnd oueb der bischoff von kur ann ander stell die den hie uor ouch gemelt
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sind aber wie uil arbell disse all haltend dz wz ganlz vminsust vnd mochl sy niemen gcrirbtlcn dz sy
zu beden sitlen vil lipl vnd gutz veriarend nun ist ein gemein spruch boffarl bringt Übermut, Über-
mut bringt nid, nid bringt hass, vnd bass zorn, zorn dz bringt krieg vnd krieg bringt armul vnd
armut dz bringt denn am aller lestzen frid vnd dz ist frillichen wol erfüllet so man disse herlten
loüff lissel, den vmm alle die sloss die eignossen mit einandren krieglend, der ward von enllwedrem
teil jn der riebtung nie gedacht weder jm anlossbrieff noch jm noltel als den for gar luiter statt red
vnd widerred vnd waruntm den jellicbe partig die andren anzücbl ward gantz vergessen vnd gesebwigen,
vnd ist wol zu geloubeo dz armut denn frideu macht vnd anders nütz den wz nül die optgemelten
fursten vnd berren frigen granffen ritler vnd knächt geistlich vnd weltlich vnd so uil fürsichtiger
wissen rolzbotten von allen sielten, gerichlen mochtend, dz rieht ein einige psun damit die sacb hinfür
zu ruw früntlichtn lagen gebracht ward, also wie oplslat mencklicher wz dess krieg» njüd vnd bat
einer sin fründ bie der ander, dort verloren vnd warend zu beden sitten vm Gl lips vnd gutz
kommen dz sy arm warreud vnd begerl mencklicher fridens, da leitte sich der kommentur von
wedyschwil jn die sacb so uil dz bed partigeo jm verwilgoiend tag zu setzen also satz er jnnen ein
lag gan wedyschwil uff dem see also kament die von zürich mit uil der rälten vnd andren jrren
gutten günren und mit jrem hoptman hanss von reebberg jn einem naweo vnd fnrend also vnlz an
die ouw ob borgen da bubend sy still, dessglicheo kamend der eignossen holten ouch jn einnem
nawen (Pag. 158.) vnd balt vndren beden ptigen niemen kein ring barnisch an da dz der kommentur
jnne ward da schick er zu beden pariigen dz sy kämmen sy sollind sicher sin jrrens lips vnd gutz
also bat er die sacb gar mcistcrlicbeu bestell won er bat am laud ij* gewapuolter man die all uss dem
glicht wedischwil warend vnd die der krieg nülz angieng als lang er gewert hat, die vergoumplend
dess landtx dz enlwcdrem teil dem andren mit uffsatz überfallen möcht vnd ballend ouch jr scbüTung
bin jn am land sUn. Also da für der kommentur vom land uff den se mit einnem grossen nauwen
vnd hat bin jm gar Iii wisser vernunftiger lütten vnd uil starker knachlen mit jrem barnisch wol
gewapnot mit aller jr wer also lurend die von zürich uff ein sillen vnd furrend die eignosseu vff die
andren sillen vnd hielt der kommentur zwüsebend beden partigen dz entwehren teil dem andren nütz
böss mit wercken ihun mochl also enpGeng der kommentur bed ptigen gar tugenlich vnd bub au von
der sacb zu reden mit gar uil vernünftigen worlten , jemer so uil dass am lestzen die red kam an
ammen ab jburg von schwitz, der ruft banssen von reebberg vnd sprach hanss von rechberg ich solle
dich jrren so batt ess yelz nüt ein gestall doch so schalt es dir an dim adel nüt so schall es mir an
minnen mattinen ze schwitz ouch uül da retl hanss von reebberg nein lieber fründ ess schall als nüt
vnd gilt glich gejrret vnd vugejrrel, aber eins beisl jr nül der ammen ab yburg ja reit der ammen ich
hei ss also, da retl hanss von rechberg lieber ammen so wolle ich dz jr der spöllichen spitzwort uff
hüt eoberind, vnd früntlichen zun sachen rettend wz sich zu einer gullen beriebl zucheu möcht, dz
düchte mich gar nutz vnd gut sin zu beden sillen, aber der Iratzlichen wort die jr mir hie gebt
schätz mim adel ganlz nül, den diewil vnd ich miner (Pag. 159.) gnädigen berren von Zürich knächt
bin vnd der merteil lag min pferd an üwer studen best, so bedachte mich wol jr licssend die spott-
worl zum teil anstan biss dz wir elzwen ein andren sust jm feld fuoden. vnd nemend jclz bie für
dar vmm wir bar sind kommen, ab dissen worlten so ammen ab jburg geretl balt ward ammen wagner
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gar zornig über jn dessglicbea die andren von eipossen onch vnd slraftond ja Tnd Messend jn
scbwigen vnd redend hinüber zu den von züricb nein lieben berren vir wend die sach nüt also
anfachen wir wend sust guilichen die sach jn die band nämmen alio wordenl sy all durcb ein
andren wol einas nun ballend die eignossen weder win noch broll nül in jrem schiff aber die von
züricb ballend »ich mit allem wol uersacben vnd wurflend den eignossen simleu vnd bttl wecken jn jr
schiff vod gabend jnnen wins gnug vnd wurdend als wol eioss dz sy zusammen jn die schiff sligend
vnd mit einandren trunckend vnd aasend vnd dz ich ess kürtzre so machtend sy ein bestand vnd
salzend ein lag gen koslenlz jn die sial vnd dissem nach beschacb kein slrit noch fecblen meiner
mer biss ess frid ward als da den boren wirst, vnd ward der lag gestimpt off ollenün (aeleiio, Cop.)
nächst kommend jn dem xlvj jar vnd besebach diss uff dorn se zu wedy schwill darvor uff zinstag
vor sant aglen och jm zLvj jar vnd vff dissen lag schickt der prallzgranff sin Iräffenliob botzschaff
dessglicben ander forsten vnd berren oueb aon ander erber bolteo die von vil ricbstetlen dar
kamend geischlkb vnd welllichen der nammen jelz nüt not ist zu melden vnd also ward da gar ein
grosser mercklicher tag
Hie schribend die fürsten dem römschen küng fridrich dz er jnn hilff vnd bystand
tat wider die eignossen nach sinnem verheissen vnd del de geschrillt der margraff
von niderbaden vnd ludwig vnd uorrich gehrüder granfT zu wirltenberg vnd sprich
der brieff also nach dem vnd hie nach stan wirt jm andren capittel.
(Pag. 160.) Item die will aber der commenlur dissen frünllichen tag mit beden partigen uff dem
zürkbsee for wedjschwil nun geleistet hall vnd zu beden sitlcn angesachen wz ein lag zu koslenlz
zn leisten uff fellenline jederman an der herbarg ze sin, dz was nun alless vnwüssend dem marg-
granffen von baden vnd ouch Indwigs vnd uorich von wirtlcnbcrgs die den den eignossen oueb jr
absagung getban batlend von hilt vnd begerens vnssers allerr gnädigoslen berren fridrichs da ze mall
römscher küng, vnd zu lieb vnd dienst sinnem bruder herlzog abrecht von öslrich disse dryg meiottend
nun der römscb küng hett jnnen gar fil zugescilt jn hilff vnd ratl zu sekicken vnd vor allem kosten
sin dz jnnen die eignossen nütz thun möcbtend aber die jrren wurdent läglicben von eignossen
bekümbrot vnn zu grossem schaden gebracht, mil roub brand vnd lodscblegen dz sy doch die lenge
nüt gelidcn möcbtend vnd schribend jm also ein sautbutten mit einnem brieff bcsiglul mit jr aller
sigel der da luttet als hie nach geschriben slat.
Merck hie nach.
Aller gnedigisler berr durchiücbligüuer fürst gnädiger berr üwer kuncklichen gnaden sye vnsser
vnderlennig williger dyenst gehorssamklicb allzill bereit cet. als der hoebwürdig fürst ber albrecht
von öslerricb üwer gnaden bruder begerll dz wir demselben üwrem brüder der den haruff in diss
land kommen ist, hilff vnn bystand thun wellend wider die eignossen die denn hgint sind üwren
kuncklichen gnaden vnd dess huss Ostrich, dessglichen hal vnss der beoempt üwer bruder oueb
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gebetlcn somlichess ze Ihund, vno voss gesagt wie jm vod vds uwer kuocklich gnad ja somlichen
kriegen jn die beio weg verlassen besunder jn» vnd vnss hilff vnd zuscbub te tbun, vff sotnlicb üwer
küncklich gnaden schribcn vnn vrtrostung habend wir den vorgemeileu vinden den eignossen vnsser
tigintscbaA brieff zo gesantt von jnneo von üwer wegen abgesagt, dess wir bissbar mercklicben zu
grossem schaden kommen sind, an lütten vnn [Pag. 161.) gültren gelitten habend oueb sinnlichen ubel
noch täglich all stund nuo bellend wir vnss sömlicher swerer tötlicher kriegen nül vnderwundeo, noch
vnss damit beladen uff vnssers selbs mögen vnd darlegen sollten wir dz uff sölich uorgemelt vrtrostung
nut gclhan haben nach dem vnn wir . als die üwrenn vnd vnsserer Widersacher macht erkennen wnl
wissen dz vnss dz anlein zu schwer gewessen werre, sidmal wir aber uff iiwerr kuncklieb gnaden
sebribenn, uwerr vnd üwers bruders Vertrustung in gutlem wolvertruwcn , in sömlicb krieg komen
sind die vnss täglichen hertter vnd schwerer werdent, so bittend wir dicselb üwer kuncklieb gnad,
vnd vermannenl iich sömlicher Vertröstung, so vns doch üwer gnad vnd üwer bruder gelban hall jr
weilend vnss ano alles versuchen üwer hilff vnd zuscbub schicken dainil wir üwer vnd vnsser linden
widerstand gelhun mügcnl , als üwer küngklieb gnad dess üch vnn vnss schuldig vnd pfliebtig ist ze
thund, wan besebeche dz nüt. so besorgend wir, dz üwer gnad vnd wir darumra ein sömlichen bruch
liden mösslend, der uwreu gnaden vnd vnss vnüberwinllich vnd (unwiderbringlichen were gnadiger
her thund nach vnsserem schriben wo wir dz vmm uwer küncklich gnad verdiennen könnend dz wend
wir thun als üwer gnadenn willigen geborssameno. geben zu lüblingen (lobbingen Copie) uff menlag
nach sant hiiariuslag jm xlvj jare.
Jakob marggraff zu baden vnn granffe zu spanhem ludwig vnd uorich
gebrüdere granffe zn wirtlenberg.
Hie sagt diss buch wie der römsch küng brieff sant dem hertzog von burguny vnd
jm schreib vmm ein zug jm zu schiken wider die eignossen vnd jre helfler.
(Pag. 162.1 ( l)tr *««»</ 'dssJ ermeldten Brief schreiben.)
Vnd uff sömltches träffenlicben schriben vnd manung so die drig herren dem romseben künig
geschriben vnd gemanll ballend jnnen mit sinner hilff vnd zuscbub nach sinner gelüpi nach zu gand,
ward bewegt der römsch küng dye dryg herren vnd brüdren nach jrrem willen vnd schriben zu gewerren,
vnd ordnet also von stunden an sin gar treffenlich ratzbolten zweo mil brieffen nach aller nodturfl
zu dem boebgebornnen forsten vnd herren dem hertzog von brugunny vnd iiess dem gar (raffen-
liehen scbrilien allen bandet wie die eignossen die werrind die vertilgcr vnd vnderlrucker werind dess
helgen romsrhen riebs vnd dartzn alls adels, über sömlicb grosse rächlbolt, so er jn gebotlcn hab,
von sins bruders abrecht hertzog von Ostrich, vnd der von Zürich wegen, dz nun alless nütz an den-
selben eignossen verfiengen, besonder von jnnen taglichen bekriegt wurdind, mit roub brand vnd
[Pag. 163.) todschlegen wider gol er vnd recht, darvinm sin künglich meigcnstal in belle, von mante
bin (inner buld, jm hilff vnn bystand wider die uorgemeJlen eignossen vnd vigind zu schicken, wo
dz sin küncklich gnad vmm jnn vnd sinne nachkommen künde verdiennen dz weite er mit gar gutlem
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willen tun jnn gutlen trüwen cel. vnd mit 611 mer worttenn schreib jm der romscb küng die oun le
mall nüt nolt sind zu »cbriben.
Hie seilt diss buech wie man zu kostentz die sach nüt gerichtet! mocht vnd man zurschlug.
Itetn die will »ich nun die sachen uerlouffend wz kommen der gütlich tag der uff uellentinc
gesetz wz zu nacht an der herberg zu kostentz zu sin. also kam gar uil fromer lütten die holten
warend von fürsten vnd stellen, jtem der pfaltzgraff bat fil sinoer träffenlicben rälten dabin gesaolt
dcssglichcn die andren fürsten oucb , also da nun jederman zum lag kommen wz welliche den darzu
beslimpl warrend du nam man die sacb zu banden vnd ward allen fliss vnd ernst gebrucbl die sach
ru richten, aber dz ich diss mar kürtzre, so was doch alle müg vnd arbot gantz vnd gar vmmsust.
vnd ward uff denselben tag kein richtung nüt gemacht also rillend die holten von allen landen wider
heiin vngeschaffet. darum sj den kommen warend.
•
Hie sagt vtiss diss buch wie die eignossen dem pfaltzgrairen schribend zu lutzern vnd
den botten hinweg fergotend uff sant lommen tag jm xLvj jar.
Vnd also uernamend die eignossen wie vnsser berre der römsch künoig sy treffeolich bolutebaff
hinjn (Pag. 164.! weltzscby land zu dem hertzog von brugunv gefcrgel bat vmm hilff vnd bysland
dardurch sy zu mal jn gross vnnruw kommen warend vnd leittend also ein lag an gan lutzern jn
die slat uff sanl thommes tag jm »Lvj jar vnd wurden! da zu ratl dem pfaltzgraffen ein gesebrifft zu
schicken bin jrem holten die also luttel wie bienach geschahen statt cet. dessglicb dem biseboff von
nielz vnd dem bischoff von tricr.
Dem bochwirdigosten vnd horhgebornnenii fürslen vnd herren her dietrich dess helgeo sluls zu
met/ her jacob der beigen kilcbcn zu trier ertzbischoff erlzkantzler vnd her ludwig pfaltzgraff bim
rin herlzog in peigren cet. vnd jrem jecklichem jnnsunders dess helgen romseben richs kurfürsten
vnssren gnadigosten herren.
Hochwirdiger fürst durchluchliger hoebgebornner aller gnädigoslcr herren vnsser zimlich gehor-
samkeill, vnd wz wir dienstlikeill vermügent . sye vwren fürschlichen genaden. von vnss ze ewigen
zillen vnderteingklieb bereit! cel. gnadigosten hcren als üwer fürstlich gnad jn den lötlichen kriegen,
zwuschend der durchliichligen h erschaff vnd dem buss von öslricb vnn den von Zürich an einnera,
vnd vnssren fründen von stellen vnd landren oder gemeinncr eignosebaf! am andren leill erwachsseil
beden pariigen cinnen frünllichen vnuerbundnen lag gan coslenlz vff fcllentine nächst vergangen geselz
hallend, denselben lag wir geborssamklich gesucht band.' vff denselben tag üwer frünllich ^nade, uwer
gar mechtig botzschaft gesebiben hallend, dz sy besucblend ob die krieg, jn der gülte hingelegt, oder
jn ein recht bracht werden möchten!, dieselbe uwer botzschanfl sich kost müg vnn arbeilt mit
mengcrleig wegen zu suchen nüt hat bedricssen lassen, wie wol es leider nüt uil beschossen hall, dz
doch an vnss nüt erwunden ist, als wir hoffend üwren fürstlichen (Pag. 165., genaden durch üwer
bolzschaft gentzlich vnderrichtcl sigint, vnd wie wol wir ze klein vnn nüt als inächiiß sigind, üwren
fürstlichen gnaden kost müg vnn arbeit so jr iu dissen sachen gar dümüntenklich bewisl band ze
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lancken , nül dcster minder so uil wir vermügend tagend wir üwren frünllichen gnaden vnderlcnnig
dienstlich gehorsam danck vnd wu wir dz zu ewigen zitten «mm üwer rürsüich gnade gediennen
möchtend weilend wir gehorsamklich vnd vndertennenklich bereilt sin, als dess beigen römschen rieb«»
gehorsamen vnderlannen, gnadigosteo berren wie woi wir nachdem vnn wir üwren gnaden uor ouch
geschriben baltenl der gedachten herschaft des rechlcs so sy vnn wir vuss gegen ein andren ze nemen
vnn ze geben gar hoeb gelopt band nie uor gewessen sind, sunder jnnen dz alle litt gar follencklich
gebetten band , sömlich recht dieselb herschaft vnss alle zit vnbillcncklichen . als vnss bedunck ver-
sagend, vnd vnss darüber vor üwren gnaden, wie wir dz huss östrieb wider got er vnn alles rcchlen
bekriegend verklagt band, dessglichen wir mit denn von zürich ouch so fer in recht holt kommen
süid dz wir darin eins worden warrend worden, darüber si sich nüt von der hem-haft scheiden,
sunder vnss bekriegen wellend jr eignen mulwillen als sy dz hisshar ouch gelban hand triben ve duch
uwren fürstlichen gnaden ze erren vnd dem beigen römschen rieb ze nutz vnd zu frommen, vmm dt
gross blutlvergiessen jn dem beigen römschen rieb, vnd ander gross übel verminen werd, vnd vmm
di mencklich brüffen möge, dz wir nütz auders den gliebss begerend, so habend wir der benempten
herschaft von önterrich »m alle jr Zuspruch so sich jn (Pag. 166.; dem zilt des friden der fünffrig
jarren gemacht hand. dryg gar redlich from frig richslett jn dem helgen römschen rieb, nämlich uhu,
raflenspurg vnd Überlingen furgcschlagen , vor der einner dieselbe herschafl vnder jnnen kicssen
werde , wollend wir jr gerecht werden vor einnem burgenmeister vnd cinnem kleinnen täglichem mtl.
vnn vmm vussere zusprach, die doch uill grösser sind, roöchl vnss die herschafft darschlacben dry
fürsten geistlich oder weltlich, die vnss in massen gesassen werrend, dz wir sorgen halb vnsscr üben
kommlich für sy kommen möchtend . die in den sachen vnuerdacht werind , vor deren cinnem. den
wir kiessen wurdent wolle vnss rechlcnss wol benügen, darzu sind wir mit denn von Zürich jn den
geholten eins worden, viT sömlich meinung dz sy sich begeben sollend vnssren vnn jren geschworenen
bünden naebzugand, anne fürworll, vnn den yelwedrc partig zwon erber from sebidlicb man darzu
satze. die sich milt eiden verbunden! . nach der sag die sachen uss zerichten vnd ob die lier stössig
wurdenl. vnd sieb gelich teiltend, dz si dan bin denselben jrren eiden. einnen gemeinnen man, der sy
schidlicb vnn gemein jnn der sacb sin beduocke. erkiessen sollend vnd möchtend. jn einer riebstatt
der sich ouch nach der bünden sag ze der sacb verbünde mit sinnem eid, jn massen als die schidlüt
gelhau hellend, vnn wz vonn den allen oder dem merlteil, vnder jnnen erkennet wurde dz man dem
zu beden sillen nachgienge, rechl vmm recb(t dz alles» vns bede von der herschafl. vnd von den
von Zürich abgeschlagen worden ist. darumm wir hoffend dz üwer fürstlich gnade vnd mencklich
spüren vnd Olereken soll dz sy vns vnd nüt wir sy. wider got, er, vnd rechtl , bekriegend, vnd dz
heillige römsch riebe ganlz vertrucken wcllenl, vnd also üwren fürstlichen gnaden wol ze wüssen
ist, wie durch werbunge derselben herschafl, jn kurlzeu vergangnen zillcn. ein frömd folek jn disse
lülscbe land (Pag. 167.) dem beilligen römschen rieb ze schweeberung bracht! worden isi, der prie-
slerschafTl frowen vnn kind, so gar jämerlicb misshandlot band, vnd an mengen enden in dem beigen
riebe stell land vnn lül ganlz vrtriben vnd uerwüstet sind dz teglicb ze hören ist, also kumpt vnss
gar eigenlich für, in der warbeilt, dz durch den aller dorcblüchligosten forsten vosser aller gnädigesten
berren dem romseben küng. aber geworben wir«, an den durchlüchligosten bochgebornnen fürsten
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den herlzog von burgunie, aber ein sömlich aolck in disse land zu schicken dz doch ein nidertruckung
vno ein ganlz verderplnus sin wurde, dem gantzen gemeinnen helgen römschen riebe, vnn bosunder ob
jnnen eins oder mer schlössen an dem rin soll werden, dz dadurch dz beillig rörosch rieb ganu
zerlrenl vnd uernichtet wurde, won nun jr die sind, an die der allmecblig goll, durch ein göttlich
gnade vnd gälte die wirdigkeil gelegt ball, dz jr das beillige römsch rieh fürsächen banlbaben be-
schützen vnn beschirmen vnd meren sollend cet barumm bittend wir üwer fürstlich gnade mit aller
tümul. ah dess helgen richs gehorsam gelrüwen vnderlannen, jr wellenl mit üwer macht, die an syn
vnd sömlicb iiüt gestallen dardarch dz beilig rieh ganlz vernichte! werden möchte, sunder ouch vnss
armenn als dess helgen riebes gehorsam trüwe gelid vnd schirmen, vnd dauon nüt verlrängen lassen,
als wir dess ein vnuerzwiffenlicb verlruwen vnd hoffen zu uwren fürsllicben genaden habend , dz
wellend wir vmm die bencroplen üwer fürstlich gnade die der vorbewerllen ein gebornns jn löblicher
wirdikeil gerücbe ze behalten, geborsamblich nach allem vnsrem vermögen, terdiennen als dess beigen
römschen riches amwillig gehorssam vnd gelrüw vndertannen geben zu lutzern vnder vnsser fründen
\nd eignossen von iPag. 168.) lulzern jnsigel von vnsser aller wegen an sanl tbommes dess beigen
zwölff holten lag anno dorn. m.ccccxLvj jar.
Vnsser frünllicben gnaden gehorsamen gemeiner eidgnossenn nämlich von bern lulzern »ollen ler
vre schwitz vnderwalden zug vnd glariss ralzfründe als wir jelz zu lutzern veraamlel gewessen sind.
Item diss uerschibung vernam hertzog abrecht vnd jacob margraff von niderbaden vnd
lud v» ig vnd uorich von wirtlenberg gebrüdren vnd schriben uff der eignossen brielT
den drig fursten uft diss meinung als hienach stat.
Dem hoebwirdigen vnd hoebgebornen fursten her lietrich von melz vnd her jacob zu frier ertz-
bischoff vnd her ludwig pfallzgraff bin rin dess beigen römschen richs trugsess vnd herlzog jn peigren
vnsren lieben besundren fründen vnd oebem herren vnd swager jeliicbem jnsundcrbeilt.
Vusscr frünllicb willig dienst zunor hoebwirdigen hochgebornnen fursten lieben besundren fruttde
ochem berre vnn sebwagren, wie wol wir nüt zwifflcnt, jr sigind durch üwer erber treffenlich senl-
botlen vor den wir herlzog ableebt vnd die von Zürich an einnem, vnd die eignossen an dem andren
laillc ein tag zu koslentz geleistet babind . dieselb üwer bolzschaff üch so uil vnderrichl bab, dz jr
luiter habind funden, dz dieselben eignosseo sind ann erfolgung vnd über vnd wider erbiettung geiiehs
billicbs usstrags dess rechtens jneo von vnss bescheeben, annefenger vnd würcker der döllichen suren
kriegen, zwüschend vnss vnd jnnen hisshar ergangen vnd noch gegenwirtig, so ist vnss doch ürkomen
copy eins brieffs den jre ratzfründe da uff sanl ihomus lag de» beigen zwölff holten nächst ver-
gangen bin ein andren gewessen sind (Pag. 169.) zu lutzern vnder derselben von lutzern jnsigel üch
geschriben haben! darine wir verstand dz sy mer selbs gern geiinpfs schupften vnd vns vnd dennen
von Zürich vnglinpff zulegen wollend mit dem dz sy vnder andren begriffend, wie wir jre geholte
uff dem tage zu coslenlz durch sy fürgeben hahiul abgeschlagen, vnd dz sy mit den von Zürich in
den geholten einss worden sigend, vff sönslich meinung dz die von zürich sieb begeben sollend jrea
geschworenen bünde naebzugand ann fürwortle, vnd denn den sacben naebzekomen als sy das jn
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sömb'cber jr gescbrifl geltend darumm sy hoffend jr merckend dz wir sy vnd nüt sy vns wider goü
er vnd alless recbll bekriegend vnd dz heilig römisch rieh vertrucken wellend, dardureb werdeod wir
bewegt, dz wir ücb bitten hermret zu sind sölich volong vnd mer den gelicher botle die jm anfing
dess kriegs vnd sidbar vnd namlicb uff dem tag zu costentz von vns» vnd der von Zürich sind ge-
schäcben vnd durch sy abgeschlagen als jr dass ales vnd sunder dess dz die von Zürich jn nüt be-
kaotlich gewessen oder noch sind sich iebl weder der blinden oder gebolle halb, mit jnnen gecinget
ban, von den üweren sind vnderwisset so getruwend wir jr werend vnd solenl verstau, dz si üch
die egemell geschrift zu thünd billichen verhallen hettend vnd dz si nüt sind als sy in derselben
geschrift sich erzeugend vnd meinen! sin des beigen riches gehorsamen vndertan. sunder offenbare
mutwiller dess rechten verachtere vnd so uere an jnnen möcht sin flissige emssige vnd ernstliche
vertilger vnd vnderlrucker jre obren vnd der gelider dess beigen römseben riches, ouch aller
erberkeitt vnd dess gantzen adels durch die doch die heilig kilebe vnd dz beilig römsch rieb habend
trost jrer hanlbabung. vnd ob derselben eignossen fümemeo haben gang solle, dz wir zu got bouffend
niemcrl zu beschechen wie wit vnd uere dz den langen ouch wz (l'ag. 170.1 darus der beiigen kikhen
vnd dem rieb wachsen wurde cel wie den das frömde uolck deshalb sy vos vnfug zuzelegen inein-
nent, jn tülzsche Und kommen ist, dess sind jr von dem aller durcbluchtigeslen fürslen vnssrem
allergnädigosten herren dem römseben künig zu nürenburg, vnd oueb sust von andren glopllich vnderrieb-
(elt. vnd wz jamers vnn not jnn dem rieb vssgescheiden vnssren egerürllen vigind sebaden vnd kumbers ist
zugefügt, dz ist vns jelz vnd zu allen zillen jn gantzen Irüwen leid vnd ann unsser schuld besebechrn, und
vmmdz jrouch noch werden 1 vnderwisset, dz vnss die kriege vom annfang bisshar. wider gewessen vnd noch
sigind. vnn ob uss dissen Sachen noch mer vnralz wurde ralzstan dz das nüt wer noch geschieh durch
vnsser schulde, so ist aber vnsser bertzog abrecht vor vns selbs vnd die von Zürich erhielten, gegen
vnsren obgemellen widersächren , vor ücb allen drigen oder vor üwrem einnen jnsunderheilt den sy
uff nement recht zu geben vnn ze nämmen , vm alles dz vnsser eim teil an den andren meint zu
sprechen haben, oder üch erkennen zc lassen welle» teils geholte biss har besebächen, oder die noch
für üch bracht werden! die gelicher billicber vnd rechtlichere sigind dz dem werde nachgangen, oder
dz durch üch oder einnem vnder üch wurde geselz wie vnd wo ücb dunckc, das man der sachen
aller hilliest zum rechlen ende uolgen solle, disser wegen einnen ob die vnsserc Widersacher jn zim-
licher zill uffnemen wellen! wir mit gotz hilff willenklirh vnd ann jnicchen nach kommen, vnn ouch dz
recht so fer an vnss isl. nach üwrem erkennen genugsarocklieben verrsichren und versiebret von jnn
nemen, ob aber diss alssammcl den eignossen misliel vnd an jnn wurde erwinden, so hoffend wir dz
soll üch sin zu missuallen , vnd jr sollind ouch dabyg noch mercklicher den uor vnd gemeinlich
mögen uerstan wie tüff vnd fier dz von jnnen langlc . gegen allen gelidren dess beigen romschen
riebs, ouch allem adcl vnd der erberkeitt vnd bittend ücb ouch damill frünllk-h flislicb vnd ernstlich
jn eroianung aller trüw lieb vnd früntzscbafl, der jr vnd wir ein ander von dess helgen rieb« wegen
zu haben der gerechtikeit gefPag. 171.)wanll sind vns als den wider die salben vngeborsamen dess
helgen romschen riches uerachter dess riebs siner geiider vnderlrucker vnd vertilger alles adels vnd
erberkeitt, von vns zu tbun hilff vnd rat! vnd bysland als wir dess zu ücb allen vnd jellichem jnsunders
babenl uffsächen Irosl gelouben vnd gantzes gelruwen dardureb jr vnd wir vngezwungen beliben
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mogcnt dz heilige rieh dess jr mercklich glider sind gehaolbabel dz voarecbl gelruckt vnd die
gerechtikeil beschirmet, so wirdot oueb vnss daran von üch bewysel sömlichen sundre grosse trüwe
liebe vnd frnnlzschafft vnd die wir alzil vram uwer früntzschaft nach vnarem uermügen ouch vmm
dz heillige rieh willenklich verdieonen haruff begerend wir üwer früntlichen verschriben anlworl gaben
zu (üblinen am mentag nach dem sunnelag jnuocauil anno dorn. m.cccc.xLvj jar.
Albrecbl von gotless gnaden herlzog zu österrieb jacob von denselben gnaden margraft*
zu baden ludwig vnd urieb granfle zu wirltenberg.
Wie die eignossen schribend dem marckschaJck von brugunv.
Item aber nüt dester minder also die eignossen vernamend dz der römsch kung sin santbrieff zu
dem bertzog von bruguny vmm hilft* ral vnd bigsUnd* gesanl bat nachdem du dauor ouch gelessen
banst da Vereinglend sich die eignossen vnd wurdenl zu rat dem marschalck von bruguni ouch zt*
schribeii uff die meinung als sy geschriben hallend den drig fürsten des riebs, vnd erzaltend da jren
glinpff nach dem besten dem irarschalck, vnd begerllend da also sinner hilft* vnn ratten.
Item dz schriben das die eignossen dem marschalck von brugunne gethan haltend dz
uernamend nun die heren hertzog abrecht von östrich jacob margraft" von der nider-
baden vnn ludwig vnd uorich gebrüder von wirltenberg vnd schriben vlT der eignossen
geschrilt ein brieft" der da lutet als hie nach slat vnd schicktend den dem bertzog
von brugunv.
iPag. 172.) Durchlüchtigeslcr hochgebornner her vnd fürst cel. wir zwiflcnl nül jr sigeud noch
wol bedacht dess als wir herlzog anbrecht uormals durch vnsser botzsebaft an üch bracht habend dz
wir vnd dz hoss östcrieb vnn vnsser helffer von den eignossen bissbar vnd noch teglichen bekriegen!
werden l, wider gott er vnn recht, dess wir jn mer den gnug zum dickren mal vom anuang dess
kriegs erholten vnd begeret habend, vnd noch von vns alle zit beschicht als dz ouch lutter fürbrachl
vnd gehört ist, uff tagen derren wir mer den einnen gegen jnnen habind geleistet, vor vnssren fründeu
vnd heren dess helgen romschen richs kurfürsten sentbotten, vnn als vnsser widerteil denselben rur-
furslen darüber getban banlt dessglich üch vnd an andry end von jn ouch mugenl sin geschächen,
jnndem sy vnss vnglinpf zu zuziechend vnderstand, so bal>eiind wir daruff die curfürsten, der warboit
tnd vnsserer gebolt erinerret, vnd aber als uor vns für vns selbs. vnn die von Zürich erholten vor
jnnen allen oder einnem vnder jnnen, recht zu netnen vnd ze gebeu vmm allen dz jeltwederen teil,
an andren teil zu sprechen habe, vnd lassen erkennen welles teils gebolt bisshar bescheeben oder
die noch fürbraebt werden!, die gelichcr billichcr vnd rechtlicher sigind, dz den dem nachgegangen
werd, oder, dz durch sy oder einnem vnder jnnen gesatz, wie unn wo sy bedunck, dz man der sach
üllerhiliiest zu rechlichem usslrag volgcn »ölly, als üwer liebe uossera widerteils vnbillich vnwarlich
vorbringen vnd klage, vnd vnsser anlwort mit warer klag merklichen wirtlet uerstan, jn dissen ynge-
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schlossnen copigeo der bricffe die sy vnd wir den curfürslen geschickt habend die wir ücb biltend
eigenlich zu vrhören, vnd wie vnnss nun ist glouplichco uirkommen wie die eignossen üwrem mar-
schalck geschriben habend, jnnen hilff ratt vnd zuschab tbun wider vnss. baruinm vnn diewille wir ücb
wtusend sin, ein liebbaber vnd banlhabcr der gereebtikeitt vnd dess adels, als üwer fordren vnd be-
sunder jr dz in lob wol hant erlanget vnd harbracht, vnd nachdem vnd denn die eignossen sind de»
rechten verachter dess beigen romschen richs verachter vnd vngehorssamen vnd so fere an jrrem
vermögen bissbar gewessen ist vnd noch (Pag. 173.) werre vertiliger dess adels durch den die heillige
ronisch kilch vnd jre glider habenl trosl vnn vffenthall so rüffend wir alle ücb an mit sundrem
gloubcn vnd gantzen trüwen, dz wir jn allem gulten zu üch babent ücb damit frünllichen flissenklich,
vnn enislblichen bitten, dz jr fürderlicb üwren eignen marckschalck vnd andren üweren vndertannen
wellend enpfelcben vnd gebiellen den uorgenantlen vnssren dess rechten aller erberrkcill vnd dess
adels figioden nül hilff zu tbun weder mitt ratl oder bysland, als wir wol wüssend dz sj wider üwren
willen nütz thünd werdenl, dess habend wir zu üwer grossmäebtikeit hoffen, vnd vnzwiffenlich gut
getruwen. wie wol die eignossen mit üwren margschalck durch brieff vnd sust munllicben, uff dem tag
zu bern nächst uergangen vnd mil jro einss worden . dz jm vnssre uorbenemplen figind sönd gen,
angend» iiij tussind riniseber guldin, vnd dennen bin alle jar tussend guldin, darumm er die sach an
uwer gnad sol handlcn, vnd jnnen zugesagt den reissigen zug uff mitte uasten nächst kommend, jn
jreni costen heruss wider vnss zu bringen , vnd mit jm gan blamund geritten vnd da gar uill wider
uns angeschlagen vnd gralten, disses alles bittend wir ücb wie Tor abzcscblacben vnd dz besunder
dem markschalck, vnd wo jr sömlicher vnsser bitl gewereod jsl vnss nüt zwiffel, dz das gol vnd sin
liebe motter üch gar grossklichcn wirl lassen geniessen jn allen üwren sacben zu dem lob dz jr den
ouch enpfachend von allem adel dülzer land vnd disser vnsser gebet! wellend vns jn gesebrift bin
dissem botlen schicken, üwer frünllich anlwortt, an der wir verstau mügend üwren frünllichen gutten
willen, dess wir jn hoffnung sind zc finden, dz slat vnss mit allem willen vmm üwre liebe zu ver-
diennen, die der allmechtig jnn schirm siner gütlichen gnaden, jnn gesuntheill lang labig (Pag. 174.
fristen welle geben zu tüblingen uff zinstag nach der alten uasnach anno domi m.ccccxLvj jar.
Albrechl von gölte* gnaden hertzog zu österrich jacob von denselben gnaden
marngranff zu baden ludwig vnd uorich gräffe zu wirltenberg.
(Vorstellung der Verlesung eines Missivs in zahlreicher Versammlung.
Item disse sacben stunden nun biss uff donslag jn der piingstwueben ano domi ro.ccccxLvj jar
in zipcl (<ipel. topie) vnd ward doch voo cinlwedrcn teil nüt gefochlen, da ward ouch uil gehandlet
von fürsten vnn heren zu richten disse herllen krieg also uff den tag wie opstat beschreib hertzog
ludwig der pfaltzgranff bim rin ein tag beden (Pag. 175.) parligcn aber zu costentz zu leisten vnd
schickt sinne (räffenliche ralzfründe dabin mit einem brieff darob er sieb mit den sinnen gar merck-
lichen gearbeiltct vud gemügt halt dar jn den die beriebt jn stünd nach lut vnd sag als du den hören
wirst so ess den zilt wird. Item es kamend ouch gar uil treffenlicber ralz holten dahin von fürsten
heren vnd sielten jlero es kamend ouch die bed bartligeo die denn den krieg wider ein andren gefurt
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haltend gar Ir äffen liehen dahin, vod als man seilt da schribend die eignossen jrren hotten hin nach
dz sy tächtind (tätigten) vud nüt vngcfridel wider beim kämend gott gebe wie er wer, böss oder gut
bin verlierung jr böptler vud also huh man an zu lagen uff mitlwucher vnd wurdend die richlung
brieff verlassen nach lutt vnd sag als hienacb stall von wortt zc worl.
Hie nach statt geschriben die brichtbrieff vnd der friden zwüschennd hertzog albräch
vnd den eignossen.
Wir ludwig von gottes gnaden pfellenUgraoffe bin rin dess heiigen römschen richs erlz trucksas>
unn herlzog in peyren dunt kunt offenklieb mit dissem brieff allen dennen die jn sächend oder hörend
lassen, als krieg und vindschaft zwusebend dem hoebgebornnen Fürsten ber albrecbt berlzog zu
östrieb ze slier ze kernden vnd ze krayn granffe ze thyrol cot. vnsrem liehen öchem dem huss von
österrich vnd den sinnen an einnem, vnd den ersamen und wissen vnssren lieben besundren den eignos-
sen vnd ir punlgnossen nämlich schullhes rätt vnn gemein burger zu bern, scbullhess rätt vnn gemein
burger zc lulzcrn scbullhess rät und gemein burger zu soleolern, lanlamman vud lanllülc gemeinlich
zc vry, lantammen vnd lanüiiltc gemeinlichen ze switz. lanlamen vnd lanllül gemeinlich zu underwalden
ob vnd nid dem kcrndwald , amman ral vnd burger der slat zug vnd das« ampl zu zug . lanlamman
vnd lantlütc gemeinlichen zu glariss, aman vnd lanllülc gemeinlichen ze (Pag. 176.) appenzell stetter
länder örtterr dörffer vnd den gemeinden die zu jnnen gehörend an dem andren teil enslanden sind
darumm wir mit andren vnsren milkurfürsteo den ertzbischoff ze mentz vnd zc triere durch vnssre
träffcnliche rätt uff etwe mengen lag vnd nun am testen mit unsser selbs perssonnen über dry wuchen
mit den Sachen gearbeill, vnd frid vnd richlung mil ernschlichcm fliss gesucht habeud, vud nach vil
reden vnd ledingen habend wir jn by wessen dess erwirdigen jn gol valiers vnssers lieben jnsun-
ders fründe her diettrich ertzbischoff zu menlz rällen mit namen dess edlen vnssers lieben gelrüwen
dietrichs von issenburg granffe zu budingen vnd wiprechl von helmslal rilters hoffmeisler cct. vnd
dess erwirdigen jn gol vallers vnsers lieben besundren (rundes her fridrichs biseboff zu bassei, ouch
der ersamen und wissen vnssren lieben besundren stelle send holten, nämlich strassburg. ougspurg.
nüremberg coslenlz vnn ulme. die von vnssor bei vnd gerung wegen bin vnss gewesson sind vnd
disser hie nach geschribnen rat nämlich dess erwirdigen heren äberbardz von strecten meister
tützsebes ordens jn tülzschen vnd welschen landen , der edel vnd vnsser lieb gelrüw Wilhelme
grave zu werthein graven von bocbenlocb, jörgen zu ochsensteyn, her ludwig von asl arnbrobsl
zu Wurms, fridrich von flerschein, vorich von menlzingen riller, heinrich von fleckeuslcin.
hanssen von gemingen, biecher siggingeu, vorich von rallsambussen vorich von rassenberg, micbel
von mossbach, vnd polier von lalhein berel vnd beletingel mil wussen vnd willen vnss er s vor-
geoanten lieben öchems hertzog albrecht von Ostrichs vnd der oplgenantcn eignossen vnn jr punlgnossen
fründe so vff dissem tag zu kostentz gewessen sind als bie nach geschriben statt , zum ersten so
sönd die opgenantten eignossen vnd jr punlgnossen nämlich scbullhess rat vud gemein burger zu
bern, scbullhess und rät zu lulzern, scbullhess und rät zu sollentor, lanlamman vnd lanüüt
gemeinlich (Pag. 177.) zu ure , amman vnd lantlül gemeinlich ze schwilz, lanlamman vod lantiül
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gemeinlich zu vnderwalden ob vnd nid dem kernwald. ammen und rat vnd burger der slal zug
vnd dess arapl zug. lanUmmao vod lantliite gemeinlich zu glariss vnd lantammen vnd lantlule
gemeinlich ze appenzell stell länder und örtter dörffer vnd die gemeind die zu jnn gehörend, Tür
Bürgermeister vnd gewonlichen kleinnen rat! der slal ulmc komen, vnd vor den dem opgcnantten
vnsrem lieben öcben herlzog albrecht ze Ostrich cet. als von dess ganlzen huss wegen zu Ostrich
ooch den jren von den die jm vnd dem buss öslricb sland ze versprechen es sind rät manne dienner
geischlich und weltlich oucb den edlen granff hanss von tengen graff ze nallenberg gerecht werden
umm alle handlunge vnd Sachen die sich jn zil dess fünfzigcn Indens biss uff disscn hüttigen tag
vergangen haben nicht darine dan ludschlege roub hrand narn schlosshrechcn ban vnd acht uss-
gelassen, schloss stet land und lütte ligendc gütter sollend sin herlikeitten, zol gleit urber bucher
vnd reigister die jeklich teil von dem andren in zil dess fünfzigjärigon frides an sich bracht hat,
doch jnn dem recblen hin dan gcsclz den herlzogen von sophoy graff hanssen von friburg die von
hassel vnd von rinvelden. Zu dem ernten.
Item dargegen vnd darnach so sollend der vorgnanllen unsser lieher öcbem herlzog al-
brecht von dess gantzen huss Ostrichs wegen, ouch die sinnen und die jm sland zu versprechen
es sind rat manne oder dienner geischlich ald weltlich oucb der edel graff von lengen granff ze
nellenburg vir vns herlzog ludwig pfaltzgraff bin rin cet. ohgenanl vnd vnsser rält so wir zu vnss
nemen werden zu recht kommen, vnd vor vnss vnd vnssrenn rätten den eignossen vnd jren bunl-
gnossen obgenanten stellen lendren örtten und dörffren so den ze jnoen gehörend gerecht werden
umm alle handlung vnd Sachen die sieb in zitt des fünfzigjärigen frideos biss uf disscn bütligen
Pag. 178.) tag ergangen habend nichtz dar jnne den todschlege roub brand nam schlossbrecben
bann vnd acht ussgelassen vnd da mit nut vssgenomen sollend sin herlikeitten zoll gleit stet schloss
land und lütt ligend gut bandvesten brieff urber bQcher vnd reistcr die jellicher teil vom andren
jn zil dess funfizigjarigen fridens an sich bracht hat. doch jn dem rechten hin dan geselzel denn
herlzog von »Ophoven graff hanss von friburg die von hassel vnd die von rinfelden Zum andren.
Item zu dem drillen wz brieff die opgcnannlen eignossen binder jnnen oder yemeud anders von
jr wegen die vnsrem lieben öcbem herlzog albrechl vorgenant jm rechten not sind derselben brieffen
sollend vidimus gegeben werden vnder dess bischoff von coslentz vnd dess aptz von richenow
jnsiglen vnd die vidimus sölend jm rechten kraft han alss werent die hnuplbrieff fürbracbl.
Zum dritten. Item vnd wz brieff der optgenant vnsser öcbem herlzog abrecht vnd die herscbal'l
von Ostrich oder jemment von jrwegen ald die von zürieb hinder jnnen habend der die eignossen
jm rechten r.ottnrftig sind derselben brieff sollend vidimus werden gegeben under dess bischoff von
coslentz vnd dess aplz von richenow jnsigel . vnd die vidimus sollend jm rechten ouch kraft han
alss werend die boptbrieff furbrach jn glicher wiss alss die fordren vidimus cel. Zum finden. Item
wer von sunderiieben personnen zu jellichem leill gemant kuntlicb oder verbrieffet zinss güll oder
schuld hat der sol darby beliben vnd der hinfur als vor dissem kriege gemessen werden aber söllieh
zinss gült oder schuld jn dissem krieg von deheinner parltyen uffgehaben oder werdend jnge-
nommen dz sol hin vnd ussgenomen sin ob oucb dchein sömlicb gült zinss oder schuld noch
vorband vnd bissher jn verholten behalllen worden werend dz gebott soll ab sin , vnd dem sin
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zinss güll oder schuld furbass werden uod verfolgeo. wurden! aber speo darum und dt ein teil
meinte sömiiches wer tod vinden nüt genomen. und der ander meinte es» (Pag. 179.) werre be-
scbächcn, da sol ye ein parlig der andren nun zusprechen an den enden als vorstat cel. Zum fünften.
Item wz (Hieb ein teil hinder den andren teilt jn truwen geleitt oder geflöchnet halt, dz sol wider
geben werden, es were den dz sömlicbes von den vinden geootnen werre, wurdent aber spen darum,
und dz ein teil mcintle css were von vinden nüt genomen, und der ander teil meinte es wer
besebäcben da sol ve ein parly der andren uium zu recht stan an den enden alsvor statt ceL
Zum sachten. Item ess sollend ouch alle die so von beden teilten von ein andren gezogen oder
hinder ein andren gesässen sind wider zu den jren gelassen werden des» ze gemessen, doch yecklicher
partygeu an schloss Stetten landen und lütten die sy in band unschädlich wessen cet Zum tibenden.
Item ess sond oueb alle den man schuldig ist jr Schuldner umm jr schuld unn zinss nüt trengen
oder zu schaden bringen hie zwuschend sanl martis lag nächst Zum achten. Item so söllenl unsser
lieber ochen herlzog albreclil vorgenann sin ansprach so er von dess buss von österichs wegen und
die zu jm gewollt sind als vorgeschritten stall jr ansprach so sy an die eignossen und jr bunlgnossen
und die zu jnn gewaut sind ouch als vor geschriben statt habet) jn arlickel wisse jn gesebrifl
setzen unn begriffen unn die uff saut michcls lag arcbanglen nächst körnend dem borgenmeisler der
uff die selben zill ze coslentz ist schicken gan coslenlz in sin hnss. Zum nünden. Ilem und uD
den selben sanl miebets lag sollend die eignessen und bunlgnossen und die ze jnnen gewanl sind,
als vor geschriben jr ansprach ouch jnn Stuckes wisse so si an die hersebaft von Ostrich habend
und die ze jnnen gewanl sind, ouch als vor geschriben statt dem opgenanlenn burgerraeisler von
coslentz jn sin buss gan coslenlz schicken cel. Zum zackenden. Item und darnach so sol der selb
burgermeisler jn acht lagen den eignossen die ansprach so jm der opgenannt unser lieber öchem al
brecht unn die zu jm gewanl sind gesant haben, den eignossen schicken gan lutzern jnn dess scbulthessen
buss. (Pag. 180.) Zum XI. Item und der eignossen vordrung und der so zu jnnen gewant sind, an
den vorgeoanleon unsren lieben ochen herlzog albrecb die herscbalt nnn die zu jnnen gewant sind
sol der selb burgermeisler zu Loslenlz den opgnalenn unsrem lieben öchem herlzog albrecht ouch
schicken gan (Illingen dem burgenmeistcr da selhs, und als deun sol der selb burgermeisler von
coslenlz der slat ze ulme burgenmcislcr und ratt schriben und ze wussen thun zwuschend sant
michels lag unn sanl gallen lag dz die opgemelten ansprachen von den opgnanlenn parlygen übergeben
sin, und sol der vorgenannt stal ulme burgermeisler den partigen einnen tag nach lul diss anlas»
setzen zwuschend sanl gallen lag und wiennachten nächst nach ein ander volgende, unn von demselben
lag der also nach dem anlass den parlyen gesell wirdel jn anderthalben jarre nächst dar nach vol-
gende, sol die selb sach uss trag nämmen und haben. Zum XII. Item daroff so sollend ouch bed
parltien optgcnannl die vorgenantenn burgenmeislcr und rat der slat ulme einschlich bitten sich der
sacb ze beladen unn anzenamen unn so die obgenanlteo eignossen und ponlgnossen und hertzog
ludwig vorgenannt ervordret so sollend wir jnnen jn zweig mannoten nächst nach ein andren
recht tag selzen da wir meinnenl dz es bcquemlich und gelegen sye ann all geverd, und von dem
selben tage den wir also setzend jn anderthalb?!! jaren nächste darnach volgende sol die selb sacb
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oucb usstrag nanien und haben, wer et aber dz wir oder die optgenanten slat ulme lenger zitl den
die opgemell anderthalb jar zeni rechten bedörflend so mugend wir und ooch die vorbenemplen
slat nlmo dry moBoten über die anderthalb jar nemeu und darüber nült ungevarlich cet. Zum
Xlll. malle, llem und ouch Unwillen enslanden sind zwuschend den von bern und den von
friburg jn öcbüand die zu dem huss ze öslerricb gehöreod und doch jn dissem krieg not gewest.
darumm nul not ist, sy in dissem anlass ze begriffen da sol dz selb gehalten werden als unsere herlzog
ludwig opgenannt versiglel brielT von jnn jn hat und wisset cet. (Pag. 181.) llem es sollend ouch
alle gefangnen so uff beden leillen gefangen sind geischlich weltlich edel unn unedel unngescbetzel
ledig sin cet. Zum XIV. mal. llem ess sol ouch alles ungegeben gell von brantscbalzung oder
Schätzung nüt gegeben werden und ledig sin unn ob jemen bürg oder halt wer der sol ouch ledig sin
cet. Zum AT. mal. llem und uff dissen vor geschriben anlassz so sollend alle vinschafl die in dissem
krieg zwüsebend allen obgnanltcnu partlyen den jren und jren belferen und helffer heilers und allen
den die so jn gcwanl oder verdacht sin enslanden sind geischlich weltlich edel oder unedel berürende
lutter geriehl geschlicht und gesünnel sin und beliben an all geürd und sol dissc richtung angan uff
suntag der beigen drivaltikeil lag nächst kommet alss die sunne uff galt und \on allen partigen ge-
irüllicb gehalten und dem nachgangen werden ann alle geverd und arglisl cet. und dess ze urkund
»o habend wir herzog ludwig pfalzgraff bin rin obgenannt unsser iosigel thun hencken an dissen brieff
und wir al brecht von gottess gnaden herzog zu östrich ze stier und ze kernden und zu krayn und
graff ze lyrol ceL bekennend unss und thund kund offenbar jn dissem brieff. dz der hoch geboren
. fürst her ludwig pfallzgraff bin rin, dess helgen rümseben rieb erlz Irucksass und herlzog jn peigren
unsser lieber öcbem vorgenannt disse vorgescliribiieii richtung unn anlass mit allen punckten nnd
arttiglen wie vor geschriben statt mit uossrezn wussen und willen beret und bededigel hat und darumm
so redend wir bin unssren fürstlichen gnaden und wirden, vir unss und ds buss zu Ostrich und vir
alle die zu unss gewanl sind alss vor geschriben slat, alle und ycekliche punckteo war vest slätz zu
halten und zu volfüren alle arglisl ungeverd barinne gentzlich uss und ab gesebeiden unn dess ze
urkuud so habend wir (Pag. 182.) unsser jusigel lund hencken an dissen brieff zu dess vorgenannten
unser« lieben ocbeins jnsigel und wir die vorgenanltenn eignossen und punignossen nämlich scbulthess
und rall gemein burger ze bern, scbulthess ralt unn gemein burger ze solulorn. scbulthess ratl und
gemein burger zn lotzern, lantamman lanüül gemeinlich zu ure. lanlaminen und lanüül gemeiuliefa
zu schwitz, lantammen und ianllül gemeinlich zu underwalden ob und mit dem kernnwald, ammen
ratl und burger der stat zug und dz ampt zug, lantammen lanllnl gemeinlich zu glariss, laut-
ammen und Ianllül gemoinlich zu appennzell stell lender und dörffer und die gemeinden die
zu unss gehörend bekennend uns und lund kund offenlich jn dissem brieff, dz der opgenannt
unsser gnadiger her berlzog ludwig der pfallzgraff bin rin disse vurgesebriben richtung unn anlas.«,
mit allen punclen unn arliglen wie vorgeschritten sUt, mit unsrem wüssen und willen betädingl und
berel halt, darumm so redend unn versprechend wir bin unsren gutlen Irüwen, an cinnes rechten
eidens statt, vir uns unn alle die unsren und für alle die zu unss gewant sind und ze unss gebärend
wie for geschriben stat, alle und jeckUcb punclen und arlicklenn wie die obgesebriben stand gelrü-
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lieb slat und vesl zu halten und zu volfureu an alle arglisl und geverd, us und ab gesebeiden, und
dess zu urkund so habend wir ausser stellen und lender vorgenannt jnsigel zu beder obgenaniteu
furslco jnsigel ouch an disseu brieff gehenckel der geben ist zu coslcntz am donstag jn der beigen
plingstwuchen gelegen jn dem jar als mau wz sebriben nach cristus geburt tussend Berhunderl vierlzig
unn sechs jar cet.
Dissem brieff nach ward der von zürich bericht brieff verlessen als bie nach stat.
Wir ludwig von gotless gnaden plaltzgraffe bin rin dess beigen römschen richs erlz Irucksess
unn bertzug iu peigren lund kund offenbar mit dissem brieff. allen die jn ansacbeod oder jn hörend
lessen, als krieg und nnenlscbaff zwusebend den
Pag. I«3.j {.Uhuliche Vorstellung teie die vorhergehende.)
ci>aiueu und wissen unsreu lieben besundren burgenmeisler unu ralten und deu burgren gemeinlicb
der »tat zürich an einnen und den ersamen wissen unsren besundren lieben Schultheis amman uud
riillen burgren uud laullüllen , disscr nachgeschribnen stet und lender. mit nameu lulzern ure switz
uud underwaldeu ob und nid dem kcruwald unn zug alss hauplsacher, und den von bern sololurn
glarus unn appenzell als belfercnu an dem andren teil eitstanden sind , darumiu wir mit audren
unsren mit kurlürslen den erlzbischoff zu uicnlz und trier durch unsere Iräffenliche ralzbotlen uff
elwen mengen tag uud nun leslz mit unser selbs person über dry wueben jn den sachen gcarbeil
uud frid und ricbluug mit crnscblichem fliss gesucht habend , und nach vil reden so habend wir , ju
by wesen dess erwirdigen jn goll valters unsers lieben besundren frttnde* herren dietriehs erlzbischoff
zu menlz ralten mit namen des edlen unsers lieben besundren fründes lietrich von ysseuburg grafl'e
zu büdineo, und wipreehl von beliustal rilterss hoffmeister cel. und dess er <Pag. 184.) wirdigen in
gol vatters unser lieben besuudreu frundes herren Iridrichs bischoff zu bassel, ouch der ersann u
wisen unsren besundren lieben siel senlbollen nämlich Strasburg ougspurg nürenberg coslenlz und
ulme, die von unser gescbrifle bell uud begerung wegen bin uns gewesl sind, und disser uuser her
nach geschribnen rätt, nämlich dess erwirdigen beren her eberharlz von sielten meisler tützscheus
urdem ju lülzschen und welschen landenn. der edel und unsser lieb gelruw Wilhelm graff ze weichem
grave von hochclocb georien herre zu ochssensteiu , her ludwig von ast tbumbropst zu wurime
fridrich von fleckenslein, vorich von mcnslzingen rilter hanss von gemigen inarckscbalck liethers
siggingen vorich von ramsamhusen. vorich von rassenberg. michel von mossbacb und peller von
lalheim, bereit und belediget mit beder obgeuautenn parlyen wussen und willen, als hienach ge-
sebriben statt cet.
Zum ertlett. Item zu dem ersten dz die obgenanlen von Zürich zwen und die vorgeuanteo
schulthess aman ratt burger und lanllut us den vorgenantleu stellen und lendren nämlich lutzern ure
switz underwalden ob und nid dem kernwald zug und dz ampl zug, oueb zwen jn einnem mannot
nächst nach tatum diss brieffs vulgende darzu geben unn ein andren benemen sollend die selben vier
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sollen! golohcn und schwerren, die sachen k> von bedcu leiden vor sy bracht wirdel, mit recht ze
eoscboidcn als her nach geschriben statt, nnn jo dem nächsten maool darnach so süllend dieselben
vier jo die stal keisserstul off einnenn nämlichen tag den sy beden pariigen verkünden und tu wüsen
tan kument und da wider leiden umm der jren zusprach, so sy den zu beder sitten, alle oder be-
sunder an ein andren ze sprechen hand , aulworle red nud nachrede jn nemen und verhören , und
da selb» mag jetlich teil für wenden alte und nüwe pünd, und anders dz jn not ist, und sölend die-
selben zu gesetzent vier jn einnen inanot darnach bed partigen mit jrem rechlsprach ensebeideo. und
ob die vier jn jrem zusprach uüt eins unn eins gemeionen noturftig wurden! (Pag. 185.) so sönd
dieselben vier bin jren eiden ein gemeinen man usserlhalb der eignoscbafl jn einner riebstat namen
oueb in dem nächsten manot darnach der selb gemein man sol oneb geloben unn schweren jn der
sach gemein und schidlicb ze sind und uss zu sprechen, und wenn sömlich recht zwöschend den ob-
genanttenn pariigen gesebächen ist. wellend den die von Zürich meinnen. dz sy etwz ansprach habend
an die von bern sololorn glarus und appenzell die helfer und nüt hoptsächer sind und sachen dissen
krieg antreffende dar umm sölend die von bern solotorn glaris und appenzell denn von Zürich gerecht
werden, vor den vier zu gesetzten und dem gemeinen man, als ob geschriben stal, doch niebtz darjnn
wonn todschlag roh brand nam schlossbrechen ban und acht ganlz uss gelassen und das da mit nüt
usgenomen sollend sin herlikeit zöl) gleit schloss stell land und liit ligend güllcr bandvealen LriefT
urber bücber und register. were es ouch dz ein gemein mann genomen werc, oder der zu gesatter
mannen einnen oder mer als vor geschriben stal abgiengend oder sust unnütz wurdonl, den so sollend
jn dem nächsten manot darnach die vier bin jren geschworrnen eiden einnen andren gemeinnen man
erkiessen und nemen jn massen als dz obgesebribeu stat einnen oder mer so vil und der zugesalzen
gebrestend an der abgangnen und unnützen stat, ann verziechen gesetzet werden cel.
Zum andren. Item wellicher teil herinnc stimmig were oder ward oder sust die sach geverlichen
«erzuge so sol der selb ungehorsam leill by den obgenanlen jren eiden sin ansprach verloren han
und sollend ouch die schidlule den nach volgenden und gehorsamen leill bin den obgenanlen jren
eiden sprechen nach dem und sy für sy kommenl.
Zum dritten. Item dz ouch bede partyeo by jren zinssen güllren. und gälten sy sind verbriefTel
oder nüt beJiben sollend und ob die von die beinner barlyg verhüllen oder verendrel werend dz soll
oueb absiu cel. ,
(Pag. 186.) Zum III. Item dz ouch alle besunder psoonen so yeder plig zugebörend varend
gut dz noch verbanden und unverwüsl ist ouch werden und folgen soll.
Zum IV. Item dass ouch von peden barlyen jellicbem teil sin geltschuld verfolgen sol cel.
Zum V. Item wer ouch dz dehein party der andren jr zinss oder galt in disser vinentsebaft
uffgehabeo oder genomen bette dz sol bin sin cel. und von keinnem leill an den andren erfordrett
werden cel.
Zum VI. Item were es aber dz die vorgenanten ptyen spen ander ein andren gewunoend von
uiTgehabncr oder von jngenomer zinssen wegen über dz ab vorgeschriben stat, dz ein leill meinnen
well es wer von finden nüt genomen und der ander teil meinte es were besebechen, dz sollend bed
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partven ouch zu recht kommen off die vier zugeaalzten und dem gemeinneo man , und sieb darumm
ze end scheiden laue« eet.
/«in TU. Item ouch wz ein teil hinder deo andren jn trüwen geOochl oder zu gehalten geben
faatt , da aol wider geben werden ess were den sacb dz sömlicbes von den Gnden genomen were
wurdend aber spen dar wider und dz aol ouch ussgelragen werden vor den vieren und dem gproeinen
iuau ab for geschriben slal cel.
Zum Till. Item dz ouch alle die so von beden leillen von einandren gezogen oder hinder ein
andren gesessen sind, wider zn und von den jren kommen und wandlet! mugenll, de ze gemessen
UDgohindret von peden partven doch beden ptigen an schloss stell land und lütten die sv jnne hand
unschädlich und welliche lülte niitt gehorssame gethan hellend dem teill der die schloss dorffer oder
bersebaff ae jm bracht hat, die selben ouch zu nüwen glQplen oder eiden nül getringen noch zwingen
und als<» wider zu den jren gelassen werden, als vor geschriben «tat bis* uff dass recht cet.
Zum IX. Item es sölend ouch alle die man den schuldig ist jr Schuldner uniio jr schuld nul
(ringen oder ze schaden bringen her zwuachend saut marlis tag nächst kommend cel.
Zum X. malL Item dz oueb alle gefangnen die so den von beden partven gefangen sind
geischlich weltlich edel oder unedel unge (Pag. 187.) schetzetl uff ein all urveebte ledig sin
sollend cel.
Zum XI. Item ess soi oueb alle ungegebne branlschalze oder andren schatzunge gell , sy sye
verbrief! oder nütt ald sust verbürget, nül geben werden sunder als ab sin cel.
/tun XU. mal. Item und sollend daruff alle üoentschaft zwuschend beden plyen und den jren
und jren helffern helffers helffren und wer dar in gewanl oder verdacht ist geischlich welllich edel
oder unedel ganlz lutlcr gerichl geschlicht und gesünnet sin und hüben an all geverd und sol disse
richlung an gan uff xunnenlag der beigen drinfallykeit tag nächst kombl ab) die sunne uff gat. unn
von allen plyen getrülich gehalten und dem nach gangen werden an alle geverd und arglisl uss
gesebeiden cel. und dess zu urkund so habend wir hertzog ludwig obgenannten unaaer jnsigei mit
rechter wüssen an disen brieff thun hencken und wir die obgenantenn burgermeister rält und burger
gemeinlich der »tat Zürich bekenuenl und thund kund offenbar mit dissem brieff dz der durebluchtig
hochgeboren fürst und berr her ludwig pfallzgraff bin rin dess helgen römseben riebs ertz trucksäss
und berlzog in peigren unser gnädiger lieber her obgcnanl söllichs als vor geschriben ist mit unsren
gutten wüssen und willen beret und bedätingt bat und wir geredent und versprechend ouch bin unsren
gutlen trüwen an einnes gesebwornen eides slal jn krafl diss brieffs sölliche» alles wie vorgeschribeo
statt, getrülich war fest sletl und unzerbrochenlich zu ballen zu Ibun und foffüren und darwider nüt
ze thund noch schaffen gethan werden, durch unss selbs oder yemend andren jn dehein wisse ann all
geverd und argliste gcnlzlicb hie jnne us gesebeiden und dess ze urkund so habend wir unser stal
jnsigei zu dess obgenantenn unsser gnadigen bereu hertzog ludwigs jnsigell an dissen brieff gehenckl
und wir die vorgenantenn »chulthes am man rätt burger und lanllüt der opgenanlcn stet und lender
nämlich bern solotorn lutzern ure swilz undcrwalden ob und ;Pag. 188.) nid dem kernwald zug gburus
und appenzell bekennen! ouch und thund kund offenbar mit dütaeni brieff dz der opgenannl unser
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gnädiger lieber her hertzog ludwig der pfallzgraff söllichs alles wie vor gescbribeo stat war vesl »teil
und unzcrbrocbcnlichen zu halten ze thund uod volfüren und darwider nüt zeihon nach geschaffen
getan werden durch unsser selbs oder yemen anders jn deheiuer wiss an all geverd und arglist herine
gantz us» geseUet cet. und dess ouch in urkund so habend wir unser stet und lender jnsigel mit
rechter wüssen ouch an dissen brieff gebenckcl zu des vorgenanlen unsers gnädigen heren und der
von Zürich jnsiglen der geben ist zu kostenlz uff donstag nach dem beigen pfingslag jn dem jar da
man zalt von der geburl crisli tusend vierhunder Gerlzig und saebs jar.
Wie die von Zürich ein fordrung tattend von der hoffen pfäflikon vnd wolrow wegen
cel. vnd wie die brieff besiglot wurdent.
Item also wurdend die brieff uffgeriebt vnd besiglot vnd siglot der pfalUgraff zum erstenn dar-
nach die von zürich hancklend jr stat jnsigel zu des pfallzgranffen sigel demnach die von bern jr
jnsigel zu der von zürich vud darnach lutzern vre switz vnderwaldcn zug glarus darnach bancktend
die von solontorn vnd die von appennzel jre jnnsigel zu den obgenanten jnsiglcn dz verzoche sich nun
lang, vnd die wil man also siglot vnd die brieff vffricht, vnder reitend sich die von Zürich mit ein-
andren dz sy die hoff wollrow vnd pfäflikon wollend wider vordren vnd haltend ettlicher holten raU
ist nul dran den dz es jnnen geratlen ward von elllichen holten die sacb anzüchen also ward es an
die von swilz erfordret jnnen die wider umm ju zc anlwortlen. vnd ward also vil wortlen vmmsusl
gebracht, die nüt zu melden sind vnd von kürtzc willen erspart sind zu sebriben, doch kam es darzu
dz je die von zürich vermeinttend bin den hoff zu beliben vnd e sy die hoff von banden weitend
lassen sy weitend e der beriefat nül naebgan vnd leiltend sich alle holten gar ernschlicb jn die sacb.
(Pag. 189.1 Item da nun die bed partyeu verslündenl die bericht brieff die gefyellend jn nun zu
beden sitten wol vnd besunderlicb so ailondent (eaiiundeot, Copie; die von zürich glich vff den nünden
arlickel der da wist vnd seid von stellen vnd schlössen land vnd lullen dz dieselben jren alten heren
wider sollend jngeantworl werden vnd meintend also die hoff pfäflikon vnd wolrow ouch wider
anzusprechen, also da dz die holten von switz vernamend meintend sy je dess nüt jn zugan vnd rett
einner vnder jn, e vnd wir die böff pfäflikon vnd wolrow lassend von banden die vuss gutwillig
geben sind, so wend wir ve noch siben jar mit den von zürich kriegen als wir den sibne kriegt
band vnd da disse worl dess pfallzgraffcn holten borttend dessglicben ander sanlbolten ouch da
ballend sy die von zürich von dissem fürnemen zu lassen vnd ansächend, dz sy noch uillicbt vmm mer
lips vnd gut kommen roöcbtend wo der frid nüt soll besläl werden, vnd also besorgtem! die botlen
von zürich noch mer vnratt vnd wz ouch jederman dess kriegs müd vnd liessend von hoffen vnd
wurdend den botlen die sy ballend zu willen, ich bab aber fürwar warlich vernommen vnd bellend
sy nüt mer den dieselben nacht beharren vff jrem fürnemen vnd hellend nül besiglot die von schwitz
werend von pfäflikon vnd wolrow ganlz gestanden wie wol sy fast frisch mil jr red warend. so
torfted sy doch nüt heim kommen an ein frideu er werre joch boss oder gut als du den vor den
beriebt brieffen wol glessen hast.
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Hie seilt diss buch wie die vier zugesetzten man erkiessen vnd erweit wurden vnd
demnach wie die vier erwclten man erwaltend vnd namend perttr von argen zuo
einnem gemeinnen man.
(Pag. 190.) (Sitzung dieser vier Schiedsmänner nebst den zwei klagenden , fartieen.:
Also demnach schied jederman heim mil grossen frouden an sin ruw von coslentz vnd ward der
frid vmmendum au allen enden verkünden vnd also wurden! dem oplgenanten lag coslentz nach uil
Ufgen geleistet , von den beden partyen jcU zu baden den zu lulzern den hie den dort dz ouch nul
iiollurfft fordrel wz man da handlol dz ze sebriben, doch darunim die lag geleislcnd wurden! beschachend
den merlleil von der vier zugeselzen wegen ze nämen, vnd also dz ich die sach kürlzrc da wurden!
die vier zugesetzten ouch erwell zwen zu Zürich mil namen meisler beinrich efönger vnd rudollT von
kam, dargegen erwaltend die eignossen ouch zwen gemein man mil namen jtelbanss reding da zemal
aromen zu switz vnd pellerman gullschmied von lulzern. vnd da nun disse vier gemein inen gelopllend
vnd geschworend nach jnhall des« berichtbriefls , so den hertzog ludwig der pfallzgralT gemachl
hall, da sollend disse Her obgenannlen (Pag. 191.; mau einnen gemeinnen man zu junen kiessen vnd
erwellen ouch nach jnhall dess obgemellen berichlsbrieffs lull vnd sag der sv jn der sach der aller
schidlies! vnd gcmeinnesl belüchle ze sind, also uerzoge sieb dz gar lang daruon hie jnne gar uil noch
wer zu sebriben doch aber zum kürlzslen wolle ein leil dissen der ander leill enn vnd wurden! uil
dazu erkiessen . also aber am aller lelzslen da ward erwell peller von argen dazumal sässbafl zu '}
von den vier opgenanilen zugcsalzen zu einnem gemeinnen man m zu enst beiden wo sv zwiltreüp
sin wurden nacb lull, dess bericbtbrielTs als er dass ouch geloben vnd schweren uiusst. wie wol er
dz gar herlzklicheu vngern led, da von uil wer zu sebriben wie er sich der sach so lang warlte, e.
vnd man jnn darzu gehalten mocht dass zu Ibun.
Wie ped barttige kämmen uil den tag gan keiserstuoll.
Ilem da nun peller von argun je sich der sach inusl beladen vnd jm dz geholten ward zu
, ibun , nach jnhall dess hcrichlbricfls zu coslentz gegeben, ward nun der erste lag geleit gan keisser-
slull am viijlen lag ougslen , dahin den kamen! die vier zugesalzen vnd ouch peller von argon der
gemein man, es kamend ouch die bed pligen gar (räflenlichen dahin mil uil froiner wissen lulteo. ann
ander lull die susl ouch dahin kamend vnd uff denselben lag ward nun gar uil lullen vssgericht ess
were von zinsxc gull oder gellschuld die ein andren anlangtend jn der gülte vnd oueb jm rechten
ussgerich t) vnd enscheiden ouch nach jnhall dess fridsbrieffs gegeben zu cosleotz cel. vnd also dz ich
aber abbrech uil worllen da namend bed opgenant parllyen ein andren vir vor den vier zugesalzten
') In Ori«in*l von tp*(«r«r Hand bcii'eselxt : Anspürt . uod in mtrffinc: vnd Bnrferueister datelbtt. Inlh H.
Stumpfen I ronie, im H Buch on<i II Cap.
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xu keisserslul, »od wunder mos* ich nun hie schritten vnd ist das aJso, jletn vnrni alle die spen vnd
»lös* so die eignosseo ye jio anlassbrieff dessglichen jm nollel eis wer« von der lantschaffl des* von
logenburg ouch von dess oberholtzers oder von der koüffeo so den die von Zürich den eignosseo out
zu wollend gan lau jm rechten von entwederer parüg nie gedacht vud anzogen, besunder lulter gantz
vnd gar hin (Pag. 192.) dan geselzel, also uiT beder partigeu anklag red vnd nachred die ich hie durch
dess besten willen niit schriben will won es ouch nüt not ist, wurdend die uier zugesallen nul eins*
jn jr nollel, vnd kam also die urliel zu eodscheiden vfT peller von argen den gemeinnen man, nun
mochl aber ebner fragen wz die bed urltlen werend dz will ich nun ouch hie jm besten vnd der
kürtze willen v oder wegen lassen zu schriben also beleih dzselbe nul die houptsach vngerichl vntz
zu peller von argun vsspruchl also reid aber jederman beyn an sin ruw jnn sin heiment.
Vom tag zu keisserstuol.
Item darnach kameud die vier zugesetzten etlwen mengen tag gan keisserslul vnd warend da
bed parljen rechten vmm zinss gull vnd vmm geltschuld wo da vnder beden pariigen stöss warend
die zencblen nach jnhall der bericblbrieffen.
Vom vsspruch petter von argun.
Item man seilt lurer da sieb peller von argun lange ziu gewerl hat die oplgemelten zwo urtlleo
ensebeiden vnd gar uil raUes darüber batt gebepl, wz die ein urllei vnder den fieren. man solle
deo pünden naebgan, vnd vff dieselben urtlcl bei uun peller von argen also erschrackend die von
zurich dessglichen ouch alle eignossen vnd reite mencklichen wz ist es nun besser den for besunder
uil bosser den je, er bat vuss die schwentz erst rächt zusammen gestrickt vnd knüpft dz wir als fast
ein andren jm bar müssend bangen als vor je. vnd ward uili zu dissen dingen gerat von beden par-
tiigen vnd seilt man wol dz uff dieselben zilt der hindrest tag geslimpt ward gan keisserslul uff wz
dag derselbe geslimpl wurd ist mir nül wüssend.
Aber von eim tag zu keisserslull.
lleiu also da u.au nun wider vmm gan keisserslul kam vnd die sach wider zu banden gnomen
ward vou den fier gemeinnen vnd beder teilt klag anlworl red vnd naebred verlesscn vnd gehört
iPag. 193.) ward da namend sich die vier zugesaltcn sich zu verdencken bis* mornnen dess frö.
Item nun möchl ein wundren wz jelliche parllig zu der andren geklagt helle vnd worumm sy nüt hie
gesebriben «tat, das ist vmm der kürtze wegen vnderwegen gelassen, den sy lutter ganlz stand jnn dem
anlas* gesebriben da die eignossen min heren von Zürich anklagend vmm kosten vnd schaden ouch
zu keisserslull vor den vier zugesetzten als du den dz gar lutter von arüickel zu arllicker finden vnd
(essen wirst vnd ist also wie oplstat durch der kurtze willen also hie erspart.
Vnd also sanl goll der almeebtig sin gütliche guad darzwüschend vnd spracbend die zugesetzten vier
man uss nach dem vnd sy clag anlworl red vnd widerred volkomlichen von beden leillen gehört hellend
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die den nüt nott lade zu erzellen so sprechend sy vss jm rechten bin jren eideo dz sy lochte dz alle die
so vod bedcn teilten von einandren gezogen oder hinder eiu andren gesassen werrend wider zu vnd von den
jren wandlen mögend dess an alle engeltniss von mencklieben rngehindret jiem ouch dz jecklichs
«chloss stet land oder lüll so von eioner parlig der andren abgewannen vnd jnngenomen sind jren
allten bereu wider werden solle vnd dieselben lütt nüt zu nüwen eiden noch gelüpten getrungen noch
zwungen werden sollend von keiner partig vnd allso sönd alle Sachen geriebt vnd gesünt sin vssge-
lasseo der kost vnd sebad soll slan bis* vff dz recht.
Hie klagend die eignossen die von Zürich an vmm costen vnd schaden den sv
glitten hand.
(Pag. 194.) Diss ist vnsscr der eignossen von lutzern vry schwitz vnderwalden vnd zug auklag
gegen vnsren eignossen von Zürich alss uff dass ander stuck von dess costen vnd Schadens wegen so
wir von jnnen empfangen habend "i.
(Aehnliche Vorstellung wie die vorhergehende.,
Lieben herren die vier zugesetzen als wir vormalss mo zu keisserstul racr vor üch jm rechten
gestanden sind gegen unssren eignossen von zurich urotn sölich spen und misbelung so sich zwüsebend
unss und jnnen gemacht und erbcpl badend von sacben wegeu, dz wir sy von sömlicher stöss und
spen wegen so wir mit jnnen und sy mit unss haltend, ze den eissidlen zu tagen gemant, sömlicher
spenn und stöss ze recht ze kommen, nach uusser und jren geschwornnen pundbrieflen sag, die wir
doch ze beder sitt ewenklich ze ballen zesamen gelopl und geschworen haben, sömlicher manuog si
ussgiengend und dero ungehorsam wareud unbillichcn. den sy dero billichen gehorsam werend gwessen
als sich dz funden halt nach usswissung (Pag. 195.) der gerächt gebnen urllel so der from wiss man
petter von argun gemein man jn der selben »ach nach beder leill klag antwori red und Widerrede
und nach jnhalt dess anlass ze koslenlz zwuschend peden plyen durch den hochgebornnen lurcb-
lucbligen fürsten herlzog ludwig pfsltzgraff bin rin dess beigen römschen richs erUtrucksss cel. und
bertzog jnn peigren unsser gnädiger berre Leret und belädigot worden ist, verfolgen! und gerächt
geben halt, die selbig urttel dz und anders clarlicben nswissel. dieselben urlel wir zu hören begerend,
ob dz nollurfl vordrel. mit sömlicher ungehorsamekeitt, und ablretung der roanung und des rechtten
nach unsser beder leillen geschwornnen pünden sag als vorslat die benempllen unsser eignossen von
*) Bietet ist das kleinere Stück de» Rechlthandels, welch«» gleichlautend bei Ttcbudi Ton. 11, p. 509 - 515 siebt
(wo die Aden des (amen Protestes nachgelesen werden können) Der folgende Spruen itt aber ganz von demjenigen
verschieden, welcher bei obigem Rechtsstreit von den Richtern erlbcill wurde; dieser verfellle die Zürcher tu Betak-
lung der an »le geforderten Kotten ",. Erst a" 1450 (denn damalt wurde dieser Krieg ertl gütlich beigelegt) wurden
die Forderungen det Ersatzes der Kriegtkotlen aufgehoben, der Artikel lautet aber nicht wie folgender Spruch bei
Edlibach v. Ttchudi II, p. 537, so datt er in der Thal p nacht scheinen muss, wie auch andere Umstände zu beweisen
scheinen.
I) Vide Tschudi Tom. II, p. 522, b.
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Zürich, unss ze grosem unlidcnlicbcm coslen und schaden bracht band, der sich jo einoer summ xe
sächs mallen hundurt lusseod guldin gebürt, sömlicber kost und scbad sich ze zillen stimen Inlter
und redlich erfinden sol, wen sich dz gebüreo wirlt. ond wir hoffend und gelrnwend sider sy uns
wider glich« und billicbs unn wider rechlz durch jre ungehorsame als vorslal zu sömlichem coslen
und schaden bracht habend, jr sollend sy jn der mine, oder mit ttwrem ralllichen spruch underwissen,
dz wir genlzlich von uch begerend und üch darum anrüffend, dz sy uds sömlichen costeo und scha-
den abtragend und onss darum einneo billicbeo wandel tun tollend als wir hoffend dz sömlichcs
biliich und rächt »ige cel. und wir bebabend unss sälbs vor disse unsser clag um dz stuck ze bessren
zc mindreo und ze merren, und unser Widerrede uff jr antworl zu thu» nach unsernollurfl.
Diss ist unser von zurieb autworll uff unser eignossco von lutzern ury swilz underwalden und
von zug clag die sy zu uns tund um coslen vnd schaden.
Lieben herren die vier zugesetzen, als die egenanllen unser eignosseo jr klag zu unss tund um
coslen und schaden, den sy meinnenl von unser ungehorsame wegen enpfangen (Pag. 196.) haben
ceL daruff isl unsser anlworll wir habend uff jr manung unser botten gan einsidien geschickt, uud
deunen bevolcbeo, sy unsren und jren pond, und oueb den pund den wir mit untrem guädigoslen
herren dem rOmscheu kung gemacht band hören, und sy daruff einschlichen ze bitten uns dess punds
halb unersuefat ze lassen, sid wir doch anders nützil für genommen noch getban hctiind, denn dz
uns und junen ju jrem und unsrero pund tiarlich vorbehalten wer, und oueb wol ihun möchlend
wonn si doch jo dem pund unsers herren des kungs wol verstünden! , wie lutter wir unsser und jr
pund gelüpt und eide vorbehalten, sy darin so wol als uns bedacht belliod sölichs unser botteo an
jnnen nüt finden kondenl, denn si uff jr manung belibend, und nach dem und sy unss umm sachen
die uns und jnnen jo jrren und unsren pünden vorbehalten sind, dz wir uns fürer wol besorgen und
verbinden mögend zu herren und stellen ann ussebeideo , und wir und sy deuselben arltickel jn jren
und unsren punden begriffen gesworen hand, als wol als die andren arlickel, meinnend wir dz umm
dz stuck das so klarlich in den bünden begriffen und von jnnen und unss beret vorbehalten glopt
ond geschworen wer, kein slöss nul sin möchl, den wie wir gesetzt belliod, were wider das so wir
und sy gesworen band gewesen, ond dz wir nüt salzlend, ist von unss jn sömlicberr meinung und
nül anders besebäcben, darum wir nüt ungehursam gewesen sind als sy den das meldent, wir sind
ouch dar jone unsser selbs nüt gewesen, den wir bullend jnnen darum dess zu einner erlütlrung
für zc kommen uff her rudolff boffmeister vorich von erlach all schullhes zu bern, und rudolff von
ringellingen dess ratz daselbs, und ob jnnen dz nQt zu willen werre uff einneo schullhess uud kleinuen
ratl zu bern jro und unsser eignossen oder uff einnen schullhesscu und rall zu sollontorn oder uff
curfürsten fürslen herren und stell, wo dz glich und bil lieben wer, und vor den lassen beschächen
nach unsser und jro pünden sag, uud nach aller gelägenbeit der sach, ob sy uns von dess obgenanten
punds wegen ze mannen betlind, darzu habend wir sy nach unsser pünden sag gemantt , (Pag. 197.;
uus bin den pünden einnem arlickel als dem andren lassen zu beliben als den unser recht gebot und
manung an im selber ist dz uns von jnnen alles abgeschlagen ward, und begerend söiicb unsser recht
geboli geschritten und manungen ze verhören, und über sölich unsser recht gebott und manung,
habend sy uns ein mutwillig absagung getban, sind mit jrem eignem gewalt unerlangt und unervulgel
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aUcs rechten, ouch Über und wider die geswornucn pund die wir und si zesamen band off uns und die
unsren gezogen, und uns* in mengerleig wise beschädiget al* den dz unsser erste klag und Widerrede
um bekerung klarlich wisset, und getrüwend dz jr vier zu gesetzten, und wer das hörlt, noch büt
bin tag dz luncken solle, dz si sölieber erliitlrung billicb jngangen werend vor allem krieg, und
schaden den dz sj darnach getan hand, den wir dem wz nnss erlüllrel und bekent wer. als gern
nachgangen gewessen wollen sin, als wir dem jetz uachgand cet. won wie das von jnnen beschäcben
wer, so werend die krieg die sy gegen uns vorgenomen hand verminen beliben, and wir hoffend
nnd gelruwcnd sitten mal si uns ein mutwillig absagung gelhan. ans wider glich» und billicbs recht,
mit jrem eignen gewalt anerlangt und unerfolgt des rechten, oueb über und wider unser und jr
geswornen pünd, die völligen recht bott, unser manung nnd friinllichen geschritten, jnnen von uns
vor allem krieg und schaden beschächen, bekriegt und beschädigot, ab wir dz jn unsser ersten klag
und widerred gesetzt band, jr sollend sy jn der minen underwissen oder üch mit uwrem rechtlichen
sprach erkennen, dz wir jnnen deheinneo wandcl tun um costen und schaden, ablegen sollend unn
wir behebend unss selbs vor diss unser antwort ze besren ze mindren und ze meren, und in dz
recht ze legen, dess wir den notlurflig sind, und unser nachrede uff jr Widerrede nach unsser noturrfl
ze ihnn nach dess anlas sag cet
(Pag. 198.) Diss ist unser der eignossen von lutzern urre switz uoderwalden and von zug
widerred uff unser eignossen von zürtcb antworlt so sj gethan hand.
Lieben herren die vier zu gesetzten als unser eignossen von Zürich jn jr antwort uff unser clag
so wir zu jnn gelban band als von costen und schaden« wegen seilend sy habend ufl unser manung
jr holten gan einsidlen geschickt und dennen bevolcnen uns unsren pund und oueb den pund so sy
mit unsrem herren dem römschen küng gemacht habinl zener hören lassen und unss daroff ze bitten
sy unersuoebl ze lassen dess punds halb cel. als sy das mit mer langer wortten setzend, wie sy in
dem selben pund, so si mit unsrem herren dem küng vorgenant, gemacht habend, unsren und jren
pünden lutter vorbehalten habend cet. und damit nüt meinnenl ungehorsam gewessen sin, daroff ist
unser nachrede, dess ersten das wir nüt wüssend . dz sy mit unsrem herren dem römschen küng
debein pünlnnise gemacht habend , sunder als mit einnem fursslen und dem buss von österich ein
püntnüsse gemacht bahint cel., und als sy fürer meldend wie sy in dem selben pund so gar
klarlich und luiter vorbehalten habinl den sy mit unsrem herren dem küng gemacht habiod
unsren unn jren pünden, daroff so ist unsser widerred dz wir gern wollend dz sy sömtieber vor-
hebaliung nachkommen werend, und unsren pünden gnug getan und die gehalten hettind, so werend
disse hertten krieg wol vermilten worden, die selb unser eignossen von zürieb, band aber ab wir
umiu die houplsacb, als von unsser manung wegen, dero sy doch ungehorsam gewessen warend, un-
billicben zu keisserstull mit jnnen oueb vor üch vier zugesetzten jm rechten gestanden sind, oflculich
jnn jrro klagen reden und widerredeo, gerel geselz und fürgewent, wie sy nüt getrüwent dz unsser
und jrc pünd sy fürer ülzil mer binden sollend, oder dz sy schuldig ald pflichtig sigeod die ze halten
und dennen nach zu gand, als dz unser sprach und urlel so wir gen jnnen mit recht erlangt habend,
in red und widerred klarlichen usswissel. den wir darumm begerend jn dz recht zu legen und ze
fpag. 199.) verhörren darby jr und meocklich wol verstan mag wofür sömlich jr vorbehaltung nütz
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10!
gewessen isl cel. oder ob sy den pond mit der hersebaft durch unser willen, oder wider onss ge-
macht band, oder ob sy unsrem pund nach kommen wöHeod oder nöll , den doch wir und sy zu-
sammen geiopt nnd gesworeo band cet.
Item nnd als sj denn under andren wortten melden!, si habinl uff unser manung jr
botscbafl zu den einsidlen geschickt cet. daruff isl unser widerred , es mag war sin , dz 87
nach der manung jr bolschaffl gan einsidlen geschickt babind, sy wollend aber zu den sachen
nie gesitzen, nach unser und jren gesworoen pünden sag. und warend unss darin ungehor-
sam , als sieb dass redlichen erfunden batl jn dem rechten , darin wir zesamen gestanden sind,
darjnn unns doch eigenlieh bekent worden ist dz dieselben unser eignossen von Zürich unsrer manungg
und dem rechten billich gehorsam gewessen und dem rechten nach der benempten unserer und jr
geswornnen pünden sag gnug getan bettind und dem nach kommen werint. nach dess sprach» und
der urttel sag, so wir darum erlanget babind. die wir darumm jn dz recht begerend zu legen nnd
harumm zu verhören, der selb sprach, der selbe sprach unn die urttel dz gar klarlichen begriffet,
und wie sy dz jnne ballen», jn klag anlwort red und widerred, es sye mit minder oder mer wortten.
den wir hie geselzet babind. daby lassend wir es beliben, da by wol zu verslan ist, ob sy gehorsam
ald ungehorsam gewessen sind cet
Und als sy den aber fürcr setzend wie dz »y darjnne jr selbs nüt gewessen sigend, besonder sy
uns darumb ratl zu einner erlüttruog se kommen gebotleo habind cet. ab si das ooch mit mer
wortten dz setzend , daruff ist unser widerred , es sige wol war dz sy unss buttend zu eynerr er-
ItkUrung darumb vorzekommen jnn niassen als sy gesetzet band, nnd habend ouch [Pag. 20(1.) jn dem
fordren rechten uns sömlichs ouch zu vmgelinplT fürgezügeo. dz habend wir da zemal verantwortt off
sömlicb meinung als wir dz aber yetz verantwortend, dem ist also, wie wol die egenanteo unser
eignossen von zürieb uns etliche recht under andren geholten band, die vilicht unss als jnnen zu
beden sielen glich gemein gewessen werend. so wz es doch nüt dz recht, dass wir nnd sy ewenklich
von einaudren ze nämen und ze geben geiopt geschworen nnd versiglot band , darumm wir da zu
mall boflcnd und gelrüwtend dess zu geniessen und nüt zu engelten als wir hüt by tag hoffend ze
gemessen und nütz ze engelten jn massen als wir dess genossen babent, jn unsrem sprueb und urlel
darüber erlanget , dz wir von unsrem gesewornnen rechten nüt (retten wollend , als aber die ege-
nADiteo unsser eignossen von Zürich taltend, und begerend den obgenemplen unsren sprach und urlel
darum ouch zu verhören jn dem rechten cet.
Item und als sy den fttrer meldend wie sy unss gemant habind, sy bin den pünden
zu beliben lassen . oder wie den jr mannung stund mit mer wortten , daruff ist unsser nach-
rede, dz war sin mag nach dem mall und wir si gemant ze den einsidlen ze tagen kommen
und sy aber der manung ungehorsam warend. unbillich als sich dz wol erfunden hau, dz sy
stund wir hoffend und getroweod aber «der si unser manung am ersten ungehorsam warend. dz sy
uns denn wider sömlicb unsser manung nnd über jr ungehorsainkeilt, nützit ze mannen bettind, und
besunder ob sy joch unss ze mannen helünt gebept. so was» ess d ennoeil nüt nollurftig unss ze
mannen, sy bin deo pünden ze beliben ze lassen, den wir nül anders begerl hetlind, denn dz sy bin
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deonen heliben und dennen völlenklicben nach kommen werind als sich dz ouch redlich erfanden
hall, und nach derselben pünden sag und besunder des arlickels sag, der da wisset ob wir zesammen
slöss gewunnend wie wir des« zesammen ;Pag. 201.) ze lagen and ze rächt kommen süllend . and
begereod darum denselben pund ouch jn dz recht zc legen, und denselben arttigcl barum ze ver-
böreo, wen sy den sömlicben pünden nach kommen werend, und darzu gesetzt hettind jn massen als
vorslatt jn dem rechten möchten«! sy deo wol fürgewenl haben es werre von lültrung oder ander
sach wegen dz jn den not gewesen wer, so hoffend und gelruwcnd wir dz jnnen von uns darzu
gcantwort worden wer, dz wir dess gelinpff und er gebepl hettind cel.
Und als sy den aber fürer sctzenl wir habind den arllickel jn dem pand, dz sieb jederraan ze
herren und Stetten verbinden niög den gelich als wol gesworen als kein andren, daruff ist ausser
widerred, wir und sy abend unsre pünd mit allen stocken pnnckten and arlicklen ewenklieb ze halten
gelopl and gesworen, und wir habend ouch ye and yc redlich gehalten und hoffend wir und gelra-
wend, dz weder sy noch kein ander ortl , so )n der puntnüsc begriffen ist, sich dess arttickels halb
zu jemmen verbinden mög der vor anfang der pünden und yc sider unser aller vind jn derselben
büntnüsse begriffen gewessen und nie verricht worden, besunder etwe dick jn friden gesielt, und hül
by lag nüt bericht sind, als wir dz for jn unsser klag und antwortlenn ouch geselz band, sy haod
aber die benämpten arttickel ob wir stöss zesammen beilind oder gewunini nüt gehalten wie wol sy
jnnen selbs einnen glinpf darinne scbopffonl, und meintend ob sy nach dessselben arttickels sag, ze
recht komen und darzu gesetzt hettind, so hottend si anders getan den sy gesworen beilind, so mag
doch mencklich wol verstau dz sv jnn selber gern glinpff sebopffliod da sy aber doch keiunen band,
dann sich jn unsretn Spruch und urltel den wir darum mit rächt erlanget habend gar klarlich
(Pag. 202.) erfunden ball, dz sy unser manung billich gehorsam und dem rechten naebgangen werint,
und darmit nül wider jr eid gelhan heilind , als der selbs sprach dass clarlich begriffet , and aber
begerend jn dz recht zu legen und darumm ze verhören.
Item uod als si den fürer selzent wie dz wir jnnen über söliche rechlbott , bin und manung ein
mulwillig absagung getan und sy überzogen und geschagcl habint cet. als sy den dass ouch mit gar
vil mer worlten virlegend. daruff ist unsser nachred, dz sy unss und den unsren vor allem absagong
mengerley Schadens unfug und unlustes zugefügt band, und nämlich über sömlich volkommen zusa-
gung so dieselben unsser eignossen von zürieb und unsser eignossen von zug, ein andren mer den
ein mall zugesagt ballend , ein andren nül zu sebadigenn noch ze überziechendc , sy seillind den vor
ein andren bin söl icher zitt und vor schaden ab, dz sieb iedwederer teil sich darnach wüste zu rich-
ten, darüber band die von zürieb die von zug bin nacht und bin näbel überzogen und sy beschädiget
an lib an gut mit brand todschleg und nam ungeseitter sach als dz warr und an sim selber ist, dabjg
mencklich verstan mag dz sy unss durch jr eignen gewall und grossen Übermut ze sömlicben treflen-
lichem coslcn und schaden unnervolgcl des rechten bracht and gelrcnckt band cel. and also lieben
herren die vier zugesetzten hoffend und gctrüwend wir gol und dem rechten, voo aller obgerürtter
sachen wegen, und nacb allem bandel und berkommeobeitt, der Sachen, dz üch und mencklichen, wer
dz hört beduncken tolle und besunder dz jr üch des mit üwretn rechtlichen sprach erkennen sollend,
ob jr es jn der mine nüt vinden könnenl, das *y uns sömlicben unsren costen und schaden, billich
-- 103
abiragen und ablegen sollend, und beschließend hie mit unsser nachrede uff unser eignosseu von
Zürich antwortl uff dz stuck und behebend unss for unser beschließen uff jr Widerrede, und (Pag. 203.)
diss stuck ze besren ze mindrcn und merren, und jn das recht ze legen wz vir nollurfUg sind nach
dcss anlass sag und jnbalt cet.
Diss ist nnsser von zurieb naebred uff ausser cignossen von lutzera ury swit underwaJdeu und
zug widerred so sy getan band uff unser antlwortt als von jrs coslen und Schadens wegen cet.
Lieben herreu die vier zugesetzten als die opgenanien unser eignossen uns uff unser anlwort jo
jr widerred, von jrs coslen und Schadens wegen, virgewenl band, dz sy vou uosrem gnädigosleo
herreu dem romscheo kiing des poods um sacben die sich zu keisserstul ergangen babint, und von
ander sacben wegen als diss die genau den jr widerred mit vil langen worden jnhat, daruff ist unsser
nachred wie wir ds jn unser naebred und unser b es liesung uff unser eigenossen ersten clag und
antwortt die sy zu unss von des punds wegen mit unsrem gnadigen herren dem küng mit dem huss
Ostrich gemacht, und jn unser widerred unn beschliesung , uff unser klag von bekerung wegeo und
jn andren unsren geschritten gesetzl veranlwort und furgewent band darhy lassend wir das belibi-n,
hoffend und getriiwend, dass wir an den oplgemelten enden, der vorgeseitten unsser eignossen wider-
red, so redlich und wol veranlwort babint, dass unss not geburlicb oder nodurflig sige , dz furer ze
veranlwortlen , und nach allem herkommen der sach, so hoffend unn gelruwend wir, jr sollend sy
in der minne underwissen oder iich mit üwrem rechtlichem sprach erkennen, dz wir jnnen deheins
Handels ze tbiinde schuldig sigind, oder jnnen coslen ald schaden ablegen noch ussrichten söllint und
beschliesseud damit unsser nachred uff unsserer eignossen widerred und behaltend unss selb* vor
diss unser naebred uff unsser eignossen widerred ze bessren ze mindren und ze meren (Pag. 204.)
nach aller unser nolurfl cet.
Unser der eignossen von lulzern ure swilz uoderwalden und von zug besliesung uff unser
eignossen » ou zürieb naebred so sy gclban band uff unser widerred als von coslen und Schadens wegen.
Lieben herren die vier zu gesetzten , als die optgenanlen unser eignossen von z brich jn jra
nachrede so sy gelhan band uff unsser Widerrede ton uniers coslen und Schadens wegen , selzend
wie si das in jr naebred und besliesung uff unser ersten clag und aotwort, so wir zu jou als von
des punds wegeo, den sy mit unsrem heren dem küng und oueb dem bus von Ostrich gemacht und
jn jr widerred unn beschliesung uff jr klag von bekerung wegen cel. gesetzt babind, darby lassend
sy es beliben daruff ist unsser beschliesung, wie wir den unser clag als von coslens und schaden
wegen gesetzl und getan habend ze denselben unsren eignossen von zürieb am anfang jn widerred
und ouch jn unsser antwurll und naebred und besliessung von bekerung wegen, darby lassend wir
es ouch beliben den es die gantx warbeil und an jm selbs ist, und darumm hoffend und gelruwend
wir goll und dem rechten sidmalen und sy unsren manung und dem rechten nach unsren und jren
geswornnen pünden sag nul nachkommen sind als sich das redlichen erfunden halt , dabar doch die
hoplsach ganlz langet, und wir also von jr ungehorsame wegen ze sömbebem kosten und schaden
bracht sind , sy sollend uns ouch billich den coslen und schaden ablegen und abiragen , und dz jr
zugesetzten uch dess mit Ii« rem rechtlichen sprach ob jr ds jn der güllikcill nüt finden möcbtend
oder köodenl erkennen sollend ds sy unss den ablegen, und setzend ds hin zum rechten und üwer
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erk an müsse, und beschließend hie mit unsser leisten antwurt , uff jr nachred von (Pag. 205.) des
slucks unser» coslen und schadeu wegen and behaltend uns selb« for disse unsere besliesung ze
mindren und ze mereo and ob sj jn jr besohliesang üliil nfiws brechtind fürer ze antworlten nach
dem and uns denn das uotlurfftig wessen wurd.
Unser von Zürich bsliessung uff unsser der eignossen von latzern ure swilz undcrwalden unn zug
besiiessung so sv gelhan band als von jro costeo unn Schadens wegen.
Lieben heren die vier zugesetzten, als die optgemeltcn unser eignossen. jr besliesung uff unsser
nachred gesetzt band, als dicsclb jr besiiessung lultet, daruff ist unser besliesung, dass wir nüt geselz
band, und durch wz willen das besebächeu ist, habend jr jn unsren gesebriften wol verslanden, darbv
lassend wir es beliben, den es die ganlz warbeitt ist, und sidmallen sv anss Uber und wider jr ge-
swornnen pünd, die doch darliehen wissend, wie wir ein andren bin eren lib und gütt, schirmen und
hanthaben sollend, ein muttwüiig absagung gelban band, und mit jrero eignen gewall, unervolgl und
unerlangot alles rechten, uff uns und die unsren gezogen sind, und uns bekriegt und beschedigot, so
hoffend und gelrüwend wir gol und dem rechten, das wir jnnen deheinnen costen noch schaden ab-
tragen sollend, nnd dz jr vier zugesetzten ücb dess mit iiwrem rechtlichen sprach, ob jr dz jn der
gullikevd nüt Gnden könnend, erkennen sollend, und seUend ds hin ze dem rechten ond üwererr
arkanllnüse, und besliessend hie mit unsre leiste anttwurt. off jr besliesung von des Stacks jro costen
und Schadens wegen.
Wie die vier zugesetzten sich erkanttend als von dess costen und Schadens wegen , und jnnen
demnach jr spruch und kantnüsse sentend und sv also ze beden teilleo enschiedent als bie nach statt.
;Pag. 206.) Wir dis nachbenampten vier zugesetzten namlicb rudolf von cam beinrich effiner bede des
rattz zurich jtelhans reding amman vnd des ratz zu swilz vnd petler goltschmid barger vnd des ratz zu
lulzern tund kund offenlicb aller mencklichen nach dem vnd den vnsser eignossen die frommen fursich-
tigen wissen vnssere eigoosseo von Zürich jn recht genomen band, als von jren gelittnen costen vnd
Schadens wegen, von jnn enpfangen vnd nach klag antwort red vnd widerred, ouch nach red vnn be-
sliesung mit mer worden die nüt not sind hie ze melden haraiT habend wir vns vnderrett vnd ist
dz mer uuder vnss worden, also de vns nüt bedunckl , dz die von zürich den obgenanllen eignossen
keynenn schaden oder costen schuldig noch pflichlig sigend ze geben oder abzelragcn sonder voo jnnen
ganlz vnansprachig vnd ledig sin sollend aller obgeoantler ansprach halb, vnd bednnckt vnss vff
vnsere eid dz die von Zürich alle ubgemelien arttickel so den vnssere eignosst'n von lutzern vre
schwitz voderwalden vnd zog ze jnnen geklagt band redlich vnn »cd nach aller eren nottarfl ver-
antwurt babiod, vnd also sollend fürer hin alle ßnscbafl wao die sin za beden teilten luiter ab sin,
nach jnbalt dass anlassbrieffs so den zu coslentz gegeben vnd versiglot ward.
Dis» buch seilt ellwz nun anckein an klein, «'.opi«) von der uasnacb die man nampt der tralss
oder Iralliss vnd wie die eignossen gan Zürich kämmend mit xv« mannen vnd wz sv da bandlotend
vnd wil also den demnach disses buch mit derselben fassnachl der alten eignossen krieg beschließen.
(Pag. 207.) Diss gestand nun zu jar vmm als man zall von der geburt criste m.ccccxxxxvij
jar da leidend etliche orll ein fasnach an gan Zürich nüt vmmsust den ettlicbe erber lütt gegen den
eignossen verklagt wurden! also kamend wol ob xv c von swit glares vnderwalden von zug vnd lulzern
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vnd giengend al «bind also vmm die sUt Zürich vnd da»» ich je dm sach beschlics» dt sv nun elwi
ntt zürich gewessen warend da beschichtend min bereo von züricb oocb Dil folek jo jr statt Tram
dess willen ob ülz cvn gerur oder uffloulT ward dz sv den stillend vnd die giengent aus altag te
gantzem harnisch , non wz nff ein zitl ein obester statknächl v(T dem ralihuss hiws banss »»per der
wz nun jn dem opgemellen krieg gar ein redlicher man gewesseo mit allen Ulten so eim man zu-
geborend vnd batt jonen oacb ail zu leid geltun vnd wz jnnen snst von grund «inss herl(x)en uacb
fast figind dz er jnnen kein galt nul moch reden vnd der ward nun den eignossen onch angen vnd
verseilt vnd vmm sömKch oplgemält sacben wolttend jn die eignossen zu dem ratthuss zun dem
höchsten bogen hinnss an hscbroärk geworfen han. dz vernamend nun min heran die vnderstun-
denl eM dz es nüt besebach. jtem me wz ein korber der hiev« ber felix hemerlin ein tockter
vnd wz korber zu zürich der bal eiltcb gesebrifkoa gesetz, der ofegesehribnen louffen der ward oacb
gegen jnnen verklagt, darumtn sy jon jn sinnem eignen hosa tiengend, vnd jnn off ein ross satztend vnd
schicklend den dem bischoff gin coslenlz vnd somlicher Sachen vnd anschlegen warend vil darnnm ich
ess durch dess besten willen nun nikt willer wil melden, vnd also hat der züriefakrteg z witschend den
optgenanlen eienossen ein end vnd ist diss ussgeschriben jno dem jar ab» man zalt m.ccec.LXix vj
jar vff (Pag. 208.) menlag nach dem balmlag. Die*« Bemerkung findet sich auc* is «er Costa.)
Hie bebend sich an die krieg zwmcbend der hertebaft österrich an einnemm vnd den burger-
(Vor»lellung der Verbrennung de$ Städtchens Tengen.)
(Pag. 309.1 Hie wil ich nun sagen von einner streiffreiss vnd dem zog gan tengen in dz hege
vnd warumm er heschach.
Item nun aber furcr zu sebriben da sich verluffend von dem optgemelten zuriebkrieg zj jar vnd
man zalt von der gebart xpi vnssers beren m.cccc.Lvij jar da ward aber ettwz Sachen von der ob-
geaantten rittersebaft die denn dem buss österich znstundend vnd gewant warend furgenomeo dz nun
nüt notlurft hie fordret den wie wol es gefrideot wz so tattend sj doch zu beden silten ein andren
gutz, als minst sj mochtend, ess were mit worlteo vnd wercken, nun batt es sich gefugt jm vorge-
»chribnen zürichkrieg wie wol dz nüt darin stat dz vff ein zitl vff xxtrij man von baden sich uffrustend
die den zum zusatz von eignossen dargeieitl warend die zagend nun den nächsten gegen längen jn
dz hege zu vnn meint tend den graffen von tengen da zu schädigen als sv dz vormals onch gelban
haltend, vnd als sy nun nach zu (engen kameud, da wnrdent sjr von frowen gestehen vnd von jn
aenneldet, also namend die xxiiij man jr zu ker jn ein klein bollz vnd gestnd vnd meinlleu da den
Ug sieber ze sin vnd da ze bliben biss zu nacht, diss batend nun alsamen die obgemelten frowen
gar eigenlich gesäcben vnd teilend diss also dem grauen von tengen kund, der besamtet von stunden
an alle sin macht, vnd zog binvs vnd vmmleitt dz boltz darjnne den der eignossen knäebt tagend mit
vil bosser purreo dz keinner nüt daruss kommen rooebt, vnd* zog da der uor genant graff von (engen
mit dem übrigen züg jn dz bollz an die xxiiij kniebt vnd meint die zu fachen als den am letzslen
besebach doch e vnd sy sich gefangen weitend gen da wurdend jren von eignossen viij erschossen
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106 —
dz dess graffen lut nie nütz beschach also sachcnd sj wol dz out anders ann der sacb wz, den starben
oder (Pag. 210.) sich gefangen geben vnd also gabend st sieb alle gefangen, da tiess sy der graff
gan Lengen füren vnd sy jo gefengnis legenn.
Also demnach besamlet der obgenant granff von (engen ein from erlicb gericht von vasl
frommen erbren lallen vnd besatz dz nach keitseriiehem rächten als den sin sol von recht,
vnd stall der eignossen knächt oflenlirh daran vnd klagt da äff sy als uff sinne ligiod , die uff
dz sin vnd jn dz sin gezogen werend vnuerschull vnd vnuerdient vnd jn vnd sinne armen lol
vor vnd jelz gern tan zu grossem schaden bracht band, vnd mit me wortten salz er sin sacb
zu recht, da non dz der eignossen knächt horllend erschrackend sy fast Obel wellen weg es
jn gan wolt vnd Bellend dem graffen zu füssen vnd begerttend sinner gnaden dz wolt der graff
nüt tbun vnd schreig alweg dz recht an also nach klag antworl red vnd widenred wurden die xvj
knächt von eignossen verurteilt zu dem swertl. da sy nun die urllel borllend da buttend sy dem
graffen gross gut etlicher iiij* gl. etliche vj* guldin ye einner mer den der ander darnach vnd sy den
rieb warend, aber der granff gab jn kein ander antwort nüt den also, da jr al als rieb warend vnd
so uil daheimmen haltend, so werend jr billich daheim bin dem üwren beliben vnd bettend mich nnd
mine armen lütt vngesebadigot glassen jr müssend alle sterben vnd also liess er sy mit dem swert
richten nach jnball der urltel wie wol er von dissen xvj knäcblen ob fünffzechen hnndart golden vnd
etliche meinend ob ijm guldin hett uffgnommen so wz er doch so grim dz er jrren ankein nüt begnaden
wolt, besunder sy alle sampt todl han dess er darnach jm eiolisten jar merckliebeo engalt als do es
jetz hieoacb eigentichen wirst boren.
(Pag. 211.} Vnd da diss nun die zitt wz angestanden vnlz vff dz t.vij jar dz aber vnnwillen zu
beden teillen uffstan wurdent als den da forstet da wurden! der xxiiij knickten frOnd so den der graff
von tengeu verderpt hat zusammen louffen vnd haltend rall wie sy die jren möchtend gerechten
(rächen/ vnd dem graffen von teogen vergelten also weiblot einner x man uff der ander xx man vnd
jetlicher so nil vnd er moebt vnd gabend ein andren tag gan zurtzach uff sant frennentag jm op-
gmelien jar da ze sin als den dz beschach, vnd wurdent fässer fol halbarllen uff den märckt gefürt
vmm desswillen dz iederman zu gewerenn möchlind kommen vnd ouch die sacb heimlich beliben
möcbt also zagend sy uss jn dz hege von zurzach doch nüt mit aller eignossen willen vnd namend
also lengen dz Stettin jn, vnn blundrentend dz vnd maebtend also sack man vnd uherliellend die armmen
lütt vngewarnot vnd gieng uss der pünden fast Obel , dem allem nach zuntlend sy dz stetly an
vnd verbranttend es jn grund vnd wüstend dem graffen von lengen wz sy vermochten] , vnd wz
der granff uff die zilt nüt zu tengen vnd wz sin aller gröstes gelückl . den wo er jnnen ze banden
kommen wer, so bette er oueb müssen liden, wiewol er villicht nül der einner wz, der denn den
eignossen vff dlsse zilt ülz zu leid getban halt, doch so weist got wol wess er am allermeisten engall
dz ich nun ze mall lass belibeu.
Von dem zurlzacbmarck jm Lvij jar seilt diss obgesebriben blatl.
(Pag. 212.) Hie will ich etwas ein weonig sagen von der sch lacht die von der iüj c knäcblen von
eignossen beschach die jörg beck von kempten hinuss fürt Di« Copi« hat diei« Vorr«d« oieht
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107 -
; Vorstellung der Sehlackt am Buchberg./
(Pag. 213.) AI* nun diss zu (engen was beschienen jm Lvij jar da standest demnach drü jar
die saefaen an dt zwusebend der herschafft von östlich vnd den eignossen nüt fil namhaft gehandlet
ward biss uff dz jar da man ward zellen von der geburt xpi m.cccc vnd Li jar hegahe sieb dz jörg
beck von kempten mit sampt sinner brüdern zwen jn spän vnd stöss kamend, mit dem apt zp
kempten die ich nun hie von langer lädig nüt schriben mag, vnd also da der opgenanl jörg beck
mit sampt sinner prüder je mit dem apt von kempten nüt mocht Oberein kommen sinner stöss vnd
spenn, weder jn der min noch mit recht vnd jm der vorgemelt apt von kempten lang vmmzog, da
reit jörg beck jn etliche ort der eignoschafl vnd bestall da vf inj bundurt knächt vngefarlich minder
oder mer. vnd fürt die hinüber den bodensee gan roschach, vnd meint die zu brachen wider deu
apt von kempten. vnd den zu schädigen an sim Und vnd lütten, dz vernam nun der uorgemelt apt,
vnd Hess besamlen sinner puren wol uff viij* man, vud gab jnneu ze bouptman hanssen von bochberg ')
ein ritter, vnd zoch also mit jnnen vff den buchberg, vnd die wil nun der eignossen knächt ze
roschach tagend da schreig jederman über sy dz nüt ouch an buchberg zücben dorflcnd vnd bat man
sy also zu ruschach ganz urzagen, vnd macht man jnnen gar ein grossen grossen wie her bans von
Höchberg mit wunder vil folckes an dem buchberg lag vnd man jnnen gross gut von win vnd brott
vnd ander spi&sen zuflirtle jn dz her dess aplz von kempten, vnd dz ward jnnen nun der oplgenant
jörg beck ouch fürballen vnd zwifflel zum teil ouch dz die eignossen nüt gern hinuss wöltend komen,
vnd uff sömliches alles wurden! der iiij hundurl knächt eins dz sy die von roschach vnd mencklichen
zu lugner machen wöltend, vnd namend da jörg becken (Pag. 214.) der sy bestell hat zu roschach
gefangen vnd gabend dem zu xi. (Wj man sin zu uergoumen vnd zugend mit dem hinuff an den
buchberg vngessen vnd truncken von roschach, vnd schribend da jr absagbrieff den schreib jetz her
bans wald .Weidmann , Copio) vnd scbickleod den dem ritler vnd hoplman dess aplz von kempten her
hanssen von bochberg, vnd da nun die ügind dess aplz von kempten lüt vernamend dz der eignossen
knächt kamend vnd den brieff oerlassend, wurdend sy fröllich, vnd mcinlend jr Iii dz sy kein liebren
lag nie gebept hellend, den dz sy mit der eignossen knechten sölllend schlachen, vnd sömiieber vnnülier
worl brnebtend sy gar vil davon nun nülz ze sagen ist, vnd also helle sich nun gern der burgen-
meister von jsnach vnd sin knächt jn die sach geleit die gülllicben zu tädigen damit vnd kein blut
vergossen wurd uff den tag vnd reilt Hl wider vnd für zu beden pariigen aber es wz als vmmsust
dess aplz burenn wollend je mit der eignossen knächlen schlacbcn, da reitt der burgenmeisler von
jsnach wider zu der eignossen knächt vnd seilt jnnen dz die puren je den rochen weg wöltend vud
bad sy da dz besi ze thun mit uil Irosllicher worlteo vnd fieng da an vnd macht ein krütz mit der
rechten band über sy vnd sprach nun gesegne gol vnd behüt üch got dz teil er zum träten mal dz
er sych gegen der eignossen knächt vmmkart
') in margJoe, vielleicht von dem Autor, später «od riehlig corrijirt : Waltber tob Hohen««. Die Copie hat den
>o Namen.
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108
Vom strit am bucbberg.
Demnach zugend zusarnen bed hartigen vod stritteod da gar lang ritterlichen, vnd da sy xa bedeo,
sitteo ein gut wil also gefochten haltend da naraeud dess apu von kempten lüt die üuebt hinweg vnd
ward da erschlagen die off der waltstat belibeud der houptman her bans von bochbeig (ia marein«
corriiirt: bor waltbsr von hohoo egg) der lag dort jm sehne mit eim Schönnen gellen krumen itmuea
har vnd bin jm jeuxxiij man (Pag. 315.) die man tod fand, vnd wurden l jren fast nil wund der-
selben ooch demnach atarbend ob Lx mannen jn weiden vnd dabeimmen die den mit der flacht vod
der waluial kamend, vnd kam von der eignossen knächten zwen vmm aber wol wurdend etlichen wund
cel. vnd beschach diss uff zinstag vor unsser frowen tag jnn der vasien anno domini m.ccecLx jar.
Vnd da disse slacb(t) also zurgieng da zugend sy vmm jn dem land dess uorgenanten aptz von
kempten bis» an andren lag vngeessen nöchter vnd mornendess zugend tj am tritlen lag aber vn-
geessen über die waltstat den nächsten zu an se gan roschacb.
Und da ward ein tag angesäcben von den von lindow, die beschriheod den apt von kempten vnd
ooch der eignossen knächl houpüul zo jnnen ze kommen also kamend bed obgcnielt partigen gan
lindow uff den beschribnen tag vnd sust vil erberer lüt vnd ward ein richtig zwuschend dem apt
von kempten vnd den iiij< knächlen von eignossen gemacht, dz der apt jnneo Söll gen viiij« rinscher
guldio, als dz oueb beschach vod soll die sach also ganlz gericht vnd gesiinl sin, aber wie jörg
becken sach geriebl wurd ist mir nül ze wüssen doch uernim ich wol dz er ooch zn gutter
teding kam.
(Pag. 216.) Hie nach wil ich nun elwz ein wenig sagen von dem zug so etlicher eignossen
knächlen mil minen heren von Zürich tatend nämlich von vry schwitz vnderwaldeo vnd zug bious»
gan winlertur demnach gan frowenfeld diessenhoffen vnd wie sy znletzsl dz sloss fusacb gewunend
mil dem stürm dz als jn her beruharts gradners dienst beschach.
Item es ist ze wussen dz ein friger her genant bernnhart gradner säshaft wz voder bertzog Sigmund
von öslrich vnd halt derselb her bernnhar gar uil guller sloss an der elz der kam nun ouch jn spen vnd
stöss mit dem herlzog von öslrich dz er sich von der elz miist zücben vnd nüt jm land dorn beliben also
über etliche zil kam der opgmell gradner gan zürch vnd ward da burger vnd der betrachtet nun men-
gerleig wie er dem opgmelten hertzog von österlich zu körnen möcht vnd sich an jm gerechen vnd vff
somlicbes bedacht er sich ein zug zusammen besamten vnd reid vmm jn die optgmelten v örtter vnd gab da
gross gell us den er fast mechlig wz vnd also überkam er 61 gutter knächlen von den eignossen.
Wie her bernharl gradner kam mil der eignossen knächlen für winlterlur zum ersten.
(Pag. 217.) (Die Winterthurer »ekwihren den Eidsyenou«n.\
Vnd als er sj zusamen versamlel hat zog er mit jnnen für die stal wintlertur vnd wollend da
dz jr uff dem land wüsten vnd brennen, da dz die von winlterlur sacbend ballend sy die eignossen
mil allem fliss nüt zu schälligen daruff die eignossen jnn anlwort gabeod so sollend sy die «tat uff-
lun vnd sy binjn lassen vnd jnnen sweren, daruff die von winlertur zu antworl gabend dz sy sich
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jelz out köndent »ff gen , den sy mit eiden verbunden werend der hertzogia von öttricb der eigen
sy den oueb werend alt jr morgengab, aber einw weitend sy jnnen »cbweren wz ander stet jm
lurgöw tättend vnd wie sy sich mit jnnen ballen weitend dt weitend sy mit den vorbenempten sielten
ouch Iba. vnd disse wort bestattend nun die von wintlertur mit jren eiden vnd schwörend da den
füoff Örltren.
(Pag. 218.) Wie der gradner mit den oplgemellen knechten von wintlertur zog vnd her bugen
von Uhdenberg oueb jn eid nam.
Item sy zagend von wintlertur vnd kantend für ein sloss'j dz wz box bogen von landenberg der
wz nun oueb ein dienner bertzog Sigmunds ron ostrieb an den warend sy dz sloss fordren jnnen
biouff ze geben, dess nun her hug out willig wz vnd meint dz nül ze tbuo, also hat der selb her bog
von landenberg gar ein Schönnen wiger bin dem sloss den wollend nun der eignosten knackt abg-
lassen han, dz sach nun der her vnd sehreig zum hnss uss dz sy jn nüt schädiget er welle jnnen
sweren wz ander siel vnd sloss jm lurgöw lälend dem wölte er ouch willenklich nach gan. vnd also
gabend die eignossen jm den eid den swor er jn der Tonn vnd mass zu ballen als die von winlterlur
geschworen hallend, also zugend sy von dem sloss vnd liessend jn vngesehadigot.
Wie der eignossen knächl von dissem sloss zugend den nächsten gegen frowenfeld zu vnd wz
sy da wurden! fürnämen vnd handien cet.
(Pag. 219.) (Frauenfeld schwört den Eidgenossen.)
Item nun da nun der eignossen knächl her bugen von landenberg jn gelupl vnd eid ouch ge-
oomen ballend als die vonn wintlertur zagend sy von dissem sloss ab gegen frowenfeld vnd warend
an die begeren jr slat jnnen uff zu geben den wo sy sömlicheo nüt thun wollend . so weitend sy
jnnen alles dass wüsten vnd brennen dz vor der slat frowenfeld werre, also gabend sy den eignossen
zu antwort uss der »tat, wie sy der hertzogio von östrich morgengab werend vnd hellend jren gelopl
vnd geschworen so uil dz sy jelz zemal erreo halb jr slat niit möchtend vergeben aber nütz destcr
minder wie sich ander stet vnd sloss jm lurgöw mit jnnen bieltend dz wellend sy ouch tbun, vnd
bauend da dz die eignossen sy niit schatgolind also schwörend sy ouch grad als die von wintlertur
vnd bug von landenberg gelban halten.
(Pag. 220.) Wie der fünft* örller knackt zugend fürer mit her bernbar gradner vir diesseohoflen
die stal vnd dz sloss vnd demnach bin diessenhoffen über den rin zugend cet.
(Einnahme von Fussüch.)
Item dem allem nach zogend min bereu von Zürich knächl mil sampt der obgcuiellcu eignossen
knächl für die slat vnd sloss diessenhoffen vnd warend ouch also an die begeren ab an die von
wintlertur vnd frowenfeld. also jn der form vnd gestalt gabend sy die antwort wie die obgeroelteo
• Dm Sebloi» Sonntaberg in Tburgiu.
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bed slät oucb geanlworll balend vod gabeud den eignossen gar gulte worl, vnd also schwörend sy
oucb den eid ab den winlerlur vnd frowenfeld gelban ballend.
(Pag. 231.) llem wie min heren von Zürich ein boplman vnd lenricb vnss namend vnd die den
jren zusehicktend.
Ilem diss Sachen gefiellcnd nun Till lullen nüt wol dz der obgenunt her bernbart gradner der
eignossen knachl also besamlel halt vnd die anlein vinmfüreu soll vnd truwtl jin einer wol der ander
übel tnd besorgt nil lullen dz er sy uillich verluren wurd vnd wer disses also ein uffsatz damit vnd
er sy binusbrächl über den rin , vnd uff sömliches namend min heren von Zürich uss zu cinnem
boplman banssen sweiger seh* sasbafl zu der sunnen jn der kleinnen stat vnd sinen briider her hausae
wald iWildman Cople) riller*) zom fenrich vnd scbicklcnd die dem ziig hinuach vnd fundend sy also za
diessenhoffeo , also wurden miner heren von zürieb knächl vnd ander eignossen der zweiget- man
«ukunft last fro vnd mil gemeinem rat erwaltend sy den obgeuanten banss Schweiger von zürieb
zu eiu oberster boplman jr aller vnd zugend vnder miner heren von Zürich fenly dz da trug her
bans waldraan vnd zugend also demnach za diessenhoffen über den rin binvss im namen gölte* mil
gar gulter Ordnung. Diss besebaeb alss man zalt m.cccc.i.x jar.
Von der lall vnd stürm der an dem sloss foossach besebaeb vnd wie dz von minen
heren von zurieb vnd mil aodren eignossen gewunnen ward vnd da wol achlzechen man jm sloss
erslachend.
(Pag. 222.) Also sy nun über rin komen warend vnd die uorgenantteo dry siel jn gschworen
hatend als den da for slat, da besamlel der oplgenanl obersler hoplman von Zürich alle hupt IUI vnd
ward mil jnnen zu rat wz jnnen nun fürer jn den sacben ze handien wer ob sy fürer jn der find
land wellend oder nüt also wurden sy zu ralt dz sy nüt fürer zücben wellend den vnlz gan fussacb
vnd dz versuchen zu gewünnen vnd den demselben nach wider heim vnd ward also dissem anslag
gefolget.
Durch das land binuff vnd kämmend also zu dem sloss fussach darvff ein cdelman sas der ein
dienner berlzog sigmuuds wz von österieb also zugend etllirher eignossen knächt hin zu dem sloss
vnd roeintend mit dennen jm sloss ze reden dz sy jnnen dz sloss vffgebind vnd jnnen sweren dz
sach nun der edelman der dz sloss jn hai mil xviij puren dz sy also gegen dem sloss fräfleulichen
giengen vnd woll nüt mil jnnen reden vnd seboss mit sinnen buseben vnder eignossen knäebt vnd
erseboss jren etlichen da dz nun die eignossen sacbend wurdend sy gantz erzürnt vnd wurdeul ze
rat, dz scbloss zn stürmen vnd lutfend also jllcnd allesampt an dz sloss vnd sturmptend da gar
ritterlichen, die jm sloss biellend sich ouch fast man liehen vnd bebieltend der eignossen knächl dz
buss 6er ganlzer stunden lang vor, e. vnd sy dz möchtend erobren vnd erschussend der eignossen
gar mengen ze tod vnd war jrenn oucb fast 61 wund, doch am lelzslen gewunend der eignossen
knächl dem edelman sin buss fussacb ab vnd erslachend (Pag. 223.) da die pureu vnd wurffend jren
etlichen über den turn hinvss also labendig dz sy ze lod Kelend, vnd als etliche sagend da kam des
•i Dm Wort: riltcr tit too den Verbaler «piler bei K o*eUI und auch in der Abschrift, die an Schluß de. Satir.
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III _
edelmans wib vnd fiel den eignossen zu fassen vnd bad sy tmm gnad jrem man ze mitteilten aber
es half alles nül er müssl ouch sterben vnd erstarhend jnn jn angesiebt der froweu, vnd da disses
also zergyeng da zagend gemeiner eignossen knächt mit miner heren von zürich fenlin widerumm heim
den nächsten durch den rinwald gan allstettcn zu dz der von appenzell ist da zugend sy wider über
den rin vnd zugend demnach durch dz land ze appenzell jederman bein an «in ruw.
Von dem zug in daz Oberland.
In dem vnd disser oplganter zug vss wz kam ein geschreig wie sy über rin gesogen werind.
vnd mochtend nüt mer wider über rin hein kommen zu dem so zuge ein grosser zng harusa gegen
jnnen von fellkilcb der sy bestritten weit vnd disse mär kernend nun gan Zürich dessglich jn andre
örller ouch , vnd vff sömlicbe lantnicr nameod min heren von zürieb vs iij« man vnd den boplman
wz nun felix ory vnd fenrich jacob wiss der gerber, vnd furend die vss vnsser stat zürieb vir satit
volrichslag jm lx jar vnd kamend gan wall es tat da zugend sy durch d^ oberland den nächsten vntz
jn srhanwald zu dem buss da vernamend sy wie die vnssre wider her über rin werend komen vnd
jelz uff der beiofarl werend. also zugend sy ooeb wider heim vnd kamend drig tag nach denneo die
zu fussach gewessrn warend wider gan Zürich mit guttem friden.
[Pag. 224/ (Vortlellung der Belagerung von Winterthw.j
Item da sich nun die opgeschriboen sacben oueb also verkniffe u batend wie den forslatt, vnd
nun mencklich heim komen wz, begäbe sich dz den vnssren jn der graffschaft kiburg alwegen Irow-
Uend vnd jn onch schaden lattend . vnd also wurdenl min heren zu ratt dz sy die iij* man so den
jm oberland gewessen warend mit sampl der bersebaft lütten von kibnrg vnd oueb von andelfingen
gan wintlertur legen wellend zu gegenwer der von winllertur legen vmm dz die vnsren dester sicherer
sin mochtend vnd gabend den iij c knächlen (Pag. 225.) aber hanssen sweiger ze der sunen zu etonem
hoptman also zugend sy vss gan winlterlur vnd namend da allso den beigen berg jn . vnd also beli-
bend sy etliche lag da zwen oder dry da kamend min bereu mit der macht vnd jren panner
ouch hin nach vnd zugend mit der panner gan lös« jn dz dosier vnd etliche oueb vff den beigen
berg vnd also kämmend am ersten zu jnnen die von appenzel die usa dem turbenlal dess aptz von
sanl galten lütt vnd ouch uss der graffscbafl togenbnrg vnd des von rarren lüte. es kamend die
von bürglen lütte oueb dabin vnd tagend min beren von Zürich also mit dem opgmelten folek am
ersten vor winllertur gar mit guller Ordnung vnd hütle. vnd sc bussend da ann vnderlass hiojon gan
winllertur wol vff iij gantzer wuchen e vnd die andren eignossen zu jnnen kamend ') vnd dass
besebaeb jn dem jar alss man zall m.cccc.Lx jar vnd schlüge man dz läger vff sanl vorricbslag
Tür winllertur.
\ Diete ipater biDiug<-rüf1e Zcilbe.liminnnj fehlt iu der Co|><*.
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Item wie min heren dennen von ossiken schicktend die iij e man mit jrem hoptman dem
sweiger mit dem fenly vnd demnach wie diessenhoflen ouch belägen ward vnd dem-
nach gewunnen.
Puir. 926.) Zürcherische Suceurs zieht nach Ottingen.}
Vnd als oun min beren von Zürich winüertur belägen ballend, mit den von appenzell aant galten
vnd ouch des« aptz lUtle daselbs vnd mit andren, da kam ein züg hinjn gan diessenhoflen dieselben
zu etlichen zitlen rillend Tür ossingen dz dorfl dz den ouch miner beren von Zürich wz vnd noch
ist, vnd lallend den von ossingen vil ze leid, dass sy min herrcn von züricb vmro hilft wurdcnd
anraflen, also nach kurtzen wortten wurden! min heren von züricb zu ratt vor wiiittertur, aber den
uorgenanten banssen sweiger mit den iij c mannen gan ossikon etliche tag zu legen, zu einer gegenwer
den linden also zugend die iij* man mit jrem boplman mit eionem fenlin gan ossikon vnd lagend ds
wol zechen lag, vnd da sy nun also zu ossingen lagend, da kämmend die mer wie vnssere eignossen
von bern, lutzern vrj swilz vnderwalden zog vnd glarus kamend vnd sich für die slat vnd sloss
diessenhoflen legen wollend. (Pag. 227.) Item vnd nff sömliche mär vnd gutte gewüssne kuntzschafl
ward der hoplman zu ratt mit sinnen iij« mannen oucb durch ruwen willen vnd dz sy zum ersten
ein gutt leger jnnnemenn köndend vor diessenhoflen , e , vnd andre jrc eignossen kamenl dz sj am
ersten dahin züchen wellend vnd jnnen also dz dosier vor der slat *) jozenemen vnd also zugend
sy da jm namen goltes von ossingen dem dorff dz da an allen ortten gar wol verschrancket vnd
verbolwercket wz, hin gan diessenhoflen zu, aber, e, vnd die iijc knäcbt zu dem dosier komen mocb-
tend da warend jrren die find jn der stat gewar worden vnd rillend hinuss gegen den von züricb
mit ganltzer macht vnd tribend sy jn dz dosier dz die von züricb dass closlerlor vor den von
diessenhoflen bloss zu rooebtend stachen vnd stecktend vil pfillen jn dem lor die sy jnnen nach-
geschossen haltend , vnd da sy die von züricb vff dem feld nüt erillen mochleod da rillend sy wider
binjn gan diessenhoflen.
Vnd also demnach kamend ouch die andren eignosscn mit jren zeichen für dyssenboffen mit
grossem folek vnd braebtend oucb die von bern jrren grosse bücb(*;en, vnn die leil man an die
slalmur vnd schassend ano vnderlass binjn, jn die slat dz wert nnn wol uff iij gantzer wachen vnd
da man nun also uor diessenhoflen lag da lagend alle örlter cnneotlhalb rins an allein die von bern
die lagend bin tnincr heren von züricb knäebten vnd hallend die enbalb rins warend schiff bin jnnen
dz sy vnder der slat vnd darob zesammen kommen mochtend wie sy wollend.
(Pag. 228.) (Vorstellung der Belagerung von IHessenhoffen.)
Item die will man nun zu diessenhoflen vnd vor winllertur lag vnd man meint die zu gewünnen
vnd erobren jn demselben zilt hall herlzog Sigmund von östlich ein iräflenlichen reissigen zug be-
samlelt vnd meinll eintwedre slat zu cnscbüllen also samlet er sich ze zell jn vndersee vnd zog da
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gegen diessenhoffen vnd da er nun nach darzu kam schickt er ij e pferd den zug vor diesseobofTcn
zu besächen vnd jn ze beschelzen also rillend die ij t reissigen man durch der eignossen leger vntz
jn rin gegen der slat diessenhoffen vnd ruflend ze jnnen dz sy sich maiilichen hiellend jr her were
da der ineintlc sy zu entschulten also demnach rantlcnd sy wider uss dem rin vnd wu jren etlichen
nun hin vnd gegen der von swilz leger gelugt bettend so hellend sy der von swilz panner jn eynneui
bag g est eck et (Pag. 2i9.) runden vnd nül ein mensch bin jren der jnnen gewerl helle dz zu nämmen also
rillend sy wider jr strass zu jrem heren aber sy kamend nüt wider dz sy diessenhoffen wellend enschutlen
vnd da dz demnach etlich lag anstund da gabend die von diessenhoffen den eignossen slat vnd sloss
vff mit geding als hienach stat cet. dz sy bin jr slat frigheiten gcrcchlikcitten beliben sollend nach
alten gcwonhcilten wie sy den gegen dein buss Ostrich stundind also sollend sy deu acht ortlon der
eygnoschafft oueb also uil verbunden sin cel. vnd dissc lädung machl der biseboff von cur, der kam
selb« jn eigner person dahin.
Vnd da nun sich die uorgenanten von diessenhoffen an die eignossen ergäben haltend vnd sy
geschworend dz so man denn an sy begerlle An brachend geinein eignossen dz leger vnd zugend zu
minen heren von zürieb für winlerlur vnd schusseud da wol bin iiij ganlzer wuchen mit miner heren
von Zürich vnd der von bern büchsen ann vnderlass jn die slal.
(Pag 230.) Item also leitle sich der herlzog ludwig piallzgruff bin rin jn die Sachen vnd schickte
sinne Irä'ffenlichcn ralzfründc mit uil anderen Ironien heren vnd hotten die von heren vnd Stetten
warend vnd fergol die gan winttertur mit etlicher abredung so er mit etlichen Kirsten vnd heren jn
geschrift gesteil hatl vnd schickt die den eignossen dz sy die verlässind, vnd befalch sinnen holten
flislicbenn sich jn den Sachen zu arbeitten damit vnd die sieb jnn frid vnd ruw gebracht word also
kamend die holten gan winllertur vnd braebtend die sacb an die eiguussen so jnnen von jrem heren
befullco wz vnd gabend jnnen da die abredung zu verlcssen die dan der pfallzgraff gemacht ball,
also ward dieselb beredung offenlich gelesscn die stund als hienach gesebriben stat.
Item zum ersten begertlend de hotten von pfallzgraff vnd ourh dess herlzogen von beigren bollen
dinglichen dess biseboff von basscl vnd costenz botlen die sich Irüullichen jn ruw vnd frid zu stellen
vnd dz sy also von wintlcrlur züchen sollend.
Vnd demnach sölt der frid weren zwuschend herlzog Sigmund vnd den eignossen biss uff
ptiüg; »i;en. vnd jn dem zit vnd zil sollend sy ein lag legenn gan coslentz ju die slat, vnd da lugen
ob jennen disse krieg jn der minn oder mit rächt vssgelragen vnd verminen mcichlcnd werden, vnd
soll disser frid also angan uff den viij lag berpslinanend jm lx jar vnd der weren biss uff den hclgen
pfingslag als man Zeilen wurd jm Lxj jar wie opslal.
Ilem vnd fyl worl erspart so die holten fürer anu lie eignossen wurbend die nül oolturft fordrel
da wurdcnl sy den bollen die zu jnnen gesanl wurde sy werend von forsten vnd heren vnd ward
der frid [Pag. 231.) gemacht zwusclicnri hertzog sigmund von Ostrich vnd ouch den eignossen nach
der bollen begeren vnd willen, biss uff die nächst pling .t en jn dem zille so sollend die optgcmeltcn
polten zun sacben fUrderlicben die sieben jn hend ze nämen vnd also tag setzen gan coslentz.
Vnd da diss nun von peden pariigen mit wüssen vnd willen vff gen ward mit mer worden den
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hie stall da ward diase sach zu usspruch vnd recht gcseUet vff den optgemellen herlzog ludwig
pfaltenlzgraff bin rin der deo beden optgemellen pariigen tag setzen soll wie optstal gan coslentz.
Item vnd uff suralicbe zagend gemein cigaossen ab von wintlerlur vnd besatztend alle jre stet
vnd sloss.
Item da es nun sebrr .ki {.Z^slu. nueucn ward vnd der frid schier am end wz. vnd ouch die
sach herlzog ludwig dem pfallenlzgraffcn ganlz übergeben ward vnd jm uillichter zill vnd tag gebrest
vnd zurrünnen wolt, salz er ein tag gan coslentz vnd vcrkunl den dem hertzog Sigmund vnd ourh
den eiguossen. vnd wz an die bed obgenerupt barligen Legeren ein lengerung dess frides der ward
jm nach uil worllen verwilgel. von beden partigen vnlz vff vnssers heren fronlichnamsslag doch mit
dem geding dz er jn dem optgemellen zill die sacben fürnämen soll vnd sj nüt lenger sparen noch
vffziicbco soll.
(Pag. 232.; (Vorstellung det Tags zu Costanz.)
Vnd asen salz der hertzog ludwig pfallzgraff aber peden obgenanten bartigen ein lag gen coslentz
uff zinslag vor dem beigen pfiogslag, vnd kam also jn eigner parson gan coslentz vnd nam mit sampt
anderen fürsten vnd heren gcischlicher vod weltlicher ralzbotlen vnd macht disse tedung mit
beden obgcnanlter pariigen wüssen vnd willen als den hie nach von worlt ze wort gar luller ge-
schritten slat.
Hie hept an die bericlit so hertzog ludwig der pfallentzgraflT macht zwischen dem
hertzog Sigmund von östrich vnd gemeinnen eignosen nach lut vnn sag als hienach stat ').
(Pag. 233.! Wir ludwig von gotles gnaden pfallentzgraff bin rin hertzog inn vidren here zu
beyern tund kund mit dissem brieff, als sieb zwuschend den bochgeboninen fürslen uns rem lieben
öchem, her Sigmunden herlzog zu östrich an einem, und den fürsichtigen und wissen burgenroeisler
schullhcssen amman rallen und gemeinden stellen und ländren zürich, bern, lutzcrn, urc, swilz, under-
walden, zug mit sampt dem ampl, so zu zug gehört, glarns sollontur schaffhussen, sanl gallen. friburg
jn öcbtland. appenzell und ander so zu jnnen gewant sind, dess andren leils, krieg crbepl, und durch
den erwirdigen unssren lieben fründc her johanssen bischoffe zu bassel, jn bigwessen unsers lieben
l'ründs ber heinrich bischoff zu coslcns , ouch etlicher unser rätten , ouch der slat bascl coslentz
ralzbotlen ein frid biss uff den beigen pfingslag nächst vergangen jm jarc, bededeingt und
gemacht ist gwessen, da zwuschend etlich stel sloss land und lüt hie d isshalb dess arljs gebirgs und
des veren, so dem genantlen unsrem öchem hertzog Sigmund zugehörtt habint, zu handen und gewalt.
dess hochgebornnen fürslen unsers lieben swagers berlzog albrecbt , von östrich cel. kommen sind
und eiu früntlicher lag zwuschend beden opgeinellen parrtigen, vor dem genantlen her johansse
bischoffe zu bassel, jn bigwesen her heinrieb bischoffe ze kostentz und dess hochgebornnen fürsten
unsers lieben vettre her fridriebs pfaltzgranffe bin rin berlzog jn peyeren dess beigen römschen
•) Diene» Instrument findet »ich vollitindlger bei Ttrhudi Tom. II, p «12 *qq.. da hier am Srblu»* die Bekräf-
tigung beider »erglicbeoen Partien febll.
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richs ertzlrugsäss and kuriursl, and der stal bassel und costenlz erber ralzbotten angefangen wz zu
(eisten und zu halten, dz vir ab ein liebhabe rs des fridens uns parsonlich zu den sacben gefügt, die
zu unsren banden genomeun und den vorgenaulten fridcn uff unssers heren fron (Pag. 234.) licb-
namslag crlangret habend, umm dz wir deslcr bekoralichcr jnn dem zill zwüschend den parken, unn
jn den »neben und jn dem friden bededingen möcblend darnach so habend wir fürlter zwoschend
dem benemplen unsrem swager herlzog albrecht jn sinnem unn unserrm öchems herlzog Sigmunds
namen dess vollen gewaltz der jelz genant unsser swager hat ouch sin träffenlich rätt dabj gehepl,
und den genantleu eignossen, stellen lendren und gemeinden, mit ernst und lliss besucht, unn mit
peden parieren wussen und willen, disse naebgesebribnen punckten und artickcl abgerel und be-
slossen cet.
Item dess ersten dz zwüschend denselben parlligen und allen den jren geischlich und welllich,
jn weller geslall unn wessen zu disseu kriegen unn sacben, die baft verdacht oder gcwanl sin, niemeu
us gescheiden, ein uffrechlcr gutler redlicher frid, gehalten und volfürel werden der uff bült tattum
diss brieffs anfachen sol, und fünffzecheti ganlze jar nach dissem tag Uttum diss brieffs nächst an
ein andren kommend und nämlich biss uff sanl jobansslag sunenwendc des jars als mao zellen wirll
von gotz geburl mccccLxxvi jar biss ze der sunnen undergang. weren und beslan sol als das jetweder
teil noch niement der zu jnnen gebörtl. oder verdacht ist,, von jren selbs noch dement anderr sach
wegen, jn die hein wiss den andren nüt beschedingen angriffen noch bekiimbren sol.
Und um dz sömliche krieg und zweigtrachtuog zwüschend peden obgemellen pariigen gantz
gerieb l und hin geleilt werdind, so mögend wir jnnen jn dem oplgemelten zill und zill, dess frides
«innen benemplen früntlicben unuerbundnen (l'ag. 235.) lag zwüschend beden partigen gan cosleulz
in die stall geselzel, und verkünden, so solend die genanlten partigen, zu sölichen tagen mit vollem
gewalt kommeu und den vor der benemplen unsrem lieben veltren dem pfaltzgraffen, ouch unsrem
oder unsren rätlen und den die wir oder unsser rält zu uns oder jnoen suchen wurden leisten, und
die sacben mit ernschlicbem fliss fürnämco und versuchen ob die jnn ewig und beslentlich rieh long
und einnikeil, gesteh und gebracht mög werden, und ob es nüt sin wurd, fürer gütlich tag daran
zu setzen, und zu halten, demselben söllcnl ouch bed partyen gütlichen anne jntrag nachkommen,
und sömliche tag zu cüslentz suchen.
Bs sollend ouch alle gefangnen uff beden tcjlleo jr gefengnüsse uff ein gewonliche orfechl,
ganlz und gar ane alle engellnüs ledig und loss gezell, und ein bescheiden älzgclt von jnnen ge-
nuinen werden.
Den alle branlschatzum und sust ander Schätzungen wz derren von beden teilten noch unbezalt
statt sollend hinfür den fridcn us unbzall slan, und kein teil dem andren, noch die darum bürg oder
bafl sind, deshalb söllicbeo friden us nüt aogefordret werden noch bekümbret jn kein wis.
Wz aber sust jeman dein andren, uff beden silten zinss güll nütz rennt oder gichtig schulden,
schuldig und verbunden ist die jn dissen nächst vergangnen kriegen tiut uff gehepl sind sol jetlicher
teil dem andren erberlichen ussrichlen und bezallcn, doch sol kein leil heften noch verhielten, den den
rächten gellten oder bürgen der jm darum gelopl oder verheissen hall und ouch niemen den andren
mit dicheincrlev froiudcnn (Pag. 236.) gericblen geischlich noch weltlich, um dchein gellschuld he-
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kutnbrcD noch umtriben, besuodcr jetwedcr teil von dem andren rächt ttemen und geben jo den
gerichteo, da denn der anspreebig gesessen ist oder dahin er gcbörlt, da man jm ouch unnerzogen-
liehen dess rechten gestalten und behulffcn sin sol anngeverd.
Item der einliff lassend guldin so die von bern an unsren swager und öchem vorgcnanl von der
von louffenberg fordreot sollend dissen friden uss ouch unbczalt anstan doch jclwedcrcr partige an
jrem rächten nach usgang des fridens unschädlich.
Item von der von rappcrschwil) wegen sollend alle die zios unn schuld, so si zu unsers obge-
naulen swagers unn öchems stellen lendren, oder den jren schuldig sind, ein gantz jar nächst komend
nach talum diss briolTs künftig unbczalt gülllich anstan, und sy oder die darutnb haft oder verbunden
sind mit bekümbren, noch für genomen werden, ob aber die von rappcrschwill. die oplgnanlcnn onsren
schwager und öchem, um jr ansprach furnemmen wellend, dz »ölend sy Ibun nach sag dess fünfflzig
järigen frids, desglichen unser schwager und öcben gegen jnnen ouch thun mag oueb nach lut und
sag dess vorgenn fünffzig järingen friden wie opt stal.
Item wigoloys ansprach sol jn dissen friden ganlz uss geselzet sin unn aber susl nül deslcr
minder der frid von beden leillen jn allen puncklen und arlücklen gehalten werden.
Item und was jellichcr teil biss uff Uttum diss bricfTs jn- dissem nächsten krieg . dem andren zu
genomen zu sinnen banden und gewall bracht bat, der sol den obgene frid uss da bliben von dem
andrenn teil uuersuchl nnd unbckiimbrel, und ob diss krieg und sachen zwuschend den pariigen jn
zill dess frids nül gericht wurden!, so sol disse berednüssc beden partycn, nach ussgang dess frides
uonergriffen sin.
Item von der slossen unn gültren wegen rittrren knechten burgren (Pag. 237.) und sundren
parsonen jn dissem nächst vergangnen krieg jngenomen, dio sollend jn deren bandeu nnd gewait
beslan und beliben die sy nun ze mal jnn hand, biss zu den gütlichen lagen, die spenn und zweig-
(rächtung deshalben gericht, da by sol es beslan, beschäcb aber das nüt, so sol jederman darjnne
unbegriffen sin, wolle aber jemmenn sin ansprach dissen friden uss nül lassen anstan, der mag die
mit recht dess fünUtzigcn järigen fridens für nemen.
Item roub narom lodschleg brand und wustunng von peden barlvco jn disem nächst vergangnen
krieg beschacbend, sollend ouch den friden us ungcäffrel beliben anstan.
Item den von der rouberig wegen so ein teil des andren vind jn jren landen nül enhalien bussc
hoffen noch binschribenn und jellichen kleger uff sin anruffen fürderlichen recht gestattet werden.
Item wer ouch dz jemmen jn unsers schwager und öchems stet sloss fcslinen jn landgerich und
gepietl kemme der die optgenanten eignossen oder dio jren, oder die jnnen zugehörend mil frömden
gericblen uslriben welle so bald dz jren laulföglcn ampllülten oder andren den jren zu wüssen
gethan wirt, so sollend dieselben fürderlich gewiseu und darzu gehalten werden, dz sy sich von jnnen
lassend rechlz begnügen an den sielten da die ansprechigen gesessen sind und hin gehörend.
Item und das sollend die obgenann eignossen die jrenn und die zu jnnen gehörend zu glicher
wiss wider hin um thun wie oplstat ungefarlichen.
Ilcm es sollend ouch gemein eignossen noch niemen under jnnen zu burger lanlman oder jn
jren schirm enpfachen, der so der herschaft von Ostrich oder den jren zugebürend er welle (Pag. 238.)
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dan hushablich br jnnen wonnen . und wz psonlich jn der cignoschafl wonnent nach folgen berren
bettend wen die hereo söllich psonnen nachfolgend, so sol jnnen ufT jr anrttffen unnerzogeulicb recht
widerfaren, und durch die eignosscn gefiirdret werden, desglicben binwider umb sol es von untrem
lieben swager und ocbem and den sinnen ouch gehalten werden wie optttal.
Den von der von wintlerlur wegen wie es vormals dessbalben ist abgcretl, dabv sol es hinfür
beliben und dem von beden teillou naebgangen werden.
Und um das disscr frid und wz opslat von beden teilten dester uffreebter und früntlicher gehalten
und volbracbl werd, so sölleud und mugend bed teil, und alle die jren jnn und us jren Stetten land
und gebietten früntlicb und gütlich zusamen und von ein andren wandten, ouch jr kouflmanscharz
und gewerb ander und gegen ein andren Iriben und füren sieber lips und gülz uff wasscr und uff
land au allen enden und sielten wü es menckliebem von beden pari von fügt, doch ye dem teil an
sinnen zollen und geleitten unschädlich, darzu so sollend bed teil und alle die jren ein andren frigen
kouff geben und zu lassen gan jn allen dingen dissen friden uss.
Uud ob der genant unser schwager sinne ratt dienner burger undertanen die jren und jnnen
zu versprachen stand cinner oder mer zu cignosseu jren hurgren lantlülen eignosscn und dennen so
jnnen zu versprächen stand cinnen oder merr zu sprechen jrrung fordrung oder spenn bettend oder
gewonnend, oder die eignosscn jr burger lantlüt eignosscn die jren oder die jnnen zu versprächen
stand widerummb »penn vordrung oder jrung gegen unsrem lieben schwager oder öchem sinnen rätlen
burgren und underlannen und dennen die jm zu versprachen stand einncr oder mer bettend oder
gewunen (Pag. 239.] das den dewedren teil den andren mit gcwalt nut Uber züchen bekriegen noch
dz ze tun gestallenn sunder dz dieselben des zc ein andren mit recht nach jnhalt des fünflzig järigen
frids gan costentz oder gen basel zu der Stetten einne wedre der kleger bestimpt zu tagen ze lagen
koinen sollend.
Es sol ouch jelwedrc partig der andren jr siel schloss land und lütt nüt jnnemen noch zu jren
banden züchen jn dcheiu wiss noch weg die wil disser frid werrt.
Und dess zu warem urkund so habend wir berlzog ludwig optgenannt als ein tedig man unser
jnsigel an dissen brieff thun bencken der geben ist am nächsten mentag vor unsers hereo fronlicbems-
tag jn dem jare da man zalt von der geburt unser lieben heren jhu xpi mccccLxi jar.
Von eira Schiffbruch zu rinfelden vnd eim grossen gestäch Zürich vnd einnem faren
von Zürich gan Strasburg vfT ein schien*) (Schicssen).
Anno domi m.cccc.Lxiij jar vff den xviij lag ougsten verfurend die von rinfelden an der brug
nnd ertrunckend wol bin drissig personen nämlichen ein apt von wellingeo vnd ein fröwly von
eptingen vnd uil erbercr psonnen von manen vnd frowen.
Jm 1466 jar fureud vnsser gesellen von Zürich jn einnem tag von Zürich gan Strasburg jn
dz schiesenn.
•) Spiler von de« Vertaner bel^efugl, ,o dau dieie 3 Nachrichten Dicht in der Copie befindlich eind.
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Ano doroi m.ecccLxvij jar nach tant aglen lag da wz dz gross stächen Zürich vnd suchend mit
einandren nämlich her uorich von rümlang vorich grünnenberg stoOel zipl her türig von cplingcn
vnd der schönkind von bassel die plarrer uon costenlz her andress sürly von basscl vnd stacbeod
eltlich burger von zürirh mit jnnen.
;Pag. 240.) Von der vngehorsankeil der von wedeschwil vnd richtisch wil mcrck fürer.
Item da sich nun die vorgcschribnen sachen also erlouffen hallend vnd uil mer den ich gemcll
hab und min hcren von zürirh wintlentur kouft haltend wie oplslal , ist nül minder den dz raincn
hcrcn an gell zurrunnen ward vnd uillich ursach halb dess grossen coslen vnd schaden der jnnen
Umgängen wz jm uorgemeltcn zürichkrieg, dz sy ein slür uff jre armen lull jn allen jren gerichten
vnd gebieltcn antciltend damit sy uermeinllcn winttcrlur zu bezallen vnd dz besebarb nun jn dem
jar da man zalt von cristus gebort m.cccc.nviij jar dieselbigcn stür nun jederman gern gab damit
vnd wintlerlur zu vnsren banden kommen möcbl ann allein die zweig dörffer wedyscbwil vnd richty-
schwill dieselben der stür fast widerwertlig wareod vnd incintlend die nüt zu geben vnd rettend sy
werend solliche stür nül schuldig, den sy hellend ein eignen heren dz were der oberst maisler sanl
jobanss ordens der von ow, dem süllleud sy jn sönilicben Sachen n gehorsam sin vnd nül dennen von
Zürich den sy ouch nül gan Zürich gehorttend besunder an dz buss wcdyschwill, min heren warend
die, die jn der sach nüt glich gachlend vnd schicktend etliche jre ratzfründ binuff zu den optgenanten
von wedyscbwil vnd richlyschwil lullen mit uil brieffen vnd kupigen vnd liessend dz die ungehorsamen
lütten voriessend vnd rettend früntlichcn mit jnnen von dissen sachen zu stan mit oil mer worlten
die nüt not sind hie jnn zu melden vnd mit Gl süsser worden mochlend die bullen von Zürich die
von wedyswil vnd richliscbwil nüt gehorsam machenn vnd hailT alle red nüt an jnnen also redend
wol etlichen die von wedeschwil vnd richlyschwil suchtend an etlichen orltcn ratl villicht nül am
züriebse, die jouen alsbald dz allerböst rietlend als dz beste, also kam minen heren von Zürich War-
nung wie dieselben vngehorsamen (Pag. 441.) lütt von jnnen fallen wellend vnd nüwe heren suchen
dennen sy deo ouch dz sloss wedyschwil jnantworlleu wellend.
Wie min heren tierlzig man bin der nacht hinulT gan wedyschwil schicktend vnd dz
hemllichcn jnnamend, beschach uff zinstag nach dem suntag remiserc jn der vaslen jm
Lxviij jar.
Vorstellung wie dieser Zusatz in das Schlots zieht. <
Vnd uff somlichc warung der nun uil warend die minen heren von Zürich kam, da natuend min
heren von zürieb uss nach vnd nach (ierlzig man vnd schicktend die hinvff uff dz schloss wedyschwil.
vnd namend da also dz jnn, vnder den liertzig mannen her johanss waldman ouch tiner wz * (Pag. 'Iii.)
•) Hie Nachricht von Waldmann'* Anwesenheit t»l »pater »on dem \ulor beigesellt, aber auch vom Copifl. doch
etwa* abweichend, uud dadurch zweideutig, aufgenommen, er seilt: «ud wz her heinrirh «ehwend daiumal hoptmao
vnd ber johan« waldman wz ouch einer.
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vnd wz her beinrieb sebwend dazumal houptman , nun wer uii büpseber Sachen hie zu sagen , wie
di xl man uff dz sloss wedyschwil kamend, dass lasse ich alles durch der kürtzc willen vnderwegen,
vnd als nun her bei^neb swend ritler also uff dem huss wedyschwil lag mit den xl mannen schickt
er hinab nach etlichen von wedyschwil vnd richlyscbwill, vnd bette gern vnder disse Sachen gütlichen
gereit, damit vnd sy bin jr er vnd gut beliben wärend, vnd tan bellend ab ander Crom gut vnderlannen
vnd bad sy mit allem fliss von dissen Sachen zu slan aber wie uil er jnnen Hell dz half alle«
nütz, sj folgtend andren ritten die sy hattend. vnd schieden vom boptman ab mit boeben sloltzen
worlten.
Item diewil nun disse fiertzig man uff wedyscbwil lagend beschacbend uil anffenlüren von dennen
wol zu sebriben wer, wie uff etliche zill die vngeborsamen zum huss wedyswil kommen warendvnd
wie sy dz meinlend heimlichen bin der nacht zu erstigen dz lan ich hie ouch durch der kürlzc
willen vnderwegen.
Als der hoptman von wedyschwil minen heren schreib.
Item da nun der hoptman die von wedyschwil vnd richlyscbwil beschickt hatl vnd sy früntlichen
mit bell ermannet hat vonn dissen sachen zu lassen wie den optstat vnd wie sy jm ouch dz huss
wadyschwil vnderslanden hellend heimlichen bin der nacht zu erstigen, vnd dz sy je nun den rüchslen
weg weitend dissen bandel schreib der uorgen boptman her heinrich schwend alles minen beren von
zurich wie css stund.
Wie die von switz gesichrut wurden von den Züricher.
Vnd also wurdend min beren zu rat zum allerersten dennen von swilz dissen bandet ouch zu
uerkünden als den dz ouch besebach vnd ward jnnen mer geseilt dz man die vn gehorsamen lüt von
wedyschwil vnd richlyscbwil welle straffen darunim ob sy etwz vernämend so sollend sy sicher sin
jren lips vnd gulz vnd sieb der sacben gantz nüd bekümbren.
(Pag. 243.) (Vorstellung. Die Zureiter fahren in Schiffen nach Wädenschweil , Schweiz und
die Ihrafschaftsleule in Waffen.)
Item da nun die vngeborsamen lütt von wedyschwil vnd ricbleschwil weder durch gebet noch
früntzschaft ouch durch berichl der von Zürich brieff vnd sigel die disse stöss lolter seitlcnd besunder
ye vngehorsam syn . da namend min beren uss uff iv< man vnd furend hinuff ze schiff biss gan
wedischwil der hoptman wz eberharl oltiken vnd besebaeb dz uD samslag vor milier (Pag. 244.) vaslen jm
obgemellen jar zu miltcrnacht vmm die zwölften stund vnd kamend also frü vor lag binuff vnd balle
man da den vngeborsamen lütten gar wild buss, vnd als den nütz sömlicbes verschwige belipt, ist
wol glonplich dz den von wedyschwil vnd von ricbleschwil ouch warnung getan ward wie min heren
von Zürich sy mult hellend ze straffen vnd uff dieselben nacht hinuff züchen weitend vnd sy jn den
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ncslren usszcnemeu vod von sülicbcr warnuog so »y ballend kittend »ich die vngehor>atnen lül aa
zu gantzcm barnisch vod wichend vss jren gobietteo uff der von switz Und zu nächst bin wediscbwill
vnd legend da stil vnd schichtend ein hotten gan switz vnd datlend denoen disse sachen kund es
«agcnd oucb etlichen den von switz kement mer wie min heren jnnen die hoff zu pfeffiken jnnemeu
wollend, als den die von switz wot fürgen band jnnen kernen warnung man welle jnnen pfeflikon vnd
ouch wolrow jnnemmen dz mag nun war sin oder nül.
Item vnd uff sömlicbes geschreig kamend die von schwitz mit iiij« gewapnotter man mit jren panner
vnd leidend sich zu den vngehorsamen lütten von wedyschwil vnd richtyscbwil vnd lagend rainer heren
lütt mit grosser macht hie dissentbalb uff jren gebietlcn vnd schied die bed partyeu nül mer den ein
bachlohel vnd kam ouch gencklichen ßl lütten vom zürichse minen heren zu vnd ist nül minder bed
partven sachend ein audren an als die katz vnd muss. also ward gar ein gross murmlen »oder allen
Züricher vnd warend jren fil die die von schwitz nun wollend angriffen dz erwant hanss meys der
ret lieben heren nül also, wir sind nül darum ussgeschickt niemen uff dem sinen zu straffenn den
anlein die vnssren vff dem vnsren dz wend wir Ihun, vnd wend hie uff dein vnsren also beliben
vnd (Pag. 245.) kumpt den jemen von der von switz oder andren lütten wegen die vnss reebtfergen
wölteod dz wend wir bie erwartten also ward dem rall am allerletzsten gefolget doch ward allerlejg
geret vmni dz die obgen von swilz so gewaltmnklichcn dennen von wedyswil vnd ricblyswil Zu-
zügen , dz doch sy an dem ort wol gelruwet hellend nach lut vnd sag der geswornen pundbrieffeu
billichen uermilten, den dieselben klarlicb vnd luiter wissend, wie wir cinandren bin eren lip vnd
gut schirmen vnd bantbaben sollend, vnd also rittend gar ßl fromer lullen vnder die sacb zu tedigen
vnd mit uil wortlen ward die sacb abgcrcl dz min heren jr sacben so sy an die vngehorsamen lütten
zu sprächen hellend zu recht kommen sollend für ein scbulthcsscn vnn kleinncn ratt zu bern vnd
also solle dzselbe reebl jn monnotz frisl vngefarlichen fürgang nemen.
Vnd dz ich nun die sach abbrech kamen l ped obgemcllen parlyen min beren von zürieb mit
jren vngehorsamen lütten gan bern vff ein bestimplen tag, vnd lattend da min beren von Zürich jr
anklag zu den von wedyswil vud richteswyl, so gabend ouch die vngehorsamen lüt jr antwort vnd
nach uil klag antwurl red vnd nachred die bed parlyen volfürtlcnd gen einandren die nül not bie
sind zu melden den sy for gesebriben stand nach noturft bekanlcnd sich die oplgenannten scbultbes
vnd rält von bern dz min heren von zurieb bio jren ansprach billichen blibeu sollend vnd gabend
da ein brieff minen heren von Zürich mit jren urttel der dennen von wedyschwil vnd ricblyschwyl
ganz nutz gefiel vnd jnnen gar vnlidig wass denselben brieff oucb die oplgenannten von wedyscbwil
vnn ricbtyschwil Zürich jn der wasserkilieben schweren mostend (Pag. 246.) zu gotl vnd den beigen
ewenklith zu halten ann alle widerred mit allen punckten vnd arliglen darinne begriffen, vnd fürer
tun minen heren von Zürich ailess das, so den andre jre lüt vnd bindersässen Ihund mit reisseo
stüreo vnd brüchen ganlz nül ussgeoomen vod soll die sacb damit hinfür gericht geseblicb vnd ganlz
gesünel sin zu beden sitlen.
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Anno domj m.cccc.txvj ward gemacht die beriebt vnd capitte] zwusebend dem hertzogen
von meilland nach tut vnd sag als hienach geschriben slat.
Item dise berich solt stan vor der sach von der von wcdyswil vnd richtyschwil jn
dissem buch doch irt es nüt uil *).
(Pag. 247.) Dye liebe abredung frünlliche einnikeill verslennllnus vnd büntnus so getroffen vnd
abhöret ist, twuschend dem durcbiücbligosten furslen vnd herren blaota marya vod galialz marie
herlrog zn meilland vnd der gemeinner herschafft des hertzogluuis re meilland jr erben vnd nach-
komen vnd gemein eignossen des grossmechügen punds der acht orllen nämlich züriefa bern luUern
vre swilz vnderwalden ob vnd nidem kernwald zag vnd dz vsserampt so zu zug gehört vnd glarus
vod jr nachkomen durch den bocbgclerttcn dokler her anthony von besauen vnd der eignossen holten
zu lutzern abberett vnd barzu bracht ist vfT vnscr lieben frowen anbint jm ougslen anno domiv
m.cccc.ixvj jar").
Item des ersten ist ab beret wordenn uou des lands und tals lifliuen wegen also dass das «elbig
land und lal lifinen mit voller berschafl zinssen und nützen wie und wz zu dem weltlichen seh wert!
gehört!, ood unser eignossen von ure dz bissbar jn gebept und genossen band sol der optgenant fürst
dz also von dem ordyuarien enpfachen und dass dann den obgenanlen von ure über und für eigen
geben, also dz das selbig tal wie op&tat den selben unsren eignossen ze ewigen litten zugehören und
bliben sol, von dem opgnannt bertzog und hertzogin blanta maria jr erben und nachkomen unt
ordenaryen und siner nachkomen und von mencklichem ungesumpt und ungehindrel.
*) Diese Anmerkung bat der Copisl nicht befolgt, ind«rn er diesen Vorfall auch hier eingerückt hat.
"/ Dieses Capilulai ist vollständiger , und zwar in deutscher und lateinischer Sprache (doch dieso mit einigen Ab-
weichungen) bei Tschudi Tom. II, p. M-l sqq., aurb da« Dalum ist verschieden ilichudi «elil: Luxem uff
vuscr lieben frowen tag xe liechtracsi 1467). Ebenso sind die verschiedenen Artikel in
meistens ist bei Edlibacb die GegenverpOichtung der Eidgenossen weggelassen, so wie Oberhaupt das
Tschudi vollständiger erscheint.
Der 1. Artikel bei Edlibach, die Bestimmung über da» Eigenthum des Livlnerthals und seine
Verhältnisse ist bei Tschudi der 13.
i. „ , welcher die Befreiung der Kidg. vom Zoll xum tiegensland bat, » • 8.
\. » « widerrechtliche Einlassung arrelirtvr Schuldner .... ■> .. )o.
.">. . , Beiablung von Kosten und Schaden ..... , ji.
6. , » Beilegung der Streitigkeiten iwischen den coulraltirenderj Parteien » „ 5
(bei Edlibacb ist die Wahlstatt faido, pfaid jn ÜIBneo , bei
T»c;.udi Abläsch Abiascoj 1
7. • • Ansprachen von Particolaren an eioe der Hoheiten
8. - » Ansprachen von Parlicutaren an Parliculare
9*i Nni der eigentliche Schuldner soll verhaftet werden können
ID. • ■ Freiheit des Handels
1t » • Ew iger Friede zwischen den contrahireoden Partelen
Ii. • « Passverweigerung gegenseitiger Feinde »
13. a ■ Verhallen wenn ein Theil in Krieg verwickelt wird
Der Schlnssarlikel ist bei Edlibacb auch kürzer als bei Tschudi und abweichend.
6.
7.
12.
».
t.
a.
3.
• »
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122 —
llem und also von sömlicber Übergebung und frigfaeil wegen der zollen so der opgnaot fürst
und fürstin von des lands lifiinen wegen getban und erioügl band uosren cignossen von ure für die
nütz ond zinss so jm land lÜTiocn Jonen jarlichen (Pag. 248.) falend und werdent dem opigonaniicn
fürsten galiatz maria jarlichen und ewenklichen geben und anlwortlen gan mciland jn die statt fier
hebk ond ein nüw annbrnst, nach jren Vernunft und verslentnüsse da hin senden und presenlieren
und sönd sömlicb opgenanten gaben dem heren gan meilland geanlort und geschickt werden jn dem
zitt zwuschend sant johanstag zu sunwenden und sant larenlzen tag alsso dz sj vor sant larentzeD
tag geantworl sin sollend.
Item so den von der jarzit zinss und güll wegen so den die geiscblikeitt berürtt ab den die
ordenarycu, der hochen und loblichen stifl der kilchen unser lieben frowen zu meilland venneinnend
ze haben uff dem gemeinen land und lal lifinen oder uff sundrigenn parsonen ald güllrcn, und die
von lilincn vermeincnl jnnen sömlichs nüt gichtig noch pflicblig ze thun sigend, ist also beret dz die
ordenarycu einnenn und die von liflioen ouch einnen nemen und kiessen sollend, dieselben zwen man
die den also genomen und erwell werden, die sollen denn uff die stöss keren da red und widerred
und jr kuntzschafl hören, und wz die uss sprechend dz die von liffinen dem ordenarycn geben sollend
darby so I es beliben . wurdend aber die zwen nüt einss so sol und mag der fürst den dritten er-
wellen. jn den siben orllen der eignosebaft doch einnen der ein erbornner eignoss ist. und des rattes
8je, den so söiend dieselben dryg sament sprechen wz der fürsl jarlichen dem ordenaryen gäben »öl.
und wz ouch die von lifiinen dem ordynarien geben sollend, bellen ouch deweder teil es sigend die
ordenarien ald lifinen an den andren teil zu sprechen als von verlegner und übernosner zinss wegen,
darumm sol von den zweigen (Pag. 249.) und vor dem drillen mit recht ussgetragen werden wie
opstal und wz also von jnnen gesprochen wirtt dem sol von beden pariigen naebgegangenn werden
an alle widerred.
Item da die oplgcnannl acht orlt der eignoscbafl und alle die jren und die jn jren gerichten
zwingen und pennen gesessen sind sollend beliben bin der frigheill des zoU und jn des heren von
meilland lands zolfrig farenn nach jnhall der allen frigheill und der allen capilllen und so vil roe da
da jn den allen capitlen stall denn nächsten weg gan meilland an graben, da sol gesielt und binfür
gehalten werden all weg bis gan meilland an graben dz sy frig sin und faren sollend, und oueb dz
alle der oplgenannt acht ortten hindersassen so vier jar hinder jnnen gesassen wereud die frigheil des
zols ouch haben sollend . als ein erbornner eignoss cet. jn massen als oplslsll doch dz sy darumm
von jren heren und obren brieff und jnsigel haben und erzöugcn sollend dz sy also eignossen sigind
Item ouch das vor allen dingen zu beden teilten alle gichtig oder verbrieft schulden angi'iiiz
darumm den zil und tag uss sind und dz erfordret wird bezall und ussgerichl soll werden, von wem
dz gebürl zu geben, ob der ald die so dz bczallen sollend sinnlich schulden an jrem güll gehaben
mögend wer aber dz einer (Pag. 250.) oder me nüt so vil an sinnem gut hell, das er bczallen möcht
so sol jm derselben stall land ald gerichts recht bescheeben als denn an dem end recht ist, da der
Schuldner gesessen ist, ob der so dann die schuld gchörlt dess nüt anberen oder abstan wölt, unn dz
dewedren leil, dem andren teil dz verziechen nach darann sumen sülle, noch sömliches ze thun den
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Item und dz wol versicbrci werd ob «e meilland nid jn dem laod meilland jemend vod ausprä-
chigen gellschulden wegen gefangen und jn gefangenschart geleil wurd, als den jn den landen und
jnn den gerichlea, an den enden siU und recht ist, wa da süllicber gefangner ussgelassen wurd, mit
Iiis ald arglist des richten, es werre tags ald nachts vor und, e, e, den dem gnüg beschäch von des
wegen er gefangen wer, oder ann sinnen willen dass da dann der Hehler jn des gefangenschafl er
glcgen wer rir jnn dann die schuld geben und ussrichten sol, es were denn sach, dz somlich gefangen
pfandbargen und gellen gebend, oder aber dye sum gellz oder dz gütt, dz sy dann schuldig sind,
hinder somlich lüt leiltend, das die unsrenn darann nüt gesumpl noch gfhindret wordenl, wen die
untren hin jnn körnend sinnliche schuld jn ze zicchen, dz jnnen dann umm jr schuld ann verzicchen
gnüg beschäch.
Item wer und welliche die werend ze beden teillco so ein andren costen und schaden verbeisseu
ab ze tragen und dz ouch funtlicben wnrd mit lüden und briefleo , dz des jm rechten [Pag. 251. i
Kduk werre, dz ouch sömlicfaer cosl und schad von dem der jn verheissen belle, dem anklegerr
abtragen usrichten und bezallen sollend, und vor sömlichem sol sy nütz beschirmen noch fristen weder
stet noch landes recht Statuten and decretean, als aber bis* her beschächen ist. den versprech ald
verheisse einer vil so balle oueb vil.
Item und ob beschache dz der beneropl fürst sin brüder oder andre sine erben, die heimerleig
zuapriieb an uns ald die unsren oder an etliches ort jn sunder bettend ald nach in künftigen Zilien
gewunend, das da jelweder leil zwen erber man erkiessen und erwellen sollend, und zu denselben
vier zugesetzten erwellen man »ölend denn bed partyen jren «lös* kommen zu ussspruch and recht,
die sänd den peden parltigen lag setzen gan pfaid jn liflhien jn dz dorff, und da klag anlword red
und nachred dienlichen boren von beden teilten, und sond dieselben fier erweiten man schweren eid
Üblich zu got und den beigen, dz recht zu sprechen, und dz durch deheinerleig sach nüt zu lassen
so fier and sy jr eid und er wisset, die selbigen fier erwellen man sönd ouch die zil und dz recht
wert von jren bereu und obren, aller andren eiden ledig gelassen werden, und sömliche recht gewist
werden nszespreeben jnn massen und opstat, und ob den die vier jn den sachen eins oder der merteil
wurde daby sol es kreflenklich beliben und bestaun, ob aber sömlichcs nül beschache und also zwen
und zwen sich zusamen slimptend da mit sy eins obmans notturftig wurden und sich die vier golich
leiltend, so sollend die anspreeber so denn umm (Pag. 252.) die sach jm rechten stand und aospreeber
sind einnen füoftman und obman jn dem land Wallis ald jn der stat ebur der des rattes sye kiessen
und erwellen. und wellicben sy also crwellend und obman wirtl genomen. der sol den ouch vonn
sinnen herren und obren under dennen und er gesessen ist, darzu gewisl und gehalten werden, sich
der obmanschaflt anzenemen und ze beladen nach obmans rechl, und sich mitt eiden darzu verbinden
als dz jm rechten gebürlich und von aller herkommen ist jn massen als die schidlül gethan bellend
wie opsUl , und wz ouch den von den vieren und dem fünften nach verhörung beder partyen . ge-
sprochen ald bekent wirt, dz sollend belteil an alles weigren und appenliren halten und by beliben
trülich und ungevarlichen.
Item desglichen ob sandrig personen jn der eignoschafTt an den benemplen fürslen sin erben
und naebkomen zusprüch bettend ald jemer jn künftigen Zilien gewunend wie sich dz machen ald
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begeben wurde, »o sol der aosprecber sin ansprach so er vermeint zu dem optgenemplen forsten
erben ald nachkomen wie opstal zu haben sinnen heren und obren under dennen er gesessen ist,
offenbaren unn fürbringeu und sin clag erzellen, dieselben sollend denn dem fürslen schriben und
dess jren clag und ansprach zu wussen tbun, und jn dabj bitten dem jren ussriebluog zu Ihun, und
unklagbar ze machen, besebicht den dass unn der ansprechcr von dem fürslen uss gericht wirl so sol
sich der ank leger des lassen benügen und den heren und die sinnen da für hin unbekümret ze lassen,
ob dz aber (Pag. 253. j nül besebäch, und dem anspreeber also nüt gnüg beschäih und sinnen herren
wie opslal dz bedücht, so sol und mag der anspreeber den opgnannt herren und fürslen von meilland
mit recht für nemen mit zugesetzten und oblülten an den enden und sielten wie obstalt zwusebend
dem fürslen und acht orllcn, den dz jetwedren teil nüt mer den ein schidman nemen und haben sol.
und dz der anspreeber den obman nemen und kiessen mag ouch ze Wallis ald zu kur jn der statt
jn roassen und opslal, und wz also bekent ald gesprochen wirl, sollend bed teil trülieben ballen au
alles weigren und appenlieren ungevarlicb.
Item und den von sundrigen parsonen ob die ansprach an ein andren bettend ald gewunend.
darum sol der fürst sin erben und nachkomen dry Hehler den unsren setzen oamlichenn einnen jn
der löblichen slat meilland , einnen zu churom und den drillen zu bellcntz, die selbigen ricbler den
unsren einnen verzwicklen tag setzen sol jn den nächsten fünftzechenden tagen und denn mit dem
rechten die sacb usslragen sollend, da mil dz sömlichcs mit dem minsten costen ussgeriebl und abweg
gethand werd, desglicben hie wieder ummb, so sollend und wellend wir die eignossen jnn unsren
stellen und lendren, schaffen und darann sin dass der obgenannll berschaft lütt ouch sol also forder-
lichen ann verziechen und mil dem minsten coslcn gericht werden, ob aber sömliches nül beschäcb,
und dem ansprechcr dz rechl verzogen unn die sacb jn dem zil (Pag. 254.) der fOofllzcchen tagen
nüt usgesprochen wurde suuder also verlengrcl, so mag der ansprechig von sömlichem rechten und
riebtren fallen , und sinne gegensecher mit recht manen und fürnemen mit dem rechten und an den
eildenn mil zugesetzten und oblülten dz jelweder einner und der anspreeber den obman nemen und
kiessen mag und also mil somlicben rechten ussgelragen sol jn masscu und obstat sömlichem rechten
uueh bt'd teil gehorsam sin und dem gnüg ihun sollend bin vcrlicrung der houptsach ouch rosten
uud schaden, beschecli ouch dz von den unsren die hein von denselben riebtren ein urtel gehen und
kent wurd die jm nül lidenlich were, ald gerecht bedücht, so mag er sin ansprach und urttel für
gemeinner eignossen holten bringen bcdunckl den die dz jm ungütlich besebechen und die urtel nül
gerecht syg, so sollend sy sömlichcs eim fürslen schritten unn zu erkennen geben, derselb fürst den
nach dem ricbler senden und jm das fürballen sol , onn wz jm begegnol von demselben ricbler , sol
der fürst den eignossen herwider sebriben unn ze erkennen geben, waruff der Hehler sin urlcl geben
und gesclz hab, und bedunckl den der eignossen holten nach erkenung beder leillen dz die urtel
greebt »ig. so sol es denn darby beliben, und bestan, und also gehalten werden, beschäcb aber söm-
liches nül, und der eignossen holten bedücht die urtel nül gerecht, ald argwenig, so sol die selb
urtel gantz tod und ab sin, und die wedrem teil werder nütz noch gül sin , und den so mag der an-
sprecher sinnem widersecher mil recht für nemen mit schid und oblülten wie den for ouch slat, dess
ouch der aosprechig gütlichen gehorsam und nach komen sol an jntrag, und dz ouch sinnlich recht
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mil den zn geselzlend und oblütten jn einncm mannol, so dz ze recht gefordret wirtt, usMrag and
end nemen sol, bin verUerung der urtel ouch (Pag. 255.) dass die schid und oblütt, alwegen so ein
recht an geheben wirtl schweren sollend, dz recht ze sprechen, so fcr sy jr eid und er wisl meinen
zu lieb noch leid jn massen und es ouch obstat!, und wedren teil ouch den andren jn söralicbem
verziechen ald rechten widerrecht jn costcn oder schaden brecbtend, dz er jm denn den mit recht
ablegen und tragen sol als trülich und ungefarlicb.
Item dz uff die wedrem teil noch in die wodrcn leilss landen gerichten noch bietleo, niemen den
andren vcrheften noch verhielten sol denn den rechten Schuldner gelten ald bürgenn der jm darum
gelopt und versprochen hat, und wedren teil ald wcliebe den andren ann und widerrechl jn coslen
und schaden brächt dz sol er jm mil recht wider ablegen und abtragen.
dem und dz der bertzog von mcilland noch sin erben oder naebkomen ald die so ze jm gehö-
rend und gewant sind niil sollend deu unsren jr kouffmauschafft ross und anders ze verkouffen ver-
hielten noch vcrschlachen als aber bisshar vil und dick be.vtbccbcn ist , sunder jedermau mil dem
sinnen lassen vareu louffen und verkouffen als eiuner gedenckl sin nutz uud er zu haben, und dz er
oueb hiefür zu ewigen zitten niemen es sig der sinnen ald von andren heren und enden verhielten
sol von den unsseru nütz ze kouffen noch ze verkouffen, besunder die merckl frig zu lassen, und
jederman mil denn unsrenu uff marckten (Pag. 256.) und zu andren Zilien so sy hin jnn farend und
da jnnen sinl und kouffend und verkouffend ganz ungehindrel lassen nach jrem willen.
llem fürer so sol der obgenanl fürst und her von ineilland weder er noch sin naebkomen des«
hertzoglhuuis zu mcilland hin für zu ewigen zitten nül wider uns» die cignossen tbun es were mjt
kriegen oder andren unzimlichen sachen, noch niemen der sinnen söulliches zu ibun verwilgen oder
erlouben jn kein wisse.
Itcin er sol ouch niemen durch sin Und über unss lassen züchen die unss bekriegen wellind die
iimser abgeseilte vigind werend den sol er kein uffculbaliung jn sinnemm land nütl gen.
Item dess geliehen herwiderum sollend wir die cignossen uns gegen dem bertzog von mcilland
sinnen erben und naebkomen also ballen, und als vil verbunden sin, als sy uns wie opslal, doch dz
unsseren bünden unschedlich und unvergriffenlicb.
Item und dz disse frünlliche beredung frünlzscbafl und verslentnüs bünlnus und lieb zu ewigen
zillen desler jnn besrem friden heliben und bestan mög, so selzcnd wir ob die wederen teil krieg
ald not angieng ald gewunuend und darin des andren teil bilff begerle, sol jcl wedren teil dem andren
teil darjn wol gelruwen :Pag. 257., nach der güllen friinschafl und willen so wir zesammen band.
Und das nun also dissc lieplieb früntzschafl verslentnüs büntnuss und capitlel zu ewigen zillen
bestan und gehalten mögend werden , so sol und will man sy nach aller noturft mil brieffen vnd
siglen bestellen unn vestnen, damit die niemen bekranken noch zertrennen mög dess zu urkund lobend
und versprechend wir zu beden sitlen bin gultcn trüwcn sömlich frünischafl verslentnüs und büntnuss
war fesl und slctz zu hallen und dem gnug zu tbun und dess zu urkund ccl. *)
Amen.
') Der Copi»l hal dlete» CspilaUl nar bis tum «chten Artikel copirt
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Vom bruder klauss von vnderwalden *).
Anno domi m.cccc Lxvij jar da vieng an brude(r) klaas vnder der flun ein sällig göllicb wessen
vnd halle sin wonung jm rannfl zu vnderwalden dann er roo dannen bürltig wass der anss (■••> noch
iranckl kein spiss vnd (reib ess gar vil jarren vnd iieog ess an uff vnser lieben frowen Ug als si
geborren ward jm obgemcllen jar.
Hie wil ich nun sagen etwz anwenig warum gemein eignossen jn dz sunckgöw
zugend vnd dem nach dz branttend vnd wüstend cet. vnd vom krieg für waltzhul.
Pag. 258.) (Vorstellung: Ihn Mühlhausern werden Reben und Korn aigetchnMen.
Als man nun ward zellen von der gcburl jbu xpi m.cccc.Lxviij jar vnd sieb nun mengcrleig sachen
verlufTen ballend sid dem winlerlurer krieg vnd der berich t ) scblccbllichen nachgangen ward von der
herschaft ritcrschafl vnd edlen von Ostrich so den der hertzog ludwig pfaltzgraff gemacht hat ass es
den dafor statt begäbe sich dz die von milbusen kamend jn biintnis mit bern vnn sollonlor jn öcht-
land, dardurch sj von allem adel mercklichen veracht vnd gehasset wnrdenl. vnd ted jcllichc parlig
der andren not uil gulz, also dass sy spenn vnd stöss mit cinandren gewunnend dz der berschaft von
Ostrich rüder dick vnd uil vor milhussen ranttend vnd lallend jnnen grossen schaden sy mannend
jnnen dz körn ab vnd rissend jnnen die winreben vs dem grund vnd sömliehen muttwillen tribend
sv uil vnd rettend alweg zu den von milhussen wen jnnen die eignossen zu bilfT kernend, die
kumelchcr dörflend nül komen, vnd |Pag. 259.) gröbry wortl die ich nül mag schriben vnd rettend
witter die schwitzer förchtend jnnen so übel dz sy nüt uff dz ochsenfeld komen dorflcnd, vnd da
dennen von milhussen sömliches dick vnd vil wz begegnen von der berschaft von ostrieb züg da
begertend sy an die von bern vnn soletor dz sy jnnen ij* kneehl sebicklind zum zusatz dz lallend
nun die von bern vnd solontur die fallend gar Gl erlicher lallen die wil sy jm zusatz zu milhussen
warend die ich durch der kürlzc willen lass vnderwegen vnd also wie es den von milhussen gieng
als gienge es den von schoffhusen ouch die hottend sich ouch mit gemeinen eignossen uerbunden
dardurch sy von der opgnanten berschaft lut veracht vnd gehasset wurdent wie die von milhussen
vnd gewunend gar uil spen vnd slössen zusamen die ich vo» kürtze willen lass vnderwegen zu
schribenn aber weller den ganlzcn handel wil lesseu der Gill es jn der grossen cronneck so min
beren von zürich von den von bern kouft band luller gesebriben doch uül ganlz grecht.
Von dem so grossen zug den min heren von zürich mit andren eignossen jn dz
sumköw zugend vnd wz da gehandlol ward.
,Pag. 2*60.; Item vnd da sieb nun uil vnfrüntlicher Sachen zu beden sitten machlcnd vnd uer-
luffend begäbe ess sich uff den fünfzeebenden tag des meyen dz der hersebaft von Ostrich aber gan
*) Vitt» Nachricht von dem Bruder CUa» Ut vo» Verf. tpäier »ufgenonimca worden und loblt In dar Copie.
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mil hassen vor die slat kamend vod scblngend jnneo jr reben all uss dem grund ass Tod zurwurgtend
die dessgtichen mattend sy jnnen dz Lora ab vod uerwüstend dennen von milhusseo alles dz sy vor
der slal ballend vnd rüflend aber gar uil sebantlicber vnd lästerlicher wurtt zu jnnen binjn gan mil-
bussen, also sebribend die von milhusseo dennen von Lern vnd sollonlor rvnva bilf vnd ralt nach
usswissung jren pttnden sag.
' ( Vorstellung des Auszugs.)
(Pag. 261.) Da nnn disse Sachen die berner vnd sollonlur friburg jm öcbliand vnd bicll ver-
namend. namend sy von standen an vs vnd zagend mil grosser macht binjn übren bowenstein vnd
sebribend allen handei gan Zürich vnd jn andre ortler der eignoschaft die oueb vnuerzogenlichen
vssnamend jn allen jren landen vnd namend min heren von Zürich uss fünffzechen hundurt man vnd
gaben! dennen zu oh rosten boplman her beinrich schwend ritler also kamend min beren von ziiricb
vnd die von schwitz zesamen vnd zugend an eim huffen so zugend die von lutzern ure vndcrwalden
zug vud glarus oueb an eim buffen mil ein andren also kamend sy am Ictzslcn uff aller wittc am
ochssenfcld zusammen vnd zugend min heren mil den von schwitz anlein, vnd, e, sy zu andren
eignossen kamend da sachend sy dz gut wigerbuss pfastatz vnd besalzlend das demnach zugend
sy fürer null will vnd kamend an dz schloss schweighussen vnd meintend dz vom stefrieb
(stegreif ze erstürmen also Iribend sy dz lang vnd mochlend dz nttl gewännen vnd mosl man gantz
ilarvon lassen also verlurend min heren von Zürich vnd die von swilz xvj man die erschossen wurdend
vnd slurbend demnach zwen wund man ouch also morndess wurdent min heren vud die von schwitz
zu rat dz buss aber zu stürmen aber da sy an dz buss schweighussen lullend da fundenl sy das
huss offen vnd wz niemmen mer darin vnd warend bin der nacht alle darvon kommen also branlend
sy schweighussen vnd pfastatz vnd zugend da uff dz ocbsenfeld.
Wie min heren von Zürich ulT mentag vor sant johans bapstista jm Liviij jar mil
andren eignossen jn dz elscs zugend mit xv* mannen jm U68 vnn wie sy dz sloss
sweighussen slurmptend.
I';ig. 262.' (Vorstellung: Die auf dem Ochsenfeld verstümmelten Eidgenossen.
Vnd also kamend min beren von zürieb vnd vnsre eignossen von switz uff dem ochsseoueJd zu
vnssren eignossen von lulzern vre vuderwaiden zug vnd glarus dessglichen zu den von saolgaJIen vnd
appenzell ouch uf wittern feld zusamen vnd wüste niemen von den von bern sollentor friburg noch
biel gantz nütz vnd machlend ein Ordnung vnd zugend also mil einandren fürcr binab vnd da sy
also zücbend so körnend die von bern friburg sollenlur vnd biel mil jrem folck vndco über dz
ocbsenueld binuff zücben vnd wüste kein parly von der andren gantz nütz vnd sach jelliche partyg
(Pag. 263.; die andren an für jre figind also wurden! von beden buffen lüt ussgeoomen die rillend
einaudren zu besäcben also wurdend sy sich ein andren erkenn vnd rillend da zu beden hoffen vnd
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seittend jren beren dis»e Sachen vnd da sy dud zusameu kamend zugen sy uff alle wilte wie opslai
uff dz ochseofeld vnd eopfieDgead gar frünllicbeo ein andren nach brüderlichen triiwen vud kamend
da alle zeieben der ganUen eignoscbafl zusamen, also ward man zu rat Tür tan zu züchen ?od ge-
wunnend jnnen die forslat an niit den jn louff sy gewunnend oueb die höllzin slal vnd menyg gutl
scbloss als pfaslalz schweigbussen vnd verbrämend gar uil schöner gutter dürffer also zugend sy mit
einandren wider uff dz ocbscnfeld vnd namend da fruutlichen von ein andren vrlob vnd zog jeder-
man wider hein jn sin land mit grossem lob vnd eren') vnd wz jn dissem zug der Crom fest rittcr
her jobanss waldmao der spiessen hoptman der sich vor dem sloss lansren erlichen biellz.
Als man für waltzhott zuch beschach anno domj m.cccc.txviij jar am xxvj lag häw-
manolz merck fürer wie es ergieng.
(Pag. 264.) (Die Betagerung ton Waldshut.)
Item vnd als denn min heren von gemeinen eignossen wider heim vom eise* komen warend da
wurden! demnach tag geselzct vnn ward von jnnen geraltschlagctl dennen von schoffhusen lütt jn jr
stat zum zusatz schicken, die denn vnsren vinden zu einner gegenwer da ju schoffhusen ligen söllind
als deo dass ouch besebaeb, vnd wurden also von allen örttren Ittt ann anlcin von bern mgenomen
vnd dahin gesant die den gar vi! manlicber vnd redlicher sacbend lallend. Itcin es ward ouch fürer
geratten vnd angesächen dz man für die statt (Png. 265.,' waltzhul zücben soll vnd die belegren vnd
also aber jnn dem uorgenanllen jar als man zall von der geburt xpi m.cccc.Lxviij am xxvj lag des
manolz höwmanot zugend min heren von Zürich mit jrem höplman eberhart ollikon mit xv* man
vnd fiirtteud mit jnnen ze schiff der grossen büebsen einne, vnd namend also da zu wallzhutt dass
erste lagcr jn, demnach kamend ouch alle andren eignossen vnd zugewanlten mit gantzer macht vnd
scblugend also ouch jr leger für waltzhull vnd schätz man sy wol für ivm« (tsooo) man, also beleiltc
man die stat zu ring vm vnd fienge man an Schüssen mit der von zürieb vnd oueb der von bero
grossen büchsen die zwen gar gross schwer stein sebussend, vnd Iribend dz wol uff dry gantzer wuchen
vnd ward gross gut darjnn geschossen, man warff ouch der boller buch ,;en ann vnderlass hinjn, vnd
Hess man nütz vnderwegen wz zu »ömlicben sacheu diennen solt ") vnd wz jn mincr heren von
Zürich zug der spiessen höplman berr johans waldmao ritter der sich manlichen vnd erlichen hielt.
Item vnd als man uor waltzhul der stat lag mit aller eignossen zeichen, wurden! die vnsren vff
ein lag uff die fütlre züchen und wellen füllren zu ross vnd fuss begab sich dz sy dz sy gesachend
ein gross rocrcklicb her dz sy nun wol mercken kondent dz es nüt fründ besunder figind warend
disse gesellen so den uff der fülre wareud gewessen , seittend nun jren heren gemeinen eignossen,
wz sy gesächen bellend also wurden die bopllüt zu rat sich vm die sach ze vnderreden demnach
liess der höplman von Zürich als ein obrester [Pag. 266.) houplman aller eignossen boupllot vnder
sin zeit biettend, demnach kamend alle hoptlüi vnder dess obresicn böplmans von zürich gezell, also
*) Die XarhricM voo Waldmann Ul «on dem Aalur ipiler beigerückt worden aod nicht in der Copie.
"> Aach die*« Nachricht *oo Waldmaoa iit *oo dem Autor •piler beigeruckl worden und Bichl in der Copie.
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ward man von sachen reden vnd wurdeol am letzslen Ittl darzu geben die sach ze erkennen wz folck
«ich zu jnnen so nach gelegrett hellend abo brachlend dieselben kunüul so den von gemeinnen böpl-
lätten der eignossscbafft darzu geben warend, gewüssüch dz es bechemer (B«hm«D) wereud die legend
da jn keinner andren meinung', den wen die eignossen die stal wallzbnl stürmen wellind, so söltend
sy ouch hinnen an die eignossen lüchen vnd werend noch mer grosser hilff vnd folekes warlten, vnd
vlT sümlicbes wurdeul aber die houpllQt vor wallzhul zu rat, vnd liessend den houptlüllcu zusamen
sombren nach jr gewonheitten die kamend aber vnder dess houplmanss von Zürich gczell vnd vnder~
rettend sich mit einandren der sacben also nach langem wurdend sy all cinss disse sachen jren huren
vnd obren ouch zu schriben als den dz ouch angendes beschach jn alle örller.
Vnd diewill min berren von Zürich mit andren vnsren eignossen vor waltzhut lagen verbran
der heim uff den barffüsrn zürich vff . . . . *)
Item da nun dissc sachen geschriben wurden jn alle örttcr zürich bern lulzern cel. ward von
denn die daheitnen warend angeseeben junen mer lütten zu guller gwarsame zu schicken also namend
min bereu nach ij lussind man uss vnd schickt man die oueb vir wallzkutl, dessglichen schicktend
andre eignossen den jren ouch mer lullen da mit gar ein grosser züg von eignossen bin ein
andren lag.
[Pag. 2C7. 1 , Item vud da nun sich nun die eignossen vor waltzhut wol voini dz halb gesterckt
haltend, ratscblagtend sy aber meogcrleig wie sy die sacbeu zu handen nemen wölllind etliche riedend
man solle den nächsten an den beeb einsehen züg ziechen vnd mit jnnen stritten , so riettend jren uil
man solle lüt vssnemen zum stürm an die slatt vnd sy mit stürm erobren vnd also ward tnengcrlcig
geratlschlagot den ein teil woll stürmen der ander nttt vnd wer mencklich gern nein gesin, vnd
wertte diss wol uff sechs ganlzer wueben vnd wurdend je bin der wil gelouff vnd uffroren vnd
schoss man stäu jn die stat ann vnderlass, aber die fromen erbren lüt so den von bertzog Sigmunds
wegen da jnnen lagend vnn ouch die burger hieltend sieb fast ritterlich vnd manlicb sy werend von
edlen oder vnedlcn, dauon wol uil von jnnen wer ze schriben dz ich ab durch der kürtze willen
gaulz lass vngeschriben.
Item vnd ab den optstat wie gemeinger eignossen knäefat wurdent gelegt gan schoffbusou jn
zusau begäbe sich gar dickt dz sy mit dennen von seboffhusen vsszugend uff den scbwarlzwald vnd
da vm vff die füttre vnd
{Pag. 368.) Wie die letze am scbwarlzwald bin wallkilcb von eignossen erobret und
gewunnen ward.
(Vorstellung des angezeigten Vorfalls.)
da zu zitlen der herschafl lullen gar uil zu leid lallend css were mit röben brennen vnd andren
krieckschen sachen vnn also begäbe ess sich uff ein zill in den sechs wuclien diewil man vor waltz-
hut lag dz der obrisl hoplman felix kcller von Zürich mit andren houplüllcu so den jn der slal zu
*) Da* Dalum i»l nicht »u»ge»etit , die N»rbricbt «on» Verr»»»er »fi»ter aufgenommen, nach der Verfertigung
der Copie.
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schoffhussen lagetid von eignossen ein zug anschlug zu lun uff den scbwarlzwald an die starckrn
letze, vnd die mit dem stürm zu gewunncn. also gcßellc es jnnen allen wol vnd zugend us» von
schoffhussen den nächsten gegen der letze zu fuss vnd ze ross, vnd sobald sy dahin kantend zugend
sj von standen an die lelze vnd fiengend «y an ze stürmmen mit slarckem angriff vnd gab innen der
almecblig goll gelfickt vnd sig dz sy die herschaft überwunden vnd die lelze gewunnend vnd ersta-
chend da gar uil puren vnd fiengend jren etliche purco vnd pranlzschallend den apt von sanl blässic
vm iijm guldin vnd zugend da wider gan seboffbusen.
(Pag. 269.) Hie seit diss buch wie der durchlüchtig vnd hocherboren fürst vnn
berre her ludwig pfaltzgranffe bin rin aber sin treffenlich hotten mit sampt andren
ratzbotten gan wallzhut jn dass feld sant vnd da ein riebtung gemacht ward.
Demnach vnd also die lelze gewunnen ward am swartzwald wie optslal da schickt aber der
durchlüchtig hocherbornner fürst vnd berre her Indwig pfaltzgranffc bin rin sin treffenlich ralzbotlen
mit sampt andren hotten ouch die den von fursten vnd heren gesandt wurdent zu den eignossen jn
dz feld für wallzhut die Sachen zu richten sy werend von basel oder von andren ortlen als sy den
hie nach von samen eigentlichen jn gesebrift linden wirst vnd ward discr frid also gemacht.
Die bericht so vor wallzhut gemacht ward zwüschend hertzog Sigmund und ge-
meinen eignossen *).
Wir Sigmund von gottes genaden hertzog zu Ostrich ze stir zu kernten zu kein granffe zu tirol
uff einem und wir nach benemptenn burgermeisler schullhes laulamen burger unn lantlül gemeinlich
disse nach benemplen sielten und lendren, Zürich, bern. Inizern. urc. switz, unn underwaldeo nid und
ob dem kerudwald, zug mit sampt dem usren ampt so zu jnnen gehört!, glarus solontur friburg jn
öcbtlande sanl gallen und appenzelle uff dem andren teilte lunt kund mit dissem brieff als zwuscheod
unss beden partiigen und den unsren sieb elwz kriegs und zwiltrechtikeit crbepl band, anberürend
der von milbussen und schafhussen wegen und wir die von bern unn solonlur als helfer der von
milbussen, die ze unss verbunden mit andren eignossen jn dz elses und sungow gezogen, ouch wir
gemellen eignossen, alle von sielten und lendrenn (Pag. 270.1 als belfere und unser helfer und beifers
helfer der von schoffbusseo als hoptscebren zn uns verbunden sind vonn jren manung wegen uns für
die stat wallzhut gelegt ballend sacben halb als wir die eignossen meinen! die von milbussen Ober
etlicb übcrlrege geschedigel, den krieg an jnnen angefangen ouch die von schoffhussen und cuooral und
hanssen von fulach, durch her bilgerin von höwdorff vor unsrem gnädigen heren des römschen keisser
hoffgericblc von Sachen wegen dz dieselben cünrat unn banss von fulaebt dz sloss louffen jngenomeo
sy jn die anncht unn unbilicb erlang! hansen am slad, burgermeisler zu schoffhussen us fillingen
gefangen jnngeselzel und sy mit todscblegen und brand geschedigol bell, der unsers gnedigen heren
hertzog Sigmunds rall und amptman als sy meinen! gewessen were, dar wider wir jetz genanller
•I Vife T*«b«4i To». IX p. «90 iq.
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herlzog Sigmund meineot dz die von milhusseo, die nnsren über söllichen gemelten bestand des» erslen
wider alle billikeit, mit brand onn verderbnng an lütten und gült bescbädigol hettind uon bilgry von
böwdorff uff die zit sins fürnrmens unser ratt die vor noch amplman not gewessen were und unss
nütt ze versprechen stünde, ouch die gclhat durch jnn an bansen an stad, begangen usss Ailingen
nüt were besebächen, desshalb die genanllcn von milhusseo schaOhussen und cignossen sömlich jr
füroeroen wider uuss und die nnsren unbillich getan bettend dz wir zu beder silte, durch dess hoch-
geborenen fürslen und heren bertzog ludwigen pfaltzgrafT bin rin, herlzog jn beigren und dess edlen
vesten her limen ritler. heinrich von rechborg boffmeister, dess erwirdigen heren johansen bischoff
zu basscl , rallc bansen von körnigen vogt zu goldenvels wunewald heidelbcck . canlzler des wol ge-
hornnen heren rudolff margraffen von bochbergs, uud graffe zu nüwenburg, lanlvogt, hansen von
flachslandcn rill er . der erwirdigen heren unsers capilels dess slifles zu basek, bolscbaft her hansen
wernheren von flachslanden ihümbropsl da selbs zu bassel, der ersam wissen burgenmeister und ralt
zu bassel rallcsbotlcn rnprechten (Pag. 271.) haller heinrich issenly zunftmeislcrr uud hansen jrny
bürgere dasclbs , und der von nüreuberg ratzbollcn umin sömliche krieg und zwillrechtikeilt, gilllich
betragen und befridet sind, jn sinnlicher mase . das sömlicher fride, die zitl uss jn den fünfzeeben
järigen friden bestimpt weren und beslan sol.
Zum ersten artickel.
Item so sollend und wollend wir hertzog Sigmund die clag anfordrung uon ansprach, so bilgry
von höwdorlT der genempten sachen halb an die von sebofhussen , ouch cünrat uon hanssen von
lülacbt geheptl hall, dieselben von sebofhusen, ouch gegen bilgry von böwdorff ganlz abtragen und
claghaft machen und entheben, dz sy dess hinfür, von jm unbekümbret beliben sölend, und sy ouch
cünrat unn hanssen von fulach usscr der acht unn aberacht darinc er sy desshalb erlanget halt
schaffen gelassen werden, und die brieff darüber zc machen und die zu anlworltcn anne jr beder
costco und schaden ungevarlich verziechend, und sol sich ouch bilgre von böwdorff noch niemen von
sinnen wegen sölicher anebt und aberancht wider die von schoffbussen, und fulach, da zwuschead jn
keinnen sachen noch keins wegs behellen noch bruchen.
Der ander.
Item so seilend wir und wellend wir bansen am stad die Schätzung so jm bilgry von böwdorff
der genantteno (Pag. 272.J sachen halb abgenomen nämlich aebzechen buudurl rinscher guldin, hie
zw tischend sanl johanns bapplisten tag nächst künftig ussriebten nach lut eins brieffs so den derselbe
han&s am stad von unss darumm jnnc bat.
Zum dritten mall.
Ilem so sollend unn wellend wir opgnanter hertzog Sigmund unn die unsren, die von milhussen
bin jren frigheitten gerechlikeitten und altem harkomennem jarmerckten geworben und koüffen wie
sy denn dz von alter har geübt band lassen beliben, und die rüwenklichen lassen bruebenn, unn ob
sy uns alder wir sy dess costen uon Schadens halb, einen von dem andren beschäcbenn ansprächen
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out wellend erlassen, sei ein party der andren recht nmm recht le nemen und geben vor dem gr-
naulen margraff rudolff gerecht werden und wir herlzog »igmund noch unsaer ampllüt nütz verhielten
sölichen roerckl zu milhussen ze suchen.
Zum Gerden mall.
80 sollend und welend wir berlzog Sigmund getneinenn eignossen umm jren coslen unn schaden,
so sy söllichcr leger und sachen halb gehept meiunent haben, hie zwuschend dem genemptcn sant
johanss pabstisten tag nächst körnend zechen lussend rinschcr guldin bezallen , unn ob wir dz uff
denselben lag oder darvor nüt tätlind, so sollend die unsren von wallzhult. und die unsren uff dem
schwarlzwald wen sy von denselben eignossen, nach dem gcmellcn sant johansslag, gemanl werdent,
mit brieffen oder bollcn, jn einnem manol nächst nach derselben raannung künfflig jnnen jn allen
dingen unn mit allen sachen gehorsam und gewerlig sin, als sy uns ouch jelz sind (Pag. 273.1 das
sy also ze tünde geschworen sönd nach lut eins brieffs so wir dann denselben eignossen darumm jn
jr gewalt geben hand.
Ze dem fünften.
Item fürer so sollend und wellend wir optgnanler hertzog Sigmund durch bilff und fordern us
unser öchems herlzog ludwigs vorgcnanlt gegen unsrem beigen valter dem bapsl und unsrem gnädigen
heren dem römschon keisser abtragen dz die genanten eignossen unn die jren des fünffzechen järigen
friden halb, durch jr heillikeit und mevgenstat. ze halten geholten . ob dieselben eignossen ald die
jren darine jrs furnemens halb gegen uns ützit überfaren hellend, ouch des gebolz halb jnnen von
der keisserlichen mayenstat , von jren kriegen wider uns gefürt , ze stand , unn derfur vor der opl-
gemclten keisserlichen meyenslat jnnen gnfig zu thun damit und sy der vischgallen und andren
holten halb sönd unbekümbret beliben. ouch die von rolwil dess keisserlichen gebotg halb jnnen be-
sebäcben jn sömlichcr mase, dz sy und die jren desshalb unbekümbret unn unangclangt beliben
sollend.
Zum sächsten mall.
Item wz cintziger sielt oder sundren parsonnen uff bedenn leiden, jn wz stall oder wessens die
sind, ansprach unn zusprach zusamen habend, hand sych dess genanten hertzogs ludwigs rälle erfaren.
dz darselb herlzog ludwig hie zwuschend dz disse brieffs und der liechlmisss nächst künftig uns beden
partlyen einnen frünllichen lag an gelegen end setzen jren und der jren halb den verkünden, und
darzu wen [Pag. 274.) er erbitten mag sol er zu jm züchen und versuchen ob er sömlich fachen
alle oder eins teils gütlichen richten mög und wz also gütlichen ann recht oss gerieb und geeint
wirt daby sol es beliben, und ob etlliche pari je nüt jr sachen zu gütlichem tag komen weit, so sol
yederman dannen hin bin sionomm rechten beliben. als jelz uff dallum diss brieffs.
Zum VU.
Item ob aber sundrig psonen debeinnerleig krieg wider ein andren anfacheD weitend dieselben
sol kein teil wider den andren teil nül nff enthalten weder jn stellen noch slossen und besunder jn
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den gebielten not teilen noch beliben lauen nach lut und sag des* fünffzechen järigen friden uff
sömlicben läge sol oueb der genant hertzog ludwig versuchen ob er unss bede teils jn ein ewig
richtung oder verslentnüa bringen muge.
Zum vm.
Item wz dosier spithl oder gotzhüsscr jn der eignosrbafl gcmcvncn oder sundren landen gelegen
sind die zins nütz gült eigcnschaft gcricht unn grechlvkcill jn unsren landen und gebietten die sollend
ane jntrag jrung und bindernüs daby beliben.
Zum IX. mal.
Item dessglichen so sollend unn wellend wir obgenantter bertzog Sigmund dz som liebes von
gemeinnen eignossen unssren clöslren und spitalen von jnnen ungesumpt und uogejrt wie obstat! ouch
beliben ane jntrag jrung und bindernüs aller (Pag. 275.) jren zinsseo nützen güllen eigenschaften
gerichten und gereeblikeitten.
Zum X. mal.
Item unn wz Unwillens oder unfrünlzscbafl von dises kriegs wegen von jemenl gegen dem andren
jn gemein oder jn suiidcrhcilt gewessen ist der so) gantz ab sin, und sollend alle teillc und die jren
frünllich und gütlichen zesamen und uoder einandren wandlen ungehindert von mcncklichem.
Zum XI.
L'fT dz alles so sollend alle gefangnen so ulT beden leillcn jnn dissem krieg gefangen sind mit
«inner gewuolieben urfechl und zinilichem atzgcll , zu stund ledig gelassen werden und roub nüm
brand todscbleg und schlossbruch jn dissem krieg bcschecbcn gantz absin, und von keinnem teille
geaffrel noch geandet werden.
Zum XU, mal.
Somlicber frid und '«lies dz bie obgeschriben statt, wir bertzog Sigmund vor uns und alle unsser
erben und die zu unss gehörend und ze versprechenn stand bin unssren fürstlichen gnaden wirden
' und eren. und wir burgermeister schulthes lanlammen burger und lantlülle gemeinlich unn unner-
scbeidcnlich obgenant vor unss unud unsser erben und naebkomen, und für alle die unss zugehörend
oder (l'ag. 276.) die unss zu versprechen stand bin uussren eiden so denn unser iellichcr an sinnem
ortt sinnen obren gelban und geschworen hat. gelobend und versprechend ,wüssenlich und bedath-
teoklich jn kraft diss briefls uQrecht trülich und redlich ane alle jntrag arglisl und geverde unner-
brochcnlichen zu hallen und zu volziechen, und des zu warem und veslen Urkunde und ställer
Sicherheit!, so baud wir bcrlzog Sigmund unser jnsigclc an dissen brieff tbun hencken und wir
burgermeister schullhess lanlamen bürgere und gemein lantlülle zürich, bern, lulzero, ury. switz.
underwalden, zug, und glarus. habend unsser Stetten und lendren jnsigele für uns und unssre nacb-
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komen und ouch für unsrer belffer und helffers helfre, offenlicb an diasen brieff tbun benckcn der
zwen gelicb gescbribeo sind, und jetwedrcmm leide eioner beliben ist gescbecbeo ist beschrieben uff
samslag nach sant bartolomeus tag dcss beigen zwölff botlen do man zalt von der geburl unser»
heren ibu» xpi roccccLxviii jare.
Hie nach stat der brieff so herlzog Sigmund den eignossen gab vmm die \ tussend
guldin als von der obgmelten kriegen wegen da mir gangen warend").
(Pag. 277.] Wir Sigmund von gotles genaden bertzog zu Ostrich zu stir zu kernten und granfe
zu thirol cet. uff einem, tbund kund mit dissem brieff als wir den fürsichtigen wisen burgermeister
scholtbesscn und lanlamcn rätten burgren und lanllültcn namlicb ziirich bern lutzern zug urc switz
nnderwaldcn glarus schuldig sind und gclopl band, von dcss costens und Schadens wegen, so des»
kriegs halb jclz wider uns der von milbussen und seboffhusson wegen halb gefürt, ouch von des
lagers wegen vor unsser statt waltzbut meinent haben gehept, zechen tussend rinseber guldin biss uff
sant johansstag baplistc nächslkünftig zu bezallen, und unser lieben und getriiwen schulthcss und ralt
und gemeine zu walubult, ouch einig meister und gemeinde unsers swartzwaldc, von unsren anwaltcn
enpholchcns wegen gesworen band, ob wir oder unsscr erben die bezallung der zechen tussend guldin
uff dz opgemelt zille oder dar vor nül tättend, und daran sümig wurden!, wen den die obgenann
eignossen die unsren von waltzbut unn uff dem schwartzwalde manlc nach sant johans baplisten tag
nächst künftig mit brieffen oder mit botlen jnnen gehorsam ze sinde jn allen dingen und sacben ab
sy uns jelz sind dz sond sy tbun, und ist unser gutter wil dz sy das tbun sollend, und sollend
dennen hin so siebs solichs begeben wurd, jr eiden und gelüpten von unss gar und gentzlicb ledig
sin, und den gcmelten eignossen als obstat gehorsam sin alle geverd uss gescheiden und dess zu
warem und festem urkund hand wir obgenantter bertzog Sigmund unsser jnsigel an dissen brieff tun
hencken der geben ist uff samslag nach sant barltolomeus (Pag. 278.) des lieben zwolff botlen tag« jn
dem jare da man zalt von der geburl unsers heren xpi mccccLxvii jar.
Deo gratias.
Anno domi m.cccc'.xvij jar uff den beigen wiennacht nacht ward verslollen dz gelt jm kuuffhuss
vnder banssen grcbcl der dazumal husssebriber dess kouffhuss wz nämlich seit man von xv 1 ß etliche
von ijra vnd ellicbc vermeintend sin wer Gl mer, vnd wurden 61 fromer lült darum angcnooicn vnd
etliche bartl gcfoltret vnd ward doch nüt funden.
Anno domi m.cccc.Lxviij jar ward gemacht dz nttw buss mit den gädnen vor dem ralhus **)
darjnnen jclz die richtstuben ist.
1469 als ziirich jn gassen bran.
Anno domi m.cccc.Lxviij jar verbrunnend Zürich jn gassen da jelz dz büchssenhuss stai uff dess
helgen erütztag ze meyen xxiiij büsser vnd kamend fil fromer lütten von dem zürichse jn gerüslen
•) Vtde Ttchodi Tom. II. p. 691.
•') Der Niebüll ileht nicht in der Copie nod nt »on dem Autor ipiter belgotetn.
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schiffen vnd hulflfeod löschen, es komend ouch vnsser lieben vnd gnllen nachburen von brengarllen
uil zu ross gan Zürich mit gellen vnd roelcblreo vnd wollend ouch gelöscht haben, also da sy kantend
da halle man dz für susl erlöscht also kam uff den lag bin dem für vmm her heinricb scbwcnd
riller der ward mit einnem spambelladen uff sin hopl geworffeo von einnem der flöchnen wolt, vnd
geschach niil mit wussen noch willen (Pag. 279.) besundcr wz es demselben gar hertzlichen leid.
(Im Original die Abbildung eine* Cometen.)
Als dir von wirltenberg von baden gan zürrich kam ano domi 1471 jar.
Anno domi m<>.cccc°.Lxxj jar kam die von wirltenberg gan baden mit uil erlicher junfrowen vnd
andren lütten sy werend edel oder vncdcl vnd badet da wol bin vj ganlzer wuchen vnd schancktend
jr min hcrcii von zürich erheben jn dz bad demnach als sy ussgebadet bat kam sy gan zürieb am
einlisten tag dess andren berpslinanelz cet.
Vnd uff sanlt angnessen lag darnach jm jar 1472 ward mir gcrold edlibacb min bussfrow vrssel
roüsl jn brulwyss beimbracht vnd hat mit jr im einsidler hoff boebzil *}.
Anno domi m.cccc.Lxxij jar Berlzechcn lag vor vnd nach sanl anlhonycn lag sach man ein kom-
melten am hinimel stan glich einner rotten (Ruthe) jn der form wie da obnen gemallct ist , derselb
kommet stand alle zil gegen dem land bruguny vnd schätz man dz es ein zeichen sin soll, dass der
herlzog von brugun gestraft werden soll von eignossen als es demnach beschach, vnd darn(a)cb jm
ixxiij jar wass der beiss sumer vnd ward uil gutz wio. (Vide p. 171.)
Wie hertzog Sigmund von östrich dem herlzog karols von bniguni sin land versa ttz
die graffschaft pflrt mit sampt dem suncköw elsis vnd brisgöw vnd dem swartzwald
cet. beschach als man zalt m.cccc.i xxiij jar vnd ouch den fier sielten am rin nämlich
wallzhult seckinen löflenberg vnd rinvelden darzu.
(Pag. 280.) Item diss sacben stundend nun an biss jn dz jar als man ward zellen von der geburt
vnsers heren m.cccc.txxiij jar dz in den vorgenanten jaren als den die riebtung mit dem waltzbutler
krieg gar mengcrlcig verluffc vnd aber zwusebend dess berlzogen vnd ouch der eignossen lütten vil
gerett ward, vnd begond nun berlzog Sigmund besorgen dz uillich die sinnen aber elwz vnrow an-
fachen wurden! mit den eignossen dardurch sich aber krieg zwusebend jm vnd den eignossen wurdent
erbeben, so hatte er an allen sinnen edlen jm suncköw vnn elses wol uerstanden mengerleig vntrüw
vnd vnfrünlzscbaft . vnd vor söralithem der optgenant herlzog Sigmund zu rat ward den sinnen söm-
iiebe vntrüw so sy jm erzoüglend ouch den eignossen ein andren nachburen zu geben ward er sin
land dem hertzog karolo von brugunc versalzen vnd verpfenden nämlichen wz er bat nidwendig vnd
uhwendift bassel hie disset vnd ennent rinss mit dem swartzwalde vmm mi" (80000) rioseber guldin,
doch jm selbss ellich zil ein los&ung vorbehalten, mit geding dz der hertzog von bruguny die lantschaft
•) Vom Aolor «p«ter bdameut ond nicht la 6tt Copte beändllck.
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bin allen jreo rechten frigheitten vnd alten harkomen vnd gewonhcillen boliben lauen, vnd sy nüt
willer Irengcn solle, den »y bisshar gelrangeo werind, nacb lal jren aersebri bangen.
Wie der hertzog von brugun zu Iantuogl salz her petter von hagenbach.
(Pag. 281.) Item da uun der berlzog karols von brugune dz obgenant laiid also jn pfandswiss
an sieb koafl vnd zogen hat, da salzte der oplgnant hertzog von brugune einen iantuogl jn dz land
genant petter von hagenbach. derselbe von hagenbach vss dem suncköw geboren wz vnd aber jo
sinner jugenl durch mengerley sin bossheitt, vnn schal ck hei tl vss lübchem land verlriben wz, als dz er
jn dz land nüt mer torst komen denn da er lantoogt ward , sölichss nun dem adel swer wz . dz sy
cinnen sollichen schalckbaftigen verlribncn man zu einnem heren haben muslend, da er nun die lanl-
uogly besas nam er jm seibs vir vil mulwillens jn dem lanl ze Iriben, als er dann formals ouch getban
halt sunder roüste man jm dick vnn uil helffcn reissen wider den küng von frankrich denn der
hertzog von brugun dessmalss syn figit wz darzu so nam er mengem biderman sin wib vnd kind vnd
wuo er ein büpsche frowen oder junfffrowen wüst, so must man jm die lassen vnd helfen dz sy jm
wurde, es were den frunden lieb oder leid vnd wolt dess oflenlichen berümbl sin, er liess ouch mengem
biderman sin houpt durch sin eigen mutwillen ane gericht vnd recht abschlachen , er leitt ouch ein
Schätzung vff win korn fleisch vnd alles dz so man glebcn soll, er treib ouch sust sin hochmul wider
Kirsten heren stet vnd lender jm torft ein fürst nütz tun vmm sins mechtigen heren willen, er wolt
vmm kein gericht noch recht ganlz nülzit geben, weder vmm geischlich noch welllich lulle, denn er
naiupl sich selber bapsl keisser künig bischoff hertzog granff ein her aller heren vnd lept als ein wetrich
gewallcnklich nacb allem sinem willen und geuallen vnd bracht allen adel vnd die stel darzu das sy
jtn gehorsamer vnd vnderleniger sin mustend denn sy jrem [Pag. 282.) rechten naltürlichem heren
dem hertzog von Ostrich getan hallend.
Wie vnsser wattlül mit ander eignossen watlütten ufi" dem rin wurden gefangen.
Vnd als nun der uorgenant Iantuogl niemen nütz gutz ihun well als den da for stal dz gestund
nun biss uff dz jar als man zalt von gölte« gcburl m°.ccccLxxnj jar begäbe ess sich dz der eignossen
watllut wollend faren gan franckfurt jn die mess vnd furend uss uff sanstag nach mitteruasten jnn
dem obgenanllcn jare vnd da sy nun also jn des optgenantlen Iantuogl land kamend wurdenl sy von
sinnen anwalten uffgefaept vnd nidergeworffen vff dem rin, vnd demnach mit dem jren gan schüttren
gefürt vnd von jnnen dz jren genomen vnd von dess Iantuogl anwalten vasl berlt vnd schnöd
gehalten.
Disse sachen vernamend nun die von Strasburg wie der eignossen waltlüt sy werend von Zürich
oder von bern vnd von wellicbem ort vnd enden sy den v$ der eignoscbafl bürtig oder s&ahaftig
[ Vorstellung dieses Vorfalls.)
[Pag. -283.) Als die von Strasburg für schutren zugen.
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warend, werend vomm lantuogt vff dem rin uffgehept vnd gan schutzrea uff dz scbloss gefürlt, also
wurdenl die von bassel zu rat vnd zugend für schnüren mit jr stat panner vnd mit jren grossen
buchssen vnd gewunnend dzselbe schloss vnd erlosstcnd die geflangnen wattlül. an alle engellnus, dem
nach zagend sy fär hochen geroldsex vnd gewunnend dz ouch den dcrselbig bor ouch bin dissen
dingen gewessen wass.
Vom heissen sumer 1473 *}.
In dissom jar ward ein furbunder gntlcr win vnd naaipt man dzselb jar den beissen Summer
vnd ragnel jn xij wachen nie nütz (vide Pag. 168).
Vff weliche zitt küng ludwig von franckrich ein ewige verslentnis vnd pünttni* mil
vnss vnd vnssrenn eignossen gemacht hat darum er ouch sin lehenlang alle jar den
eignossen xxm francken gab.
Item demnach vnd sich mengerleig frömder Sachen erhabend mit dem lantuogt vnd mit andren
stehen der ich hie den zechenden teil not schriben mag begab sich dz vnsscr aller gnädigoster her
der küng von! franckrich an gemein eignosen Hess werden (werben) vmm ein ewige bünitnus die
also bestet vnn versiglot ward mit galten brieflen jtem wen er die eignossen weite mannen vmm
bilff so sollend sj jm hinjnschuken , vj™ ( oooo) man den er zam mancl (Monat) jetlicben v gl zu
sold gen wölt, vnn soll sömlicher sold angan uff den tag vnd man von stat zag vnd als lang man uss
were so sott derselb soM weren vnd ob sy mer denn ein manet vss werend so söltend sy vomm andren
manot ooeb follcn sold hm ab wol ab von ersten sy werend (Pag. 284.) joch lang oder curtz uss
vnd das solle abo mit den vj mannen bestan sin leben lang vnd vmm sinnliche fruntzschaft weite er
gen gemeinen eignossen den acht örttren alle jar sin leben lang XX™ (ioooo) francken vnd soll als<i
weder sin küncklieb gnad noch wir die eignossen lütt wider den andren teill lassen louffen vnd ward
diäter frid vnd bünttnis gemacht off maric actum deeima , nach osswisuog der vcrsiglolen brieffen so
der küng vnd die eignossen gegen emandren jnhabend diss lulterr usswissend vnd sagen den vilich
hie geschriben stat, vnd beschacb dz off den lag wie opstat ano domi mOccccLxxiiij jarc vnd wass
diss die ersle aereinuog so die eignosen mit keim küng von franckrich uor je gemacht habend.
Als unsser her der keisser gan bassel kam.
Ano domj m°cccc<>Lxxiiij jar kam gan bassel uff sanl jacobstag vnsscr hör der romseb keisser und
leistet da ein tag vnd kam grosse weit dabin von furslen vnd bereu da kam ouch bin bertzog Sigmund
selbs vnd gemeinner eignossen holten also uff denselben tag kam der lanluogt her pelter von bagen-
bach ouch mit gar uil pferden alle jn einner farw vod wz aber da gar uil slnltzkeil ussriebten *").
•) Vom Aulor tpiter beigesetzt und nirhl in der Cople befindlich.
") Später vom Autor hinzugesetzt and nicht in der Copie befindlich.
•••) Der Betoatz wunle vom Autor rner.t unrichtig hieher gewtit.
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Ais der hertzog von broguny für die stat nüs zog cet. ano domi 1474 jar.
\Pag. 285.1 llem uff sant johans baptista ano domi m.cccc°Lxxiüj jar zog der herlzog voo
brogune für die slat nüss vnd lag daruor jar vnd tag. vnd mocbt »y nül gewännen also eriitlend
die von nüss gar gross notl vnd arbeit als den dzselb cigenlicben gesebriben »tat jn der von nüss
er o neck von dem anfand biss an dz ende.
Item wie die von waltzliut loufTenburg rinfelden secken ein höptman maebtend wider
den lantuogt vnd jm nüt mer gehorsam sin woltend.
Vnd als nun der uorgenant lantuogt nun sin hochmut vnd gar scbanllicb leben gulle zit nämlich
bin fünft" jaren gegen gemeiner lantzschaft ouch andren fürsten vnd bereu stet graffen frigen ritlren
vnd knechten gebracht ball, vnd davon nit abstan wolt ward sömliches dem herlzog von brugun zum
dickren mal geklagt, der alwegen antworrllet er teile den verfluchten tuschen recht, vnd je mer er
inutwillens mit jnn verbrächte je lieber er jm sin müste vnd sy müslend jn noch dann für jreo
heren haben, diss sach nun dem ganlzen laod swer was« vnd vnderstundenl sich etliche stet sich
sin ze erweren vnd abzewerffen vnn jn nüt mer zu jn zu lassen noch für einnen heren ze haben
vnd besunder die von bassel kolmer vnd schlctzstat warend jm -uss der pünden Ggind vnd die tier
atel wallzbut loufTenburg rinfelden vnd seckinen machlend einnen hoplman vnd woltend jm nül mer
gehorsam sin dessgüch ander stat besunder so sollend die von friburg jm brissgöw uff ein oacbl
brisacb. als der lantuogt darjnn wz jngenoroen vnd jn gefangen haben die tor stündenl (Pag. 286. >
ouch offen dieselben nachl, mit etlicher der burgren wussen also uerjrtlend die von friburg. vnd
kamend jn der nachl nül tar, vnn mornendess ward sin der lantuogt jnnen vnd fleug die burger vnd
foltrel jr etliche zu tod. vnn torfl sy doch nüt alle lüden, den er enpfand widerstand, also dz er nüt
wol mer jm land rillen noch wandten torsl sunder er Hesse sich vasl zu brisaach finden sömlicher
handel nun dem herlzog von öslerich von den sinnen dick vnn uil geklagt ward, besunder so wz
derselbig lanluogl vff einmal hinweg geritten vor der geschieht zu brisacb obgemell , vnn da er kam
wollte er gan lann sin vnd da er nun dahin kam wolle man jn nül jnlassen.
Als der lantuogt etliche from liit jn tann liess enlhoptett.
(Vorstellung.,
(Pag. i87.) Demnach besamlot er die lanlscbafl vnd gab für er wolle reissen vnd ein zug thon.
von da er die samlung also zusamen braebl, zog er morgens vor tag frü für tann vnn begert dz man
jn jnnlicsse, dz well man nun nüt thun er welle sy dann jrs libs vnd gulz trösten dess Irosle er sy,
da er jnnen nun sömliches zu ballenn zugeseitt hall, da liessend sy jn hinin, von stunden an liess er
die burger alle fachen vnd binden vnd meint sy alle zu enlboplen, vnd da er also fünff oder sich*
liess enköpffen da wollend die lantsässcn die den von edlem vnn vnedlcm zu tann bin jm warend
sömliches muH willens von jm nütt liden vnd biesse man die andren alle gaoti ledig vnn frig lassen.
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vnd namend die also mit gcwall dem lantuogl doch forstend sy jm dennoch nülzil ihun. die wil
nun die lanlscbafl anders gehalten ward den sj aber verpfenl wi, ward der herlzog von Ostrich
bewegt über sinne armen lütt widerumm losnng zu ihun dem brogunschen herlzog karols vnn leitt
also die lxxx" guldiu binder ein slat von baset vnd woll dem herlzog von brugun die nut folgen
lassen er welle jm den gerecht werden vmm 'den grossen niulwillen, so sin lanluogt der wötrich jm
land von sinnen wegen jm land begangen hall, dz er doch nül gclhan soll haben sömlicbes der
herlzog von brugun nüt ihun wolt.
Wie der gross pund gemacht ward zwuschend hertzog Sigmund von Ostrich vnn den
eignossen vnd dem hertzog von lutlringen vnd den Oer Stetten straspurg bassel kolmer
vnd schletzstat beschach ouch ano domi 1474 jar.
(Pag. 288.) Als nun die eignossen vnd ein berschaff lange zit vnd gar Gl jaren mit ein andren
jn grossem nid vnd hass vnd tödlichen kriegen gestanden warend , hat sich nieinen jn dio sacb woi
törffen legen, dardurch ein frid vnd sün gemacht wurd zwuschend beden obgemellen partven; wie
wol die obgemellen handlungen merklichem leid warend, wenn aber der almechlig gott alle ding
zum besten schicken Vnd ordnen kan, so ist durch sin gütliche verbengnus ein probst vor. munsler
jn ergüw gelegen, derselbe propst beden obgenannten partven vasl gebem vnd lieb gewessen, der&elbig
jn jm selb geibacbi bat, wie nutz vnd gult ein ewiger frid zwuschend den beden partven were, vnd
dadurch uil grosses Übels vermillen beliben inochl, vnd also von jm selbs rngebetten ouch ane Leder
teil wussen unn willen, dess ersten zu dryen gewalligen von eignossen geritten jn geheime mit jnnen
gerett, vnd allerleig erzell, mit begerunge jm darjnn zereden vergönnen wollend, aöliebes die dry
von eignossen gar schinpflieben bedücht, vnd jm weder verholten nach zu reden nül erlouptend
nach verhüttend dessglichen reitt der vorgenant probst zun hertzog von Ostrich vnd erzalt jm wie
sin fürschlich gnad disse riebtung mit den eignossen ufinemen soll wie den opslat aber er ward von
jm oueb veracht, also reid derselbe probst demnach wider zum hertzog von öslricb vnd gerdt wo
er sieb sinner abgewunnen landen verzieeben vnd kein ansprach an sy zu haben, wolle er vndersian
ein ewigen friden zu machen, dz doch der herlzog hoch achlot, darwider der bropst meint dz nut
boeb zeachlen sye, dann sy möchlend jm nül mer wider werden, weder gerichl noch vtigericbl.
sander nach mef, dargu verlieren (Pag. 289.) vnd wenn er die eignossen zu friinden vnd belfcr helle,
so möcht er die sinen übrigen land behalten vnd uiiieht noch mer darzu gewünnen , söllicbem der
hertzog eigenlichen nachtacht, vnd demnach der probst wider zu den drjg obgemellen eignossen rein
vnn jnnen aber erzalt wie gut ein ewiger frid were besunder wen der bertzog von östrich den
eignossen die slat sloss land vnd lüt, so sy vnd jr fordren jm vnn sinnen vordren, abgewunnen vnn
jngenomen ledenklieben sebanckt vnn gebe, denn dardurch so möchtend Iii seien, so uilichl von jren
fordren pin littend erlöst werden, vnd zu ewiger frollde komen, als nun dieselben dry horttend disse
worlt rettend sy zu dem probst sy wellend die sacb wittcr an jre heren vnd obreu bringen vnd die
sacb betrachten also ward der bertzog Sigmund sich ouch beratten vnd trachten wie der bruguns
bertzig karls jm so grosse hilff zugeseitt bau wider alle eignossen , vnd aber daran gantz verlassen
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wz, vod vorn» söliches »o hat er »oinJicbe triiw angesechen vnd darjnne lassen reden vnd andere ouch
vnn dämm lag angesclz gan costcnlz, dcrsclb (ag zwurend durch zuthon des obgemellen lantuogtz
der ouch darzu kam zerschlagen, vnd doch zum drillen mao (mal) geralten vnd ward also ein ewiger
frid vnd püntniss gemacht jo der nächsten wueben vor dem helgen palmlag jo der uasten als mau
zall von cristus geburt in.cccc.Lxxiiij jar vnd darum so sollend vnss dio fier stet am rin schweren
vnscr der eignossen offen sloss sin zu ewigen zilten so dick vnd 61 wir jren notlurflig sin wurden
nämlich waltzhult louffenburg rinfclden vnd seckinen (Pag. 290.) und siud ouch begriffen jn dissetu
pund x jar der herlzog von lutlringen der biseboff von ein stat von Strasburg der biseboff vnd ein
slat von base) kolmer vnd sleUstatt mümpelgart vnd ellicbe lantsässeo.
Als hertzog Sigmund gan zürieb kam vnd demnach gan einsidlen für vnd uil der
retten mit jm.
(Einritt des Herzog» in Zürich.)
VIT dem stillen fritlag jm obgenanllen 1474 jar kam bertzog Sigmund nach dem vnd der ewig
frid zu costcnlz gemacht vnd bestät ward wie opstat gan Zürich ira vor dem ampt vnd horlt dz
loblich ampt zum frowenmünsler vnd nach dem ampt kamend min beren von (Pag. 29t.) Zürich vnd
enpliengend jnn jn cissidlerholT den er an dem end herbig hat mit izxx pferden gar wirdenklichen
vnd schon vnd schancktend jm gar erlichen vnn ordnolend jm alles dz zu so den er vnd die sinnen
nottürflig warend, also kamend mit jm gar uil edler vnd haltend alweg zwen edler nun ein kneebt
namlicb wz mit jm zürich margraff iarly ') von niderbaden ber markquart von Schellenberg , her
hiltbrant rasp her herman von gölzfclden vnd ander edler fil der ich nüt nennen kan vnd also beleih
er denselben fritlag etil ligen Zürich.
Item demnach für sin fürstlich gnad uff den beigen oslertag von Zürich uss den se uff zu vnsser
fronen gan cinssidlcn da ward er uff dem brüll von den von cinssidlen mit allem heitern , Heiiigibum)
gar loblich vnd schon cnpfangen vnd alle die sinnen, dessglicb min beren von Zürich die den vom
ralt darzu gesebiben wurdcot mit jm binjn zu faren ouch also lag er den beigen lag zu vnsser frowen
still vnd ward jm ouch erlichen von dennen von switz vnn von allen waldlütten geschenckt.
Item uff mentag darnach for sin fürstlich gnad wider von ciusidlen gan zürieb uff dem se da
kamend von (Pag. 292.) allen kilebhörinen vil lülten jn gerüslcn schiffen vnd vmmfurend den fürsten
vff dem zürichse je eins schiff dem andren nach vnd demnach so enpfiengend sy jn gar loblich vnd
schon daran er ein ganlze froüd vnd wolgefallen batt er schanckt ouch jetllichero schiff ij rinsch gl
als meng« jr warend also fürltend sy jn mil jnnen gan Zürich da bleib er über nacht vnd da morn-
nendess am zistag ward reid sin fürstlich gnad von zürieb gan winllerlur vnd mil jm vil; der burger
von zürieb die jm dz geteilt gabend also schancktend jm min beren wz er bin jnnen jnn der slat
zürieb verrzerlt hat bin einnem pfennig.
•) Der «p»ter bei«e*MiU T.utaano fabll in dar Coaie
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') Im obgemellen 1474 «Urb ber herman uon der breiiten landenberg bischoff zu coslenlz »od
wart granff otteo uoo sunenberg mit der mereren band erwell, der ander wz ber lockter ladwig von
fribarg pfarer zu echingen der uel (Uelj dem uon sunenberg dz biilumm an vnn gienge der stift
coste»(2) uü coalen uff doch bebub dz bislumm der uon (Unnenberg.
Item hie seilt nun diss buch wie der hagenbach der genant lantuogt zu brissach
gefangen ward merck hienach.
(Pag. 293.) In derselben vasten jm Lxxiiij jar uff den beigen karfriltag gieng bagenbacb der
lantuogt zu brisach am rio gelegen offenlicb mit sinnen Irumeler vnd pfiffren vnd zwang einneu
priesler, dz er jm ganlze mess ballen müsl, das doch wider Ordnung gemeiner krislcnlichen kilchen
wz, da er nun von der kileben kam, balt er gross vest mit pfiffen vnd warend uil «inner soldner jn
der statt, welscher vnd tütscher vnd sprach zu den lülscben, er weit vnderstan ein graben vmm die
«tat ic machen vnd müstent alle werckeu , wib vnd man jung vnd all, doch was sin meinung, wen
sy alle für die slat an dz werck dess grabens kommend, so welle er sy alle vor der stat bescbliessen
vnd die slat anlein mit den walcben allen puntgoossen vorzubehalten.
r
Hie ward hagenbach enthöptet.
(Vorstellung.)
(Pag. 294.) Sunder gebotl er uff den beigen oslertag den lutschen soJdneren jren barnyscb
abzelhun, vnn die gewer von jnnen zu legen, dass doch vormals nie besebeeben wz, vnn liess den
walchen jr gewer vnd barnisch tragen, söllichen polten die tütscheii alle gehorsam warend den
anlein einncr dess hoplmans gebrüder, der wolle dz über ein nül zu duon, vnd gab also nütz vmm
dess lantuoglz gebot vnd trug den hämisch vnd sinne gewer bin jm wie for, also nam jn der lant-
uogt ju gefengnus vnd trowte jm er welle jm sinne ougen usslechcn lassen, da gieng desssclbeu ge-
sellen gebrüder der hoplman, mit uil andren sinnen gesellen vir den lanluogl vnd fordrcl sinnen
brüder vnd begerlt gnad von jm, aber wie uil er jn ball half alles nütz der lantuogt woll jn nül
ledig lassen sunder jm sin ougen nsslecben also fiel der böplman jnn den lantuogt vnd wolt jn
erstochen haben , doch ward es vndertragen von dennen die den darby warend dz es uüt besebaeb
also fienge der böplman mit sinnen gesellen ,den lanluogl jn sinnem eignen buss vnd wurfent jn
die sligen nider vnd leidend jn jn einnen turn doch nül jn meinung dz er beliben oder sterben
müste, als bald aber, die von bassel vnd ander stel vornamend jn gefangen siu da fuorend sy gan
brisach vnd uerbultend jn zerecht , da müst er also beliben , darnach vff mentag vor des beigen
crützlag ze meyen ward ein gerieb l gemacht zu brisach von allen puotgnossen, vnd morgens frii für
geriebl gefürlt vnd mit recht verurteilt vnn demnach bin der nacht bin eionem seboub mit dem
•cbwertl sin houpl von sinnem lib geschlagen es kamend gar uil lullen vnd grosse well von uil
•i Dieie «pitar blaxagafrfl« Nachricht im alcbl ta **r Capto.
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stetlco vod lendren die jo wollend hören ze uerurleillen dz man sy schätz bin (Pag. 295.) viij oder
xm menschen nun were uil vnd lang zu melden vmm wz Sachen der lanluogt zum schwert verurtteilt
ward dz wurde nun zu lang den jr sin übel vnd wol lun ouch dauor wol uers landen band dz bie
null noiiurfl fordred clag vnd antworl zu schriben.
Wie hertzog Sigmund begertt an die eignossen ij t man jm zu schicken vnd vnder
dissen Sachen mit dennen widervmm alles sin land jnnam so jm der hertzog von
burguny ab verpfentt halt.
llem also da herlzog sigmand vernam wie dz der von hagenbach der lanluogt gefangen wz
worden, begert er an gemein eignossen, jm zu schicken ij c gewapnoler mannen, dz ward jm nun nüt
vernein, besonder gütlich verwilgot, denselben ij« manen der oplgenanl herlzog Sigmund gutlen soid
gab, vnd die kamend nun vnder denen dingen vnd der lanluogt jo gefängnus lag, zum hertzog von
Ostrich gan Bassel also gab er jnnen die ufTrüstnng vnd wolle jnnen rotte erülz ban angemacht dz
wollend der eignossen knecht nül gestallen vnd meintend es were jren allfordren gar fil vnd dick
mit den wissen krülzen (wol. cop.) gangen, also machte man jnnen wiss vnd roll strich vmm die ennel
zu einnem zeichen vnd zogend vnder minor beren vnd anderer eignossen fenlyn vnd nameod da also
dz land jn vnd schwuor die ganlz lanlzschafTl wider um dem oplgemellen herlzog von Ostrich vnd
besebach diss alles diewill der lanluogt jn gefengnis lag vnd bin leben was.
Dz buch seit als die brugunseben mit viij™ pferden gan altkilch vnn tamerkiieh kamend
vnd da uil vnfiir verbrachtend.
tPag. 296.) (VorüeUung.)
Item dry wuchen vor sant barltlymestag jn obgenanten Lxxiiij jare kamend die bruguner mit
viij m pferill gan tamerkiieh bin altkilch gelegen vnd wüstend alles dz jm dorff wz, vnd brantten
de kileben vnd dz dorff zum teilt, vnd schüttend dz heillig sacramenl vff dz erlrich, vnd besunder
verbranltend sv ein man vnd zwo frowen, jn dem kilchlurn, vnd wurffeud junge halbjarige kind vff
die boüm, vnd liessend sy also sterben vnd fürllend uil man vud wib mil uil kinden hinweg vnd
leiltend sy jn ein slettly genant sanlpulil jn eionen koller jn gefengnus.
Wie die von bassel v c man leiltend gan sattenriet den brugunren zu gegenwer*'.
,Pag. 297.) Item darnach jn demselben jare uff samslag vor barltlimes lag scbicklend die von
bassel v c man gan saltcnrielt, daselbs sy fünff wuchen zu lanlwer lagend, vud als die funff wueben
verscbinnenl zugend sy wider beim, vnd schichtend da wider s< man gan saltenriell. die belibeo da
her wuchen darzwuschen kamend die fygent eile (etwa) dick für sy geranll sy sumpleod sich aber
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oüliit, vnd det kein teil dem andren teill keynerleig Schadens, also nach den fier wocben zugend
sj ouch wider heim.
Als vnsser her der römsch keysser herlzog Sigmund vnn alle eignossen dess grossen
punds mant über den hertzog karotus von bruguny.
Inn dissen zillen also sich nun die sachen verluden hallend so den oplsal, wz der römsch kcisser
fridrich Ton Ostrich ouch zogen für nüs die statt wol mil Lxxx " Dianen den er alle fürslcn vnd heren
frigen granffen rilter vnd knächl gemant halt jm bilff zu schicken dessglichen halt er ouch gemanl alle
richslel die jm gar uil lütten geschickt haltend vnd meint also nüss die stat mil gewalt zu enschütten
rnd schlug also ein gross Wagenburg nach zu dess hertzog Ton brugun leger vnd lag da etwen Iii
zitt dz rocngerleig lustiger scharroützlen zu beden silten beschach vnd dz ich nun hie die maltery
kürlzre, so lasse ich nüss hie ganlz fallen vnd sag fürcr. da ward vnsscr her der keisser zu rall dz
er Hess schriben ein mondat vnd licss darjnne mannen (Pag. 298.) bin sinnen keisserlichen geholten
hertzog Sigmund von Ostrich die gemeinnen eignossen mit sampt allen punlgnosscn dess grossen punU
über den berl/og von brngune zu zücben vnn den an sinnen landen vnd lütten zu schadigen mit
roub brand dotlschleg vnd wz den sol zu söm lieben sachen gehören nach lutl vnd sag der oplgc-
nantten mondal die dann dz gar lultcr begriffen halt.
Als der gross pund dem hertzog von brugune jr absagung vnd figindschafl schicktend.
\ ff sömlirhe manung so den vnsscr her der römsch kcisser dem grossen pundl obcrtüUrhrn
landen geschickt ball vnd sy hoch vnd treffenlicben manl, rillend sy zusamen vnd ballend vmm söliebe
sachen rall, also ward man zu rat dem hertzog von brugune nüt zu schädigen weder an lull noch
an land sy bellend jm dann uor recht vnd redlichen jr absagung vnd Bgendschaft gelban, also liessend
sy gemeinlicb sebriben ein absagung vnd schicktend die bin einem allen herold vnd parlzifal genant
casper hurder zu dem hertzog von brugune, also derselb Hess nüt ab byss er dem brugunseben
hertzog jn sin eigen band den brieff geantworlell vnd jm mit mund die absagung ouch verkunlt
cel. *) vnn dass beschach vff den xx tag dess ersten berpstmanel jm obgemcllen jar jm Lxxiiij jar.
(Pag. 299.) Item vnd als die von bascl des ersten samslag gan saltenrielh kamend, samlenlend
sich am morgen uff dem suntag die puren vs pfirterampl jnn suncköw, vnd lallend einnen anslag, wie
sy gan blamund zieeben vnd jrc figinl berouben oder beschädigen wellend.
Wie die brugunschen iij bundurt puren \s pflrtlerampt zu tod slogend vnd den rob
errallend.
(Vonteilung dieses Vorfalls.)
Vnd also zugend sy desselben sunnenlag» ju der nacht hinweg mil drübundurt knechten, vnd als
sy gan blamund kamend, binderseblugend sy ein grossen roub vechs. vnd als sy den zwo mil wegs
*) Diese Zeitbestimmung fehlt in der Copie, 4t »!• tpiter von den Aalor hioiuge(ugt wurde.
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getribeo haltend, dz vernameot die brugunschen vnd samlonlend sieb vnd jltend jnoeQ starck nach,
mit viijc manen zu ross Tnd fuss, vnd als sy zuseinen katnroeol, stallend sich die drühundnrt kneebt
zu wer, binder graben die (Pag. 300.) gaben jnn grossen forltel vnd hilff, aber sj wiebend von söllichem
jren forltel vnd zu gendjn dz will Tetd, vnd als sy sebiessen wollend die büebsen nQt lassen, rnn zur-
sprungend jrc arrobnast, vnn als sy sachend dz jnn jrc gewer nüt zn nutz komen mochicnd, da
6engend jr ellicb an zu fluchen , jr etliche blibend vnd warttend sich so bast sy nioebtend . es bat
aber dry nacht vnd dry lag an eioandren geregnot darumm die büchsen vnn armbrast nütz sollend,
also namend die brugunschen überhand, vnd crslachend vnd fiengend jren bin iij c manen, die übrigen
enlrunnend, doch so wurdend der brugunschen ouch uil erstochen, disser angriff besebach uff zinslag
nach dem obgeschribneu suntag als man zall m.ccccLxxiiij jar vnd wz der erst angriff vod die erst
niderlcgc, so von den brugunschen vnd den lülscben gelhan ward, die von pßrl lallend oueb disse
ding ann wissen ralt, ouch ane wüssen der von bassel so so (za) sattenrielt tagend denn wo die von
bassel disse ding gewust hctlend so hellend sy jnnen gehulffen, da mit vnd sy den brugunschen vff
dz mal mächtig) vnd slarck gnug gewessen werend.
Hie seilt diss buch von zug gan elligurt vnd wie dz belegret ward vnd demnach
gewunnen.
Pag. 301.) Item dtewil sich nun aber die obgemelten Sachen also vertuffend rillend gemein
puntgnossen zusamen vnd haltend vm die sachen ralt, wz jnnen herine zu tuon oder lassen wer
also wurden! sy ein ein faerszug ze ihun jn oberbruguny vnd dz ward demnach allen puntgnossen
verkünt vnd ruschl sich jederman uff die rciss anno domi 1474.
(Belagerung ton Ericourt.;
Also in demselben Lsxiiij jar vff aller seilen tag jm wintler zugend alle puntgnossen gemeinlich
Tür dz schloss elligurt (Pag. 302.) jn oberbrugun an der lanlschaffl öslrich gelegen vnd schlugend jr
lüger darfür mit fünfzechen lussig mannen, den von demselben sloss der lantschaft grosser schaden
besebach , vnd als nun min heren von zürich mit xve manen mit sampt allen cignossen vnd dem
ganlzen grossen pund bin dry ganllzer wuchen daruor gelegen warend, hat sich der graff von remund
mil andren granffen vnd lanlscsscn jn ober brngundge besamlot jn meinung dz schloss elligurtl zu
enscbüllcn, vnd zoch also gar nach biss an der lützschen loger mit xxx" manen zc ross vnd füsse
ane wüssen der lülschen, da sy nun zu dem leger kamend, vnd ersechen wurdent, machtend sy ze
beden sillen jr Ordnung , vnd leitend die cignossen mit sampt allen pundgnossen ein manlichen an-
griffe, aber die brugunschen fluchen zu stund, e. sy an cinandren kamend, vnd leitlend die puntgnossen
jnnen nider xv c man die sy der walcben erstachend, vnd jltlend jnnen gar nach bin zwo millen nach
biss jii die nacht, also beschach der puntgnossen keim nie kein leid den zwen die wurden ein wenig
wund, vnd besebach disser angriff vff sunlag vor sant marlislag zc inillcm tag darnach vff den drillen
lag begertlcnd die jm sloss dz man sy mit jr habe Hess abziechen, da« besebach vnd na in man dz
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slo*s jn. vnd beaalz das«, also demnach zog jedernian wider bein denn von grosser kelle oiemen jm
feld mocbt bcliben vod ward also uil gutz an den walchen gewunnen von bücbsen vnd wegen von
fenlinen vnd von barniacb vnd oucb an kleidren vnd barem gell die dann die so erstochen warend
hin jnnen hauend dz hinder jnnen fanden ward.
Vndcr miner herren von Zürich xug wz houptman felis keller vnd jm zugen von rat herr hanss
waldman vnd noch Tier zu jm von rällcn';.
(Pag. 303.) Item vmm das, dass selb sloss ellegurt vnd oucb niuuipeigarll ann brugund gelegen
warend. wurdenl sy bede uasl wol heselzl. den brugunscheo zu schaden dieselben von ellekurtt vnd
mümpelgarlt band oncb sidbar etlwen menig schloss gewunnen vnd den hru|(un*rhen vil schaden*
getban vnd jr nach vnd nach ob xv c oder ij'° erstochen.
Vnd was* du» die erste schlachl mitl dem brugunschen herlzog"
Wie man gransen vnn orbun vnd uil andre sletl vun sloss gewan jn nherhrugund.
Die Eidgennuen vor (iransun ; brennende ScM&urr. 1
Pag. 304., In dem jare als man «all von xpi geburl ni.cccc.i.xxv jar zugend etliche puntyiiosseri
nämlich bern bassel sollonlor vnd friburg jn ochlland jn oberhrugun gegen orbun mit vj~ mannen,
vnd gewunnend dz stetlj orben darjn ein gul sloss besetz wz mit uil gulter lullen, vnd da dz sletlvn
gewunnen ward, zunttend die uss dem sloss dz Stettin an. jn meinung dz ze uerbreiinen also «lurmpp-
lend sy ze stund an dz sloss vnd werde derselbe stürm ob her ganizer stunden . da wiebend die jm
sloss warend alle zusamen jn einen sinwallen turn, also kamend zwen von eignossen durch denselben
turn ze obrist in ein erckclin vff den turn, die wurfleud herab mit sieinnen vff die brugunschen, die
dann jn einnem vmgang deas turns warend. vnd ward also dz sloss vnd der turn gewunnen. vnd ein
burgunscher graff vnd darzu vil edler lütt, vnd sust etlich bin i.xxx Uber den tum hinvs in dass t'ur
geworffen darnach zog man fürcr vnd gewan gransen vnd aber elwen menig sloss vnd hallend kein
höptbücbsen vnd bracblend uff demselben zug vmm ob iiij r man vnd ward nul mer den ein lutscher
erworffen vor orbun dieselben stet vnd sloss schleilz vnd brant man vss vnd "' bin disser lall warend
ob v' man vnd mullwilliger knechten vss miner beren von Zürich Welten.
Item in dem optgenanlten jare nach sant margretlen lag zugend aber etliche puulguossen uamlich
einer herscbafl von Ostrich züge. ein bischotT vnd ein sUI von Strasburg, ein bischnlT vnd ein stal
•l Dieter H»i*er geichrieb«.«.- BeiMU da» Per.un«!« betreffend Ut m die l^w .uf« e0 uu»meti. doch ohne di. n«hrrr
HeUlmounc der t Uitralbe.
") Mehl in der Cople befindlich, d» e. euch upeler bei(e»elit wurd*
— ) Speier bet|re«elit.
VfT wen man für hlamunl zog vnd dz gewan roerckt hienach.
Pag. 305.) Belagerung vou Blnmnnl.}
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von bassel , mil oiuncni zuschub bin viij' manen .so die von bern sollonlur vnd friburg dennen von
bassel geschickt, vmra dz sy mit jnnen gan orbun vnn granson vnd ju dz selbe land zogen Warend,
vir dz sloss bin punlerlin vnd «udre orlt, vnd gewunend xij siel vnn sloss da soll man für blainunl
züchen, d/ »oll nan dess berlzog von Ostrich lanluogl nul thun, sunder mil sinnem volck in lull-
ringen demselben herlzog von lullringen [Pag. 306... zu hilflc komen. also woll sin fossvolck oül mit
jm vnn zugend kein, da zog er mil sinnem reissigen züg jn lullringen. vnd aber ein biseboff vnd ein
slat von slrassburg vnd bassel mil sampt den viij c manen von bern sollontur vnd friburg jn öchlland
mit iiij'" mannen für dz sloss blamunl, darvs dem land grosser schaden besebärhen was, als man nun
xiiij lag vor demselben sloss gelegen wz. vndcrslund man dz zu stürmen, als ouch besebach. da ver-
lurcnd die lutschen den stürm vnd kantend vmm x man die erschossen wurdenll vnd ward jren wol
vfT xl. mannen wund . darnach leitle man die hoptbuchsen an andre end für die stat derselben
warend iiij vnd schuss man an die muren vnd jn die statt , dz sy nüt mer jn der stall dorflend
wandlen, noch »Vir dz gesebülz buwen. da begerllend die brugunseben guad, dz man sy liess abzücben
mil jr hab, dz bescliach nun demnach besaitend sv die stall vnd scbloss nach jrem willen vnd zugend
demnach Purer vnd hin disser latt warend nun aber wol hin iiij' oder v c muttwilliger knechten von
minen bereu von Zürich «ehielt doch so haltend sy kein panner noch fenlv.
Wie; man für gramunnlt zoch vnd dz slurmpl vnd demnach sich dz sloss vallant
ulT^ah cot.
Pag. 307.J (Vorstellung des Sturms.)
Demnach zugend sy für gramunntl dz sloss vnd sturmptend dass wol hin dry ganlzer stunden
vnd gewunnend dass vud erseblugeud darjniieu oh e. mau vnd lurlor nie kein man von jnneu den
ein man der ward voiin (runden erslochen dz ander sloss ward ufTgenomen vnd zugend die brugunseben
darvss ane jr bah. also kamend aber vmm ulT demselben zug ob iiij r manen von brugunseben.
Von dem zug gan puntterlin vnd wie die lutschen knecht von den brugunschen belegt
wurdenl vnd die brugunseben so berttenklieb an sv sturmptend.
iPag. 308.) Vorstellung des Sturms.
Ilem darnach zugend xv c mulwilliger knacbl von allen eignossen gen puntterlin ist ein stal jn
hochem brugund gelegen, vnd lufTend den brugunseben dieselheu slat ah. am morgen frü vor tag
vnd wollend dz blundren, als sy ourh lallend, doch e dz beschacb wurdend sy von den hrugunschen
vinmlegrotl, dieselben mengen hertteu stürm daran lallend, dieselben slurm die lutsebeu all hebiellend,
vnd verlurend die brugunseben wol hin m fl manen. da sy nun sachend dz sy nutz schaffen moeb-
lend, zugend sy damit ab. demnach hlündrolend die lutschen vnd zugend ouch wider vs puntterlin.
den nächsten heim.
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U7
Pag. 309.; Als man zog gan gcnfl* vnd lossen gan remund vnd jn die watt vnd dz
land jnnam.
(Die Genfer bringen die SladttchlüsseL,
Auo domi rat'ccccOLxiv jar nach hcrpsl zugend min heren von /urich heran lulzern vry swilz
vnderwalden zug vnd glarus jn hochbrugund . vnd gcwuncnd remund slefus jmiyen vnd susl i»b »
Schlüssen vnd stellen, besunder schlugeud sy zu slcflis zu (od bin in iiianeti vnd susl jn denn andren
slossen bin v c vnd zugend darnach gan gcnfT da rittent jnnen dieselben vun genff engegen mit einem
geleitl vnd richtend sieb inil xxv"' k rönnen , suebtend demnach den paslbarllen von brugun ju dem
laud ;Pag. 310.: zu remund darumm sy denn vsszogen warend er »z aber gefloeben vnd hindern
niemeut. darnach branltend sy orbun vnd andre sloss so sy uormals gewunnen ballend, dann anlein
gransen behieltcnd sy and besatztend dz rail v« Dianen und zugend da wider nein dessmalss wz
jren ob \\" mannen cet. vnd wz her johanss waldman vnsser von Zürich hnptwan " .
. Item hie stand aller der stet vnd slossen namen so den von d«'n eignossen uewunnen
sind jn dissem krieg byshar.
Ilem zum ersten murtten slal von slow. Sani martlis sloss. Ryoly sloss. Cuderifle slal vnn
sloss. Heuerlingen slal. Slaflis stat vnn sloss. Iflcrdun slal vnn sloss. Dass heillig ertilz sloss.
Eccly stat vnn sloss. Cus« das sloss. Konll stat vnn sloss. l.amalhan sloss. Tschawan das* sloss. Lasserra
stat vnn sloss. Munersy dass sloss. Cossen«; dass sloss vnd slelly. Wullery das schloss. Sani bar-
llelomeus sloss. Morge dz sloss. Nusling dass sloss. Alleman dz sloss. Man dz uüw sloss. Morse
slal vnn sloss. Neuss slal vnn sloss. Sant sorgen sloss Roppel slal vnn sloss. Itayogy dz sloss.
Thescherling dz sloss. ßemund dz sloss. Milden stat vnn sloss. Ruw stat vnn sloss. Klwalluog
sloss. Rosscnung dz sloss. Tiscbatlee sloss. Warrtiw d2 sloss. Remund slal vnn sloss. Kwerde
dz sloss. Rani das schloss. Wiblingen sloss. Frling dz sloss. Salipier dass sloss. Graiickorl dz sloss.
Monluch dz sloss vnd stall. Puntlerlin stall. (Pag. 31t.) Granse slal vnn sloss. Klamund dz sloss.
Orben slal vnn sloss. Innien slal unn sloss. Klligurt slal vnn sloss. Lossen die stal. Vnd genff die slal.
Hie sagt diss buch von meDgerlein zügen die jn dissem brupunseben krieg sind beschäcben.
Ilem darzwuschend vor vnd nach sind die lülscben raulwilligen gesellen eiwan dickt vnd Kl bin
xvj mallen oder roer jn brugund acht oder zecheu elwan zwenlzig mil weg» binjn gezogen elwen mit
v c etwann mit m elwann mil iv" oder mit ij™ knäebten, vnn habend nach vnd nach haru» bracht ob
m honpl fechs vnd ob xv c oder ij" man erstochen vnd sind zum dickren mal angegrifleu worden
vnd doch nie nidergelegl, sonder zu allen mallen so habend sy eil wann uil erschlagen, sind oueb
eliwan dick in dem land vmmzogen x oder xv mill wegs dz jnnen nie kein widerstand getban ward,
da von hie ouch gar uil gesebriben möcht werden dz ich als dar der klirtze willen fallen las», vnd
habend stet vnd slosa abgelouflfeo vnd demnach gross gut barass gebracht.
•■: Spater beitsaMtitr aber aoeb in der Copie beftiMiliche Karhrlcbl tob WaMmaaa
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llem der herUog von lutlringen hat oucb desselben herpsl ein »lall genant bry jn lullringen
besetzt mil iij c knechten iPag. 312.1 von den eignossen vnd als der hcrlzog von bruguod von nus
haruff kam vnd nüs verlies kam er jn oberbrugun vnd nam dz ganlz land wider zu sinnen banden
vnd am furzucben zog er vir die genanten stat bry, vnd drosl die soldner alle jrs lebens, vnd als sy
getrost warend wollen sy hinweg gezogen sin, vnd da sy vss der statt zagend, jltend jnnen die
brugunschen nach, vnd biegsend sy jre gewer von junen legen, als bald sj dz tattend, da wurdent sy
>on brugunsebrn geffangen vnd dem nach all an die bom erhenckt.
Als die saflbnger jn Wallis nidergelegt wurdent.
f Vorstellung dieses Streitt ; in der Copie nicht.)
I'ag. 313. j In denselben zitlen als man zall von der geburt x.pi in.cccc.mv jar vfT luenlag
nach sanl ntartlistag habend sieh der bischoff von geuO vnd die saffoger wider abgeworlTeu von den
eignossen vnd sich demnach gesamte! mit gantzer macht vnd zusamen bracht ob im man zu ross
vnd fuss , vnn demnach zogen uff vnsre gntlen fründ vnd nachburen von Wallis vnd uff alle so bin
jnnen jui graweu pund warend, jn meinung etlich stell vnd schloss zu gewünen vnd besunder uff
den oplgcmelleu mentag habend sy geslürmpl ein stall frü vor tag, genanl sitlen, vnd als sy jn dem
stürm gewessen sind , habend sich die wallisser gesamte! mil inj™ manen , vnd sind au sy zogen jn
meinung sitlen die stall zu enschülten vnd beder sitt an eiuandren komen vnd sich jellichcr teil ge-
wert so best er mocht, jn dennen dingen habend vnssre fründ die wallisser müssen die fluchtt nemen,
vnder dem so sind von vnsren eignossen von bern vnd sollonlur biet zusamen komen iijm man vnd
sind dessselben obgenantlen mendtag den soffogeren nachzogen vnd sind jnnen vnssre fründ von
walliss mit der fluchl begegnet, also wurdent sy von stund alle wider gewenl vnd wellicbe sich nül
wollend lassen wenden die erstachend sy, also wurdent wol by iL walsseren von eignossen erstochen,
demnach so habend sich die eignossen vnd waiser besamlet vnd band die saffoger erst recht angriffen
vnd sy zu flucht bracht vnd sy gejagt vud nidergeleilt ob m» mannen darvoder wol iij c gutler edler
lütten gewessen isl. also ist uff dz mal dz land erretl vnd enschültel worden, darnach (Pag. 314.» jeder-
inan widervm heim zogen vnd ist der luischen mit vil vmmkomeu. doch vor dem gemclten mentag
am donslag darvor besebach ein scharmülzlen mil den soffoeren vnd den walliscren da blibeot zu
bedeu silten ob XL manen.
Von ellikurlter latt.
Item demselben nach sinl bin c vnd xx knechl ab dem scblots ellikurll jn krugun gezogen
jn meinung elwz robs ze bringen, vnd als sy in dz land mer denn fier mil wegs sind zogen, da
kämmend sy dess abint spalt an ein dorff ann all gferd. darin lagend nun bin if engelschen vnd broguo-
seben. also zugeud sy wider hinder sich vom dorff, vnd verhiellend sych die nacht bisa mornnendes«
fru da machlend sy ein Ordnung vnd luffend mit gemeinem sebreyg jn dz dorff vnd ersuchend darjnn
ob ec mannen der brugunscheo vnd eogelschen, vnd gewunnend da gar uil koschlicber reissiger pferden.
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vnd namend da einen groasen roub vnd bluodreutend dl dorff vod zugend da an allen schaden wider
hein, also sömücher sacbeo lallend die ju eilikurl tagend dick vnd vil cel.
Von der tatt zu mümpelgartten.
llem demnach vnlang kamend ij' brugunscber jn ein dorff nach gelegen bin mümpelgartten vnd
vermeinlend dz zu blündren. sinnliches den von mümpelgartten kunt getan ward, daselbs sich bin
lxx lütseber riller so darin zu lantwer lagend, die rillend binuss vnd machlend also zwey (Pag. 315.'
hulTen also reitl der ein huff zu den brugunschen vnd vmzüi-hte »y mit reilzen, biss sy die brugunschen
brachtend an dz orti, da sy jnnen am allerlücklicbcslen waren d vnd jren forltel wuslcnd, ad waottend
»ich die fordren gegen brugunschen vnd bliessend jn jr Iruntcl von stunden an greiff sy der ander
zug der den jn der hall stil lag by sitlz ouch an, vnd bracblend also die brugunschen zu flucht vnd
jouckteud sy zum merteill übren fclsen ab dz sy zu tod Gellend, vnd erstachen jren will, also blibend
jren lod ob ij c »ff der wallstall demnach zugeod die lutschen wider hein dz jrem keim nütz besebach.
vnd ist seilen vüj tag uerloffcn sy habend der sacben glich getan.
Wie der römsch keisser ein friden macht mit dem hertzog von brugunde vnd da
ussschloss den grossen pund der eignosebaft cel. dz doch vnbillichen wz.
Item vnd als nun berlzog karoluss von brugun jar vnd lag vor der stal nüss wz gelegen vnd
sy oüt erübren mochl ward ein frid gemacht zwuschend dem römschen keisser vnd dem optgenanten
lurslen. also dz alle fürstco vnd beren granffen frigen ritler vnd knecht alle slet sy werend dess riebs
oder nüt jn duuem friden bliben sollend . dann aulcin hertzog Sigmund der hertzog von lutlringen
die cignosseo straspurg basscl kolmer vud scblelzslat vnd welle den zum grossen bund gehortlind die
sollend da gantz nütz jm friden begriffeu sin, vnd also schloss sy der keisser vs von dissem friden
(Pag. 316.) dz doch wider alle billikeill wz, vnd wider gott dicwil vnd doch derselb keisser fridrieb
von östcrieb sy mit sinnen eignen tnissiffen vnd brieffen mant bin sinnen keisserlicben huldcn denn
herlzog von brugunde zc bekriegen wie den da vor statt also besebach disse beriebt uff sant volrichs
lag jm ixxv jar.
AU der brugunsch hertzog kam gan granssen vnd dz gewan vnd demnach die eignossen
erhanckt an böum vnd jren uil jm se lies» ertrencken.
(Vorstellung die$er That; in der Copie irrig die früher erzählte Schlacht in tt'attis:
( Pag. 317.} Ilom diss sacben »ich nun also uerluffend vor nüss dessglicben hie obnen jm laud
vnd jelz der bmgunsch hertzog mit dem keisser eins ward vnd der friden versicbroll ward, dz verzog
sich nun biss ja dz jare als man zelleu ward von der geburl xpi m.ccccLxxvj jar dz sich die
winlterzill versüess vod der glenlze harin gieog besamlel der optgeoaol bertzog von brugunde ein
grossen zug jn allen sinnen landen vnd zog demnach für dz sloss gransae dz den von den von bern
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mit v< mannen wol beseUt wz, vnd slug sin Wagenburg zwuschond dz sloss vnd den see vnd liess
die knecht vff dem sloss ermannen jm dz sloss wider zu sinnen banden ze geben , wele er sy libs
vnd leben sichren vud mil jren hab lassen abzüchen, oder wü er sy mit gewall überhöpte. müsteod
sy darumm alle sterben, diewil sv nun von keinner cnschültung noch biltTe ganlz nutz wüstend,
enscbassend sy des hertzogen vngnad, vnd besorgtcnd som liehen grossen gewall der vor jnnen lag.
dz jr heren die eiguossen der grossen macht nül widerslan möehtend, vnd gtouptend also dess herlzogen
gultcn worltcn vnd gabend sych also mit sinner trostung uff gnad vIF vnd antwurltend jm dz sloss
granssen jnn ion stunden an hat er lül vsszogen vnd darzu geordnet die also die V knachl von
eignossen liengcnd vnd hielte jnnen nül dz so er jnnen gelopl ball, sunder lies» er jren bin iij c man
erhencken vngebicbtel an nussböm vnd die übrigen ij 1 man liess er alle an iPag. 318.) ein seil bin
den vnd uff dem gransersc füren vnd sv alle über dz schiff uswerffen vnd lies sv also ermklicheo
erlrincken.
Von der slacht zu granssen.
1470 vir der «Uten fimachl. Urig.
{Vorstellung vor dem Angriff ; in der Copie die zum vorhergehenden (Jap. gehörige Vorstellung.)
In dis.scn dingen ballend sich die punlgnossen besamlot vnd gegen jm in dz feld gezogen vilicht
mit xx°' manen jn vnderslan anzugriffen vff der allen vasnach anbint, also sind die von switz vnd
der (Pag. 319.) von bern lütt mit jren panren ouch wol bin viij c röscher knachl von Zürich dz jr
aller ist gewessen xv« man vff denselben samstag morgens frü vir andere orltcr geruckt vnd wellen
ein rüwig leger zu suchen vnd darnach rall haben, wie der angriff bcschccben solle, dessglich der
bertzog von brugund mil aller sinner macht oueb ein ander leger suchen wolt, vnd kam allso den
eignossen on al geterd engegen, dz kein teil vom andren leill nütz wüst, da sy einandren nun sichtig
wurden! . habend die eignossen so den vnder den beden obgemellcn panren zugend angeschlagen den
angriff ze (bund . da wz es jnnen zu kurlz . doch so warend ander eignossen hinder jnnen mit allen
jren zeichnen doch ein gulten weg. also cnbullcnd $y hinder sich vrom hilff. sy mochlend aber nut
bin zitl kommen doch wz wol mugender gesellen warend vnd wol louffen mochlend kämmend zu jnnen
jn dem Gellend dieselben xv' man mil den zulouffenden knachten vff jre knüw vud rüftend gott an
vmm gnad, nach jrer allen gewonnenen, als dass die brugunschen sachend meinllend sv ay wellend
sich ergeben vnd ranllend gegen jnnen mitt vcrbenglcm zoum vnd schrüwend jr müssend alle sterben,
won üch hesebicht nül gnad inn sömlichem jnrennen ee die eignossen jr gebet verbracht band
sind sy uffgestanden vnd jrcr lanlzcn jnn den herd gesteckt vnd die brugunschen zum teil vffgehepl,
vnd jren vil erstochen . dardurch die brugunschen me denn ein hülfen gemacht hand vnd besonder
ein grosser mercklicher züg man sinen zug an einnem herg bin vnd meint (Pag. 320.1 damit die
eignossen vss jrem vortel zu triben vnd diewil sy sömlicher scharroützlen uil mil einandren triben
band sind alle puntgnossen ouch den borg mit gantzer macht tröstlichen kommen mit jren panren
dz habend nun die brugunschen wol mögen sächen vnd namend dazemal glich die flucht, also zugend
jn die eignossen nach so best vnd sy mochlend doch so bracblend sy nül uil vmm wan sy kein
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reissigen zug du( bin jonen hallend den die von bassel , also kämmend der brugunschen vmai v(F m°
mann vud der lülzscben bin drissigen vnder den brugunschen ist dol belibcn der her von zschct-
icgü der uormals gecworen bat er welle den eignossen nüt ze teil werden vnd darzu zwen
mochtig landaberen vnd vil adels, jn dem die andren eignossen ouch zu jnnen Ramend, vnd jagtend
den brugunschen nach vff ij grosse mil weg», durch jr eigen Wagenburg vnd als sy widerurob gekertt
hand , so habend sy dz sloss granssen wider jngenommen cel ') vnd demnach uil rillren geslagen
uamlichen von zürieb her beinrieb göldlin her hanss von landenberg her roll von bonstetten her
.siffril von griessen her harllman rürdorff her felis swartzmurer.
Wie die eignossen die jren so kläglichen fundent hangen an hörnen dardurch sy von
zorn bewegt wurden! dz sy uil der walchen zu granssen übern turn usswurflend.
(Pag. 3il.i (iHr Vorstellung dieser letzteren Thal, so wie des Ritterschlags, in der (opie die
Vorstellung zum vorhergehenden Capitel.)
Vnd darulT fuuden by xxx walchen funden derselben habend sy ein (eil erhenckt vnd der merteil
zu d<<tn sloss granssen über uss us dem turn uff den vclscu ze tod geworffen vnd da wurden der
eignossen knr-cht bewegt jn barmberlzigkeit vnd namcnl die iij* man von eignossen die den der
brugunscb herlzog hat lassen erbenden vud begrubend die das wcrl nun lang da fand der fatter sin
sun der sun sin ualter ein bruoder den andren vnd wz grosse klegl vnder dem folek den nüt daruff
slan Pag. 322.] mag wen ein fründ den andren tod find als bic besebach dz das nüt an gross
herlzleid beslan mag, also dennach vnd disse ding vergiengend zog man jn dess herlzogcn leger vnd
wagenburg darjn fand man alles rattes gnug vud wurdent da gar uil koseblicher kleinnot funden vnd
gross gut von hellem Heiiiftburo» vnd an andrem
Item zum ersten ward fuudenn.
Item dess bertzogen von brugunde eigen jnsigcl.
Item ouch sins bruder» dess baslhariz von brugunde eigen jnsigel.
Item vast uil panren vud fenlinen.
Item dess herlzogen vallcrs koscblichc latlcn vnd bettbuch.
Item sin guldinen sessel cel. ist gcachl für xjra<> guldin.
Item sinnen eignen zepller.
Item sinnen eignen legen ist geaebl für xm° guldin.
Item einnen guldin ring mil ciunem grossen temand isl geacht für »im« guldin.
Item aber ein temand ist als gross als ein halbe bomnuss x Pag. 323.] mit drigen berlin als
gross als bonnen jnn einner haften versetz ist geaebl vir ix tussend guldin.
Ilem sanl anna vnscr frowen mutier rechter arm jn gold vnd edlem geslein koseblichen gefasset.
Item sanl Jörgen ling bein nid dem knüw ouch koseblicben gefassei.
•) IIa» Nachfescbriebeae in von dem Autor später beigesellt worden, «loch auch in der Copie eolbalteo.
**) Spater beigesellt: beachacb auo domi 147« uff den dritten Ufr roertieo.
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llem »»Dl andre« linger tum [D*um) ouch koscblichen verfasset der kam an dem teil gan zurieb
/um grossen münster.
llem vnd sust vil heltems koschlichen vorfasset, dz niemen wol gesebetzen kau.
Item darzu alle sinn« biiebsson gross vnd klein der kämmend uil gan Zürich vnd betunder der
grosten einne.
Item alle sine vnd sinuer fürstcu kosebliche kleider vnd kleinnotl die ouch niemeu gesebetzen kan.
Item vnd uss der massen gross gut von silbergeschir vnd besunder ein grosser silberiner kiell.
Item uueb ward funden jn etlichen trucken so ait golds dz etliche gesellen dz teiltend mit hüten.
(Pag. 324.) llem es ward ouch funden alle sinne urber brieff vnd rödel die verbrent vnd ver-
wüal wurdent.
Item vnd ward da gewunnen gar Iii koschlicbes barnisch den teilt man uss.
Item es ward da gewunnen gar uil koseblicher sidnner (ücher vnd uil kleinallen so den sinner
kuufllütcn warend vnd sust uil koschlicbes kran.
Item also sebatz der bertzog von brugun selbs dz er anlcin uff dz mal helle verloren als uil
als \ hundurl lusig guldin ann dz so sinne fursten vnd beren verloren haltend.
Item vnd als gott der alinechtig den eignossen dissen sig verhengl ball, zugend sy mit grossen
Iroüden wider hein jn jr land mit lob vnd erren vnd beschach disse srhlacht uff den dritten tag des
mcrlzen anu dorn) rn.cccc.Lxx.vj jar.
Alls clerua von den tülschen zu miimpclgarl ühervallen wurdenl.
Pag. Slb.) />'« Gefangenen werden aus dem Städtchen abgeführt.
Vff donstag nächst nach der alten vasnacb . als der obgesebribeu angriff zu graussen vff den
samstag darvor bcschäcbcn was, zugend V knacht von raumppelgarlt die von bascll vud dz slcllly
clerua jn brugund nül will von mümppclgartl gelegen ein klein slellyn genant lin oder etliche
nemenll es Iii. dz uborfiellcnd sy , also wz uff denselben Amstag eben rechter jarmwekt vnd uil
guller koufflullen dabin komen, vnd kantend da also binjn an allen schaden vnd namend dz stellin
lin jn also Hellend die brugunschen alle uff jre knüw vnd begertlend von den eignossen gnad, der
ward ein teil jnnen geben, doch so namend sy jr gfangen vff ij< gutler lütten vnd blündrollend dz
stellin Iii vnd demnach fürllcnd sy die gefangnen mit jnnen heim gan (Pag. 326.) mümppclgartten vnd
lallend den vasl gültlicben vnd da wurdcni sy die gefangnen erkennen wz lütten sy werend, also da
diss ouch beschach, wurdent sy von den ze mümppelgarllen beschetz, jellichcr vm so uil vnd er den
was einncr mer won der ander, also da jnnen nun die Schätzung kam wurdent die gefangnen alle wider
von mümppclgartten glassrn von eignossen also Hesse man sy frig hinweg züchen war sy wollend <e(.
Aber gar ein manh'che tatt so die von eliikurtt getan hand, merck fiirer.
(Vorstellung de» Gefechts.}
(Pag. 327.J llem ouch begäbe es sieb dz ij c brugunscher zu lanttwerre jn einnem »tetlin genant
granscb nul will von ellikurt . also zugend die lütscben vss elliknrti so dahin gelegl warend mit xxx
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reusiger pferden tu demselben stellin als ob sy jnnen förchleod, vnd verschlugen bin ij c knacht zu
ross vnd fuss jn einnen rick oder gestud. also rcilzlend da die xxx reissigen man die brugunschen vss
der slatl granscb dz jr wol ij e pfertt hinaus kamcnd. da sy nun hinuss kamend vnd die obgemellen
xxx reissigen von ellikurl vor jnnen hinweg jagtend vnd sy für die verschlagnen ijc knäcbt kament
wurffend sy die xxx flüchtigen pfcrd wider vmm gegenn jnnen vnd liessend den trumutter vffblassen
also kamen! die verborgnen knächt zwuschend die find vnd die slal vnd ersuchend sy. dz die
übrigen vss der stat null wollend zu hilff kommen.
Als gemein eignosscn m. man zum zusatz gan friburg leitend jn öchtland cel.
Die wil sich nun die zill vnd sacben verluffend kämmend gemeinnen eignosscn incr wie sich der
hertzog von hrugunde wider besamlolte zu losseo vnd bette da sin leger vor der slatl wol mit bun-
durt tussend mannen zu dem so kemme jm noch merckliche grosse hilff von allen fnrslcn vnd heren
vnd wen er sich den also besamlolc so welle er züchen mit ganlzcr macht für die statt friburg jn
öchtland vnd dz beiigen also schicktcnd die eignossen jr kuntlut uss die fundenl nnn gcwarlicben dz
sich der brugunscb berlzog zu lossen (Pag. 328.J wie den obslall besamlol mit einnem grossen her
vnd were mengerleig sagen den etliche roeinltend er welle sich für bern legen so rneintend jren ein
teil er welle sich für friburg jn öchtland legen vnd wiisl doch niemen wohin ald war er hinzüchen
woil vnd lag nun lang jm läger vor lossen biss dz er gan murtlen zog
Manch dieses Zutatzet.)
vnd da nun die eignossen disse mer vernament wurdent sy mit cinandren zu raii dz sy zu sicherheilt wel
tend vssnemen tussend man vnd die also gan friburg jn die statt zum zusatz legen also namend min heren
von Zürich vss ij c man vnd der hoplman wz nun her hanss waldtnan vnd fenrieb jacob tig, also xugend sy
I'ag. 329.] von zürich vss uff mentag zu mitlertiasten jm obgenanlcn jare als man zalt von der geburt xpi
m.cccc.Lixvj vnd da sy nun gan friburg kamend warend ander eignosscn oueb kommen die wurdeod
nun vnder eioandren zu rall dz sy ein obrosler hoplman neroen wcllind also ward her hanss Waldenau
von zürich erwell zu obristen hoplman jn der slal friburg. also seblugend die andren eignossen alle
jre fenlin vff vnd zugend vnder miuer heren von Zürich fenlin . also tagend sy oueb zu friburg biss
uff die zill als man murtlen wolt enschülleo jlem ess ist ouch zu wussen dz die jm zusalz mit sampl
dennen von friburg vil vnd dickt sind vsszogen vnder miner heren von zürich fenlin jelz mit xv-
mannen etwan mer den minder es wer gan remond oder gan ruw vnd an andre orlt vnd sich also
da gar ritterlichen gehalten mitl vil hüpscher schannülzlen vnd da gar fil rauben gewunoen vnd die
demnach gan friburg bracht.
Aber ein schlacht so die von walliss getban band.
[Pag. 330.) Inn dem jar nach xpi geburt xiiijaxxvj vff miltwuchen nächst nach dem beigen
ostertag, sind etliche von sofonge vnd lurobardiseben gesamlot gwessen nämlich bin ij™, dieselben
gemeint band durch der walliser Und heimlich dem berlzog von brugund zu zeziechen
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i Vorstellung des Angriff*.}
vnd als sy nun in dz land kommen sind, so sind jnen die walliser gewar worden, vnri sich oucb gesamlol.
vod sy demnach jnden bergen mit forllel angriffen, vnd jren also ob xv< erschlagen, die uhrigen sind jn
die berg gewichen, vnd demnach von walliseren gesucht vnd die funden, vnd band sy alle erslagen
welche jnneu mochten werden vnd die übrigen die sy mit linden kondenl hand sy vssgebuugrol vnd
oucb vmmbracbl.
Als die von dattenrieU jren röb errattend cet.
(Pag. 331.) Item jm obgenanlen lxxvj jar acht tag vor saut johanstag jm sumer sind etliche
lulscitz gesellen zu dallenriell gelegen vnd eins tags einnen brultlöff gehept vnd also oh lisch gesessen
sind vnd von niemen nütz gewüsl, habend sich etliche brugunschen vffgemachl bin ij c vnd der von
daltenrivl fech hinder slagen " iu meinung dz hinweg zu Iriben , als sy dz oucb zum teil lallend,
also kam dz geschn-ig vnder die lutschen vnd stundend von dem tisch uff wol bin xl maneu vnd
jnnen nacbgcill, vnd jren hin xxx erstochen vnd vil gelangen vnd demnach mitt jrem roub wider heim
zogen mit gut lern Tri den.
Hie seilt diss buch wie hertzog karls \on brugund sy leger schleiss vnd für die slal
murtlen zog vnd dz beleitt.
Item da sich nun aber disse sacben verluffeu haltend wie den obstat vnd nun der herlzog von
brugunde sieb nun widervmm zum andren man besamlotl hat mit lullen vnd Luchsen ward er zu
rall dz er siu leger zu lossen wolle schlissen als er denn oucb led vnd furer jnn dz land zu rucken
also zog er durch milden vnd hetlerlingen vnd oucb für wihlispurg vir die statt vnd dz sloss murlten,
dzsclb sloss die von beru vss jren stall mit tussend maucn oucb wol besetz haltend vnd dz Oucb zu-
gerüsl mil aller wer vff dz beste vnd wz jn der slat murtlen oberster hoplman her adryan von bu-
beuberg riller der sich fasl erlichen vnd ritterlichen hielt.
Pag 33i.i (BeHürmung eon Murten.}
Item vnd als sich nuu der brugunscb hertzog vir die stall murlten gelegt ball wie obstat wol
mil huodurt lussend mann darvnder xv'" jtcl kürrisser warend heng er die stat zu beschiesseo
mit uil grossen büebssen vnd lag der graff vou remund am see mil sinnem leger dessglicben der
hertzog von bruguod vnd siu übrig her am berg zu ring vmm, also da syr etliche zill geschusseud.
Hengend die bruguoseben inurllen an zu stürmen vnd lallend wol dryg stürm an murtlen vnd ver-
lurend der brugunschen wol jn dissen dry stürmen ob xv c mann, vnd behubend die eignossen den
stürm, also lies« der herlzog nul ab er schoss gencklieben an vnderlass jn die »lall vnd (Pag. 333.;
grubend die brugunschen Inns an graben dz sy mil swertten »usaroen stachen, vnd also litlend die jn
murlten gar grosse not die ich hie von viüe wegen nul schriben mag der brugunscb hertzog gab
': Dur«,h die Schrift. mUileltet »»Ul die C.opie: «od der von datlenriel »eebi hundert hopt fech» gaomeo ia
meimiog rtt.
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ouch den so jo murllen warend gar fülle won sy sollend sieb an jn ergeben vnd jro die JUI jn
anlworllen, er wolle sy jr libs vnd leben troslen vnd sichrenn, daby so welle er sy mit aller jr b«b
lassen abzüchen. aber die von murllen wollend dz je nül tun den sy meinltcnd er hielte es jnnen
nül den er den von granssen ouch uil guller worll geben belle vnd es jnneu nul hielt, vfT somliche
jr antlwort ward der brugunsch berlzog karols gaolz erzürnt, vnd liess gar Iii sebönner nussböm stücken
vnd er troupt jnnen er welle sy ann alle gnad all bencken vnd zougte jnnen die belssig aber sy gabend
weder * mm bilt noch von Iröwen nütz besunder antwortend sy jm er belle den jren formal* ine den
an ein ortl vil zugeseil vnd wenig gehalten besunder er wer ein betrogen man vnd hottend jm jr
«tat mit der hilfT golles wol ze behalten sy kantend sich nutz an jnn.
Wie min heren von Zürich vsszugend von Zürich gan bern \nd wie die von bern
weinlend als kind.
(Pag. 334.1 Einzug der Zürcher zu Bern.,
Disse Sachen vernamend nun die von bern vnd liessend dist Sachen von stunden an dem ganlzen
pund sebribrn also ward minen heren ouch gesebriben vnd demnach nam man zürirh vss ij'" mann
vnd e sy sich möchtend geruslen warend alle andre orlt zu murlten. also zog her hanss waldtnan
mit sinnen lussend mannen die den zu friburg warend ourh gan murllen da müst er vil spolworlten
jnnemen von dennen von bern vnd andren cignossen wo sjn heren warend also schreib er ein brieff
über den andren gan Zürich dz sy kümend den sy weitend den herlzogen jm läger angriffen vnd
inüsle da gar uil gespültes erliden. vnd wie den obstat! schirktend jm min heren ij m man vnd mach
tend jnn zu hoplman dess gantzen zügs von Zürich vnd zog der 'Pag. 335.) selb züg uss Zürich vss
der stal uff den drillen tag vor der im» rillren tag vnd kamend also am frillag vmm die liere mit
der slat Zürich zeichen gan bern da fundend sy jren hoplman der den jn grossem truren vnd froüden
stund den dz wz sy grösles leid dz etliche örller nun angriffen wollend vnd mi ne)r heren nül
heilten , so wz widerum sy froüd dz sy also tröstlichen komen warend. also schreib er gan murllen
wie jm sin heren so uil troschlichcr lütlen geschickt hellend darumm b<>gcrtte er an sy dz sy den an-
griff nüt lenger verzugend biss mornnendess frö so wellte er mil allem sim züg tröstlichen kommen den
sy uff die nacht müdy vnd hungers halb nül willer komen möchtend wonn sy jn dry lagen von zürirh
gan bern kommen werind, jtem da nun min heren mit jr stal paiiner kamend fundent sy frowen vnd
man barffuss gan vnd wcintlend als die kind vnd giengend zu allen kilchen mit krutz vnd rettend
gemeinlichen o Ironien lül legend üch nüt nider züchend fürer es lod den vnssren libs not Ii also assend
sy zu bern am frillag zu nachl vnd leidend sich demnach nider aber vor millernachl led man her hanssen
waldman so nolt dz er uff liess blassen vnd zog uss zu bern vor milternacht mil allem sim züg.
Wie min heren von Zürich mit jr slat paner gan murllen jn dz feld kamend.
(Pag. 336.1 {Die Zürcher lasten bei der Gümmenen Brücke Me$$ lesen./
Vnd als sy nun gan bern warend kommen vnd fast bellig vnd mud warend wie obslalt nutz
desler minder »ebreig jederman zu bern über min heren von zurich vnd wz ein gross murmlen dz
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sy nüt von statt hinweg von bern gan murlten zu zagend di vernaro nun alle« der boptman her
han* waldman der ward zu ratl mit andren miner heren so dann vff dzselb mal biu jm zu bern
wareod dz er well uff lassen blassen also liess er vngefurlieuen allem volck uffblassen nach der za-
cbenden stund vor milternachl vnd liessend sich besamlen also wz niemen jo bern der nüC wachte,
vnd zanlt man fil liechler vnd »chöuben an davon die gonlz slat ze bern erlüchlel ward . vnd von
grossen froüden der von bern da sy mir heren züg sachend von bern usszüchen weinttend aber froweu
vnd man vnd gcsägnotcnd also miner herren züg vnd da (Pag. 337.) sy vnwitt von bern kamen!
lienge es an finllichen vasl reguen vnd ward so Gnster dz einner den andren nüt wol mocht for im
Sachen vnd kamend also am letzslen zu der brug die da galt über dz wasser sanna genant gimynen
da besamlot der hoptman aber sin volck vnd hub man mess vnd nach dem fieng er an mit dem folek
zu reden allerleig wie man sieb ballen soll vnd gab da je einner dem andren sanl johans segeu zu
Irincken.
Wie mir heren züg von zürich gan murtlen jn dz feld zu andren vnsren eignossen
so tröstlichen kämmend davon uil lütt von froüden wegen weinttend.
(Ankunft der Zürcher im Lager vor MurtenA
(Pag. 338.} Nach dissen dingen die denn ohstand bonde es fast tagen vnd heilter werden ordnol
der obgenant boplman allen sin züg jn sin Ordnung als welle er ein angriff tun vnd ruckt mil jnnen
von der brugen gimynen den berg uff gegen murtlen ze vnssren eignossen, vnd schickt alweg ein
bollen über den andren sj kämend vnd bad sy jren zu wartlen dz lallend nun die eignossen also
kamend min heren mil jr gullcn Ordnung nach zu den eignossen vnd luffend uil lullen jnen zu vnd
besachend sy also macblend die eignossen ein lange gassen mil spiessen vnd luglend jnnen all punl-
gnossen zu vnd als miner heren folek kam kam dess berlzogen von luitring reysiger züg vnd der
herlzog von lullringen jn eigner parson selb ouch die battend jllel rotz an, da wz meng biderrnan
der von eignossen wz der ouch von grossen froüden wegen weinllend vnd darby rellend wir habend
billichen so fil frommer gewarttel , den sy uff den bulligen tag dem bertzog anlein wol uil zu leill
tun möchtend, vnd wz niemen da der min heren von Zürich mil jrem züg nüt lopt, besunder gross
er erholten, also demnach sucblend min boren ouch ein leger aber sy bruchlend es nüt lang besunder
vngessen vnd vngeirunckcn müslend die höpllüt des ganlzen punltz zusamen also ward man zu rall
dz sy jm nammen golz den berlzogen von brugunde weitend suchen vnd den angriffen.
Wie man den angriff ordnot mit den m° mannen die zu friburg jm zusatz gelegen
warend merck fiirer.
(Pag. 339.) (Angriff bei der Schlacht vor Multen. I
Vnd also ward man zu ratl dz man die m' man so den zu friburg jm zusatz gelegen warend
solle vssebicken dess herlzogen von brugund leger zu bescheeben wie er leg jm feld. dz besebarb
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quo vnd lugend also »oder mir heren von Zürich fenlin gegen des bruguoscben bertzogen züg vnd
zog der ganU zücb dess ganlzen punds« mit einandren vnd wollend niemes mer beitlen wiewol man
jnneD noch vasl zuzog, sunder die jn murtten enscfaütten oder darum m sterben, habend sy uff samstag
Dächst vor sant jobanstag jm sumer so da wz der helgen zechen (Pag. 340.) lussend rittrcn tag die
opigenanten m° man von friburg vou jnnen geschickt dess herlzogen leger zu begachen vnd ze
ermundren dess sind nun die brugunscben gewar worden vnd sind etliche haruss geruckt
(Vontellung der Schlacht, i
von den brugunscheu vnd habend die lülzschen gcsächen von stunden an band sich die-
selben brugunscben zusamengcmacbt vnd dz jrem bereu kuntt getan dersclb ist nun mit sinnem
rcissig zQg vnd fussfolck vnd allen sinnen buchsscn harus geruckt vnd jn dz feld gezogen vnd besunder
einneo grossen willen langen acker jngenomen, vm denselben acker zering vmm ein starcker dicker
grunbag stund vnd nfit mer den ein lucken dardureb (Pag. 341.) drü oder fier pfert komen tnnrhicnd
nebend ein andren als er nun daselbs sin Ordnung vnd spitz mit bfichsen vnd allem gezüge nach
allem sinnem willen genugsam gemacht, vnd also still gehalten vnd der puntgoossen gewarttet hat
habend die punlgnossen zwen huffen hinder ein andren gemacht vnd also jn dem oamen gottes gegen
den brugunscben manlich vnd vnuerzagt durch die opgemellen lucken daselbs die brugunscben die
tütseben besitz augriffend vnd jren bin x oder zwölffen nider gerent vnd ein teil erstochen sömlicbes
die punlgnossen gesacben habend vnd sind allenthalben durch den grunbag gebrochen vnd den nider-
getruckt. da nun die brugunscben der lutschen vnuerzagt manlich einschlich vnd begirig gross nach-
trucken gesacben, band sy zu stand die flucht genomen vnd sind jren fil an der flucht erslagen
also habend jnnen die punlgnossen nachgeilt biss für wiblispurg binuff vnd wz von den brugunscben
nüt fluchen vnd darvon kommen moebtend die fluchend alle jn den murtlcrse die wurdent gesebetzet
ob x tussind mannen die ouch alle vmmkament, so kamend oueb vmm vir dem laod an der flucht ob
xx tussend man dacunder ob xm° küriscr gewessen sind vnd sind gar uil edler darunder gesin, also ver-
lor der herlzog von brugun aber uff den oplgemelten lag der xm° rittrcn vil libs vnd gutz vnd alle
sin Wagenburg mit zelten büchsen wägnen vnd panren vnd wz den jn der Wagenburg wz nütz uss-
genommeo vnd entran er hinweg mit cllicben sinner dienren für bellerlingen milden vnd durch lossen
gan genff zu dz er nie vom pferd kam als man warlicben seid.
Dem nach wurdent ritter geslagen.
(Pag. 348.) (Vorttetlung.)
Vnd als nun disse sachen vergiengend zogeod die puntlgnossen jn dz herlzogen leger vnd oamend
dz also jnn mit grossen froüden, vnd pfiffst man da uff mit allen irumelrco vnd pflffen da dz vergieng
fing wilhelm beriter von dess bertzog von östrieb lantuogt jm elses an ritter schlacben vnd
also ward bertzog reinhart von lullringen zum ersten ritter geslagen vnd von allen sielten wurden
düw ritter geslagen nämlichen von Zürich her johanss waldman der obrist hoptman roarx röst Schult-
heis vnd sust uil edler demoacb zog man an die die jm se slundent dz wertz den gantzen Ug e man
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sy vmhrächt, dz fachend nun alles die ja oturllea uast wol wie sy enscbütlel warend vnd furend
jreo zweo jo einem schiff hinuss uff den se da die tigind jn standen! biss an hals vnd er-
stickend jren vil so wurdenl ll'ag. 343.) jren ouch vasl uil erschossen von land vnd da
nun die eignossen iij lag jn des« berlzogen leger gelegen warend schürend sy dz leger Tod
zagend roil grossen froüden wider hein vnd lull man an allen enden jn der eignoschafl froud mit
allen gingen.
Item demnach band die von murtten die walchen vndcrstandcn zu vergraben vnd dz feld sübren
vnd band zwo gross groben gemacht, vnd darjn geworffen ob x»xm° mannen die an dem slrit sind
vmmkomen vnn dz waser uss dem se an dz land geworffen.
Vnd alsanim die dry lag zu murtten slil lag wie oplstat zog man mit iijm*> man gan remunl
vnd lossen gan milden vnd da vmm, wollend sich dieselben sielt nül weren sunder gnaden begerltend,
da nam man sy jn vnd wurdenl etliche geblündrel doch ward nieiuen geloll es warend aber kein man
darjnne sunder nun die prieslerschafl vnd frowen mil jren kinden.
Als sich die von genff ergahend vnd aber gnaden begerttend.
(Pag. 344.) Vomtllung.)
Als man nun remund lossen vud ander siel jngenomen hall sind die von gen ff mercklichcu er-
schrocken von dissen gescbicblen, vnd den punlgnossen mil geleill engegen gerillen vnd vmm gnad
angerüft vnd sich mit jnnen gericht , also dz sy zu ewigen zilten niemer tner wider sy thun sollend,
demnach die punlgnossen wider beim zugend.
Item warlichen sol man gelouben dz jn allen obgeschribnen gescbicblen jn schlachten von stellen
oder slossen der lutschen punlgnossen über iij 1 man nül vmmkomen sind es werc den jn den zügen
so die frigbciltcn oder der blutbarsch [l'ag. 2i5.j jn die brugunscheo land zogen sind vnd ouch an
die so den zu granssen mortlicbcn vom herlzog von brugun vmmkament.
Als nuu der hertzog von brugund mit den sinnen geflochen vnd jn sin land gan salin siner
mercklichen slal eine komen ist , ist er jn die kileben an die kanlzel gangen sine dry stät nämlich
priesterschaft ritterschafft vnd hurgerschafl beruft . vnd bin zweyg stunden gar ernstlichen mil jnnen
gerclt. vnd begerll dz sy jm sLm° man geben darzu jecklieber der sinnen den Herden leill sinnes
gulz dz sy ouch jm band müssen geben vnd tibi minder sunder vit mer. so welle er noch bul bin
tag vnderslan die tü:scben zc straffen, den man hab dick vud Hl gehörtl dz elwen ein fürst zwen
dry oder vier stritt verlor, vud noch den darnach gewunnen, söliches er bofle jm ouch gelangen vnd
beschacheo solle, da nun dieselben dry stall erhortlend sin crnschlichcs anrußen vnd erforderung.
dar» ouch betrachtend den grossen Unfall den sy gegen den lülscben geoepl vnd aber nie kein
niderlegen wider sy gclban besunder sy allweg grossen merrklieben verlursl schand vnd sebad gelitten
vnd genomon. habent sy jm geanlworlen wie sy solich sin fürstlich manbeill gern gehörtl, sundrr dz
er den grossen schaden, so gar verschanzen vnd oernultigea möge, aber sy habint jm allen vnd
nemlkb den merenleil jren adel vnd uil folekes mit grossem fft.ll vnd merckliebem schaden zugeschickt
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t59 —
derselben iPag. 346.1 alweg wennig heimkomen sind vnd fast der merllel vssbliben. den sy habend jr
lib er vnd gull zu nü*s zu elligurtl ze granseu vod murllen verloren . darzu jr land mil liplichcr
spiss vnd narung enplolzet, dz er selb» scche man vnd wib jungs vnd altes bangers sterben darbv
er spuren müsse sy kcinnen mulwillen Iriben, »mider dz mit mcr vermögen, darumm er gedencken stille
sich mil den punlgnossen ze setzen vnd ze richten den jr meinung kurlz sy«t mit jnnen nul mer ze
kriegen, sunder jren müssig zu gand \nd gericbt sind, aber jn nul dcslcr minder vir jreu hercn ze
haben vnd wer jm jn sinne land uhcrzicchen welle, wider dieselben wollend sy jin hilff vnd bytland
tun nach jrem vermugen, also schlugen«) sy jm ab alle sin fordruog vnd anruffen.
Wie ein friintlichcr tag von anrufung der sofonger vnd der brugunschen jn ober-
brugund angesctz ward.
\Pag. 347.; Vff disse bandlung die soflbger vnd bruguiisefaen ein teil mil den dry ohgemeltcu
stallen nämlich priesterscbaft rilterschafl vod hurgerschall jn oberbrugund die bunllgnossen jn hochen
lutschen landen angcrUfl vnn crnscblicbcn gcbetten und flissigost crfordrel jnn frünllich lag auzesclzcn
hoffend sy zu gott dem allmecbligen daselbs ein gültiger sün vnd ewiger frid troffen vnd funden
werden sollte , sömlicher ernschlichcr begerung nacb ein l'rünllicber tag . also gan friburg jn nchlland
angesetzt ward , vf frillag nächst nacb sanl jacobs lag dess beigen zwölff holten jm nxvj
jar, also güllicben anzefacben vud Versuchung tun ob ein ewiger frid vnd sün troffen vnd
funden werden möchte dardureb so uil cristetis blull nul furer als bisshar vergossen vnd vmm-
komen möchte.
Item vff dieselb zill sind die soffoyer der bischoff von ein sUll von geoff vff den oplgeiuolien
tag gan i'riburg komen vnd sind willig gesin alles dz ze tund so man jnnen angemuttcl halt, den «\
einschlichen belrachlel habend jren grossen mercklirh vnd berlichen genomnen vnd crlillnen schaden,
an jrem lib vnd gutl, den sy villichler fürer mer nämen vnd enplachen möchlend dar vff so ist mil
jnnen ein ewiger frid" vnn sün nach lull der altlen pünttnoss gemacht vnd beslosscu jn sollicher form
vod mass nämlich dz die soffoyer dissem (ülschen pund LmO gülden vnd der bischoff vnd ein stall von
genfT xxviijm 0 gl geben vnd darzu alle verbrieft schulden so sy allen dennen jnn dem pund schuldig
sind vsriebten vnd ouch alles dz gull, so den lutschen koufflüllen zu (Pag. 348.) genff vnd jm sof-
foyer land genomen isl, widerkeren vnd abiragen darzu sollend ouch dennen von bern dry stell vnd
sloss so jnnen gelegen sind fürer beliben vnd biemil alle vergangen krieg vnd Sachen gerichl geslicbi
vnd versünnet sin cel.
llem off donslag za nacht vor unsser frowon tag naliuitalis ze herpst anno domi ro.cccc.Lxxvj
sind aber in gesellen von elligurt vnd mümpelgartt, so von disser lanlscbaft dahin zu lauttwere
geteilt warend jn welsche land gegen bysantz gezogen vnd habend also ein stat genaul banien
vier mil wegs von bysantz gebigen so gar werlicb gelegen vnd gwessen, darjnn ouch uil guiz
geflöchnetl wz, vngewarnol überfallen vnd erobrel bin iij c mannen darjnne erstochen vnd bin lxxx
edler gefangen vnd fast uil grusses guiz gewannen vnd überkomen vnd die stal ganlz vnd gar
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Hie seitl diss buch wie herlzog reinhart von luttringen jn sin land zog mit etlichen
puntgnossen vnd sich für sin houptslatt nanssen leitt die jm der hertzog von brugund
hat jnngcnomen vnd wie er die wider gewan.
Pag. 349.) (Belagerung von Nancy.)
In dtssen dingen herlzog reinharlt vou luitringen sich hesamleil vnd mit den sinnen vnd etl-
lichen puntgnossen so jm zugezogen sind nämlich des« herlzogs Sigmunds von Ostrich lanluogt ein
hischoff vnd statt von strassburg ein bischoff vnd stall von bassel kolmer vnd scblcttslall cet. vnn
hat also besamlct bin viijra« tütscher vnd vijm» sinuer walcben vnd also jn sin land gezogen, jn
meinung dass widerum zu sinnen handen ze bringen als er ouch den merleil gelhan bat vnd besun-
der sich geteilt für sin (Pag. 350.) houptslatt genant nansse vnd daselbs ob xij wueben gelegen, vnd
heder sitt ein andren mit sebiessen vnd scharmützlcn grossen trang gethan. doch so habend die bru-
gunschen so der hertzog von brugund jn dir stal gclcill halt die statt nanse vff geben dz man sy
mit jr hab liess abzicchen als ouch besebach.
Ilem vnd als nun die stall gewunnen wz wollend etiieb willer dem herlzog von brogun jn sin
land zücben vnn etliche wider heim, jndem besamlot sich hertzog karols von brugund ouch wider zog
den nächsten gan luttrinen zu vnd leitt sich zu feld also zugend die lüNchen mit dem herlzog von
luttringen gegen dem brugunschen herlzogen vnd slugcod sich gegen jm ouch ze Feld als nach dz sj
mit einandren wol reden mochtend vnd lorst kein teil den andren nüt angriffen, da zugend die lutt-
ringschen jn ein ander leger, vnder den dingen kam dess herlzogeo von Ostrich lanlscbaft vss dem
suuköw mit iij c fuskncrhlen gar nach biss an dazselb leger, darjn die lultringschcn vormal« gelegen
warend vnd wüstend nüt änderst den dz sy noch darin lägend da warend die brugunschen darjn
geruckt vnd zogen vnd sachend nun die iij c obgenanten knäebt wol gegen innen geslrackes zücben
vnd konde dz die brugunschen nbt verwundren jn wcllichen fug sy also manlichen gegen jnen zugend.
Als jn luttringen verlurend iij f man dereign. von den brugunschen merck fürer hernach.
(Pag. 351.) Vnd da sv nach zu jonen kämmend rüstend sich die brugunschen uff mit iijm«
pferden vnd rantlend also hinuss
Vorstellung diese* Vorfalls !
an die üj' man vnd vmgabeud sy zu dry sitten vmm vnd zu der tierden sillen wz ein klein
höltzly vnd riet, darjn wollend sy gewichen sin aber jn besebaeb ze kurtz vnd kämmend die
brugunschen an sy also wertl die schlachl von millag hin biss jn dye Gnstren nacht also
wurdent der lütschen c vnd lim crscblagenn die übrigen kamend dess nachtes bioweg vnd
ward jren gar fil wundt, den sy sich ritterlichen warltend die brugunschen namend ouch des ersten
jr uil gefangen vnd tröstend sy jrs läbens aber nüt deslminder wen sy jr gewer von jonen gabend
vnd sich abzugend so stacbend sys ze lod, darnach die lütschen alle vnd der hertzog von luitringen
wider zugend jn tulsche land (Pag. 358.J vnd befalcb sin stal nanse etlichen lamparlren vnd frans-
zosaen die vom brugunschen gewichen warend jn die stat nanse die jm zu behalten.
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Vnd dafor ward durch vnsren beigen uatter dem bapst den keisser des hertzogen Ton brugund
lantschafft vnn etliche sinne forsten ein früntlicber lag gesetzt gan bassel vff aller beigen tag ano domy
m.cccc.Lxxvj jar dahin kantend alle puntgnosscn vnd ein bäpsllicher legatt doch niemenl von der
brugunschco wegen ein richlnng zu machen, als aber niement von brugund kam, ward nütz uss dem
Ug vnd ward zurslagen, also zurrittend alle ratzbotten jederman wider hein jn sin land. doch werend
schon all parttigen da gewessen so wolt man doch vmm kein richtuog nütz hören sagen es were den
der hertzog von brugund wider vss dein land luttriogen.
Item nach sant simen vnd judeslag kamentt etlicb bruguner vss oberbrugun hinder welschen
nüwcnburg vnd hinderslugend ein grossen roub vnd als sy den bin dry mill wegs getriben, haltend
sich bin iij e man von den vnsren besainlet vnd jltend den brugunseben narb vnd kament vff sy da
namend die brugunseben die flucht jn die moss vnd jn die wasser also blibend jr (od jn den roossen
vnd wasern bin j r mannen vnd wnrdent jr sust ouch vil erstochen wund vnd gefaogen vnd ward
der roub also wider errettet vnd hein getriben mit froüden.
;Pag. 353.) Item aber demnach jn acht lagen kameot iije brugunscher ze ross jn die graffschafft
mümpelgarlt ouch zu rouben vnd den pund zu schädigen, also lagend Lxxx lütschcr reissiger ze
mümpelgarll, vnd die iltend uff die brugunseben, vnd griffend sy an mitl jrem forltel vnd brachtend
sy zu flucht, vnd erstachend jren bin xl mannen vnd tiengend wol iL die fürttend sy mit jnnen gan
mümpelgartlen.
( Vorstellung des nachfolgenden Ertvjnutes., (
Darnach uff fritag nach marttioe jm obgemellcn jare kamend aber bin iij« man von brugunseben
vnd rcr (Pag. 354.} meinttend ein roub zu nemen hinder tan bar ju vnd fugt sich dz etliche von disser
lantschafft jn einnem stetlin lagend genant rnmelsperg vnd die haltend uun gan tan vmm win geschickt,
der soll jnnen uff denselben tag komen also zugend bin lux fussknecht uss demselben stetlin dem
win engegen jn ze beichten, jndem hattend die iij* obgenantten brugnnschen ein grossen ronb feebs
hinderslagen vnd wollend den hein triben, also kamend die lxxx knächl von rumelsperg vnd sy uff
einandren an all geferd dz kein leil von dem andren nütz wüste vnd als sy also zesaroen kamend
warend der merlteil von den lxxx knechten bücbscnscbülzcn die liessend jn sy gan vnd schussend
vnder sy vnd zurlranltens von einandren vnd namend die flucht vnd jagtend jnnen die tatschen
nach vnd erstachend vnd erschussend jren bin j c walchen die übrigen cnlrunnent also ward der roub
ouch errettet vnd kamend sy an allen schaden mit dem jren wider jn jr stetlin rumelsperg.
Hie seilt nun diss buch wie der hertzog von brugun wider für nanse jn luitringen
zog vnd dz so starck belegret merck fürer cet. vnd wie die von nanse vss der slat
zugend vnd jm bin vj c man erstachend vnd jm uil sinner büchssen mit gewalt namend
vnd die in der slat graben wurffend.
(Pag. 355.; {Vorslellung.)
Item alsbald der herlzog von lullringen uss sianem land gezogen wz ruckt der brugunscb hertzog
wider für nansse vnd slug sin leger uff, also uff ein zilt zugend die lamparter vnd fraosossen ouch
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die barger jung vnd alt barass vnd machlend die bruganschen vod jren houptbüchssen flüchtig vnd
ersuchend jreo biu vj oder vij c vnd zugend etliche bücbasen mit gewall biss an die tur, vnd ab
sj die nül gar hinjn bringen (Pag. 356.) mochtend wurffeud sy die jn der statt graben sy gewannen!
ouch etliche fenliu vnd panren vnd kamen! abo wider jn die stall anne schaden.
Wie bin vij 1 brugunscher bin sant nicklas port von lutschen erstochen wurden t vnd dz
der hertzog von brugund vernam vnd mit dem gantzen züg von nanse vss sim leger
zocb den synen zu hiliT vnd wie die von nanse jn dem dz leger jm verbranttent cet.
(Vorstellung.)
(Pag. 357.) Item darnach uff vnsser lieben frowcn tag der enpfachung am nächsten meotag
darfor. begab sich dz des brugunschcn bertzogen bascbartz mit etlichen landessheren gan sant Diklaus
portt, bin nansee gdeil vnn daselbs ein bcsunder leger gehept. also uff denselben meotag habend
sich bin vij* tütseber ze ross vnd füssen besamlet, vnd dz gemelt leger am morgen frü vor tag vn-
gcwarnol übervallen vnd bin vj c brugunscher erstochen, also nament die bruguoschen die flucht, vnd
kam der basrhart vnd etliche landesheren jn sant nicklaus kilchen vnd gabend sich gefangen, aber ee
vnd sy zu gefcngnüs vffgenomen mochtend werden kam der brugunsch bertzog mit dem gantzen
her vnd eos/halle die sinnen , also müslend die lutschen fliiehen vnd mochtend weder den basebartt
noch andren heren darvon bringen, vnd crslacbend demnach der heren von munUkü vnd sust zwen
landesheren vnd fürttend ob viij 1 gefangner pferd mit jnnen hinweg vnd ab nun die jn nanse ersacbend
das der brugunsch hertzog sin leger gerumpl bal, zugend sy uss der statt jn dz leger vnd namend
etliche büebsen vnd vi] spisse vnd zuntlend demnach dz leger an vnd lallend dem berfzogen grossen
schaden , dessglicben so griff der granff von widymund dasselb leger oueb uff denselben tag an vnd
ted ouch elwz schaden vnd wurdend disse dry angriff jn dry oder Her stunden ein andren nach
gethan. dz kein teil von dem andren nütz wusle cel.
Wie bin fünft* vnd drissig tütscher knächt jn ein brugunsch dorff zugend vnd da
iij' man bezwungend dz sy jnnen essen gabend.
(Pag. 358.) (Vorttellung.)
In vj wuchen \ngefarlich vor mariine ano domi m.cccc.Lxxvj jar zagend bin xxxv tüUcher
knccbl ass dem here za nanse jn ein brugunheb dorff ob einner mil wegs von nanse gelegen vnd
weitend einnen roub genomen haben ab sy nun jn dz dorff kamend warend ob iij c brugunscher puren
jn dem kilchboff vnd rüstend sich mit jrem barnisch vnd gtweren vnd ab die lutschen sy ersacbend
zugend sy gegen jnneu vnd hieltend also bed parlligen jn jr Ordnung gegen ein andren, nun was
einner von melz bin den walchen, der reit d arunder dz bed teil abzüchen sollend vnd uiemend dem
andren (Pag. 35U.) sust nütz thun »ölte, somlitbes nun die lutschen nüt thun wollend, es were den
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saeb di die broguner jonen essen vnd Irincken geben wellend, den sy gar hungrig werend, also
uerschuflend die walchen jn dem dorf mit den frowen dz man jnnen gebe essen vnd Irincken dz
beschach, demnach zugend die xxxv l iiiseben knächl an allen schaden wider oss dem dorlT jn jren leger cel.
Item demnach vngefarlicben jn aebl lagen namend die lutlringinscben dem herlzog von brugund
xl geladner wegen mit spiss.
Wie der hertzog reinhartt von luitringen gan zürieb vnd jn andre ortt der eignoschaft
reitt vmm hilff vnd bysland wider den brugunschen herlzogcn.
Item vnd als sich nun disse sachen allso uerluffend vnd nan der bragunscb hertzog wider für
nansse zogen wz mit grosser macht vnd dz beseboss an underlass Vnd jnnen gar ail zu leid ted mit
stürmen vnd andren sacben Tod nun jnnen dabig alle tor oder portten der stat nansse verleid vnd
besetz hall zu dem aller strengsten dz sy nüt uss nansse noch niement zu jnnen moebl noch torst
komen ist nüt minder den dz sj an spiss vnd andren dingen grossen mangel von lag ze lag wur-
dend gewunnen vnd so gross dz etliche lül als man warlichen sagt mit vrlob müss vnd ratzen aasend
den man die oebssen vnd rosa for alle geessen halt diss alles ward nun herlzog reiobart kunt getan
der kam nnn gar jn grosses mi lüden vnd kumber, vnd rcid nan schnei (Pag. 360.) jn alle ortt der
eignoschant vnd klagt dz allen eignossen mit grossem truren vnd weinnen vnd begert an sy jm zu
lieben vjm° man dennen welle er gar galten sold geben also von grosser pitt so den der hertzog von
lottringen getban ball vor allen eignossen ward ein tag gau Zürich angesächen sich darum ze under-
reden also kamend aller eignossen ralzbotlen und dz ich aber also diss red hie mindre ward man ze
ratt dem hertzog von luttringen sinner gebett ze willen werden vnd jm also sinner bette zu geweren.
Von stunden an dz kunt getban ward torst man nüt ussnemeo keinnen man jn luitringen zu reissen
besonder warend glich bin viijm° mannen da, die alle dess soldes begertlend vnd gab man jellichem
daruff so uil so jngeschriben wurdenl vff den zag ij guldin, vnd warend jren bin lassend junger
jüngling die noch klein knaben warend keinnen sold vnd müsleod daheimmen bliben, also zugend von
Zürich anlein ob xv c man, derren hoplman wz her ha oss waldman vnd fenrieb meister banss holtz-
balm') vnd zugend also von zürieb jm namen gotz.
Da nun der borlzog von luttringen sinner bell geerett ward danket er gemeinnen eignossen mit
allem fliss vnd natu vrlob von jnnen vnd reid schnei gan bassel da wolle er der knackten wartlen.
Wie min heren von zürich mit xv c mannen gan bassel kamend vnd jnnen der hertzog
von luttringen Tür die statt bassel engegen reitt.
(Pag. 36t.) (Vorsttllung.)
Also kamend min beren von zürich mit jren züg gau hasscl jn ein dorfflin da schickt der hopl-
man ber bans waldman"] hinjn dz man jnnen za essen breillen soll uff dz nachtmal, dz vernam nun
•) Im d«r l.opie : Molzhain.
-*) In der Cople Ul der Name Waldaunn i. dar im Original ipater binebifeieUl wurde, nicht.
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jederman xu bassei vnd ward dz dem bertiog tod lultriogen ouch gesagt wie der boptman von zühch
mit xv< mannen kemme die alle zum nacblmal zu bassel dz nacblmal essen weitend, da dz der obge-
nant bertzog vernam liest er jm ein pferd Millen vnd zoumen vnd reilt mit etllicben »inner dieneren
dem boptman vnd den sinnen engegen vnd also enkameud sy jm vff der slrass, aber sobald vnd der
hertzog von luttringen den boptman ersach sprang er von sinnem pferde (Pag. 362.} gar schnei vnd
enpiieng da den boptman mit grossen froüden vnd erwüst jm sin pferd bin sinnen zoum vnd gieng zu
(tut näbent dem hoplman gar will also balt jn der boptman gar früntlicbeu dz vnderwegen zu lassen
vnd wider uff sin pfertt zu sittzen dz wolt nun der obgenanl bertzog reinharl von luttringen nüt tbun
biss dz er glich gan bassel zu der stal kam da sass er wider uff sin pfertl vnd reilt näbent dem
hoplman dem zng nach jn die stat bassel.
Vnd also nun roiner herren züg von Zürich gan bassel kam, jndem kamend von andren ortten
der eignosebaft oueb knächl als uil dz der von Zürich vnd andren ortten ob viijm° wurden» also
ward her hanss waldman crwelt zu einnem obrcslen boptman dess ganlzen zügs vnd teilt man da
aber zu bassel allen knechten geld uss uff den sold vmm desswillen dz sich jellicber uersachen
möcbt mit hämisch vnd kteideren vnn wz jnnen den allen notlurftig wass.
Wie die knäebt zu bassel jm rin ertrunckend als sy den rin ab jn luttringen faren
weitend.
(Pag. 363.) ! 'Vorstellung . }
Item uff donstag vor dem beigen wienoochllag ano domi m.cccc.LXxvj jar warend iiij c gesaroloter
knächlen so dem hertzog von luttringen ouch zuzüchen wollend vmm sold zesamen kommen vnd
sassend die halben jn ein schiff zu bassel vnd als dzselb schiff von land schielt seboss einner vss der
büchssen da fiel einner zu bindrist uss dem schiff jn den rin den sebruwend die andren gesellen an
sich ze bebelffen, damit er nül erlruncke vnd lufiend damit alle ander gesellen zu bindrist jn dz
schiff jm ze bclffen, vnd trattend also dem schiff zu bindrist den boden uss, vnd gieng damit dz
schiff vnder. also ertrunckend ob j c knächten die andren kamend uss. besunder ertrankt der hoplman
votier jnnen der wz ein melzger von bassel vnd ander darnach (Pag. 364.) gar sebier die besten kneebt
aber der fenrieh wz ouch von bassel der kam uss mit dem fenlin vnd ertrunckend zwo farend dirnnen
vnd kam die drill uss die sebwam ubren rin dz doeb ein gross wunder geachlot ward.
Vff den beigen wiennaebl abinl oueb au sanl Steffens vnn sant jobaosstag zugend die oplgr-
melten eignossen von bassel vnd als die eignossen durch dz suncköw jn lullringen zugend schatztend
sy die juden im suncköw vnd namenl jnnen wz jn eben vnd gefellig wz cel.
Wie die eignossen t brugunscher erstacbend vnd lxxx erbancklend zu sant nicklaus port.
( Vorstellung.)
(Pag. 365.; Item vnd als nun die eignossen mit sampt andren puntgnossen jn luttringen zugend
kamenl sy uff friltag vor dem beigen zwölften lag der dryer küng jm obgenanten Lixvij jar vnd na-
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mel dem herlzog von brugund m, in, lussend ( >ooor pfcrt vnd als sy uff denselben friltag gan sant
nickiaas portt ein mil wcgs von Mose gelegen kamend crslachend sy fünfflzig bruguuner vnd morndess
vff samslag fnndent sv daselbs ux\x brugunscber die sieb am frillag verborgen haltend dann der
herlzog von brngund da mit etlichem folek gelegen wass dieselben brugnner nanckte man alle
bin eim.
Hie seilt nun diss buch wie der brugunsch hertzog karuls mit uil sinner forsten graffen frigen
rillren vnd knackten vor der Mal nansse erschlagen wurden! vnd jre ein teil gefangen vnd demnach
sin Wagenburg ze dem drillen mal gewunnen mit allem dz darjn wz von den cignossen vnd dem
grossen pnnd (später i>cig«»eiti tm Original) diss beschach alles vff der hcilligen drycr kiing lag anno
domi m.cccc.Lxxvij jar.
(Pag. 366.) (Vorstellung der Schlacht.)
item als man zall von der geburt crislus vnsser lieben heren m.cccc.Lxivij jar vff sunlag
nächst vor dem zwölften lag kamend die lutschen punlgnossen mil viij oder id« mannen ze ross
vnd füssen vnd zugend also mit etlichen frantzsosen vnd luttringsefaen walchcn gegen dem herlzog
von brngund, vnd als dz der brugunsch herlzog jnnen ward zog er jnnen eugegen an einnen graben
den er gemacht halt vnd darin (Pag. 367.) wasser wass vnd bat also einnen grossen forlol ingenomen
vnd sin Ordnung mit büchssen vnd allem züge zugerüsl vnd sin fussfolck dz für xv» man geschetz
wz zu den büschsen gesielt, vnd hielt er mil sinnem reissigem züg mit xxx lusseud pferitl darhinder,
vnd als die punlgnossen sömlicben sin grossen forttel erfurend , mimend sy jren forttcl vnd zugend
ze besitz vnd griffend jn an jn der mitte, also dz sy nüt gegen den gräbnen vnd büebssen kamend,
vnd als sy nun nebenl sin her kamend vnd sy mit den büebsen nüt erreichen kond. lullend etliche
der ringslrn von der eignossen knächl zu den büchssen vnd erstattend die htkhssenineister alle zu
lud, also woll der reisig züg jren forttel nüt ufl'geben , vnd warllend sich manlich als sy aber die
lutschen so ernschlicben sacbend uQ" sy yllen vnd Irucken, fangend sy an ze fluchen, vnd fluchend
alle so fast vnd sy mocblcnd vnd also jltend jnnen die eignossen nach vnd erslugend jren bin lunff
lussind etliche sagenl mer etliche minder vnd gewunnend die Wagenburg vnd wz darjnne wz nüt
ussgenommen mit allen panren vnd fenlincn vnd darzu bin l\v slangenbttcbscn vnd drjg gross boupt-
hüchssen vnd ob bunder hagenbütbsen vnd susl uil gulz vnd vcrlurend die punlgnossen nüt mer den
xxx kneebl die von fründen erstochen wurdent nüt von finden vnd dz beschach dz sy nun blündren
wollend, e. vnd die Schlacht beschach vnd lieng die slachl an uff den oplgcscbribnen sunlag zwu-
schend eim vnd zweigen nach millage vnd werll biss in die nacht, vnd jagte man jnnen gar will
nach vnd wz Gl graben vnd geslüd dz man jnnen nüt fast vii abillen niochl susl wer gar uil mer
lülz erschlagen worden, doch so hat dess hcrlzogen von lullringen grossmolter ein züg zu pUntlyinuss
vnd wz über dass wasser kam dz ward durch dieselben alle erstochen.
[Pag. 368.) Diss sind die heren so erslagen sind vor nansse:
Item der berUOg karlus von brugund >p*ter Im Ort». belge»*Ut: der rathl berr de«» krieg, rel.
Item der her von byeuers cet.
Item her jacob galial cappilany vss lamparlten.
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Item bor fridrich von flors.
Vnd sunt uil beren der namen man nül weist.
So «od dbs die beren so geffangen sind an dem stritt vor nansse cet.
Item der rieh graff von nassow cet. von beda.
Ilcro der her von sammory.
Item her antbonv ) , , . . .
bed bascharl voo bragund.
Item her bade moin
(Pag. 369.) Item der her von nüwenburg cet.
Item der her von croy cet.
Item der her von fantena cet.
Item ber joss jolin von albin cappileny von napols cet.
Item der ber von zschansonan cet.
Item zseban montschatyn cet.
Item vnd sust ob y beren frigen graffen rittren vnd knächten der namen ouch nirmen weist ze i
Wie der hertzog von brugund zu nanse bestaunet ward cet.
(Pag. 370.) (Vorstellung des Grabmalt Karl'*.)
Vnd als nun der brugunsch hertzog mit vil libss vnd gut verloren hat vnd jelz nansse ze dem
mal enschülz wi worden von den eignossen, ist nüt zwiflel za haben den dz da grosse froüd
jm hertzog von luttringen vnd allen den sinnen wz demnach ward der hertzog von luttringen mit
den sinnen zu ratl den hertzog kariös erlicbeo zu bestaunen als den beschacb vnd liess jm ein
gehoweos sleinnin koseblich grab machen vnd den hertzogen von brugund darjn zu legen zu einnem
ewigen zeichen, also zugend alle pontguossen demnach wider hein vnd ward jnnen allen der sold vom opl-
genantten hertzog von luttringen erlichen nachgeschickt jn alle ortt vnd mencklieben hezalt vnd vssgeriebt.
(Pag. 371.) Item demnach so sind die uss oberbrugund komen vnd sind zurieb lange zilt an
eim wirl gelegen vnd begerlt an gemein eignossen sj fürbass jn jrem schirm ze behalten vnd grosse.«
gutl den eignossen darumm angebollcn.
Item dessglichen so sind die sofonger oueb kommen vnd ouch frid vnd riebtung begert an
gemein eignossen cet.
Item demnach so sind uil tagen geleilt jn vnsser stat zürich von fürslen vnd heren vnd am
leaten ist komen dess küngs von franckrich treffenlichen bolzschafn vnd begertt jonen jo namen jrs
heren dess küngs dz oberbrugund zn konffen gen darumm so welle er jnnen genn ij* tussend rinseber
guldin, vnd sömlicbe bitt so nun die bollen dess küngs getban band , sind jnnen die eignossen ze
willen worden vnd dz selbe land vmm ij c tussend gl dem küng lassen verfolgen, nach jnball dess
kouffbriefis darvmm vcrsiglot cet.
Item so sind ouch die vou sofony von genff lossen vnd andry stett nach jnhalt der ersten beriebt
damit vnd sy widervmm zu der wall jn kooffwiss kommen sind nach lutt vnd sag jr knuffbrieffen
so sy den von eignossen jnbabend.
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167 -
Als der hertzog von mailland uff sant Steffenstag erstochen ward.
(Pag. 373.) Ano domi m.ccrc.Lixvij jar vff den optgeoantten helgeo dryer küog tag ward der
herlzog von meilland erstochen von etlichen sinner retten vnd burgren jn sanl Steffen kircheo vnd
dz wz mach, es begäbe sieb dz der optgenant fürst vnd bor von meillen demselben der jn ersuch
ein propstig zugesagt bat wen die ledig wurde eim sinoer (runden zu geben, vnd da nun dieselb
bropstig ledig ward hielt der bertzog nüt situ burger dz er jm zugeseit hat vnd verlccb nun die
pfrund einnem andren, dass vernam nun der burger vnd gieng zu dem hertzog von meilland, vnd
ward mit dem herlzog von der pfrund wegen reden vnd wz nun zornig also begäbe es sich dz der
hertzog ouch erzürnt ward vnd retl zu jm bab ich dir die pfrund zugesagt vnd bab dess gewalt
gehept so habe jeh gewalt die dir wider ze nemen vnd einnem andren zu liehen, vnd dz ich bass
rede so bab ich doch noch den gewalt wol dich an einnen ast zu knüpften lassen vnd dich erhencken
reit der burger den tag lasse mich goll nümer geleben dz das besebäch, vnd ging damit vom hertzog
von meilland uss dem kastei mit betrüptten herlzen.
Nun ist zu wussen dz disser burger rieh vnd meebtig an gewalt vnd gutt wz vnd fast wol ge»
friinlt von edlen vnd vnedlen der gieng nun zu einnem granffen vnd snsl iüj siner fründen vnd
gesellen vnd klagte jonen disse sach so jm von dem herlzogen begegnot wz, da ds sinne fründ ver-
horttenl sebwurend sy (l'ag. 373.) alle seebs eid zu golt vnd den beigen disse sach am berlzog von
meilland nümer vngeroeben zu lassen vnd solle disse sacb jr aller sacb sin vnd schichtend da nach
einnem schärer der liesse jnnen allen also lallend sy dz blutt alles jn ein geschir vnd mistlotend dz
vnder einandren vnd Iranck da der granff vnd der burger dessglichen die andren her dz blutl vnd
solle diss also ein zeichen sin der frünlzscbafl dz sy bin einaodren toll vnd tebiodig bliben weitend
ane ablrelteo.
Item da nun diss beschacb wurdent sy zu rall dz sy die sach uff der helgcn dryer knng lag
wie obstat folfüren weitend so wurd er der herlzog von meillen nach siner allen gewonbeitl den bar-
fossen sin järlicbes opffer bringen vnd werend sin also uff den lag gewüss dz er nüt jm kastei wurd
bliben disser rall gefiel nun jnn allen also rüstend sy sich mit gar fil knechten elllicber hat ob x
knächten etlicher minder ettlicher mer vnd stallend sich off den optgemellen tag jn dz münsler vnd
nach dem anslag so kam der herlzog vnd ball kein hämisch oül an jm als er aber formals mer halt
vnd gieng durch sine find an schaden vnd stalle sich jn einnen stul.
Vnd da er nun also stand vnd mess wil hören so kumpl der burger freffenlieb gegen den bertzog
von meilland gan vnd trug eiu brieff jnn sinner band jederuian (Pag. 374.) weich dem burger vnd
ineint mencklich er welle sust elwz ernsebliches mit dem fürsteu reden vnd der hertzog selhs den
der burger susl fast gewaltig wz vnd da er zu jm kumpt bütl er den brieff dem herlzogen vnd mit
der andren band zuckt er von leder vnd stach den berlzog vnden bin gemechlen jn also sebreig der
berlzog von meilland o grimer lod ich bin erstochen von stunden an stachend die andren v auch
jn jnn also starb er jn der kileben vnd dz ersachend nun sinne dienner vnd züchtend von leder vnd
erslachend den burger an frischer lall die andren worden! alle gefangen vnd übel gemartlrolt doch so
kamenl die knäebt fasl darvon den sy nütz vmm diss Sachen wüstend so mochtend sy not zu fechten
«68
komen also totte man die fünff am lelzsteti ouch vnd demnach schlug roaa jnen jr l&öpff ab vnd
slacklc sy zu einen turn uff dem brobet an issinen «langen binuss dz sy mencklichen secheu
mocht cet.
Ilem vngefarlicb. darnach jnn xiiij tagen starb ouch der pfallentgranff bin rm herlzog ludwig.
Von dem hurgrecht so min heren von Zürich mit den von bern, lutzern, sollontor vnn
friburg gemacht hand merck fürcr.
(Pag. 375.) In dem namen der beigen hochen druyualtikcill goll ualler sun vnd helger gebtes
amman wir der bargermeulcr der rat vnd die zweig hundert der gross ralt vnd die gantten gemeinde
der stat zbrich cet. jn coslenlzer bistum bekennend offenlich vnd thund kund mencklichem die dissen
gegeowirtiigen brieff sechend oder hörend lessen jetc vnd nachmallen, dz wir mit gutter beaintter wol-
betrachtuoge vnd einhelligem ralt, vorab zu lob vnd cren dem beigen römseben riebe vns selber
vnd vnser statt Zürich ewigen nachkommen zu Irost nutz vnd fromen. vnd zu gult gemeinner eigno-
sebaft, damit wir denn den fromen fürsichtigen vnd wissen schultbes vnd rälten gemeinlichen burgren
ze bern lulzern sollontur vnd friburg jo üchtland vnsren besundren gar gullen fründen vnd trüwen
lieben eidgnossen, vnd sy vnss gewant sind, dieselben schullbess ralt vnd ganlz gemeinden, als uor
vnd darzu jr ewig nachkomen, wir zu vnsren gelriiwen ewigen vnd lieben milbnrgrcn. vnd jn vnsser
sial burgrecht gütlichen enpfachenl. als wir den dessnach derselben vnser sUU burgrecht Zürich
frigheitt vnd gutten gewonheitlcn vnd loblichem alltcn herkommen ze thunde machl habenl, vnd jn
vnsseren ewigen geschwornnen pünden jetlicher statt vnd yctlichcm lande jr burgren vnd lanllütten
halb ze thunde vorbehalten ist, enpfachend vnd nemend sy wüssenlichen zu vnsren rechten, vnd
ewigen millburgrcn, also vnd mit söllichem rechten vnd gedingen dz wir vnd vnsser stat zttrich ewig
nachkomen die jren vnd dz jr, nun von diss hin ewenklich. wen vnd als dick dz zn scholden kumpt
als ander vnsser cignossen burger vnn railburger, mil gantzen gutten Irüwen. schützen schirmen vnd
hanthaben sollend vnd wellend nach jrem vnd vnssrem nutz lob vnd ere vnd wz wir nun fürbas hin.
burgrechlen oder lanlrechten mit wem dz were an vnss nämend, dz doch diss burgrecht (Pag. 376.
denselben vorgan soll , aon alle bindernis geferde vnd arglisl , harjnne gantz ussgesebeiden vnd ver-
mitten vnd dess alles zu warem festen vrkund so habend wir denselben vnsren gelrüwen vnd lieben
eignosseo vnd mitburgren von bern lulzern solontur vnd friburg jn öchlland, vnd jr Stetten ewigen
nachkomen dissen brieff mit vnsser stall josigcl verRiglell baran gebenckt der geben ist uf fritlag der
geben vor sant vrbanslag anno domi m.cccc.Lxxvij jar.
Item da nun disse richlung vnd burgersebaft vernamend die lender wurden! sy fast vnrüwig vnd
meinltend dz diss jonen zu tratz vnd leid besebechen were, vnd besunder wurdenl sy fast zornig
über die von lulzern. »nd meinltend nüt dz sy macht noch kraft bettend sömlicbe burgreebt mil
jemmen zu machen anc jr wüssen vnd willen nach lull vnd sag jren pünden so sy dan zusamen band
vnd ward gar uil von dissen dingen gerett. also rillend die lender zu den fünff sielten mer den ein
mall, ee, man sy hören wolle, vnd Iribend doch diss als lang biss ein tag darvmm angeselzet ward,
also uff dem lag nam man die sach für vnd ward die abredung also gemacht dz die obgenempten v
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«teil von burgrecbl abstan sollend vnd wz fiirer von Und vnd lütten gemein eignosseo gewunneot
daran sülltend sollontor vnd friburg oucb leillong haben wz aber an barschart vnd farender bab ge-
wunncn wurd dzselbe sollte man leiden nach fille der lullen vnd nüt nach den örltrcn disse ricbtung
namend die v stell vnd v lender gütlichen uff vnd slundent also von jr bell wegen von burg-
recbl ab.
(Pag. 377.) Anno domi m.cccc.Lxxvij jar uff sant kallrinnenlag wz gar ein grosser tag Zürich
von Fürsten vnd boren holten von straspurg bassel collmer vn scblelzslal vnd von allen ortteu der
eignoschafl vnd wz den jn dem grossen pund wz vnd lagot man fast nun von der brugunscben wegen
die den oucb zwen erlich ritter zum tag gesant ballend vnd wertl derselbe lag xiiij lag an einandren
vnd ward also ein andren lag angeselz vff der beigen dry küngen tag nächst komcnl (>p«ier im Ork«.
b«lge*eut and in der Copi« airbt enthalten) vnd vff sanl Steffens lag jm obgemelten jar da ward herlzog
galiatz marie pforlzioo bertzog zu meillen jn der slat zu meilland von den sinnen jn dem muoster
zu sanl Steffen von den sinnen erstochen cet. wie dan hie uor ouch geacbriben ist
Von dem grossen tag der Zürich was.
Anno domi m.cccc.Lxxviij jar da wz der gross tag Zürich vff denselben lag schickt der kung
von franckrich sine treffenliche ralzbotten. vnd kam oucb herlzog reinharl von lutlringen jn eigner
parsou mit drissig pferden so kam oucb berlzog Sigmunds treffenliche ralle nämlich hillbrand raxp
her marquart von schcllenberg rilter her anlone geissberg hans lanlz vnd banss bruchle mit fiertzig
pferden so kantend ouch die brugunscben mit vil pferden, es kam oucb des* biseboffs vnd der statt
Strasburg dess biseboffs vnd der slat bassel treOenlicbe raUbolleo so kamend kolt( m ,er vnd slelz-
stal, dessglichen aber aller eignosseo botlen vnd wz jm grossen pund was. so kamend sust Gl erberer
lülten jn bolzschafl wiss die dem pund nütz warend von fürslcn vnd beren von lendren vnd stellen
dahin geschickt also wz es als ein grosser lag dz es Zürich bin mansstencken nie [Pag. 378) mer
gesechen wz worden, also wert derselb tag dry wuchen ye man zurrcilt. vnd fieog an jn dem ob-
genanl jar uff menlag nach dem zwölften tag cel. r-piier im On g . bei«««tit and in der Co>.i# oifbi befindlich:
vnd galt ein frischen räckholter vogel gern ij ss vnd etlicher mer cel. vnd warend alle ding lür vnd
nül wolfel vnn galt ein eiincr »in von selben jar gewachsen viiij ft von zapffen den namenl min
herren zu verschencken den frömden lülten.
Von dem span so vnsscr eigiiossen von vre mit der herllzogin von meiland gewunnet der erbub
sich jm Lxxviij jar als harnacli statt.
Ich uernim warlichen also dz der frowen von meilland lüt so den an dz tal liflinen slossend
elwz buwholtzes noturftig werend zu etlichen büwen vnd furend demnach jn einnen keslinen wald
nächst bin liflinen gelegen vnd hüwenl da als jn dem jren elwen mengeo keslinen boum nider dz
vernamend nun die von liflinen vnd warend zornig über der frowen von meilland lütt vnd rettend die
wcld gehortlcnd nüt jiten zu, besunder dem land oder tal liflinen darwider die meillandiscben rellenl
sy hellend die keslenböum off dem jren vnd jn jren weiden gebowen vnd nüt vff der von liflinen
bietleu oder jn jren weiden besunder so werend die weld daruff sy den die keslenböum gebowen
Ii
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hellen jren vnd von aller bar ja dz her I sogt hum gan meiland gebörtl deasgtichen die uorgenanleo
voo liffinen meinltend somliches so den die von meillaod rettend nüt mil der warheilt forzubringen
vnd also woll jetliche parly recht haben vod gewuooend aUo nid vnd ba»s zusammen (Pag. 379.)
vnd also furend die von liffinen zu vnsren eignotaen von ure vnd klaglend jnnen diss sarh vnd
ruachtend ouch die sach gross vnd dz ich hie nun nil schribenss erspar so käme es darzu dz sy sieb
der sach so uil beludcnt vnd der frowen von meilland jr absagung lallend vnd Inffcnd fil junger
gesellen uss dem land vre dennen von liffinen zu hilff diss alles vernamend nun die eignossen vnd
saizlend tag /wuschen der bertzoginen vnd denn von vre gan kur mer denn einnen aber die von ure
wollend nüt jr willen jn die sach gen dz man sy richte vnd müstend also vngescbaffel alle eignossen
von kur wiewol etliche sagend dz die frow von meillen fast vngern wider die eignossen ted man
seilt fürwar dz sy begertt eins» vndersgangs jn jrem coslen den zu thun uff den weiden so den dir
kestetiböum jn gehowen werend , vnd funt sieb den dz die weld nüt dess wirdigen slift zu roeiland
werend vnd jn jren hochen vnd nidren gerichten vnd hielten leginl so solle die sacb uff gemeinnen
eignossen slan vnd wz sy sich den vmm die böum bekantlend dem welle sy getrullich nach gan vnd
den von ure die böum fast gern bestallen cet. fund sich aber dz die weld jr werend darine den die
jren die kestenböum jn gehowen hettend hoftc sy wol, man relle mil den von vre sy vnbckürabrei
an dem jren zu lassen, aber es rooch nüt sin besunder mannend die von vre alle eignossen vmm
hilff vnd bysland wider die obgenantten bertzoginen voo meilland dess nun gemein eignossen nacher
vnd noch uff den büttigen tag gröblichen engeltend an dem zol so den die vnsren zolfrig vss vnsren
landen fürend vntz gan meilland an der stat graben wie den dz capitlel wist vnd seit (Pag. 380.: das
da geben ward vff vnsser lieben frowen anbint jm ögsten anno domi m cccc.lxvj jar.
( Vorstellung des Zug* der Eidgenos&en vor Bellenz.}
Vnd nach der manung so den vnssre eignossen von vre gelhan haltend rüstend sich min beren
von zürieb mit m° manen vnd zugend dennen von ure so den am ersten usszogen warenl nach mit
vnsser stall fenlin vnd wz dess zügs hoptroan aber her hanss waldman also zog da minnen beren vnd
den von vre die andren Örtler nach, also gienge es nütt (Pag. 381.) allen gesellen wol den jren wol
ob lx knechten von cinner lowinen vmmkamend jm gollbarll mil sein rossen vnd wz sv hatten vnd
als nun alle örtler an der mönssbrugen zusamen kameutl machlend sy jr Ordnung vnd wurden zr
ratt fiirer gan bellenlz zu zücheo vnd als sy nun vnwiti von bellentz karoenl ballend sieb ellliche
reissige lamppartcr haruss von bellenlz gelassen vnd wollend die lülscben besebelzcn also vngclarlicbeo
hegi'gnotend jnnen die eignossen vnd saizlend nun an die lamparter vnd jaglend jnnen die eignossen
nach vntz für bellenlz an dz lor. also trucktend jnnen die fussknecht oueb nach vnd gewunnend jnnen
die ringmur zwuschend dem einnen sloss vnd dem berg by der mönss ab vnd machlend da durch die
murren ein gross locb dz man wol dardureb moebt karen vud soumen wie man woll demnach tagend
etliche röscher knäebt an dem stcllin vnd sturmplend dz. vnd ist nül minder werend etliche nul jm
feld vor bellenlz gewessen, die den gar uil gutz darjnnen ballend, vnd uitichl dcssselben besorgten
dz sy daruium werd kommen wo mau es mit stürm crobrei bette, do wer bellentz gewunnen worden,
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der schräg nuo etaer den boptman von Zürich an vnd reu er welle biderb lält furfüren vnd vmm-
briogen, da sprach der hoptman den lag wil ich niemer gieben, di ich jenoen kein bidrrmao oer-
füren welle vnd sol ouch dz keio bidermaD nail der warbeht niemer von mir reden also lieas er vnd
mencklieben von stürm vnd schlagend sich für beUenti za feld cet. (Pag. 382.) vnd als sy nun
etliche tag jm feld vor beilentz tagend, ward es uss der massen kalt dz roencklichen erfrüren wolt
vnd wz da ouch grosser mangel an spiss vnd an andren dingen die man nül soumen mocht ubreo
gollhart vor sehne vnd vn weller. da wurden t die eignossen za ratt die will es so kalt wer dz niemen
wol möchte bliben ouch mangel an spiss vnd andren dingen wer so solle man dz feld rumen vnd
widerum heim znchen vnd also ruwea biss za ustagen dem ratt ward also gefolget, vnd zog ederman
wider bein vnd diss beschach vm aller beigen tag jm Lxxviij jar.
(Pag. 383.} Vnd als nun die eignossen kamend gan girniss da wurden! sy zu ratt dz man jm
dorff girniss zu lantwer völll lassen ligen vj c man damit vnd die maillandiscben dem land liffinen
kein schaden thun möchten vnd also licss man da vj« koecht vnd deren wz nun bin j c von zärich
vnd ab die eignossen vss dem land liffinen über den gottbar l beinzogen warend, begäbe es sich dz
der cappitony von meitland mit sampl elllicher sinner landesberren wol bin xvm" mannen jm hertzog-
tbum zu meilland gesamlet halt, vnd halt nun wol uernomraen wie die eignossen dz feid gernmpt
ballend vnd sy heim zogen warend. so halle er ouch vernommen wie sy vj« knächt zn girniss ver-
lassen ballend die da zu gegenwer ligen sollend vnd ward also mil sinnen iandeshcren za ratt dieselben
zu suchen vnd die ze straffen, abo machte er zwen huffen vnd zog mil dem einnen hülfen dz er kam
von örgent durch dz selb lall mil dem andren züg zog er von beilentz über die mönssbrugeo für
dz klöslerlin uff vnd diss beschach nun am morgen frü am zechenden tag nach aller beigen lag vod
als sy nun zu dem dorff girniss nach kamend wz es fast stark verbolwerckel vnd funden da etlicb
der eignossen knächt an der waehl die luffend nun jn dz dorff vod wacklcnd die andren alle also
luflend jre ellicbe ganlz nackot binuss za den bolwcrcken vnd behebend die mil gewalt biss sy sich
jm dorff ganlz angleillend vnd sieb geruslend da versalzlend sy die obren wacht vnd bolwerck
mit etlichen knechten die übrigen wurden! zu ratt dz sy die walchen wellend angriffen, als beschach.
vnd ordnolend die büchssenschöJzen an spitz vnd zugend jnn dem (Pag. 384.) 'Namens goltes gar
kecklichen an die lumbarder mit einnem redlich angriff vnd erschussend jren uil den es am selben end
eng vnd stolzig den berg zum klöslerlin ab ist, vnd dz fussfolck roer forlteilss ball den die reissigen.
also nament die lamparter die flucht, »nd jllend jnnen die von girniss nach vnd erschlogend jren ob
xiiij« walchen . e sy über die möss möcbtend kommen vnd ertrunckend jren gar fil jn dem selben
wasser vnd da sy vntz an die brugen kämmend belibeod der eignossen knachl Stil stan vnd zagend
nül darüber won es jnnen nül zu ihuo wz also zugend sy die lotten uss vnd funden gar uil gutz bin
jnnen sy gewunnent ouch 61 sebönner pferden die sy demnach vnder ein andren leihend vnd zugend
Von der schlacht zu girniss nre.
(Vorstellung.)
mit froüden also wider gan girniw.
Ilem diss stund nun an bis» umm die wiennächl dz alweg die vj< knachl fast zu girniss tagend, da
vernam der küng von franckrich den vnwillen von krieg so den die frow von meiland vnd die eignossen
wider ein andren fürllend, vnd warend jm dissc sacbcn vasl leid, also schickt er ze der frowen von
meilland vnd zu den eignossen eiuner sinner Iraffenlichen ralzbollen vnd bcfalche dem disse krieg zu
richten vnd also wurden tl lag gesetzt gan lutzern, vnd uU denselben lag kamment gar fil rosstüscber
vnd andre koufflül die jr sach ouch nül wollend gvricbl lassen bliben es« were den aacb dz jnnen
die herlzogin von meiden jren gelillnen schaden wolle ablegen so sy dan formal»» von jreni heren
dem herlzogen, es wer jm byass zu kum zu meilland oder an audreo orlleo von »inner bollen wegen
enpfangen hellend, also ward ein andren lag (Pag. 385.) gan lulzern angesetz vmro fasnach vff wz
lag ess aber gewissen ist mir nut roe wüssend, uff denselben lag allen aosprechren so den an berlzog
von meiland sollit'be auspruch wie uorslal kommen sollend vnd jr klag vor dess küngs von franck-
ricbs bolschafl ouch den eignossen so den darzu geordnet werend Ihuu vnd jr schuld jn gscbrifl
setzen es were vmm coslen schaden oder bouplgul cel.
Hie sagt diss buch wie allen klegren ein tag gan lulzern jn stal gesetz ward vnd da
jetlicher sin ansprach jn geschrift gab vm jr schuld ^abentt vnd demnach den franek-
richischen holten gan meillen zu der herlzogin santlent mit den ansprachen.
Vnd also derselb geselz lag kam kämmend ouch da gar uil kleger vnd klagt einner diss der ander
dass vnd brachlcnd jren kosten schaden vnd höptgull jn gschrift so sj den von Pag 386.1 dem
optgemellen hertzogen von meiland meinlcnd enpfangen haben es wer jm byass zu kum meilland oder
an andren stellen, vnd ist nül minder den dz etlichen vnd der eben Iii mit schlachten liederlichen
ansprachen kamend vnd da gar fil fordrenlend. also sass der bot von franckrich vnd die eignossen
so den darzu geordnet warend über die klegten vnd schlüge man dz gell so den die uorgemelten
rostüscher vnd koufflül fordrenlend zusammen dz traff sich nun elwz ob iijm<> guldin demnach reid
der frantzösebi» botl zu der herlzogin von meilland vnd bracht jr die klegten so den uff jren heren
selgen gelhan wz, derselben klagten aller wolt sy nül höreo lencken. da gewallsamlc sich der boll von
franckrich ob sach were dz er an eignossen die gültykeill funden möchte dz sy den jm erlouple ein
strich durch die sum zu thu so roüsle sy deu schuldneren xv guldin geben damit vnd der vnwil
hinweg gelhan wurd cel. also woll sy ouch nül dess willig syn da nana sich der boll gewallz an mil
den xv< guldin vnd seil! jren dz je syns beren des küngs will wer, dz sy sich mil den eignossen
richten lassen sölt, jm wer ouch von jm befolchen dz er for nttl wider heinkoinmen soll, also begab
sich noch den die herlzogin die iv huodurl gl ze geben vnd die ze bezallen mit geding wz nun von
eignossen oder den jren gan meillant von kouffmanschaft vss jren landen gefürl wurde dz den nül
jnn eignossen gemacht oder gefallen were als fedren wullen vnd andere kouffmanschalz dz sölt fürer
nül mer zolsfrig faren besunder den gehen die andren stock well sy beliben lassen wie sy dan jn
den allen kappilllen vnn episllen stundenl, da dz der botl von franckrich erborll helle er gern ge-
säcben dz die herlzogin dz nül [Pag. 387.J gelhan bell vnd es bin dem allen kappiltei hell lassen
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blibeo dz woit sy nun ye nül ibun , vnd woll je lieber mit den eignossen ja krieg vnd vnwillea
belibcD also reid der bolt wider jn die eignossen vnd warb via ein andren lag.
i
Aber von einner tagsatzung gan lutzern.
Also salzt man lag gan lalzern, dabin kam der bot! von franckricb, vnd andre botten von allen
ortlen . die den for ouch bin dissen dingen gewessen warend , dennen seilt der bolt wz er an der
frowen von meillaud fanden bell, vnd möcblcnd susl nül wiltcr 6nden denn wie for stall vnd helle
er sich der Fürstin noch denoochl gewaltz angenomeo als uil als vmm die xv« gnldin vnd were doch
wider allen jr willen, weder vil noch wennig zu geben, vnd von des allen cappittels wegen, so jr her
vnd fürst gemachet helle, jm Lxvj jar, welle sy ballen vnlz an dz stock so denn den zol berören
ist. dz die eignossen vnd wer ze den acht örllren gewand ist, dz dieselben gantz zolsfrigen f'aren
sollend vnd dz bisshar also gebracht habend , es were von wz kouffman schätz vnd dz genempt
werden inöcbt, desselben arlickels halb ist jr meinung also, wz in der eignoschatTt gefallen vnn ge-
macht ess sye leder fei ancken ziger käss ross vnd anders nütz ussgenomen , dz nun dz selb von
allen dennen so den uss der eignoschafll bürlig sind ald snst zu jnnen gewanl, dass den dieselb kouffman
schätz noch fürer zolssfrig vnlz gan meiltand an graben gan sol, ob aber sacb wef dz jemmen von
der eignoschafl ander kouffmanschafl durch jr land hinjnn gan maillend füren well, so den nüt jn der
eignossen land gemacht ist, dz man dasselb ess sye fedren, wullen oder anders als zollen solle nütz
ussgenomen so bald vnd man den jre zöl begriffen wird als ander lült (Pag. 388.) vnd dz wer nun
der frowen meinung vnd welle je nült witler verwilgen jn disse sacb zu reden, den sy zum ersten
meint ganlz von kappitlel zufallen, vnd meint man bette dz kappitlel an jr vnd jren kinden gantz
übersacben, vnd wer dem oil nachgangen, als aber ir begeren were, doch so hab ich die sacb mil
not vnd arbeitt überkommen, dz man mir verwillgotl bat wie den obslalt. vnd mit mer worllen ao
den der frantzössis bolt den eignossen seilt, wie er es da gehandlet bell, also dz ich nun disse »ach
kürlzre namend die eignossen den friden uff, vnd ward also von bedco barttyen versiglot die meinnng
wie obstat also schreib der franckrichiscb boll der herlzogin, dz der frid gemacht wer vnd dz man
jm die xv hundurt guldin barass schicken soll, dz besebaeb nun alles demnach salzt man aber ein
tag vnd uerkunt man allen dennen so den jr klag uff den berlzogen getan ballend, also gab man
jeckliebem uacb sinner klag dz halb minder etlichem ward ouch nun anklein etlichen gar nutz so
ward oueb eltlicben mer den dz halb also gab man ye eim darnach vnd man meint di er ein man
were vnd ein rechte redliche ansprach an bertzog gehept ball.
Item da disse richlung also getroffen vnd versiglot I ward, kamen! oueb die vj* knäch wider
von giraiss vnd demnach ruft man zu meilland jn der statt den friden vnd wz mencklichen fro dz es
frid worden wz dz beschach vff den beigen pfingsllag jm Lxxviiij jar. darby WZ ich g. e. ceU
(Gerold Kdlebach.) Die»« ««merkon« Ul lo d«r Copie weggcbtien.
Pag. 389., Als man Zürich widerum die wasserkilich anfieng zu buwen.
Ano domi m.cccc. Lxxviiij jar fieng man oueb an widervmm die wasserkileben zu buwen vnd hall
man fast grosse übly zilt. ee man die pfäl möcfal schlacben vnd die gatter gelegen daruff den dieselb
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kilchea statt mit scböpffeu »od wiennacht bis« ja merUze«, da fienge man an muren vad dz pfütumont
setzen also buwltend anin beren sibeu gantze jar daran, vnd verbuwtlend an alle golzguben als man
seilt so den durch der lieben beigen willen gen wurden ob vjn>° guldin vnd sind die ertagwan noch
dess belmss coslcn nttt jn disser sum gerechnol.
(Satter Tan Autor aeiaerägt and nicAt in dtr Copie-.} Item der heim uff der kilcben kostet ob den
xv' guldio der ward demnach wider abgeschlissen vff den xaüj lag erst berpstmanet jm m.cccccxxviij
jar cet. jm nüwen globen cet.
Von dem bruderwin.
In dissem obgemelten jar ward gar ein gutler win zürieb nampt man den bruderwin vad derselb
wia ward von den alten gesebetzet über dess küogs win vnd ward gyn fast weooig derselbe win galt
etlicher zu zweig jaren vmm vj rioscher guldin vnd etlicher mer, also ward er will den ria hinunder
vnd sust jn alle andren land gefürtt.
Von dem nxviiij jar.
Item dessselfcen jars kam uff milteuasten der bischoff von metz gan Zürich vnd lag jn einssidler
hoff zu berbrig biss nach pfingsten derselb bischoff ward dabin geschickt von dess keissers fridrichs
sun von östrieb maxzimians jn bollschafl dz er besuchen soll mit den eignossen ein ewige buntnüss
vnd einung ze machen aber es ward nütz da gemacht vnd zurreid ederman vngeschaffet hinweg.
Als die orgel zum frowenmünster ussgemachet ward.
(Pag. 390.) Vff pfingsten jn dem obgenantten jar ward oueb die orgel zu dem frowenmünsler
vssgemachl vnd greebl gen von den Organisten so sj uersnehtend. an dieselben orgel gab er hanss
waldman burger na «isler funftzig rioscher guldin (»piiter »om Autor beigeiolit and in der Copie nicht enthalten:
dieselb orgel ward ouck wider zurbrochen mit andren orglen zum grossen münster jn der waser-
kilchen zum barfüssen vnd brediger darnach alss man die mess ouch dz sacryment singen vnd lassen
abslall als man zalt 1524 jar cet. got wall sin.
Vff den sibenden tag vor dem beigen pfiogstag dess obgenanlcn jars ward her hanss waldman
ritter vnd lockur uorätur in der Copie) banss herring lipriestcr der apllye zurich jn botlschafl wiss
vssgesanll gan rom zu rillen zu vnssrem beigen ualler dem bapsl elllicher sachen halb so mir denn
nül ze wüssen sind, vnd da wir hinjn gan meilland kamment ward her banss waldman fast kranck von
febriss also hellend jm dio arlzend wider bein ze rillen doch so belibend sy bed da biss uff zinstag
frü also wz gar H II fürsten vnd heren bolscbafl da nämlich dess küngs von franckrieb botl der den
frideo zwuschend der hertzogen von meilland vnd den eignossen gemacht halt, dess küogs von
engeland treffcnlicbe bolscbafl. dess küngs von nappoltz bolschaft der von flarenlz von bolony vnd
anderen stell träflenliche holten vnd ad ess nach jmbiss ward am beigen pfingstag schickt der franck-
richiss botl zu ber banssen waldman dz er sich rüste, er müste mit jm gan hoff jn dz castel ritten
zu der berlxogin also reill er mit jm bin gau hoff vnd wz lütscher jn vnsser herbrig zum brunnen
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von koufflulten warend die leidend sy alle jn swartzes* an. dan wir oucb jn swarlzem alle rillend
»od die gieogend mit ber banssen waldtuan dem bollen von franck (Pag. 391.) rieb Tod mit docter
banss berring gan hoff vnd rillend die dry beren nabent ein andren vnd giengend vnser bin zeebnen
for vnd wo! bin zeebnen nacber vnlz gan hoff jn dz castel.
Vnd da der jung bertzog der boUen sichtig ward sloss man dz castel uff vnd gieng jnoen der
bertzog engegen mit uil rillerscbafl vnd adelss vnd enpfienge die holten vnd nam den franckrichischen
bollen bin eyner band vnd ber hanssen waldmau bin der andren band vnd furlle sy jn sinnen sali vnd
giengend alle jre knächl mit jnnen demnach schlug der berllzog ein jungen graffen jm sali vor tnenck-
licben zn ritler mit ebnem swertt nach einncr kleinnen wil nam sy der herlzog wider bin jr band
jetlkben wie for vnd furtle sy zu einnen Schönnen willen sali, darjnn wz gar ein sebönner laulz von
frowen vnd von mannen an dem danlz sassend ob j 1 vnd xx frowen der keinne nüt wz sy bette jr
gutten sidineu vnder vnd oberrock an vnd wz jren vil der etliche ganlz silbrin vnd guldin vQ dz
aller cosllichest warend ann andre ziertt so den die edlen frowen uff vmm vnd ann haltend als harband
hafUin vnd balsbendcr dessglicben warend ouch die man gar koschlicben bekleidet, vnd da man nun
ein klein wil ball gedanlzel kam oorh die hertzogin vss jrem sali mit jren junfrowen vnd enpfienge
die holten, demnach da dz oucb uergieng kamend die edlen vnd etliche burger von meilland jn dz
kasid zum tantz vnd ballend sich jn morUten wiss aogeleitt gar koschlich jn ittel gelles vnd ballend
silbrine antlitl for, vnd danlzlcnd {Pag. 392.) da den (aberislon tantz bin eynem kleynen sümberlin
gar koschlich, aber wunder muss ich schriben wie uil da sebinpfen uergiengend ess were von spillütten
von moren oder von faulüllen als meyer so sacb doch vnsser keinner kein frow oder junfrowen nüt er-
heben besonder selten erschmeret etwen einne vnder jimcn gar gütlichen vnd züchlenklich mit aller schäm.
Item demnach wurdent alle die knächt vom tantz gefürll so den mit her hanssen waldman jm
kastei warend vnd oucb die koufflüll jn eynen fast grossen vnd lüften keller gar nach als vnsser*
münster der wz durchenweg ganlz gewelbet der lag fast foller wasseo mit win ellliches ob
eimrig wass etlichess roerer vnd etlichen minder also wurdent wir alle zu einnem lisch gefürlt vnd
alle daran gesetzel, vnd Hess man vnss gar galten win wissen vnd rotten onweo vnd alten vnd vss
wellichem fasa wir nun wollend demnach bracht man vnsa gar guttes brott sebier glich als simleo, vnd
Gl konfex mit zuckererpsen vnd zwen fladen die warend jtel wiss von zucker vnd roandel gemacht
die gussend grad als marmelslein vnd warend vast gutl, also hiess vnss der keller essen vnd trincken
vnn seilt vnss dz jm befolcben wer vnss gütlichen zc tbun, also da wir gassend vnd Ironckend fürtte
man vnss wider jn den sali zu dem lanlz zu vnssren bereo , vnd diss verzoch sich nun bis« uff die
drfiy nach mitten» lag da hortte man vff lanlzen. also namend vnsser beren von dem herlzogen vnd
der herlzoginen vrlob vnd schieden! wider uss dem kastei jelltcber jn sin berbrig bein.
(Pag. 393.) Item uff denselben beigen lag zu pfingslen ward der frid zu meilland jn der ganlzeu
slal gerüfl vnd uerküntl so den zwuschend der hertzogin vnd dem jungen herlzogen von meilland
an einnem vnd den eignossen gemeinlicben am andren teil gemacht wass antreffend vnssre cignossen
von vre cet. demnach am zinslag jnn ptingslhrltagen jm obgemelten jare fergolle her banss waldroan
tocter hanss hering gan rom salb tritt die sachen usszerichten, darumm den sy bed dahin soltcnd sin, vnd
reid her banss waldman nach der artzill ratt den nächsten für bellcntz wider hein (apaier vom Aotor
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b*ig«Miit und nicht in der Copi« enthalten.) vnd darnach anoo domi 1480 jar da nam apt uorich von sanlt
galten die hoptmanschafl an mit Zürich lulzcm swit vnd garis* vnd wz her cunrall schwend der erst
böplman der jn reill uff sant kattrinen lag.
Von dem zug gan schallun vnd gan Iroy jn schanpany.
Item vQTriltag nach sanl larentzen lag anoo domi m.cccc.Lxxx jar zugend gemein eigoossen mit
vijm° man gan scballun vnd gan Irow jn schanpaina vmm sold dem küng von franckrich ze hilff,
nach der vereingnng so er den mit den eignosseo verkommen wz vnd da sv nun gan solialun kommen
warend ballend sieb dess küngs sachen verlouffen dz er der cignossen nül mer uff die Zill bedorffl.
also gäbe man gar erlichen den cignossen jrren sold vnd hiess man sy wider heim züchen vnd vnder
dissen knechten warend ob xij c von Zürich dero böplman wz aber her banss waldman (die Copie seut
hinzu: vnd jacob Ii« fennrieb).
Von den jubeljar vnd dess aploss zürich.
Im obgemellen jar benge oueb an dz jubeljar uff vnsser herenlag vnd werlt acht tag an ein-
andren dz römsebe gnad vnd apploss Zürich wz jn den dry kilchen nämlich jro grossen münster zum
frowen münster vnd jn der wasserkilchen also ward an den buw gen desselben jar ob xviiij* pffund
an gelt vnd werde also der aploss fünff jar an einandren vff die oplgemell zilt.
(Pag. 394.) Anno domi m.ccccxxxxj vff sanl marlliss abint koufte man zürich uff der brugen
vnd vor dem rüden noch grüne kriesse vnd halte man deren vil jn grossen zeinnen feill vnd wz
desselben summ gar ein vnslätles weller mit regnen vnd ward erberlicben win vnd korn doch ward
der win fasl sur.
Von der grossen prozess zürich.
In riissetn obgemellen jar uff sant felix vnd raglen lag wass als ein grosse prozess dessglichen
zttrich ni« mer gehörll wz worden von prclalten vnd pfaffen ess wass der wichbischoff von costentz
der apt von seboffhussen der apt von sanl galten der apl von rinow der apt von wetlinen der apl
von kappel der apt von mure der apt von rülly die der mertlel vnder jren vfflen giengent. vnd sost
ob iiij c prieslren von pfaffen vnd müneben.
Als min heren von zürich den von strasshurg abseittend
Anno domi m.ccccLxxxij am erslen tag bowmannolz saglend miu heren von Zürich ab den von
Strasburg darvon ich ouch etwz ein wenig schriben muss cel. Es begäbe sich also dz ein ritler von
•) Nach den Titel : AU min heren den von »Irawburg abbittend - hat der Copi»! eine -Nachricht eingeteilte!,
welche in dem Original fehlt and die *o laolel:
Anno domi m.cccr.un jar vmm winl jacob apoatel i»t di weiter so gros* geiin dx ei gieog über die wury vf by
der oberen brugen alt man in crati liiml«r hin galt vnd wx all« voll vtatser davornen im kratz,
worauf dann die Absaguog an Strasburg mit gleichen Worten erzählt wird.
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Strasburg genanl her richharlt von bochenburg ja slrasborg ein grosser bosser liim iLumton) uff jn
fiel wie dz er etliche vogeuanlten sünd mit eionem knaben bracht sölt haben, dzselbe geschreig kam
nun so will dz jnn der biseboff von strassburg annam vnd leitle jnn jn gefengnis vnd Hess jm grosse
pin vnd martter anlhun mit follren vnd bette man den knaben ouch gern zu jm gefangen gebept
vnd da man dem knaben nachfragt ward dem biseboff gcantwortt er hette den knaben erlranckt. dz
gefiel nun meocklichetn von her richart übel vnd rett jederman dz er jn darvtnm getöt bell lassen
dz der koab nütz von jm seilte als war wz . als nam jm der ( biseboff gar Iii svncr landen jn desv
glichen lad der pfalucranlT ouch den derselbe her riebartt gar uil gutter slossen jn dess pfallzgranffen
land halt die nam nun also der pfaltzgraff alle jnn vnd wie ess sich begab koud derselb ritter so uil
dz er vss gefenguusR gelassen ward, derselb ritter maebl nun ein faltz (l'ag. 396.) jnsigel gelicb des»
bischoffs von strassburgs vnd schreib einnen brieff wie er ledig vom biseboff von Strasburg gelassen
vnd vnschuldig von jm bekentt wer worden vnd somü'cher artticker stall er uil jn dissen brieff vnd
besiglot die mit dem Paltzschen jnsigel, dzselbe sigel wz nun dem rechten sigel gaulz glich cel. also
begäbe ess sieb dz der ritter ein ellich wib halt die wz nun dess rieben böckclss tochler. also botl
golt über den riehen böckel dz er starb vnd da dz der von bochenburg veroam der denn uff dieselben
zilt nüt ze strassburg gcwandlcn dorft fordert er den von Strasburg an sin lib von gut dz jm binuss
zu schicken den er nun ein erb sins schwechers nach der stall recht werre cel. also wollend jm dz die
von strassburg nül verwilgen vnd sin wib dessglichen oueb, darumm nun der riller sin bussfrowen vnd
die von strassburg vor vnsrem beigen valter dem bapsl vnd oueb dem romseben keisser jar vnd
tag vmmzoch da vil von zu schriben were dz ich alles dur der kürlze willen vnderwegen lass
zc sebriben.
Wie der von bochenburg burger zürich ward.
Also kam nun derselb ritler von bochenburg für ein burgenmeisler vnd gesassneu rall gan Zürich
vud bcgerll an sy jnn zu jrem burger uffzenemmen vnd nacb uil ladig so den derselb ritler treib
nammenl jnn min bereo von zürich nach jr stall recht uff ze jrem burger vnd wüstend doch nütz von
sinnen bössen bossheillen so er den vollbracht, vnd als er nun etliche zitl Zürich gewessen wz sagte
ex minen bereo wie jm die von strassburg sin wib vnd gull vorbetlend vnd jm dz nül verfolgen
wollend lassen zc dem sy jm grosse vner zuleillend wie er ein kalzer sin solle dess er doch in
boffnung sin wöll sich sömlicbe sacben vff jn mit der warheil hül noch nümer erfunden werden
(Pag. 396.) darumm er sy anrüft als jren burger jm ein boUschafl ze schicken gan strassburg vmm
ein geteilt zum rechten vnd nül darvon vnd funde sich dz er ein sömbcher schnöder man wer als sv
von jm fürgabenl so solle man jn brennen vnd jm kein geleil nül zu büße körnen funde sieh
aber söuebess nüt vff jnn hoffte er wol man Hesse jm sin lib er vnn gul nacb der slat strassburg
rächt verfolgen vnd ob jemmen were wer der wer niemmen hin assgesebeiden die an jn ver-
meiolend zusprach au haben dennen welle er gerecht vor ekinem ammeisler vnd rall zu Strasburg
werden vnd sich dess nüt widren besunder wol lassen benügen.
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Wie min heren von Zürich jr holten vnd brieff zu den von strassburg schickend vmm
ein geleitt dem von hochenburg.
Vnd da söliches min heren von jm erborllond schicktend sj jr botzschafl nach sinnem begeren
hinab gan strassburg die gabend jr antworl sy wüslend mit jm ganlz nutz zu rechten so were er
ouch nüt so wirdig dz sy jm kein geleitt geben wellend vnd als uil bitt der boll an die von strass-
burg leil halft" doch alles nutz vnd must also vngeschafien wider von strassburg gan zurieb.
Wie her heinrich göldry burgenmeister vnd johanss tachselshoflcr obresler meister
hinab gan strassburg gesant wurdent aber gütlichen mit jnnen zu reden.
Vnd nach langer vmmstrnd von anriiflcns wegen dess voo hothonburgs wegen wurdent gar uil
holten vnd geschritten von Zürich gan strassburg gesant, die doch alle an den von strassburg nütz
balff, da schicklend sy zulclzsl her heinrich güldlin ritter vnd meisler juhanssen tascbselhofler obersler
meistcr hinab gan Strasburg vnd gabend den jn befelcb mit den von strassburg gütlichen ze
reden vm ein geleil dem vom hochenburg ze dem rechten vnd nüt darfoo so weitend sy jn
für jren (Pag. 397.) rat zu strassburg stellen vnd wz sich mit warheit uff jn erfunde roüsle
er nach jr urttel liden vnd jn dess kein geleilt nüt hilflich sin ess berürtte doch er Hb
oder gntt an cet. vnd ob sich funde sömlicher bosser misstat sollend sy sicher sin dz jm von
jnnen kein schirm noch bysland nüt besebechen sölt besunder jn vmm sin schuld vnd Übeltat
dem rechten antwortten vnd jm die vrtlel lassen verfolgen ess were ze dem für oder andren dötten.
vod ob sundrig barsonnen werend, rieh oder arm jung oder all, niemen hinuss gescheiden, die an
den obgenanten von hochenburg meinlend ansprach ze haben, den weite er eins rechten sin ouch vor
einnem ammeister vnd gesassne rall zu strassburg, vnd also jr urttel erwarllcn ess träft*« doch an lib
oder gult cet. vnd dess er ouch aller urbüttig wer ze thun vnn vor niemen rechtes begertte den
vor jnneo wie dan obstatt cet. aber ye me vnd dicker min heren von Zürich die von strassburg
flisslichen bauend vnd ermanllend wz ess vmmsusl vnd wurdent von jnnen ganlz verachtet.
Wie der Iblss von strassburg mit sampt zweiger edlen mannen Zürich zum rechten
verbeft wurdent von dem von hochenburg.
Als sy nun min heren von Zürich gar gröblichen fast jn disser sacht verachtenden! . darvon gar
vil were ze sebriben dz ich nun hie durch dess besten willen vnderwegen ze schriben lasse, begäbe
sich dz am berpst jm Lxxxj jar dry edelman von strassburg vnder dennen wz einner burger zu
strassburg gan vnsser frowen gan einssidlen warend geritten vnd als sy an der heinfarlt gan Zürich
jn dz roll huss kamment, ward jr der von hochenburg jnnen vnd verhafte sy alle dry jnn der stall
Zürich zum rechten, den der ein vnder jnnen ein rechter säcber wass, (Pag. 398.) vnd meintte nun der
von hochenburg sy in tarn ze legen vnn also wunder mit jnnen zu Iriben also nammend min heren
die sach zu banden vnd hiesse man eid zu golt vnd den beigen sweren nüt von Zürich vss der stal
zu kommen, e vnd dz recht mit dem von hochenburg volfürtt wurde da rettend die zwen wir sind nüt
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burger zu strassburg vnd stand jnnen oach nül zu versprechen weder fil noch weniiig vnd nimpi
vdss oucb fast frömd vnd vnbilich dz vom her richarU verbeft noch verbat! den wir wüssend doch
mit jm gantz nütz ze sebaffen haben vnd band jm oucb alle vnsre lag kein Übels nie gelban.
Vnd da nun min bereo von dissenzweigen die red uerbortlend beschicktend sy die zwen bilgerin von
strassburg uff de ratlhuss vnd fragleod sy ob sy den von strassburg zu oder fon stunden! reitend sy
wie obstat sy Ständend den von strassburg ganU nutz zu weder wennig noch fil.
Wie die zwen ledig wurdent.
Also bekantlend sieb min heren von zürich möchlend sy den jreo worllen so den opstand nach
schweren eid zu gotl vnd den helgen dz sy den von strassburg nütz zuslundenl so sollend sy jr
fordren gelüplen vnd ciden gantz ledig sin vnd farenn welchen wege sy wellend vod jnoen der von
hochenburg allen coslen vnd schaden abtragen so sy dan von jm cnpfangen bettend, also nach miqer
beren von zürich vrllel sworend die zwen vud wurdent ledig von jren glüpten so sy Ibrmals gelban
ballend vnd ward jnnen oach aller cosl vnd schad von dem von bochenburg gantz abgeteilt vnd
bezalt. demnach rillend sy beim vnd beleih (Pag. 399.) der drill jm obgeschribnen wirlzhuss zürich.
Wie die von strassburg min heren von zürich zu bern vnd andren örttren vor
gantzen gemeinden verklagtend.
(Vorstellung der Gesandten von Strassburg vor dem Rathhaus zu Bern.;
Disse lachen vernamend nun die von strassburg vnd rillend jo alle ortl der eignoschaft vnd
warend da min heren von zürich gar Iräffenlichen verklagen von dess von bochenburg« wegen vnd
gieng wol ein sag uss sy fürttend etliche seck mit gelt uss strassburg mit jnnen ob aber sy die ver-
zarttend oder sust verbrucbtenl ald wz sy mit lallend ist mir nül warlichen ze wüssen vnd also
kaniroonl gemeiner eignossen uil zusammen vnd rattscblagtend hinder minen beren wie sy die Sachen
handien wollend vnd am letzsten kämmend die von switz vnd uermcinltend den gefangnen zürich ouch
ledig zu machen, vnd gabend für wie dz es* die pünd wissind wer uff der strass zu vnsser frowen
gan einsidlen Pag. 400.) werre ein fani> ze Ibun dz deren an keinner uff dz mal jn der eignoschafft
nül soll angenommen werden ess were den funtlich dass sömlich angenommen lütt gross büswiebt vnn
vbettätter werend die lib vnd gut! verwurckl bettend so möchte sy wol jecklich stat vnd jeckJich land
annemmen vnd mit jnnen handien nach jrem verdienueo, dass doch disser von strassburg (nut) angot
wil der keinner nül wer besunder ein from biderb man der alless somliches lüuden gantz frig were
cet. also wurden uil tagen angeselz jetz gan Inizern den gan zug vnd an andre orll von miner
bereu vnd der von strassburg wegen von dennen ich nüt allen schriben mag wz vnimendum an allen
ortten gebandlol ward cet. also leiltend sich die eignossen fast jn die sacb die von strassburg zu
richten vff somliches jnnen min heren zu anlwurl gabend der stoss wer bnld gericht mit den von
strassburg wen sy nun jrem burger recht uerlangen liessend dess er doch selbs urbüttig wer dz recht
zu strassburg sich lassen benügen vnd jm dz wol vnd wie tbun lassen ess träffe doch an lib er oder
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gull vnd wie den die «wen ber heinrich göldly »od meisler Uselhoffer vor an sy begert ballend, da
dUs die eignossen erhorltend hubend sy denn von slrassburg soraliches Tür vnd uat» sy frömd di sy
roincn bereu von zürich jn d isser sach oül ze willen wurdcol, aber die von slrassburg wollend dess
nüt gichtig syn dz her heinrich göldly noch banss tasselhoffer jnnen disser obgeschribnen worden
ganlz keinss mit jnnen gerell bettend vnd rettend sy wüstend nütz von dissem bandel vnd sy gabend
bed die vnworheitl für. vff sömlicb der von strassborg antworl min beren von zürich aber reiten wie
for ja dz es wor were wie dz sy zum dickrcn mal mit holten vnd brieffen begerll bellend jrem
burger lassen recht uerfolden dz sy boflend (Pag. 401.) mit denselben brieffen vnd kuppien so den
die von slrassburg von jnnen enpfangen habend fürzebringen nach aller notlurff aber die von
slrassburg band sich dess alles nüt lassen benügen aller vnssercr früntlicher pill vnd ermanung so wir
an sy geleilt habend, besunder sind sy die gewessen die vnss vnuerschull vnd dient vor ücb vnssren
lieben vnd getrüwen eignossen verklagt vnd versagt band jn mengen weg deren doch sich enkeinss
mit der warheitt vfT vns niemer erfinden sol, vnd machen! sich gegen vnss selbss secher dess sy doch
wol nüt endällend den furwar wz wir jn haltend zu lieb vnd gut gewüst zu thnn wellend wir mit
gutlem willen gern Ihan haben wir sind ouch die gewessen die den von slrassburg andre rechlbott
band fürgeslagen uamlichen zum ersten vff vnsren bereit den römischen keisser vnd forsten beren
vnd stell aber sy sind die gewessen die dissc rechlbott ganlz vnn gar von unss vnd jm ouch veraebt
habend so sol ouch niemen änderst nüt uerstan den dass dess von hochenburg nun anlein vmm sin lib
vnd gutt sye 61 mer vmm sin er, vnd hofte nun wol die von slrassburg sollend sömlichess uff jn bringen
nach jrem fürgen oder jm dafür wandet Ihun nach syner eren noturfft dess weite er noch bin hüt
betag vor eim burgenmeister vnd eim gesessnen rat Zürich slil slan vnd sömliches uff jnn bringen
erwartten vnd jm dz recht an dem end wie vnd wol lassen tbun.
Pag. 402.) Da sich nun die sachen lang uerluffend vnd nun je die von slrassburg min bereu
von Zürich gar ser uerachtendent vnd fast uil hochmutz begiengend, leidend sich aber jno die sacben
gemein eignossen vnd mentlend die zu richten mit beder partyen wbsseu vnd willen, also am letzslen
ward von eignossen ein satz gemacht dz die von slrassburg sollend gen dem von hochenburg für
alle sin ansprach viij™ guldin vnd sollend damit geriebt vnd geslicbt sin alle sacben vnd sins wib»
balb möchte er an die nüt sin so möchte er sy uor vnsrem beigen vatter dem bapst mit geischlkhen
rechten furnämmen. dz wolt nun der von hochenburg nüt tbun vnd meint man sölle jm wandel vm die
wortt sinner eren so den die von slrassburg von jm bruebt bettend vnd sollend jn offenlichen en-
schlachen, dz wollend die von slrassburg je vm kein sach ouch nüt tbun vnd ward die sach zer-
schlagen.
Wie vnsre eignossen in der mine antrugend dz man minen heren von zürich gen
sölt iiij m° guldin vnd dem von hochenburg ouch iiij tussend guldin.
Demnach leiltend sich vusser eignossen aber jn die Sachen vnd machlend dz die von slrassburg
iiijro 0 gülden geben sollend an jren geliltneu costen vnd schaden so den daruff gel u (Ten were, von des»
von boebenburgs wegen vnd damit so söllend sieb min heren von zürich des» von hoebeoburg eu-
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liehen vnd sin furer nülz anzenemen vnd ju sinner burgrechl ledig sagen, oueb so haltend sjr dem von
hochenburg etliche recht fürgeslagen vff fürslen heren vnd stell die er wider sinne Widersacher tob
slrassburg brachen vnd an die band nümmen möcht vnd jm oueb darby bestimpl von den von strass-
burg jm zugeben oueb iiijmO gülden damit vnd er sömlicbc reebt an den enden da css jm den am
aller fucklicheslen werend zu uollüren vnd solle dz thun jn jares frist ceL
(Pag. 403.) Aber her ricbbartl von hoebenburg woll dz nüt thun vnd meint die recht werend
jm nüt gemein, aber zc recht weite er gern kommen vff vnssren heren den römseben keisser, da den
er die sach formallcn oueb gchandlot bette, dz wollend nun die von slrassburg ouch nüt thun vnd
ward die sach aber null gerichi
Als min heren dennen von slrassburg abseittend.
, YonteUunq der tWterbringung de» Abtagbrieß.)
Vnd als syeb nun die sacben jar vnd lag ucrlouffen badend vnd min beren gar 61 gelinpfT ge-
sucht hattend vnd alles niil halff da seiltend jnnen min heren von ziirich ab vnd schicklend jnnen jr
ligenilschiifTbrieD" bin jrem eignen holten vnd dz beschacb uff den ersten tag höwmauot ano domi
m.cccc.Lixxij jar also nammend min beren von Zürich uss vnd meinlend mit macht am achtenden tag
höwmanolz hinab ze züchen vnd die von slrassburg ze (Pag. 40*.; bekriegen vnd mauttend also alle
eignossen nach der pünden sag jnnen hililit-hen ze sin wider jre figind die von slrassburg.
Als die von slrassburg den von bern schriben.
Aber die von slrassburg sebribend nacb disser absagung so den jnnen von minen heren getban
wz gan bern vnd klaglend jnnen dz vnbillicb absagen so jnnen von den von Zürich beschächen wz
mit gar Gl wortlcn die von bern sebribend jnnen widerum bin der von slrassburg eignen holten vnd
klaglend sy trülicheu als jre brüder vnd trösten sy gar hoch als den jr eigen krön neck luiter jnbatl
nacb Inl vnd sag desselben hrieffs, vnd sebribend von stunden an aller eignossen hotten vf mentag nach
sant uolrichslag zürich ze sind also uff denselben tag kamen It ouch die von sollonlor friburg vnd »nst
gar Iii erberer lullen vnd kamend ouch alle eignossen.
Wie aber vnsser eignossen gan zürich kamend.
Also begerttend sy an ein burgenmeisler vnd kleinen ratl dz man sy für die burger lassen weit
den sy bettend etwz mit jnnen zu reden, also wurdent jnnen min heren von Zürich ze willen vnd
Hesse man jnen die zweighunder besamten vnd dz wz nun uff den sibenden lag höwmanotz.
Als sy für die zweighunder kament.
Da nun die zweighunder versamlet warend vnd jelz bin einandren off dem rathuss sassend,
santtend min beren nach den eignossen für sy ze komen. ahm kämmend sy wie sy den versamlet
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warend, da rell der burger (Pag. 405.) roeister lieben hereo cignosseo habend jr nun elwz mit mioen
hereo den burgren zu reden so mönd jr üwcr sieben anheben.
Als gemein eignossen für den grossen ratt kament vnd an min heren begeren warend
jnnen tag zu geben so weitend sy sich vnderstan ein richlung zu machen mit den
von strassburg.
VIT sömlichess «(und uff der botl von bern vnd hub an ze reden mit einner langen red vnd
sprach strengen festen fürsiebtigen ersamen vnd wisen lieben gelrüwen eignossen nach dem vnd jr
mil vnsren lieben punlgnosseu von strassburg jn slöss spen vnd vneinnikeill kommen sind vnd sieb
demnach die sacben so will uerlouffen habend dz jr von söml icher spenn vnd slöss so den anbe-
rörend üwren burger deu von hoebenburg üwer absagung vnd Botschaft brieff jnnen hinab gelhan
vnd geschickt habint, sönd jr wüssen dz vnsa diss sacben allen herlzklichen leid ist jn trüwen vnd
nül enlein vnss besunder aller andren vnsseren bereo vnd obren (Pag. 406.) von steilen vnd leudren
grosser vnn mercklicbcr kumber ist vnd nun von söralicher spenn vnd stöss wegen jr jelz die üwren
besamlend uff morn hinab gan strassburg zu zücben vnd sy an jrem lib vnd gut schädigen vnd ouefa
darby jr alle vnssre bereu vnd obren gemant habend nach der pünden sag üch nach hin ab zu zücben
vnd üch hilff vnd hj stand zu thun wie den dz üwer manuiig jn ball cet. lieben beren vnd getriiwen
eignossen vff sömliches vns vnsser heren vnd obren vssgesebickt vnd zu üch gesaol habend üch
früotlich zc betten vnd zu ermannen alless dess so wir könnend von sömlicbcm üwrem fürnammen yelz
zemal zu stan vnd vnss tag geben wellend einss gütlichen bestarides jn dem wir mit den von strass-
burg wilter vnd ferer mögend reden sood jr kein zwiffel nül haben den dz wir unss jn disser sach
gegen üwer wissheill so früntlichen halten wend dz sy tnössend notbalb ansechen dz vnss die sach
allen am bertzen ligen sol vnd ob got wil ein sömlicbe redliche richtund zwusefaend üch vnd jnnen
machen dz ess üwer aller nutz lob vnd erc sin sol ouch ansäcbend der gross prest dz es jn allen
landen grosser mangel an körn ist vnd uss der massen tür vnd ouch an uil enden arm lütl hungers
sterbend zu dem ons ouch jn aller vumuss isl, der ern (Acmdte) halb vnd ess mencklichem uüt wol
kurapt jetz zu rcissen daruinm ist vnsser heren vnn obren bell wie obstalt vnss jn den sachen eins
gütlichen bcslands zu uerwilgen wo wir dz dessglichen vnsser heren vnd obren daheim vrom üch vnn
die üwren könend verdienten wend wir willig sin mil vnsrem lib vnn gutl
Minner heren anlworlt.
Vff sömlicbe gebcll nun min beren vnd geniein burger jnnen ze anlwortt gabend sy werrend den
von strassburg alweg gern engegen gangen aber die von strassburg wereod alweg die die dass nüt tbun
wollend (Pag. 407.} vnd wellend also bin jrem fürnemen vnd bochmull beliben wie uil sy sich gegen
jnnen ye erbullend darum bettend sy mit allem fliss nütz an sy zürnnen vnd jnnen sölieb jr antworl
jm besten ze verslan vnd dz jren heren vnd obren ersebeionen cet. den sy hellend sich gerüst vnd
weitend uff morn jm naroen golles uss zücben vnd jn gulter hoffnung sin so jr beren sömliches
verneinend sy zugend jnnen förderlichen nach.
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Als vnsser eignossen von Stetten vnd lendren min heren mit jren manbrieflen gan
einssidlcn ludent.
Vff dise red so min heren von Zürich mit den eignossen gethan hallend stand vff der botl von
bern vnd leilt ein brief uff deu lisch demnach der holt von lutzern demnach der holt von urc dem-
nach der botl von switz demnach der boll von vnderwalden vnd demnach der botl von zug vnd dem-
uach der boll von glarus vnd stunden alle brieff glich vnd mantlend min heren daheim zc beliben,
oder zum rechten kommen gan eynssidlen den sy meinllend nül jnnen schuldig ze sind keinner hilff
wider die von slrassburg cet. sy hellend oueb nül macht noch gewalt mil niemroen kein krieg an-
zufachen ane anderer eignossen wüssen vnd willen.
Minner heren antworl «IT die manung so vnsser eignossen gethan haltend.
Vff dz min heren meinllend ja sy bettend des» macht vnn gcwall wol zu Ihun vnd bettend sieb
erkenn bin jren eiden dz sieb recht vnd redlich sacben zu den von slrassburg hellend vnd bellend
nütz anders jn disser sach gehandlot den dz bünd wissend vnd seillend. doch so weitend sy nach
jren heren sag vnd manung jr holten hinjn vff den lag wie den die brieff wistend vnd seittend hiujnn
schicken vnd gnllc jnnen fast gelich ob sy nut gewunnend den sy meinllend den (Pag. 408.) forttel
ouch also zu haben sy von kriegen vnd sollichen sachen ze mannen doch so wer jr folek jn jr slal
vnd wer jederroan gerüst darum so weitend sy nütt dester minder hinweg gan slrassburg abzücben
vnd jre ßnde schattigen vnd jn boffnuog sy jr heren wurdenl zu einssidlen vnderricbl dt sy jnnen
bald tröstlichen zu hilff nachzugend also sass man jn burgren biss vm dz ein nach millemtag da
schiedenl von einandren.
Als vnsser eignossen mornnendess wider Tür rätl vnd burger kament vnd der zug
gewent ward.
Da nun am abinl ward begerllend aber die eignossen für die zweighundurl ze kommen dz be-
schacb nun uff den achtenden tag höwtnanot der ward nun versamlcl, vnd nach vil vmraslendi^er
wortl erhaltend sy min heren mit grosser müw vnd arbet so uil dz sy daheim belibend vnd den zug
abstattend vnd ward den eignossen alsso cinss bcslandss verwilgol vnd (iellcnt von aller manung ganlz
vnd gar, also salz man demnach vngefarlichen xiiij tagen vmm ein tag gan baden an der herbrig ze
sind also zog jederman wider von zurich hein an sin row.
Von dem tag von baden.
Vnd uff den bestimpteo tag kamment nun min heren von Zürich mit sampl dem von hochenburg
dessgelich kamment oueb vnssre Widersacher die von slrassburg mil grossem gewali also nammend aber
vnssre eignossen die sacheu ze banden vnd ward fil müg vnd arbet vmmsust (Pag 409.) zu baden ge-
bracht vnd allerleyg boss vnd gulz ze den sacben gereit vnd wz rechten man her riebartten je fiir-
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schlug css worc für Hinten heren stell oder lender der wolle er sieb keinner nul benügen lassen,
da bullend jm die von slrassbnrg recht Tür gemein eignossen ze kommen oder uff ein einniges orll
vnder den siben örtter weiliches er weite an anleio für die von Zürich so weitend sy fast gern sieb
dess rechten benugen lassen, diss wolt nun der von bochenburg aber nüt Ihun vnd rette die recht
werenl jm nüt gemein vor den eignossen besunder werend »eck mit gelt gan bern vnd anderschwon
kommen daruss denn etliche mit demselben gell bestochen werend. also wie den obstat! ward nutz
vss dem tag den etliche recht so den der von bochenburg den von slrassburg selbs fürgeschlagen bat
vnd gern mit jnnen an den enden jn dz recht gestanden wer, wolt er von dennen von slrassburg die
jm der gern am letzsten gestanden werend vnd dz recht an den enden volfürt bettend oueb nüt
uffnemmen dz nun menckliebem an her richart fast übel gefiel zu dem so wurden vnsren holten von
zürieb fürbraebl messiffen vnd brieff wie sich her richharl von bochenburg zu slrassburg vnn an
andren enden gehalten hall mit dem knaben vnd einnem siner knüchleo der sömlich gross bossheil leo
so er den mit dem knaben begangen hall gesachen darum m er den gultcn knächt oueb unuerschult
liess ertreucken vmm dz er söliche sin bossheilt nüt von jm sagte, so reit oueb ber ludwig von kagneg
wie er jn so vnzimlicben uff ein zill bin sinnem züg angreiff dz er von jm ab dem bell gieng darau
er bin jm dann gelegen wz vod dz seilt er mit mer worden uff wen vnd an welichen enden jm dz
mit dem von bochenburg widerfaren werc. also den sachen allen nach fände man lütt die glouptend
dissc sachen so (Pag. 410.) fände man den ander lütt die gclonptend dz über ein nülz vnd meinttend
etliche man solle den von kagneg vm sömlicbe worll so er von dem von bochenburg reite annemmen
vnd jn darvm jn gefcognis legen vnd warend also allerleig reden darnach ward ein tag gan Zürich
geleill . nach sant felix vnd reglen lag jn dem oplgcmelleo jar da sollend ouch hinkommen die von
slrassbnrg mit jrem folnnen gewall als den demnach ouch beschacb.
Als man den von hochenburg vnn sin knecht Zürich an der sillen verbrant.
( Vorst eHuwj.)
,Pag. 411.] Zu acht tagen vm nach sant felis vnd rcgela kämmend nun vnsser eignossen von
stellen vnd lendren mit Iii fromer fürnamer lütten vff den beslimptcn tag so kamend ouch die von
slrassburg mit jrem folnnen gewall mit Hl fromer lütten , also begäbe sich dz goll der allmächtig nüt
so fil fromer lütten durch eins sömlicben schnöden mans willen jn krieg vnd spen komen lassen
wolt jn dennen uillicbt meng bidermann vm sin er vnd gut komen were, also begonde dess von
boebenburgs wessen allen lütten nüt fast wol gefallen , ouch so klagt ein knab ab jm wz hanssen
müllcrs von surssc wie ju her richart angestrengt hell vnd welle vnzimlichen werck mit jm Iriben.
so halt ouch der von bochenburg ein schererknechl bin jm wz ein lultenschlacher relle jederman er
minie denselben knecht, vff sölichen grossen lünden so tegtich uff den uon bochenburg kam, besam-
tet sich der obresl meister mil sinnen heren den meislren vnd bubend reit vnder cinandren wie sy
sich jn dess von bochenburg sachen ballen wellend diewil so uil lütten dem von bochenburg so übel
rettend ess werend riller oder kriecht vnd ouch so jn grossem lümden stünde, also wurdenl sy zu
ralt jnn vnd sin knäcbl vff den lag zn fachen dz besebaeb nun vnd von stunden an furend die zwen
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oder all dry obersten meisler zu jm vnn sin knecbl jn turn vnd fienge man an sy zu fragen vnd
follroteod sy bed, also aber hie Iii worlt erspart I werden verjachend sy bed, vod besunder vergach
her ricbartl wie er den knecbl hei lassen ertrencken vnd wz er mit dem koaben gebandlet hat vnn
den ouch lassen ertrencken vmm dess willen dz er nütz von jm könde sagen, ouch wie er dz fallt
jnsigel vnd den brieff gemacht hell wider den bischoff von slrassburg vnd sust gar hl dess ich nül
alles» beriebt bin dz den der von bochenburg alles verjach cet
(Pag. U2.) Vnd off denselben morgen kammenl aber burger vnn räll zusammen nach der
eignossen begeren vnd wz nun gar ein grossen griittel vnd grüssen warumm mine heren die meisler
den von bochenburg jn gefengnus angenomen bettend, also kämmend vnsser eignoss wie sy dann uff
dz mal zürieb uff dz mal zusammen versamlel warend vnd braebtend an vnss zu nemmen von denneu
von slrassburg für die virachlung so vnss von jnnen boscbächcji wer oueb für kosten vnd schaden
so vnss deu ouch daran* gangen were viijm<> gülden vnd wir damilt die sacben also liessend gericht
vnd gesüntt sin dz wellend sy vmm vnss zu ewigen züten zu gutlem niemer mc uergessen wo wir jnnen
der bette gewertend vnd sy ertend . sy wollend sieb ouch der von slrassburg sömlicher viijm» gülden
mächtigen sy tältend es gern oder uiit, her richhartz halb beludent sy sich nütz jetz zemal diewil
vnd er jn gefengnus miner heren were den sy hoflend dz jm min heren thun wurden! nach sinnem
uerdiennen vnd nütz änderst, also Iiiesse man sy uss stan so weitend sich min heren ralt vnd burger
mit einandren vnderreden vnd sich uff die sachen verdencken.
Als die richtung gemacht ward vnd her hanss waldman den burgren den handel seitl.
Da nun die eignossen von burgren kammenl stund uff der obrtst zooflmeister her hanss waldman
vod seilt allen obgeschribnen baudel wie her rithart vnd der knächl vergäcben ballend vnd Hess
da des knächl vergichl zum ersten lassen demnach dess heren da dz rill vnd burger dennen dz
kond sieb niemen dess grossen Übels an dissen riller nül (fenogt) uerwundren , abo fieng der bur-
geuineisler ein frag an an eim der rätten wie man sich nun mit der sach halten weite also ward man ze
ralt lütt von minen heren den rätteo zu schiben ze vnsren eignossen vnd jnnen jr bell ze uerwilgen
vnd demnach glich nach jmbiss den friden mit den von (Pag. 413.) slrassburg ze machen vnd den ze
beschliessen als den beschacb also wie obstalt gabend sy minen heren von Zürich nüt die viij" guldin
nun für die grossen Verachtung die sy minnen heren gelhan ballend ouch vmm dz sy jre ratzbotten
beinnrieb göldlin burgenmeisler vnd meisler jobanss tasselhoffer wollend fclUscben jn jren wortten vnd
dz wz die sach darumm min heren jren jr finlscbafl sebribend vnd jnnen abseiltend , vnd gantz nutz
von her richarlz von bochenburg vnd ob noch 61 ein frommer man vor minnen heren räcbtes begertte
den der von bochenburg leider wz werend sy noch from gnog gewessen zerichten vnd werend billicb
minnen heren zu willen worden.
Als der von hochenburg vssgefürt vnd verbrent ward.
Vnd als diss uff ein doostag beschächen wz dz die richtig gemacht ward zwuschend minen heren
vnd den voo slrassburg ouch her richart vff denselben donsUg gefangen ward lag er jm turn biss
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IKG
am rnentag nächst darnach da rieht dess rieh* vogl über jn vnd sin knächt. vnd nach sincr vnd des«
knächt vergicht wurden! sy iuin für uerurteilt. bed mit einandren demnach fürlte man sy an den
fisehmarckl vnd lasse man jre vergicht offenließ vor aller meock liehen da wz ein berold der gieng
vnd tranl jm zweig guldine spengly ab sinnem rock vnd kunt jm ritterlicher orden ab mit gar
büpseben wortlen also lod er etlliche miner heren jn dz tal jossophat für gotl den allmechtigen zu
recht am dritten tag da ze sin, aber ess beschach nüt vnd kam niemen von jnnen dar darnach fragte
er den von straasburg nach vnd bad sy jm durch gotles willen zn vergeben dz tatlcnd 6y vnd bcfalch
jnnen etwz mit sinner bussfrowen ze reden dz sagtend sy jm ze thuon demnach fnrlt man jn vnd den
knächt mit einandren zum lor uss an die sillen vnd verbrantlc |Pag. 414. man sy bed zu bulffer
nach jnbalt der urttel vnd luget grosse weit zu man meint dz ob xro° mannen jn »hebend richten
demnach reid jederman wider hein vnd warend alle sacben jrantz gerieht vnd Kescblicbl.
Von türen jaren.
Anno doni m.eccc.Lxxxiij jar uff sant jobansstag jm sunt er gallz dz gemein körn iiiij lib vnd
galt ein fiertol haber iiij ss. iiij haller vnd j mt gersten j gülden an gold, vnd gieng jn allen jn xiiij
lagen ab dz einer fand j mt knen vro j lib v. s*. vnd j mt gersten vin xvj ss. vnd bleib der haber
tür biss man andren jngeschncid.
In dem obgesehribnen jar uf friltag nach sant margretlrn lag hall man riff trüben die dessselben
jars gewassen warend zürieb uff der brugen feil *).
Als vnsser eignossen für gross vn klein rätt kament vnn red mit minen herren von
zürieb haltend von der fünfren vnd andren müntzen halh vnd etliche hitt ladend für
die von baden.
(Pag. 415.! Vnd also uff den ersten tag ougsten kämmend vnsre eignossen die vj ortter vor-
genant für gross vnd klein rält vnd gerttend an sy als von der fttnffer wegen die abzestimmen
cinnen für iiij haller als jr heren den dess oueb einss worden werend. vnd bettend sy also ussgesanl
gan Zürich für ein bargenmeister vnd kleinnen rat sy flislich vnd ernschlich gebetten sömliebe Ordnung
der raüntz halb mit jnnen zu hallen vnd ansächend die grossen jrung so den zwuschend vnssren vnd
•) In der Copie i»C hier folgende Nachricht eingeschaltet:
Wit vnstrr litimn fVotre» kappeU zu eimidttn v«r»mn Item e» M iu wüsten dz lieben freweu kaperten 10 denn
eioudleu «erbrausen Ut gantx vnd gar vnd di muunier oueb vnU au rroualtar hioderbin der beleih vnd ds gewelb ob
dem fronalter vnd dz heitern jm alter dt beleib ourh vod dt vorteieben vor »oner lieben frowen kapel dt beleih mich
da man die stecken vnd dz brotl feil batl vnd ist mtl dt münder vnd »n»er frow tla inaria capel gantz vnd gar vei-
braunen vud i»l nüt bellben weder Jn vnaser fronen rappel noch jn müniler dan die htoeten mnnater (Maaren) dt man
uun den blowien bimmel »ach obnan vstin weder beleb noch mcaiigewand norh keinerlei nach weder gingen norh die
orgten noch keinerley vnd Im die bronst jn vn»er frowen rappel anzimgen. vnd halt der »igrüt verwarlostet vnd ge-
»chach die brun»t aebl tag na.h öftren am lunentag te naebl am tij lag abritten Jm m-cccc.Ltv jar vnd wi dazumall
bi»choff te coBlenli her bnrkarlt von randek vnd »i doiemall applt zu eintidlen zu Muier lieben frowen her gerold
von »agaen ««eh da saan Mit von «ot« «eburt m et«« nv jar.
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den jren werre jo koaffeo vnd verkauften vod dz niemeo den andren bezallend könd , vnd aber je
uachburen werend ouch tag rnd nacht roder einandren wouang vod wandel hellend , vnd oioaodren
täglichen bruchtend mer den die von bero vnd sy vnd ob sach were dz sy sömlicbe botl niit uer-
»eillend jnnen ouch jn dem stuck te willen wurdenl dz den das jr bereo vnd obren rail groascm
fliss wo ess sich bvgeben ward ran sy wardent verdieooeo mit jrem üb vnd gutt. den sy warlichen
wussen söltend dz zu Zürich all jr berli stand wz nötten sy begriffen wurde.
Item ftkrer so brachtend sy ao min heren die rätt vnd burger wie dass jren berreo fürkominen
were dz sy etliche geholt gothan hellend antreffend die von baden dz sy den jroo uerbutlend jn
Stetten vnd hersebaften jr lendren dz nieinen zu jnnen faren solle bin einer buss vnd da Diemen
kouffen noch uerkonffen soll, vnd ouch da niemen kein baltfarlt nüt haben wie den dz bott von
einnem burgormeister vod ratt Zürich an jm selbs were. besebäcben dz sy den uillichler nüt eigenJicbeu
möchtend wussen. von söoi lieber bullen wegen so jr heren uernomeo bettend so den obstaod,
werend sy von jnnen ussgesantl Tür klein vnd gross rätt zürieb sy flisslicb vnd ernseblicheu ze ermannen
von sömlichen hotten zu lassen vnd die abzelhun, den jren widerum zu erlouben gan baden zu faren
wie den dz von alter bar bracht ist wu sömliches min hcreu jnnen ze willen wurden! . weitend dz
jre heren vnd obren jnnen ze guttem ouch nietuer mer (Pag. 416.) vergassen vod vmm sy mit gullem
willen iHTilieoen.
VIT söliche bett vnd gerong der eignosseu die sächss ortl lutzern vry swilz vnderwalden zug vud
glari* gothan hallend anberürend die fünfter, gabend jnnen min beren von Zürich die rätt vnd burger
gemeinlichen ze anllworl, dz es war möi-ht sin dz es den jren vnd ouch den vusren gaotz vnfück-
Kcben sin möchl. jn kouffen vnd uerkouffen mit aller zallung. sy gtbend aber jren müntz halb also
anlwort, wie dz ein st.ii von zürieb von alten zitten bar gefritl werre von römschen keissren vnd
küngen jr müntz ze machen nach jrem willen vnd ess jnnen oueb fücklichen sin möchl . je nach
löuffcn der zitten, sy hellend sich ouch des» «weiten geflissen müntzen ze scblachen deren sy lob vnd
ere gehept hellend vnd die ouch niemmen versebroachet, besunder sy gern nam. vnd were jr ouch
nie nütz ahgeselz. aber al wegen der merteil uffgangen, so heilend sy ouch crülzer geschlagen von
jren heren vnd obren bell willen, so were ouch war sy bettend fünfter geschlagen Lxxxxvj für zweig
lib fund sich mit denselben fünfron dz jren so uil an luttrem silber bettend wen man sy u/Tsalzle dz
kum der «chlagschatz daruff funden möchl werden, vnd diewil sy nun der fünffer fast wenig fundeot
vnder allen andren fünffren vnd kum vnder x gülden wer gellz ein ortl vnssercr fünfferen vnd ouch
sich fast uerschlissend zu dem sy jr wenoig geschlagen hellend . so köndent sy jren eren halb jnoen
jn dem stuck nüt zu willen werden, den mencklich möchl reden wir hellend biderb lull mit vnsaerer
müntz überfürtl vnd betrogen so wir die selbs verrüffen wurdenl, die doch fast gut vnd nüt bös*
funden wurd, ouch so so! sich linden dz vnsscr fünffer eins* guldin wert! nach üwerer Stimmung so
jr gestimpt band ein fünffer für iiij baller vnd ein guldin für (Pag. 417.1 ij lib v. ss. an luttrem klareu
silber haben wurd ij lib vj haller aber der andren raünUen halb gebend sy jelz zemal kein antwort
binder den von bero friburg vnd sollontler ob ess jnnen aber gefellig sin well, so weitend sy den
von bern friburg vnd sollcutor schriben vnd uff den nächsten lag so den vnaaer eigooasen Zürich vff
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vnsser froweo lag jm ougsten mil jnnen anltworll gefa«n vnd mil jnnen ein muntz stimen, ob aber sy
mit jnnen anlein lieber der munU halb red haben weitend so gälte ess jnnen oucb glich vnd sollend
also den kommen mit follem gewall, so wellend sy von jrem rall lütt sebiben (ichickeor die der
andren müntzen balb mil jnnen red haben wurden! vnd gern mil jnnen ein gemeine münlz haben.
Der von baden wegen gab man jnnen ze antwortl. die von baden werend die denn gar uil gutz
von vnsserer stall jewelten besebächen wer , vnd dz wir jnnen noch fiirer oucb gern gethan bellend
vod vns jr zu Zilien so uil beladen dz ess etliche vnsre eignossen von vnss zu vndaock uffgenommen
habend, vnd nül enlein jn einner sach besunder jn mengen weg, über sömlich gutläll so wir jn zu
dem dickren mal jn mengen weg bewist vnd than band, sind die von baden die gewessen die von
den vnssren ein fünfter nun für iiij ballcr nemmen wollend vnd mästend die vnssren von jrem eiro
ze baden j fünfler für fünff baller nemen dz habend sy so uil vnd dickt getriben also dickt den die
vnssren zu jnnen hinab kämmend, über dz so sy doch dess kein gewalt nüt habend ze tbnn, den sy
sich vnsserer müntzen behelffen sond wz wir nemmend vnd gebend dz sond sy oucb nemmen vnd geben
den sy jn vnssrem müntzkreiss sind vnd ligend nach jren jnbalt eignen brieffen zudem so habend sy jr
sebarwacht vnd hüllen gegen vnss gebept, dessgtieben jre büchsen gegen vnss geleitl, dass doch sy
billicben nüt (Pag. 418.) gelban heltend, den sy als wo! die vnssren sind als der andren ortlen den
wo wir jnnen sömliches zu dem böston messen wurden! hellend sy disses kein recht nüt wider jre
natürlichen gesworne heren zu thun, zudem so habend vnss die obgenanten von baden vor gemeinner
eignossen holten zu lutzern schwerlich vnd hertlenklichen verklagt, wie dz wir baden wollend jonemeo.
dass vnss doch jn vnsser gemutl nie kommen ist, vnd oucb out nott dätte dz von vnss jnzcneiuiiicn
den sy doch for die vnssren sind als andren ortten, forer habend sy fürgen wie wir vnsserer ratzbotten
meisler johanss binder ze jnen gan baden geschickt sollend haben vnn dem jn befelcb geben mit jnnen
ze reden dz sy die fünffer nemend vnd ob sadi were . dz sy darumm gcrechlforgott wurdint, so
sollend sy wüssen dz wir vnsser lib vnd gutt zu jnnen setzen weitend, dz doch ein swere bertte sach
an den von baden ist, vnd sich onch deren keinss mit keinner warheitt niemmer erfinden sol weder
hütt noch zc ewigen zitlen, barum lieben heren ist vnss nüt zwiffel wen söoilicbe vnssre antwortl so
wir ücb hie gebend üweren heren vnd obren von üch ersebeind vnd gesagt wirll werdest sy ein
gross raisfallen an den von baden haben vnd lassend fürer den sich selbs vnd vnss rüwig der von
baden wegen, vnd wo wir nut so Iii trostz vnd hoffnig zu üwrem jcüichen hellend scbicklend wir
vnssre eignen holten von ortt orlz für rätt vnd gemeinden jnncn disse sacben zu sagen, wir wend
oucb nül zwifflen wen von üwrem jecklichen sinnen heren vnd obren dz gesagt werde sy werdend
die von baden vmm dissen vnbillicben bandet so vnss den von jnnen besebächen ist merckbehen
straffen, den fürwar wo sömliches keinnem andren ortt an vnss von den von baden besebächen were
hellend wir oucb ein ganlz misfallen darann gebept darum lieben heren ist vnsser meinung rillen
vnd burgren disse sacben mil den von baden für vnd für ze bebaren vnd die noch ze dissen
zilten nüt abzekünden vnd ist vnsser bitt und gerung ücb vnsser aolwort lassen zc benügen (Pag. 419. J
vnd vnss gegen üwren heren vnd obren zc veranlworlten nach dem besten dess wir oucb üwrem
jeüichen jnsunder truwend cel.
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Anno domy ro.cccc.Lxxxvj jar uff sanl larenlzen abind ward diss ussgescbriben *].
Anno domv m.cccc.Lxxxvj bott nun ein pfund ancken vmm xx baller di macht die jrlung der
obgenanlleo müntz uf friltag vor sant larenlzen lag.
Item bienacb stand die schilt der graßschaften herschaften stellen bürgen lendren und dörffren
so den minen heren von Zürich zugebörend vnd jre vögl da habend uff den vogttigen jm Lxxxvi jar.
(Pag. 420.) An dissem blalt stand die zechen kilchhörinen an züriebsee cet. vermag
ze hilff ob ij r man.
kussnaebt. zollikon. Zürich.
O O o
o o o
horgen. tallwil. kilchberg.
o o o
höngl. wedvschwil. richleschwil.
o c o
(Pag. 42l. r An dissem blalt sUnd die stell vnd sloss von deo grossen vogtigen.
Zürich. stall wintlertur. statt stein am rin.
o o o
kiburg granffsebaft. boebenklingen sloss. griinninen stal vnn sloss.
scbloss vod stell v griffensee. regesperg dz stellte unn sloss. sloss andelfingen,
o •• o o
rrigampt dz ober. frjampl dz nider. dz stelly büloch.
o o o
[Pag. 422.) slal vnd sloss eglisow. nüw ampt. rümlang.
o Der Schild c nicht aatgefüllt. o
die ober vnn nider strass. ober vnn nider birmeslorff. altstelen des riefavogt.
üer Schild o oicbl »Uigenau. Der Schild o nicht auigefiiUl. c
Item diss obgesebribnen vnd gemallen sind als der berschaften Stetten schlössen vnd voglyen schilt
die roiner heren von Zürich eigen siod cet. vnd
Item hienach folget nun der Stetten slossen vnd lendren schilt so den min heren von zurich jn
gemeinsebaft band mit den svben orllen bern lutzern ore switz underwalden zug und glanu.
Anmerk. In der Copie in der Schild von Minedorf leer. Der von Groningen hat einen grünen Löwen im weitien
Feld. Greiffentee einen («Iben Greifen im rolhen Feld. Erliiaa hat einen leeren Schild. Bei Biimlanc ist ein ganie»
Einhorn, nud wer auch anfanglich »o im Original, wurde aber nachher abgeändert. Leinfelden hat ein gelbe* Feld,
nnd Bürgten ein wein und rolbe» Scbihlein. Im Original acbeinl Kglitan erst später gemalt tu (ein und «o aoeb
Greifeniee, weolgitent nachher verändert.
"l Dieae Anmerkung Ul natürlich in der Copie nicht enthalten, aber aneh die darauf folgende Nachricht von dem
Frei» der Butter nicht.
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Zum ersten so band min heren in Gemeinschaft mit den optgcschrtbneo sibeo örllren btdeo statt
und sloss mit der ganlzen (rranflschaft.
(Abbildung des H'appttu.)
(Pag. 4*3.; Item min heren band jngemein mit den von bern lutzern uro awiu underwalden
xug vnd glariu bremgarlen vnd mellingen.
Item me band min heren von Zürich jngemein mit lutzern swilz underwalden xug glarus* dz
gantz wagenlall.
bremgartteu. wagenlal. mellingen.
Oer Schild , nicht »us«e(iillt. Der Schild - nicht « .»gefüllt
Item min heren hand in gemeinscbaft dz Oberland mit den von lulzern switz underwalden zug
und glarus und hand weder die von bern noch ure nütz daran cel. den nun die oplgeschribnnen
vj Örller.
sallgans. wallestatl. wer den bern
Der Schild o nicht »tutjeuilll.
,I'a(». 424.) * llem min heren hand in gcmcinschafl mit unsren eignossen nämlich lutzern ure
switz underwalden zug und glaruss dz gantz lurgöw mit lull vnd land.
dicsscnholTcn. turgow. frowcnfeld.
Der Schild nicht aufgerollt. Der Schild o nicht aiucenillt. Der Schild o nicht au»«eiulll.
' Item diss naebgesribnen oder gemalten schilt sind miner beren von Zürich ewige hurger cel.
und sind der gotzbüssren schilt so den ouch bnrger sind nüt gesebriben.
buchhorn. bürglen. winfelden.
Der Schild o nicht »usKefulll o
• Item buchorn kam mit guttem willen mir berren von Zürich von jrrem burgrech jnn dem
sdiwabenkrieg.
' Kern bürgten und winfelden die allwegcn mit den von zurich rcisselent wurden!! vertuschend
mit den eignossen nmm ober und nider s tarnen und ossinen dz die iij dörfler mit der siatl Zürich
reissen sollen, die für jn dz turge gcbortlcnd cet, beschach nach dem brugoschen kriegen.
[Pag. 495.) Der Schild nicht ausgefüllt. Item min beren hand dem gradner cglisow Mal vnd
sloss am rin gelegen zu koufleri gen vm im guldin doch so sol er mit der sial vnd sloss vnsser ewiger
burger sin vnd wen er oder sin erben dz wider verkoußen wellend so sönd sy es minen heren vmm
die xm" gl wider lassen nach jnhall dess hrieffs.
VIT den zechenden lag dess ersten herpstmanot auno doni m.ccccLxxxiiij versatzt vna der apl
vnn couenl zu wettinen dz dorfi" höngt mit aller herlykeil vm m rinseber guldin.
Item ftirbass will ich nun sagen von wem miu heren von zürich etliche jr stell land vnd lutl
erkouft habend vnd vmm wie uil geltz vnd uff welliche zit! daz beschächen ist.
Die mit • bezeichneten Notizen fehlen in der Copie.
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Vff sarosug vor sant uicklauslag ano doni m.cccc vud iij jar wurden! die von der nüwen
regenspurg vnssere ewigen burger.
Vff den zechenden dag rebrnannotz ano domi m«cccc.xxiiij jar fergolt vnss beiorich von rütnlang
vor vnsrem gerichl züricb dz sloss vnd dorff rumlang mit lullen güllren gricbleo zwingen vnd bennen
mit aller zugebörtt nachdem vnd er dz vnss zu kouflcn gen ball vni ij lussind vj' riosch guldin.
VIT donslag uor sanl johanss lag ze sunwcndeu m.cccc. zw jar versalz vnss frow frencn von
ebersperg beioricbs von hellingen elliche wirte die fougttig zu meiUen mit lütl vnd gut! am m° aller
rinscher guldin.
Pag. 426.) VIT den drillen lag rähmanncl anno doni m°ccccxxvj jar verpfanlcnd min heren
andreasen sUgcl ab dz dorff vnd uogtig taiwillen vm je rinscb guldin.
Vff den dritten lag mcrlzen ano doni m.cccc vnd xxvij jar (ko4in«nd mto baren »oo lüriehi erlibach
von graff donnot von togenburg mit hochen vnd nidren grichlen vm cccl hundert rinscher guldin.
Vff samttag nach lellare jn der vasten ano doni m°cccc.viij jar da verpfändend wir die her-
scbafl regesperg stat vnd aestv vnd die stat büloch mit aller herlykeil vm vijrn 0 rinscher gülden von
hfirizu^ Iridrich von Ostrich.
Vff den einlisten tag böwmanolz ano dooi in.cccc.viij jar verplanten! wir von Zürich die berschafl
grünieen «tat vnd sloss mit dem ganlzen ampl grüninen von her horroan vnd wilhelm den gessleren
vm viijm« gi
Vff die nächsten milwuchen vor sanl gallenlag versalz vnss her berman geesler ritter die fesly
liebcnberg vm vj' gl anno domi m.cccc. v jar.
Vff denselben lag versalz er vnss dz dorff mennydorff mit der uogtig vmm iiij' guldin.
Pag. 427.) Vff den drilteu tag rebmanot anno domy m.cccc Lxxxv jar gab vnss andres seiller
vnsser burger die lxxv rnarckk »über so er Tür ein pfandscbiling uff dem dorff vnd uogtig bat zu
lalwill zu kauffen vm c gl als er den selben pfand ss. erkouft batl von her nicklauss von balm-
hein rilter.
Vff den xxiiij lag genner anno doni m.cccc. vj jar da uerplantlend wir von her rudolf von halwil
vud her grimen von grunenberg rilter vnd her waither von her lüring geuetlren die empter vnd
uogty maschwanden zc borgen vnd zu rüscblykon vnd wz jn die herschaft gan eacbybacb geborl vm
m° alt 'rimthj gl.
Vff sunentag nach sanl galten lag ano doni m.cccc.xxxiiij jar verpfanleud wir die uogty andel-
uingen vm mmecc rinscher guldin von beringer von landeoberg.
Item wintertur ist erlöst vmm x lussend guldin von einner berachafl von öslerrich.
Item stein die stat vnd sloss hocbenklhigen ist koufl von deu von stein vm viijmO gl dr »>
sich furerhin der stat Zürich eigen sin sönd css sye mit stür brächen vnd reissen doch jr stat frig-
Vff den balmtag anno doni m.cccc.ixxxviij jar . ward vnsser ewiger burger vorieb von der hoeben
sax mit sim schlois vnd sinner herscbafl bürglen, dz dieselben hersebaft zu ewigen zitten vnder einer
stall von zurich hüben vnd sin sol mit kriegen sturen vnd brächen doch der herscbafl an jr frig-
heitten vnd rechten vnscbediicbeu vnd alle die so die herscbafl jnnband sönd dz burgrecht wie opslal
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boren sweren (>piier »om Aalor b«*e*eut and ■lebt lo der Copl« betfndUob:> Hein diu ward
mit vnsren eignossen vm guiem willen min herren von Zürich verwechslet! wie da uor stat.
(Pag. 428.) VIT den beigen wiennochllag nachmittag jm Lxxxvij jar schicktend mine beren von
Zürich uss gaii lutzern vnderwalden ob vnd nid dem kernwald heinrieb roüsten all bargenmeUter vnd
uorich grebel für die gemeinden vod an sy begeren vnsre müolz zu nemen ob aber sj meinlend
dz die müntzen nül »o gut werend als sy den dieselben gestimpl bettend . weitend sy gern zu jnnen
sitzen vnd die müntzen lassen versuchen vnd wer sy nül als gutl als sy den von jnnen gestimpl wer
wz sy den erlragen möchte hin dem so wellend sy es gern helibeo lassen der andren müntzen halb
weitend sy gern ouch red mit jnnen haben.
Item her bans waldman borgermeister vnd meisler bans* berger wurdend gesaut gan zug ury
vnd swilz vnd brachlend ouch diss obgeschriben sach für die gemeinden.
Item meister hanss binder vnd gerold meyer wurdend gesant gan glaris ouch diss sachen zu
begeren so diss vj bolten die den min heren von Zürich vssgesanl haltend (die Klgoouea
gar ein gross mercklieb gefallen vnd benügen. vnd rettend zu minner heren holten sy begerttend ganlz
hillich sachen vnd wellend mit jnnen gern red haben vmm der münlz willen vnd also darum lag
ansetzen so css fug haben wurd cel. vnd tadeod minnen heren gross er an vnd ludent
eignossen von ure vnd vnderwalden zu jnnen komen uff die fassnach, dz schlugend jnnen
ab vnd ludent sy zu vnss dess sy von jnnen zu grossem danckl uflnamend.
(Pag. 429.) VIT samslag anno domi m.cccc.Lxxxvij jar vor vnsser lieben frowen lag der liechl-
miss kamend unsser eignossen von ure vod vnderwalden mit ij c manen zu vnss gan Zürich uff die
fassnach vnd ass man bin jnnen uff dem ralhuss zum rüden vnd uff allen zunflstuben vnd lanlztend
an allen ortlen also uff zinstag darnach kamend die vnssren jn fil genialen schiffen vom se vnd tust
die nächsten vod hatten! ouch fasnach mit vnss vnd am abinl gienge man mit vnssren eignossen
vmm jn der statt wol mit xviij 1 man.
Item mornendess teilte man sy aber uff die uorgenanlen stoben vnd ass man aber bin jnnen
den jmbiss vnd nach dem jmbiss giengend alle zünft mit jnnen zu den schiffen mit sambren vnd
p6ffen vnd teilte man sy jnn der vnssren schiff also fürllend die vnsren sy vulz gan borgen cel. vnd
die die rillend den gab man dz geleilt mit t pferden cel. jtem diss fasnacht kostend min heren von
zürieb ob vij< lib baller.
(Pag. 430.) Item uff mentag nach dem zwölften lag ward ein tag angeselz von vnsren eignossen
lulzern ury swilz vnderwalden vnd zug jn bywessen vnsseren holten von Zürich vnd da red gehepl als
von der roüntz halb es werend lugatteo kronnen rioscbgold vnd von allen müntzen vom obersten untz
zum nidersten wie die gestimpl wurden vnd wurdenl alle fünffer so den Zürich bern sollen lor vnd ze
friburg geslimpt ein für iiij baller von den bolten die den uff denselben lag von jren heren gan I
gesant warend, doch brachlend alle bolleo dz wider bein jetlicher an sin beren in gesebrift.
Die
llem ein tugat üj t7
Item ein krön die nüw ist iij 9
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Item ein alte krön ij U viij n.
Item ein rinscher gülden ij ff.
' Item ein ütterschen gülden xxxvij ss.
Item ein byschlag j ff iüj ss.
Item ein galiat xiij m. iüj d.
Item ein halben galliat vj ss. viij d.
Item ein becbemss ij ss.
Item ein alten plapharl ij ss.
Item ein slüssei pUpbart ij ss.
Item ein karls plapharl xvj d.
Item ein meil landischen plapharl mit dem crttlz xvj d.
Item ein meillandiscfaen plapharl mit dem federly xvj d.
Item ein mcillandischen plapharl mit dem ff xv d.
Item ein berner plapharl xvj d.
Item ein lürich plapbart xvj d.
Item ein rüchling für xij d.
Item ein züricb crützer viij d.
Item ein etzsch crülzer viij d.
Item ein sollonter crützer viij d.
Item ein latzcmner crülzer viij d.
Item ein roeillandisch spaggürly nij d.
Item ein lulzerer fierer iij d.
Item alle angster so) man ncmen ann anlein die nüwen sollenler soll einen j ball er gelten.
Item alle baller sind gut ussgesebeiden die bendlv baller sond nütz.
Item j fünfter der jn der eignoschafl gcslagen ist für iüj heller.
Item alle fünfter die jnn dem Weitzschen Und sind geslagen sond ganlz uerrofl sin.
Item ein kragen blapbart xviiij d.
(Pag. 43t. 1 VIT den zeebenden tag dess manolz rebmant sind vnsser eignossen aber kommen
für klein vnd gross rätt gan züricb vnd da am ersten min hcren flislichen gehetten bin dem abscheid
der den von holten so denn uff dem uorgenantten tag gewessen und ze beliben nach jnhalt dess
absebeids geben zu lutzern mit mer wortten.
Vff somlich jr bell vnd begerung habend sich mm heren vnderrett vnd jnnen zu antwortl geben
dz sy fürhin mit jnnen ganlz kein red mer haben wellend doch nach jr aller bell und gerong so sy an
min heren jett vnd uor ze dem dickren mal bellen bettend so wellend sy jnnen ganlz zu willen werden
doch mit dem geding so »y brieff machtend dz jn demselben brieffstan soll dz sy min heren erbelten bellend
jnnen sömliches ze uerwilgen sy behielleod jnnen selber ouch for jr stal frighe.it mit den andren mtkotzen die
zu stachen uff dz all korn aber kein fünfter wollend sy jetz zemal nül mer stachen vnd wen sömlicber brieff
gemacht vnd besiglei wer so sölt derselb hinder minen heren von züricb lygen vnd jn keinnem andren
orlt vnd wie sy die sacb der mnntz halb machtend dz wer jonen ganlz wol gethan uff sömlicbe reiner
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heron antwort!. gabend jnnen die holten von den vj ortteo jr antwort dz sy wol benugte vnd jn
hoffnung sy, wen jellicber bot sömlicb antworli an sin bereo vnd obren bringen wurd dz sy alle
ein wolgeuallen haben wurdent vnd die sach uff den necbslen menlag uor uelleiilioe zu lutzern ab
dem weg gan söll.
Item sj haben oucb gar Gl bocher bell vnd gerung gelhao der uou baden halb dieselben wider
jn vnsser gnad vnd frünUscbaft zu enpfacben vnd voo vnssren holten abzustan mit Gl mer w orten
als den dz formal*« oucb bescbäcben ist uff den ersten tag ougstcn nächst dauor cet. item die
von baden sind ouch salb zwölf! mit jrem schulthess vor kleinneo vnd grossen rätten gestanden
bin den obgemelteo eignosscn vor minnen bereu von Zürich gestanden vod nach der bell vnd ge-
rung so vnsser eignossen getban band ist der schulthess voo baden uffgestanden mit den sinnen vnd
bal disse red vollbracht.
,Pag. 43ä.) Strengen fürsicbligeD ersamen wissen gnädigen lieben berren wir bittend üch flis-
»enklicb vnd ernschlichen durch got , habend wir üwer fürnäm wissheil erzürnt, dz jr vnss dz ver-
ziehen vnd uergeben »eilend durch gott. wir hand ouch diss sacben nüt jn uerachlung oder meinung
getban üch nüt vür heren zu haben besunder besorgt grosse jrung der üwren vnd vnssren vnd stal
wol daruff wir sigend gar uil mercklieber uerklagt den wir aber schuld habend wir wend ouch üwer
ersam wisbeitz zu allen zitten gern für vnsser heren vnd obren haben vnd keinner andren nüt be-
geren vnd üch vnd den üwren alles dz fürer tun, so wir wüssend dz üwer wissbeid lieb ist zu
ewigen zillen.
VIT sömlichc gebclt so die vou baden vnd uoran vnsser eignossen getan hand alles dz von den
voo baden gereit vnd gesagt ist warum min beren zu sömlichen jreu botten bewegt habe als den
dz an dem erslcn tag ougslcn jm ixxxvij jar vnssren eignossen oucb gesagt ward dz seilt nun der
burgermeisler vor den eignossen vnder der von baden ougen vnd ward jnnen gantz nütz gespart!
sunder als fürgehalten doch diewil vnsser eignossen jr hitl so ernseblich an vnss gelegt bettend jetz
vnd uormals oucb die von baden sich jn vnsser gnad geben betten vnd ouch selbs gebetlen, so wellend
jnnen min heren verziehen vnd vergebeo vnd sy jn jr gnad vnd früntzschaft wider enpfachen. vnd
von sömlichen jren gebotlen stan, doch mit dem geding dz sömliches vnd anders so minnen heren
vnd den jren von den von baden bcgegnol wer zum dickren wellend abslan, den wo sömliches fürer
beschechen wurd , so weitend sy es je nüt mer von jnnen dulden noch liden . vnd jn boflnung syn
vnsser eignossen sollend kein gefallen daran haben.
Kern uff sömliche dess burgenmeister antwort stunden! uff vnsser eignossen vnd die von baden
vnd dancklend minnen beren flislichen vnd haltend gantz ein gut benügen an der antwort, also warend
alle sachen geschlichl vud gericht, vnd aller vnwill uff dissen tag der von baden gantz tod vnd ab.
(Pag. 433.) Anno doni m.cccc.Lxxxvij jar uff frilag vor der uffartt zagend miuer herren von
Zürich knüchl mit dem fenly bertzog sigmund zu bilff wider die von vinedy mit ij« manen vnd galt
einnem koäcbl zum manmol iiij guldin vnd blibend uss vnlz an dem leschuslcn tag höwmaonot da
kämmen! sy erlichen mit der statt zürich fenly wider bein.
Anno doni m.cccc.Lxxxvij jar zugend min beren von zürieb mit 61 der ritten vnd burgren gan
ury uff die kilwiebe nämlich von retten her bei nr ich roüsl burgermeisler her cunrat scbweod her
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hartroan rordorff her felix swarlzmurer riller hanss meiu pelter effilier lienhart slemely alt felix
keler jung felix keller fclix brenwald.
Von zunflmeislren meister loman schöub meister nricb grebel meisler lienharl öhem *) meister
Steinbrüche! meister heinrich albrecht, meister nricb rigler meister pelter wolff meister beinrieb pftsler.
Aber her haos vnd her götbart von landenberg bed rilter vnd tost gar oil junger barger von
der kristanffel Coiuurd) vnd vom sebnegen vnd uss allen uogligen miner beren dz jr ob i.xxx zu
rosa vnd bin j c xxx zu füssen wareod.
Oucb so reiit min her propst von Zürich mit etlichen mioer beren den korheren von dem stift
zum grossen münster.
Vnd da s\ kantend gan zog da scbancklend jnoen die von zug x guldin an zernag vnd den win
da mornnendess ward da furend die zn fuss warend über den zugerse vnd giengent gan kusnacb zu
da hattend die von ury schiff vnd naroent sy alle tu jnnen vnd fürttent sy mit jnoen gan vry?jn dz
Und mit froädeo.
[Pag. 4:<4v) Die zu ross warend ritteod den zugerse uff gao artl vnd durch dz land swiu
vnd wz sy jm land swilz asseod vnd Irunckrnd nam kein wirl von niemand nütz also wz ess bin
allen wirtten eigenlicben bestell dz als ratz gnug wz demnach vnd man zu swilz den jmbiss geasen
hall da ritten zwen erber rallzbotten so den vom bind darzu geweit wurdent vnntz gan brunnen an
vrnersew da haltend vnsser eignossen aber vil schiffung vnd namend die von Zürich vnd furend mit
jnnen gan vre vnd ouch die holten von swilz mit jnnen vnd kamend die zu ross vnd fuss vff dem
vrnersew zu Ottn zusamen also demnach rillend vnd giengent sy von nun den nächsten gan altorff zu.
Vnd als sy nun nach gan altorff kommen warend uff ein schönne witte malten da stundend die
von ure rält vnd ouch lanllüt an einnem ring da maebtend die von Zürich ein redly demnach da rafft
der amman ein stille vnn hub an vnd enp6eng min beren von zurich vnn sprach strengen fürsieb-
tigen ersamen vnn wissen lieben beren vnn vnsser lieben eignossen mioe beren befelchend mir üch
alle frünllich wilebkomen sy vnd üch vnd üwren nachkomeu dz früntlich zu kommen zu ewigen Zilien
zu gutlem niemerl uergesseo wir vnd vnsser nachkomen wend ouch Hz vmm üch vnd üwere nach-
kommen ewenklichen uerdiennen so ner vnd dz jnn vnssrem vermugen slat vnd ist, es ist ouch
alle vnssre tag vnsser wil vnd gering gewessen dz jr vnss mit üwer frünlticher zukunft suebtind als
dz hüt beschechen ist vnd darum strengen ersamen wissen berren vnd gelrüwen lieben eignossen ob
jemen etwz anlangte von den vussren bettend wir ücb flislich vnd ernschliib sömliches vnss null zu
uerswtgen besunder dz zu melden, so wend wir üch fürer (Pag. 435.) »ömlicbess von den vnssre n
überbeben vnd mit den vnsren jn massen reden dz wir jn hoffnnng welend sin dz sömliches ver-
mitten werd den jr sind die zu den wir ratl suchend vor mencklichen jr sind ouch aller vnser trost
vnd bofnig vnd zu den wir sunders truwen band vnd gend üch jetz jn üweren gewalt wz wir hand
vnd nermögend es sye huss hoff oder anders nütz ussgenommen. vnd mit uil raer koschlicber supttilier
worllen won ich gesebriben kan enpfieng sy dess lantz amman jn gegenwirtikeitt der von switz
demnach besebied er jederman wo jecklicher zu herbrig sin soll vnd rillend da jn dz dorff ury.
•1 8UII öek«n itand ortarüncllch. «ad •© »och noch in dar Ceplr. Mo«n«l*. in der Copir. it«m*lr.
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Abo blibend mio bereu von zurieb üj Ug den suntag mentag vnd zistag iu ury da bod man es
fast wol vnd wo einer woll da mocht er essen von trincken vnd gab oiemmeo nütz sy ballen wilde
genossen Steinbock hirssen tier reeber beren vnd wilden schwin mer den man gessen moebl sy ballend
oneb mengerleig gutler Winnen gnug es wer malfensiger klaret jpikrass fellliner wissen vnd rollen vnd
elsiser wz der miuste vnd sebweebist da fienge man am morgen an vnd ass man simlen uss malfensiger
demnach gesotles vnd braltes willz vnd zams vnd dz treib man vnlz in die naebl so gab man aber
zum schlaflrunck malfensiger vnd welschtz win vnd die tisch überschüttet mit konfex vnd zuckerärssen
so koseblichen dz davon nun nütz zu sagen ist.
Vnd da nun min heren von zurich iij ganlz lag zu ury mit grossen fröuden vertribeo badend
da namend sy von vnsren eignossen von vry vrlob dz ward jnn noebleo kum geben also sebusseod
min heren ij c guldin jn ein seckly den frowen j r vnd den gesellen L guldin zu uerlrinken vnd gabeod
dz verbunden dem ammen von vry vnd da sy nun hinweg wollend hellend sy gern mit den wirtlen
gerech vun sy bezall aber ess woll (Pag. 43«., kein wir von ni einen von Zürich nüt ein pfening
nemen, noch kein kramer von dennen man kramen woll ouch doch so ward nutz von kramren ge-
nomeu dem allem nach rillend vnd giengcnl min heren von Zürich gan flun, da wz aber allerleig
von gulter spiss vnd winen gnug vnd nain aber niemen nütz von mineu herren demnach kamend
vnsre eignossen von swilz vnd ludent min berreu ouch mit bocher pilt so güllig zu wessen vnd sy
nüt verschmaebliut vnd mit jnnen beim gan swilz zu faren gar mit uil hüpscheo worlten . wie sy
den min herren von Zürich so den durch dz land swilz zu ross geritten warend ouch zu swilz geihan
haltend , vnd dess frünilicht-n Legeren so vnsre lieben eignossen an min herren begcrllend dess ward
man jonen zu willen vnd sassend also zu flun zu schiff vnd gesegoolend die von ure, vnd furend mit
vnsren eignossen von swilz uss dem land ure jn dass land swilz gan brunnen also wollend min heren
den schiffkneebteu von ure jren scbiflon ussriebteu aber sy wollend von roinen herren ouch nüt «innen
pfening nemen vnd furend also v«ider beim.
Also zugend min heren mit der zweigen bullen von switz gen kilchgassen da warrend die von
swilz alle uersamlot wol ob iij r man die alle an einnem willen ring stundenl jn einer schönneu matten
da zugend min heren zu ross vnd fuss an einnem rädly zu ring vmm , da dz besdiacb da riift dez
landss weibel dz inencküchen still sebwig, da hub der ammen von switz an, vnd enpheng uiine herren
von Zürich jn nanien aller lanllülten von swilz so frunllicben vnd lugenlichen als ob sy alle rechte
gebrüder gewessen werend, vnd dz ich uil wort zu schriben erspar, so enpuengenl sy min herren
glich jnu der form vnd mass, als sy die von ure ouch eupficngenl ganlz nütz minder, demnach be-
schied man jederman wu ein jecklicher zu herberg sin soll zu swilz jn der kilrhen, vnd da jederman
zu herbrung kommen wz da wz oueb der jmbiss ;Pag. 437. gar koschlichen zugerüsl demnach asse
man vnd nach dem essen hat man ein Schönnen lantz vud vertreib jederman den lag mit fröuden einer
mit lantzen der ander mit spülen der drit mit wol essen vnd irincken vnlz uff dz nachlmall.
Indem vnd disse sacben also vergiengen warend vnsre eignossen von ure über dz seckly gangen
darjnne den die bed letzinen warend vnd fundend die ij< guldin da wurdenl sy elwz wider min herren
erzürnt dz sy jnnen so uil zu lelze gelassen hallend vnd wurdenl zu rat vnd schicklend zwen jrens
rattes mit dem gelt jnnen nach vnd gabeod dennen jn befelch nül mer mit dissen secklin vnd gelt
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— 197
gan ure iu kommen, die kamend nun gaD swilz zu minen bereo vnd wurffeod dz gelt für min herren
vnd saglend da jren bolschafl warum jr herren sy jnoen nachgeschickt bellend, aber min berren
liesaeud css grad bliben rnd namenl ganlz niilz davon vnd ballend die bollen dz sy es jm all er besten
uffnämend den es noch den gar ein kleine bezallung wer gegen jrem grüssen kosten so jre herren
von vre von jrrentwegen eupfangen bellend vnd mil iner frünllichen worden wurden t die botten von
are wideramm heimgeferget mit allem gell.
Darnach namend min beren von zürich vou den von switz ouch urlob also ballend sy vossre
lieben eignossen noch nun ein tag bin jnnen ze beliben da gabend min beren jnnen zu antwort dz
es nül sin könd noch möcht den vusser »tat Zürich ganlz an aJlen rali stund vnd wer heim kern dz
dieselben niemen fundent vnd ailich rechtlos» fil lullen bliben müslend den denn tag geselz wer für
rall vnd gericht, vff den nächsten samstag also erlouplend jnnen die von swilz ein gültig vrlob, doch
so müslend sy bin jnnen for zu nacht essen.
[Pag. 438.) Vnd als man nun dz nachlmal ouch fröllich uertriben hall da kämmend gar uil geselleu die
bussen den vou swilz schuldig warend für die ballend min beren von Zürich also schamkt man es minen
bereu als» vnd namend kein buss von niemen für die min beren jr gebelt gelhan ballend, vnsser eignossen
von swiu hallend ouch vor die jren die den minen bereu bussen schuldig warend jren bell gethan
dz schanktend jnnen min beren von zürieb ouch vnd uerseitl also au dem tag dem andren niemen nütz.
Vnd demnach ludcnl min beren vnssre eignossen von swilz diewil vnd sy jnnen uun zu willen
worden werend vnn zu jnnen kommen werend, dz sy den ouch so wol thun weitend vnd zu jnoen
gan Zürich ouch kommen wollend, wu dz min beren vmm sy uerdiennen köndenl dz soll von jnnen
mit gar gullem willeu uerdient werden cel. gar mit mer wortten so den min her burgermeister von
Zürich bruchl demnach nam jederman vom andren vrlob vom andren vnd zugcnl zu ro»s vnd fu&s
gan arll an zuger se da wz aber bin allen wirtlen gnng bestell von goutlcr fischen vnd wiu vnn wer
essen vnd trincken wolt dem gab man gnug vnd nam aber niemen nütz von minen hcren von Zürich
vnd derselben lagzilt zugend sy vou artt vnlz gan zug da warend sy über nacht da schanckllend die
von zug minen beren von zürieb aber den win vnd darzu iiij gl vnd vff mornnendess zugend min
beren am fritag zu acht tagen vm wider hein jn jr stat zürich mit gutten froüden.
l'ag. 439. i Ano doni 1487 jar uerlor der bis» boff von walliss viij c man deren wol üj« man v»s lutzerner
biet warend jm land zu meiden i Mailand als von der stöss vnd spen wegen so der herlzog von meillan
vnd der bischoff von walliss gegen einandren ballend darumm den bed parlligen lang jm recht stun-
denll vor gemeiner eignosseo bollen zurich vnd besebaeb disse uerlurscb uff sunlag vor saut uilipus
jm obgemellcn jar.
Ano domi 1487 jar ward der heim uff der wasserkilchen vssgemachl vnd lull man dz erste
mal uff sanl uicklauss abinl mil den glogen darin zum salue vnd jn dem obgemcllen jar grub man
dz fündemmcnl jn gassen zu dem büebssenhuss jn gassen. vnd Geng man oueb holt (holt) an feilen
zum selben huss vnd zu den helmen uff dz münster zurieb zur probstig (, P .ter von dem Autor beigeaeut.
aber auch in der Copi» beiindlicho des alles ein gutte slür vnd Stifter wz her johans waldman riller
burgermeister won er ij c gl an die bed beim zum münsler uerhiess.
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198
Item jn dem obgescbribnen jar wurdent gar uil grosser lagen Zürich geleislet von dess romscbeo
küngs maxzimeliaos wegen dz er gern ein vereingung mit den eignossen gemacht helle, dam mm den
her jörg roltaller vnd ander bollen jn namen dess römschen küngss den gantzen sumer zttricb lagent
doch schaffend sy nütz (ipüter beigesellt, aber «ocb in der Copie einhalten:] vntz uff dess beigen crüU
erböcbung da ward die vereinnung beschlossen vnd versiglot von den von Zürich bern zug vnd sollonler
vnd sust von keinnem ortt vnd ward ouch minen heren vnd dissen örllren jr frtgheill off gericbl
nach lutt jr brieffen.
(Pag. 440.) Anno domy mccccLxxxviij jar uff sant falleis schribcnt die von switz minen herren
von Zürich dz sy zu jnnen mit ij r man uff vnsscr frowen lag zur licchtnis an die fasnacbt weitend
komeo vnd vff denselben vnsser frowen tag der wz uff ein suntag reilt her hanss waldman ritler
bnrgermeister mit uil der ratten vnd burgren vntz gan wollisboffen vnd enpliengc mau sj frünllicben
vnd reid man also inil jnnen hinjn vnlz an die stroffelweid. da wz beinrich roüsl all burgermetsler
ouch mit uil rcllcn vnd burgren zu füssen da also enpfienge man vnssre eignossen von swilz aber
zu dem andren mal demnach reid vnd gierige man mit jnn hinjn gan zu rieh vnd wurden! leill zum
rollen schwer! zum rotten hnss zum »lernen zum storchen vnd jn andre wirlzhüsser vnd ass man zu
allen mallen bin jnnen ufl dem rathuss zum rüden schnegen saffran vnd zum roten adler vnd nach
dem essen tanlzet man uff den opgemelten v stuben dz treib man vnd vm die iij gieogc man vmm
mit jnnen man meint dz uff einmal an einnem redly uff dem hoff uon miner berren folek ob iiiijm 0
man wol werend an dem fierden tag da sy urlob haltend gnoromen rillend sy von Zürich mit sampi
den von zng die ouch zu vnss uff die fasnach kommen warend vnd gab man jn dz gleit wider
vntz gan wollisboffen (Pag. i41.) da gab man jnnen sanl jobanss segen welschen win vnd scbiedenl
also von einandren also da der cosl disser fasnach zusamen gerechnol ward wz an wirt vnd vff den
fünfT stuben ouch um win ussgen vnd allerleig gellz ussgeben zusamen geschlagen ward wan man
jederman ab der herbrig lost sy werend von schwitz oder von zug an cinoer summ xiijavj ff xiüj ss.
iij d. vnd zurgienge diso fassnacht mit gulter frünlzscbafl vnd bleib jederman mil dem andren eioss
vnd ludenl vnss vnsser eignossen von zug dz wir jn dem sumer zu jnnen ouch kommen wellend jn
die hürling vnn sy nüt uersebmachen wellend dz ward jnnen zugesagt.
Item vnsser eignossen von swilz Hessen zu letzy xLÜj guldin vnd j kronnen.
llem vnsser eignossen von zug xxvj gülden xxx ss. diss bed lelzinen teilte man vff den rüden
sebneggen vnd jn die zwölf zünft vnd ward jetlicher stuben iiij gülden.
(Pag. 442.} Anno domini m.ccccLxxxviij jar off den zwölften tag merlzenn ward der römscb
küng maxsinian geboren von keiser fridrieb von österlich zu brug jn Oaudreo vou den sinnen ge-
langen vnd müst jn ein herbrig schweren nüt daruss zu kommen den mil jren arloubung.
In dem obgescbribnen jar buwlend vusser eignossen die aebl ortt Zürich bern lutzern ury schwitz
vnderwalden zug vnd glariss die vndren borg zu baden darjn ein uogt sin sol . vnd traff der buw
dzselb jar xj c x ff x ss. vnd wz noch denn kein jnnbuw nüt uolbracht.
Baden.
199 -
Münsterturn.
lo dissetn obgcroelten jar uff sanl petters vod paul abint fieng man an die ergel zu muren uff
dem münstcr turn darju die glogen bangenl vod ward ouch dz büchssenbuss ussgebuwen vnn jn
tachl bracht.
Keisser fridrich.
In dem obgemclten jare wz ouch ui) urlügen vnn kriegen zwuscbend dem obgeuanteo Weiser
fridrich vnd maxsiroia an einncn vnd den von brug jn flandrcn vnd jnnen milhelfren am andren
von dem baodcl wol uil wcre zu schriben.
Lutzern.
granff alwig von sultz von der günllerlcr von schaffhusen wegen, also zagend die von lulzern uff die
brüder kilbe mit lxxxx mannen, dz erschall nun vmmendum, vnd bracht dem zurlzach märkl gar uil
schaden, demnach zugend sy Zürich durch vod schancktend jnnen min heren den win vnd darzu
x gülden.
Münster turn.
Vff samslag nach sant frconcn lag jm obgemcllen jar stacht man den Sternen mit dem man (Mond)
uff den münstcr turn vnd kost zu machen vnd zu ucrgulden txx gülden vno der knopff mit den
tier kleinen knöpfen lxxx gülden.
Her bans waldman ritter nuw burgermeister , her banss helfenstein lipriester zu sant petter
hanss meiss voricb grebel bans bieger niinnkuss (rowenfeld gerold cdlihach beinrieb göti ludwip
ammen sUtscfariber nicklaus lünger voricb von ougspurg vnd ludwig och cet. jn einner purss
zum schnegen.
Die i\achricbl »on dieser Gesellschaft ist später beicesetzt und in der Cople nicht enthalten.
(Pag. 443.) Kläcky.
Anno domi m.cccc.Lxxxviij jar uff suntag uor dionissy ward vnsser ewiger burger granff allwig
von sultz mit der granuscbafl kläcky dz er vnd alle sinne [naebkomen minon her«n von Zürich diennen
sollend mit der manscbafl zu der slal zürieb nötten cet. vnd sond' die jm kläcky min bereu schwerren
zu allen v jaren wen sy erfordret werden! . vnd binwider so sollend min heren granff alwig vnd die
sinnen jn gullem schirm bautbaben vnd bebütten vor roenrklicbeo so fer sy dz konnenl vnd mögend
nach usswissung der versiglottcn brieffen vnd gilt granff allwig jarlichen minen bereu von zürieb xx
rinsch gülden damit so sönd die sinnen minen heren geslüret haben, vnd ist diss gesebeefaen der
granffscbaffl balm an jreo geliebten vnd grechtikeitt vnd alten gewonbeitl vnsebedlich.
(Wapptn ton Zürich, Sultz und Balm, im Orig.)
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200 —
Vom ixxxviijj jar jn dem ein stat von zürich mit allen jren burgrcn vnd jnwonneren
jn gruss vnruow kam.
In dissem jar fienge man an den karols tarn za bnwen vnd stein dazu zu howen. vnd ward
der münsler turn darjnne die glogcn biengend ussgcbuwen cct. vnd mit blig bedeckt.
tPag. 444.) Als man die hund Zürich tott.
Ano doni m.cccc.Lixxviiij jar vor vnd nach vnsser lieben frowen lag der liechtmis dol man den
puren an elllicben enden jn der lanlscbafl Zürich die hund es werend rüden windspill «der ander hund
dardurch der stat Zürich vil kumbers vnd grosser vnwill uffstund von dem uil wer zu scbribcn.
Als sich der von züricli lütt für Zürich leittend.
Desselben jars vnd darfor wurden gar uil nüwe verholten vnd Satzungen gemacht jn vnd uor
der statt das die vnssren namptend nüw uffsälx dz ouch jn einoer gantzen gemeind aber grosser vnwil
uflerstund vnd besunder vnder den am züriebse die ladend sich zusamen an sunlag uor der pfaffeo
fasnach vnd anderen lagen vnd uff der eschigen milwuchen kamend sy mit jren geweren vnd harniscb
für vnsser die mercr stat zürich mit ij tussend mannen eltlichc schätzend sy für mer, vnd gertend dz
man sy jnliess, sy weitend min heren billen sömlich gemech jnnen ab zu tbun also ward von erhren
lullen darvnder gereit dz sy abzugend uff dz mal cct. (Spätei vom Aolor beitrügt, aber auch in der Copie
beBndlicb:) vnd wz her banss waldman ritler hoplman all felix keller vnd meister heinrich wiss
Wachtmeister.
Von den grossen uflloulT zürich.
VIT den ersten tag aherellen hub sich der gross vQlouff jm obgemelten jar als ein gemeind
«päter bineing«*ettt im Original: in der «utij mit jren geweren Tür dz ratbuss fiellend da rat! vnd burger
bin cinandren sassend da ward gefangen der burgermeister waldman vnd etliche Zunftmeister mit jm
vnd wurden räll Zunftmeister vnd die zweighunder ganlz entsetz von allem jrem gewald vnd gimg
vff denselben tag jnn mim beduncken der sind zürich uasl übel. u*> foip-ode bat der Autor »piiter überklebt.
0 in aber in der Copie enthalten, nämlich;)
Als der bürinny ratt gesetzet ward von der konstanfl'cl vnd allen zünflen , vnd wir s)
mit jr namen alle hiesend als den dz mer jn der wasserkilchen jnnhelt. Doch eb
ich der hürningen nam sehrih so will ich uor der allen rält vnd Zunftmeister namen
schriben die ensetzet sind Morden.
Tag- 445.) Der alten rätten namen als hernach stand die entzet wurdet.
t Her banss waldman riller burgenmeislcr was hoplman ward gefangen vnd mit dem swcrlt geriebt
got weist sin misslall.
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201
her beinrich roust all
her heinrich goldly ritler.
her tunrat schwcnd riller.
her heinrich äscher rilter.
her felix schwarlzmurer ritter.
her harman rordorff ritter.
hauss mejer uon knooow.
gerold mejer sin sun. dess riebs uogt.
hanss meiss der juog.
wiuganl zoller.
petler eflinger scckelmeisler.
hanss äscher uff dem bacb.
hanss örrjr.
bans rejg der alt.
Felix kcllcr der alt.
felix kvller der
hanss eogelhart,
felix brenwald.
fridlj blunlzly.
gerold edlibacb
duminicus froweofcld.
heinrich wcrdmüllcr.
uolrich holtzhalm.
licnbarl slemely.
Der Zunftmeister oamen zum saflren krämer.
uieister lomen schwarlzmurer silwaldmeisler. meister tomeo scböubly.
Zur meisen winlüt.
meist er beinrich stapffer. meister uorich grebel.
Zun guldin horn schmid
oberster meister. meister
Zum wider melzger
meister
Zum rotten adler binder.
meister hanss binder der jung. meister radolf switzer.
pflster.
meister bans von will.
Zum rotten löwen gerwer.
meister beiorich bab.
meisler beinrich albrechl.
Zum silberschmid Schumacher,
meister heinrieb wiss bussschriber. meister jacob kepff.
Zum alten schnegen schnider.
meister bans bintzmejer. meister uorieb studer.
■20-2
Schifflüt.
f meUler beinnch schurtcr geoanti gulz
wurden bed mit dem schwort gerichl.
Zum kerne! grempler.
meister jacob
di sy
uorich ligler.
t meisler uorieb widmer
sler ward ouch mit dem swerl
■
Zur wag weber.
meisten hanss bieger j dise wurden( , bed uerurlei „ dz man sy „„
meistcr rudolf riss )
man niemermer söllenl säcben. vnd demnach wurden! sy bed ledig glassen vnd kam meister hans
bieger wider an alle sin fordrigen errc an dz Zunftmeister aropt. vnd starb meisler riss den er uast
alt wz ouch mit erren jm spitlall zürich.
(Pag. 446.) Item es ist ouch zu wiissen dz dise obgesebribnen alten rälz so nüt jm Strudel
oder jn der ill gerichl vnd gestraft wurdcnl ald suosl von tods wegen abslurbend alle wider jn die
burger vnd kleinnen rhu genomen wurdenl, won jr vnscbuld erfanl sich täglichen, vnd dz man uil
nidss vnd bass mit jnn hrucht halt mit vil grossen lügen von den ich nüt schriben wil.
Der hürnnig ratt nammen facht hie an.
Hernach stand nun der hürnin rat mil jrren namen wer sy alle gwessen vnd geheissen sind
vnd von allen zünften erwell wurdenl nach ansächung der gemeind jn der waserkilchen.
lasruss göldlv hoplman.
rudolff «scher,
felix schweod hoplman uon dem Wellenberg
Von ersten uon der constaffel.
casper mui
sluders schwend panerher.
Saffren.
bans lünger.
nicklauss metzger.
alixandcr metzger (»piiicr boi<(e»fiii
adem ruch.
petler röuber.
die scblusel zum turn.
Meisen.
hans sutter genant hutmacber.
ludwig sleinbockl.
heinrich sebmid an kilchgasen.
peller büchenneger.
tönj uorster.
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beini zeioncr scbluaser.
cunral sleinner schmid.
rudolff gomnan.
elauss scblig.
rucdoll jackly.
haiiss reiffly.
licnhart bronner.
hcinj hcrtly.
bans obrist.
eunrat bachoflner.
han« srhüchlzer.
bemly siber.
bau* »prungly.
bans waser.
pell er wolff.
bans buber gric.hlweibel.
bans a*cher basthart.
j«>s* ackly tuchscberer
beinj bullcr anckenlurer.
frilscby brüll,
cunral beraian
203 -
Schmid.
hanw torn.
palle uogt uod ulm.
Plisler.
erhartt meyer.
heinj widerker.
Metzger.
bernbarl cslinger.
mcistor nicklauss muncb.
Gerwer.
rudolf kienasl.
beinj werdcr
Schumacher.
felix wingoant.
jacob bluntzly.
Zimerlüt.
siroen ziegler.
bans felder.
iPag. 447. Fischer.
rudollT fryg.
cunral meyer bolier
Schnider.
beosly buwelmann.
Steffen erlissholtz.
Grempler.
haoss sluder habermelwer.
jungbansi begnower
-
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204
Weber.
arnold kocb knacbl
rudolff ineyer von fcllandeD.
sum bisbar Lxij man.
l(em ouch so kamend in dissen ratt die sieb selbs darjn erwalteod vod nüt uon der constaffel
vnd zünflen erwolt wurdeni.
banss meiss der jung. lux zeinner glaser.
Nicklauss hass hat mit micbel selzsiab die schlüscl zum Wellenberg vnd also ist nun der hürning
rat ouch besetz worden uff den ersten tag aberclen jm 1489 jar. sum aber mer iiij man.
(NB. 3.)
Ouch so wurdent von den alten rälten brüfl jn den hurningen ratt etliche von ruden , vnder
dennco als man meint von uil lütten die den globcn bettend vnder deu her hanss waldman der bur-
germeister uil vindeo halt die jnn heimlichen hastend vnd jm keins gutlen gundenl, vnd wz ouch uil
fromer lütten meinung wu der hürinny ratt, elllichc diser naebbeschribnen psonnen, nüt zu jnn jn die
rtfll berüft bettend, so were so hertt vnn streng nie gerichl worden, als aber besebach.
Her heinrich göldly rilter, her beinrich äschcr riller, her cunrat schwend riller. her harrlman
rordorff riller, bans meyer uon knonow, gcrold meyer sin sun wz des» riebs uogt.
sum aber mer vj mann.
Merck fiirer.
Item darnach ward berüft vom bürnigen rat her heinrich rosl der alt bnrgermeisler vrsachen
halb dz dersalb uil uon der stat zurieb Sachen wusle vnd mit jm marx röust »in sun der derselben
zitl der stat zürich schulthess wz ccl. vnd wz vnd warum sy geriebt gesclzet vnd geordnet habend
gutz oder böss schrib ich nülz daruon golt weist ess alles. sum aber mer ij man.
Sumarum aller mannen des bürnnischen ratz sind Lxxiiij psonnen.
iPag. 448.) Hernach slatt nun gesebriben der nüw ratt vnn die Zunftmeister die jm
jar jm meyen erweit sind worden 1489 jar.
cjss der jung.
her heinrich äscher ritter.
her heinrich göldly riller.
her felix schwarlmurer rillcr.
ber harlman rordorff rilter.
hanss mejer von knonow.
felix brcnwald. Saflren.
hanss keller.
bans sullcr. \
rudolf lügsl. '
nicklaus münch.
Meisen.
Schmid.
Metzger.
gerold meyer uon koonnow.
rudolff äschcr.
lasrus göldlj hoptman.
felix schwend ouch hoplman uor dem Wellenberg,
pelter effinger seckelmeistcr.
hans boshart. Zimberlüt.
jacob aberly. Pflster.
rüdy lochman. Gerwcr.
hium manlz. Schumacher.
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205 —
joss »chanoolt Schnider. heinrieb hediger. Grempler.
barm fris. Schifflül. maltiss wiss. Waber.
Die Zunftmeister.
m. bans (unger. f
m. bans heidenrich. J
^afTran
k7ali I an.
m.
m.
heinrich werder.
heinrieb kamly.
um wer .
m. fclii kcllcr j
m. felix stbruid. '
Meissen.
ni.
m.
cuural bachoflen.
bans« von ägry.
j Schumacher.
m. heioj leinncr. .
m. heinj winckler. J
Schmid.
in.
zicgler.
beiorich uttinger.
| Schnider.
m. radolff jäckly. ,
m. bans riem.
Metzger.
m.
bans wascr.
peller wolff.
j Schifflüt.
m. rudolff cunlz. (
m. beinrieb fryg. '
Zimberlüt.
beinrieb buller.
cunral äbly.
| Grempler.
m. banss wetlich. i
ni. rudoli' weber.
! Pflster.
m.
m.
rudolff meyer.
cunrat künser.
| Weber.
Vnd also sind nun
uersebribeu wer vor dem
ufriucr,
vnd demnach jro
vflloff vnd zu bindrisl,
dass nüw reygiuient geselz vnn angenomen ward, zu burgerraeister zu ratzberren vnd Zunftmeistern
erwell wurden!, aber welliche der alten ratzberren nül absturbend die kamend demnach alle an jr
forren »tat jn kleinen ratl wie dan dz vor oueb stal vnd slurbend mit erren vnd vil derren »o an diesem
obgeraelten uffloff schuldig warrend die gienge nül fil gekückes (gelückes?) an vnd wz jn wennig
lütten bold vnd dariuil sige gnug von dissem vfflouff gesagt (spater) wicwol mit der warbeit von
disem noch uil zu schriben werre.
Aomerk In der C.opie ist da« Verzeichnis» de* alten hörnernen und neueo Ratbes nebst <leo beigefügten Bemer-
kungen nicht, hingegen folgen auf die Nachricht von Waldmanni Hinrichtung folgende Abschnitte: AU die tunflmeüter
aeritht tmrdrn mit dem sclneert. Demnach wurden! gerichl IJ obrial meUler mit naroen meiater öchen vnd metater gölt
mit dem «wert vogefarlichee vi am mendag nach barfuseer kilwy. Von ninetn rtigtumtnt türich. Vf »anl nicklawt
tag kam dt nüw reigenmentl ind der nüw brieff den man jeti awert alle balbe jar für ein gantze gemeind türich in
der wasaerlilchen vnd tou jnnen boslitt vnd ward ein richtig gemacht dz man den -+■ Tnairen must gen lijm guldln
vnd etliche briell wa* die jnnhand bin ich nil ganlz beriebt cet. vnd erfrurend die raben «IT tarit Jorgien tag. Von
fU nydt vnd hau türich. Darnach ward III »yd vnd ba»§ vndrenn etlichen burgren lüricb, da» warend an eim thell
namlicb die so denn an lyb gut vnnd eren geslraaft warend mit aaropt jren friinden. wider etliche fon denen sj fer-
meynlenud sülicb» zu haben jr slraaD" vnd ist nil minder der handel was zum Ibeil fast hassig, doch «chryb jeh nil
darvon, denn der die warbeit recht »chrjben soll, ao wer Ol vonn disen dingen zu schriben das lau ich jelzmaal fallen,
dann der bandet ist Darnach sebier zu end disa buch» wylloüfflg am 389 blalt begriffen vnd erat lang bernacb wyter
jm 1566 jar harjn geschriben was (ich zu anfang vnlz zu end de* gemelten waldmann» vfloutT verloffen habe. Von
dem Zeichen ■+■ an ist da« geschriebene auf einem eingeschalteten Blatt, von weil späterer Hand, enthalten, auf wel-
chem noch von ÄoscAoe*. wi* da» verbrimdt ward folgt, welches ich auch hieher setze, ungewiss ob e* ursprünglich in
der Copie »und, wie beinahe zu vermutben ist. da das eingelegte oder ersetzte Blatt unmöglich die wenigen Worte
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(Pag. 449. j Hie seit diss buch von dem krieg so apl vorich von sant gallen mit den
von sant gallen vnn vom appenzell vnn andren sinen gotzhusslütten hatt.
VIT menlag nach vnsscr lieben frowen lag der liechlmis anno doni m.ccrc.Lxxxx jar zugend vnsscr
herren die Her ortt so den jn bunlnus sind mit dem apl von sant gallen nämlich türieb , lutzern,
schwitz, vnd glarüs. über die golzhusslüll von sant gallen so den von dem wirdigen gotzhuss vnd dem
apt gefallen warend derselben vngehorsamen lütt warend iiijuiO, die macblcnd die obgenantten fier ort
dem gotzhuss vnd dem apl gehorsam vnd da man gan will kam da kamend uil golhusslüU die »ich
an die cignosseu ergaben l darnach zog man am samstag gan gossow da uerdarpl man fil armmt-r lullen
dennen man dz jr nam wz sv ballend, ess werre fieb oder anders, doch so wart niemen gelolt vnd
brant man nütz, da reilt granff jörg von salganss vnd granff credentz von mätz (mauch darvnder da
ergahend sich die golzhussliil all vnd kämmend ann allen hämisch vnd gewer vnd schwörend den
eignossen vnd ergabend sich an als mittel den fier orllcn obgenant jn jr straff vnd ballend vm gnad.
Am menlag frö nächst zog man ab von gossow vnd zöge man den nächsten weg gan rosebaeb
vnd vnderwegen ward dem giirsler sin huss uerbrcnl, vnd da man gan roschach kam da warend
ouch die zwen obgenanten granffen also schicklcnd die von appenzell jr träfTcnliche bolschaft zu den
Her ortlen vnd gerlend eins frids. also ritten aber die graffen darnnder vnd ward ein frid also ge-
macht, dz fürerhin dz rinlal vnd alle forland so usser den allen marchen dess lands appenzei legend
fürerhin den iiij ortlen eigen sin sollend vnd wz der apt mit sampt sim konfent an sy zu sprechen
hellend dz solt uor den Ger obgenannlten ortlen holten zu recht slan doch dz dieselben holten so
den darzu gesebiben wurdcnl jr ciden erlassen sollend werden , vnd binwiderum so möcbtend die
von apcnzel jr recht gegen dem apt ouch bruchen doch so soll dess apt recht aorgan diss richtig
schwörend sv zu ballen.
Pag. 450.) Darnach als man iij tag vom menlag vnlz an fritag frü zu roschach still wz glegen
am fritag frü zog man mit den iiij panren der fier opgcnanlen orlten für die statt sant galten
oueb ist zu wüssen dz vnsser eignossen von zug zu vnss in dz feld gan gossow kämmend so käm-
mend andre vnsre eignossen von ury vnd vnderwalden zu vnss gan rosebaeb die alle zugend oueb mit
vnss für sant gallen aber bern sollenlur vod friburg warend nül bin vnss jm feld wol so warrend sy
vff der slrass, vnd also verbranllend die jn der stall al forstet ah biss an wenig hüsser vnd erschussend
i
Inn duem jar ward ouch da» nuw gotibu» rosebaeb dem apl von »annt gallen >erbraondl, vnd thatlend da» die »ou
üaot gallen vnnd »ppcoiäll darfori oueli gro«» vnrnw vn*er»lund iwii»chend beden parlhygien. vnod daa leb III »chrjb. w>
kann jeb nül gut« von dtueiu jar «chryben, denn e* ein widerwerltig jar jnn «Der wäll waaa vnnd ward weder wvn
noch körn, vnd wa» alle ding fa»t ibiir. vnd wnrfTend »Ich alle gotihuttlüth ab fom apl von lanl gallenn , dat» »v jm
vngeboraam wnrdend v»»gla»»en wjl vnd die gräflichen*! thoggenbarg nitt. 1-189 jar
lo dein obgenanltcn jar ward »»»gemacht da» bücbaenhu» jnn jaasen vnd ward vnaaer slatl liiricb feraeltt mit
rinnaien alle jar zu hetalcnn vmb eygen»chaut jm« guldin gell*, darfor man nül j d. »in«« trab (I e. da man vorher
keinen denier zin» gab) on ander« gut, da» ouch hinweg gieng.
Vom Liiit tigaten jar loch man fnr »anl gallen dem apl zu failtT jm die »innen wider gehorsam zu machen, vnd
»IraAe man die »ioen vmb den bände) den klosler» roarbacb. Hier hört da» eingeschaltete Blall auf und fährt die
Copie fori (vidc pag. 40«). Vff menlag nach vnier lieben cel.
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rnss etlichr knecfat da rillend aber die graffen uorgenanl darvnder dz wcril nun vom frilag hin bis»
am zinslag nach sanl vellontins tag jm obgenantcn jar vnd kurlz daruou zu schriben ward ein frid
vnd richtig also gemacht dz sy dem apt vnd gotzbuss von sanl galleu eins rechten sin sollend vm als
sin ansprach vor der eignossen botlen der iiij orltcn wie den die von appenzcl vnd ward dz mit
brieff vnd siglen bestält zu ballen wz sich die ricbler der Ger ortt erkanllend bin dem wellend sj
trulich beliben vnd am zinslag opgenant zog man wider ab von sanl galten vnd schätz man die
eignossen so uor sanl gallen tagend für xvj*" man jlcm mau sagt warlich dz der Schwabs pund jn
sorgen wer vnd bettend sich ouch uersamlet wol uff xm° man diu bin ein andren zu bregenlz vnd
ennetbalb rinss lagend an jr wartten also da die obgenantlen richtigen gemacht wurdenl zöge jederman
wider heim jn sin Und.
[ Pag. 451.) Ilem demnach wurdent die Sachen geriebl zu einsidlen jn der ua»len zwuscheod dem
apt von sant gallen vnd der slat zu sanl galten vnd muslcnd dem apt gen iiij™ rinseber gülden vnd
stund demnach am apl ob er dz golzhuss roschach weit wider buwen vnd den eignossen miistend s\
gen oberdorff dz sloss mil lull vnd land mit hochen vnd uidren gericblen oueb dz gredhuss zu
stejnacb am bodensew vnd darzu gell schätz man für xm° gülden vnd soltcnd jn bünden bliben.
Ano domj 1494 jar als uogelweider dazumall burgermcislor zu sant gallen mit »aiupl
von appenzell anlengcr gewesen warrend diss kriegs vnd slifler zu uerbrennen dess nüwen stifte* oder
golhuss roschach darvm sy landflüchlig wurdenl vnd die von sanl gallen dz jr zu jren banden von
eignossen erkent ward luffend der vogelweider sinne sünn oueb von appenzel dem romseben küng
als lang nach den den uon sanlt gallen vnd -appenzel mondateu kämmend bin hocher pen von römschen
küng den zweig obgcmclten mannen dz jr wider zu lasen wo sy aber sömliches nül ihun weiten dz
sy den jnnen eins rechten vor dem kamergerichj sin wellend demnach erfordretle der römsch küug
die himelslür an gemein eignosen darmil er den lürgeu uerlriben weit vnd ander vnbillicb anmul-
lungcn so der römsch küng an die eignossen ted, dess sy doch uormalss uon sinem uatter keiser
frid rieh löblicher gedecblnis überhept warend bliben.
VIT sant jörgen tag jm obgenanten jar galt j pfund rintlleiscb x d. baller vnd gemein kalbfleisch
ij pfund xiij haier (?) vnd dz gilzin fleisch viij baller vnd wz win vnd korn nül wolffeil.
tPag. 452.) 1490 jar.
VIT menlag nach sanl uolrichs tag 6eng man den heim uff dem karls türm uff zu richten im
opgemelteti jar.
Vom 1491 jar.
In disem jar überfror der zürichse iij mallen.
Anno donni jn obgemellen jar zwuschend sanl tbomeos lag vnd dem beigen wiennacht tag fiel ein
grosser sehne vnd Bellend uff denselben sehne die uon warbaften lüleo zeit ward wol ob XL sehne die
lagend so dick uff einandren dz es kein mensch nie mer geseeben hall vnd wz fast kalt vnd besorgt
jederman der reben vnd überfror der zürichse, vnd galt j ml kn. iij # vj ss. minder vnd mer vnd
ein eig ij baller. diss weller wert biss uff vnsser lieben frowentag der liecblmiss abint jm Lxxxxj jar
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da brach dz «eller vnd gieng der sehne dess wander fils wz in zwu nachten rnd lagen ab dz es ao
uit enden anber ward cct. demnach überfror der zürichsew zum andren mal uor sant maltiss lag vnd
ward rast kalt vnd wider warm vnd wuatle der wind den se wider uff vnd fiel aber ein grosser sehne
am hindersten lag rebmanl vnd am ersten tag merlzen überschoss der zürichse an uill enden über
vnd wz uss der masseo kall dz der se jn disseni jar recht vnd redlichen zum drillen mal gefror dz
doch uor niemer gehört wz worden vnd erfrurend gar nil reben dz gestund biss uff den meylag jm
obgemelteo jar da tieng ess an sehnigen vnd treib dz vom meytag iij tag an ein ander vnd am Gerden
tag meyen erfrurend die andren reben so vom wintlerfrost bliben wareud all von led dem ops uast
wie, vnd ward uast lülzel wins am zürichse den zwen gross riffen Seilend, demnach schlüge der hagel
die übrigen reben vnd uil korns jn minner berren gobietl an sant annco abinU
(Pag. 453.) Von uil grosser tagen vnd schwenn krieg.
In den zitten wurdent gross tage gleistel von dem swabseben bund mit den von costentz vnd
bellend sy ouch gern jn pund gnomen dess werttend sich die von kostenlz vnd ballend uil der
eignosten ratt wie sy sich mit dem bund vnd uoran dem römschen küng halten sollend dann derselb
kutig sy bin hoeber pen vnd vngnad stälz jn bund mantte oueb bin uerlicrung aller jr fryheiten
wie dan dz dieselben mandat jnnhiellend daruff jn allwegen die eignossen gar früntlicben riettend wz
jnnen dz best sin möcht.
Als der muchein) *} von ury dazumal lantuogt in turge mit etlichen knechten gan
coslenz züchen wolt.
Diss bestund nun biss uff die zitl als der hurnus von ury lantuotg jm lurge ward der vieng
nun eltwz Unwillen mit den von coslcnlz an vnd banckle etllicbe kneebl von ury zug vnd schwitz an
sich, darzu er nüt glinpff noch fuog hell als das mench biderman tücbt vnd zog mit denselben knechten
der warend bin xv c gan frowcnfcld vnd vermeint die von costentz zu übervallen da dass min berren
von zürieb vnd andre eignosen vernamend ballend sy cm grossen vnwillen an der sach vnd schick-
end jr raizboiten zu jun gan frowcnveld vnd manlcnd die kneebt ab, von disem muchenheim ge-
wunend die von costentz grosen vnwillen vnd ward zu kostenlz allerley grober worlten uom ge-
meinen man brucht vnd beschachc diss vff liechimiss jm ano domi 1497 jar.
Im obgemeltcn jar bellend dry grosser riffen vff den sechsten sibenden vnn achten tag brachraant
zu grünigen vnd Überschussend die güllen vou keltty vnd ward gut korn vnd win.
^Pag. 454 ; Vnd uff dz vnbillicb überzüchen so hurnuss mit den von ury vnderwalden vnd zug
Ihan woll ban da wurend die von costentz zu ral vnd giengend ouch jn schwäbscheu bund vnd
schwuorend den ano domj 1498 jar jm drilcn herpslmanot vnd wurdend oueb allerleig vnziinlicbor
wort von den uon kostenlz vnd jrren mitbaflen gebracht die die eignosen nüt crltend noch lob
brachten!.
• Anmerkung im Ori(. und der Copie: Br hie« nüt hnraof der ltmuogt taieit moebabeim tod ary.
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Als die vom grawen bund sich zun eignosscn verbundene
Ano donuy 1498 jar jm obgcmellcn jar vngefarlicben jrn atluend ward ein stal uon kur mit
*ampt allem grawen pund zu ralt dz sy sich mil den eignosen ucreinlend vnd schwörend cwenklichen
bin eignosen zu hüben mit jr lib vnd gult als ander eignusen wie dan dz dieselben pündbrieff
darliehen wissend vnd besebaeb dz jn der «tat zürich vss mcngerle.v Ursachen halb beder sitlen.
Als die grawpünder vnsre eignosen dz münstertal vnd die viij gricht jnnnamend.
Ano donni 1499 jar vff »nuang horngss zugend die grawen punder die nüweo eignosen vss jn
dz müuslerlal vnd erslacbend der vind xviij man vnd namenl ouch vff die zil jn die achl gricht vnd
schwörend jnnen dieselben lütt.
Als vnser eignosen das swaderlow vnd ander pasen am rin vff vnd nider besalztend.
Ano domi jm obgemelten jar besalztend die eignosen all passen sloss vnd stett am rin vff vnd
oider vnd besunder dz scbwadelluw (Scbwaderioch) vnd vff den lag giong ein groser stürm durch die
granffschaft kiburg vnd herscliaft gruningen biss an zürichse vnd wz der erste slurm der ye heschach
diss naebgeschribnen kriegs cet wz vff donstag vor liecblmiss jm obgemellcn jar.
(Pag. 455.J Als ein frid gemach ward merck hienach
Anno domi m.cccc.Lxxxxviiij jar vff der pfaffen vasnach nbind srhicktend min herren den graw
pündren iiij c man von anrüffens jr nüwen eignosen won die vind gutlcnburg dz dess bischoffs von
kur wz belegen haltend dabin kamend oueb ander eignosen mit jrren fcnlyn vnd zeieben vnd jn den
ilingen ward vnder die Sachen gcrelt von biseboff von trienl vnd andren dz die sachen geriebt wur-
dest , vnd zugend die grawpünder ouch all eignosen wider ab vnd besunder lulzern vnderwalden
schwitz vnd zug zugend für gutlenburg nider daruff da lagend ij c lantzkneebt die schruwen Uber rin
den eignosen zu o jr küghyer vnd luffend uff den benden an allen licren vnd sassend vff einandren
vnd schusend vnder die eignosen vod ersebusend jn ein man also zugend sy wider binder sich vnd
mantand all eignosen wider vmm zu zuchen.
Als zu trisen iiij c der vind erslagen wur(d;ent vnd vadutz gwunnen vnn uerbrenl.
Vff der jungen vasnach jm obgemelten jar griffend die grawpünder mit samt mir herren der
eignosei lüt so jnnen von jn geschickt wz, die vind an am Iriserberg vnd erschlugend der vinden
wol iiij« man vnd gewunend ouch vff denselben lag vadutz dr sloss vnd braotend dz vnd fiengend
her ludnig von brandis fryber desselben sloss.
•) Di« Copi« bat nur den Titel und nach demselben eine andere Nachricht, sowie überhaupt dieselbe In der Erzäh-
lung de« Sihwsbenkriege» von dem Original abweicht, wie hernach folgen wird.
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Als die schlack i) zu hard jm obcrland beschach.
VIT uiilwucben jn der fronvaslen jm obgemellen jar griflcud aber die grawpttnder mit sampl
vnsren eignosen luden die bin jn am triserbcrg warcnd gwcscn die vind an zu hard enlhalb rins
der warend xiiij m vnd erscblugenl der vind ob inj"' man vnd erlrunckend jr wol ob j ro jn der bre-
gentz vnd giongen hin vij schiffen mit jn jm bodensc vnder vnd jagleod die vind von bard vnd
fusach vnlz für bregentz vnd bhubend die cignosen dz veld vnd ward uil hämisch buchten vnd
ander gewer gewunnen vnd namend dz walgc jn vnd schwörend die lüt cet.
• Pag. 456.) Aber jm obgemellen 1499 jar vOT der alten uasnach abint sebicktend min herren
uon ziiricb jren höplman felix kcller mit iiij 1 " man jn dz hege dabin kamend oueb vnser cignosen
von bern friburg vnd sollcnlur vnd gewunend dUs nachbenempten sloss vnd dörffer vnd uerbrantend
die zum ersten rosoegg, randeg, balspcrg, bonburg, fridingen, stouffen, netten, nepberg, worbüngen,
iiuwcnhuscn, dz als sloss sind, von dbrffrcn ramsen. rölisingen. gutmadingen, singen, slüslingen, hillzin-
gen. witterdingen, welschingen, nüwenhuscn, rietbein vnd andre vil dörffer, die nul genempt sind cet.
Als hallow vnd nünkilch dz dess bischofls von costend von eignosen jngnomen ward cet.
VIT mitwuchen vnd donstag jm 99 jar uor dem balmlag da samlent sich vtT xv c man von Zürich
schoffhusen baden vnn andren orllcn ab der eignoschafl vnd namend hallow vnd nünkilch jn vnd
besalzend die vnd sebwurend ouch dieselben lüt gemeinen eignosen vnd bieltend sich den krieg vs*
fromcklicheti an cignosen also da der frid ward gab der bischoff von coslcnlz den uon Zürich vnd
scbolThuscn xviij' gülden warcnd mit den soldoeren vflgluffcn darmit lost er hallow vnd nünkilch
wider zu der stifl banden vnd wurdeul die lüt jr ciden von den von Zürich vnd scholThusen wider
erlasen crl.
Von der Schlacht jm Icinntal der uon sollcntor.
VIT vnser frowentag der uerkündung wz der balmabint zugenl cttlicbe kneebl von »oleolor
eutlibuoch willisow vnd von andren ortten »IT vj' man vss jn dz Icinntal (Leimeaibii) da begegnoteod
jnnen jr vind wol vff vj tusend vnd erseblugend der vind vj c man vnn gesebaeb der cignosen keim
nie kein leid vnd uerlor da her cunratt von lampringen vnd sust vil guttcr lütten der namen man
nul aller weist cet. vnn vff dieselben zilt vicllcn die lüt jm wallgöw wider von cignosen an römschen
kung vnd hielten jren eid nüt.
Dieses ist alles was in Kdliliacbs Chronik von dem Schwabenkriege enthalten ist, mehrere Blätter
müssen verloren gegangen sein. Der Copisl hat, wie wir im Verfolge sehen werden, Edlibacbi Arbeit
benutzt, aber die Erzählung dieses Kriegs umständlicher aufgezeichnet als er sie in dem Original
nicht fand; biezu scheint ihm auch besonders die in Versen geschriebene Beschreibung dieser Fehde
von Nikiaus Schradin von Luzern, welche Anno 1500 zu Sursee gedruckt worden ist, gedient zu
haben. Er hat dieses Werk auch benutzt, um aus den darin belindlichcn Holzschnitten die Originale
zu den meisten Malereien zu nehmen, mit denen er auch diesen Theil seiner Chronik reicblcb geziert
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hat (da im Original des von Hochenburgs Hinrichtung die letzte historische Vorstellung isli. Ich
nehme hier diese seine Erzählung vollständig in meine Oopie auf, und da auch Ludwig Edlibach die
Chronik seines Vaters iu sein Geschichtsbuch, wiewohl nicht immer ganz wörtlich und unverändert,
aufnahm, so bemerke ich die Abweichungen, die bei ihm zum Vorschein kommen, mit Weglassung
der Herzahlung der in den verschiedenen Gefechten erbeuteten Kanonen, welche der Copist darum
nicht anführte, weil er am Ende des Schwahenkriegx die Abbildungen dieses Geschützes in 64 Vor-
stellungen liefert und dabei jedesmal anzeigt, wo dasselbe erbculel worden sei.
Vor der Erzählung des Kriegs steht noch folgende Aachriebt:
In dem obgemelten jar vif vnser lieben frowen tag zu der liechiroess zugeud die ersten knecht
Zürich vss der statt vss deren warend zwölf von iellicher zunfl einer gan stein in die statt vnd
schloss hochenklingen jn zusatz.
Hie facht an der gross krieg zwiischend der künglich meyenstatt des rüm-richss vnd
dem gantzen schwäbschen punnl an einem vnd darnach am andren gemeinen eignossen
von sielt vnd lendren mit sampt dem grawen puntt vnd aller eignossen zugewanten
Ano donni 1499 jar.
Vorstellung: der König und seine Fürsten, nach Schradin,!
Wie der gross incchlig fürst keisser fridrieb geboren ein herzog zu Ostrich vnd ander fürslen
ein punl jro land zu Schwaben zusamen geschworen vnd triben band die eignossen damit zu temmen
oder zu zwingen vnd wie sich die grawen pünll verpflichl habind zu den eignossen vnd wie sich die
kÜDgiscben reigenntlen vnd der bischoff von kur eins rechten vcreinll vnd veranlost babind vnd wie
die küngiseben ein friden zugesagt habind vnd der gslifl lütten darüber jr lieh vnd gutt entwerlt
vnd hingcfürlt vnd darzu drü hüsser verbrenl habind.
Wie sich die spenn vnd zweytrechtung erheptt halt vnd wie ein frid gemacht ward.
Söllicb glük vnd heill dz der almcchlig ewig barmherzig gütig gotl den eignossen bisbar verliehen
halt ball die sehwapschen verdrossen vnd band sich vereint vnd anschlag gemacht mengen tag wie
sv die eignischfl möchlind zertrennen vnd band vil vnkristenlicbcr worllcu brucht darvon nütt ist zu
schriben vnd also hall die künglich meyenstatt mit sampt dem gantzen punnll sich vereint vnd vnder-
standen die eignossen zu vertilgen vnd hat och den sehwapschen pnntt verdrossen dz sieb die graw-
pünter band verpilichl zun eignossen dz selb ouch beschechen als man zalt von der geburtt crist
m.cccc.Lxxxxviij jar dz mannoz jenncr gross spenn vnd slöss band sy lang zitl geheptt so römsch
rieh vnd künglich meyenstatt von Ostrich anlrifl gegen einem bischof von kur vnd siner gestift
antreffend berurend künglich meyenstatt als graffen zu tbirol vnd ander spenn wie man die nemen
sol da jr reigenlen der slifl grifend in dz jr engadin vnd der bischof von kur meint es wer sin dess
haben sich die küngschen reigentten vnd der bischof zu kur eins rechten vereint nach bilichkeil der
natlur welind zu koslenz vff bischoffsboff zu vspracb komen vnd einen obman einsglicbeo tusalz
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mit beschluss veranlosl vnd mil klinglicbcr meycnslatt vnd mit btschtifDichrn sigel verbriefft vnd do
nun biscboff (homann bed (eil ball verhörll vnd er sy null glich verstanden vnd ball man die sacb
verzogen darzwüschend ist der obman biscboff zu costenlz von lodss wegen abgangen vnd isl der
gcstifl zu kur für vnd für in jr oberkeil griffen darzu K. M. vff biscboff beinrichen ansuchen hall
geseit dz der anlas» werd bropiertt zu ogspurg vff biscboff frid , denselben anlas» zu erliilren oder
zu erkennen do ward zu gluruz von K. M. selbs versebaft dz sin K. regcnnlten dem sollen naebgau
dz isl null bescbcchcn dz haben der gsliffl lull den püntten furgcleitl vnd klagt vnd darjn jrs ralU
begertl vnd in hilflieb zu sin da habend die püott jo bilfswis gesanl dry bollen zu künglichen rei-
gennlen mil den zu reden vnd künklich rcigcntlcn betten zu recht zu konien dz babind die küngisebeo
rcigennlen verzogen vnd nul dann sölich spenn den bunnlen fast leid wz doch so ward ein tag gesetzt
gan feldkilch vff mitfasten null dosier minder der küng nach lullen vnd geschülz streng warb ouch
die holten die denn zu mall vssgesant wurden von der gsliffl Hilten die verkünden sollen ein bestand
die wurffend die küngUchen nider vnd nainen dz munslcrlall jon vff jro vorltcill den dz dess gesliffl
lullen jnnen dz seil abluffcnd dz es nul beschach vnd wz jnnen der frid null vcrkünntl vss schuld
der küngiseben dz sy vnss gern schwach cnbollcn hellen nachdem vnd die küngeschen denn friden
habend zugesagt vnd über den friden vnd abzog so die eignossen mil sanipl den pumillen dan hand
habend die küngiseben jnnen drü büsser verbrcnl vnd ouch jr fiecb genomen vnd jnnen dz hingefurt
vnd enllwcrlt noch haben sieb die bünnil an friden kerlt cet. ist ouch von künglichen reigenllen ein-
hely der markscbalk her palss von liecbeslein vnd jörg grossenbrott vnd hotten gern den eignossen
schmach enbollen demnach zugend die küngischen an sanl lulzensleig an wüssen der pünden vnd
namen mcycnfeld jnn vnd ermorllcnd iellich der pünllen lütt vnd fürslcnbcrg namend sy ouch jnn
vnd dz münsterlall geschlelzt vnd verbrennt vnd an alle gotzforchl mit gewalliger hand jra dosier
genomen dz heilig wirdig Sakrament vnd dz heilig hlult vnd greber vffgebroeben vnd dz hellem hin-
wcggefürlt vnd band die eptissin gfangen mil dry personnen.
Wie min heren zum ersten mall ins obcrland sind zogen.
Ano domie m.cccc.i.xxTxviiij jar vff der pfaffen fasnaebt cet. (Ganz gleichlautend mit dem iu der Edlib.
Originalchronik enthaltenen Cepilet: alt «in frid gemacht teard merrk kitnach; ausgenommen dann nach den Wort««:
ward »nder die lachen gerell — liier »lebt: wie for geachrlben tut; statt: lüftend vff den henden — lüftend rff allen
Heren; und nach dem Schlußwort: zu züchen — noch dieses betgeielzl ist: vm dz schand »nj Utter zu rechen alio
demnach mit der hilft* des almecbligen golx bejebarh desa wir jm bilieb jemer daneben aond.
Als vnd wie die eignossen mil den grawen püntern mcyenfeld wider ward gewunnen
vnd fadutz dz schloss vnd demnach verbrennt vnd wie zu trissen iiij* man wurden
erschlagen von den eignossen der Schwaben gschach vff die jung fasnach 1499.
Kotball nicbli «nder* alt da« Up. am G. Edlib. Chronik: alt tu trist» *Äj' dtr vhtd erOagtn tcurdtnt.
Die Schlacht zu trissen.
(Vorstellung frei nach Sehradin.)
Die Krzabluag der Schlacht bei Bard mit Edlihacb* Worten, ausgenommen datt er die Zahl der Bricbtagenen auf
3000. slalt 4000 aogiebl (wohl nur ein Schreibfehler) und am Kode die Wort« weglai.t: vnd .cbworend die lüt.
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*13
Als die Schlacht zu hard jm Oberland beschafft.
( Vorstellung.)
Wie die walgöwer den eignossen vnd dem pund schwurend.
{Vorstellung frei nach Sehradin.)
Vff diss obgcmelten zwon schlachlen erschrak dar ganz walgöw vnd kam zu forchl vnd vff
souiliches nameod die cignossen dz ganlz walgöw jon vnd schwurend jnneu die baren aber dem nach
nül lang fielend sy wider von eignossen zu jerm alten hereu.
Zug In» Hegau, mit Bdiibach» Wort« erukli. auteeuonmen data der lUrrbemcbe Hauptmann Dicht genannt iit und
nur itefal: »od «chiekleod min beren tob turieb )r paoer mit tlij" maanea cet.; unter den «erbrannleu Dörfern ut
Ramsen vergeuen.
In der Milte ist die Vorslclloa« de» Zugs mit der Obencbrifl: wie man in äi htgy log liirieh brrn friburg vnd lolotur
vftti wit man dis $io$str */ftron vmi vfrtfrontt.
Als halow vnd ttüwkilch dz des bischolTs von costentz ist von eignossen jngenommen ward.
( Vorstellung.)
Die Brzahlnng de* Vorfall» ist gaoi oarh G. Bdiibach. Chronik.
Wie der küng von frankrich ein botschafl geschikt hat gan lutzern zu den eignossen
zu werben vm ein püntnuss.
(Vorstellung nach Sehradin.)
Anno domic 1 499 jar des manotz merlzen scbikl der chrislenlichisl kflng von frankrich sin tref-
fenlicb bollscbaft gan lulzern da waren dazumall gemein eignossen vff eim lag da begert er an sy
ein vereingung vnd pünlnuss mit jnnen zu machen als oueb besebach von gemeinnen eignossen slctt
vnd lender.
Wie sich der durchluchtig hochgeborener vnsser gnedigister her pfaltzgraff am rin
vnderstund durch sin botschafl zu werben ein vnderleginger zu sin den krieg zu riebtten.
(Vorstellung nach Sehradin.)
Vnder dissen obgemelten krieg vnderstund der dnrchlüchtig hochgeboren vnsser gnedigister her
pfaltzgraff am rin durch sin botlschafl zu werben ein vnlerledinger zu sin den krieg zu richten dz
hall jm der schwäpsch bunntt zugseil darvnder lassen zu reden desglicb oacb all eignossen von stett
vnd lender vff söiuliches ward ein tag geietz gan bassel da kamen sy hin aber ess wz nült fruchtbar
vnd ward uff dzselb mal kein frid gemacht vnd hell der biseboff von Strasburg vnd der bischoff von
basel gern zu den sacken gereit vnd retten die schwäpschen dem pfaltzgraff fast übel zu.
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Von der Schlacht jm limattall vor bassel die die vor solotur lallend mit den küngischen.
( Vorstellung nach Sehradin.)
Vff den xxiiij lag mertzen gscbacb die schlacht vff bruderhollz warend der figind wol inj™ bin
cioander kamend ouch der eignosseo zemen von solotur cnllibucb wilUsow vnd von andren ortten
v(T viij« man da begenotend jnoen die und wol vff iiij'" vnd erscblugend der tigind wol vj c man vnd
verlurend die eiguossen oütl me den ein man vnd da verlor her cunratt von lampriugcn vnd susl vil
gulter lullen der namen ich null all weiss (»b. dai Leben) vnd vff dieselben litt viellcn die lütl im
walgöw wider von eignossen an römseben kung vnd hielten jr cid nütt.
Die.ci ii« die letzte Nachricht bei Kdlibarb und Taugt bier der llefccl au.
Wie die küngischen mit einer grossen macht vber rin sind komen vnd wie sy dem
von sagss dörfler verbrantent vnd wz zeichen» da beschechen ist cet. im Oberland.
; Vorstellung : Brand der Rothkirch, nach Sehradin.]
Vff mcnlag jn der beigen karwuchen wz der xxvj lag merlzen zugend vnsser figind vber rin
mit xiiij™ man zu gamss vnd branltend dem von sag» zwey grosse dörffer dessglicb dem apl von
sanl galten ouch etliche dörffer vnd erscblugend dem von sagi vnd den von glariss wol Lxx man
>nd tielend da wider vber rin doch so kam der figind wol bin ij c man am angriff vm vnd kam ein
Krasser stürm durch sagansserland vntz gan rapperscbwil hinab.
Vff dzsolb mall ist ein gross wunderzeichen beschechen zu der rotten kilchen.
Vff dzselb mal da die roll kilch verbrunnen ist vnd jm sacraraentbus ist die munslrantz bin zer-
»chtnulzen vnd ist dz heilig wirdig sacrament vnnverscrll vff dem stein gelegen dz halt man warlicben
gsechen an all masseti vnversertt dz sol sich ein ietlich mentsch lassen zu berlzen gan ist vff den
nbgeschribnen tag beschechen.
Mer ein wunderzeichen.
Im abrclleu ward vss der ow geschossen mit einer schlangen über see gegen drycn kinden der
»lein schliirpffl zwiischend jn dem einen jnn sin schoss aber der kinden gscbacb keim nie kein leid.
Dir«* beiden Wunder *iod bei Lud Edlibarb nicht enahlt.
Als die Hgind vss tüngen stiilingen vnd walzhutl fiir die vnsren 7.11 halow zugend vnd
wie es ergieng.
Vff den binderslen brlag zu ostren anno 1499 jar da kamend vnsser figind ob vij*' tusind für
den kilebboff zu halow darinn denn die vnssren von Zürich vnd schouffhussen warend bin iij 1 also
vff den tag behabend die vnssren den stürm vnd ward der vnssren bin xxij mannen erschossen vnd
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einlochen so verlor der find vil raer cllich saglend ob j c man darvnder was einer hiess ileUchelm
vnd gar ein galler kriegsman vnd zugend die lind also ab vnd branlend balow dz dorff vnU an ein
wenig hlmer. L Bdllbaoh «acl: vff den ilillon Irius tu oatern).
i Vorstellung dieses Vorfalls.)
Von der schlacht zu ermendingen bin costentz jm scbwaderloch vnd wie es da ergieng.
; Vorstellung nach Sehradin.;
VIT den xj lag aberellen jm 1499 jar zugend die figind vss costentz mit iviij lassind mannen
gan ermeodingen dessglichen die figind vss der riebenouw oueb gen ermendingen zu vnd erstattend
der vnssren ob lxxx mannen vnd gewonend /wo halb schlangen warend der von latzern gewessen
vnd blünlerdent auch dz dorff ermenlingen vnd triben fil vnffur man seid ouch förwar dz her bur-
kart von randck um den beigen fronaHler ritt jn der kilchen vnd einem allen blinden man seit man
der wol hundert jar alt wer dz hopl jn der kilchen abschlug da demnach vcrbranlend sy ermendingen
di bestund vff iij ganizer stunden an dz vnsser figind von costentz vnd vss der riebenouw jn bocheu
f roden warend jn der zilt wz der lerman vnder vnsscr eignossen hinvff gan allterswil vnd ostersbussen
komen da denn sj jm srhwaderlocb zu feld lagend der warend nun vff xv« man vnd da sy die mer
vernamcod zugend sy ilentz den von ermenlingen zu durch den wald dz ir die figind nie gewar
wurden! vnd an alle bull vnd Ordnung durch einandren luffend also wurden! die eignossen zu ratt
dz sy recht jm namen des herren mit der hilft* des alten gotz jr figind wellind angriffen vnd machtend
dz da jr Ordnung vnd zugend schnei durch den wald vff die figind vnd griüend sy tapffer vnd tröst-
lichen ann nach jr alten gcwonheill vnd erschlugend der figind wol xiij* man vnd bracblend sy zu
flucht vnd jagtend ein teil binjn gan costentz etliche zu schiff vnd ertrunkcod jr fill jm bodeosew
etliche jn der statt graben vnd gewunend also die eignossen den figinden widervm ab der von lutzero
bUcbsen die verloren warend och all jr strittbfichsen vnd wegen vnd fürttend die mit jnnen gan
alters wil vnd kam an der schlacht vm gar vil erlicher lütten nämlich her burkat von randek rilter
heinrich von randek vnd susl vi) edler die ich durch der kürtzy willen nült zu schriben sind vnd
gwunend ouch fil büchsen. L Edlibach bat die Anekdote von Barkbart »oa Randek niebl «ufreiKinimen , wabr-
»rbeiiillcb »tand tie aber im Orijinil.
Von eim hübschen scharmulz zu horn am bodensew.
'Vorstellung nach Schradin.)
Ks lurend ellich kungiseben vff dem bodensc bin vnd bar zu brogen doch zulest liessen sy uss
zu born vnd sprangen ireo wol iiij c zu land vnd züuttend ein buss an vnd da warend der vnssren
wol bin l knechten lagend jn einem lannwald verborgen da luffend die vnsren berftir mit einem
grossen geschrey vnd bracblend sy zu Oucht vnd da sy jn das schiff wollen do wott das schiff nüt
von land gan vnd stundend die find jm se vnlz an hals vnd wz da gross nolt vff der find sitten aber
die andren schiff die vff dem se warend hieltend die vnssren am land vff mit jrem geschulz dz sy
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null hinzu dorflend komen doch so kamend der 6gind nün man vm zwen erstochen vnd siben er-
tranken die ligen za hörn begraben. Nicht in L. Bdlibach« Chronik beöndlich.
Wie tüngen crobrett vnd gewunnen ward.
I Vorttellung nach Schradin.)
Vff den xviij lag abrellen ward ouch tüngen gewannen vnd sloss vnd slellly bluodrot vnd ver-
brenn wz der graffen von sullz vnd daraff gewannen fil gut! vnd xiiij* kneebt wurdend darjnn
funden Hess man all jnn blossen hcmlinen vnd stekly in jr henden liess man durch ring der eignossen
vss an jr gwarsaroy vnd naniend diss nachgesebribnen edellütl gefangen, her bans von baldeg ritter
rudoir von griessen boley vonn rischach franlz von rogeobacb vnd ander vff xvj parsonnen denen am
anfang vnd am end allen gnad bewist ward. x. Bdiibach »etzt den 20. April )
V(T den xx lag abercllcn jm obgcmelteo jar beschacb ouch die schlacbt zu frasletz jm walgow
vnd erseblugend vnsser eignossen in zwey schlachten vnsscr finden vff ein lag v lussied man so vff
dem land hlibend vnd jn der jll ertrunken runden wurdend darhy warend iiij c man mit einem feolin
von Zürich vnd brantschatzlend dz walgow vm viiij'" guldin vnd wurden v fenlin von finden
erobreit.
Also sagen ouch die allen warhaften lütl die (d««j sy nie kein grussenlichern angriff nie habend
gesechen mit geschülz vnd wz ouch die lelzy so gutl dz man sy besorgt zu gwünnen vnd macht
man zwenn büß* vnd zog man was wol mögender knechten warend vss die mostend ein böchen berg
vm vm tüchen vnd da vnsser an den berg kamend wurdend jr vnsser figind gewar vnd liessend
gross slein gegen jnn loffen wann die vnssren den berg vff kein Ordnung kondenl nütt ballen vnd da
sy hinvff kamend da haltend vnser figind zu glicher wiss oueb isszogen wie vnsser eignossen nun
der allerbesten knecht die da ein gull Ordnung hielten also von stund griffend die vnssren unn wie
wol man sagt dz jr zum ersten lüizel wer aber der zulouff wz ouch da da lallend sy stich vm stich
gegen einander dz sy gern dz best hellend lann aber die vnssren slacbend jnnen flugs dry glider
nider da kamend sy zu flucht vnd luffcnd den berg nider vnd kamend ouch den vnssren jn die beod
die mit dem huffen da vnnen warend also da sy deu berg abkamend da was erst der recht hülfen
gegen dem stunden die vnssren zu Ordnung aber man seit dz dieselbigcn so morl liehen schussend dz
darvnn nüt ist zu sehriben aber die vnssren truklcnd sieh uider vnd liessend die figind abschiessen
vnd da griffend sy aber trostlichen an vnd braehtend sy zu flucht vnd jagtend sy jn die jll vnd
erlranklend da fast vil man seit ouch fürwar dz man zu fcldkilch am rechen fund v- man die dar
gerannen warend.
L. Bdlibicb gibt die Summe der Brnchlagenen auf 7000 Mann, di« der Brandsrhalzung auf 8000 Gulden an, and
»etil nach don Worten: mit einem fenlin von Zürich — binzo: vnd gewannend da 5 buchten band 13 cMlhoar lüg, der
•cbanktend »y zwo der besten dem heren tob aat vff voraneek (Fonteck; vnd zugend da vnser eignotaen wider mit
fröden von jren bondgnosaen den grawen pündren wider beim vnd braoltcbatzlend eei. Die umttandlicbere Beacbrei-
bang — al«> Mgen ouch die alten cet. bat er nicht . nad «etzt die Schlacht zu Fraatenx vor der Einnahme von
Tiingen.
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Wie die priesterschaft vnd die frowen mit jren kinden vss dem walgow die eignossen
haltend vm gnad dz sy ein brandschatzung vff sy legtend vnd gemein eignossen dz
gnedenklichen nachgelassen hand.
(Vorstellung nach Schradin.)
Vff ernstlich bitt der pricslcrschafft wib vnd Lind hand die eignossen sy gcerll vnd sy gebrant-
srhalz vm viij"' guldiu darum band sj den eignossen zu pfand geben x man vss dem walgow jn die
cigniscbafl vnlz sy dz gebJ gebend alss sj redlich ihan hand (nicht bei L. Kdlibacb).
Vorstellung der Schlacht b«i t'ra«lei>z nach Schradin mit der Ueberachrift: Diaa ial die achUcbt zu fraaleti im
walgow tolt ao eim leill »tan vndenat an diaetu orll aber es» ist überaechen.
Als küssenberg dz sloss gewinnen ward.
( Vorstellung. j
Vff den xxj lag des manolz abril scbiklcnd ouch vnsser eignossen die dennzuroall vor tungen
warend vss dem her v c man für küssenberg warend die nämlich von Zürich bern lulzcrn friburg zog
vnd srhoffhusen dz der von sullz war dz er vnscro finden jogeben halt vnd gewunnend dz vnd
liessend vnser lind mil der hab abzüchen vnd ward von denen von Zürich zum ersten mall beselzl.
Als slülingen schloss vnd seltly gewunnen ward.
( Vorstellung.)
Vff den xxij tag abrell jm 1 499 jar zugend aber vnsser eignossen so zu lüngen slütiogen gewesen
warend für blumenfcld die ergabend sich am dritten lag ouch also Hess man ouch iederman mil der
hab abzicchen ess werind burger oder soldner demnach verbrantend sy blumcnfeld von grund vff da
diss alles geschach zugend vnsser heren die eignossen wider heim mit jren pannren nämlich min beren
von Zürich bern lulzern zug friburg vnd seböffhusen. (L. Edlibach: ale ergabend sich glich.) KB. Uieae Br-
Zählung gebort zu dem folgenden Capilel und ao umgekehrt.
Als blumenfeld statt vnd schloss gewungen ward.
( Vorstellung. }
Anno domic 1499 vff den xxiij lag abrel zugend die obgemclten eignossen so vor tüngen glegen
warend nämlich Zürich bern lutzern zug friburg vnd schoffhusen für slülingen wz graff Sigmund von
lupITon die jm stetllin wartend sich oie aber die jm schloss gabend sich orsl am drilleo tag vff also
blundertent die koecbl dz sloss vnd »letllin vnd vcrbranlend dz von grund vud liess man die Söld-
ner abzüchen mil der bab de» warend iiij r mau vfem schloss. L. Bdiibach: waa graf Sigmund von lupfen,
die ergabend »ich von alund an. «lau blündorthend dl« kneehl di acbloaa vnd atetlj >nd verbrantbend dx jn grund
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beschacb oofli »ff den tag «I» ku«»enberg ingenommen ward vod lies* man die »oldncr cel. *od ward darin gewonnen
iwo halb schlangen wurdcnt bcd den »on »cho(Thu»»en geschenkt »od wi her rudolff a»cher der burgerniciiler jr
houptiuann j NB. Da» die»*» tu obigem Abschnitt gehöre, ist bcreilt bemerkt worden.
Wie vnsser hcren die eignossen für stocken zogen sind.
(Vor Heilung.)
Vff frilag vor pfingslen anno 1499 jar zugend min hcren vss mit jretn panner mit sampl vnsser
lieben eignosscn nämlich lulzern vry schwitz vndcrwnlden zug vnd glaris schouffhusen mit viij c von
walliss Tür dz stetllio stockach vod hcschusscnd dz aber es ward nült gcwunnen vnd bieitend sich die
jm stclllin slockacb ritterlich vnd mustend die eignossen vngcschaffcl abzücben da sy elwan mengen
lag darvor ulcgcnd doch so verbräme man vm slochach vil guller dörlTcrn.
Anno dotnie 1499 jar vff vusers heren fronlichnamss abind vIT der widerfard von stoken vnd dt»
man also zu sloken wz abzogen do zog ei» teil gan schöffhuseu vnd ein leil gan diesseuhoflen da waltend
min berrn von Zürich ouch gan seboffhussen hin aber sy hallen jro gross büchssen bin jnn mil der verirol
der karcr vnd für in ein heiz gegen stein dz man sy nut ine inoebl vmkeren vnd mustend also min hcren
der büchsen nach gan stein do dz die von schöfTbusscn ersachend do wollen sy min beren nül allein lan
ziechen vnd hubend v(T vnd zugend mit jnn vnd zugend also niemand denn die zwey panoer Zürich
vnd schoffhusen mit einander vnd do haltend sich miner hcren vnd der von schoufTbusen kneehl ver-
hindrott dz sy nach dorn ersten ansnhlag warend gloflen dz jr wol bin vj e dieselhigen naebt nül bin
den opgemelten pannren warend da mornendes ward da brachend sy viT vnd zugend ouch gegen stein
dahin min hcren mit sampt denen von schoffhusen am abind hinkommen warend jnn der nacht vm
die x stund vnd vnderwegen by rülisingen jn einem matlcn also dz ersachend nun vnscr fignd so
allenthalben vIT den schlössen vnd stellen tagend wol crsäcbcu ess wer uff nellenburg ach stoken zell
twiel vnd andren Orllen, (L Edlibach, der die»e» Capilcl mit dem vorhergehenden zutatnmenbäugt . erzählt die
Veranla»»ung diese» Scharmützel» nicht »o nratUndlicb , und »agt nur yoo dem Abzug der Eidgenossen : ein theil gan
tchaffhoten ander gan dieatenholTeii vnd die von abrieb gan stein, da haltend »ich bin 000 von Zürich vcrhindrolt so
dan in die nachholt geordnell warend, da»» mochlend nun vn»er vind »o allenthalben vff schlössen vnd »teilen Ugend
wol enHchen cct. die gabend alle einander dz Wortzeichen vnd kamend ob den xij* pfertten (L. Edlibacb:
uoo) als man sagt an die iussknechl der wz Blicht bin vj" zusamen vnd jltend jnen die find nach
vntz an die ach {i.. Edlibacb: bi» über die ach) da hallend die figind zu rülisingen die brug vnd sieg all
abgeworffen dz die vnssren müsten walten dz gesebach am abind da wir mit der von Zürich panoer
darkomen gestunden! die vnssren jnn eim redly byn rülisingen genannt jm laukqum vnd moebtend die
figind die zu ro»s wareud nült zu jnnen komen doch so erschussend vnd erwurllend die vnssren jr
gar 61 zu tod (L. Edlibacb: vnd jltend jneo die vind nach bi» über die ach da geslnndent die vniren jn ein rein bin
riiiii»in«en »nd mochlend die vind die zu ro»» warend cel.) vnd kamend gar gutt lütt da vm nämlichen her
Rülisingen im moss der scharmutz.
(Vorstellung nach Schradin.)
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casper vod randog caspor von klingenborg vnd cinor von rechberg vnd ander vill gutter lullen der
namen icb niill weiss l Edlibacb: di« ich *m der kürtxj willen nie schreib: an die last übel wund wurden,
also zog der ziig von vnssren linden ab also zog der züg von mitten beren von Zürich vnd schoff-
husen gegen stein iL. Edlibacb gedeckt der >on ScbalThau«ii nie) zu , aber e sy gan stein kantend da be-
gegnolcnd jnn ininer beren von zürieb knecht die dan dieselb nacht zu stein bim banncr warend
glcgen vff dem weg vnd wollend jnnen zu hilft" komen sin (L. Edlibaih acut die«» ans Ende) wann die
mery gan stein kommen wareud wie ess den vnssren (übel ging ?> da sach ich fürwar me den ein red-
lichen kneebt der sich abgloüen halt das jnnen gar nach anmcchlig worden wer also zugond sy mit
einandren gan slein mit fröden vnd verlurend min beren null me den ein mann wz von grünigen
aber icb bin sillhar bericht von warhafften lütten dz mechtig lull da sind gewesen schier nütt den
edellüll vnd band oueb vi! mc verloren dan ieman wüss. (L. Edlibacb »ein hier: aber e •> gan stein kantend
da begegaoltend jn die von »teio jB dem weg vnd wollend jn zu hilft" kommen sin, also zugeod sy initt einaudren gan
•lein wz um mittenittht.)
Wie die künglich meyenslalt den krieg vernoinen halt vnd fer \ss dem niderland
Sülich gross zweytrcchlung hall vnsser allcrgnedigostcr her der romsch kung jnn dein uiderland
vernumen vnd halt sin künglirh meyenslatt glich sich barvff gemach vnd die »acb da gehandlull nach
sinem gefallen aber der almechlig goll hat die eignossen vctterlichen hebütl vnd verseeben, nicht bei
Edlibacb).
f Vorstellung nach Schradin mit der l eberschrift : teie die künglich meyemalt usem mderland kam. ,
Anno domic 1499 jar des manotz meyen vff den sibenden tag sind ussem suogow vnd brissgow
vud ab andren enden alenlbalben wol vff xij'" zu ross vnd zu fuss by bassel hcrvff gen dornach vnd
band da mutl ghan die eignossen zu straffen dz hand die eignossen vernomen bern lutzern friburg
vod solonlur band sich vff gemacht also vffem weg sind sy zusamen komen vnd jn Ordnung bed teil
gegen einander gestand da band die eignossen jr loplieb bell volbracht nach alter gewonheil da Gon-
gend die tigind an zu fluchen so fast dz sy die eignossen nütt mochtend crloffcn doch so ward jnnen
elwan mengen vff der nachill (erschlagen«! da namen die eignossen durch dz land vnd verbrantond
vnd wüstend dz vnd zagend demnach mit fröden wider heim in jr land. (nicht bei L. Edlibacb,. Hier hat
der Schreiber eine Vorstellung nach Scbradin mit der Aufschrift : arte die eignouen gan napcMasr» prmrf habtmi.
Anno domie 1499 jar vff den xzj lag meyen halt man zu lulzern ein sellzam wurm durch die
rüssbrugen nidersebwümen (»eben?) vnd ist des wurmes halslengy geaebt für zwey klaffter lang der
schwam vss der sew siu hopt mit breiten oren gesUlt ein kalps vnd allenthalben die gröasy ouch
darby geschelzt dz des wurms lengy sy vj klafler sust glich am lib ein kalb, nicht bei I.. Edlibacb».
hinvff komen ist.
Wie ein wurm zu lutzern durch die riissbrug swam.
(Vorstellung nach Schradin.
Ein wunderzeichen ist beschechen zu elsisszabern.
I Vorstellung nach Sehradin.:
Anno domie 1499 jar des manclz mcyen 7U etlichen lagen hat! man am himel gsecben slan ein
ochscnkopff grusamlich die ougen \erkerl als ob er fast zornig wer vnd ist jm gsrhossen zw tischend
die hörn ein slernn da bald mothl man es nümcn gesecben vnd ist ein warheitl wi<) isl bcschecben
vnd hands die barfusser heren gcsechen die hands jren milbrüdcrn gen bassel vcrkünii.
Von der Schlacht zw gluriss vIT malserheid die die grawpünntter tattend.
(Vorstellung nach Sehradin.)
Im obgemellen jar vff den hinderslen pfingstag firlag beschach ouch die starbt zu glurss vff
malserheid von vnssren lieben cignossen den grawen punttern vnd wz der (igind wol vff xv™ vnd
vrertt die »lacht wol vff dry ganlzer gloggcn stunden also gab der almechlig ewig gütig gnll den
pünlten den sig vnd erseblugend der figind wol ob inj™ man vnd ertrunkend wol iiij r in der etsch vnd
verbranlend vnscr cignossen glurss dz slcllly vnd malss dz dorff vnd sust wol vij grossy dörffer die
sv blündcrlond vnd verbrantcnl vnd ward gwunnen dz pancr vss der grafechaffl lyrol vnd sust vij
fenlin vnd ob handbüebsen vnd ij c bagenbüebsen an ander vil gutt dz sy den liginden vff den (ag
angwunend vnd lagend vff der wallslalt iij lag vnd zugend demnach mit froden wider heim.
(L. Edlihach tibi die Anzahl der Feinde und die Dauer der Schlacht nicht ao , und sein der gemachte» Beule
machl groiie Karlhonca« bei.)
VIT samslag \or sanl johanslag des töffers schiklend gemein cignossen vij"' man den
grawpünlcn zu hillT.
Vorstellung.;
Anno domie 1499 jar vff santt johansstag lag schiklend vnsser eignossen den grawen pünlten vij m man
Zürich bern lulzeni ury swilz vnderwaldcn zug vnd glariss mit sampt der grafschaft salgans friborg
jn öchtland vnd zugend vnsser von zürieb vss vff samslag vor sanl jubanuss tag vnd zugend ein teil
nämlich zürieb vry glariss mit sampt den pünden vntz gau ineranneu vnd bliben die andren örlter
vff eim berg bcisl dafass die lagend etwan mengen lag darvff vnd zugend da wider beim aber ee
vnd sy beim kamend da lült man stürm zu meyenleid vnd jno dem ganlzen land vnd schikl man
hotten vss vnd must iederman wider gan meyenleid also warend tetlich hinab vnlz gan lachen aber
sv mustend all wider hinvff gan roeyenfcld da lagend die eignossen acht gantz tag da kamend min
heren von zürieb vry vnd glariss mit sampt dem punlt wen die sag wz man well zu meyenleid die
letzy jnnncrocn aber ess kam niemen also zugen all cignossen beim man Hess aber ij c kneebl von allen
cignossen da jm zusalz mit einem gemeinen fenlin dicsclbigcn knecht zugend demnach gan schoffbusen
da lagend sy die ern vss vnd uss vnd wer vil zu schriben wie redlich sich dieselbigen knecht hielten dz
nem aber zu vil schribenss dz lass ich durch die kürlzy willen vnderwegen. (L Edlibach betiimmi die Anzahl
der verschiedenen Contin{reale, nämlich: ZUrich 1000, Bern 1000, von Fribnrg 1000, von Lntern 600, von Ury 400,
von SchwiU SOO. von Cnlerwaldeo, Zur. Glari», der Grafschaft Salfan* 700. - Stall der uniiUndlichern Eriiblunf
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- 22«
»kUI er aber nur: rnd zugeiid die vntren v* von iiirlrli »IT »amMag; vor «aal johautlag jm 09 jar «od zugend bis nach
gan roonn <ii<l «uilcnd »od branlhend wi vor Uber worden wz, darvon vil m schriben wer, dt ich durcb kürtze
willen »nder wegen lagt.
Vff sanl jobanss vnd pall zugend die vnssreu von Zürich viid swilz mit andren vnssren eignossen
so zu kopcltz vnd zurzach lagend jm zosalz über rin *IT den swarlzwald gan logren zu vnder wallz-
butt vnd erslachcnd da wol ob lx manen vnd namend ouch da gar ein grossen rub vnd zündend da
dz dorff ann vnd verbrantend vil lanlzknerhleu dnrjnn vnd als togren brann dz machend vnsser figind
jnn wallzhult vnd zugend vff die vnssron mit iij"' nianen zu ross vnd zu fnss (L. Edlibach: too«) vnd
vermcintlend den vnssren den weg /u verhallen vnd slicssenrf die ligind vff die vnssron vnd gab sott
der almechlig den vnssren dz glück dz die ligind aber die flucht jn wallzhult namend vnd erslachcnd
die vnssren der figind vff der narlijll wol sx* man vnd brachten«) ob iv« hopl fieb mit jnnen wider
gan knpcllz rcobleozj die st den iiginden genommen hallend.
Als der romsch küng magxsimion mil des riebs pamier vss co9tentz zog vir zistag
nach sant margretten tag.
/ Vorstellung.)
Vff disse verloflnen stachen all kam der romsch (küogj jnn eigner parson gan coslentz vnd maontt
zu jm kümen all kurfürsten slend vnd ricbstelt des richs mit ganl/er macht da vff den xiiij lag
höwmanoll wz nach sant margretten lag vff ein mendag wolle er die jm swaderlocb mit jnnen an
dry enden angriffen vnd da dz spill vss i machen) also vff den mondall kam gar Uli folkes von vnssren
Boden gan coslentz vDd kam ouch den vnssren gwüssc kunlschaffi von mengen ortlcn dz der romsch
küng an drygen orllen angriffen weit mit hundert tusind manen vff den lag wie obslalt dz enbullen
die bopllüll den eignossen forderlichen jr Irüwes vffsechen vff »y zu haben vff dz ward jnn förder-
lich hilf zugesanlt nämlich von Zürich viij c vnd ein fenlyn von swilz mil ij c man vnd ouch j fenly
von appenzel j fenly grafsebafft togenburg j fenly frowenfeld j fenly von sanl galten j fenly von
rar der grafschafl des lurgöw j fenly dz mil miner heren von Zürich fenly vij fenlyo zu oslersbussen
warend vnd vnder jnnen vff inj™ vj e man an slofels sullers leger vnd der wz ouch wol iiij tusind
vnd vff sant margretlentag jm obgem eilen jar am morgen frü da h orllen all eignossen roess vnd
assend demnach zu morgen frü vor tag vnd machlend da jr Ordnung zu oslersbussen vnd zugend
jnn dem namen golz mit eioandren durch den wald vnd alsbald sy hindurch kamen ersacbend sy jre
Ggind die warend von coslentz vsszogen wol vff vj m man vnd hielt der romsch küng wol mil lij"
mannen jn bolwerken zwüsebend der stall coslentz vud des bolwerks graben also maebtend vnsser
eignossen jr Ordnung vnd zugend gegen vnssren figinden manlichen vnd schussend die vnssren mit
vj gutler schlangen die zu ermedingen den Iiginden abgewuunen warend vnder vnsser ligind vnd da
die figind ersacbend wi© die vnssren so tröstlichen gegen jnnen zagend sy von stunden «an wider
Als der eignossen kneclil togren vnder waltzhut verbrantend.
Vorstellung.
222 —
jnn coslcntz sich machlend also schnitend die vnssren deD von costentz jr korn ab biss sy die oaebt
abireib dz tallcnd sy xiiij lag nach saol margretten lag an einandren ielz zu oslershussen den am
geisberg den zu bernrein den zu kastlen vnd kam en d all lag lull vmm den von coslcnlz vnd bj
willen den vnssren oueb out als vil als der iigind nun soll jr warlichen wüssen dz der römsch küng
iij ganlzcr glogcn stunden je fünff man nebend ein andren vnd ouch zu ross zur statt vsszogen wz
vnd fürt mit jm ouch desssclben tags dess riebs panncr vnd reit mit jm gar vil fürsteo vnd beren dz
ich als durch der kürtzy willen nütt schriben mag es isl ouch zu wussen dz meng htipsch schar-
mützlcn jm swadcrloch isl beschechen dz man null schriben (...) aber vff den tag warend der
eignossen knecbl gantz mutlicb werind gern an die flgind gewessen.
Wie etlicli knecht von sant gallen ein schilTledy mit schlichen vnd körn vnd mil
andrem blunder über den se holten angesucht dero von costentz ougen.
YonttUuntj.)
VIT den vj lag braebot anno 1499 jar gschacb aber ein bubseh »chifmuiicl-) warend aber ellich
der eignossen knecbl von sant gallen vnd von andren orllen habend nacbls uff vnssrem grund gehalten
da mornendes der tag barkam fast frii da band sy sieb über sc gelassen jn der figind land also band
- sy gehalten vntz die schiff komen sind vnd habend die genomen den figind vnd mil dem gull über
den sec heimgefaren angesiebt der von cuslenlz ougen darjn Iii gulz wz. l. Edlibach verbindet diene»
Capilel mil den obigen und »cMlos»! mil diesen Worten: e» ist ouch in wütsen dz die vnsren jm »chwaderloch gar vil
gutler fcbarnütieo than band *nd etwen den vfnd jr »ehilT vnd dz gull darjnn uff dem tee abgejlt.)
Wie die franckrichisch boltschalTl gan lutzern kam vnd begert vnder dissen ( zuj krieg
zu reden von eignossen won sy dazumall da versamlot warend.
Vontellung nach Schradin.}
VIT somlicbes halt der kristenlich küng von frankrich vff den viiij lag höwmanol gan lutzem
komen vnd begert vnder die sacben zu reden dessglieb die meilandisch botschafl ouch aber die
frankriebisch bolschaft meint die meilandisch sol null darzwuschend reden vss wz vrsacb nun zu vil
schriben wil ich durch der kürtzy willen vnderwegen lassen vnd meint ouch er sote billicher zu der
sach reden den die meilandisch hollscbafl wan er jn bunlnuss mit den eignossen sy vnd daby reit
die meilandisch sy barligig sy ghör küngliche l»lst zu vnd hab oueb gull barnisl vnd ander ding wider
die eignossen geben, (nicht bei L. Ediibach.)
Wie «lie meilandisch botschaft den eignossen erzalt ein günstigen willen so sin fürst
helle zu stell vnd lender gemeiner eigniscbafl.
, Vorstellung nach Schradin.)
Wie die meilandisch bolscbaft sines gullen jnbrünsligen willen crzell ball vnd alles dz zu tunn
ilz jn füklich vnd eben sin moebl vnd darby die eignossen friinllich bellen dz sy sich nül au die
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— 22»
frank richisch bottechaft kereod won sy sinem forsten nül gunstig sy vnd enbuU mich jnn mins heren
namcn jro vor ttch gemeinen eignossen gerecht zu werden ald wo er wil dz las» ich stan an »im eod.
nlrbi hei L. Edlibacb.i
Wie gemein eignossen icllichem hotten jnsunders tanktend jrs gutten willens* so sy
an jn verslanden hettent.
( Vorstellung nach Schradin.)
Vff solich werbuog beder fürsten dz die eignossen zu lulzern wol vermarktend ward jnnen allen
mit hoebem fliss gedanket jr müg vnd arbeil won sy alwegen wol betten mögen lyden wer jnnen
frid vnd ruw gemacht helly vnd mit vil biipscher worden, nicht bei i.. Bdtibacb.i
Wie der küng von frankrich den eignossen zu hilf sine büclisen vnd geschütz vnd
hüchsenmeister gesehikl liatl.
(Vorstellung »ach Schradin.
Vnder dissrn Sachen schikt der küng fon frankrich den eignossen »in geschütz vnd büchssen vnd
buchssenmeisler die sind lang zu solotur gestanden aber man hat sy nüt gebracht dz wz dem küng
vnd den büchssenmcislrcn fast leid hellen gern geschossen aber ess bleib tili cht im besten vnderwegen
dz lass ich Stan an sim end. Kommt bei I.. Edlibaeh «pater unten vor.;
Wir die küngischen über den bodense geschift habend die vnsren zu schädigon.
(Vorstellung.:
Vff den xx lag böwmanol U99 jar gschach den vnssren leider ein schmacb zu rinek da kam
vnzallbarlicb folk von schiffen ob iiij"' vnd wz der vnssren nüt über ij c man vnd wollend sich vnder-
slanden han den linden zu weren dz sy nül sollen lenden vnd mochtend ouch die macht nüt gar
seeben vnd ferlurcnd da der vnssren wol lxx man vnn brandent die Bgind stad vnd ob rosebach
aber die ugind snmptend sich nüt lang won man meint werend sy nun noch ein stund da gesin man
hell sy angriffen vnd ward da gefangen rudnlff von rappenstein. {L. Edlibarb »eui den Vorfall auf Maria
Hacdalenenta« ii Juli), gibt die Anzahl der Feiade auf 3000. and die der Encblacenea auf 48 an
Von der schlacht zu dornach vff sant marien madelentag.
f Vorstellung nach Schradin . tcohei der Künstler den Vorfall mit dem Fähnlein ron Strassburg
angebracht hat.)
Anno domie 1499 jar vff sanl marian magdalonentag haltend sich vnaser bgind zu dornacb aber
merklirben vcrsamlot von undren stellen nämlich strassburg kolmer vnd schletutatt friburg jm briss-
gow ennsen mülbussen vnd wissenburg vnd ander stell mit sampl der welschen gardy vnd des andren
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. m ......
tblks vff xij tusind (L. Kdlibach : wol »ff 80*0 tu rot« vnd tu fu»» an der opgenenten »teil folk der an matieo »11
da war; vnd hallend da muH dz schloss doniacb za gewännen also solich roer die uss dem
schloss dornach vnssren eignossen dz kunl getan da seiltend sy jnnen cnlschüllung zu ab
ouch beschacb also griffend die vnssren nämlich zürich bern vnd solotur die Ggind an vnd
jnn allem stachen kantend ouch vnsscr lieben vnd Iruwen eignossen von lulzern vnd zag
L. Edlibarh: mit andren »Direo eigaouen: wau man jnn zu liechlstall halt gseil dz die vnssren
glich wollend angriffen also talend sy als Crom biderb lull vnd luffend cinss löffen vnlz sy darzu
kainend da griffend sy die ligiud ouch an rilterlichen dz die vnssren nül von jnn wüstend vnd ist
nüt minder es erschrakend bed partigen fast übel wan zum ersten kein teil wust wer sy warend also
do die figind sy sachend erschrakend die Ggind fast übel vnd wurdenl die vnssren aber dester man-
licher L. Kdlibach bat dienen lm»iand nicht) vnd also gab der almechtig ewig gütig vnd barmherzig gott
den vnssren den sig dz die figind die fluch l namend vnd all jr büchssen binder jnnen licssend vnd
dz fenlin von slrasshurg vnd susl dz paner von friburg vnd dz von enssen vnd sust v fenlin <i.. Edli-
barh: dz fcoiy von iira»burg «nd »d»i h feoii) vnd kamend der (igind wol iij lasind vm (l Kdiibacb .'»ooo)
vnd darvnder gar gull lull nämlich granff beinrieb von fürslenberg des zügs obersler hoptman vnd
her maltiss von caslelwarl fryher vnd ein granff von pülschs (l. Bdiibach: piiutui) vnd ander vil edling
ward gross gutl da gewunnen an zall. (Bei L. Edlibach die Enumeration de« Oetchaue*.)
Wie den eignossen gan Zürich vir den tag verkiint ward wie es zu dornach ergangen wz.
{Vorstellung nach Schradin.)
Vff den xsij lag diss manotz höwmanol ward den eignossen kunlt getan gan Zürich wie sy dan
do versamlot warend vff einem tag vnd sust ouch da lag die frankriebisch bottscbafl vnd danu die
meilandisch vnd wie den die bed obgcmellcn boUchafl cinandren widerwertig sind gesio won alweg
die frankriebisch botl der ineilaiidischen widerwertig wz vnd darby mcinl die meilandisch wer barligig
vnd daby enbutten sich bed obgcmcllen bärtigen gegen den eignossen vil gulz von enpfelcfaen wegen
jren heren vnd obren.
Wie die eignossen anlwurl gabend vnd den holten dancktend jrs werben« den krieg
zu richten.
(Vontellung nach Schradin.)
Vnd vff sömlicb sachen hat der galbatz von meiland sich gefügt zu K. M. vnd mit der grell vnd
die jni wilgung geben den krieg gull zu machen vnd demnach ist er wider zun eignossen komen
vnd jnnen gesagt wie jm K. M. stall hab verwillgol vnder diss sacbeu zu reden da haben die
eignossen mit der franckrichischcn bollen grell vnd sy bellen die sach für das best zu verstau won
sy nüt me können sy müssen die meilandisch bolschafl darzo lassen reden wan es jnnen ward übel
ansun aber sy bitten sy fast nül vss dem land zu rillen ob sy küngtieber mayenstatl nollurflig sin
*wordind dz er bin jnnen dz wer jr wil vnd beger.
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935 —
Von dem hüpschen scharmutz jm swadcrloch vff sant bartolomevss abind.
(Vorttellung.,
Item anno doroic 1499 jar vff sanl bartolomevss abind für ein zusatz zu costentz jn kam über
den bodense binab deren wz nun fast vil die wollend von stunden an die kumulier vnd musl man
jnn glich zu Irinken bringen vnd fint man wol lütt die da mcinltend sy brechteutz einandren vff die
kumulier (Kohmäulcrj dz lass ich stan an sim end ich schrib null dar vnd wollen buss binvss vnd ist warlicben
war dz sy nütl zwo stunden jn der statt costentz warend vnd zagend binuss also kamend die eignossen
vnd sj zusamen vor kriilzlingertor by der Sandgruben zunechst bim sicebenhuss da fiengend sy mit
einandren an scharmülzlen dz die ligind die flucht namend vnd ward jnnen ein man oder iij erstochen
vnd glich vnlang ward kerend sich die ligind wider vm vnd gegen den eignossen dz ersachend dir
eignossen vnd aber raanlichen daran vnd brachtend sy aber zu flucht dz triben sy bin lier gaul/er
stunden zu glicher wiss als weon man zalibartt jagt dz ich warlicben han gehört t mr den vom .im
rechter kriegslütten dz sy hüpschern sebarmutz bin jren tagen nie mer geseeben hnbind vnd bettend
die hoptlüll die koeebt vff dz mall lan machen so werend *y mit jnnen vntz gan rosten!/ gloflen \nd
wer vff denselben abinl fil liit vmkouicn won man treib es vntz zu nacht aber warlichen so inus»
ich dieselben lütt loben won sy bellend geni lan bellend sy rügen gehepl also kam der ligind vm
vff dz mall xxviij man an die wund wurden vnd vcrlurend wir nun ein man vnd wurden v. gn<srhos<en
vff der eignossen party. i fehlt bei L Kdlib.j
Wie die eignossen den meilandischen botten verhorlten vnd jm trrwilgotten darj»
zu reden.
f Vorttellung.)
Sölich» hall vernomen der meilandiscb bott vnd ist vom römschen küng den nerhsten gan zurich
konn vnd halt da jnnen endekt wie der römscb küng hab verstanden vnd well K. M. statt zu der
sacb lassen reden vnd demnach iederman dardun dz er truwtt zu gemessen vnd i<l aber der meilan-
dischen dankenl jr müg vnd arbeit.
Wie die eignossen artikel stellen hant vnd der meilandischen botschaft haben lassen
verlessen.
(Vorstellung nach Sehradin.)
Vff den iiij lag ougst ward ein lag gan schoffhussen geleitt do stunden der eignossen holten mit
sampt jr zugewanntlen vnd stallen artikel ir klag darzutun dz jnen not wz vnd haben also bed barligen
dartan des sy Iruwtend zu gemessen ich hell wol mer zu red vud widerred es wurd aber vil zu lang
vnd wil durch der kürlzy willen vnderwegen lan vnd wil ücb schriben wie die sacb gerich ist.
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— • 226 — -
WU> die meilandisch botschaft bed pariigen besantt batt zu bassel vff bischöflich
pfaltz vnd da bed partigen gegen einander verhörlt.
(Vorstellung.)
Der küngischen anklnp.
Gnediger her vff dz wir hargesant sind von kiinglicher mcyenslall wegen vnd wir die sach sond
anheben halt es sich gefügt als von der grawen piintten vnd der gstilTl zu kor gegen kiinglicher
meyenslall alss fürsten von Ostrich gemacht vffror vnd zweylrccbtung da haben sich die eignosseu
jngelegl über dz sich K. M. dz jnn keinen weg hab gevrsachl aber sy syen fast dem rieb wi Her werlig
vnd bähen dz veracht dik vnd fit vnd haben dz verschmacht wie den ist gsin der wortten vsstruk
darzu habe» sy K. M. statt zcrslörll stell sloss vnd land todslerg rob brand vnbewartt gantz on-
abgcscilt vnd vff sömlich gross frcffel vnd muttwil gantz vnferschult vnd darrail setzen wir vnsser
sach da sy dan stan sol.
Der cignossen antwurtt vff disse klag.
Vff disse klag sind die cignossen nüt dess willens gewessen darüber zu anlwurtlen aber zu
bewaren jren glimpf vnd er retlenl sy an lüllcl oder fürwortl gnediger her aller hoiierung halb gauiz
kurlz abgebuudcn so enlschuldung wen wir jn vnsser gemütl nie haben gesetzt dem beigen romseben
rieh niennen widerwertig zu sin jn keinen weg hie sy vorgemelt jm aufang dz halt vnss am meisten
bewegt die schantlichen schnöden scbinäcbworlt darum wir sind von zorn »in bewegt dz kunüich ist
vnd am lag litt vnd damit wil ich vnscr red bescbliessen.
Wie die eignossen jr antwurt dan band.
(Vorstellung.)
Vff solich sich die eignossen wiltcr vnderretten von etlicher arlikel wegen vnd dz demnach der
raeilandischcn botlscbafl kunt lallen won sy sölichs nült köuden nachlassen vnd wz die meilandisch
bolschaft darvff zu anlwurtl gab.
Wie die meilandisch bot schalt peden partyen seitl sy weiten artikel stellen' vnd sy
lassen hören.
(Vorstellung.)
Vff sömlichs liess die meilandisch bolscbafl brieff vnd kopyen vnd darin die artikel eigenJichen
setzen ein nach dem andren wie er sy die woll hören lesen als och geschach.
Wie eignossen etwas an die meilandische botschaft begertten.
(Vorstellung.)
Vnd also begertten die eignossen an die meilandisch botlscbafl die sy also gutig weUy sin vnd
welly belffen der frankriebischen vm ein geleit gan basel mit jr zu bandlen vnd den krieg zu richten
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227
«bor die meilandiscb zu sy wüste dz not zu (od den der frantzössiscb küng vnd sin fönt tod mciland
helteod sundrig speo vnd itoss vnd dz derselb küng mil jm stund jm offnen krieg.
Wie die meilandischcn ein loplicb gesungen ampt hatten.
( Vorstellung.)
VIT den x*ij lag seplembcr aoo 1499 jar batl die racilandisch hollschaft zu bassel im münster
lassen ein loplich crlich gesungen ampt Ii. lassen ballen vn der er der beigen bochwirdigen dryfallikeit
dz die vnss wel verliehen ein gutleo sielten friden zu vnd ein glückbafligen tag vnd dz die lütt den
almeebtigeo goti darvmb solen bitten vnd darby für alle die jn dissem krieg jr lip vnd leben verloren
babind dz gol der alinecblig denen verzieh vnd vergeh all jr sünd amen.
Wie sich die eignossen vnderrelten etlicher artikJen halb.
i Vorstellung nach Schradin.)
Wie sieb die eignossen noch mc vm etlich artikel wotctid vndredeu als hesebach also sanl der
almecblig ewig barmherzig gütig goll sin gölllich gisad jnn jre herzen dz sich dir sach woll zu gnllcm
schiken als ouch hesebach vnn ward jn die antwurl widergeben.
Wie die bericht beschlossen wart \nd geeintt.
(Vorstellung.)
Item vIT gross mug vnd arbeill so lang gehepl ist dissen krieg zu richten hall goll der alinecblig
ewig gütig vnd barmherzig gott sin gollich gnad jn beder parlycn herzen gesaut vnd sy nach langen
lag geinl also dz sy vff dz mall einnss fridens eins sind worden darvm wir hillich goll loh vnd dank
sagen sond allzilt won es ein herttcr swer töltlicher krieg gewesen ist vnd fil biderher lullen kostet
halt vnd fil armer lütten gemacht.
Wie beden opgenannlten partigen die bericht zu bassel vft bisehofllich pfalz vor-
gelessen ward.
(Vorstellung ohne Text.)
(Stall dleieu weitläufigen) wlewol wenig aalenden Erzählungen wegen der r'rieden*unlcrbmdlnngen uro) der be»»er üben
erwähnten franzfoUchen Half» hat Lad- Rdllbaeb an Bode »einer Beschreibung de» Sehwabenkrleg* folgende 2C»pilel:|
Als der küng den eignossen sin büchsen schikl vnd zwen bischofT darmitl friden zu machen.
Vnder den dingen allen schikte der kling von frankrich sin gar treffenlicben boltscbaft zu romseben
küng nid ouch den eignossen frid zu machen vnd ouch sin geschülz dz er den eignossen lech mit sampl allem
züg vnd wz ouch da sin büchsenmeisler der ein verümplcr meisler wz oueb kam da der obresl holt der
bischofT von sams vnd susl ein andren bischofT roitt jm die der vorgöt knng von frankrvcb heruss schickt.
(Und:) Also schickt ouch der bertzog von meilland Bstguna gallyatz friden tu machen.
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228
lleui dcsglicben so schickt oucb der herlzog von meilland sin treffenliche botschafft zun eignossen
vnd zum römschen küng frid zu machen fislbguna galialz der sieb demnach so ernstlichen enbolt
damitl er die sach zu ruw bracht als jr Darnach luller hören werdenl, der macht nun ein bisiand
vnd »atzl lag jetz gan sebaffbussen dan gan bassel vnd reit selbs tag vnd nacht.
Im obgemelten jar amo domie 1 199 jar vflT sanl maritzen tag wz vff ein suntag ward
ouch der friden gemacht zu hassel wie hernach eigenlich geschriben statt vom ßslguma
galiatz zu meiland.
Wir ludwig maria fluglass herzog ZU meiland graff zu bany vnd anglerien ber zu jenow
\nd cramon (und kund aller menklichem (mit ditem) brieff als» zwüschend dem allerdurchluchligoslen
grossmechligoslen fürslen vnd hören magxisimion romsrhen küng zu allen zillen merer des beigen
richs vnsscrem allergnedigosleii beren von wegen siner K. M. graffschafl lirol an einem vnd bischoff
beinrich zu kur vnd »inen» goslifl vnd desselben lütten (an) dem andren teill zweylrecbt vnd jrungen erstand
vnd zu vffrur erwachsen sowit dz demnach zwüschend der K. Ml. dem grossen punl ze Schwaben
vnd andren jren milhaflen vnd anhengen einss vnd gemeinen eignossen von stellen vnd lendern vnd
ouch den »onden jn kurwalchen vnd andren jren zugewanten milhaflen vnd anbenger des andren
teil» offen recht vnd krieg entsprungen dz vnss aber in trüweti leid gewessen ist dar v DT wir den edlen
vnssren rall vnd lieben Irüwen galialzen vtstunl abgefergolt haben mit ernstlicher befelcb allen fliss
vnd ernsl anzuwenden solieb krieg vnd vffrur hinzulegen die zu friden vnd jn berichl zu bringen dz
oucb derselb Irülicb gelan vnd zulest nach vil arbeit vnd merklicher müg so Iii erfunden daruill er
/wuschend beden leillcn abgerclt vnd sy verciult ball jn wiss vnd form ah hienach folgen :
Nämlich zum ersten dz die vj gricht jm breligow so die K. M. als erlzbcrzog zu öslrich von
den von melscb erkoufl vnd siner meyenslalt vormals gesworen haben widerum wie vor hulden vnd
•.woren die andren zwey g riebt so nach null gesworen habend siner kttnglich meyenslalt sweren vnd
lun sollend jn aller mas wie sy formal* dem von metsch gelan habend doch dz jn disser vffrur halb
kein vngnad oder straff vffgeleil sunder sy gnediklich wie sy vor an sin K. M. jn koffswiss komen
>ind gehalten werdenl vnd by der pünlnuss so sy vor mit den grawen pünlren gebepl band lassen bliben.
Zum andren dz vm jr spen so zwüschend denselben vom grawen punl vnd der stall kur vnd
gesliffl an einem vnd der K. M. von wegen der grafschaft thirol am andren erwachsen anlass vnd
vsslrag genommen sind widervmm zu rechtlichem vsstrag komen vnd verfangen werden solend vff
bischoff fridrieb von ougspurg vnd sin vnbarlischen ^ritbr) sy enllicb vm all jrung entscheiden vnd
wz von jnnen gesprochen wirll dz bed teil daby bliben dem gieben vnd gnug lun sölend an alles
wilter zieeben vnd appenlieren.
Zum trillen dz alle bandlung jn dissem krieg ergangen es sy mit todschleg nam brand oder
ander wiss beder silt gegen einander geriebl hin vnd ab vnd nieman deshalb dem andren kein wandet
oder abirag schuldig siu söle.
Zum fierdeo der jngenommen vnd erobrellen slossen stellen laotschaft vnd oberkeitl halb sol
iede party der andren alle* dz so sy jr jn dissem krieg abgewonnen vnd rio jr gewallsamy gebracht
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— 239 -
balt wideruai tu lassen jn dem wessen als es jelz isl vnd die vnderlannen jr pflicht ledig zellen doch
vnverzigen vnd vorbehalten der ricblung vnd pflicht so ieraan vor dem krieg daran gehept halt ouch
dz vff beden leillen geistlich vnd welllich zu dem jren ess sy eigen lechen pfantsebaft zinss zechenden
gültl vnd gull erbschafft oder anders so ein ieder am jngang des kriegs gehapt ball widerkomen vnd
darzu gelassen werden sole dz also dz die lütt vnd galt so beder sitt begerlt vnd wider vrab übergeben
werdenl vonn sölicher vffrur vnd verendrung ooch aller handluog wegen so sich herin begeben ball
null gestrafft noch beswertl sunder beliben vnd gehalten vnd bv dem jren gelassen werden sölend
wie sy vor dem krieg gewessen sind.
Darzu isl hieby von wegen der statt solotur vnd der graffen von stierslien (Tbiersieio) abgerett
wie hienach slal dz dieselben die von solotur die sloss lierslein vnd büren mit lütt vnd galt vnd
aller zuhörung zu jren banden genommen vnd gemeint haben zu behalten vnd die pflicht vnd binder-
sland alss sj für die gemclien beren von tierstein vergeh riben vnd dz so dieselben beren jnnen selb»
ouch schuldig sind dz dnrvff die ietz genanntten hcren von tierstein sich zu stund vnd vor allen
dingen gegen der statt solotur verschriben sölend sy vou sölicber pflicht vnd hinderctand wegen vm
dz so sy deshalb schuldig siud zu ledigen zu lösen abzutragen vnd ze anlrichteo nach lutt der briefien
darvnih vffgeriehll mit vssslcndigen zinssen cosleo vnd schaden biss von wienacht nechst kumpt über
ein jar vnd ob von sölichs coslens vnd Schadens wegen jrung zwüschend jnnen entstünde dz sy sich
darviu entscheiden lassen sölend nach lutt des vsslrags hienach gemelletl doch dz ein bischoff von
basell jnn demselben wider die statt von solotlur zu richten null gebracht werden soll vnd wo die
gemellen heren von lierstien an sölicher lösung vnd abtrag sümig vnd die obgeslimplen zitl ntttt erstat-
ten wurdent dz denn die von solotur die »los« vnd herscbaAen lierslien, pfeuigen {Pfafftogro L. B.) oder
ander jr vnderpfand nach lutt der versebribung on witter rechlfergang annemen beziechen zu jren
banden bringen so lang vntz sy jrs hoptgutz verfallens zinsoes costens vnd Schadens bozalt sind nach
lutt jr brieff vnd sigel vnd ob die von diersteyn sölichs schloss vnd hersebafteo jn mittler zitt gegen
andren zc verkouffen oder verpfenden vnderstundent dz denn der statt solotur jnn söllichem behalten
sin sol dz so jnnen der graflen burgrechl brieff zugitl vonn jnnen vnd menklichen vnuerbindrett vnd
darzu besunder alas die von solotur den graffen von tierstein vormals (inj»; an rinseber guldin vff die
herscbafl büren vff meinung sieh eins kofles darvm zu vereinen nach jnnhalt etlicher abscheid zwü-
schen jnnen vergriffen begeben haben ist abgerett dz die heren von lierslien sich sölich koff halb vm
die berschaft büren gegen den von solotur bis« wienacht nechst kumend vorjnnen (Ter«in*a L. B.) oder
aber sölich sum der vierhundert rinseber guldin biss dar wider keren vnd abbezallen sollend ann aller
witter vffzng vnd wo sy daran sümig vnd deren einem null statt dätlend dz denn die von solotur
sölirb schloss vnd herscbafl büren ann einem (annannen l e,; vnd zu jren banden bringen mugend an
jr vnd menkliches jnlrag oder verhindrnng biss zu völliger vssricblung vnd abtrag wie obslall.
Witter von des lantgricbls wegen jm turgöw mit sioer reebtung vnd zugebörll so bishar vor jn
pfHnlicbafls wiss vom beigen rieh die statt coslentz jnngehept vnd die eignossen jn dissem krieg zu
jren banden gezogen vnd aber ietz bed pariigen dz zu vnssren banden gestellt habend, dz nach vnsser
erkanntnuss vnd gefallen zu verwenden vnd hinzugeben isl abgerett dz wir als vnderledinger jnn
einem manolt neebst künftig vngefarlicb darüber sprechen vnd erkenneu sölend vnd wie vnd wohin
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230 -
wir sölicb lanlgricht durch vossren sprach verwenden! oder biogebend di es denn stragss vud »nn »He
fürworll darby soll bliben vnd bestao solL
Zum fünfflcn dz by hochen pennen lips vnd gulr verkomeo vnd abgestell werd da nur hinfur
vfT beden sillen die scbannlichen schmechworti null oaer aU biuhar geschächeo ist gewüst vnd
gebr'uchl werdenl welcher aber dzselb überfür dz er durch sin obcrkeilt slragi vnd an fiirballen
gestraft werden soll.
Zum sechlen dz all branllschatznng vnd schetzgelt der gefangnen die noch nül bezahlt sind bin
vnd ab sin vnd die gefangnen viT beder silt edel oder vnedcl geistlich oder weltlich vff ein zimlicb
vrfech vnd bescheiden zergell (au«eid t. K.} ledig erzclt werden sölend.
Zum sibenden dz hinfur daweder party der andren die synneu ju burgrecht schütz schirm noch
uersprechen annemen soll dem andren teill zu schaden oder vnfuges wer denn dz ieman hinder dem
andren mit sinem hussbablkhen sitz zieeben wöll den gerichlen darum J.h M l. K.) ein jeder sines
sezens halb von alteren gehurt halt vnverdingel ouch dennen so vff dissem lag beder silt zo iemand
verbunden sind jnn dem sturk vnangesprüchlich (unabbrüchUeh L. b.) ouch dz da weder parly noch die
jren kein scbloss sielt oder herschaffen vnder der andren party mit kouff oder Wechsel an sich
bringen sol an derselben landschafl oder oberkeitl vnd(er) söllichs gelegen ist gunsl weissen vnd willen
aber vm ander gutler zinss zechenden renlt vnd gültten mag ein ieder dz sin verkouffen verwechslen
vnd damit handien fry vnd vnuerhindrotl.
Zum achloden damit witler zweyl recht ig vnd vffrar »wüschen beden partigen verhüll sunder vm
alle ding rechtlich v sslrag gesucht vnd erfordretl werd so ist bierin eigenlich abgerell vud beschlossen
vnd beder sitl angenommen ob die K. M. als erzherzog zu ostrieb oder siner Ml. erben vnd nach-
komen ertzherzogen zu üslricb jr vnderlannen vnd zugehörigen zu gemeiner eignischaft einem oder
mer ortteo oder jr vnderlannen vnd zugewanlen gemeinlich vnd sunderlich hiervm tu jr lMt. alss
fürslen zu östlich jren erben vnd nachkommen Zuspruch vnd fordrung hellend oder fürer gewannend
darum die partygen nül gütlich betragen möcbtind werden dz der kieger sin widerparty so recht vnd
vsstrage erfordren sol vff den biseboff von coslenlz oder den biseboff von bassel so ie zu zillea sind
oder vff burgermeisler vnd kleinen rall der statt bassel daselbs den die anaprecher party dem kieger
vff sin ansuchen des rechten vnaerzogenlich stall tun vnd gehorsam erschinen besonder ze stund vnd
furderlich den augezoglen richler vm beladnusse der sacb vm tagsalzuug bitten als das klag antwurtl
red vnd widerred vnd der rechtsalz jneerihalb dry maoot zil gesebächen vnd dess sol der antwortend
teil ob er sümig darvm erscutn (m) wurd bin forebtsaroer ( by rorebt notr) peu lips vnd gut* gewist wer-
den vnd darzu ob dicsclb angesprochen parly sölichs rechten vnd vsstrags vngehorsam, erschinen wurd dz
den der angenommen Hehler ob er joeb vom andren teil nüt gebetlen wurde vff des* gehorsamen teils
anrüffen procediren vnd erkennen vnd vsslraglich recht ergau lassen sol doch dz die spen so antreffend
erbfall glegne güller vnd klcnifüg geschuldet» berechligoll sölend werden jn den ordenüchen gerichlen
darjn der erbfall die gülter gelegen vnd die geltscbuldner gesessen sind vnd ws an der ohgemellen
enden einem je zu recbtl erkcolt vnd vssgespntchen wirll dz denn bed teil alweg alragx daby bliben
dem geleben vnd gnug ihun solend an ferer verwegen vnd zioeben vnd appenlieren ouch an willer
furwortt vnd vsstug vnd ob gemein eignosseo von stell vnd lendren hinfür zulassen vud verwilgen
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wurdinl die «tau coslenlz za richten» wie von der statt basseJ obge»timpt ist anzenemen dz den solicbs
von dem widerteil onctS geslaltnct vnd ietzt verwillgot sin soll.
Es soll oucb nieman vff beder sitt rechtlos» gelassen werden vnd sich oucb sölichs rsstrags im
all Sachen lassen benagen vnd sust mit keinem andren gerichlen anfechten bckümbren vnd ersuchen
jn kein wis* noch weg.
Zu glicher wiss in aller form soll diser vsstrag vnd recblfergung zwüschend dem grossen pnnd
jn swaben vnd sunderlich ouch der eigniscbaft gemeiulich vnd sunderlich vnd jren zagwantten also
gehalten vnd volfürl werden xij jar die nächsten nach datum diss brielFs also dz bed teil alle die
jren vnd die zu jme gehörend oder zu versprechen stand sich die zitt vss gegen einandren vm all
sacben benagen vnd mit keinem andren rechten anuechten bekümren vnd ersuchen sollend jn kein
weg wo aber dennen vom grossen pund solicher vsstrag nüt genel oder anncmlicb sin wölt so wil
die kunklich meyenstalt jnnerthalb dry manot den nächsten nach daltum diss brieffs gnedigen fliss
ankeren sy eins zimlicbeo >sstraps die xij jar zu vereinnen vnd sol der schwabscb pund vnd so
darin gehörend dieselben eignön noch jr verwantlen jn mittler zitt mit keinen andren gerichlen fur-
nemen vnd beschwären.
Vnd vm das die obgeslimpten angenommen richter jn beladnnsse solicher speniger händlen zu jren
sprächen vnd vrteilen dester fürer sin mögind so sölend allweg die spenigen partjen jm jngang der
recblfergong sich gegen denselben angenommen richtern gcscbrifTtlicb verbinden sich von sölich sprach
vnd bendien wegen so sich deshalb begipt nüt zu vechen noch zu hassen noch darum einigen schaden
oder vnfng oder argen willen zu messen.
Zum tiütidcn dz damit die K. M. vss gnaden vffbaben vnd abtbun soll all und ietlich vech der
vngnad proecss vnd besebwerungen so in dem krieg oder vor dem krieg wider die eignossen vnd jr
vnderlanen zugehörigen vnd verwanticn nieman gesundrcl oder vssgcslossc» angesäcbeii oder vssgangen
sind vnd dz sust vm all ander Sachen so herin nüt begriffen sind alss gctrQlich an arglist bliben sölend
wie sy vor dem krieg gestanden vnd harkomen sind vnd des zu warem vrkund so habend wir disser
briefTen zwen glichluttend vnd sagen mit vnsser eignen band bezeichnett vnd angehenkten siglen bewaret.
Vnd wir maximian von gotles gnaden römscher küng zu allen zitten merer des richs bekennend
hiemit für vnss vnd vnsser vndertannen vnd zngebörtten ouch vnsser erben vnd nachkommen des.
huss Ostrich ouch für den gemeinen pund jn swaben vnd all jr zugchörllcn darzu all ander vnsser
mithatten anbenger vnd zngewanten diss kriegs oneb wir burgermeister schnlthess aman vnd ratt
burger laotlütt vnd ganlz gemeinden vnsser eignischaft nämlich zürich bern Inizern vry sebwiz vnder-
walden zug vnd glariss friburg vnd sololurn bekenend biemit für vnss vnd vnsser vnterdanen zug-
wanten vnd all vnsser nacbkoincn dz disser frid vnd bricht ouch alles dz harin geschriben statt beder
sitt mit vnssrem gullcn gunst wüssen vnd willen abgerett beschlossen vnd angenommen ist sölichs
oucb wir obgcnanler küng maxisimian gereden vnd geloben by vnssren künglicben wirden vnd aber
wir vorgemclten eignossen versprechend vnd gelobend dz by vnssren gulten Irüwcn stell vesl vnd
vnzerbrocbenlicben ze halten dem beder sill nachzekomen vnd gnug zu thun an all vsszug vnd wider-
red alles getrüKcb vnd vngefarlicb.
Vnd zu beschluss aller vorgeschribnen dingen so wir küng maxisimian vnsser* teils zo sölichem
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frideo jogescblossen vnsser huss oslrich dem obgenanlen ludwig bertzog zu meiland vnd all ander
kurfürsten vnd stand dess beigen richss ouch die bischöff vnd stell von sIrassburg bassel müllhussen
keisersperg rossheim münster vnd lürgheim.
Vnd dargegen so habend wir obgemellen eignossen vnssers teils zu söilicbem frideo jngschlossen
den allcrcbrislelicbsten küng ludwig zu frankrich vnd alle so mit vnss jn puntnuss einig oder verwant-
schafl sind jnsunders den bochwirdigen fursten her golbartum goibarden) apt dess gotzbuss sant galten
dt land appazell schoflliusen vnd rollwill vntz die piind jn rhurwalcheo so vnss mit ewiger pünttnuss
verwant sind.
Vnd demnach die stall bassel jr merklich vrsaefa vnd anligen dercnhalb sy jn dissen krieg wider
die eignossen null kriegsübung fürgenommen der K. M. selbs als jreoi allcrgnädisten beren vnder-
tenncuklich anbracht vnd vrklagt habend jn hofnung söliebes jn vngnaden null zu enpfachen daruff
die K. Ml. sölich jr nolurft vnd anligen jn gnaden bedacht vnd angenommen ouch nachgelassen halt
sj dessbalb zu dissem friden oueb jnzuschliessen also dz jnen mit sampt den jren vnd allen denen so
jonen zu versprechen stand vm alles dz so sich jn dissem handcl vnd vffrur begeben vnd verloffeu
hall keinerley witter vngnad noch slraff zugemessen werden soll.
Des zu vrkund vnd veslcm bestand aller obgeschribner dingen so habend wir küng maxsimian
vnsscr K. Ml. jnsigel vnd wir die vorgemcllen eignossen von sielt vnd lendren vnsser jnsigel vnd zu
merer sicberbcitl wir burgerroeister vnd ralt der statt cur von vnsser vnd der andren pünden wegen
jn kurwalcben gemeinlicb oueb vnsser insigel offenlicb heran thun henken geben vnd geschechen jn
der statt bassel vff sant marilzen dess helgen marteres tag anno domie m.cccc.Lxxxxviiij jar.
Pag. 457.) Ano domi 1500 jar vff sant simco vnd juds abind ward die ewig ucreinung mii
dem römschen küng maxian wider angnomen von vnsren eignosen von Zürich bern ury vnd vn-
derwaldeo den fier ortlen zu glicber wiss wie die uor wz mit dem durchlüchtigoslen fursten berlzog
Sigmunds löblicher gedaebtnis wz zwusebend dem huss östrich vnd den Ger orltcn obgemelten vnd
beder sitlen zugewanllen doch so uil minder dz cintwedreo teilte dem andren teil kein bilff schuldig
zu thun ist vnd ward diss beschlossen Zürich vff den tag wie obslalt.
Dessselben jar for vnd nach aller helgen tag galt j mt. kn. ij & xiiij ss. minder vnd mer der
haber galt j fl. iiij ss. ein eyg ij baller j bäsen (betten, Copic) ij haller j pfund rinlfleisch viiij balcr
j pfund ancken xx haier j ferling öpfel j ss. j mt. ärsen iiij 8" vnd alless dess man glabcn müst wz
nütz wolffeil, vnd wz doch als ratz am marckl gnug, vnd wz vil gellz jm land so die reissknächt dem
hertzog ludwig von meiland vnd ouch dem küng ludwig von franckrich des berlzen von meiland vind
abnamen dz uon uil koäcbtcn schlechllichcn uerdient ward dz icb lass bliben man iinlz uillicht an
andren orllen, vnd bat menck liehen dz darfür dz die fille des gellz die türe macht, dan huren vnd
buben wollend fol sin dess besten vnd darby mitl kleider uast koschlichen vnd alle bantwerckllutt gno-
send der reisknechten wol vnd läptend ouch koseblichen mit jonen vod gienge gar uil scllzner klcidren
uss vnd uil bosser plagen.
Von hier an folgt die Fortsetzung des Originals der Edlibachischen Chronik.
i33
Dcss obgeschribnen jar ward uuch der ohgemcll hertzig ludwig uerratlen gott weisl wol uon
wem vnd dem küng ludwig uon franckrich beim (Pag. 458.) gefUrl jn franckrich vnd nam der küng
von franckrich demnach meilland zum andren mal wider jnn, diss bcschach uff fritag vor dem balmlag
vff den xiiij lag abereilen jin xv' jar als der herzog dem küng von franckrich übergaben ward zu
awcrnna («war», Copie) vnd vergienge ouch allerlej anfentlüren jm obgemelten jar.
Vnd jm obgemelten jar namend die drü lender dem küng von franckrich ouch bellenlz jn zu
jreo banden.
Ano domi 1501 jar vf frilag nach des» beigen crütztag zu meyen wz alle ding tur vnd
galt j mt kn. v. ff v. sa. j ml. geraten iij j ml. crbsen iiij ft v. ss. j mt. hirss iiij 8" v. ss.
j fl. baber vj ss. iiij d. *| vnd wz alles vasmiss uasl lür vnd galt dz*elb jar j pfund rinlfleisrh
viiij d. vnd dz kalhlleiscb vj d. vnd gullend vj zimctnägoly blumen vj ss. desselben jars lost (lö.t)
dess felix buren wib jn niderdorff.
Im obgemelten jar als man zalt 1501 jar uff zinstag vor corprjs crisli namend vnser eignossen
nainlicben züricb bern lutzern vry schwitz vnd vnderwalden ob vnd nid dem kernwald zu ewigen
punlgnosen vnser lieben vnd trüwen eignossen von basel mit aller jr lantschaften au sy jclz jn-
beltend vnd zu ewigen zillen übcrka'mend nach lutt vnd sag der pündbrieffen darvmm versiglet cet.
vnd schwörend si gemeiner eignosen holten dringlichen die holten jnn in namen gemeiner eignosen
widcrvmm nach lut vnd sag der bunlbrieffen dz hesebaeb uff zinslag uor sanl margrellen tag jm ob-
gemelten jar.
(Pag. 459.1 Als schoffhusen für ein orlt erweit ward.
Ouch jm 1501 jar »ff zinslag uor sanl lareiilzen tag namend die xj ort nämlichen Zürich bern
lulzern vri swilz vnderwalden zug glaris bassel friburg vnd sollentur vff zun dem zwölften ortt vnser
eignosen von schoffhusen nach jnhalt der bunllbrieffen cet. vnd dz beschach zu lutzern uff den obgemelten tag.
Anno donni 1502 jar jm ougslen sebicktend gemein eignossen zurieb bern lulzern zug glaris
bassel vnd schoffhusen von jetlichem orll ein man jn botschafl wiss zum küng ludwig gan ast ju
meilland jn zu bitten bellclz den dryen lendren nachzelassen vnd jm hiemil zu erscheinen die müg
vnd arbett so jr boren vnd obren mit ury switz vnd vnderwalden gchepl hellend vnd ob die drü
obgemelten lender nüll von bellenlz slan wellend vnd je darbj beliben, vnd sy zu kriegsuffror mit
sinner künglichen meyeustatl kämmend, wen den jr herren vnd obren uon stellen vnd lendren gemantt
werdend nach lutl vnd sag der pünden, von jrren eignosen den dry orllen . dz sj dan demnach eren
halb die drü örtler nüt uerlieasind mit mer wortten also wurden sy von dem küng abgeferget vnd
jellichem botlen geschenkt lxxx kronnen, vnd als der küng demnach schreib meint er wol man bette
jm nül erseheint dz man vmm bellenlz mit jm kriegen wöll, besunder zufriden sin dan wu er sömlicher
meinnung uon eignosen berichl wer worden so lege jm nül so uil an bellenlz wu die botlen jn da-
*( Die Copte aettt hier «och bei: vnd eine, dz körn jn dry fritagen alwrg »tu mm. »IT vnd dvnacb wider ib Ja dry
t'riug*n ab dt et off iij ff kam vnd gabend min bereit kernen vn vnd allwegen «in müit ein Mb oder xu t*. opchrr
vnd Mocbt deooch m«ng«m vm »In bar gelt nüt werden vnd fall ein pfund (rinl) lleiteb cel Die Nachricht, wer die
Nä*elein »erkaufte. fehU.
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23*
rumro gebellen bettend, wolle er es-, gern mit gullero willen den drü lendren nachglasen haben, darroil
es out zu sömlicber vnniw kommen werre. vnd ist nül minder vlT sömliche geschrifl so der kunp
ted gemeinnen eignossen allerlej sellzsamer red den bullen die zu ast warrend zugrell ward.
iPag. 460.) Als man zalt anno domi tusend fuuuliunder vnd iij jar wz die gemein sag wie off
fil personnen man vnd frowen vil crulzen vad zeichen nff jr kleidcr vnd jrre Ivb vom bimel fiellend bin
bibrach vnd andren orllen dz am leslzsleo als« erlogen vnd erdachte ding warrend vnd nütz an
sacben V.
Anno domi 1503 jar als den uormals uil lagen gehalten worden! zwuschend kfing ludwig von
franckrieb vnd vnsren eignossen uon ury scbwil vnd vnderwaldeo dess spans halb zwuschend jn
bcllelz halb vnd als nülz verfieng wz man jn der »ach handlet mantenl die drü ort obgenanl all
eignosen nach lut vnd sag jr vnd vnser gesebwornnen pünden jnnen bildlichen vnd bevslendip zu sin
also zugend jnnen alle ort zu Ii il iT gan belletz vnd von bellelz gan lugam vnd zugen min berreo
vss vff den zwantzigoslen tag merlzeo jm obgemelleu jar vnd ward der frid gemacht jm fcld vom
her belle vnd andren lanlzberrco dess küngss von frnnckrich vnd bellelz den ciguosen nachlassen
nach lut vnd sag der brieöen darvmm uersiglel unn galt der keronen jn derselben zit j mt. iüj ii
vnn j 11 baber v. ss. vnd alle ding warrend uasl lür.
.Pag. 461.; Ano domi loOi jar vlT suntag uor dem hcilligen wiennachtag da schwöre
man diss nachbesebribne salzung bin got vnn den beigen zu halten jm münster zürich.
Wir der burgermcisler der ratt vnd der gross ralt so man nempl die zweighundert der statt
Zürich bekennen! oflenlich vnd lund kuntt , allermencklichcm hie mit dissem brielT dz wir habend bc-
*) In der Copie i»l die Nachricht von diesem Wunder erst nach dem folgenden Arlil.pl eingerückt, mit den Figuren
der Jungfrau und de« Manne», auf welche diese Zeichen Helen, begleitet, und die Zeichen , «o auf de» Manne» Körper
tum Vorschein kamen, noch besonder* in natürlicher <i rosse abgebildet. Bei der weibllcheu Figur »lebt: E» ist och
iu wü»»en dz mengerley meiakel vnd zeichen jn disaem jar beschienen i»t vnd besonder nül wit von rotwil jn einem
dorn* di»» criilz vnd seichen uff ein junckfrawen gefallen vnd die an jn» Hb komen mit farw «Je du dz an dissetn
bild Und»! (emall vnd verzeicl.nol rolhelfarb vnd i»l di«» betchechen anfcnklicbcn de» manotz howroouotl doch »o ist
mir der tag noch »tund null l-igeulfcb erlüllretl wen dz be»chürhen »y. Hei der nuinolicbcn Figur liest man : In dem
opgemelten iv 1 vud (ritten jar Jn der zitt als die zeichen an die JunckITrowen kommen sind »o sind dite zeichen uff
einen müller nach bin bibrach jn einem dorff genant bitzkoffen ouch gefallen vnd tust * il criiu menigerleig färben off
ander IUI vnd bei»! disscr man mali» fortinuller beinrieb rurtiuiiller» kueebl daaelb». Hann liest man ferner: diM *iod
die worlt die er gehör» hatl: furcht dir nül vnd bi»s forchtsam, vnd hab got vor oogen vnd hllff dem allmecbtigen
golt »in erütz tragen cet.. noch einige Worte, die weggerissen »ind. Dann folgt eine vergrößerte Abbildung dieser
Zeichen mit folgender .Nachricht : Vnd i»t diäte flgur der marlter vn»»er» beren jbu criite nach aller lenge breite tüffe vnd
höche oueb mit »ölicher twarxfarb am obgemellen mtilli« «r»rhinneo am »anulag nach »anU viutag jm obgemellen jar
jn der nacht narh der rechenden stund vor milnaebt vnd halt »y alle jn der grechlen sillen jn der nuit als vnsser
her mit dem »per ist gestochen vnd andren glidren wie du »y an »inem IIb verzeichnen siebst. Item darnach am »am-
tag uff sant johan»»lag de«» töffer» joi obgemeltcn jar jn der nacht vor milernaebt ist an disem vorgenanten maltisen
dlsse Ogar als hie gemalet ist, jn form vnd gestall jn milel »ine» Ups vnder dem grüblen de« herzen och »ichtbarlicben
erichinen. Item vnd dem allenisaul nach ial ditter mati» furlmnler argwenig geachtet vad gu jm griffen vnd nieder
lieben aiijeooiuQien da hall er verjeehen dz er die opgeoveiie« erutz vnd zeichen an sich selb» gemalet hab vnd nach
•iner vergiebl von graff andres von »Unnenberg uögten vnd richlren zu dein für vervHeilt vnd darmit cerieht »od vet
brenl vnd i»l beseheeben jm hüwmannlt jm obgemellen jar.
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435
trocht, vnser slal lob nutz vnd er, vnd uil reden so der peiitzsionen, jargell schenckinen miel vnd ganben
halb , von furslcn berren vod andren barrürent , gebracht werdeul , vnd dar uff zu cnlball vnd hanl-
bulmng vnser «tat land vnd lütt, ouch damit! frid ruw vnd einnikeill desler bass gefurdrel möge wer-
den, diso nachgeschribne Satzung, mit wolbedacbten ratt. geordnet angenomen vnd vffgericht. vnd
aölkhs zu baJten zu golt vnd an die beigen gesebworren, ju wiss form vnd mass wie hernach folget!
dem ist also.
JVanilicb dess ersten dz niemen jn vnser statt Zürich vnsren gräfschafflen berschaflen landen vnd
gebiellen wonnend oder gesesen er sie burger lanUnann oder hindersäss , geiseblich oder welllicb.
edel oder vnedel. rieb oder arm. jn wz Stands oder wesen so die sind, von disem lag hin weder uon
heisren klingen furslen berren stellen, geischlirhen oder weltlichen Stenden . ouch gar vnd ganlz von
niemcnl übet all, diehein peussion, proiintzion, guad noch dienslgcll, miel, gab, noch schencken, si
aiginl uersäsvn zugesagt vnn gefallen, oder die binfur jemen zuslan verheissen vnd zugesagt mochte
werden, es sigind brieff oder sigel darumra gemacht si dienen zu lachen zu lipting , ald dz ein sölicher
her eim süiner tochler oder frowen zu heimslur alder (Pag. 462.) derglicb sust noch so ützil verhiess
oder zuseitlc. oder wer jni dz zugeseit werden vnd namen möcht habeo, nül nümen oder en-
p fachen noch jn solichor geslail ützil eullicben noch vnder dem sebin dz sin uerselzen sol, weder
durch sieb selbs sin wib kind (rund dienst noch ander, damit somlicbs jn sinen nutz körnen möchte,
heimlich noch offenlich jn dieheiu wiss noch wäg. vnd ob jemen sölichs nüt halten , vnd sich dz mit
der warheill uff jn erfund, dz der vnd dieselben von allen erren gesetzt sin, vnn jemer jr laben laug zu
deheineu er liehen sachen. als zu griebt ratt kunlzschafft vnd derglicb bändlen gebruebl, besunder alss
errloss meineid uerwürkt lütt, vnd die niemen weder sebad noch nutz sind gehalten vnd gearhtet
werden cet. vnd einer mocht sieb darjn so gröblich ubcrsäcbcu vnd farren, wir wurdenl jnu zusampi
snlichem wie forstatl siner uerbandlung vnd vnsers gullen beduncken willer straffen.
Ks sol oueb Tür dieselben niemen bitten dessglich jnen desshalb kein gnad besebärhen vnn ob der vnser
dchein hiewider ützil erdächte damit söltrhs zu apbruch oder uerlelzung diebeins weg» möchte diennen. der
vnn dieselben, si lügent dz heimlich oder offenklich, sol jeder zu rachler straff vnd penn vnser »tat!
verfallen sin j r guldin, die wir ouch ann alle gnad vnn ann ablassen von jm oder jnnen jnzüchen
sollen! vnd wellend lassen ann alle usszug vrsacben vnn gferd cet.
Ob aber cinner sömliches lütte, so arm dz jm die je gülden zc geben nüt möglich were zu be-
zallen, so sol er oder derselb, sebwerren zu slund vnd ann uerzüchen uss vnser gerichl vnd hielten,
vnd nüt wider darjn zc kommen, er habe dan zuuor sölirh j c gülden befall.
(Pag. 403.) Begebe sich dz oueb jemen der vnss nüt verwantt werre burgrerhs oder bindersitzes
halb, für vnsscr burgcrmeislcr .Statthalter vnd obrislcn meisler käme vnd dcsshalb für ratt begertle,
vnss zu bitten von dem abzesland. den vnd dieselben sollend wiser burgcrmeislcr slalhallcr vnd
obersten meislcr wer je die zu zitlen sind, abwisen vnd jnen sagen dz er si dcsshalb nül anders für
rat läse als er vnd wir das vrrsebworren habind , vnd ob ein burgermeisler slalhallcr vud obrisler-
meisler dz anbrächtend, ald frag darumm bettend ald darüber für liesend. der sol ouch jngeslall, wie
forstatl. sinner erren cutzeltend mevncid vnn erloss sin. vnser räll bedachte dann, dz er sieb desshalb
willcr vnd mer verwürckl helle.
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Doch so isl barinn vssgelassen vitH uorbehallon , dz ein jnlendischcr burger ouch Unlnun
ald einner wer der isl. so jn den vij ortlcn der eignossschaft sitzt, dem andren vngefarlicber
wiss von sinoem eigneo galt, wol schenckung vnd errang tan möge wie dz von aller bar sill vnd
gwonheil isl gwessen.
Witler ob sich fügle dz jemen von voss zu fürsleo beeren oder andren geschickt wurde , vff jr
begeren. dt sy den costen haben wollend, dann sol derselb viiscr ralzbotl, nütl witter namen dao sin
zerung. oueb bscblach vnn sattelgelt vnd darzu dess tags uff zweig ross 1 gl. vod dem knächt sin
rill vnd rosslon. alles bin straff vod enUung (Entsetzung) der erren wie four stall.
Vnd ob jemen wer der werre. wider söralich vnser salzung vnd Ordnung handiele vnd tadle, vnd
jemen dz für käme der sol somlichs leiden vnd fürbringen einuem burgermeister bim eid. vnd weli-
rher dz nüt leitete, der sol ouch gestraft vnd «inner erren entsetzt werden wie forslal.
Vnd oby dem allem sollend vnd wellend wir allgemeinlich eioandreo hanlhaben vnd schirmen vnd
so fer sich (Pag. 464.) jemen vngehor iajm vnd widerwcrtlig macht vnd wurd erzöugen disse Ord-
nung anzenämeo vnn zu schweren der vnd dieselben sollenl vnser statt vnd laod rumen vnd miden
vnd darin fürer nüt mer körnen biss er gehorsam lull, ob sich ouch jemenl so diss Ordnung ge-
schworreo vnd angenomen wirt. mitt geverden binderhalten vnd abzüchen damit er wider dz so
hiefor stall möchte bandlen, oder susl nüt vnder ougen werre. dz sol jn doch nüt schirmen, sunder jnn diss
Ordnung binden, zu glicher wiss als ob er under ougen gsin were vnd sölichs sei Iis gesworren belle, vnn
zu vestem bestand dess alles so Ut bereit dz diss Satzung vnd Ordnung zu allen halben jarren so wir
jm münster eim burgermeister vnn ralt schwerrend uor der gmeind glasen vnd uersworren sol werden,
darmit sölicher saUung vnd Ordnung dester Irü lieber nachgangen vnd gliipl werde an vsszug
vnd geferd.
Witter so isl ouch dauon geretl. dz vnser uögl, so si die vnsren jeU swerren wellend lasen sölieb
vnser Satzung vnn Ordnung ouch sollend sagen vnd erscheinen, vnd dz wir dz getban babind. jnnen
vnd ouch vnss zu dest besserer einikeit vnd enthalt gutler früntzschaffl vnd merer ruwen'l.
Item diss obgemclten salzung vnd Ordnung wertl fünff jar da ward erfunden dz die nütz mer
gelten soll vnd ein ander gemacht die nütz sollen dz besebaeb uff den zachenden tag brächet 1518
jar vnd nam jederman wz jn gut beducht.
Ano domi m.v^.xxij vff samstag nach marliine da man sach dz penlzionen vnd ander weg gell
zu namen gar nütz soll vnd grosser Widerwillen bracht, da nameot klein vod gross räll die ersten
') Blau dieiem Actenstack hat der Copift folgende» Capitel: Anno domie ISOi jar in der fallen durch»»» oer-
•chwnrend wir eignoaten all mit eiuandren namllch iiirich bern lutzern vrj »witz vnderwaldea zog vnd glarfs baasel
frihurg vnd tololur vnd aeborhntaen mit santpl den von aant galten vnd apenzell dt fiirerbin niemead jn der eignotebaft
weder von (Unten kungen beren geiitlicb oder weltlich prelatten kein pcnlzian nemen aol bin der bua* wie dm dt
der gesworeo brielT den man zu allen halben jarcu »wem jnhalt vnd schwurend wir die zweig hinder (wahrscheinlich:
wir die zweihundert) Zürich zu binderisl ult zinstag nach dem balmlag jm obgemellen jar den obgemeltteu ortlen holten
»nd dütunach verawnr eis oueb ein gantte gemein Zürich jm raüoster uff »»Mag nach dem o.lerlag wt vflden xiiij lag
abereilen jn obgescbrlbae« jar oeh zu ballen.
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Ordnung vnd salzung wider an mit allen arüglcn vnd ward die wider geschwuren vff wienaebl jtn
obgeschribuen jarre als bernacb slat Anno 1522. Niehl in der Copie.
Hier i»t im Original, von andrer, gleichseitiger, Hand geschrieben, die Verordnung der Pensionen halb, auf einem
besonders Blall eingeschaltet, die io lautet:
Pag. 465.) Ks babcnl borgcrmcisler klein vnd gross räll angesehen wann binfur einer sin
burgrecht wolle uffgeben dass ess solle blyben by dem arlirkcl wie der gesebworn brieff vnd salzung
inhailet, usswisst vnd von aller bar kotneu ist. Doch ob jeman käme rych oder arm der hinderrücks
gepraüciert vnd dar uff sin burgrechl mit gferden uffgeben, mii lyb vnd gut hinweg züchen wölle,
also dass man sehen vnd wissen möcbl , dass ess darumm bcscbchc darmit er von Frömbden Kirsten
vnd herren pension, dienslgelt, miet vnd gaben, wyder vnser Satzungen, frjlich haben vnd nemen
mochte, densclbigen sol man dannathin niemermer dass bürgrecht geben, nach zu burger annemen.
Vnd ob schon einer sin burgreebt uffgeben helle, vnd man erst demselben nach gewar vnd jnnen
wurde dass ers von pension vnd dienstgells wegen gethan, dcrselhig sol ouch dannathin nül desler
minder, wie obstat nit mer zu dbeinen zyten zu burger uffgnomen werden.
Ob aber ellwan jüng oder all bürger, rych oder arm jro narung vnd hanlwerck nachziechen.
vnd inn begegnete an Fürsten vnd heren höfen *c dieneu. dass die ir burgreebt nit söltent uffgeben.
vmm dz man sy alss burger wen man wölle beschriben möge, doch sollen! sy nül anders dann vmb
ein zimliche [Pag. 466.) besoldung kleider, fuler vnd mal dienen, mit dem vnderscheid . dass einss je-
den vatler so anheimsch ist schweren möge , dass er von sollichem sinem sun nül neme noch habe
Vnd ob sich begebe dass dieselben forsten vnd herren, by dem sollicbe vnser burger sind, vor einen
rat der slat Zürich ze handien betten , dan sölleul dersclbigen vütter vnd jr frünt schafft . so cinandren
ze rechen haben (ob die jn den räleo sässenl) ussstan. Dessglycb so einer ussgedienl vnd anheimsch
käme, dann sol die belon ouch uss sin. vnd sol nüt desler minder, ob er jn den rat gesetzt wurde,
mit dem Fürsten, dem er gedient hat, alweg ussstan. (Hier wird von Edlibacb bemerkt:} Ist sidhar bertter
verbunden.
(Pag. 467.) Anno domi 1504 jar wz dz gross Schüssen Zürich mit den büebsen vnd armbrusten
vnd leitt man jn baffen vnd wz die bebest (beite) auenlür j c gl. biss uff j gl. vnd seboss man uff derr
platz zum ersten mit den armbrusten vnd darnach mit den büebssen vnd rüste man zolestz den baffen
uss man tanlzet ouch uff der platz vnd warend uil sebönner /allen uffgeschlagen , vnd kämmend an
(nassen vil Frömder lütten uss den ricbstelen vnd allen landen bar gan zürieb, vnn ßenge dz schiessen
Her wuchen uor vnser kilchwiche sanl Felix vnd ragten an. vnd wert! biss nach der kilchwiebo jm
ohgemellen jar vnd ward desssclben jars uil gutz wins vnd korns gnug.
Oer Copist erxähll dieses Schiessen weit umständlicher und begleite! solches mit einigen Vorstellungen , vorher
aber beschreibt er einen Fassnachlbesucb in Basel, dem er selbst beigewohnt haben mag, and hat aorh diesem 3 Ma-
lereien belgefdgt, von welchen die ersle. die Abreise der Zürcher in Schiffen . gerade nacb dem Titel placirl ist:
beides folgt nnn.
Wie gut heren vnd gsellen von Zürich gan bassel vff fasnacht furend vnd wie es
da ergieng.
Anno domie 1503 jar vff die Fasnacht vff samslag vor sanl agnessen lag Fuorend miner bereu
lull gan bassel vnd Furend vntz gan loffenberg da assend sy zu jmbiss aber die von loffenburg
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taltcnd jnnen gar kein er null an vnd stundenl jren wol fünfzig oder sechzig man vnder dem lor iu
gantzem harnist vnd hallend fil pfawenfedren vff vnd seid man uueh fürwar dz sy dzselbig zitt
vnd diewil min heren zu ba$»el fasl ireffeolich wachlend vnd gomlend lag vnd nacht wiewol sy sin
gar nül hellen dörffeo won die vnssren dem lützcl nachsinnen sy trunken des gutlcn malfensiger vnd
klorett darfür zu bassel vnd warend guten dingen als du hören wirst da furend min beren von
louflenberg vnd werind geru vnlz zum rollen bus gsin aber es ward jnnen zu spalt vnd da sy gen
sekingen kamend wz es fasl spat noebtenocht woiend min beren vnlz gan mumpf als sv ouch laicnd
vnd begerllend an die von sekingen dz sy jnn ein stürman gebend da kamend die heren vnd lullend
min heren bin jnnen über nacht zu sin so wollend sy mit jnnen teillen wz »y verniöchlend vnd mit
vil hubscher worlten also seillend jnnen min heren dz es nül sin möchl also reltcud sy mag es daun
nül sin so wend wir üch ein slürinan gen vnd ist es darmit mui) gnug so wend wir üch als vil gen
als jr wend vnd daiuill sy golt allzit mit üch also kamend min heren vnlz gen mumpf da wz es nachl
da blibend sy diesclbigen vnlz mornendess fru won ellich von den vnssren die den zu ross warend
dieselbigen nachl zum rotten huss kamend da hallend die von bassel dz nachtmall zugerüst fasl köst-
lich vb* die vnsren aber mornendess zu jmbiss assond wil wir?; all da zu jinbiss vnd Icitlcnd sich
die vnssren an jn bögen wiss sy dan darkamciid vnd wz die artl die xij orll der cignischafl vnd
jetlich ort! sin schilt vnd was es darnebend fürtl dz wirst nach wol hören vnd also kamend miu
heren den rin nider vntz gan bassel.
Wie min heren gan bassel kamend vnd wie sy die von basel entpflengend vnd wie
es da ergieng.
( Vorstellung dieses Einzugs.)
Also kamend min heren von zürirb morndess am suntag nachmittag vra dz ein gan bassel vnd
wz ouch viT denselbigcn lag fasl büpsch vn lanlen da jn der kleinen stall by der karluss do wz die
grosl well vmendum an allen gassen vnd jnn allen hüssren vnd da ballend min heren von bassel
vsszogen vc man mit der stall bassel recht fenlin die zugend minen heren engegt-n von der rinbrug
hinvITan dem land vnd zugend min heren bin der karluss hinjnn zum tur da lußcnd die funflhundrell
man nül anders den ob sy an die figind wettend also gern hellend sy min heren geseeben also zog
man zenter dur die stall hinweg vnd zugend minen heren die fünlTbunderl alweg nach vntz zu der
herberg zum storchen vnd lugt da so ein gross weit dz ich die zal nül schritten wil dafür ich sy
gehörlt schetzen man funl wol ein der es nül gloply vnd da wz jn der berbrig zugrüsl zu trinken
vnd zu essen gnug also glich als die beren meinten das wir vnss bellen abzogen da kamend burger-
meister vnd die riill num aller besten ein gut! teil zum storchen jnn dz wirlzbuss vnden jm bofTvnd
liengend da an mit hochem fliss min beren heissen golt wilkom sin also mit kosllichen hübschen
langen worlten vnd so köstlich dz ich sy nül schriben kann aber css mag ein etlicher wol denken
wie solich lütt mit einandren redenl also do der burgermeisler die rcll vssgcrell vnd min beren nül
anders halt gheiscu golt wilkom sin als üb sy liplich brüder werind da stundend min beren an einem
hoffen vnd Heng junker tig i» von mincr beren wegen an zu danken fasl mit! köstlichen hüpseben
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- i39
worll tu glichen wiss zu dankeu jrs enbutten, wie sy retl mit jnnen vss wx meioung min hercn zu
jnnen komen mit vil hüpscher worllen lass ich ab durch der kürtzj willen vnderweg won es zu vil
schribeos nem vnd da lullend min hereo von bassel die vnssre n mit jnnen zum nachtessco zum süffzen
vff der heren stubeo als ouch beschach.
Hernacb statt von mall zu mall wo sy alweg assend.
Item vnd als min heren vff suntag gan bassel komen warend assend sy am suntag zu nacht zum
sulTien vff der heren Stuben vnd ass fast vil von rällen bin jnn edel vnd vnedcl vnd sust vil gulter
burger vnd do mau zu nacht gass fieng ietlicher an nach sinein willen man spilt da fast lür.
Am mendag zum jnbiss.
Item am mendag zu jmbiss ass man zum storchen jn vnssren wirlzbuss vnd ass aber burger-
meistcr vnd fil der rätten mit jnnen.
Am mendag zu nacht.
Item am mendag zu naebt ass man jn der kleinen stall vnd hall vnss all zu gast
ein einiger man mit (lumen, karlus boltzach Schultheis« jn der kleinen stall bassel won jni wz am
selben lag ein junger sun worden vnd dzselb kind hub jm vss löff reowald göldly vnd zugend alle
die mit jui an die lössy die von minen heren zu bassel vff der lasnachl warend vnd ich han ouch
gborll von inengem man dz keiner kein hübscher tössy nie bab gesechen bin allen »inen tagen also
zugend all gselleu mit einandren jn die kartuss jn hoff vnd Hess man jr fil jn dz kloster die es be-
sacbeod vnd assend da dieselbigeo nacht bim scbullhess hollzach in der kleinen slalt.
Wo man am zistag zimbiss ass.
Item am zislag zum jmbiss assen min heren zum süffzen vff der heren Stuben vnd assend aber
vil der rällen vnd sust vil edler vnd gutt burger bin jnnen vnd ouch etlich frouwen by minen heren
vnd do man gass da fieng man an zu lantzen vnd guller dinge zu sin ietlicher nachdem vnd jnn
Irowlt.
Am zislag zum nachmall wo man ass.
Item am zislag zum iiachlmall ballend vnss die koufflüll vff der zunffisiuben zum Schlüssel geladen
vud assend min beren bin jnnen zu nacht vnd sebancktend minen heren aber wie forroals allweg vnd
do man zu naebt gass fieng man an zu tanzen vnd wz aber iederman mit! minen heren Frölich vnd
gutter dingen.
Ann der mitwuchen zum jmbiss wo man do ass.
Ilem an der milwuchen zum jmbiss ass man jnn der kleinnen staU vffem riebihuss vnd hau vnss
die ganiz groeind jnn der kleinen stall zu gast vnd botl mans aber minen beren fast köstlich vnd zu
440
allen nullen gott geb wo man ass so scbaokt die statt alweg vnss nül dester (minder) den win den
brachtend alweg die knecbl an Stangen alweg vnder xx kantten nlilt, aber was vnss von sandrigen
parsonen ward geschenkt kan ich nül sebriben won des fast vil was vnd das lan ich durch der kürzt
willen vnderwegen.
Item wo man an der mitwachen zum nachtmall ass do ass man zum saffren vff der kremer-
stuben vnd bott man es vnss aber fast köstlich vnd let man vnss aber fast vil er ann wie formalss
an allen ortten vnd do man zu naebt gass do fieng man an zu tanzen vnd aber guller dingen zu sin
also wo man min heren geladen batt ald zu gast gehan da liessend sy an {etlichem orlt den frowen
vnd guten beren gsellen zu lelzj vj rinscb guldin an den ortten wie obgeschriben statt vnd richten
susl den wir! vnd sin folch ouch erheben vss also am donslag ass man zu morgen jtn wirlzhuss vnd
vil der ritten bin vnss vnd gabend da min beren von bassel den vnssren dz gleill wol vff ein gantze
mil wegs vnd do fiengend die vnssren au den von bassel zu danken als du höre« wirst hernach.
Her der burgernicister strengen edlen erfesten fürstchtigen ersamen vnd wisen sundren vnd gutten
l'ründ vnd trüwen vnd lieben eignossen von bassel mine heren vnd gsellen so ir hie for üwer wiss-
heil sechend enpfekben mir üch als vnssren milbrüdern vnd trüwen lieben eignossen mil allerhöchsten
fliss zu Unken den man kan vnd mag erdenken üwer brüderlicher trüw er frünlschafl lieby vnd
gultetl so yr vnss jetz vnd alwegen erzögt vnd bwist band aber wir jnn vnssren vngesebikten bar-
sonnen könnend vnd mögend söllcbss vm üwer wissheitl nttt verdienen aber sülichs wend wir vnssren
beren vnd obren riimen vnd sy frünllichen bitten ob es» zu schulden kern dz sy sölichs vm üch
weu'nd verdienen wiewol sy sölichs nül könnend verdienen vnd domil schiedend sy von einander mil
grossen frödeo wer wol wilter zu sebriben aber ich lans durch der kürlzy willen vnderwegen also
diewyl sy also enweg wollend da kamend die zunfl zum beren vnd schanktend mineo heren xj
legely mil maifensyer won fil zunfl kamend vnd min heren ludend vnd gern hellend gesechen dz sv
bin jnnen bullend gessen aber es mochl nül sin sy wollend nünien beliben vnd zugend hinweg vnd
als min heren gan mumpf kamend da scbikl aber ein zunft minen heren nach ein rech vnd zwo
tieseben mit maifensyer also tanktend min beren den holten vnd richten sy ouch erlichen. <vt»i
Anno domie tussind fünfffaundert vnd jm Herden jar vff suntag sanl lorenlzen lag habend min
beren von zürieb ein frigsebiessen vssgeschriben jnn alle land armbrusl schützen vnd büebssenschülzen
vnd was jnn ielwederm teil hundert vnd x guldin dz best vnd demnach ab vnd ab als du hören
wirst also fieng das armbrustsebiessen zum ersten ann vnd diewill man sebnss da gabind min heren
Ann der mitwuchen zum nachtmall wo man ass.
Wie min heren den von bassel danktend vnd gnattend.
f Vorstellung.)
Von grossen erlichen Schüssen zu Zürich.
241 -
all lag den schützen zur abind
unten win zu trinken fast gnug darzu gull simlen vnd büiweg
en vnd
darzu gull kess vnd biren vnd pfersich dz tribend min beren dz ganlz schlössen mit den bücbssen
vnd mit den armbruslen vss vi
ad v
ss all tag vnd namend von niemand nutt überall vnd seht
inktend
dz den schützen vnd darzu da
rst kamend da scbaakl man jnnen den win an die berbri
g ielli-
cbem josundcr vnd jnn dissem
obgemellcn schlössen ban ich ouch von mengem man gehörtl allenl-
halben har dz kein friger scbiessen
nie babind gsechen noch darvon ghörtt sagen vnd nun
binfür
wirst boren wer jellichen offen
lur f
;ewunnen halt vnd wo sy hin kommen sind.
1
Vom armbrustschiessen Zürich wer ielliche gab gewann vnd wo sy hinkam.
haus bä bicher uon ougspurg
cx gl. vlricb wolff uon bernn
xvj gl.
hanns schöperly nun vlm
c - margx ziegler uon kur
XV -
Daily rniillt*r unn koufTbiinMi
1 if Ii - hans strinliarh uon rottwill
xiiij -
velly uon ysnny
Lin - her fenner kramenstoll oon In bürg
xiij-
jacnh armbrnster uon mentz
lxx - Jorg pfeffikonn oon zürieb
xij -
IMIII9 1*1*1 UHU *'Ukt"MUIh(
■ v — antnnv lf Äalftlv iinn inpitiiiicpn
La auiiFii y amaoicijr Ulli! iucuini|5*rM
vi -
iiciinaru piisior nun o^spurjj;
l. - pauiu*. »eiamati u<»n nureiipfir^
X -
rudoltT seroan uon berno
xxxxv - vrich koller uon nürenperg
•
j x -
m. lienharU arrabruster uoo ba
«sei
xxxx - wilbelm rem uon ougspurg
viij -
nans armnrusier uon lammw
xxxv - haus vischer uon elsisszabern
vij -
casper ensell uon kolmer
xxx - bans ougenweid uon vnnss
»j "
bans* hess uon iiusbrug
xxv - petter vincnlz uon horw
V
matbiss meyer uon kouffburen
xx - bensly uon künussen uon zürieb
iiij -
jörg erharll uon vlm
xviiij - cunratt armbrnster der junger uon bernn
iij -
henlz müller uon rüllingen
xviij - bernharll reinbartt uon zürieb
ij-
rudolff kienasl uon Zürich
xvij - klewz slröwly uon zürirb
j "
Der krantz schütz.
lienharll pfisler uon ougspurg
V gl.
Der ritlcrschutz.
vrich schmalziger uon vlm
üj gl-
hanns guffel uon sant galleu
v - vennrich witlembach uon biell
ij -
pelter bern uon murtten
iiij - cristan birlzy uon bernn
j "
Vor Heilung du Armbrutt$ehiettetu.)
Dem
verosten (entferntesten; schützen.
jgl-
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242
Item vnd sind in dissetn opgemelten schiesseu die schützen so zurieb gewesen sind der personnen
sind gewessen (9M) ij c vnd xxxvj vnd lutt der doppel so von schützen gefallen ist am gelt iijc vnd
tittj gl. vnd jn dissem opgemelten schiessen was der toppel oach vorhin vss^eschriben vnd gab
einer nüt roe dan anderhalben Höschen guldin got geh der schützen kern vil oder wenig.
Arno domic tusind fünffhunderl vnd jm fürden jar vIT sool tag gieng ouch jn dissem
opgemelten jar dz büebssenschiessen au wie vorgeschriben statt aller dingen halb vnd der toppel
ouch forhin vssgeschriben vnd hernach wirst hören wer ietliche gab gewunnen hall vnd wo sy hin-
kommen sind.
Vom hüchsenschiessen Zürich wer ietliche gah gewann vnd wo sy hinkam.
Dabei die Vorstellung de* Büchsentchie$$eM.)
jorg tutDol t / Ii n s-icr uon issforuj:
cx gl.
wernly uon raegen uon lutzern
XV] ffl.
banns slromevcr uon vlm
c -
hans gutt uon schwitz
XV
jacob stapfer aon zurieb
LXXXX
lumphanns uon giengenbaeb
xiiij -
heinrich burkatt uon Zürich
lxxx -
hans cisller uon jmbst
xiij -
jörg stumpf uon vlm
I.XX -
wilhelm sleimetz uon ougspurg
xij -
casper hass uon friburg jm brisgow
LX -
andres münchraeyer uon vlm
xi -
*
petter wiker uon zug
L -
seboll ström uon ougspurg
X -
casper wenig uon vlm
xxxxv -
jacob lelhul uon ougspurg
viiij -
jörg erhartt uon vlm
xxxx -
hans spilmann uon lindow
viii -
simon tieringer uon oflenburg
xxxv -
vlricb mader uon aystetten
vij -
klaws gaücion uon bassel
XXX -
benedict müller uon vlm
•
michel seiller uon keoipten
XXV -
bauns brunner uon costentz
v
jörg abelj uon gmünd
XX -
vlricb zoss uon bassel
iiij -
sigxt bucher uon nördlingen
xviüj -
banns sporer uon raffenspurg
üj
vtz glögly uon vlm
xviij -
jörg seckler uon stuttgarten
• •
»] -
bans uon werd uon jsbruu
xvij-
kilion ziegler uon vracb
j -
Der krantz schütz.
jacob lousinger uon dubingen
Der ritter schütz.
woifgang fonbickler uoq saut gallen
hans hegeler uon Wallenburg
hans siodelfiogcr uon sluttgarten
golschj zag uon zug
'j "
hanns bock uon kouflbüren
uij-
jörg bartman uon gmund
j -
Der
verosten (fei
wie«: schützen.
gregorius schonower uon rom
J «1
■
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243 -
Suniary aller bucbseoschuUen so vCT dunen opgemelten schiessen zurich gewesen sind vnd loplei
lamlich cccclj vnd tut( der toppel »o von schützen «eben vnd bezalt ist an gelt yj c vnd
Lxxij gl. vnd ij ort!
< Vorstetlutuj de* (itückhafem.
L -
xxxxv -
XXX» -
xxxv -
Wer i et lieh gab jm lialTen
der erst vssunu baffen ludwig göli soriu»
uon rüdlingen
niclaws wisgerwer uon zurich
gemeiner büchssenscbulzcu uon
beiny muller u«m Illbach
jacob wotzel uon wiedikon
frow brida bansen frigenslichs aoo
buslrow xxx -
rudolff suter ab dem sefeld Zürich xxv -
bastion dibing uon marchdorff xx -
inarly iudy uon russwil xviiij -
achica bewiuger uon schwatz xviij -
annly baltcuschwyler uon brüllen xvij -
elsy zaplin uon eugiscbwiller by lindow xvj -
crislin lindeucrin ab der oberslra»» zurich xv -
i'reony lietschy uon Zürich xiiij -
Der hinderst vssrem halten,
authoy sloker uon »gertz jm ougtutal vllig j gl.
gewann vnd wo sy hinkam.
grossann wernly roareber« wib uon klotlen xiij gl.
bans sprungly der jung am rindermerkl
zurich xij -
greily pelzin uon rüdlingen an der tunow xj
vaierion möriko uon biruienstorff by baden x -
niargx nigel jm plallerbuss zu ougspurg viüj -
• * .
Vllj -
vij -
V J -
v -
... .
Hl] -
iij -
Ü -
frenna nuslv uon »cbenniss
der gross kurz gsel axarl uon ensuw
greily die beiny lobegers uon ricbtiscbwil
bans krumenslol uon friburg jm öchtlaod
adclbeid gul noo basserstorff
freny blüwler uoo kilchberg
rinfelden michel furlters
Auo doiuy 1Ö05 jar nach oslren erstunden krieg zwuschend dein pfallendsgranITen am rin vnd
dem uon wirttenberg des» kriegss nam sich an maxsiroial der ronisch kung der balff denn uon wirtten-
berg vnd luffend uuch uou ellichen ortlen zu knächl von eignossen vff bedeu ptigen vnd wz uil
widerwerllikeil de*, jar» cel. vnd wz oueb allerleig wilder louff dzselb jar dz uil zu sebriben ist.
'Niehl in der <;opie befindlich, dagegen hat dieie im obbcnaonleii Jahr«' noch die Keuerabronsl iu Mellingen nebal
einer Abbildung, der lelilen in diesem Werk, ob welcher mit Zinuobei kcm hrieben »lehl : vir melingtn verbräm, vnd
teie et da ergieng vntl «yr et <in:«nrf ,-nd trat jnnm u-ilirht .»rff Orr eignurhaft •r*«n*l m jren »rVi/leri der jmten geiehfcken
inu mut IS05. Von allem «Wetein Iii aber nicht* anfgeteirhnet.
Ann domj 1 50« jar da macht der romsch knng vnd ludwig kling zu franckrich ouch der küng
von hispania vnd dem hertzog uon brugundy küng maximians sun mil vnsrem bdgen valter dem
bapst julius des» andren oanie* ein uerhunltnis oder uerlrag wider die vinedier vnd wz dazumal
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wol die Mg es wert« wider die lurgen aber man mcinl dz es die venedier zum ersten vod demnach
die eignoseu die turgen »in sollend cet. vnd wurbend die finediger an die eignossen vm knäebl oueb
hilff vnd rat vnd vmm ein uereinung mit jr träffenlich botzschaffl die lang hie zurieb wz.
Dic*e N.cbricht in Dicht id der Copie befindlich, «• hat da(e«en Anno 150« Folgende»
Arno domic 1506 jar vf der heren fasoachl sind zwen gesellen vs der grafschafl kiburg gsin
die bannd nun fründ jm begy gehann nnnn sind zwo docblern vssem hegy hin über rin zu jren (runden
gezogen gen anwisen vnnd band da wellen fasnaebt han mit jren fründen als sy oueb lallend vnd wie
obstat vIT der heren fasnacht hannd sy heim wellen als sy ouch lan band vnd sind zwen geseien mit
jnnen gangen alss jre fründ vnd do sy sind kommen über rinn jnn ein dorf heist buch da ist ein
tanlz gesin do bannd sy zusamen gcret wond wir da lannlzcn. vnnd do der tanlz vs ist gsin do bat
ietwer gsel die ander genan vnd hannd nouch ein tanntz welleo tun als sy oueb lan band do sind
die Schwaben vnnd jnnsunders einer heist gal der ouch zum meisten schuldig an der sacb ist gesin
vfgebept vnnd für die gesellen jnn geschlagen des bannd nun vnnser kein acht nüt gehcpl vnud da
band die Schwaben zukl vnnd ann aly verscbuldnuss dir eignossen vnd Züricher vnd den einen von
stund an zu tod gebowen vund der ander ist fast übel wund gesin vnd sind da mit dem spilman ab
dem Matz gezogen vnd ist niemeo da beliben denn die zwo dochtern sind bin jnnen gesin do ist
der ein von slund an gestorben vnnd der ander ist fast schwach gesin aber scblechllich bat den gölten
toebtern nienien nül wellen helfen vnd do sind die zwo tochlern zugelofeu vnd hands wellen den
einen jnn ein huss tragen do haodz die wiber mit schillern wellen schlachen vnd nut wellen jn die
biisser lan söliebs ist nun minen heren von Zürich fürkon die sind nun fast zornig worden vnnd ein
gaolzy gemeind jn der statt vnnd vf dem land vnd wi ein gross murmlen jn der well söliebs wurden
min herrn jnnen vnd »chiklend ein botlen über den andren himss also ward die sach zu recht gesetz
vnd darnach dz recht darüber gangen aber ist nüt minder sy bannd der sacb nütl dan (wie) vnss wol
dunkt betiy 1506.
Arno doruie 1506 vf sannt kalrineu vnd sannt kurats abind vm die xj jm lag kamend zwen gross
(«inner klapf darab ale menseben übel erschraken vnnd sieb verwunlrenlen m.ccrcc.vj.
tPag. 468.) Vom zug gan genow >nd sandrittren die vif dem grien gemacht wurden!.
Ano domi 1507 jar vff miltwueben uor miluaslen da warb kfing Indwig von franckrich nach
jnball siner uereinung so er mit den eignosen bat vm vj- knächt, die zugent vss vff miltuasten mit
jm gan genow, vnd gewnnnend gennow, vnd schlug der küng von franckrich fil rill reo vff dem gricss
vnd sand dess roers zn gennow uon den eignossen, die wurdend demnach gcnämpl die sandriller uon
gennow, vnd rieht der küng die knaebl von eignosen mit dein sold erlicben vss cet. vnd gieng jm
ouch gotz weisl von vil (?..
Die f.o|>ie eriabll diese Begebenheit folgenderniasien :
Anno domie lusend fünfhundert vnd jm sibenden jare vf saroslag.vor miler fasten sind min bereu
von Zürich vsszogen mit sampl andren eignossen zum kung von frankrieb vnd min bereo von Zürich
desgiieben ander eignossen bat jr stet vnd lender zeieben mit (oder mit? vnd zu vry mustert man die
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eignosscn vnd gab man jnnco da den ersten Mild vnd wureud jm feld die iwölff orlt der eignossen
vnd all jr zugewanllcn als tanl gallco ahenzell vnd des apls lüt baden slal vnd graiscbafl mit sampt
dem vügl vnd al vögl der eignossen vf jren vogligeo warend bopllül vnd ward also iederman der
ersl sold geben zu vry wer vsgnan wz aber sust warend wol xv c man da friger knecbl die muslen
alle wider bein vnd oaro nQt mc den üj c friger knecbl vnd wz vfT dzselb mal krislensblul wolfeil zu
vrv dz weiss goll vnd gab der kling den eignossen für er belty kein figentsebaft den er wöll ein
gutlen niul mit junen haben aber da sy jnn dz land kamen vnnlz an ein wasser beisl da
gab er jnnen gully worlt vnd zolebe sy also binjn vnnlz für jenow da wz die slatt sin figiad vnd
wz der berg zu jennow beieil von genenwesser vnd fasl wol bebull.
Anno doinie m.ccccc vnd vij jar vff den beigen abind zu wienaebl fand man grün krult zu
kouflen vff der brugen vm ein zimlicben pfenig vnd denselben winltcr fiel oueb nie keiu sehne vor
wienaebl amo 1 507.
Jiie.cs i»l die leute Nachricht in der Copie der Kdlibaeh sehen Chronik.
Ano domj 1508 jar da macblend min bereu von Zürich mit dem herlzog uon teckl dz ist der
granff von wirtlcnberg mit sampl andren ciguossen ein ewig ucreinung wie dan dz derselb brieff ju ball.
Auo domi 1509 jar da macblend min herren vou Zürich mit andren eignosen aber ein ewig
erbeinung mit dem durcblüchleud berren römseber keisscr maxsimian vnd sim »um herlzog karlus zu
bruguu zwusebend dem buss ostrieb vnd dem huss brugünd wie den das» der bunlbriefT wisl vnd ward
bestattet vnd bcsiglelt von minen berren von zürieb vff sunlag uor sant jobans vnd phall jm xj jar
zürieb jn diser uereinung sind begriffen zürieb bern lutzern zug glaris sololer friburg basel Schohusen
sant gallen apenzel cel. aber ury schwitz vnd vnderwalden wollend vff die zitt weder mit keisren
küngen berren mit niemen kein ucreinung machen cct. t»p»ier beigefügt} doch demnach berieltend sich die
drü ort! obgenanl dz sy oueb siglcnten vnd jn die uereinung gienenlen.
;Pag. 169.; Als sich vnser lieb nachpuren von costentz mit vnss eignosen jn ein ewig
buntnus woltend uerbunden haben.
Anno donni 1501 jar vff barolomes vnd dieselben zilt uss wurdent uil lagen geleistet! zu baden
von vnseren nachburen uou costenlz wegen dz man sy oueb uffnam zu einoem orlt der eignossschaft,
dz ward dem römseben keiser von etlichen von costentz kunt gelhan die übel an der sach warend, da
mit dem keiser die stall ward uff gelhan, vnd die holten von kostend zürich bin lag bin eignosen
warend , da wichend oueb etliche burger uon costentz us der stal nämlich der Bürgermeister flor vnd
zwen dess kleinen ratz mit jm vnd gieng übel jn der stat costentz, diss beschach jm obgemellen jar frü.
Anno doni 1511 jar zugend min berren von zürieb mil gemeinuen eignossen vff sanl kairinne«
lag über den vogel wider den küng von franckrieb gan gallerran vnd andre end jm meilland vnd
wart wenig gwunen vnd wz jacoh stapfer böptman.
Anno domi 1511 jar da macht vnser beilliger unller der liapsl Julius der ander sinss namen ein
uereinung die soll werreo v. jar die naschten vnd uff sömliche uereinung manlle er gemein eignosen
vm vj" knächl wie dan dz die uereinung zugab jm zu bilff schicken darmil er dess beigen sluls zu
rom stet scbloss vnd land wider sine find behalten vud beheben möcbl die wurden jm geschickt gan
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inarllren jii walliss dahin sy dan mattus der bischoff uon sitlen annatn dieselben tagend nun bist ga»
Urriss ]n dz beiass zu meilland, vnd als die boptlüt furgaben da haltend »5 kein blau mer. den lud*
wir» der franckrkhiach kuug »y nül fürer durchhieben wolt lassen so wurden oueb die boptlui von
gemeiner eignosen hotten die zu lutzern bin einandren ucrsamlet warend abgemant hein zu zürnen
vss krall der mandatten so jnnen uon keisserlicher meigenstalt zugeschickt wurdent da zagend sy
wider hein dz der bapst zu groser rndanckl nam vnd meiut die boplltttl werend mit gell usa dem leid
kol'l uom granmeisler tu meilland « et.
;Pag. 470. Julius von gollicber fursichtigkeit der ander bapsl des» namens cet.
Lieben sün vnsren gruss vnd bäl>9cblichen sägen wir habend gelassen üwer brieff vss lucern am tier-
/arheoden lag des» ersten herpslmant geben sind, welche nul wirdig sind dz sy uon uch zu vnss
gschickt söllend werden, dann sy sind uol schältworlten vnd überinüttig oder u|>ig cet. jnn welick-en jr
M'hribend dz jr uss lul oder kraft dess bunlz zwuscheud vnss vnd üwrren obren jngangen vss ral vnd
jngäben dess erwirdigen br Uders mathe bischoff zu sitten vj" fussknächl zu beschirmen vnd behultcu
vnsre pson vnd stell ballen, ouch dess heilig stuls ze rom über dz gebirg jo jlallisch land wider die
meillander schickt, vnd darhy verslanden habend, somlich erfordrang üwer knaebt sieb neigend vnd
anfachen sin den küng von franckrieb vss jlalian ze bestritten oder nerlriben, ouch willer küncklich
ineyge stall von wannen hand jr dz mugend uersuw, dann uon francossen an zwiffel vou den die iich
ba*s vnn durrhzug verseilt vnd abgeschlagen band, die vnss dem beigen romschen rieh jn geisebheben
vnd .illlicben mit der allergroslen vnbillikcit vnd vnmillikcilt vnderslanden hand zu besinnen cet.
wir hand üwer nül bedurften ze beschützen oder beschirmen vnser stell vnd pson oder uch gcsanilei
>ud gedingt mit vnsrem gelt ouch üch usgrüst jnn itallian wider zu gewünnen die gracbli keilten vnd
stell vre der beiigen romseben kilchen wider all von snostensem vnsrem vnd der nbgenanten kireben
widerspennigen. der dann uil vnd die allergroslen guttat von vnss vnd dem stull zu rum enptangen
il'ag. 171.; vndanckbar ist, wider vns sin hörn der bossheill vnd horfart ussgeslre. . mit sinnen gonreu
vnder welchem gnant wirf ist ess also als es dann warlich ist ludwig ein küng vss franckrieb durch
den alfon warlieh vnd offenbarlicb gestreckt oder iiffrnlhalung wirl. mit sinnem gunsl oder fruntschafl
mit sinnem her forsten vnd lullen, lüge nun wie er den namcu dess krislenlicbislen küng» vnd sunt
möge behalten dan mit »inner beschuizung vnd beschünnung dess genanten alfon hal er zerbrochen
vnn nul gehalten die capillel des» bunts lauieracensis, ju welicben offenbarlicben vorbehalten wurd. dz
kein punlgno** kein vnderlhan oder helächuoller , an gunsl wüaen vnd willen du* Weichs vndcrlhan
nr) ist oder belacbneler manen sölend vud ouch fil ander sacheu ist vnd der heiigen kri kri wirdig,
aber vou der kci**erlichen meyenstatt, sy witt vou vnss dz wir nül anluin elwz lugend wider sy zu
bandlen oder ihun die wir mit ganlzem guusl vusrem hertzen lieb band jn welcher kinllicber lieby
vnu erhbaltuug gegen vnss vnd dem beigen »toi ze rom wir oueb der gunsl dick vnd uil erkenlt
band vnd enpfunden uon lag ze tag <ci. aber als jr vnss manen 1 , dz wir bindersich gesteil heimlich
betrugnus ein friden wellen uiacheu, also schribend jr nül anlein vnwislirh vnd vnmilt sunder noch uol
scbmüchlicber wort, sind jr den ohrisleu bischoff vnn der heilig rotusch kircheu, jn den gr ose warbeil
truw von ju jren uerheisen bestaod gwasen ist. die söod vnd mögend billicb heimlich besebiser ge-
nempt werden, die vuder andren süsen gutlen worlleo. ouch falsche uerheisung gesucht band, vnd
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847 -
täglich suchend vnss zu betrügen, jn dem ouch jn wellicbem jr also bofferlig lül die jr» slalz oder
eigensebaft uergesend uch erbiellcnd mitlcr jn dem friden ze handien, so doch vnser er vnd dess helgen
(Pag. 472-1 stuls zu rom gnug gsebit vnd gratlon «in durch Fürsten überträffenlicber wirdikeilt . die
sich liiglicb erbtttlend ccl. nn üch mag wol gchandlot werden von dem frid. darum sollend jr nüt
alsobaid wider biodersieb gewieben sin, vnd vnss üwer zukunft also uerspolten vnd ucrkürlzen ouch
die heilig crislenlichen kirchen vnder dero sold jr ussgefurll vnd beruft warend also ucrlan, dan von
dem durebzug den wüssend wir wol, vnd üwer brieff zügend sölicb . wz jr band uerbeissen , wie jr
wellend die stross ulTtbun, jn welicben weg es sig, wie wol jr aber vnser uffcntbalt oder bieltcnd als
wir uorgeschriben nül gnug getban haheud mugend jr vns du selber nül fürseUcn dz jr euplächind
erlich inding mit uerpuntnüs mit dem küng uon franckrich darmil jr durchächtend die beigen kirchen
üwer vnd aller crislnen multer die zerbrächen vnd zerstören voser gegen einandren jngangner capitlen
ouch uwer fordren vnd üwer nachkoroen gut gesebreich zo schweebeo, wen jr aber je dz den nül
geschacbe anders thun won jr vns uersumend mit dem küng vss Iranckricb vnd denselben mit der
keiserlichen meyenstal machend vnd setzend zu tigind, dieselben ouch wider üch als wider die so jr
truw vnd ucrheisnng nül gehalten vnd uerlasend die helgen crislcnlicbe kirchen mit geiseblicheo vnd
zillichen wafTen brüchig werden I, ouch üwer sigel vnd brieff die dan gezügen müsend üwer fromkeil
der Zerstörung der Irüw vnn uerheisung jn alle künckrich dess erlrichs torffer vnd stell werden!
wir usssrhicken also dz alle menschen vnd ein jellicher jnsunders uersland üch die so den obristeti
bischoff der helgen krislenlichen kirchen wider (Pag. 473.} heisung bestallet Irüw nüt geschempt band
zu uerlascn dennen kein Irüw zu behallen sye vnn kein sacb sieber ücb mag enpfolcl werden vnn
darnach so wcrdenl üch hassen all nacionen fürsten vnd völeker mit groser ewiger schand ceL geben
vnder dem schiflin peltri dess lisch ers am nünlzächcnden lag seplcmbris pelile ficacs 1501 jar. iisio.)
Vnser allen liepsten sünnen gemeinen eignosen holten zu lutzern uersamlel.
Ano domi 1511 jar uff der beigen iij küng lag warb küng ludwig aber vm ein uereinung an die
eignossen vnd wurdend Gl lagen geleistet jelz zu Zürich dan zu lulzcrn vnd baden vnd wz dess
kungs botzschaff ein margraff uon rollen der her uon grti vnd sin teissiler vnd meint uil lütten dz
etllicben holten nüt sprür ussleilt wurd dz man g; nun sin oder nüt, also wurden! der eignossen holten
eins dz sy mit niemen kein uereinung machen weitend diewil dess bapsl uereinung werll vnd reid
jederman heim.
Vff zinstag jm obgemellen jar uor sant maltiss tag uersamlolend sich vil knächlen von allen
orlten vss der eignossschaft zusamen vnd meintend über den bischoff malles von silten zu zücben vnd
rallscblaglend wie sy den sold so jn noch ussslünd uon dess bapsl wegen von jm jnzuzüchen vnd jn
zu schädigen, dz ward von jrren herren vnd obren allenlbalb vndert ruckt vnd gewent vnd giengend
uil wilder reden vm cet.
(Pag. 474.) Als der herzog von sofort) vnd die viij ortt ein span hallend vnd jedem
ort xxx m gl. gen must.
Item aber jm obgemellen einlislen jar vor milUasten kam ein kanlzlcr dess allen herzog karlus
uon safoy mitl namen joban von furnow vnd zöugt der eignossen holten so dan zog uff eim lag bin
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«inandren versandet warrend brieff wie dan der obgemell herlzog karius den acht orllen jedem orlt
hundert tussend guldin za selgrät nach sim ahgang aerordnet vnd gemacht hab , vnd hegerl jm za
geben ein jelirh ort! alle jar j c gülden gellz vnd wen ein orlt die lösten wölt die mit ij°* gl. zu be-
zallcn vnd darzu angends viij lusend bar zu uffrttslung vnd dz man jn sin wib vnd kind jn stellen
vnd lündren zu hurger vnd lantman uffnamen sölt, so wölte er jnn sömlich obgemell gut vnd selgratt
helffeil jnbringen die zusagung ladet vnd gabend jm die eignossen vff dz wurden uil lag geleistelt
vnd zuleslen jn der gültkeil erfunden dz der herlzog karius jetlichem ort für sin ansprach gab
xxxm gl. wie den dz der uerlrag zu bern eigenlich mit uil mer worden wist vnd jnhalt vnd den uon
urv schwitz vnderwaldcn vnd andren eignossen so jn dz feld zogen warrend » lusend gl. ein teil bar
den andren teil vff marlline nächst künftig an jren costen vnd wurffend bem vnd friburg jrren teil so
jn der obgemell her! zog karius schuldig wz jn dz wz j c lusend vnd xx m guldin vnd namend bede
ortl darfür ix" gl. damit jedem orlt ouch nun m" gl. ward, disscr uerlrag beschach zu bern uff
zinslag uor corprj cristy jm obgemeltcn jar vnd gab man dem von furnow für sin ansprach dz jnn
benügt wie obstat! , vnd ward den sanlbollen von eignossen jr müg vnd arbeil ouch nnt uergesen
hesunder woll belonl goll helf vnss allen.
Pag. 475.) Als dz gantz meilland mit stet! landen slösschren vnd lütten ward von
eignossen jngenommen cet. dem küng ludwig von franckrich.
Anno domy 1512 am sachten lag meyen da zugend geniein eignosen vss wider den küng ludwig
von franckrich mit grusem volck. vnd wz mir herren von Zürich höplman jacob slapfer der halt ij"
man vssgezogner vnd wol ij" man friger knächten. vnd mit hilff vnd Instand dess römschen küngs
oui'b der vinediger reisigen züg der bin vjm pferden gescbelz ward vnd ein mercklich geschutz bin
jnnen ouch haltend, da zog man den nächsten durch die elz gan dietrich bern da kamend die vin-
ediger zun eignossen vnd demnach durch alle bassen . vnd nam man dz gantz land meilland jn jtem
die boplslat meilland baflig cremuna Inden asl mit siner hcrschafl kum die stat lowres vnd lugarus
vnd »7 zum herzoglhum diennet dz ward als jngnomen vnd erobrel vnd wurden! da alle francosen
vss dem land uertrihen vssgenomen die francosen so jm castel oder schloss zu meilland zu kommen
zu lowis zu lugarus vnd zu klaftis vnd andren bergschlossen lagend die wurdend demnach ouch ge-
wunen vnd da ward uil frigbeil den eignosen geben dess ersten dz sy sollen sin beschirmer der
heilligcn cristen kilchen vnd dess sluls rum zum andren dess zu gewarrer zügnis so gab man jn ein
hull mit dem heiligen geist wolgezierl mit berlincn. vnd darzu ein schwerl mit gold vnd ander ziert zu
einner gezugni» der obgemeltcn ding vnd wilter dz min herren jn jrrem panner «ölten am eg bin der
slangen binfur sollen fürren die heilligcn drievaltigkeyt mit der hckrünuug der wirdigen mutler gotz
dessgelicben wurden! ander ortt ouch begäbet jellicbes nach sim geuallen vnd diss beschach vnder
bapsl julius dem andren »ins namens cet. jm obgemeltcn jar der hui vnd schwerlt ligend zürico.
;Pag. 476. ; Vnd da also dz herzogthuom meilland dem küng von franckrich ward jngennmen.
da giengent allerleig reden vss. wie sich der küng von franckrich wider rüste mit einnen grossen züog
nber den monttyniss jn meilland zu Valien vnd dz widervmm jnzunämen. vnd vff dz da bcgerl der
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2*9
bertzog macimia, der daruor vnnlang von roinen hcrren den eignosen wz jngesetz nach lot vnd sag
der capillen so sio rürschlich gnad vnd die eigoose'n mit einandren bettend ein zal knechten vmm sold
dess sich gemein eignosen vereintlend jm die zall nach sinem willen zu schicken der warend.
Als man die zwey huffen einandren nachschickt merck hienach.
Vnd also vIT den iierden lag meyen ano domi 1513 jar zugen us» min heren mit m. man vnd
wz canral engelhart jr höptman der für nun hin vnd bar jetz hie dan dort darmit er die knäebt ent-
halten möchl mit den ringst tu costen dan c«s vasl tür wz vod besunder wu man Stil ligen must vnd
zu teste kam er gan oaweren da oueb dess kungss von franckrieb zUg nüt witt von jonen lag vnd
enlbieltend sich da bis »ff den säebsten tag brächet vnd kond niemen erfarren weder min berren von
Zürich noch andre unserre eignosxen wie es vm die vnsren stünde wo) oder übel oder wu sy jm
land warrend den uor den banditten vnd francosen die noch allentbalb jn schlössen legend torfle
niemen wandten vnd bat man kein gewüsse hottscbaA zu jnnen noch sj zu vnss.
(Pag. 477. J Anno donny 1513 jar vfl* den zwentzgislen tag ougsten zugend gemein eignosseu vss
mit m" vssgenoniroer vnd friger knächlen jn houebbrugund gan dissyon vnd da vm aber wider küng
ludwig von franckrich vnd zugend min berren vss mit üj"' ussgezogner mannen vnd wz der friger
oueb wol alss vill, alss vnser eignosen von bassel sy sebatztend ob den v m man alss min berren da jn
zugend vnd ward uff dz mal ein frid gemacht vnd etliche berren gan zurieb gefurt zu gisset biss
soroticher frid bass bestall wurde nämlich der herr von maser vnd ellich mächtiger lantzberrcn vnd
burgren von lissian die tagend wol jar vnd tag uff der brug zum rotten Schwert alss gefangen lütt
vnd gienge jnnen übel, vud giengenl allerlcig wilder reden vnd meren vmb, derro uil nüt balb war
warrend cel. vnd wurdent ouch uil tagen geleistet Zürich vnd an andren enden von bipstlicber heilly-
keit legatlen dem bischoff von färelan von dess keisser von küng von Spanien vnd küng von engeo-
land vnd den vinedier die alle jr träffenliche hotten die ouch jar vnd lag vnd etlich länger zürich
tagend, dessgliche der galliac von mcilland vod andre lantzherren vss meilland mit jm cel
Item diss bestund nuo biss alss man zalt 1515 jar dz uil jn dingen gehandlet wart vom
keisser uom küug uon engenland vnd küng von hispania vud andren Fürsten vnd ouch von dem
bapsl julius, jn dem zill kam ein gross geschreig wie sich der küng von franckrich wider raste über
den mootlyniss zu züchen jn dz meiliand zu Valien vnd dz wider jn zu siunen handen zu nämmen.
(Pag. 478. Ilem dry züg wurdend uff einandren aber jn dz meilland geschickt der
erste zug.
Vod vff sömlich geschreig begertt der hertzog magsimial von meilland dz gemein eignossen jm
vff vj" knächl schicktend vud wurdent uil tagen darumm von eignosen gebept vnd vff dz ward man
)m zu willen vnd schicktend min herren von Zürich mj v c man derren boptman wz rudolff ran, vnd
zogen vss der stat zürieb mitt dem fenly vmm sold vff den viiij tag meyen im obgeroelten
1515 jar.
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- «60 —
Der ander zug der dem obgcmelten nachzöge.
Anno doony 1515 jar jm obgemelten jar vff donslag vor phngslen als« nietnen erkenoen noch
wusen mochl wu die vnsren jm land moilland lagent vnd wie ess vmtn s«y stund da wurden! gemein
eignosen aber zu ratl jnncn noch racr lülien nachzuschicken vff xij"' man ussgezogncr also zugend
min herren jrren hoptman cunral f »gelhart mil m. mannen den fordren nach vnd gicngeod allcrieig
seltzuer reden vm. wie sich des» franschosis züg uast stank le vnd den mcoteniss hett jngeBomeo vnd
über dz birg werre vnd die vnsren vmlcgl hette zwuschend zweigen wasaren darmil von jnnen oder zu
jnnen niemen kommen mochte vnd wz allerleig reden gut vnd bös.
Als der dritt züg den beden vorgemelten zügen ward nachgeschickt merck
hienach.
Fag. 479.j Anno domi 1515 jar sind aber gemein eigno»scn zu ratl worden den beden vordren
hoffen mer bilffe nachzuschicken darmil dem franlzzöschislen küng widerslaud best-bächen mochl.
also oammend min herren von Zürich uss ij' u mau und wurdent der friger knächlen ouch
wol uff iij" man derren hoptman wz marx roüsl dazumall vnsser burgermeistcr ziiricb der
zöge v*s vff samstag nach sant barlliyrocs dess heiligen zwolffbolten tag jm obgemelten jar
vnd käme mit sinnem zug nach langem oueb gan meilleo zu andren eignossen cet.
Vnd also da kämmend die dry huffen so gemein eignossen einandren nachgeschickt haltend zu meillau d
jn der statt nach langem zusammen, vnd läge der küng von franckrich der über den montleniss der
jm wol uorbebept werre, wu ess etlichen orlten leid gewessen billich sin soll dz nül wz, besonder mit
gölten ruweo als man sagt jn dz meilland licss züchen der läge nun mit grosser macht zu gellcrall
vnd da vm der begertt nun ein friden vnd gab geleit den eignossen die worden! zo jm gan gelleren
gefergel die bereitend ein friden ab, wie dan der jn gesebrift gesielt ward, vnd warde dm holten die
zum küng von franckrich geschickt wurden von eigoosen jr müg vnd arbeill wol gelonnet alss man
seilt, villich mer eim dan dem andren vnd uff dz da zugend die bernner solluoler friburger soi die
walliser mil einandren vss dem feld die haltend den friden angenommen vnd gefielle jnncn wol . wol
mil xv™ mannen.
(Pag. 480.) Vnd diss bestund nun bis« uff dess heilligen erülz abint zu herbst als die übrigen
örllcr noch bin einandern zu meilland jn der statt bin herlzigen warrend vnd ein lag vnd all tag mit
einandren rall hallen , vnd die übrigen orller bern aollenler friburger vnd die walliser von jnnen
zogen warrend wie forslat da kämmend lärman ein über den andren jn die ratl, wie die eignosseo vnd
die frantrosen cinandren bettend angriffen vnd wz ein wilds wessen jn rällen vnd allem volck jn der
slat zu meilland, einer der wolt den friden der zu galleran gemacht ward annamen der ander nüt,
der dritte wolt fachten vnd vss der statt meilland züchen der ander nütz vnd wass ein widerwerltigs
ting. dz sich der sach niemen berichten kond vnd giengeul allerleig vil sällzner reden vss wie ein
kofier frid werre. so rette dan uil lütten dz ess ein erkoufle schlacbl werre vnd bette der kardenall
von walliss die gestift dz mag nun sin oder null.
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2&1
Von der schlach uor mcilland zu merian.
Vnd also uff des» heftigen crulz abinl jm obgemellen jar der wz nuo uff ein doostag vnd dz
gesdbreig jn rillen vnd jn der ganlzen stall so gross wass wie die find vnd früad eioandren bellend
angriffen da wüste jederman zu meiden jn rälten vnd jn der slal uff vnd zugend den frunden zu
hiliT wider den kung uon franckrich gantz an alle Ordnung, vnd gäbe gott der her doch den eignossen
dz glücke dz sy den küng von franckrich uss sim läger scfalugend vod jm ein grosae zall siner
hüchscn abgewunnend vnd jm vil volckes erschiugend vnd wu die eignossen lengren lag gehepl
bettend so werre der küng gar jn die flucht geschlagen dan der angriff nach mittag jn der Herden
stund beschacb vnd treib sv die nachit) ab.
^Pag. 481.; Vnd darmil ich nun dis* buch ein eod mach vnd vnss der kung von franckrich zu
frund wurde vnd dz beste that, daruon uü zu schriben werre dz die warbeil nul mer jederman gern
börtt zu sagen da ward ein friden gemacht vnd v Dg rieht zu genf in sofuy vnd ward der küng ein
lieplich vnd gut t er fründ doch auch eim mer dm dem andren, vnd gab den eignossen vij mal hunder
lussend guldin an jrren coslen zu zill vnd lagen wie dan der berichl versigiel jnnhalt vnd für louwers.
lugarus, claffen. gellag vnd andere schloss vnd lanschaften drümalleu buuderlusend gülden ob die
eignossen die jm wider zum herlziglhum meillaod lassen weitend , dz slal bin zun eignossen wz jn
gefall, vnn ward disser frid bescblosen zwusebend dem küng francis von franckrich vnd den eignossen
ab man zall tu send fünff hunder vod skehzechenden jar vff sanl andress abinl vnd jn demselben jar
ward alss ein gutter süsser win alss kein mensch uor je gedacht, »•> werre dess kung win uor dem
zürichkrieg oder uon heissen sanier vnd ouch uom bruderwin dz nun alss fürpiindig gut win warrend
vnd überfror ouch der züriebse jm 1517 jar darnach amen.
Oeo gracius *'.
Alss man zall m.v xvij jar da hub sich an der lullcrsch glob mit anbatlung der lieben helgen
oueb der junffrewen maria der lieben helgen mutier goU mit anruffen, vnd ueraebtuug der helgen
mäss ouch singen vnd lässen der siben zill jbus crislus dz als nütz alle» nicht * sin soll.
Item dessglicben dz beillig wirdig sacrimenl hin vnd ablan.
In denselben jaren vnd nämlich jm xxiiij jar die messen ouch wie obslall rei. vnd besonder
Zürich vnd jn jr gebiolten vnd gerieb len.
fHier ilt dt« Nachricht von «Inn Kindern fierold Edlibacb« auf Pe*. *H< «. 483 befind! irh. welche leb in Bintanr
dieser l'.apie, ivebtl den andern Nachrichten, die Person de» Autor« betreffend, aufgenommen bebe
[Pag. 483. Ano domj 1527 jar vff den viiij tag dess monotz jenner («j vff raentag nach lücotaus
da ward dass gross büpscb vnd gutt werck die jn kurlzer zill gemacht wass die orgel mit uill registreu
zum grossen münsler wz, nämlich mit pfiffen, floütlen, russpfiffen. sumbren vnd den prosunnen vnd
fogclgeaang abgeschlissen vnd zurbrochen dz daruor mit grosem coslen gemacht wass, dessglicben ouch
die andren orglen zum froweomünsler jn der wasserkilchen brediger vnd augenstinren düstren ouch.
goll schicke et» zum besten. Amen.
•) liier hatte Edlibach die Absiebt, sein Werk iu «chliesseu. nach dem „Ooo junom »und noch: ich mag ouUil
mer »ehriben cet., Ist aber aueradirt. und an Schluss des Capilel». ?or Deo frac iu*. fügte er bei ■ noch mos» ieh mer schriben.
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(Pag. 484.) Vff zinslag nach sant andreslag w> der drill tag jenner ano domy 1521 jar da
erkantlen sich burgcrmeisler vnd räll mit sampl den grossen ratl den man nämpt die xweighunderi
der statt Zürich dz burgrächl mil der stal costenlz bargermeister vnd räll zu hallen vnd ward be-
siossen »ff mentag nach santt thomenslag am 23 tag des manotz jenner got wallz zum besten vnd
wen ein stat zu costentz nol anstoslz so sönd min herren jn slalz costend legen iij e man jn der slat
Zürich coslen, vnd bedörffend die von costentz mer lütlcn über die iij* man so söllind die von coslenlz
mit denselben halben coslen haben cel. vnd wert diss hurgraebt nach dalum wie obstat x jar. wie
dan die brieff mil mer worllen jnballend («püier he(ge»«ixt :) vnd demnach kam bern solloler vnd andre
örtter onch darjnn.
Ano domy 1528 jar vff den andren lag dess nüwen jar da ward der zwingly der zitt hrcdikaitt
von minen herren von zürich vss jr stal mit iij* gewapnoller manen mit jrren waffen vnd geweren
beleillet biss gan lentzburg jnn bernner biett vff die tispentatz die fing an vff zinstag nach der beigen
dry küngen tag jm obgemelten jar vnd coslnt dz glettt mit allen dingen ein slatt zürich bin
iiij< gnlden.
Ano domi 1528 jar vff sant jacobslag der wz uff ein samslag da erkanttend sieb zum andren-
inal klein vnd gross rat zürich dz man die kilchen vnd tarn zn sant Steffen die oueb die eltste lüt-
kilcb jn Zürich uor zillen wz, schlissen soll vnd ouch alle andre Capellen vnd kilchtürnly vnd heim-
hüsly darjnn dan kein zillglogen hiengend , hin vnd weg ihnn, vnd ligend ouch zu sanl Steffen bin
lxx erlicher mannen jm selben kilchhoff begraben die zu lädwil jn einer statz zürich nüll (ooth«)
vmkamen vnd begraben sind.
Zum ersten ward abgeslisen der heim uff der waserkileben uff den 23 tag erst berpstmant wz
uff ein mitwuchen nach mattey jm 1528 jar.
Hier ial «in« Ralbiorkantni»» , voo »öderer Hand geicbriebea, eingeschaltet , auf welche Kdlibach am Rnde die
Nachricht von der Wiederherstellung »einer blinden Fran aufgezeichnet bat: nacb dieser folgt ein änderet Mandat, die
Ablösung der Zinse betreffend, nnd auf der Rückseite desselben die letale Nachricht von Edlibach» Hand, welche nun
folgt. Die beiden Brkanntnisie »ind am Schlut» beigefügt, die Nachricht von der Augenkrankheit der Frau de» Autor»
aber, Eingang» die»er Copie, wo die Familien-Nachrichten xu»ammenge»lelll »ind.
{Pag. 488.) Anno doni 1530 jar uf Iritag nach sanl marx tag da galt j ml. kn. vj ö> 1 II. baber
viij ss. ein eimer win vj U zürich vnd wz alle ding tür anne hüpstii frowen vnd vntrüw cet vnd
werttc dürry lang biss nach der ernn. (Hier i»t von Sohne» Hand beigefügt:: vnd jn dyssem jar starb er
gerold edlibach vff den xxvüj augslen ano 30.
Anno dommy m.v*xxxvj jar vff der leisten donstag jm roertzen Heng man an den sillwald vnder
dem nidren silhüsly abhoweu dz han ich banss edlibach selb gsen vnd kunt man zu hundert jaren
vss oder nach eer.
Die oben bemerkten 2 Rathserkantnussen.
(Pag. 485.) Vnnscr herrenn burgermeister vnd ral der slat zürich babennd sich erkennt all» bissbar
das geböum die bennderstöck vnnd ouch die grünheg den lulenn an jrenn räben grossenn schadenn vnnd
gebräslcnn bracht bannd allso wo nussböum kriessböum vnnd eiebenn vnnder viertzig sebu wit nach
by denn räbenn sUnnd das die vnuerzogennlicb abgebowenn, vnd dannen getban werdenn söllennl vnnd
alle berennd böum vnnd aunder böum bennderstöck vnnd grünbeg dauon klegt kompt, doch ob zu
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— 253
soilicbenn böumen die jnn der wile wie gemell isl, by den rabenn werint einer vnnderstünde die
rabenn zd den böumen zu ziecbenn. vnnd zu pflannlzen, das dann die dero die böum sind nil schuldig
sin, dieselbenn dannen ze ibund vnnd abzehowen, sonnder söllinl die vngeenndert hesUn vnnd blibenn,
vnnd ouch ob nussböum kries»boura vnnd eiebenn, die viertzig sebueb wil oder witer von den gitteren
stannd, vnnd die dero die rabenn werind meintind das sy jnen sebadenn da telind, das söllirh so das
ineinlennd die so släg vnnd wäg ge&chworenn bannd vsszugannd , vnd an dem ennd da der sloss isl
sesshaffl sind, beruffenn denen jr sachenn fürieggenn , vnnd dieselbenn geschwornen denn vnuerzogen-
licb vff die slössc kerenn vnnd die besächenn, vnnd sich vff jr eide erkennen sollcnnd ob sollich böum
bennderstöck oder heg den rabenn schadenn Ihügennd oder nil, vnnd was sy sich vff den eid erken-
nenl das den rabenn sebadenn ibügc, das beissen furderlirhenn dannen thnn, vnnd was sy allso besä-
cbennt vnd dannen llmn beissrnnd dem sol dann geslrax naebganngen vnnd das dannen gclhan werdenn.
vnnd wenn die geschwornen die »lösse besuchenn vnnd das fürnämen wöllcnnd das denn weder der
cleger noch sin Widersacher daby nil sollend wesenn vnnd ob sach wer das jeman dem so sich dfes
geschworen erkanntind nil nachgan wellt, von wellichem das vnnsern berrenn obgenant zu klag
kumpl die wellcnnd sy daromb slralTcno je nach gestallt vnnd gelägennheil der Sach.
Wie ouch vormaln gcbotlenn ist die grabeon vff zuthunde allso gebielcnnl vnnser berrenn obge-
naot aber das menklich die [Pag. 486.) vffthüge hie zwüschennd vnnd ostern nechst künfflig, vnnd
wer das zu dem zyl nil tele, von dem oder denen wellend vnnser berrenn ein hajb mareb silbers on
gnad zu buss nämen vnnd sol jedennan den anndern barumb leidenn by den eideno so jr vnnsern
berrenn geschworenn bannd. vnnd wer den anndern nil leidetc vnnd sich das erfunde den wetlennd
vnnser berrenn hertenncklich darumb straffen«.
(Pag. 487.) Zins abzulössenn so den geisllichenn gegeben werdenn.
Item was vnnd wcllichcrley zins den geistlichen an pfründen an jarzil, vigilian, bruderscbaflen,
oder an büw durch gottes willenn geben vnnd von den geisllichenn nil vmb jr bar gelt crkonffl, ist
das die jnn dero bannd vnd gwall die vnnderpfannd je slannd, söllich gabenn lössen mügent, als bar-
uacb statt, doch darjnn vssgclassen recht erbzinss, oueb die füllen vnd die guter darvff die pfründen
gewidmet sind.
Item j müt kernen gcltz mit xxv lib.
Item j eimer win gellz mit xxv lib.
Item j gülden gcltz mit xx gülden.
Item j lib geltz mit xx lib.
was aber zu speonden armen lüten gesetzt isl. soll man nil schuldig sin zu lösenn ze geben. Actum
mentags vor sannt bartbolomeustag apple anno i.xxx~ : .
Vff zinstag nach sannt gallen tag des obgeschribnen jars , isl von burgermeistern vnd beiden
reten vnnd zunfftmeistern erkennt, wer der obgeschribnen gült a blossen welle, das der söllich»
iPag. 488.) ibun solle mit houplgut vnnd vollem zins der vff sannt martistag der darnach kombt
vallen möcht, er lüge joeb die lössung zu wellicher zit jn dem jar er welle.
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Ich Inge hier oock diejenige Nachricht bei, die Edlibaeh auf der Roekuile de» ersten BUtu aatuer Chronik hin-
■cbrieb. die eher, da »ein Werk erst mit dem Zürichkrieg anfängt , nod bei ihrer Kuno, alt eine blosse Salix an
loiehen iat.
Item der erste pundbricff ward gemacht zwüschend der statt Zürich vnd den fier waltslellcu
nämlich lutzern vry schwitz vnd vndcrwalden , vnder rudolf brunen dem ersleo burgcrmcisler Zürich
jin m.cccL jar, vff sant walburgeu lag, vnd gat vor allen andren pünden so bern zug vnd glariss mit
den fier waNlclcn band ein jar dieselben pünd sind gemacht darnach jm jar als man /alt rn.crr i.ij
jar nach der »tat zürirh bund mit den fier wallslclten wie ubstall.
Am Ende der Leinde de« heiligen Georgs, welche Gerold Edlibach 147* abschrieb uud mit Malereien von »einer
Uand vertierte, wie di«e» am Schlus* der Geschichte bemerkt Ist* . fügte er ein Brochstück einer Erzählung de»
WaliltnannUchen Auflauf* bei. welche hier in getreuer Copie folgt, ao wfe einige andre -Nachrichten, die er derselben
»pater beifdgte. oder im Anfang und am Kode dieae» Codei» hinschrieb, der neben benannter Legeade, noch die Ab-
schrift einer allen Züricher Uirooik enthalt.
Der Code* ist in Quart geschrieben und wird auf der Bbrgcrbibliolbek in Zürich (Mspt. B VV |U - aufbewahrt;
leider: fehlt da» erste Blatt der erwähnten Erzählung, die dann auf der dritten Seile so fortfahrt oder anhebt:
Im obgemeltcn jar vff die aschigen miltwuchen kämmend die vom zurichte zu ganlzem barnisch
mit iij oder inj lusend mannen für die stat Zürich als klein vnd gros» rätt bin einandren sassend vnd
kamend der eignossen botten von allen ortten ouch gao Zürich vnd sust Gl erberer lütten vnd meint
mencklieben die sacken werinl griebt vud zugend am viiij tag wider heim. Item es ist zu wussen
dz- die usslül vor der stat für Zürich zugend dz sy meinlcnd zu bitten jnnen cüich holt so
jonen uJTgeselz warend abzulassen, aber als man meint so wurden von uil lütten vss der
xtatl ulTgewisl dz sy ander artickel ouch aonamcnl vnd grosser vnwill von tag zu tag zwüsebend den
rällcn vnd jnnen vor der statt ufferstünd ab man dan dz wol jn andern kronegeo als mir nül zwifTlot
luttcr versebriben vint dz ich doch hie nül melden will, dan ich nun die alten rätt vnd Zunftmeister
demnach den harnin ratt vnd zulelist den ganU nüwen rätt der nach sant urbens tag jm meyen
erweit ward vffzeichnet bab.
Im obgcmelten jar uff den ersten lag aberellen beschach der gross uflloulT von etlichen
von der gemeind für dz rätbuss, vnd ward da der burgermeister her hanss waldmau rittcr
meister ochen m. widmer obrislen meisler johans bieger heinrieb göU ludwig amme stat-
schriber erbart eilend knecht uff dem rätbuss gefangen vnd jn turn gefürt vnd gab man allen
zunflen für wie her hanss waldman die stat Zürich dem römischen kung weit jngen vnd uerrätten
vod wie sy hinder jm fanden hellend ein zedel darjnne slündent bin «achtzig man oder mer denoen
er wolt die köpff lassen abschrieben zu dem werend die fttrboro uerscblageu vod anderer reden uil.
derren keioe sich mit worheil nül erfand vnd also ward diser nachgesebriben rall uff den obgcmelten
tag abgeselz vnd Verstössen.
Hienach stand die allen rätzherren vnd Zunftmeister die enselzet vnd abgeslossen wurden!.
- VA* samstag Tor sant Jorge« Ug als man talt 147* ban ich gerold edlibacb diss ussgeschriben »im gemailet
mit mjn eigner band
«55 - —
Her hart» waldman ritlcr burgermeister ward enlhoptet, her heinrich röosl alt burgermeister,
lieinricb göldly rilter, cünral scbwend ritler. heinrieb äseber riller, Mix swartzmurer rilier. hartraan
rordoriT rilter. bans» roeyer von knonow, gerold sin son der wx des richea nogt. hanss meist der
jung, wingand zoller, petler effinner scckelmeisler, harus örry starb im vfflöff, hanss reyg der alt wz
krank vnd starb, folix keller der all ward wider dess kleinen rat* 1493, felix keller der jung ward
Zunftmeister zur meissen, bans äscher vff dem bach wz kranck vnn starb, hanss engelhart ward wider
dess ratz . felix brenwald wz uff die zil uogl zu kiburg ward burgermeister, fridly bluntzly ward
wider des ratz, vlricb hultzbalm wz all vnd starb, rudj lochman ward wider dess raU, lienhart
slemmelly ward wider dess ratz, heiurieb werdmiiller wz uogl zu meillen ward wider dess ratz, do-
minicus frowenfeld wz uogl jm nüwen ampt ward wider dess ratz, gerold edlibacb seckelmeister
ward wider zu ralzher erwclt uff samstag nach saot lucie jm nxxxij jar.
Die Zunftmeister, meisler lomme schwartzmurer sillwaldmeisler, meister lommen schoübly.
Zur meissen, meister heinrich slapffer wz nogt zu häng, meister uorich grebel ward wider
erweit zu meisler jm 92 jar.
Zum guldinen hörn die SChmid, meister bans roikchly obrester meister uogt zu borgen,
meister volrich schmid ward wider des ratz.
Zum wider die raetzger , meister lienbart öcben obrist meister ward entboplet. meisler bans
Steinbrüche! ward wider dess ratz.
Zum rotten adler binder , meisler bans binder der jung ward wider dess ratz, meisler rudolf
schwitzer ward wider erwcll jm Gerten jar nach dem ufflöff.
Zum wegen pDSter, meister heinrich hab ward wider an sin stal erwell jm lxxxx jar zu
Zunftmeister, meister bans von will wz fast alt vnn starb.
Zum rotten löwen die gerwer, meister beiorieb albrechl kam zu allco eres vnd starb jm
Lxxxxij jar, meister heinrich sigrisl ward wider erwclt von sinnen meislron an sin statt jm Lxxxxj.
Zum silberschmid Schumacher, meister heinrich wiss saitzmeister ward wider dess rälz,
meister jakob konpff ward wider erwell uff saot jobans tag baptisle jm Lxxxxij jar an sin statt
Alt schnegen schnider, meister bans binlzmcycr ward wider Zunftmeister anno dooni 1493,
meister uorich sludcr ward dess grossen ratz.
Schifilüt vnd fischer, meister uorich rigler, meisler heinrich schurler genaot göü, wurden bed
entböptet.
Kembel grämpler, meister uorich widmer ward enthöplel, meister jacob begoower ward
wider an sin stat zu Zunftmeister erwell jm Lxxxxij jar.
Waag weber, meisler jobans bieger meister rudolf ryss wurdend bed uerurteilt dz man sy
soll jnmuren dz sy weder sunnen nach man mer sacken sollend vnd von allem jrem gut syn den-
nen ward wider gnad ihan dass man sy ledig Hess und zu allen exen brachen als ander biderh IUI und
diss besebaeb jm summer anno dommi m.ccccxxxxxij jar. Heister haus bieger kam wider jn grossen
räll vff sant luden abinl ano dorn. m.ccccLxxxxiij vod jm xv c jar dess kleinen ratz (das Leutara, Ble-
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lern betreffende, tat, lowte hie und de auch bei andern .Namen apätere Bre^oUie, von Edlibach loch «paler hiniufe-
•cbriben wordene Hein es ist zu wüsseu dz disse obgemelten rälzberren welle nul jm strodel geriebt
wurdent ald sust uoo (odes wegen abstarben alle wider jn die burger vnd kleinen ratl genommen
wurden, wann jr vnschnld fand sich laglichen, vnd dz man vil nides vnd bass bracht halt, mit uil
grossen lügen vnd vnwarbeillen dz demnach alles an tag kam vnd wenig glückt dieselben angienge.
Hienach «tat nun geschriben der hürnin rät! wer sy all gewesen sind die uff den ersten tag
abercllcn von allen zünften erweltt wurdend. nach ansechung vnd Ordnung von der gemeind jn der
wasserkileben.
Von der konstälTel, lasras göldly hoptman, rudolff Äscher, felix sebwend hoplman uor dem
Wellenberg, casper murer von bassel, studer schwend pannerher.
Zum saffren krämer, niclaus metzger, michcl sclzstab bat mit nicklaus hassen die lurnschlussel
zun gelaugnen, alisander melzer, klauss teschenmacher, adem ruch, pcller ronber, hans tünger.
Zur meissen winlül, hans sulter genannt büllmacher, lud» ig Steinbock ammen jm einsidler
boff, lieinrich sebmid an kilebgassen, petter büchenegger. donni fosler wirll zum storcken.
Zum guldinen horn schmid , boioj zeinner scblosser, cuooral scbinid uff dorff genannt steiner,
hans dorn messerschmid, pälle uogt von ulm stberer.
Zum wegen pfister, rudolf gomman päster, klaus schiig muller. erfaart meyer, beinj widerker.
Zum wider metzger, rudolf jäckly, hanss reiffly, lienharl brunner, bernbarl eslinger, meister
nicklaus müneb ward demnach korher zum grossen münster hie Zürich.
Zum rotten löwen gerb wer , beinj herlly , hans obrist , rudolff kienast , heini werder.
Silberschmid schuomachcr, cuonrat bachoffen, hanss schüchtzer, felix winganl, jacob blunlzly
Schumacher.
Zum rotten adler binder vnd zimberlüt, heosly siber weber, hanss sprüngiy, simmon
ziegler. hanss fclder.
Schifllüt vnd ÜSCher, hanss wasser. petter wolff. hans hüber grichtweibol . rüdolf fryg, cün-
ral meyer bollierer.
AU sebnegen schnider , hanss äseber baslhart , josl ackly, hensly hüweiman, Steffen erlisholtz.
Zum kembel grempler, beinj büller anckeufürer uerwass den obersten kneebt uff dem
hus, frilzy brül saltzknecht. hanss studer babermelier Wachtmeister, jung hanss hegnower.
Zur wag weber, hanss grim brockeratur, banss dinguower. arnnold koch, rudolff meyer uon
Mauden.
Sum der obgeschribnen psonnen des hürnngen ratz sind Li man.
Hern oueb kam jn dissen ratl die sich selbs erwallend vnd nüt uon konstaffel noch zünften
erweit wordrnt.
Hanss roeiss der jung, lux zeinner maier. kläwy hass wirt zur sunnen hat die thurnschlüssel zu.
den gefangnen mit michel setzslab.
Iiem es wurdend ouch von den alten rätten beruft in den hürninen ratl zu gan eltliche vom
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rüden vnder denen her kann Waldmin sedig vil figinden hat die jo heimlichen hassenden! vnd meint
vil lütten wü der hürnin ratt etliche düser naebgesebribnen psouen nüt zu jnen beruft bettend so
were als streng vnd herl nie gericht worden.
Her heinrich göldlj ritler, her heinrich äscher ritler, her cünrad schwend ritter, her bartman
rordorff ritter, bans meyer von knonow, gerold meyer sin tun wz des riebs aogt.
Darnach ward geralschlagel von cignossen mit dem hürnen rät dz gut werre dz man den allen
burgermeister her heinrich röuslen oueb jn rätl näm won der vil vmm der atatt sacben wüste, also
nam man jn vnd man röusten sin sun oueb jn rätt, wiewol sy lieber rüwig geweasen werend, won
sy bed grossen missuallcn an dissen sacben hatten!.
Vnd also ist nun der hürnn ratt uffgezeichnet wer sy all gewesen sind, vnd wz sy gericht vnd
gesetz habind zimpt mir nütz daruon zeschriben den mir nüt zwiflet der merteit lütten hab die uer-
nunft wol ze betrachten ob es vusser lob ere vnd nutz atd vnsser seband sebmaeb lasier vnd vner
gewesen sye i.
Item der rätl des bürnnigen ist gewesen txxj mann aller sament.
Hieaach slat nun geschriben der für nüw ratt vnd Zunftmeister die jtn obgemellen jar jm roeven
erwcll wurdenl.
Von der constafel zum rüden, her cunral schwend burgermeister. her heinrich äscher rit-
ter. her heinrich goldly ritter, her fei« swarzniurer ritler. her harllman rordorff riller, bans meyer
von knonow. bans* meiss der jung, gerold meyer von knonow. rüdolf escher, laserus göldlv hopt-
man, fenx schwend jn niderdorff hoplman vor den Wellenberg, polier efßoger seckelmeister.
Safren , felis brenwald ward bargcrmetsler uff aamstag vor vnser froweo tag der oerkündong
vor wienacht jm 1489 jar.
Meissen, bans keller. hanss suler genant hülmacber.
Schmid , rudolff lügst Schlosser.
Melzer, nicklaus münch.
Zimberlüt, hanss bosbarl binder.
Pfister, jacob al>erly pßster.
Gerwer, rüdy lochmann gerwer.
Schumacher, lang mantz ja uiderdorff.
Schnider, joss scbtanolt tochseberer.
Schifflüt, bans fryg fischer.
Grempler, heinrich hedinner.
Wäber, mattis wiss.
Zunftmeister Safran, ro. bans luoger, m. bans heidenrich.
Meisen, m. felix keller der jung. m. felix sebmid.
Horn SChmid, m. heinrich znnner. m. beiorieb wiockler.
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Metzer, m rudolff jackly. m. {h»n» riom.
Zimberliit, in. rüdolff künU, m. heinrj fryg.
Pfister, ra. bans wellicb, ro. rüdolff wcbcr.
Gerwcr, m. beinj werder. m. hcinj kamly.
Schuomacber, m. cuonral bacboffon. m. bans von cgerv
Schnider, tu. zicglcr, m. heinrich utlinner.
ScIlifTlÜt, m. hanss wasscr. ro. pellcr wolff.
Kembel, m. heinrieb bullcr. m. cunrat ably.
Weber, m. rndolff mejer, ro. cuonrall cunsser.
Vnd also sind nun versrbriben wer Tor dem uffluuff. vnd demnach jm ufflouff, vnd zu hinderst
als dz nüw rcycmenl gesctz vnd angenommen wart, zu burgcrmeister zu riitzherren ?nd zonftmei-
strcn crwelt wurden, docb wiewol her heinrich roust uff die zitt dess malss nül jn rat noch burger
erweit ward, so ward er vff millvaslen jm i.xxxxij zu burgermeistcr erweit, jn burgren an felix
brenwald seligen statt, denn er jn der obgemellco uaslen starb.
Anno 1474 lercia feria post palmarum per tunc vice erat 27 die martj illustrfssimus princcps
sigmundus arcbidux austrie cet. confcnil jn constancia cum confederalis et facil perpcluum pactum
cum cys et erat ab omnibus honoriiicc tractalus et tunc recessit et veniebal per festum spasle jn
loco hcrmitarum iby erat honorificc cum omnibus reü'quys nec non processione veneranda accepta-
lus et propinabuntur sibi omnes cxspence ex parte Swilorum et exspence erant 82 florenj et illis
cuucla accepit princeps gratanter et relulil eis gratiarum anatus (?) de omnibus bonis per cristum
per me crist woibel civis thuric.
Edlib.rh »ctaelnl diese Nichrubt *u> einem liteinitcbeo Brief ropirl in beben. Die Uebenettuii« rol(t:j
Am zinstag nach dem heiligen balmtag wz der 26 tag mertzcn anno 1474 ju der statt zu costeotz
do ward bertzog Sigmund von östcrrich cet mit gemeinen eidgnosscn mit cid ewiger richtung beriebt
demnach an bochen donstag reit sin F. G. (tumiich <Ja»d gen Zürich vnd am heiligen karfritag für ■
er den zürichse binuff gen cisidlen da sin F. G. mit der process vnd allem heltum gar loblichen
empfangen vnd von den von swilz alle zerung geschenkt ward gehurt sich 82 riniscb guldin.
Am suntag wz sant galten lag anno 1485 do ritt zu walenslal durch ludwig seiler scbulths hein-
rich verr heinrich baldermeyer banns sunenberg vnd bans trüber des rattes zu lulzern vnd wollen gen
werdenberg der graffschafft lütt jn eid nemen die sy von graff bansen von masox vmb xvj thusenl
riniscb guldin gekoufft hallen.
Am mcolag zinstag milwuch donstag fritag vnd samstag nach aller heiligen tag 1485 ward zu
costenlz jn der statt durch min herren von oslerrich vnd ander Fürsten vnd slett hotten die sach
zwuschenl den von lindow, dem molteli vnd von vnderwalden zu recht gerichi.
Am tinstag nach viocula peltri anno x 1485 do kam Leiser tridrien von oslerrich gen lindow jn-
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geriltnn vnd mit jm hertzog jörg von peyern mit ij c pferlcu vod graff eberharl tob wirtenberg mit
hundert pferlen vnd darnach am fritag forenl sy gen costentz, vnd vff dieselben zitl do hall jacob
motlely ein rieb burger zu liodow jn ein sworn do der vernam das der keiser gen iindow
kam gieng er in die friheit der von dem keiser daruss genomen vnd jn ein thurn geleit von lorlicher
ansprach wegen. Darnach am ineolag da reitt her jorg von bappenhein des keisers marcbscbalk zu
costentz vss der statt vnd wolt in die richenow do ward er nit Ter von costentz von dem jungen
herrn von sax vnd dem jungen bans von landenberg gefangen vnd vff clingenberg gelurl die warenl
roolelis frind.
Am fritag nach sanl margretben tag 83 da kaufft einer von vre zürich jn der statt am morgen
l mül kernen vmb Hinflug guldin als dann boy zwey jaren der gemein louff wz je ein mütt vmb
zwey pfund xv ss. vnd lang nil vil nocher aber am abend vmb vesper kaufft er noch xxx muH jeden
miitt vmb j 8 t ss. vnd bette einer hundert mult wollen er helle sin genug funden abo wolfeil
ward es desselben jares. Vnd desselben lag gab man Zürich jn der statt ein kopff des besten zürieb
win vmb vj ss. vnd ein kopff win vmb xij d. vnd wz der gut win nit me denn zwey jar elter denn
der ander win. vnd wz alles zürieb win.
An Ende) Am fritag nach saot gloris tag 1484 galt Zürich der best kernen j n v «». ein muH
rocken vj ss. vnd 1 fl. haber ij ss. vnd wz gulz gnug da.
Vff menlag vor vineula pelri anno i. lxxx primo do kam ein so grosser wind dz der Zürich
vff dem hofe die grosen linden mit den wurtzen vnd slamen gar nidergeweyel vnd die andren linden
oeb übel geschannt batt.
In anno m.cccc.Lxxxj vff suntag was sant malheus lag aps. do warend Zürich vff der brugk
noch riffi kriesy vnd zürichtruben by einandern veil denn es wz desselben jars gar ein spatl iar vnd
desselben merktz galt ein müt kernen 1 gl. vnd viij ss. hlr. vnd ein mütl rogken gall xxxv ss.
t derlei birs xviij ss. ein Hertel erwiss xiiij ss.
Vff fritag vor sant dyonisyentag 81 do warend zurieb vff der brugk kriessy vnd pfersich veil.
Vff donstag nach sanl gallenlag 81 warend zu sant gallen jn der stall recht riffi kriessi veil.
Auf den ertleu «uf dem Deckel de« Bucbo» aufgeklebten Blau sind die sieben l'.hnrrorslen aufgezeichnet, mit der
Bemerkung, da»* diese einen römischen Kaiser und König tu erwählen haben, wenn der Fall eintrete: dann i>t die la-
teinische Sacbriel.t von Erzherzog Sigmund« Ankunft zu Conslaolz angefangen, die spater ganz eingerockt nnd oben
pag. 248 enthalten iit. Auf dem ersten Blatt befindet sich die Copie eines Schreibens Erzherzog Sigmunds - ob an
Zürieb oder die Kidgoossen ist nicht mehr sichtbar, da dieses Blatt defeel ist - worin er den Tod seiner Gemahlin
anzeigt. Dieses folgt hier auch in Copie.
Sigmund von golles gnaden ertzhertzog zu österrieb cet.
Ersamen wisen besundren lieben vnd gelrüwen wir fügen ücb mit betruplniss zu wissen das am
menlag nächst vergangen jn der nunden stund ze nacht willeod die hochgeboreo fürslin vnser berUe
lieb gcmachel frow elinor geboren von schollen crlzbertzogin zu österrieb cet. cet. als ein christlichin
fürslin mit gutler vernonffl . . bewarung der heiligen sack ra in vs Schickung des almerhti
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von diser well geschehen ist vnd lag beschlossen hat gol( der '. . . sye ir »ele
harmberliig da vnerkennl nit wollten las od. rwifel jr haben l deshalb
ein Irurigs mitliden i n »pruck am zinstag nächst ...... tag anno tmxx.
den ersamen wisen
lieben vnd gelriiw
lo einer deatithcn Bibel io ero» Folio. Aneräurc 1177 (durch Günther Zeiner), «eiche Gerold Edlibach wgeboric •)
und die er. beionden den enten Theil, mit hauflren lahaltaanaeifoa der Capitet verüb, linde« eich vora in dem eraten
Rand Polcetvdea *on »einer Hand aufgezeichnet:
Ado domin. als man zall von der geburlt vnsers herren jbns cristus oi.cccc.tüij jar da worden
geboren disse naebgesebribne personen die alle lange zitt mit eioandroo gutt berrco vnn gesellen bin
jrem laben gewäsen sind vnd klein vnd gross rält mit allen ereo Zürich besas&on habend disse sind
alle jn dem obgemellen tiiij jar worden wie ha r nach gesebriben stal.
Marx röusl burgermeislcr starb am andren lag nach vilte vnd morieatj 1524 jar.
Gerold meyer des riclis vogt »Urb ano domi 1518 jar zu milteruasten.
Felix schmid burgeineisler starb uff vilte vnd modesly 1524 jar.
II ans sebwend her beinrich ritler selgen son starb jung ward nil alt
Vorich sebwend starb vff zinslag vor simmen vod jude tag im 1526 jar.
Hansa kellcr am ryndermarkl zum steinbockl starb vff den vij tag merUen 1526 jar.
Gerold edlibach (ton Sobnea Hand:; vnn ist min vatler gerold edlibacb gestorben im 1530 jar vtT
den acht vnd zwenlzigoslen lag ougslcn vnd min mutler die wz sin hussfrow starb vor jm ouch 30
jar vff den 25 tag hornung.
Her bans dotier vnder obren zünen starb jm jar als man zalt 1529 jar vff den »echten tag
winlermonal nach aller beigen lag.
Meister conral hoffman chorherr zum grossen munster zum bracken.
Her bans seberer frühmesser znm grossen mnnsler.
Meister I. einrieb scbmidly seiller jn niderdorff.
Item so sind dise nachgeschribnen psonnen junger vnd elter gewesen vnd nüt alle jn
dem obgcmelten jar geboren vnd min guten herren und gesellen sind gewesen.
Rudolff äseber burgcrmeisler starb vff sant thomas abent jm
Tommicus frowenfeld . ludwig Steinbock.
Voricb felis vod ber bans sins brüders.
. •) Hinten im xweilen Tbeil die»er Bibel »tehl: Anno «loioi ni.crce.itivlj jar do koofle jeh fjerold edlibach dz all
vod nnw tMUBent ram tij gl. an fällen •UacfccrilUren so je n rar ein rtaischea (nldin eet. r«d ws daran al amen
jn einjidler hoff. (Die Bibel Hebt tot der Sudlbibliolhek. Hep. BibL Nr. M. Ei befand ikh aater dieaer Note ein
«roaie« gut gemalte« Edlibach • Wappen, welrhei aber »eil kurzem [18151 wergekommeu tat).
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Jakob köpf vnd bans sins bruders.
M. bans widmer, jakob stuckj. ladwig Steinbock.
Lux zciner glaser. micbcl rät sidenslicker.
Erhard mejer im niderdorfl starb off der uogty ru gruningen.
Hans bältiioer min naclitbur.
Docter cuurat tarsl arcll zörirb.
Peller flUmer, bans »temely.
glaser. caonrat von wil.
Haus siber uor ränwegertor.
Barkbart schäman der korberren knächl.
Nickiaas uon kam vnn her cuntz mins nachburen.
Meister heinrich götz seiler.
Meister hanss wunderlich fiscbaerkouffer.
Jorg rubJj grempler, bans osterricber zum baredis.
Jungbans müllyman öllmachcr.
Wilhelm lünger vnd nicklaus sins bruders.
Ludwig amen stalschriber vnd bans sins bruders.
Johanns gross vnderschriber vnd darnach statschriber.
Hein blüwler Schumacher wirt zum kindiy.
Ilerr docter peter holzrütj von mclingen artzet starb aoo domi 1526 uff den 12 tag mcrtzen.
Casper fug von baden stattschriber vnd joachin von grüt vnderschriber.
Casper murer uon basel. Hans vnd jörg kielL
Jacob murer uon grüningen. Her beinrieb bürliraan lipriester zu wald.
Meister jacob lubiger kürsner.
Jos össenbry. Hans bintzschedler bed mine nachburen.
M. bans schlinger und cunrat rechberger kanttengiesser.
Hans widmer im münsterbof min Schwager.
Hienach die gälten senger unn mttisten. (Artisten r)
Heinrich und bans imegg gebruder.
Hans büsclman. Hans asper goltschmid.
Felix von kapel , ann uon waltzhütteo.
Hans günlbart genant dienst, vly kleibly kutüer.
Staffen erlisbolU vnd adelheit sin Schwester.
Bernbart senfly vnd baschou renninfeld.
Felix amen satUers.
— sea —
Her friderich . , . , , , ,
Her baschion ' mÖ88er § eDru<lrcn vnd b « d orugrmst (Or«.ni»i?:
M. bans blocbholiz harpfynist vnd andre vil mer der ich uergesien hab
Gott helf vnscr aller seilen amen.
Hans eflinger ininer tochter anna (Mann) starb vft* den vj lag abereilen wz ufl" s . . . . vnd
of den xxviij tag des obgcschrib .... starb oucb sin sun bau. efinger im an ro.v t xxviiij.
In de« xweiteo Tbeil dle»er Bibel findet sieb folgende Nschrlcbt aufgezeichnet.
Anno domi m.iiij c Lxxxviiij jar da was der gross vOlon* als man die hund doli allenthalben uff
dem lant jn der statt Zürich gericht rnd hielten vnd oucb die geroeind für dz rathos loffend als klein
vnd gross rält bin ein andren sassend vnn übe! vnd nüt jnn mim bedunkea wol der litt (»oo« mit?)
der statt Zürich gehandlet ward, da warend seckclmeistcr petter effiner vnn gerold edlebach bede des
kleinen ralz der statt Zürich vnd darnach wurdend scckelmcisler disse naibbenenipten zum ersten
hans engelhart, marx röusl, bans kcllcr, berr wiss, jacob meiss, jacob stapffer riller, heinrich rouchlv,
riller. domineus frowenfeld vnd aber berr wiss all borgermeister tiedbelm roüst jacob
hans edlebach jorg berger. Iiis vff die zil alss sich die statt costentz mit der statt
Zürich vnd der stall bern (in) ein burgrächt vereintend vnd annamend dz beschach ano domi
1527 jar.
Später hinzu «e.cbrieben :> hans eseber. heinrich raan . bernbart voo kaaro, bans heinrieb »pross,
bernbarl sprüngli. hans lux oscher, heinrich thoma, cunral eseber, raaltis schwerzenbach.
Aus Ludwig F.dlihacben Chronik in der Zollerschen Bibliothek.
Aul den 16 tag meyen anno domi 1506 jar ward der erst stein zu griflensec vf der malten an
die kapeil gelegt, uud darnach als man zall 1507 jar vf s. cunral tag gewvchl, beschach alles vnder
vogt gerold edlibacb, als er vogl zu grvfensee was, und gefallt die kilchwiche vf den sunlag laelarc
zu millenfasten.
Nachricht von dem Schlosskauf zu Frauenfeld . vide Einleitung pag. xii.
1536 vf den leisten donstag im mcrlzen Heng man an den silwald vnder dem oidern silbüsli
abhawen. das han ich hans edlibacb selb.» gseen und kombt man zu hundert jaren vs, oder noch eher.
Aus dem Passtonsbuchlein Gerold Edlibachs.
Anno dmmi 1524 vf den heiligen wienachlabind, da stellte man vil gesangs ab zu melle. in
. zu vesper, gumplet eomplet und andern zilen, die vormals Zürich und in der ganzen chri-
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stenhcil bracht vnd loplicb verbracht worden, golt dem herren »od siner würdigen mutier der
jungfrauen maria zu lob, abgestellt.
Item es ward oueb das fest der jungfrau marie der multer gotz nüt mehr begangen, der liecht-
mess mit weihen der kertzen und kreulzgängen. wie vor in aller cristenbeit bruchl war.
Als man am palmtag mit grosser process vf den hof mit aller prieslerschafft von den drey
pfarren gieng und dem herren zu lob mit grosser andachl schoss den balmen, und derglicben ander
prozessen und cruzgang zu pfingsten vf den bof mit allem hrlthum von den drey stiften vnd den
drey orden . desgleichen die farl gen einsidlen mit dem opfer der kertzen vnser frauwen . auch gen
altstetten, vf den zürichberg, zu sant gilgen und ander creutzgang durch das ganz jar zu den vier
liochzyteu und das löblich fest corpus chrisli mit der octav uud Umgang der prozess das sacrimenl
zu tragen, alls abgetan, wie dan das in aller cristenbeit allweg der brueb gewesen was.
Vnd desglichen erkannten sich klein vnd grosse rät zürtch alle gebildnuss, als das cruciKx, die
biltnuss der würdigen mutler gullz der jungfrouwen maria, vs den kilchen und Clustern ze thun, vnd
desglich alle biltnuss der lieben heiligen.
Vnd in disem jar (iengeo vil pfaffen an wiber zu nehmen zu der cee und bieltend wenig prieslcr
iness und luffend die münchen und nunnen vs jren dosieren und gieng wild in aller weit von
geistlichen und weltlichen lüten.
Item in disem Mahr?) starb min her burgermeister felix schmid am andren lag als man die beigen
bild vs den kileben lad. das was vf viel und maden abint, und morndes starb oueb min her burger-
meister roüsl auf viel und modesti.
In disem jar ward auch die kartus jtingen verbrennt.
Item es gieng auch die frümess ab und das hichlen, ilem alle gerpleo (grebten'i sibenten. drissig
und jarzil und das lülen den lieben. Item man verkünt auch kein heilig zyt mer noch beigen tag
an den kanzlen. Diss alles beschahe jm obgemeltcn 1524 jar.
Ilem man löft oueb in lütz ieui*<h die kind on krisene und töf kertzen. man bruchl kein ge-
segnet saltz noch wiewasser es wurden alle araplen aus den kirchen gethan und vs den beinbüsern die
liechler. Ilem man firrich (femich »errichtf) oueb weoig lülen mer mit dem sacrament noch mit dem
beigen 61.
Ilem man fieng oueb an in den vasten fleisch vnd eiger zu essen, das sollte nül süod sin, vnd
fastet wenig lüt mer, weder die fronvast noch ander geholten tag als vor, vnd ward von vil lülen
die beilig mess gar verachtet und grob darzu geredl, und bat gott nül mer für die seelen. Item es
firrel wenig lüt den heiligen mer.
Ilem pfaffen münch vnd nunnen namen alls einandren zu der ee und Hessen jre bialten ver-
wachsen und zugend bärl und bekleilen («ich) wie die leigeo mit Schwertern und nüt als priesler.
Anno xxv jar. In disem jar wurdenl auch die slül zum grossen münsler da vnden vs der kileben
tan vnd vf sambslag nach barlol. wurden die predier und augustiner berren alle zusammen tan zu den
baarfüessen. desglichen besebach es mit den froucn dosieren in und vor der Stadl oueb und wurdenl
pfleger darin gesezl.
Vf s. lucien vnd da um schlisse man die greber s. felix und reglcn und ouefa etliche altar vnd
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vf die krummen imiwuchen hatte mau ziirich die leiste süss und ward der tisch gottz vfgerichl und
das sacrament and das heilig oel mit sambt andren gezierten rs den sacriatigen genommen und alle
altar so noch in den kikhen warend, wurden t entplözet and alle vij zjrl weder mer gesungen noch
gelesen und alle bücher rs dem cor genommen vnd verwüstet, und im obgeroelten x\\ jar was aber
ein dUputaz von der toufler wegen.
Vnd darnach vf s. ollmarstag do ward erkennt von minen berren das man die grabslein v» allen
kilchhofen tbun sollt in einem monat oder der buwmeister sollte die zu gemeinen banden nemen.
Anuo 1526 den 7 lag merzen starb johannes keller zum Steinbock am rindermarckt Rott bell
siner seel. Amen.
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Anhang.
Aus einem Foliohand der Leuischen Handschriflcnsammlung, betitelt: Collectanea
Turiccnsia Ecclesiaslica p. 557— 576. (Stadtbibliothek MSC. L. 104. S. §57—576.)
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In der zitl als mau zall uon der geburl vnscr herren 1520 jar, vff den cinlislen Ug dess
Deiembcrs der wz uff ein samstag da ist nieistcr Uorich Zwingli vom bropsl vnd capittel der Stift
zum grosen münster Zürich crwell zu jrem lipriesler vnd demnach uff den xxxj lag Wolffmonl von
jnn bestallet Gott wall sin &r
Vnd im obgemelten jar erhüb sich vnd stünde uff ein nüwer glöb von vil doetorcs vnd magi-
stren vnd wurdent allcrleig nüwer sertten vnder jnnen allen uff erstan dz cynor schreib diss der
ander das vnd selten keiner wie der ander, dz kam allcss in die trirkeryg vnd wurden uil wider
wertiger buchly gemacht die nüt zusamen dienten!, also dz der gemein mensch mann vnd wib jung
vnd alt , schier in aller well ganlz uerjrrt vnd uerwirt ward dz nicmenl wusl wz er globen (»ölt» dan
jrre tnii klad (tnciaiei vast wider einandren warrend jn will arlliglen vnd stucken &c vnd nampt man
zum ersten den nüwen glfiben den Lullerst h glohen vnd ander den .
Diss sind etliche doctores vnd maxister die wider einandren sind tkc
Doctur Mals Luder
Doctur Erasmus Rottertain
Doctur Murner
Doctur Hess Bredersordcn
Dortcr Faber ficarj Costelz
Docter Egg
Docter Andre Carlystatt
Docter Jodacus Brepster
Docter Phillipus Melanchlon
Johann Dölcker vnd
dess alten
| Vlricus Zwingly Zürich
. Meister Uorich uon Hutten
Meister Jcronimus Schürpff
Doctur Huschin
Doctur Baltiser uon Walzhutl
Ein touffer
Jud Low uon Basel Zürich
vnd ander mer die ich nüt
weiss vnd nennen kan &e vff der
Widerparten de
Iii andren dess alten glßben iic
Pag. 2.1 Item dise toctorcs vnd m nister alle warend inn nüt einhelig mit einandren, vnd kuu-
ekend in Iii arliglen vbel zusamen des globens halb, vnd oueh ein andren nüt wol uerslan vnd
mercken kondenl, vnd besunder die schlechten vngclcrtcn prieslcr ouch lipriester vnd brediranlen,
die nüi zum aller scherpsten gclcrt warrend &c
Vnd sin diss die arligel darin sy span
hatten wider ein andren dir
Der erste von der Maria der wirdigeo mUler golz dz etliche doctores vnd maisler uermeinlcnd
man sölte sy nit anrüffen in keinen nötlen, noch anbellen vnd eren die
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Der ander dessglirhen keinen heligen ouch nuU anrußen weder mit bell oder mit firten vnd
opfer dan sy nütz uermöchtenn &c man sölt anlein Got anrüffen &c
Der ficr arlickcl wz von der lieben seilen wegen dz man dennen ouch nütz bedürft noch thüe
weder mit messen singen lassen noch opfren noch gebelt vnd aümüsen dan kein feifür nüt wen*,
dan Gott het vnss all mit sim tud erlöst vnd gnüg für vnsscr sünd getban &c
Zum fierden wz uom frigen willen, da uermeintend etlich toctores vnd maigisler dass der
mensch den nüt helle, so waren etliche toctores vnd gierten uast darwider vnd macht vil vnrüw
als man dz jn Iii trucklalten fint die
Zern fünften vnd sechsten arlitlen von zenden gros vnd klein von renl vnd gült vnd linsen &«
Zum sibenden von erbgüttren wisen riiben vnd äckren von lischentzen jn Gissend vnd bachen
jn sewen vnd wigren bracht Iii vnrüw uff dem laud vnd in stellen &«:
(Pag. 3.j Von vogt harren lütten vnd eignen lullen uermeintend etlich toctores vnd gelerlten. dz
uiemenn eigen sin soll, vnd ouch jrren herren vnd obren so sy wider sy wibent oder mannenl kein
straffgell vnd vngnosame schuldig zu geben sin söllenl, sy söllind ouch nüt jrren herren vnd obren
kein lagwen noch iiplin (Uibdingi stür weder hünner schuldig sin zü geben vnd nach jrrem tod kein-
nen val disser artigel bracht fil vnrüw &c
ufT wienach von enderung der zilt mit mess haben singen vnd lässen
Ano domini 152» jar, diss jars vssgangs vff den heligen wienach abint vnd tag da beschachend
Zürich zum grossen münstcr vnd andren kilichen vil grosser endmngcn mit singen lässen vnd mess
halten so die priester nit mer tadent von der geburt orislj vnd giengent vil coleclen vnd bellen jn
den siben lagzillen hin vnd ab die man vormals» als lass vnd sang vff die wienlichen hochzill die
octaff uss alss mit der epistel noch ewangelium alss vor, vnd sprach man es werrind alss nun nur
vnnütze ceremony dess bapst vnd der cardinallen bischoffen vnd äplen vnd anderen geischlichor men-
schen dant. vnd vil der dingen vmro den git erdach(i) alss uillicb warr sin mochl dtc
vlT liechlmiss
Ano domini 152b jar da ward das loblich uest der hochwirdüjeu mütler gotli der jungfrowen
Marie der lierbtniis nüt mer begangen weder mit singen lässen vnd mess haben wie vor , weder mit
der wiechung der kertzen vnd liechtren noch mit vmgan der proltzses vmm die kirchen das ward
alles vernuten vnd abtan also zwusrhend der wennath vnd der allen vasoaebt da ward die well röw
vnd vngolzförchug &«
Pag. 4.] als die drey läsmcistcr zü denn dry örden wurden abgestell zu bredigen &c
Im obgeinellen jar jn der naslen wurdent ouch abgeslelt die drey lasmeisler zü den iij ordnen
zun breideren zü augenstinren vnd den barfüssen die alle dryg güt bredikanten geachtet wurdenl
von uil geischlichen vnd wolllichen lülcn vnd dem gemeinnen menschen wol geficlend , vnd an jr
stal gesielt vnd than Uorich Zwingly zum frowenmünster der Löw Jud lipriester zu sant Petler am
Ötlcnbach vnd Gasper Gross zu brediner &c
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269
als man anfieng fleicb ässen vnd wenig mer vasten &c
Item man ßeng auch aa in disser uasten obgemelt fleisch hünncr aogei eiger vnd wz jederman
gelusl zü essen vnd wer ess nflt essen wolt dess ward uerspollet , vnd uastet wennig lütten mer weder
die fronfasten nach ander gebollnen tag vnscr frowen vnd andre gebottne tag dan uil lütten uff den
bann gar nütz haltend &c vnd empfiengend uil lütten dz hcillig sarkriment ungebiebtet vnd spra-
chend etliche predicanten vnd pfaffen es werre nun ein nüssclbicht vnd vmm gcltz willen erdachft;,
vnd ein jeclich mensch sölte Gol dem Herren mit gantzer rüw vnd lid sin sünd biebten diss werre
genügen vnd bedürfte kainner andren bicht nütz &c
vomrn hochenn donsttag wie der begangen ward &c
Vnd als man uff den horhen donstag zum sacritnent gieng, da karaent man vnd wib au ohne; stürtz
vnd menltel auch jung vnd alt dahar vff dz aller costlichesl vnd besunder die frowen vnd tftchlrcn
jn jrren hupscheu schubenn vnn lancken als verbreuit dz geful mit gütem mit gutem ruckfech vnd
sehinferh vnd mit andrem gölten gefül oder mit kostlichen» satumet tamasl saliinct oder anderer siden
da oben vnd vnnen es werrend vnder röck bellz vnn sebuben uff dz aller best, alss wellend sy uff
ein kilchwiche oder hoebzit zum tantz gan «Sic vnd gieng niemon vmm den aplos an ölberg rac &c
(Pag. 5.; wie der stil frilag begangen vnd gehalten ward &c
Vff den süllen frilag ward dz bild crislus unsers herre, nüt mer wie uar zu grab gelragen,
vnd batt man nit mer für die stätt der cristenheiu wie for vnd gienge niemet gan Kusnach vmm
den aplos dz was alles hin vnd ab vnd galt alss nütz die
von dem balmtag &c
Vnd als man alle jar uff den hoff gieng mit dem Bild vnsers herre thus Criste von den dry
pfarrkilchen vnd Gol zü lob den balmenn schoss mit dem gesang gloria laus vnd andren melidicn
Gol zü lob mit grossem andacht dz ward ouch hin vnd abgethau vnd für ein unnütz zerimony ge-
achtet vnd fürbin kein balmen mehr gesegnet die
als man die fartt gan Einsidlen abted &r
Vff den sibenden lag dess manel Steven, da erkantenl sich min herren von Zürich die fart ab
gan Einsidlen zü unser lieben frowen Maria der mutier vnsers herren Ibus Crislj , dz doch ein schöne
loblich prozess wz vnd von frömden lütten wol glopt . dann von jedem buss ein gewaebsner man
gan müss die sich an der zal traft ob xv r man anne priester vnd orden herren derren ouch Iii war-
rennt, vnd ouch niemen wust, wen vnd wie die uff gesetzrt'i vnd worden sye, ist wol zu dencken nüt
vmm klein vnd liederlich ursarh, besunder jn grossen angsten vnd mitten vnsren allfordcren, item
disse fart beschach alle jar uff montag nach dem heligcu pfingsltag vnd mit dem Opfer vnsscr lieben
frowen item disse fartt ward nun ouch abgethan vff den tag wie obstat dz gefiel eim wol dem an-
Iren übel Got schike es zum besten amen dtc item dz opfer wz ein wichsine kerlz die wag
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^Pag. G. y vom vffart tag
Item der vffart abint vnd der tag die wurdent ouch schlcchllichen bedangen mit singen lassen
vnd mess haben vnd am tag nach itnbiss kein non gehept vnd das bild vnsers herren nüt mer 11IT
gezogen wie uon aller bar der bruch gewesen ist
vom neigen pfingtag
Vnd wie obslalt also ward ouch der heillige pfingsltag ouch geerlt als an eim andren schlech-
ten »untag &r
von der prozess uff den hoff
Vfl* milwuchen jn der fron uasten zü pfingsten gienge man alle jar uff den höff mit allem hel-
lunim »o in den drey plärren vnd dryen örden warend mit allen priestren weltlich vnd gcisehlichcii
es werrind welllich pfaflen vnd münch, vnd trüge man da der lieben heiigen sanl Felix vnd Regien
mit andrem hcllum wie obstat die jnn fier grossen säreben vnd Tier kleiner säreben mit sampt and-
rem bellum lagend vnd näbent den särchen hatten die zwölff zunfl jeclichc Ger koschlirhen kertzen
mit gold wol vergöltt derren ob den Ix warren annc andre köstliche din(g) alss muslrcnntzcn silbrin
brustbildcr htfptcr ouch in silber gefaset siberin sarch kelch battenen vnd wz zunn altrcn gehört
dess fil wz, an koschlichen mes* gwand korkapen allerlücher des» ouch uil wz vnd die alle gestickt
mit berlin vnd edlem gestein die uiäss gwand warend alle uon guttem samet lamast kermmesin vnd
alliss vnd die minslen von schamll jlcm ess wurden ouch fier zelten uffgespannen vnder den drigen
hallend die dry Orden vil messen vnd vnder der Herden hat mann ein gesungen ampt vnd vndrem
abpt ein kosrblich bredig dz laden der dry örden herren cinner an wellichem dan dzjarwass, vnd
nach dem ampl dz uerzoeb sich biss uff mittag so gienge man wider heim ab dem höff &c
Item disse prozess ward nun ouch abgetan jm besten, dz min Pag. 7.) herren uermeintend dz uil
grosser hoffart von wib vnd mannen erspart wird vnd uil unnützer reden vnder wegen Mibe als war
wass &c
als die erützwuchen abgieng
In dissem jar da gienge ouch uast die erützwuchen ab, dan wennig lüden nütz daruff hallend
vnd mer vn nütze» geschwatz Iriben den gebettet ward, vnd ander alle ferl vnd rrntzgeng owch da
gienge niemen mc den die priester &c
von der karluss Illingen Äc
Item es ward ouch in dem jar dz gotzhuss die carluss Illingen vcrbrenl darum dan etliche per-
snnncn von vnsren eignosen zü Baden an üb leben vnd gül herltcnklichen geslraffel wurdenl
als das uest corpri Cristj abgieng
In dissem jar ward dz uest corpri Cristj , dz vnsscr eltren höch gcerel vnd geacht habent mit
allem singen vnd lauen vnd vmgen deas sacrement der prosses vnd die oclauff us zü allen zilten
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271 •
nüt mer barfür vff die alter getan noch dannit keinnen sägen den menschen geben &c vnd ouch
hin vnd abgethan &c
von der mess vnd bildren
Item nach uff Viltc vnd Modcslj erkantend sich min herren von Zürich klein vnd gross ritt jn
jrren »tat gerichten vnd gebietten, die bilder in vnd uor der statt vss allen kilchen zü tun, vnd
ouch die eruefix ab allen torren an der statt dessglich an der kloslren torren ouch wü die stundnnt
die vnd nam ouch in dissem jar die mess uast ab dan welle all priester mess haltend derselben
ward uerspottet vnd für messknerht vnd hergotzfresser geachtet vnd giengend jn der zit die mctli-
nen ouch uast ab dz uil vnnützer liederlicher pfaffen nüt ine darjn gieng vnd hübe man selten kein
frumess mer &c vnd ward oueb nachlassen von minen herren dz ein jeder sine bilder heim in sin
buss namen mocht &c
Pag. 8.1 In disen lagen wurden! von den priesteren drigcrleig messen gehalten etliche nussent
(*e»o»to«i dz sacrement vnzurlheilt also gantz, vnd etliche licssend uil colecla vnd anttiffen «nnphonen)
vs die sv nüt lassend vnd etliche ballend mess wie uon alter har &c
von iijerleig messen vnd uerrichtung der lüt
Item man uerriebl in dissem jar die krancken menschen wenig mer mit dem sackriinenl vnd
heiigen «II jn büsren es bescheche dan heimlich &c
vom töff vnd sägen dess saltz vnd wiewascr vnd bekleiden
Item man töfte die nüwgebornenn kinder nüt mer dan jm wascr anc crisem salu vnd andre
lerremonv item es ward ouch kein wiechwascr noch sali am suntag mer gesegnet vnd sprachen!
nüwe presicanten es werrind als unnütze ceremony &c ilem sy löflen ouch die kinder anne übor-
röck vnd stüllcn (•toten) vnd gabent die lül jn der e züsamen vnd seitend dz gotz («ort) ouch an
den kanlzlen bekleidet wie die leigen die vnd zugend der merlel alle lan« bärt wie die acelen
von aller seilen vnd neigen
Item in disem jar als man zall 1524 jar da wart das uest aller lieben helgen am abit mit der
seilen figil vnd andren gebeten dess glichen mornnedes weder mit singen läsen noch mesen läsen
vnd singen noch mit der lissiUct (vi.iution) den seien nüt über jr greber gangen vnd.war(d) wennig
den seilen durch Gott geben &c vnd ward als uon den predicanten dem gemeinen menschen für un-
nütze ceremony die nütz Sölten fürgeben dz sy den seien nütz nütz werrind die
die ander erkanttnis von der bilder wegen &c
Vnd als sich fil menschen der bildren halben vnrüwig machten! dz man die götzen nüt uss den
kilchen vnd in den bildstöcken vff den Strassen bin vnd weg ted, der erkantniss nacb so sich rät
vnd burger uor erkent bettend wie ouch for slat, vnd vff dz erkantlend sich abermals» klein vnd
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gross rilt dz man alle bilder vnd gölten vas allen kilcben rnd ab allen torren vnd lanltstrassen jn
Stöcken von stunden an cölle hin vnd abtun, dissess beschach uff Vitte vnd Modestj im obgemellen
jar, rnd uff dz wurdent uon allen zunften lül uerordnet düuer erkautniss vnd vrtlell oueb von klei-
nen vnd grossen rätten uss zü richten dtc
(Pag. 9.; Vnd ist nül minder als man jn den selbigen zilten vnd tagen sagt dz ellich der zugebnen
sy werrind dan von kleinnen vnd grossen ritten mit den bildren äben grob vnd uasl ungeschicklichen
bandlelend , dz man doch in kurtzen jarren von vnsern alluordren vueristenlich geacht vnd nut ann
merckliche büss an lib er vnd leben vsgannen werrend, ilem ouch derselben 61 die so gar unge-
schicklich bandleten an jrrem lib laben er vnd gut abgengen vnd wennig glück haltend &c
von stüllen in den kilchcn
llcm vnd da nun alle bilder vnd gölzen zum grosen mänsler vss der kilchcn vnden vnd oben
uff dem gwclb grumpt vnd hinuss than. warrend, da tede man dass münster vff da lüffe jederman
darjn vud brach ein jellicher sinne slül da vnden in der kilchcn sinne »lül ab vnd trügend die heim
vnd zur icrno; einncr dissen der ander cinnen stül vnd jn eim halben tag wz kein mer in der kilchen
vnd gienge wild zü dz beschacb ufTrilag nach Vitle vnd Modestj im 2i jar
als man alle raüncb zun bredier vnd augenstineren zu den barfüsen züsamen fürt ,
Vnd uff samstag ouch im obgcmellcn jar, da cr(kjanllend sich min herren klein vnd gross rill dz
man alle miinch zun bredier vnd augenstineren züsamen in das dosier zun barfüssen ihün soll, vnd
dz besebache nun uff den obgeschribnen lag, vnd demnach da wurdent bede clösler brediger vnd
austiner beschlossen vnd mit lütten uon beden _ rätten besetzet vnd als man damals sagt so ward mit
tössen vnd brassen wennig gespart! vnd lüde je einner denn andern so dan die priger vnd pfleger
gern haltend vnd gienge im süss zü dtc
(Pag. 10.) als man den töftslein zum grossen münster bin vnd abschleisch die
Vff donslag nach Saut Nicklus oueb jm obgcmclteu jar, ward abgeschlissen der toffstein der
da anne allen zwiffel vil bunder jarren dz niemen wol uerdencken moebl der slund bin der sul die
dz gwelb vnd den altar corpri Crisle ireitt da binden der milte der kilchcn, vnd ward gesetze(i) für
dz grab vnsers herren da man vs dem kor die siegen in der rwölff hotten kapel galt, vnd selbig
grab ward ouch mit dem costlirben werck dz emi) nüw bin zweig oder drv jaren gemach i, ward
hin vnd abgeschlissen , dessglichen der zwSlff holten aller ouch vnd ein nüwe tür gemacht &c
Als die begreptniss beder heiigen sant Felix vnd Räglen abgeschlisen wurdent
Im obgcmellen jar vff Sani Luden Otiligenn vnd Sant Jost ahind da ward Zürich uon klein vnd
grossen rätten erkent die begreptni» beder helgcn obgcmelt Felix vnd Regulan die lange zitl der
«tat Zürich patlren gewessen warren vnd uon allen menschen hoch gecret , dz man die ouch söl hin
vnd abschr Dissen, die da erst nüwklich in kurUen jarren von Iii fromer lütten mit uergülten costlichen
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talTlcn vnd sidinen tücher jrre slrch verdeckt ob den grebren, oach «Uwegen brannend xij zwölff
amplen wen ess tublex vnd samslag nächt warenl disse begreptniss wart gar vnd ganU geschlissen
Gott wallz sin
von brenneren die da vmgiennenl
llem in dissem jar uerbrunnent fil hüssren zu Winigen vnd an andren enden, vnd seilte man
wie IUI werrind besoldet sömlich zü tbün , vnd hatte man uil übler zitt vnd uil costens allen thalbcn
mit wachen vnd suchen jn weiden diss werll wol vff ein halb jar
(Pag. 11.) Aber ein erkanniss der äJtren balb &c
Vff samsstag oach Loci vnd Tottilie vnd Sant Josts tag öch im xxiiij jar erkanltend sich aber
malss min berren klein vnd gross rfttt, die »her so nach jn den kilchen stunden vss den kileben
zu schlisen vnd weg zü tbün &c vnd also ward zurbrochen sant Felii vnd Ragten alter Sani (Jrslen
alter Sant Sebastians alter. Sant Blasius alter vnd der alter vnser frowen kinlbettv
Ano domy 1525 jar als man die mess Zürich abkant
Ano domi 1525 jar an einnem mentag jn der baimwuchen erkanltend sich aber klein vnd gross
rätt dz man hinfor nach der kramen mitwuchen jn mir berren stal Zürich ouch jn jrren gerichten
vnd bietten keinn mess weder mit singen vnd lassen haben soll , vnnd dz warde mit wennig henden ein
merss «Sic
Alss die leste mess vnd passion gesungen wurden!
Vff mitwuchen ward die leste mess vnd pasion zü Zürich gesungen vnd gienge die mess gar
hin vnd ab &c
vom tischt Gott ward angefannen vnder Horich Zwinger
Vnd morne dess uff den hochen donstag da warde der uüw tischt Götz uffgericbl, vnd dz brül
vnd der win voder das volck nssteflt dz geßel eim wol, dem andrenn nütz, wz jn derselben zit jn
fil lütten ein osterpil &c vnd kam ouch das consistorium gan Zürich
als off obgemelten tag uil luten nach dem alten bruch lassen briebten &c
Item css liessend sich in derselben zitt vff den tag Iii man vnd wiber uersächen mit dem heii-
gen sacrimentt nach dem alten bruch wie uor , dan ess klein vnd gross ritt vff diss jar nach giassen
haltend den priestren die lüt zu uerseeben dero uil warenl &r
Pag. 12.; als münch paffen closer frowen brüder vnd baginen vss jrren clöstren
vnd hüssren lüftend
llem in disser zitt lüffen münch paffen vnd brttdren , ouch nunen schwestren klosterfroweo vnd
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begeinnen , vss jrren LI Östren vnd hüssren vnd namen paffen münch brtider die closterfrowen nunen
vnd beginen ein andren zu der e, vnd gienge wild zu &c
vom sacrament als raanss uerlor
Item ess kam ouch dz heilligc sackrimrnt diss jar uor vnd nach dem heligcn osterlag bin aebt
tagen in den drycn pfaren der lütkilchen vnd ördnen man vnd frowen vss den sacrinment hUslin
mit sampl dem heilgcn öll dz der mertcil lütlcn nüt wüstend war oder wühin es kam vnd fragt ouch
niemen wer es than bette &c vnd wardc Iii tirucht dz nütz soll &c
t von sant Barblen kapel vnd lütlen
VIT sant Pongracus tag jm obgemelten jar Wenge man an die kappel for dem lor uff dorff zu
schlissen die in sant Barblen er gewicht wz vnd die glogtin dar uss vss dem beim gnomen , vnd
gienge ab dz man nümen für dz weiter noch keinnerley mer lutle es schnitte ;o,der regnotte &c
vom brüder huss im Nesellan vnd andre hüssren der brüdren vnd Schwestern
allenthalben &c
Aber in disem jar ward abgeschlisen dz lustig brüderhuss jm Nessellall darin den gewonlich
siben brüder oder acht, die der kranrken lütten warttond wti man jr bederft dz ward dem spital
Zürich geben dz uerkouftend die spiltolssmeister mit wusson mir herren von Zürich dz ward ge-
schlissen vnd anderrc brüder vnd schweslerhüsser ouch abgclhan vnrd; geschlissen der clusen fil war-
ren &c
von glogen vnd mössinnen kertzstöcken vnd büschen
Vnd alss man sagl da wurden! vss den glttglincn vnd den grossen kerlzstOckcn die möschin
warend büchsen vff die lürn zü der wer gössen &c
von den predicanten in vnd uor der slal
(Pag. 13.i Vnd alss dann jnn dissem vnd andern vergangnenn jaren Zürich vnd andern enden
gerich(oen vnd gehietten von etlichen predicanten fil reden an den cantzlen bracht wurden vnd
besunder dz sy an keinem ortl in der geschrifl Tündern , dz man den zenden schuldig zü geben
werre dan anlein den bischoffen vnd werrctit die pfarer die dz wort GoU verkuntend vnd nüt den
clöslrcn nach andren lüden weder edlen noch vncdlen geischlichen noch weltlichen dessglichen von
renl güll vnd vnbillichen zinssen dessglichen von eigenschau der lüden dess libs, von slüren feilen
vnd glüsscn da wäre man nütz schuldig weder lagwen noch hünner zü geben , weder äpten prclaten
edlen vnd vnedlen vnd dennen die das alles aber so unnutzlirb vertädind vnd ucrbruchlcnd , es
werrind bäpsl cardinel bischöff äpl bröpsl pfaffen münch vnd nunnen niemethin ussglassen Item
dz alles von iil vngelertter brcdicanlcn jn vnd for der stat an den cantzlen vff dz allergröbist
an den cantzlen dem gemeinen man fürgeben ward, dz nun ze besorgen ist dz ess die warheit
werre syc &c
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alss man die kilchenn vnd closter enplündert») vnd zü der stat banden genomen ward &c
Ado domy 1526 jar da namca min hcrren von Zürich zü gemeiner stat banden uss beden stif-
ten Tnd uon sant Pcltetr) ouch den fünff düstren zun bredier augenstinren harffossen an Ottenbach
vnd sant Frennen jm samling ouch uff dem land in jrren gricblcn vnd gebieten vnd pfarkilchen.
vu allen sacrisligen von kelich pattenen mustrantzen von silbrinnen krülzen särrhen vnd muslranlzen
dess uil uon edlem gestein vnd berlin kochlicben vcrsctz(i) vnd helffcnbein kostlich gemach t wz,
darin den uil der lieben hei gen gebein gelegen warrend &c ouch vil ertlicher alter tücher vnd niess-
gwand die alle von güttcr siden vnd mit bcrlincn vnd edlem gestein die krütz darvff gestickt dz man
für ein mcrcklich gut schalz(t) «Sic
(Pag. Ii.) Vnd von den messgwand corkapen corröcken vnd andren dingenn wie ein priesler
mit ecrenu uff ein helgen bocbzillichen vber alter so er mess haben so er das» ampl singen seil
gau vnd dem gotzdienst zugehört wz allre gnüg da . desglichen rar-alter von dein Brugunschen her-
tzogen >nd guldinen korkapen vnd ouch swartzc messgwand mit guldflamcn vnd der helgen sarch
ouch also bedeckt die zü Granssen gewunen warrend ouch dess cardiualss von Sitten messgwand
corkapen vnd tücher vmm vnd ob dem alter vnd alltertücher wz koeblichess was ward vff dem köff-
huss jn den kamren vcrkoufl, vnd dz nachgüllig luderwerch vndrem helmhuss vnd als man sagt
beschathen vnglich köuff &c vnd uss der siden aller ward glösl xiiij 1 gl. vnd daruss most man zal-
len wz die uerordnelen von minen berren vnd die gantmeisler verzerl vnd verlost vnd ander mit
jnn dz traft ein erbry sum dz wennig geltz vber ward &c vod als man sagt wurdenl uss den iness-
ewand uil mansswamslcn vnd den frowen uil halss geleren gemacht vnd uorbrämt vff die rflek vnd
schuben &c vnd den disen blunder uerköftend jetlichcn x guld gab man für sm Ion &r
als alle bücher uss dem cor zum grosem(«io.ter...) &c
Vff mentag nach dess heiligen erfitz tag vor vnd nach zü hcrpl ouc! jm obgemelten jar da
wurdent den priestren zum grüssen münster als si die uesper vnd gumplet gesungen gesungen hatten,
alle gsang buchcre daruss dan die vij zitl vber jar suiigcn ab den bulchpuii, breiter vnd jn stüllen
von den uerordneten genomen vnd in die obrislen canlzlig beschlossen, darmil man kein zit am morgen
oder am abint mer singen kont werder mcllmen vnd andre zitt vnd also fürhin nütz mer gesungen nach
gelessen «Sic
als dz hcllum vss dem frönalter zum münster genomen ward &r
Vnd uff samstag nach der heilligenn junffrow sant Fiden lag ouch jm obgemelten jar , da namenl
die verordneten dz heltum vss dem fronallcr jm kor zum grossen münster mit uil gelochter vnd
gespöt vnd büd je einer dem andren daruss dz zü trincken, vnd enewichlen den altar, vnd tribent
allerleig vnfür der uil wol erspart wer worden «Sc
vom heltum jm alter gnomen ward
(Pag. 15.) als die bücher uss den liberigen kamenl
Item in dissen tagen giengen die ucrurdnnelen vber alle liberigen Zürich in «1/ münster vnd
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über andre liberigen jn den pfarkilchen vnd clöstren vnd Dämmend daruss alle bttcber die sy fun-
dent jtcm die glerttcn die sich der bucher uerstündent die mcinlend dz sy mit xm goldin nül ge-
machet werrend, dan mit güttem bcrmclt vnd costen geschähen warend. derro wz ein grosser
huff die alle uerkouft zurrissen vnd zurzertt wurden vnd keinss gantz bleib &c
wz an silber erfunden worden ist
An silber so dz alles züsamen gcschmeltx(i) ist vnd glüttrct so uon kelichen vnd hatten ouch uon
mustrancen vnd crueificten silbrinen särchen brustbildrcn rouchucssren vnd wass<der kilchen kleinnot
warren ouch plenar uon bücheren vss allen kileben züsamen kumpt, so wir! erfunden v'lxiij marck
vnd je die marck vff vüij gl. gescheU(t) diss silber ist uermünlzct vnd verthan &c
an gold isl erfunden
so ist an gold erfunden lxxxx mareb gelültrcl ouch minder oder mer daruss sind guldin ge-
schlagen vnd all uast ouch verbrucbl 4c
von berlinen vnd edlem gestein
Von edlem gestein vnd berlinen als man sagt uast fil da gewessen sye , wübin dz kommen oder
wie fil man daruss glflst ist. dz ist mir nül zu wüssen vnd schrib nütz dcruon &c
ein Irüntlich bitt von vnssren eignosen den vj ortten wegen nämlichen Lutzern
Vrre SwiU Vnderwalden Zug vnd Glarich &c
Item vnd als den vnsre trüw vnd lieb eignossen uon sielten vnd lendren der zwölff ortten jn
den nScbst uergangen jarren, uor (mehr) dann einmal vnd äben fil, Zürich uor klein vnd grossen ritten
erschinen warrend. dess Lullerscben handelss halb vnd allerleig ungeschickter reden sich erhubnl,
(Pag. I6.1 vom tag zü Baden
Vnd da begab ess sich dz uff des» heiigen erütz tag zü herpsl jm nbgemelten xxv jar aber oon
den zwölff ortten von unser eignossen ein tag zü Baden jn Ärgöw gehalten ward allerleig geschahen
halb, vnd da derselb tag vss wz vnd ein end halt, vnd die holten zurreittend, da kantend von
Kaden vnsre eignosen von Bern Glariss Sollotur Bassel Schoffhussen vnd Appenzell die vj örtler
von Baden für klein vnd gross reit Zürich vnd dz wz uff sant Mattes tag vff mcnlag darvor, vnd
hracbtvnd da mit gar früntlicben wortten vnd vil erbiettenss ann min herre , vnd dz wz die meinug
namlicli in drven stucken tnd articklen zü eeren nämlich da nimm mine herre zü eeren vnd zu wil-
len werden vud nachzulassen item dz erste das wz dz man dz bild dess crueifix vnd die biidniss
vnser frowen mit saropt andren der heiigen bilder wider jn die kilchen tun sölt vnd dz ander berürt
dz beilige sacriment an dz man dz ouch sölt lassen beliben , vnd dz tritt dz man widervm die mess
hübe es werre mit singen lassen wie dan das vormalss gehalten werre, dan wo dz nül be-
sebeche so enendactend sy dz minen herren jm aller besten dz si bsortünd, dz sieb die vj übrigen
örtler, dess uereintend by ücb min herren von Zürirh weder zü tagen vnd andren gescheiten me zü
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sitzen, vod aütz Hier mit üch zu handle haben jn kein wiss noch weg, iletn dissc meinung ward
nun von den obgemellen ortten mit im! bitt vud wortten wul gerett iner dann hie geschribcn slal.
daruff min berren von Zürich ein uordanck namend vnd uff dz mal den eignossen wennig zu willen
ward &c
von der schlacht zü Gmsen jm Klace <»i*ti«au) so gräff RudollT von Sullz mil sinnen
burren ted &c
l'ag. 17. ; VIT samstag nach aller hnligen lag jm 1525 jar da greift" grauff Ruodolff von Sultz
sinue vnghorssen buren an jm Klacke nach hin Gricscn vnd erschlüge jrren bin iij T hunder zü
tod. vnd nauie jrren uil gefangen uff gnad vnd uerbranlt dz lorff Griessen wul bab(iuib'). vnd leittend
sich min Herren uast darin zü des* beste zü reden , aber der graff behübe jm selbs Tor die redly-
fürer zu straffen nach jrren verdiennen. also stach er einnem sinner pfaffen die uugen vss vnd etlichen
hüwe it dii> linger ab, dz bracht alles der Lullruch glnuh &•
*
win den kinder toufl &c
In disscr zill vnd tagen erstund vff zü Wall/hüll ein nüwer löff zü Wallzhüll sprach man den
widertöff viid Hessen! sich uil man vnd wib widerum löffen den brachte ein duchter mit namen Bal-
tiser der töff kam nun gan Zürich vnd an andre end und bruchtend ouch den tisch Götz der
machet nun die weit uast vnrüwig vnd wurden uil lütten gcischlich vnd weltlich darum tu gefangenn
vnd an jrrem lib vnd läben ticrttcnklichen gestraft vnd wurden! ouch Zürich uil grosser lispruco-
nen (dtipuiiiionrn; von gierten Zürich gehalten dar uon nun lang zü sagen werre vnd von dem touff
sye nun gnüg gesrhrihen &t
von grabsteinnen vnd greptnisen &c
In dissem jar ward ouch uerkUntt an den kanlzlen dass jederman sinne stein ab den grellen
heim fürren seit, jn einnem manet. vnd wer das nüt täde, so wurde sy der bumeisler zü gemeiner
statt nemen, jtem ess wurden! ouch fil fromer crueber lütlen begreptnis zurschleitz t; zurrissen vnd
ablban, da besorgen ist dz uil mer nid vnd heimlicher hass dz bracht hab, dan gütliche min vnd
unteibir/ dz gewürckt hatten jtem vnd disse sachen uerlüffend »ich alle jm xxv jar vnd hept sich
nun dz 26 jar an alss hernach statt &c
(Pag. 18. ; mcccccxxvj jar von stüllen jnn den dry ordnen als man die abracht Hu-
Vff den zwelflen tag mertzen jn obgeschriben jar erkantend sich abermals» min berreu von
Zürich dz man alle sloll jn den drigen kilchen sölt abbrechen dess glichen an Öttenbach vnd sam-
ling zü sanl Frennen ouch daruss wurden trollen hüsser vnd karrenhüsser vnd hindhüsscr darin man
fass jnlcitt vnd andren wust &c
Item dz alle priester vnd pfaffen wiber sollen nemen vnd mtinch ouch &c
Vff den zwölften lag was* nach der zitt dess mertzen uff den balmtag da ward uerkunt an den
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kanlzien jn den dry kilchhörrin Zürich von min herren bol wegen . dz alle priesler vnd pfaffeo jn
jrren slaü wie die alle namen betten jrrc kellerin vnd junflrowen so bissbar argwenrigen bushablich
gesessen werren cinandren zur e nemmen söltind jn ferzechen Ingen vnd mit einandren zu kilchen
gan bin verlicrung jrren pfründen vnd also warren uil junger pfaffen die dz gern lüden! , dargegen
warrend etliche all vnd kranek priesler die dz vnger tadcnl vnd zugen jrrn uil von Zürich vnd
uerliessend jrrc hüsscr vnd pfründen vnd blibent bin alten glßbon &c vnd uersach sich ein jede
wühin er moebl
von vill lütten die nacli dz sacriment en pflegen
Item es sind ouch in dissem obgemclten jar gar uil fromer ersamer lütten von man vnd frowen
uon kleinen vnd grossen rätten vnd uon der gmeind von Zürich einer gan Kinsidlen der ander gan
Zug etlichen gan Baden Wetlingcn Schlieren vnd gan Far vnd an andre ort! vnd end, vnd habend
sich da mit dem beigen sackremenl lassen uerrichten vnd uersäcben nach dem allten bruch vff den
hochen donslag vnd dz ist nun von Zürich vorbotlcn an ein buss dz der jrren niemen jn kein kil-
chen gan söll darinne mess halt vnd dess allten glühen noch sige
Pag. 19.) wass tag mau hin sol flrren &c
Im obgemellen jar ward an den dry kanlzien jn den dry lütkilchen von den dry bredicanten
uerküntt wz lagan man hinrür Zürich man lirren soll durch dz ganlz jar umm vnd die vbrigen lag
alle arbeitlen vnd wercken &c
Nämlich den helgcn cristag zu wienäebt
Sant Steffane tag
San! Johanss ewangclisl tag
Zu ostren den helgcn lag
vnd morndess den mentag
Zu pfingen den heiigen pfinglag
vnd morndess den mentag
Vnser frowen lag der licrhlmess
Vnser frowen lag als sy zu himcl vir ver?!
vnser frowen tag alss sy cnpfangen ward
aller hciiligen lag
vnd aller zwölIT botten tag wie die durch dz jar falcnd
vnd ouch alle sunlag durch dz gantz jar vss 6:c
vnd dz sind nun die tirtag so dio bredicanten dem gemeinen man vlTgesetzel habcnl &c
von ampellen zum grossen münster
(lern wen css lublex oder samstag war, so branlend ob Ixx amptlen zü dem grossen münster
jm kor jn der kilchen jn beinhüsren vnd allenthalben vor den alteren die die genginl ouch alle
hin vnd ab &c
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(Pag. 30.) von allen ältren vss allen kikcben tan wurdet &c
Vnd als« vff den fierzacbendcn tag mcjcn ouch im obgemelten jarre beschach die lesUe erkant-
niss van miuen horrcn klein vnd grossen rätten Zürich dz man alle allar zum münster vnd jn allen
kilchen kldstren vnd kapellen die noch stöndint vnd überbtiben werrint hin vnd abschlissen sftlt dz
beschach oueb dtc
llem wie GH aller altar Zürich in der statt gewessen sind &c
llem zu dem grossen münster sind gewessen xxj altar vnd xxiiij corherren xxxiiij caplanen
Item zu dem frowen münster sind gwesen xij allar corheren vnd caplan xviij priester vnd
vij corfrowenn
llem zu sant Pcttr sint gwesen viij altar vnd xij mit den belferen &c
Item zu den bredveren xiij altar vnd xij priester vnd iij eptsllcr iiij leuiten
Item zu augenstincren xij allar vnd viij priester iij epistier vnd ij (leviten?,
Item zun barfüssco vij altar vij priester ij cvangclicr vnd ij anietbm
Item jn der wasscrkilchenn vj altar
Item an ötenba,rh vij altar waren ob Ix clostcrfrowen vnd zwölff schwestren versieht bredier
Item zu sant Frenenn v altar warend xxv closterfrowen versieht ouch bredier i&c ?}
Item jn der eilenden berbrig iij altar versieht {ool««barj
llem jm spital iiij altar h»id ein eignen priester
Summarum aller alla'ren jn der stat Ixxxxvj altar
Summamm aller weltlichen priester aHer welllichen Ixxxxij
Summarum aller münchen xxx priester (unle»faar)
Summaruin aller closterfrawen Ixxxxij ane schestron
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Druck tuu iurcber und Fuii»i
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